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Gefahrenstellen erkennen – Unfälle vermeiden

Beate Skowron · 27.08.2018

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© Arno Wolter

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Mit Schulbeginn steigen häufig die Unfallzahlen im Straßenverkehr an. Kinder, Radfahrer und Fußgänger sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer und am meisten gefährdet. Eine neu entwickelte Gefahrenstellen-App soll helfen, Straßen und Schulwege sicherer zu machen.

Erst, wenn an bestimmten Brennpunkten Unfälle vermehrt auftreten und Personenschäden registriert werden, diskutieren Polizei und Behörden, was besser gemacht werden kann. Hier soll die Gefahrenstellen-App als Frühwarnsystem Abhilfe schaffen.

Drei Bonner Brüder haben zusammen mit der Technischen Hochschule Aachen (RWTH) ein Webportal entwickelt. Die Entwickler sammeln die gemeldeten Gefahrenstellen und werten sie anschließend aus. „Es gibt bereits detaillierte Analysen der RWTH Aachen“, so Arno Wolter, einer der Entwickler-Brüder. Er lobt die Qualität der Meldungen.

Gefahrenstellen App
© Arno Wolter

Eltern können mitmachen, damit ihre Kinder sicherer in die Schule und wieder nach Hause kommen. Wenn ihr selbst an dem Warnsystem teilnehmen möchtet, um auf Gefahrenstellen hinzuweisen, funktioniert das über die Gefahrenstellen-App. Es gibt sie bei Google Play kostenfrei zum Download. Mit Hilfe dieser App laden Nutzer Infos und Fotos hoch oder kommentieren bereits eingetragene Gefahrenmeldungen und ergänzen oder aktualisieren sie.

Das Pilotprojekt der Gefahrenstellen-App läuft aktuell in den Regionen Köln, Bonn und Aachen und soll bundesweit ausgedehnt werden. Geplant ist, die erfassten Daten mit den Unfallzahlen der Behörden abzugleichen, um mit den gewonnenen Erkenntnissen die Zahl der Verkehrsunfälle zu senken, um Straßenverkehr und Schulwege sicherer zu machen.