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Bewegung

Sport & Spiele für draußen, den Garten oder Park

Sue Herrmann · 02.07.2024

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Outdoor Fitness © kikovic/AdobeStock.com

Outdoor Fitness © kikovic/AdobeStock.com

Der Sommer ist da! Höchste Zeit, um im Park einige der trendigen Funsportarten und Spiele auszuprobieren. Wir haben uns umgeschaut, was derzeit so angesagt ist und wo ihr es spielen bzw. trainieren könnt.

Parks und Grünflächen animieren nicht nur zum Joggen und Radfahren, sondern laden auch dazu ein, einige der trendigen Funsportarten auszuprobieren. Ob Disc Golf, Streetball, Slackline, Crossboccia oder Spikeball – viele dieser Trendsportarten können unter freiem Himmel gespielt werden und versprechen einen hohen Spaßfaktor! Einige davon versprühen sogar einen gewissen Retro-Charme. Um traditionelle Sportarten spannender und für junge Leute attraktiver zu machen, wurden einfach Regeln oder Materialien revolutioniert oder das Spiel unabhängiger vom Ort gemacht. Auch Sportlehrer:innen finden hier die ein oder andere Anregung für eine Unterrichtsstunde im Freien.

Wen es auf's Wasser zieht, für den haben wir eine Auswahl abwechslungsreicher Wassersportarten für Kinder, Jugendliche und Familien zusammengestellt.


Roundnet/Spikeball


Roundnet © Sue Herrmann

Worum geht es?

Beim Spikeball geht es darum, den Ball auf ein kleines Trampolin am Boden so zu spielen, dass das gegnerische Team den Ball nicht mehr erreichen und zurückspielen kann.

Wie wird gespielt?

Gespielt wird – ähnlich dem Beachvolleyball – zwei gegen zwei, wobei der Ball nicht über ein Netz geschlagen, sondern in eine Art am Boden stehendes „Minitrampolin" gespielt wird. Es gibt keine Spielfeldhälften, wodurch sich das 360°-Spiel um das Trampolin herum in den Ballwechseln sehr dynamisch und spektakulär gestaltet. Der Spikeball selbst darf pro Spielzug bis zu dreimal vom eigenen Team berührt werden. Im Anschluss muss das gegnerische Team den Ball annehmen und hat ebenfalls drei Berührungen frei. Der Ball darf mit allen Körperteilen berührt werden. Gegnerische Spieler:innen dürfen nicht behindert werden. Punkte werden erzielt, wenn der Ball den Boden berührt oder ein Team den Ball nicht innerhalb von drei Versuchen ins Netz zurückbringen kann. Wer 21 Punkte hat gewinnt das Spiel.

Welches Equipment wird benötigt?

Zum Spielen braucht ihr ein Spikeballset bestehend aus Bällen und dem Minitrampolin. Es gibt auch sogenannte Rookie Sets für Kinder mit besonders großem Ball und deutlich größerem Trampolinnetz – diese sind allerdings auch recht teuer.

Wo kann man in Köln-Bonn gut Spikeball spielen?

Gespielt wird entweder auf Rasen, im Sand oder in der Halle. Dabei bringt jeder Untergrund seine eigenen Reize mit sich und die Variation bietet Abwechslung. Großzügige Rasenflächen findet ihr zum Beispiel im Rheinpark, im Stadtwald, dem Inneren Grüngürtel sowie in den Bonner Rheinauen.


Indiaca

Indiaka
Indiaca © AdobeStock.com

Worum geht es?

Indiaca ist ein schnelles und sehr dynamisches Rückschlagspiel, welches auf südamerikanische Wurzeln zurückgeführt wird. Es geht darum, dass der Indiacaball in deiner Spielfeldhälfte nicht zu Boden geht – ein bisschen wie Federball mit der Hand.

Wie wird gespielt?

Neben dem Freizeitspiel ohne feste Regeln gibt es Indiaca auch als organisierten Wettkampfsport. Gespielt wird auf einem durch ein Netz getrenntes Spielfeld. Sollten mehr als zwei Personen spielen, so müssen zwei Teams gebildet werden. Der Indiacaball wird mit der flachen Hand durch einen Aufschlag über das Netz ins Spiel gebracht. Jede Mannschaft darf den Ball maximal dreimal mit Hand oder Arm bis zum Ellbogen berühren und dann zurück in die gegnerische Hälfte schlagen, ohne dass der Ball dabei den Boden berührt. Wenn eine Mannschaft einen Fehler begeht, bekommt die gegnerische Mannschaft einen Punkt und das Aufschlagrecht. Gewonnen hat das Spiel, wer nach einer gewissen Zeit die meisten Punkte hat oder wer zuerst eine vorab festgelegte Anzahl an Punkten erreicht hat.

Welches Equipment wird benötigt?

Zum Spielen braucht ihr eigentlich nur den Indiacaball und gegebenenfalls ein Netz.

Wo kann man gut spielen?

Gespielt wird entweder auf der Wiese, im Sand oder in der Halle. Jeder Untergrund bringt seine eigenen Reize mit sich. Großzügige Rasenflächen findet ihr zum Beispiel im Rheinpark, im Stadtwald, dem Inneren Grüngürtel sowie in den Bonner Rheinauen.

Weitere Infos:
Hier wird in der Halle trainiert:
MTV Köln 1850
CVJM Köln


Krocket

Krocket © Cheryl Casey/AdobeStock
Krocket © Cheryl Casey/AdobeStock.com

Worum geht es?

Das Ziel des Spiels ist es, eine Kugel mit Hilfe eines Schlägers durch einen Parcours von kleinen Toren zu schießen. Sobald der oder die erste Spieler:in den Zielpfosten erreicht und somit alle Tore in einer bestimmten Reihenfolge durchschlagen hat, tritt er/sie den Rückweg zum Startpfosten an. Der oder die Spieler:in, der/die mit dem Ball als erstes wieder zurück am Startpfosten angekommen ist, hat gewonnen.

Krocket hat eine lange Geschichte, die bis weit in das 16./17. Jahrhundert hinein reicht. Erfunden in Frankreich (hier: Croquet), hat das Spiel dort und in vielen angelsächsischen Nationen eine große Tradition. In Deutschland existiert erst seit den späten 1990er-Jahren ein eigener Krocketverband. Seit 1998 werden jährlich Deutsche Meisterschaften im „Association Croquet“ und seit 2001 zusätzlich auch im „Golf Croquet“ ausgespielt. Diese beiden offiziellen Spielvarianten sind mit schwierigen Regeln verbunden, weshalb wir uns hier mit einer vereinfachten, familienfreundlichen Variante befassen. Wer sich dennoch für das ausführliche Regelwerk interessiert, wird auf der Seite des Deutschen Krocket Bunds fündig.

Wie wird gespielt?

Gespielt wird mit zwei bis sechs Personen, jeder für sich oder auch in Teams mit zwei oder drei Spieler:innen. Jeder Spielende erhält bei dieser Variante des Krockets einen farblich markierten Schläger (Mallet) und die dazugehörige Kugel in der gleichen Farbe.
Um das Spielfeld vorzubereiten steckt man einen Startpflock an einem beliebigen Punkt auf dem Rasen in den Boden. Der andere Pfosten wird am Ziel platziert. Dazwischen werden die Tore (Hoops), meist metallene, u-förmige Draht-Bügel aufgestellt. Dieser Parcours entspringt – entgegen den offiziellen Regeln – eurer eigenen Fantasie und berücksichtigt das Können beziehungsweise den Kenntnisstand der Mitspielenden. Hierzu werden die Spitzen der Törchen feste in den Boden gedrückt. Nehmt gegebenenfalls die Schläger als Hammer zur Hilfe, möglichst ohne die Tore zu verbiegen. Um das Spiel spannender zu gestalten, sollte der Verlauf nicht schnurgerade sein. Alles ist möglich von Zick-Zack bis im Kreis herum. Die Abstände zwischen den einzelnen Toren können dabei durchaus variieren. Steht der Parcours, kann das Spiel losgehen.

Auf dem Startpfosten sind meist Farben abgebildet, welche die Startreihenfolge der Spieler aufzeigt. Der oder die erste Spieler:in legt seine/ihre Kugel direkt an den Startpflock und versucht durch das erste Metalltor zu zielen. Geschossen wird dabei immer mit der flachen Seite des Schlägers. Gelingt es dem oder der Teilnehmenden das Tor zu passieren, darf er oder sie weiterspielen und auf das nächste Tor zielen – hierbei muss immer die zuvor festgelegte Reihenfolge der Tore eingehalten werden. Schafft er oder sie den Durchschuss nicht, so ist der oder die nächste Spieler:in an der Reihe. Man spielt immer solange, wie man Erfolg hat. Passiert der Ball zwei Tore mit einem Schlag, darf zwei weitere Male geschlagen werden. Wenn jemand schlägt, ohne den Ball zu berühren, darf er/sie nochmal schlagen. Hat ein/e Spieler:in alle Tore hinter sich gebracht, so muss er oder sie den Zielpflock anpeilen und diesen treffen. Ist auch das geschafft, so spielt man die Runde in umgekehrter Reihenfolge wieder bis zum Start. Der- oder diejenige, der/die den Startpflock zuerst trifft, hat gewonnen. Spielt man mit kleineren Kindern reicht oft schon der Weg bis zum Zielpfosten, um einen oder eine Sieger:in zu küren.

Eine Besonderheit gibt es noch zu erwähnen: Das Krocketieren.
Berührt die Kugel eines Spielers/ einer Spielerin die eines anderen Teilnehmenden aus dem gegnerischen Team, so darf er/sie die gegnerische Kugel in eine beliebige Richtung wegschießen („krocketieren“), damit es der oder die Gegner:in beim nächsten Schlag schwerer hat. Das kann zum Beispiel hilfreich sein, wenn die gegnerische Kugel direkt vor einem Tor liegt und man sich „freie Bahn“ verschaffen möchte. Oder man belässt die gegnerische Kugel an der Position und erhält statt nur einem Extra-Schlag, zwei Schläge extra.
Der/die Spieler:in darf solange krocketieren, wie er oder sie dabei Erfolg hat. Wichtig ist nur, dass man nicht zweimal denselben Ball krocketiert. Außerdem dürfen nur Bälle, die bereits durch die ersten drei Tore gerollt sind, krocketiert werden.

Krocketieren erhöht die direkte Konkurrenz und führt beim Spielen mit Kindern manchmal zu unnötigem Frust. Ihr kennt eure Kinder am besten, verzichtet also gegebenenfalls auf diese optionale Regel. Krocket macht auch ohne Krocketieren Spaß!

Welches Equipment wird benötigt?

Hammerartige Schläger, Bälle, kleine Tore sowie ein Start- und ein Zielpflock stellen das Equipment und sind im Handel als fertiges Set erhältlich. Wichtig ist hierbei, dass die Kugeln, egal ob Holz- oder Plastikbälle, verschiedenfarbig sind. Hinsichtlich der Länge des Krocketschlägers ist es optimal, wenn er bis zur Hüfte reicht – wenn möglich sogar noch einige Zentimeter länger. Die Schläger für Kinder haben in der Regel eine Länge von 70-80 cm. Bei Krocket-Spielen für Erwachsene sind die Schläger schwerer und die Griffe mit 100 cm um einiges länger.
Metall-Tore haben den Vorteil, dass sie gegenüber Feuchtigkeit weniger empfindlich sind als Holztore. Bis zu zehn Tore gehören mit zu einem Set, meist sind es sechs bis neun. Um den Transport eines Krocket-Spiels so komfortabel wie möglich zu machen, empfiehlt sich eine Aufbewahrungstasche.

Wo kann man gut spielen?

Gespielt wird auf Rasen, im eigenen Garten oder überall da, wo sich ein ausreichend großes (rechteckiges) Stück Wiese findet, also nahezu in jeder Parkanlage oder Grünfläche. Wird mit Kindern gespielt, reicht meist auch eine kleinere Fläche. Der Boden kann dabei auch ruhig etwas uneben sein. Auf einem frisch gemähten Rasen rollen die Kugeln natürlich schneller, also je ebener der Untergrund je zielsicherer laufen die Bälle.
Krocket ist zudem nicht anstrengend und damit auch für körperlich eingeschränkte Personen sowie Senioren geeignet.


Mölkky

Umgeworfene Spielhölzer bei Mölkky © ullajj/Pixabay
Umgeworfene Spielhölzer bei Mölkky © ullajj/Pixabay

Worum geht es?

Mölkky ist ein Wurfspiel aus Finnland, bei dem mit einem Wurfholz, dem Mölkky, auf zwölf hochkant stehende Spielhölzer geworfen wird. Wenn ein Spielholz getroffen wird, bekommt der oder die Spieler:in die auf dem Holz markierte Punktzahl. Das Ziel des Spiels ist es, exakt fünfzig Punkte zu erreichen. Wenn jemand die 50-Punkte-Marke überschreitet, wird das Punktekonto auf 25 zurückgesetzt.

Wie wird gespielt?

Mölkky kann prinzipiell mit einer beliebigen Anzahl an Mitspieler:innen gespielt werden – sinnvoll ist eine Personenzahl zwischen drei und sechs. Für Kinder unter 3 Jahren ist das Spiel nicht geeignet. Um richtig Spaß am Spiel zu haben, ist ein Grundverständnis für Zahlen sinnvoll.

Zu Beginn des Spiels werden zwölf Stehhölzer, die mit den Zahlen von 1 bis 12 gekennzeichnet sind, einander berührend in einer Dreiecksformation aufgestellt. Das Holz mit der Ziffer 1 steht an der Spitze des Dreiecks, die zur Wurflinie hinzeigt. Danach folgen die anderen Hölzer in aufsteigender Reihenfolge der Punktwerte. Die angeschrägten Nummernflächen sind ebenfalls zur Wurflinie hin auszurichten. Die Wurflinie wird etwa drei bis vier Meter vom Zieldreieck entfernt gezogen.

Beim ersten Spiel wird der oder die Startspieler:in ausgelost. In den folgenden Spielen ist die Reihenfolge von den Ergebnissen der vorhergehenden Spiele abhängig – der oder die schlechteste Spieler:in fängt immer an.

Die Spieler versuchen nun nacheinander mit dem Wurfholz – genannt Mölkky – die Spielhölzer umzuwerfen. Dabei sind alle Wurfarten erlaubt. Nach jedem Wurf werden die Trefferpunkte gezählt. Das Umwerfen eines einzigen Holzes ergibt die Anzahl der Punkte, die auf dem jeweiligen Holz markiert sind. Das Umkippen von zwei oder mehr Spielhölzern ergibt die Anzahl, der Hölzer, die umgeworfen wurden – also drei umgeworfene Hölzer ergeben drei Punkte. Die Punkte werden je Spieler:in und Runde zum bisherigen Punktestand aufsummiert. Ein Spielholz gilt nicht als umgeworfen, wenn es auf einem anderen Holz oder dem Mölkky liegen bleibt oder anlehnt. Nach jedem Wurf werden die Spielhölzer wieder genau an der Stelle aufgerichtet, an der sie gelandet sind – ohne sie dabei vom Boden abzuheben. Dann ist der oder die nächste Spieler:in an der Reihe.

Der oder die erste, der/die genau 50 Punkte erreicht hat, gewinnt das Spiel. Wenn ein/e Spieler:in mehr als 50 Punkte erzielt, wird der Punktestand auf 25 Punkte zurückgesetzt. Ein Wurf ohne Treffer oder das Überschreiten der Wurflinie gilt als Fehlwurf. Mit drei Fehlwürfen in Folge scheidet der oder die Spieler:in aus. Falls alle Spieler:innen eliminiert werden, bevor jemand 50 Punkte erreicht hat, gewinnt der oder die zuletzt verbleibende Spieler:in.

Welches Equipment wird benötigt?

Benötigt wird ein zylindrisches Wurfholz, das Mölkky, und zwölf Stehhölzer, die auf der schrägen Oberseite mit den Zahlen von 1 bis 12 nummeriert sind. Das gibt es so zusammengestellt als Set im Handel zu kaufen.

Wo kann man gut spielen?

Gespielt wird auf Rasen, im Sand, auf einem Sportplatz oder auch auf Asphalt. Zu Beginn wird nur ein überschaubares Areal von circa 2 x 4 Meter benötigt. Da die gefallenen Stehhölzer jedoch an der Stelle wieder aufgestellt werden, an der sie nach dem Wurf liegen geblieben sind, vergrößert sich das Spielfeld mit der Zeit. Dies gilt es bei der Wahl des Spielortes zu berücksichtigen.


Stand-Up Paddling / SUP

SUP
SUP © ARochau/AdobeStock.com

Worum geht es?

Beim Stehpaddeln, dem sogenannten Stand-Up Paddling, kurz SUP, steht man aufrecht auf einem breiten, luftgefüllten Surfbrett, dem SUP-Board und paddelt mit einem Stechpaddel über Flüsse, Seen oder das Meer.

Wie funktioniert es?

Stand-Up Paddling ist schnell zu erlernen und macht auch Anfänger:innen Spaß – jung wie alt. Man steht aufrecht auf dem Surfbrett und paddelt mit einem Stechpaddel. Dabei wird die Seite, auf der gepaddelt wird, regelmäßig gewechselt. Zusätzlich wird das Paddel zum Steuern des Boards und zur Unterstützung der Balance eingesetzt. Das Stehen auf dem wackligen Brett stärkt verschiedene Muskelgruppen und die Tiefenmuskulatur und ist daher ein gutes Rückentraining. Gerade die tiefen Muskelgruppen, die man von außen nicht anfassen kann, sind besonders wichtig für eine aufrechte, gesunde Haltung. Aktiv können sie nicht trainiert werden, aber indirekt durch intensive Reize wie dem wackligen Untergrund sorgt die Anspannung für ein effektives Training. Beim Paddeln wird zudem noch die gesamte Rumpfmuskulatur trainiert. Man taucht mit dem Paddel ein, zieht es nach hinten und die Kraft geht über die Arme in den Schultergürtel, über die schrägen Brust- und Bauchmuskeln ins Becken, über das Becken in die Beine. Der ganze Körper ist im Einsatz - und das ist gut für Kraft, Koordination und Ausdauer.

Welches Equipment wird benötigt?

Ein SUP-Board und ein Stechpaddel. Einsteiger sollten ein relativ großes und breites SUP-Board benutzen. Damit lässt sich leichter die Balance halten. Das Brett sollte außerdem schmal zulaufen, so ist es besser zu dirigieren. Die Boards sind zwischen 1,80 und 4 Metern lang und haben ein Luftvolumen zwischen 100 und 250 Litern. Die aufblasbaren SUP-Boards können zusammengerollt prima transportiert werden. Gute Schwimmkenntnisse sind bei dieser Wassersportart natürlich unbedingt erforderlich.

Wo kann man in Köln-Bonn gut Stand Up Paddeln?

In Köln bietet sich der Fühlinger See sowie der Bleibtreusee in Brühl an. Für erfahrene Paddler:innen werden manchmal auch begleitete Touren auf dem Rhein angeboten. Niemals solltet ihr allerdings im Alleingang auf dem Rhein paddeln, egal wie sportlich und erfahren ihr seid – das ist viel zu gefährlich!


Parkour

Parkour
Parkour © carballo/AdobeStock.com

Worum geht es?

Parkour ist die kunstvolle Art der Fortbewegung im Dschungel der Großstadt. Es geht darum jegliche Hindernisse im urbanen oder auch naturnahen Raum geschickt und kreativ zu überwinden. Der Sportler, Traceur genannt, die Sportlerin, Traceuse, versucht mittels verschiedener Techniken schnell und mit optimalem Krafteinsatz von Punkt A nach Punkt B zu gelangen.

Wie funktioniert es?

Die Grundbewegungen Laufen, Springen, Landen, Abrollen, Klettern und Balancieren sind Teil des natürlichen Bewegungspotenzials des Menschen und werden beim Parkour spielerisch variiert. Dynamisch-kraftvolle Aspekte werden mit bewusst langsamen und konzentrierten Bewegungen ergänzt. Durch die vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten und Herausforderungen übt man dabei eine ausgewogene Kombination aus Kraft, Kondition, Koordination und Körperbeherrschung. Der Traceur/die Traceuse muss lernen sich selbst gut einzuschätzen und die eigenen Grenzen zu entdecken. Hierfür bedarf es nicht nur einem starken Körper, sondern auch mentaler Stärke und Selbstbewusstsein.

Welches Equipment wird benötigt?

Alles, was benötigt wird, sind ein paar Turnschuhe, lockere Kleidung und eine gesunde Selbsteinschätzung. Mauern, Geländer und Stangen wandeln sich von Alltagsgegenständen zu potenziellen Trainingsmöglichkeiten. Kreativität, Konzentration und Durchhaltevermögen sind beim Bezwingen der Hindernisse gefragt.

Wo kann man gut trainieren?

Überall im urbanen Raum. Kinderkurse werden in der Halle unter anderem im Move Artistic Dome in Brauweiler und im Stuntwerk in Mülheim angeboten, outdoor über Parkour Movement e.V.


Streetball

Streetball
Streetball © Sergey Ryzhov/AdobeStock.com

Worum geht es?

Streetball ist eine Variante der Sportart Basketball und stammt ursprünglich aus New York. Streetball, auch 3x3 Basketball genannt, verlangt viel Fair Play. Es gibt keine Schiedsrichter:in und einheitlichen Regeln. Das fördert soziale Kompetenzen wie Konfliktfähigkeit, Frustrationsbewältigung und Toleranz. Denn nur wenn sich die Spieler:innen mit dem Gegner einigen, ist ein gemeinsames Spiel möglich.

Wie wird gespielt?

Gespielt wird drei gegen drei. Vor einem Korberfolg müssen mindestens zwei Spieler:innen der angreifenden Mannschaft in Ballbesitz gewesen sein. Nach jedem Korberfolg wechselt der Ballbesitz. Beim Streetball zählt jeder Wurf einen Punkt; Distanzwürfe werden doppelt gezählt. Beim Basketball bringt ein verwandelter Freiwurf einen Punkt, ein aus dem Feld heraus erzielter Korb zwei Punkte und ein Distanzwurf jenseits der Dreierlinie drei Punkte. Die Info-Tabelle vom Westdeutschen Basketball Verband zeigt ganz schön die Unterschiede zwischen 3x3 und 5 gegen 5 Basketball. Und hier geht's zu den kompletten 3x3-Regeln auf Englisch zusammengestellt vom Deutschen Basketball Bund e.V.

Welches Equipment wird benötigt?

Streetball ist der perfekte Sport für die Stadt: Ein Korb, ein Ball und schon kann's losgehen. Plätze, an denen die Körbe etwas niedriger als in der Standard-Höhe von 3,05 Meter hängen und die einen Tartan-Belag statt Beton-Boden haben, bieten sich für Anfänger an.

Wo kann man in Köln-Bonn gut Streetball spielen?

Besonders beliebte Freiplätze sind der Nike-Court im Inneren Grüngürtel sowie der an der Deutzer Werft. Die Innenstadt-Anlage im Klingelpütz und die im Bürgerpark Kalk gelten als besonders gut für Anfänger. Die Anlagen der Sporthochschule in Müngersdorf werden hauptsächlich von Profis bespielt. Auch im Lohsepark könnt ihr in der neuen Streetball-Area auf Korbjagd gehen.


Crossboccia

© crossboccia.com
© www.crossboccia.com

Worum geht es?

Boule und Boccia war gestern – Crossboccia ist die hippere und auch actionreichere Freestyle-Variante. Das Grundprinzip bleibt bei Crossboccia (auch Crossboule, Soft- oder Streetboccia genannt) das gleiche wie bei den klassischen Varianten. Zunächst wirft man einen kleinen Ball, den Marker, zur Markierung des aktuellen Ziels, dann versucht jede/r Spieler:in die eigenen Kugeln möglichst nah am Zielball zu platzieren. Der Clou bei Crossboccia ist, das Spiel um die dritte Dimension zu erweitern und das potentielle Spielfeld ins Unendliche auszuweiten.

Wie wird gespielt?

Alle Spieler erhalten jeweils drei gleiche Spielbälle. Zunächst wird ein/e Spieler:in bestimmt, die/der von einem frei wählbaren Ausgangspunkt den Marker wirft. Danach spielen alle anderen Spieler:innen ebenfalls von diesem Ausgangspunkt aus. Der Marker kann an einen beliebigen Punkt geworfen werden, ein bestimmtes Spielfeld ist nicht vorgesehen. Der-/diejenige, welche/r den Marker geworfen hat, darf auch beginnen. Nachdem er oder sie den ersten Spielball geworfen hat, werfen die restlichen Spieler:innen nacheinander jeweils einen ihrer Spielbälle. Der Spieler, dessen Spielball am weitesten vom Marker entfernt liegt, wirft nun seinen zweiten und dritten Spielball. Die anderen Spieler:innen werfen ebenfalls, abhängig von der Entfernung ihres Spielballs zum Marker, ihren zweiten und dritten Spielball. Anschließend werden die Punkte gezählt. Ein Match ist gewonnen, wenn ein/e Spieler:in aus zwei Sätzen siegreich hervorgegangen ist. Ein Satz besteht aus 13 Punkten, muss aber mit mindestens zwei Punkten Unterschied gewonnen werden.

Welches Equipment wird benötigt?

Um Crossboccia zu spielen benötigt man ein Crossboccia Set, normalerweise bestehend aus 2×3 Spielbällen und einem Marker. Für den Einstieg reicht ein Fun Crossboccia Set aus. Die Bälle der Pro Sets lassen sich natürlich präziser werfen, sind aber auch teurer und eher für den Turniersport gedacht. Die Crossboccia Kugeln erinnern stark an Hacky Sacks, sind mit langlebigem Kunststoffgranulat befüllt und eignen sich durch ihre Form und Verarbeitung perfekt für das Spiel im dreidimensionalen Raum. Sie sind leicht, waschbar und sehr robust.

Wo kann man gut spielen?

Crossboccia kann überall gespielt werden und eröffnet somit den Spieler:innen immense Freiräume zur kreativen Spielgestaltung. Ein besonderer Reiz für alle urbanen Abenteurer:innen, die nicht nur im Park, sondern auch auf Parkhausdächern, unebenen Geländen oder in leer stehenden Industriegeländen nach Action suchen. Anders als mit den herkömmlichen, schweren Bocciakugeln aus Metall kann mit den Crossboccia Kugeln über Bande, auf Treppen, bergauf und bergab, sogar auf Wasser oder auch im eigenen Wohnzimmer gespielt werden.


Kubb / Wikingerschach


Kubb König © Nick/AdobeStock.com

Worum geht es?

Kubb ist ein Geschicklichkeitsspiel für zwei bis 12 Spieler ab acht Jahren. Ziel ist es, auf dem „Schlachtfeld" zuerst die „Knechte" und schließlich den „König" mit den Wurfhölzern umzuwerfen. Ein bisschen Glück, eine gewisse Strategie und viel Geschicklichkeit halten das Spiel auch langfristig interessant.

Wie wird gespielt?

Es treten zwei Mannschaften gegeneinander an. Eine Mannschaft besteht aus mindestens einer bis maximal sechs Personen. Die Spieler:innen versuchen jeweils die Holzknechte – also die Kubbs – der Gegenpartei mit runden Wurfhölzern umzuwerfen. Der König, der in der Mitte des Spielfelds steht, muss zuletzt getroffen werden. Wer zuerst alle Kubbs auf des Gegners Spielhälfte und den König getroffen hat, gewinnt das Spiel. Beim ersten Durchlesen der Kubb Regeln scheint das Spiel etwas kompliziert, dem ist aber gar nicht so.
Hier geht's zu den Kubb-Regeln zusammengestellt von Kubb Deutschland.

Welches Equipment wird benötigt?

Ein Kubb Spiel besteht aus:

  • 1 Holzfigur „König" mit oder ohne rotem Kopf
  • 10 Holzfiguren „Knecht"
  • 6 runde Wurfhölzer
  • 4 Begrenzungsstäbe um das Feld abzustecken, manchmal sind auch 6 dabei
  • 1 (wetterfeste) Tragetasche

Die Qualitätsspiele werden meist aus Birke, Gummi- oder Regenbaum gefertigt. Billiges (Nadel-)Holz oder unzureichende Verarbeitung können mitunter für Splitter oder gar Brüche der Figuren sorgen.

Wo kann man gut spielen?

Gespielt wird entweder auf der Wiese oder im Sand. Großzügige Rasenflächen findet ihr zum Beispiel im Rheinpark, im Stadtwald, dem Inneren Grüngürtel sowie in den Bonner Rheinauen. Natürlich lässt sich Wikingerschach auch auf härterem Boden spielen, dadurch leidet jedoch die Ausrüstung sehr.


Slacklinen

Kinderfüße auf Slackline
Slackline © Maik/AdobeStock.com

Worum geht es?

Eine Slackline ist ein Band, das speziell für das Slacklinen hergestellt wurde und zwischen zwei Bäumen gespannt wird. Ziel beim Slacklinen ist es, auf dem Band zu balancieren und nicht runter zu fallen. Die Schwierigkeit ist sich an das Wackeln des Bandes zu gewöhnen und den Körper auf der Line zu halten.

Wie funktioniert es?

Slackline spannen und los geht's! Das dynamische Band erfordert 100-prozentige Aufmerksamkeit. Wer nicht ganz bei sich und damit bei der Sache ist, kann sich nicht auf dem Seil halten. Wenn man nach ein paar Tagen Übung die Line relativ sicher überqueren kann, ist man meist schon infiziert. Ab dann geht es immer weiter – erst längere Lines, dann schmalere, dann erste Tricks, neue Tricks, höher gespannt, stärker gespannt, Waterlinen, Longlinen, Highlinen und und und ... Slacklinen ist ein großer Spaß für Groß und Klein, ein super Training für den gesamten Körper, aber auch ein Sport, der süchtig macht.

Welches Equipment wird benötigt?

Spezielle Bekleidung wird nicht benötigt, und ob man barfuß oder mit leichten Schuhen mit dünnen Gummisohlen balancieren möchte, ist Geschmackssache. Die Slacklines, also die Kunstfaserbänder von bis zu fünf Zentimetern Breite sowie die entsprechenden Ratschen zum Festzurren bekommt man im Sport- und Outdoor-Handel.

Wo kann man gut slacklinen?

Das Slacklinen ist in Köln an Bäumen grundsätzlich verboten. Dieses Verbot wurde 2013 im Paragraph 9 der Kölner Stadtordnung durchgesetzt. Deshalb hat die Stadt Köln spezielle Slackline Spots eingerichtet. Hier wurden Pfeiler in die Böden eingelassen oder Bäume mit speziellen Manschetten versehen. Im Inneren Grüngürtel ist gefühlt alle paar Meter ein Slackline Spot: Es gibt einen an der Universität, einen am Aachener Weiher und am Colonius gibt es gleich zwei Spots, einen mit Pfeilern und einen mit Manschetten. Auch im Lentpark, im Volksgarten, im Buchheim Park sowie in der Merheimer Heide gibt es Slackline Spots. Den neuesten Zuwachs findet ihr im Lohse Park an der Inneren Kanalstraße – die Slackline Pfeiler stehen auf kleinen Hügeln gleich neben den Streetball- und Soccerplätzen – sowie am Fühlinger See.


Cornhole

Cornhole: Board und Bags
Cornhole: Board und Bags © David Prahl/AdobeStock

Worum geht es?

Cornhole, auch bekannt unter dem Namen Sackloch, ist ein Wurfspiel, das in den Vereinigten Staaten von Amerika sehr beliebt ist. Abwechselnd werden kleine Säckchen (Bags) aus zehn Metern Entfernung auf eine leicht schräg abfallende Plattform (Board) mit einem Loch (Hole) geworfen. Wer auf das Board trifft punktet. Für Würfe durch das Loch gibt es Extrapunkte. Wer als erstes 21 Punkte erreicht hat, gewinnt.
Cornhole gewinnt zunehmend an Beliebtheit in Europa. 2012 richtete der Deutsche Cornhole Verband die erste offizielle Deutsche Meisterschaft im Cornhole aus.

Wie wird gespielt?

Gespielt wird zu zweit: 1 gegen 1 oder in Teams: 2 gegen 2 oder 4 gegen 4. Cornhole ist für alle Altersgruppen geeignet – für Eltern, Kinder, Teenager, Großeltern, Freundeskreise oder unter Kollegen.

Jedes Team wirft vier Bags, immer abwechselnd. Geworfen wird aus einer Distanz von acht bis zehn Metern. Wenn alle Bags geworfen sind, also nach jeder Wurfrunde (Frame), werden die Punkte gezählt. Säckchen, die auf dem Board liegen, werden mit einem Punkt gewertet, es sei denn, sie haben Bodenkontakt. Säckchen, die durch das Loch fallen, erhalten drei Punkte. Hierbei ist es unerheblich, ob die Säckchen direkt durch das Loch geworfen wurden, oder ob sie vorher auf dem Board lagen und im weiteren Verlauf erst durch das Loch gefallen sind. Säckchen, die vom Board wieder runtergerutscht sind oder vor dem Liegenbleiben auf dem Brett respektive vor dem Durchs-Loch-fallen den Boden berührt haben, werden nicht mitgewertet. Ebenfalls null Punkte erhält man beim Übertreten der Wurflinie.

Anschließend werden die Punkte aus dem Frame gegeneinander aufgerechnet. Gewertet wird also die Differenz der Ergebnisse zwischen Team A und Team B. Das Team, das als erstes 21 Punkte oder mehr erzielt, hat den Satz (Set) gewonnen. Ein Satz besteht somit aus mehreren Frames und ein Spiel aus maximal drei Sätzen. Wer zuerst zwei Sätze gewinnt, hat die Partie gewonnen.

Wer die letzte Wurfrunde verloren hat, beginnt die nächste Runde. Bei Unentschieden, wer im Gesamtstand hinten liegt.

Wird mit Kindern gespielt, kann man natürlich auf einen Satz verkürzen oder die zu erreichende Punktzahl auf 11 Punkte herabsetzen. Auch sollten Kinder nicht aus acht Metern Entfernung werfen, sondern je nach Alter näher rangehen, um die Treffer-Chance zu erhöhen. Das Spiel soll ja Spaß machen und keinen Frust verbreiten ;-)

Welches Equipment wird benötigt?

Benötigt wird ein Spielbrett (Board) und pro Team vier Säckchen (Bags). Im deutschen Cornhole ist das Board 60 cm breit und 90 cm lang. Die Amerikaner:innen spielen auf einer längeren Version: 120 x 60 cm. Die Bags sind zumeist 15 cm x 15 cm oder 30 cm x 30 cm groß. Jedes Säckchen wiegt 400 Gramm, gefüllt zumeist mit Maiskörnern oder Kunststoffgranulat. Je robuster der Stoff je langlebiger die Spielfreude.

Bei der vereinfachten Freizeit-Version spielen alle auf ein Board. Wird nach den offiziellen Verbandsregeln gespielt, wird mit zwei Boards gespielt, die gegenüber platziert werden. Der Abstand von Hole zu Hole beträgt dann zehn Meter. Die jeweilige Wurfzone befindet sich dann jeweils rechts und links neben den Boards.

Für den leichteren Transport gibt es die Boards auch zusammenklappbar als Take away- beziehungsweise Koffer-Variante oder je nach Hersteller:in entsprechende Tragetaschen.

Wo kann man gut spielen?

Gespielt wird im Garten oder Park, aber auch auf dem Schulhof oder einem Parkplatz. Oder auch drinnen, im Wohnzimmer oder Firmenflur.


Headis

Headis-Ball
© headis.com

Worum geht es?

Headis oder auch „Kopfball-Tischtennis" ist eine Sportart, bei der zwei Spieler:innen an einer Tischtennisplatte den Ball hin und her über das Netz spielen und dabei statt Schläger nur den Kopf benutzen.

Wie wird gespielt?

Die Regeln sind ähnlich wie die beim Tischtennis. Zuerst einmal muss der Ball übers Netz. Das Berühren der Platte ist mit allen Körperteilen erlaubt. Im Gegensatz zum regulären Tischtennis kann der Ball auch als Volley direkt mit dem Kopf angenommen werden ohne dass er vorher die Platte berührt haben muss. Wichtig dabei: Nach einem Volleykopfball muss mindestens ein Körperteil den Boden berühren – damit kein Spieler einfach auf der Platte liegen bleibt und von dort aus weiterspielt. Jede/r Spieler:in hat immer drei Aufschläge. Kanten- und Netzaufschläge werden wiederholt. Ein/e Spieler:in benötigt zwei Gewinnsätze, um das gesamte Match zu gewinnen, für einen Satzgewinn benötigt man 11 Punkte.

Welches Equipment wird benötigt?

Die wichtigsten Utensilien für Headis sind der eigene Kopf und eine herkömmliche Tischtennisplatte. Gespielt wird mit einem 100 Gramm schweren, speziellen Gummiball, dem Headis-Ball, der einen Umfang von 50 cm hat.

Wo kann man gut spielen?

Überall da, wo eine Tischtennisplatte steht.

Weitere Infos:
headis.com
Unisport Köln


Ultimate Frisbee


Frisbee © svitlana/AdobeStock.com

Worum geht es?

Ultimate Frisbee ist ein wenig wie American Football. An den Kopfseiten des Spielfelds gibt es zwei Endzonen und die Frisbee muss vom eigenen Team in die gegnerische Endzone gebracht werden. Allerdings darf man mit der Frisbeescheibe in der Hand nicht laufen. Die Frisbee muss fliegen.

Wie wird gespielt?

Gespielt wird in gemischten Teams von je sieben Spieler:innen, die versuchen, die Frisbee-Scheibe durch geschicktes Zupassen über das gesamte Spielfeld bis in die gegnerische Endzone zu spielen. Ziel des Spiels ist es, die Scheibe in der gegnerischen Endzone zu fangen und damit einen Punkt zu erzielen. Wer fängt, bleibt stehen, alle anderen dürfen sich frei bewegen. Ultimate Frisbee verlangt seinen Spielenden Kondition, Sprintstärke, Wurftechnik und taktisches Denken ab. Fairness steht dabei immer im Vordergrund, denn selbst bei den Weltmeisterschaften im Ultimate Frisbee gibt es keine Schiedsrichter:in.

Welches Equipment wird benötigt?

Benötigt wird eine Wurfscheibe, die sogenannte Disc, mit sehr guten Flugeigenschaften. Sie sollte gut in der Hand liegen, eine aerodynamische Form haben und möglichst leicht sein. Ansonsten benötigt es zu Beginn nur Spaß am Werfen, Laufen und Fangen.

Wo kann man in Köln-Bonn Ultimate Frisbee spielen?

Gespielt wird entweder auf der Wiese oder im Sand. Großzügige Rasenflächen findet ihr zum Beispiel im Rheinpark, im Stadtwald, dem Inneren Grüngürtel sowie in den Bonner Rheinauen. Kinder- und Jugendkurse werden unter anderem beim DJK Wiking im Kölner Norden und dem ASV Köln in Müngersdorf angeboten.


Flag Football


Flagfootball © DJK Wiking Köln

Worum geht es?

Flag Football ist ebenfalls eine Variante des American Football. Deswegen sind die Regeln nahezu gleich. Ein wichtiger Unterschied jedoch: Körperkontakt ist nicht erlaubt. Deshalb wird der Gegner oder die Gegnerin nicht durch Tackling, sondern durch Ziehen einer Fahne (Flag) gestoppt, von denen zwei Stück mit einem Gürtel an der Taille befestigt sind. Ziel des Spiels ist es den Ball soweit wie möglich in den gegnerischen Raum zu bringen. Hierbei hat die angreifende Mannschaft grundsätzlich zwei Möglichkeiten – entweder den Ball nach vorne zu tragen oder den Ball zu einem Mitspieler oder einer Mitspielerin zu werfen.

Wie wird gespielt?

American Football gehört durchaus zu den härteren Sportarten, geht's körperlich doch ordentlich zur Sache, denn die gegnerische Mannschaft kann nur am Punkten gehindert werden, wenn der/die ballführende Spieler:in „getackelt“, also zu Boden gerissen wird. Da beim Flag Football das Tackeln verboten ist, wird der/die Ballträger:in stattdessen durch das Abreißen einer Flagge vom Gürtel gestoppt. Weitere Unterschiede zum ursprünglichen Football sind Mannschaftsstärke und Größe des Spielfelds. Statt elf Spieler:innen stehen beim Flag-Football je nach Modus fünf, sieben oder neun auf einem kleineren Feld, oft auch in Mixed Teams. Wie im American Football muss der eiförmige Ball in die gegnerische Endzone getragen werden. Dazu nutzt man entweder Läufe oder Pässe. Eine Mannschaft hat immer Angriffsrecht, während die andere verteidigt. Die angreifende Mannschaft (Offense) hat dabei eine gewisse Zahl an Versuchen, den Ball in die gegnerische Endzone zu tragen. Ist die Offense dabei erfolgreich, erhält sie einen Touchdown und bekommt sechs Punkte gutgeschrieben. Nach einem Touchdown wechselt das Angriffsrecht. Flag Football zeichnet sich im Besonderen durch Schnelligkeit, Lauftechnik sowie Ballbeherrschung beim Werfen und Fangen aus – ein sehr dynamisches Spiel, bei dem Teamgeist groß geschrieben wird.

Welches Equipment wird benötigt?

Die Spieler:innen tragen einen Gürtel auf Hüfthöhe, an dem rechts und links die sogenannte ,,Flag'' befestigt ist. Die Flag ist 5 x 38 Zentimeter lang und darf von Kleidungsstücken nicht überdeckt werden. Außerdem benötigt man natürlich einen Football.

Wo kann man in Köln-Bonn Flag Football spielen?

Großzügige Rasenflächen findet ihr zum Beispiel im Rheinpark, im Stadtwald, dem Inneren Grüngürtel sowie in den Bonner Rheinauen. Kinder- und Jugendkurse werden unter anderem beim DJK Wiking im Kölner Norden angeboten.


Hobby Horsing

Hobby Horse
Hobby Horse © serikbaib/AdobeStock.com

Worum geht es?

Hobby Horsing ist eine Sportart, die in Finnland populär geworden ist und mittlerweile ihre Fangemeinden in ganz Europa gefunden hat. Im Grunde handelt es sich hierbei um eine Alternative zum Reitsport. Wie beim Reiten mit echten Pferden, geht es um die Disziplinen Dressur- und Springreiten, aber halt mit Hobby Horses – in Deutschland eher bekannt unter dem Namen Steckenpferd. Im Gegensatz zu Steckenpferden, werden die Hobby Horses allerdings für den sportlichen Einsatz konzipiert.

Wie funktioniert es?

Die Steckenpferde werden einfach zwischen die Beine geklemmt und schon kann man losgaloppieren. Unerheblich ob Junge oder Mädchen, Kindergartenkind oder Teenager – in Finnland, wo über 10.000 Menschen den Sport für sich entdeckt haben, reiten auch Erwachsene. Sie springen über Hindernisse, reiten im Zirkel und galoppieren über den Platz oder durchs Gelände. Wie beim Reiten mit echten Pferden gibt es verschiedene Disziplinen wie Dressur- oder Springreiten, im Freien oder auch in der Halle. Bei Turnieren werden Hindernisse auf Zeit durchlaufen und dann von einer Jury nach bestimmten Kriterien bewertet. Neben der körperlichen Anstrengung besteht die Schwierigkeit darin, dass die Reiter und Reiterinnen sich dabei zweigeteilt sehen müssen: Mit dem Oberkörper bewahren sie die Haltung eines oder einer Reiter:in, mit den Beinen imitieren sie die Schritte des Pferdes. Gleichzeitig wird bei Meisterschaften auch auf die korrekte Positur des Steckenpferdes, also auf Kopf und Rumpf geachtet.

Welches Equipment wird benötigt?

Man benötigt zunächst einmal Motorik, Körperspannung, Ausdauer, ein gewisses Maß an Fantasie und natürlich ein Hobby Horse. Generell sind Steckenpferde in der Haltung natürlich kostengünstiger als echte Pferde. Es ist also ein Hobby, das sich jeder leisten kann. Wer sich selber ein einfaches Sockensteckenpferd basteln möchte, findet hier eine Anleitung von Jasmin Kraft. Wem ein professionelleres Hobby Horse vorschwebt, der kann seine ganz persönlichen Vorstellungen bei Hobby Horse mit Herz in Auftrag geben.

Wo kann man gut reiten?

Im Grunde genommen kann man Hobby Horsing überall betreiben: im Garten, im Wald, auf der Straße – also dem Bürgersteig natürlich – im Wohnzimmer oder in einer Halle. Dressur und Geländeritte lassen sich überall üben und mit selbstgebauten Hindernissen lässt sich auch das Springreiten trainieren, allein oder in der Gruppe. Auf YouTube gibt es inzwischen zahlreiche Erklär- und Trainings-Videos, auch in deutscher Sprache. Kinderkurse sowie Schnupperstunden bietet der TuS Brauweiler an.

Weitere Infos:
Hobby Horse mit Herz
TuS Brauweiler 1951 e.V.

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Hobby Horsing

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Rope Skipping

Rope Skipping
Rope Skipping © Ernesto/AdobeStock.com

Worum geht es?

Beim Rope Skipping geht es ums Seilspringen. Dabei wird sowohl die Kondition, die Koordination als auch die Sprungkraft intensiv trainiert. Ausdauer und Technikbeherrschung ist aber nur ein Ziel. Im Vordergrund steht der Spaß am Seilspringen, besonders am Erfinden neuer Figuren, neuer Sprünge sowie Sprungkombinationen. Man kann entweder alleine, zu zweit oder in einer großen Gruppe springen. Dabei gibt es verschiedene Disziplinen wie zum Beispiel Speed, Freestyle, Wheel und Double Dutch. Einst als Kinderspiel auf Schul- und Hinterhöfen bekannt, hat sich das Seilspringen mittlerweile zu einer Wettkampfsportart entwickelt. Und es heißt zehn Minuten Seilspringen verbrennt genauso viele Kalorien, wie eine 30-minütige Joggingeinheit.

Wie funktioniert es?

Bezüglich der Sprungtechnik gilt es auf eine geringe Sprunghöhe zu achten. Die Sprünge sind gerade so hoch, dass das Seil zwischen Füßen und Boden hindurchschwingen kann. Der Absprung und die Landung erfolgen auf den Fußballen, die Fersen berühren den Boden nie. Die Seilführung erfolgt fast ausschließlich durch die Handgelenke. Die Oberarme liegen am Körper, die Ellbogen sind auf Höhe der Taille angewinkelt, die Unterarme zeigen fast waagerecht leicht nach außen.

Am Anfang nur so lange springen, wie es die Kondition zulässt. Ein Intervalltraining mit drei Einheiten à 30 Sprüngen, dazwischen 30 Sekunden Pause, eignet sich gut für den Anfang. Sprünge mit Fußvarianten werden zuerst ohne Seil dann mit Seil geübt. Musik erhöht natürlich den Spaßfaktor und hilft beim Rhythmushalten.

Unter Freestyle versteht man eine Kür, die mit Musik gesprungen wird. Jede/r Springer:in oder jede Mannschaft stellt dabei eine individuelle Folge von Sprüngen zusammen. Bei der Disziplin Speed geht es darum, in einer vorgegebenen Zeit eine möglichst große Anzahl einer vorgegebenen Art zu springen. Beim Wheel bilden mehrere Springer oder Springerinnen eine Kette, indem sie je einen Griff ihres Gliederseils an den Nachbarn weitergeben. So lassen sich beim Springen Tricks wie Drehungen oder Platzwechsel realisieren. Beim Double Dutch schlagen zwei gegenüberstehende Schwinger:innen zwei Seile in entgegengesetzter Richtung. In der Mitte können ein oder mehrere Springer:innen verschiedene Tricks ausführen.

Welches Equipment wird benötigt?

Stabile Trainingsschuhe, die die Gelenke schonen und natürlich ein Springseil. Das traditionelle beige Hanfseil unserer Kindertage hat allerdings ausgedient.

Beim Rope Skipping gibt es hauptsächlich drei Seiltypen – vom schnellen Speed Springseil über das robuste Gliederseil bis zum langen Show Springseil – für jede Disziplin ist ein bestimmtes Seil vorgesehen. Das Speed Rope besteht aus Kunststoff. Durch die sogenannten Hohlgriffe an beiden Enden lässt sich das Seil leicht, mit wenig Kraftaufwand rotieren. Profis nutzen sogar Griffe mit Kugellager um ein noch schnelleres Schwingen zu ermöglichen. Sogenannte Long Handles haben besonders lange Griffe und werden vor allem im Freestyle-Bereich verwendet.
Beim Beaded Rope, dem Gliederseil, sind wie bei einer Perlenkette Kunststoffperlen – hier in Form von Hülsen – auf einer Nylonschnur aufgefädelt. Dadurch hat das Seil, im Vergleich zu einfachen Kunststoffseilen, eine stabilere Flugbahn und ist daher besonders gut geeignet für akrobatische Sprünge sowie die Wheel Disziplin.
Die Long Ropes werden meist paarweise von drei bis fünf Metern Länge für das Double Dutch verwendet.

Nach dem Kauf sollte das Springseil auf die persönliche Länge angepasst werden. Denn ist das Seil zu lang, sinkt die Geschwindigkeit. Ist das Seil zu kurz, erhöht sich die Gefahr hängenzubleiben. Die richtige Springseillänge ist abhängig von der eigenen Körpergröße, dem Körperbau, und dem eigenen Können. Je geübter oder je besser die Technik desto kürzer ist das Seil. Ermittelt wird die Länge folgendermaßen: Griffe halten, mit beiden Füßen mittig auf das Seil stellen – die Seilenden sollten im gestrafften Zustand bis unter die Achseln reichen. Mit zunehmendem Technik–Know-how, die Seillänge kürzen.

Da Kinder kleinere Hände haben, sollten die Griffe etwas kürzer sein. Außerdem gibt es für Kinder längenverstellbare Springseile, die Wachstumsschübe mitmachen.

Wo kann man gut trainieren?

Vom Ort ist man eigentlich unabhängig – eine kleine, ebene Fläche reicht aus. Wettkampfambitionierte trainieren vorrangig in Turn- oder Sporthallen mit entsprechendem Schwingboden. Aber auch draußen an der frischen Luft finden sich Flächen mit federndem Untergrund wie zum Beispiel Tartanbahnen oder auch Rasenflächen, so sie nicht zu uneben sind. Für den Einsatz auf harten und rauen Böden wie Beton oder Asphalt sind Draht- und Stahlseile gut geeignet. Anfänger:innen und Kinder sollten aber nicht mit Draht- und Stahlseilen springen, da die Verletzungsgefahr bei Fehlsprüngen zu hoch ist.


Disc Golf

Disc Golf
Disc Golf © derikmsmith/AdobeStock.com

Worum geht es?

Beim Disc Golf spielt man Golf statt mit Ball und Schlägern mit einer Frisbeescheibe, auch Disc genannt. Das Ziel ist hier kein Loch im Boden, sondern ein in circa 70 cm Höhe angebrachter Fangkorb aus Metall, in dem die Disc landen muss. Wie auch beim klassischen Golf gilt es das Ziel mit möglichst wenigen Versuchen zu erreichen.

Wie funktioniert es?

Disc Golf wird nach ähnlichen Regeln wie Golf gespielt. Ein Parcours besteht meist aus 18 Bahnen. Genau wie beim klassischen Golf gibt es eine festgelegte Abwurfzone (Tee). Von hier aus wirft der Spieler oder die Spielerin die Scheibe in Richtung des mit Ketten versehenen Fangkorbs. Die Länge der Bahnen beträgt, je nach Parcours und Schwierigkeitsgrad, zwischen 40 und 250 Metern. Von der Stelle aus, wo die Scheibe gelandet ist, wird weitergespielt. Die Bahn ist zu Ende gespielt, wenn die Frisbee im Fangkorb versenkt wurde. Spielen mehrere zusammen, fängt immer der oder die Spieler:in am Abwurf einer Bahn an, der oder die auf der vorherigen Bahn die wenigsten Würfe benötigt hat. Nach dem Abwurf spielt der- oder diejenige weiter, dessen/deren Scheibe am weitesten vom Korb entfernt liegt.

Wichtig: Die Spieler:innen müssen sich vor (!) jedem Wurf vergewissern, dass nichts und niemand ihre Bahn kreuzt, wenn er oder sie werfen will. Rücksichtnahme auf Mitspieler:innen, Spaziergänger:innen, Fahrradfahrer:innen, Hunde, Pflanzen und Bäume hat oberste Priorität.

Welches Equipment wird benötigt?

Im Gegensatz zum klassischen Golf sind die Anschaffungskosten sehr gering. Für Einsteiger:innen reicht eine handelsübliche Frisbee für das Spiel auf der Anlage völlig aus. Wer seinen Wurf präzisieren möchte, ist mit einer Grundausstattung von drei verschiedenen Discs mit einem Gewicht von 150 bis 200 Gramm gut beraten. Ein Starterset mit Putter, Midrange – auch Multi-Purpose genannt – und Driver ist bereits für 25 bis 30 Euro zu haben.

Wo kann man in Köln-Bonn gut trainieren?

In der Bezirkssportanlage Weidenpesch in der Scheibenstraße gibt es einen öffentlichen, für jedermann frei zugänglichen Disc Golf-Parcours. Bonner Spieler:innen können in Hardtberg auf der öffentlichen Disc Golf-Anlage im Derletal testen, wie zielsicher sie sind. Und im Neusser RennbahnPark befindet sich ebenfalls ein Parcours mit 18 Bahnen unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade – vorübergehend aufgrund von Baumaßnahmen für die Landesgartenschau 2026 nicht bespielbar.

Die meisten Parcours in Deutschland, so auch die hier genannten, sind kostenlos und ohne Anmeldung zu bespielen.


Geocaching

Geocaching im Wald
Geocaching © Mitch Shark/AdobeStock.com

Worum geht es?

Beim Geocaching geht’s auf Schatzsuche. Gesucht wird mittels Koordinaten des Global Positioning Systems, dem weltweiten System zur Positionsbestimmung. Die Schatzkarte, also die GPS-Koordinaten, die zum Schatz führen, wurden zuvor im Internet auf entsprechenden Plattformen veröffentlicht. Die Verstecke können sich überall befinden – mitten in der Stadt, im Wald, in einem Weiher oder auf einem Berg. Es werden keine wertvollen Schätze gesucht, sondern sogenannte Geocaches. Diese Caches sind normalerweise klein, etwa so groß wie ein Filmdöschen – für die, die noch wissen, was das ist – oder eine kleine Tupperdose. Sie enthalten in der Regel ein Logbuch, in das die Geocacher:innen ihren Namen eintragen, um zu zeigen, wann sie den Cache erfolgreich gefunden haben.

Wie funktioniert es?

Als erstes benötigt man ein Benutzer:innenkonto auf einem Geocaching-Portal. Zu den bekanntesten Portalen zählen opencaching.de und geocaching.com. Hier befinden sich große Datenbanken, in denen viele Caches weltweit verzeichnet sind. Auf geocaching.com befinden sich derzeit mehr als drei Millionen Geocaches in 191 Staaten. Für die kostenfreie Registrierung benötigt ihr lediglich eine E-Mail-Adresse.
Klickt anschließend auf ein beliebiges Cache auf der Übersichtskarte und sofort erhaltet ihr weitere Informationen. Neben den GPS-Koordinaten sind das zum Beispiel Informationen wann und von wem der Geocache versteckt wurde, wie groß der zu suchende Behälter ist und welcher Schwierigkeitsgrad bei der Suche zu erwarten ist.

In der Basis-Variante werden die Koordinaten des Verstecks direkt angegeben, die dann anschließend von euch auf euer GPS-Gerät oder in die App auf eurem Smartphone übertragen werden müssen. Bei sogenannten Mystery-Caches müssen erst einige Rätsel gelöst werden, um an die korrekten Koordinaten zu gelangen. Ähnlich gilt es bei einer Challenge-Cache vorab diverse Aufgaben zu lösen, ehe die Suche nach dem Geocache beginnen kann. Beim Bonus-Cache müssen die Geocacher:innen zuerst andere Verstecke suchen, bevor sie die Koordinaten für den eigentlich gesuchten Geocache erhalten.

Wer fündig wird, trägt sich ins Logbuch ein, das am Ziel versteckt ist – und notiert (später) online, wann er den Cache gefunden hat. Das Allerwichtigste ist allerdings den Cache anschließend wieder so zu verstecken, wie man ihn gefunden hat, damit andere Mitspieler:innen ebenfalls die Chance haben, ihn zu finden. In manchen Caches befinden sich auch kleine Tauschgeschenke. Wenn du den Gegenstand gerne mitnehmen möchtest, leg stattdessen etwas anderes, möglichst gleich- oder höherwertiges, in den Geocache.

Geocachen mit Kindern
„Wollen wir auf Schatzsuche gehen?“ – klingt irgendwie spannender als „Wollen wir spazieren gehen?“ – oder? Aber nicht jeder Cache enthält auch einen „Schatz“. Am besten bereitet ihr eure Kinder entsprechend darauf vor, sonst ist die Enttäuschung vielleicht zu groß. Micro-Caches enthalten – schon der Größe wegen – selten ein Tauschgeschenk. Außerdem solltet ihr genug Zeit einplanen, viele Caches dauern nämlich länger als gedacht. Und sorgt für ausreichend zu trinken und für kleine Motivationsspritzen in Form von Snacks für zwischendurch. Ein Kaugummi im richtigen Moment kann Wunder bewirken ;-)

Welches Equipment wird benötigt?

Wer geocachen möchte, benötigt entweder ein GPS-Gerät oder ein Smartphone mit GPS-Funktion, auf dem zusätzlich eine Geocaching-App installiert werden muss. Die kostenlose App namens Geocaching funktioniert sowohl auf Android- als auch auf iOS-Geräten. GeoCaches ist eine Geocaching-App, die auf iOS-Geräten installiert werden kann, die App c:geo funktioniert hingegen nur auf Android. Wer mit seinem Smartphone auf moderne Schnitzeljagd geht, sollte auf seine Akkulaufzeit achten. Gegebenenfalls hilft eine Powerbank weiter. Fortgeschrittene Geocacher:innen nehmen eher ein tragbares GPS-Gerät. Das bekommt ihr ab circa 100 Euro aufwärts im Fachhandel.
Außerdem sind feste Schuhe von Vorteil. Zumindest wenn ihr im Wald unterwegs seid. Oft sind die Caches auch im Gestrüpp versteckt – robuste Outdoor-Kleidung kann hilfreich sein, ebenso gegebenenfalls lange Klamotten solltet ihr in Zeckengebieten auf Schatzsuche gehen. Und vergesst nicht, einen Stift zum Unterschreiben der Logbücher mitzunehmen. Auch kleine Pinzetten, ein Stöckchen, eine Taschenlampe oder ein Stück Draht haben sich schon als sehr nützliche Utensilien beim Bergen von (Micro-)Schätzen erwiesen.

Wo kann man gut geocachen?

Eigentlich überall. In der Stadt, im Park, im Wald ...
Auf der weltgrößten Plattform geocaching.com finden sich Koordinaten zahlreicher Caches, viele davon auch in deiner direkten Umgebung. Eine Geocaching-Tour durch die Stadt lohnt sich nicht nur für Tourist:innen, sondern für alle Abenteuerlustigen, die Köln, Bonn oder eine andere Stadt in der Region auf ganz besondere, spannende Weise entdecken möchten.
Wer im Wald auf Schatzsuche geht, sollte den Schutz der Natur beherzigen. Naturschutzgebiete sind tabu.

Auch lassen sich spannende Geocaching-Schnitzeljagden als Kindergeburtstag veranstalten. „Mord im Park" bietet für Outdoor-Detektive ab der 3. Klasse professionelle Krimi-Geocaching-Touren rund um den Venusberg in Bonn sowie in Köln am Decksteiner Weiher, im Dünnwald und im Königsforst.

Weitere Infos:
geocaching.com
opencaching.de
Krimi Geocachingtour – Mord im Park

KÄNGURU hat mit Sven von Loga einen Podcast zum Thema Geocaching aufgenommen:


Fußballgolf

Fußballgolf © rutherhof.de
Fußballgolf © www.rutherhof.de

Worum geht es?

Wie der Begriff Fußballgolf schon sagt, werden beim Fußball- oder Soccergolf die Sportarten Fußball und Golf kombiniert. Ziel ist es, wie beim klassischen Golf einen Ball mit möglichst wenig Schlägen – hier Schüssen – in ein Ziel zu bringen. Als Ball dient ein Fußball, als Schläger der eigene Fuß. Beim Ziel handelt es sich um überdimensionierte Löcher im Boden, spezielle, höhergelegene Netze oder kleine Tore.

Wie funktioniert es?

Eine Fußballgolf-Runde besteht in der Regel aus 18 Spielbahnen, die nacheinander auf einer Fußballgolf-Anlage absolviert werden müssen. Die Länge der Bahnen beträgt jeweils zwischen 50 und 250 Meter. Für jede Bahn gibt es eine angegebene Par-Vorgabe, die als Richtlinie für die Anzahl der Schüsse dient – üblich ist eine Par-Vorgabe von 72 Schüssen. Jede Berührung des Balls zählt als Schuss. Trifft der Ball ins hohe Gras, ins sogenannte Rough, so darf er von dort aus weitergespielt werden. Fliegt oder rollt er aber auf eine andere Bahn, bekommt der oder die Spieler:in einen Strafpunkt. Das Spiel geht dann vom Original-Abschusspunkt aus weiter. Anschließend wird die Anzahl der Schüsse sowie die Strafpunkte zusammengezählt. Es gewinnt der oder die Spieler:in mit den wenigsten Punkten.

Durch die vielseitigen, in die Natur integrierten Hindernisse, wie zum Beispiel Felsen, Hügel, Wasserläufe oder Sandflächen, kommt es auf generelles Geschick, Taktik und auch auf Feingefühl an. Fußballgolf ist ein Fun-Sport, der Anfänger und Könner, Alt und Jung gleichermaßen begeistert. Pluspunkte sammelt der Trendsport durch seine einfachen Regeln sowie dem Spielen an der frischen Luft – und all das, ohne eine teure eigene Ausrüstung anschaffen zu müssen.

Welches Equipment wird benötigt?

Eigentlich wird keine Ausrüstung benötigt. Optimalerweise spielt man auf einer Fußballgolf-Anlage, die das benötigte Equipment zur Verfügung stellt. Allerdings fallen hier natürlich Eintrittsgelder an. Man kann sich aber auch im eigenen Garten oder im Park einen Parcours aufbauen. Dann benötigt man natürlich einen Fußball und diverse Utensilien wie zum Beispiel Töpfe, kleine Tore, Netze oder Eimer, um den Parcours zu gestalten. Der eigenen Kreativität sind hier natürlich keine Grenzen gesetzt.

Wo kann man in Köln-Bonn gut trainieren?

Wer auf einer Fußballgolf-Anlage spielen möchte kann in unserer Region zwischen zwei Anlagen wählen. In Bonn wird der Fußball auf Gut Heiderhof, auf 18 bis zu 172 Meter langen Bahnen, ins Ziel gespielt. Und zwischen Köln und Aachen gilt es auf der Fußballgolf-Anlage Elsdorf-Berrendorf das Runde ins Runde zu kicken.

 

Minigolf

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Hula Hoop

Hula Hoop im Park © Robert Kneschke/AdobeStock.com
Hula Hoop im Park © Robert Kneschke/AdobeStock.com

Worum geht es?

Der Hula-Hoop-Reifen feiert sein Comeback! Erfunden wurde der Spaß mit dem Reifen Ende der 50er Jahre in Amerika. Der Name wurde zusammengesetzt aus „Hula", einem hawaiianischen Tanz, und „Hoop", dem englischen Begriff für Reifen. Als Kind haben wir den Reifen nur so zum Spaß um die Hüften kreisen lassen. Heute weiß man, dass außer dem Spaßfaktor, der Hula-Hoop-Reifen die Ausdauer trainiert, ordentlich Kalorien verbrennt, die Muskulatur stärkt, die Faszien lockert und das Bindegewebe strafft. Quasi eine Wunderwaffe ;-) Die kreisenden Bewegungen um die Hüften fördern die Durchblutung und verbessern bei regelmäßigen Trainingseinheiten die Koordination sowie die eigene Körperhaltung. Trainiert werden die geraden sowie die schrägen Bauchmuskeln, der untere Rücken, die Gesäßmuskulatur sowie die Oberschenkel.

Wie funktioniert es?

Die Grundbewegung ist ein gleichmäßiges Vor- und Zurück-Bewegen der Hüfte – eher als ein Kreisen. Wichtig bei allen Übungen ist es, den Bauch anzuspannen und dabei den Bauchnabel nach innen zu ziehen, da die Bauchmuskulatur den größten Teil der Bewegung übernimmt. Stellt euch mit beiden Füßen hüftbreit auf den Boden. Wer möchte kann auch einen Fuß weiter nach vorne nehmen – Rechtshänder setzen häufig den rechten Fuß vor, Linkshänder den linken. Jetzt in den Reifen steigen, den Reifen parallel zum Boden auf Hüfthöhe anheben und am unteren Rücken am Körper anlegen. Dem Reifen dann mit beiden Händen Schwung geben und gleichzeitig die Hüfte vor und zurück bewegen. Ziel ist eine kreisrunde Bewegung des Reifens um Bauch und Rücken. Die Arme werden dabei angewinkelt hochgehalten.

Fangt locker an, 3 bis 5 Minuten täglich reichen für den Anfang schon aus. Muskelkater und blaue Flecken sind zu Beginn normal und sollten euch nicht abschrecken. Sobald der Reifen einigermaßen oben bleibt, kann man die Trainingsdauer natürlich nach Belieben steigern. Wer abnehmen möchte, sollte schon 3- bis 4-Mal die Woche für 20 bis 30 Minuten trainieren – dabei Musik hören und Serien gucken kann die Trainingseinheit „gefühlt“ erheblich verkürzen.

Welches Equipment wird benötigt?

Eigentlich braucht es nur einen Hula-Hoop-Reifen. Hier gilt es allerdings den richtigen Reifen zu finden. Wer sich zum ersten Mal an die Trendsportart wagt, sollte einen großen Reifen wählen. Je größer und schwerer der Reifen ist, desto einfacher ist das Training – denn: Ein höheres Gewicht sorgt für eine höhere Fliehkraft. Fitness-Hula-Hoops sind in der Regel zwischen 1 und 1,5 Kilogramm schwer. Das Gewicht des Reifens sollte proportional zum Körpergewicht sein. Reifen bis 1200 Gramm eignen sich für Erwachsene, die nicht mehr als 80 Kilogramm auf die Waage bringen. Darüber sollte der Reifen mindestens 1500 Gramm wiegen, ab einem Gewicht von 100 Kilo sogar 2 Kilogramm. Dancing-Hoops, geeignet für Tanz und Tricks, sind in der Regel leichter. Der Reifen sollte generell nicht zu dick sein - eine Stärke von ungefähr 2,5 Zentimetern ist ideal. Bezüglich der Größe gibt es auch eine Orientierungshilfe. Stellt man den Reifen aufrecht auf den Boden, sollte er in etwa bis zum Bauchnabel reichen.

Eine Schaumstoffummantelung des Reifens kann beim Workout für Polsterung sorgen und blaue Flecken vermeiden. Auf Noppen, Gewichte und Ähnliches sollten unerfahrene Hooper jedoch verzichten. Die Verzierung mit rutschfesten Tapes hingegen bewirkt eine deutliche Erleichterung des Hoopings. Übrigens sind viele Hula-Hoop-Reifen zerlegbar. Sie bestehen aus mehreren einzelnen Elementen, die einfach nur zusammengesteckt werden müssen, um die Montage zu erleichtern und, um die richtige Größe für Kinder und Erwachsene einzustellen. Außerdem lassen sie sich so für unterwegs gut einpacken oder platzsparend zuhause im Schrank verstauen.

Hilfreich für den Hoop-Workout, ist es enganliegende Kleidung zu tragen – Yoga-Hosen und -Shirts bieten sich dafür an, weil sie in der Regel nicht am Körper schlabbern.

Wo kann man in Köln-Bonn gut trainieren?

Da man nur den Reifen braucht, kann man immer und überall trainieren – im Garten, im Park, im Wohnzimmer ...
Wer nicht gerne allein trainiert, UniSport Köln bietet sowohl Fitness- als auch Hoop-Dance-Kurse an. HulaTheHoop bietet zudem auch Einzeltrainings im Hoop-Dance an und auch die Volkshochschule Köln hat ab und an Hoop-Kurse im Programm. Und Freunde des Outdoor-Hoopings finden bei Hoop Dance Bonn verschiedene Workouts im HOOPSOMMER 2024. Let's get movin'!


Outdoor-Spiele zum Ausleihen
Wer eines der Outdoor-Spiele oder -Geräte mal ausprobieren möchte: Die Stadtbibliothek Köln bietet das Ausleihen an. Ob Spikeball, Krocket, Kubb, Springseil oder Hula Hoop – die Spiele stehen in der Zentralbibliothek am Neumarkt (vorübergehend wegen Generalsanierung geschlossen) sowie in den Stadtteilbibliotheken Chorweiler, Kalk, Mülheim, Neubrück, Nippes und Porz zur Ausleihe bereit. Bücher rund um das Thema „Draußen spielen" ergänzen das Angebot.

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