Ausflug

Ausflüge in die Natur

Anja Janßen · 28.06.2016

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Einen Ausflug in die Natur für den gesunden Ausgleich. © Imgorthand/iStockPhoto.com

Einen Ausflug in die Natur für den gesunden Ausgleich. © Imgorthand/iStockPhoto.com

Das Leben in der Großstadt hält viele Anreize und Angebote für Familien bereit. Doch manchmal brauchen wir die Ruhe der Natur, um uns und die Kinder „zu erden“. Känguru stellt euch drei Ausflüge für einen Tag Erholung im Grünen vor.

1. Der Siegtal-Radweg

Über ganze 128 Kilometer zieht sich der Radweg entlang der Sieg von ihrer Quelle im Naturpark Rothaargebirge bis zur Mündung zwischen Bonn und Troisdorf. Wer aus Köln kommt, kann eine Radtour an der Sieg wunderbar mit einer Zugfahrt kombinieren. Das verpasst dem Ausflug ein ganz besonderes Highlight und ihr durchfahrt die industriellen Gebiete vor den Toren der Stadt so schnell wie möglich. Tipp: Nutzt die S-Bahn oder Regionalbahn für die Hinfahrt und kehrt mit den Rädern wieder zurück. Dadurch radelt ihr so viel wie möglich bergab. Und wo soll es losgehen? Ob Hennef, Eitorf, oder Au – Ein- und Aussteigen könnt ihr entlang der Sieg, wo es euch beliebt, denn ein Bahnhof befindet sich immer in der Nähe. Wer genug gestrampelt hat, steigt einfach wieder in den Zug.

Weideland, Waldabschnitte, malerische Dörfer

Am Fluss selber erwartet euch ein vielfältiger Radweg: Flusslandschaft wechselte mit Weideland und Waldabschnitten, ihr durchfahrt malerische Dörfer. Natürlich müsst ihr auch den einen oder anderen Berg bewältigen, was ein bisschen Kondition erfordert. Die naturbelassenen Uferbereiche laden zum Picknicken und Entspannen am Fluss ein. Allerdings gibt es immer wieder Abschnitte, auf denen ihr kurzzeitig an der stark befahrenen Straße entlang fahren müsst, um anschließend wieder hinunter an den Fluss zu gelangen. Kinder sollten also auf dem Fahrrad bereits Erfahrung im Straßenverkehr haben.

Am Aktionstag „Siegtal pur“ herrscht autofreie Zone. © Siegtal pur

Am Aktionstag „Siegtal pur“ herrscht autofreie Zone. © Siegtal pur

Info: Das Online-Portal Naturregion Sieg informiert über Kartenmaterial, Sehenswürdigkeiten und Unterkünfte.

2. Der Schlossweg bei Bensberg

Wer in Köln wohnt und einen Waldspaziergang unternehmen möchte, kann sich natürlich in den Stadtwald begeben. Doch sind wir einmal ehrlich: Der am Ende des 19. Jahrhunderts angelegte Wald ähnelt doch eher einem Park, in dem es zur „Rush-Hour“ vor Spaziergängern und Hunden nur so wimmelt. Wer einen Mischwald mit Einsamkeitskomponente sucht, muss schon ein Stückchen fahren. Doch es brauchen nicht immer die 40 Kilometer ins Siebengebirge sein. Auch Bensberg hat einiges zu bieten und ist mit dem Auto in nur 25 Minuten zu erreichen.

Gut ausgeschildert und geschichtsträchtig

Für eine moderate Wanderung eignet sich bestens der „Schlossweg“. Der 9,4 Kilometer lange Rundwanderweg ist gut ausgeschildert (rotes Markierungszeichen Nr. 13) und führt vorbei an geschichtsträchtigen Orten. Startpunkt ist Schloss Bensberg, Parkplätze findet ihr am Rathaus. Der Rundwanderweg führt euch vom Schloss durch das Milchbachtal. Ihr passiert die ehemalige Kalkgrube Cox, die heute Naturschutzgebiet ist und wer möchte, unternimmt einen Abstecher zu Schloss Lerbach.

Schloss Bensberg ist Ausgangspunkt eines geschichtsträchtigen Waldspaziergangs. © Thomas Max Müller/pixelio.de

Schloss Bensberg ist Ausgangspunkt eines geschichtsträchtigen Waldspaziergangs. © Thomas Max Müller/pixelio.de

Für Kinder besonders spannend: Im Ort Oberlerbach kommt ihr an einer Milch-Tankstelle vorbei. Es geht weiter durch das hübsche Dorf Kaltenbroich, wo sich noch Fuchs und Hase „gute Nacht“ sagen. Dort scharren am Straßenrand sogar freilaufende Hühner im Unterholz. Der Weg führt euch vorbei am Naturfreundehaus Hardt sowie an der Erdenburg. Von der Ringwallanlage aus vorchristlichen Zeiten sind heute nur noch Konturen zu erahnen. Das letzte Stück bringt euch zum Jungfrauenweiher und zurück nach Bensberg. Dort gelangt ihr zu einem bezaubernden Fachwerkhaus, in dem das Bergische Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe ausstellt.

3. Die Löwenburg im Siebengebirge

Besteigt den zweithöchsten Berg der Sieben! In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaute Heinrich II, Graf von Sayen, die Löwenburg als Grenzfeste gegen die Burgen Drachenfels und Wolkenburg. Auf einer Höhe von 455 Metern thronte die Festung auf dem gleichnamigen Berg Löwenburg, dem zweithöchsten des Siebengebirges. Heute findet ihr dort nur noch eine Ruine, die allerdings zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Region gehört. Am Wochenende seid ihr hier deshalb selten allein. Übersichtstafeln informieren über Geschichte und ursprünglichen Zustand der Burg, Bänke und ein Tisch laden zum Rasten mit einzigartigem Ausblick über Köln und Bonn ein.

Die Löwenburg im Siebegebirge aus der Vogelperspektive © Wolkenkratzer/cc

Die Löwenburg im Siebegebirge aus der Vogelperspektive © Wolkenkratzer/cc

Und so kombiniert ihr den Besuch der Burg mit einer Wanderung: Ihr startet am Wanderparkplatz Margarethenhöhe, der rund 45 Kilometer von Köln entfernt liegt und über die A59 in einer guten halben Stunde zu erreichen ist. Ihr passiert die Waldhotels Margarethenhöhe und Sophienhof, haltet euch rechts und erreicht einen beeindruckenden Steinbruch, aus dem das vulkanische Gestein Trachyt abgebaut wurde. Von der schon bald folgenden Unterstandshütte Erpelntalskopf habt ihr einen Blick auf Drachenfels und Wolkenburg.

Rast am „Löwenburger Hof"

Danach erreicht ihr das Gasthaus „Löwenburger Hof“. Hier könnt ihr rasten – soweit ihr kein Picknick auf der Löwenburg plant. Denn die ist nicht mehr weit entfernt, ein Weg mit ordentlichem Anstieg führt hinauf. Nach der Besichtigung der Burgruine kehrt ihr wieder zurück zum Löwenburger Hof. Haltet euch an der nächsten Weggabelung rechts und ein schöner Waldweg bringt euch wieder zurück zum Parkplatz.

Der gut ausgeschilderte Weg eignet sich auch mit Kinderwagen © Veit Kern/pixelio.de

Der gut ausgeschilderte Weg eignet sich auch mit Kinderwagen © Veit Kern/pixelio.de

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