Familienleben

Einkaufen an der frischen Luft

Sue Herrmann · 09.04.2021

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Wochenmarkt © upixa/AdobeStock.com

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Was kommt heute auf den Tisch? Die Wochenmärkte haben auch im Lockdown für eure Einkäufe geöffnet.

Wenn frisches Obst und Gemüse aus der Region stammt, muss es nicht erst um die halbe Welt fliegen und lange Transportwege mit dem LKW zurücklegen, bis es auf unserem Teller landet. Das schont vor allem die Nährstoffe und unsere Umwelt, kurbelt aber auch die Wirtschaft vor Ort an. Mit jedem Einkauf auf dem Wochenmarkt unterstützt ihr die kleinen, meist familiengeführten landwirtschaftlichen Betriebe in unserer Region. Wichtig – nicht nur – aber ganz besonders in Pandemie-Zeiten.

Allein in Köln gibt es an knapp 40 Standorten über 60 verschiedene Wochenmärkte. Über alle neun Stadtbezirke verteilt, lässt sich an allen Wochentagen – außer sonntags – wunderbar unter freiem Himmel einkaufen. Von Alt-Brück bis Zollstock bieten die Bauern unserer Region alles an, was der Saisonkalender im April so hergibt – von Spargel über Spinat und Radieschen bis hin zu Rhabarber und Rucola.

Wochenmärkte dürfen auch in Zeiten von Corona geöffnet bleiben, denn als Lebensmittellieferanten fallen sie unter die Ausnahmeregelung – auch im Falle einer möglichen Ausgangssperre, denn Lebensmittel sind lebensnotwendig und der Weg zum Einkaufen bleibt auch dann zulässig.

Vorwiegend findet ihr frisches Gemüse, Kräuter und Obst in den Auslagen der Wochenmärkte. Aber auch Fisch, Fleisch, Backwaren, Milchprodukte und Pflanzen finden sich im Angebot. Entsprechend der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW dürfen derzeit überwiegend nur Lebensmittel sowie Güter des täglichen Bedarfs, so zum Beispiel auch Topf- und Schnittblumen auf den Märkten verkauft werden – seit dem 29. März 2021 in begrenztem Maße auch wieder Non-food-Produkte, wie zum Beispiel Kleidung und Haushaltswaren.

Gemüse
© Kristina Rütten/AdobeStock.com

Auch wenn die ungezwungene Marktatmosphäre zu einem Schwätzchen verleiten mag, ausreichend Abstand sollte Ehrensache sein. Der Mindestabstand von 1,5m bis 2m in der Warteschlange und zu den Standmitarbeitern sowie die allgemein bekannten Hygieneregeln, wie zum Beispiel das Niesen in die Armbeuge, gelten auch unter freiem Himmel. Und seit dem 22. März 2021 sind auch medizinische Masken verpflichtend zu tragen.

Mit Körbchen im Ellenbogen, Sonnenbrille im Haar und bestenfalls noch Flip-Flops an den Füßen, fühlt man sich auch gleich ein bisschen wie im Urlaub. Balsam für die Seele, in diesen unsicheren Zeiten. Und wenn schon nicht Südfrankreich, Mallorca oder Italien, dann doch wenigstens Urlaub im Veedel!

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Bedenkt bitte, dass es aufgrund der Ansteckungsgefahr auch kurzfristig zu Änderungen der Öffnungszeiten, neuen Verordnungen oder Schließungen kommen kann.

Eine gute Übersicht aller Wochenmärkte bietet die Stadt Köln auf ihrer Homepage. Hier könnt ihr sowohl nach Stadtbezirken als auch nach Wochentagen filtern. Und hier findet ihr eine Auflistung aller Bonner Wochenmärkte.

Zwei Tipps aus der Redaktion:
Einer der schönsten Märkte, da wunderbar im Grünen gelegen, ist der Braunsfelder Markt im Stadtwald. (Kitschburger Straße, in Höhe der Friedrich-Schmidt-Straße) Sa 7-13 Uhr
Und wer auch montags nicht auf das Marktvergnügen verzichten möchte: Einziger Montagsmarkt in Köln findet in Nippes auf dem Wilhelmplatz statt. Täglich 7-13 Uhr, Sa 7-14.30 Uhr

Ökomarkt
Frische Lebensmittel aus dem Rheinland in zertifizierter Bio-Qualität:
Südstadt, Severinskirchplatz
Di + Fr 10-18h
Innenstadt, Rudolfplatz
Mi 11-18h, Sa 8-14h
Agnesviertel, Neusser Platz und Rodenkirchen, Maternusplatz
Do 8-14h
Bonn, Innenstadt, Martinsplatz
Mi + Sa 8-14h
Bad Godesberg, Moltkeplatz
Fr 8-13h

Feierabendmarkt
meet & eat – der Wochenmarkt mit Street-Food Köstlichkeiten am Abend
Innenstadt, Rudolfplatz
Do 16-21h – derzeit geschlossen
Ehrenfeld, Neptunplatz
Mi 16-21h – derzeit geschlossen

Marktschwärmer
Ziel der Marktschwärmer ist es, Erzeuger und Verbraucher wieder näher zusammenzubringen. Bestellt werden die regionalen Produkte auf der Online-Plattform, abgeholt wird in Wohnortnähe, also bei der nächsten Marktschwärmerei, die einmal pro Woche in Ehrenfeld, Nippes, Sülz, in der Südstadt und auf der Schäl Sick stattfindet. Wie’s genau funktioniert erklärt euch unsere Kollegin Inga.

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Eine Auflistung vieler Hofläden und Erlebnisbauernhöfe unserer Region findet ihr ebenfalls auf unserer Homepage.

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Noch mehr Informationen bietet das Themenheft „Regionale Lebensmittel kaufen” der Verbraucher Initiative e.V., welches auf deren Homepage bestellt oder heruntergeladen werden kann.

 

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