Bewegung

Ab nach draußen … Sport im Freien

Sue Herrmann · 04.06.2020

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Outdoor Fitness © kikovic/AdobeStock.com

Outdoor Fitness © kikovic/AdobeStock.com

Der Sommer ist da! Höchste Zeit, um im Park bei warmem Wetter mal einige der trendigen Funsportarten auszuprobieren. Wir haben uns umgeschaut, was derzeit so angesagt ist.

Noch immer sind nicht alle Sporthallen für den Vereinssport freigegeben, da viele Schulen ihre Turnhallen als Ersatz-Unterrichtsräume umfunktioniert haben um alle Sicherheits- und Hygieneregeln im Schulbetrieb umsetzen zu können. Auch viele Sportvereine mit eigenen Hallen haben Schwierigkeiten alle Corona-Vorgaben umzusetzen und können daher ihr Sportangebot immer noch nicht oder nur mit Einschränkungen anbieten.

Umso schöner, dass der Sommer naht und die Parks und Grünflächen nicht nur zum Joggen und Radfahren animieren, sondern auch dazu einladen, einige der trendigen Funsportarten auszuprobieren. Ob Streetball, Slackline, Crossboccia oder Spikeball – viele dieser aufblühenden Trendsportarten können unter freiem Himmel gespielt werden und versprechen einen hohen Spaßfaktor! Einige davon versprühen sogar einen gewissen Retro-Charme. Um traditionelle Sportarten spannender und für junge Leute attraktiver zu machen, wurden einfach Regeln oder Materialien revolutioniert oder das Spiel unabhängiger vom Ort gemacht.

Roundnet/Spikeball


© Sue Herrmann

Worum geht es?

Beim Spikeball geht es darum, den Ball auf ein kleines Trampolin am Boden so zu spielen, dass das gegnerische Team den Ball nicht mehr erreichen und zurückspielen kann.

Wie wird gespielt?

Gespielt wird – ähnlich dem Beachvolleyball – 2 gegen 2, wobei der Ball nicht über ein Netz geschlagen, sondern in eine Art am Boden stehendes „Minitrampolin" gespielt wird. Es gibt keine Spielfeldhälften, wodurch sich das 360°-Spiel um das Trampolin herum in den Ballwechseln sehr dynamisch und spektakulär gestaltet. Der Spikeball selbst darf pro Spielzug bis zu 3x vom eigenen Team berührt werden. Im Anschluss muss das gegnerische Team den Ball annehmen und hat ebenfalls 3 Berührungen frei. Der Ball darf mit allen Körperteilen berührt werden. Gegnerische Spieler dürfen nicht behindert werden. Punkte werden erzielt, wenn der Ball den Boden berührt oder ein Team den Ball nicht innerhalb von 3 Versuchen ins Netz zurückbringen kann. Wer 21 Punkte hat gewinnt das Spiel.

Welches Equipment wird benötigt?

Zum Spielen braucht ihr ein Spikeballset bestehend aus Bällen und dem Minitrampolin. Es gibt auch sogenannte Rookie Sets für Kinder mit besonders großem Ball und deutlich größerem Trampolinnetz – diese sind allerdings auch recht teuer.

Wo kann man gut spielen?

Gespielt wird entweder auf Rasen, im Sand oder in der Halle. Dabei bringt jeder Untergrund seine eigenen Reize mit sich und die Variation bietet Abwechslung. Großzügige Rasenflächen findet ihr zum Beispiel im Rheinpark, im Stadtwald, dem Inneren Grüngürtel sowie in den Bonner Rheinauen.

 

Indiaca

Indiaka
© AdobeStock.com

Worum geht es?

Indiaca ist ein schnelles und sehr dynamisches Rückschlagspiel, welches auf südamerikanische Wurzeln zurückgeführt wird. Es geht darum, dass der Indiacaball in deiner Spielfeldhälfte nicht zu Boden geht – ein bisschen wie Federball mit der Hand.

Wie wird gespielt?

Neben dem Freizeitspiel ohne feste Regeln gibt es Indiaca auch als organisierten Wettkampfsport. Gespielt wird auf einem durch ein Netz getrenntes Spielfeld. Sollten mehr als zwei Personen spielen, so müssen zwei Teams gebildet werden. Der Indiacaball wird mit der flachen Hand durch einen Aufschlag über das Netz ins Spiel gebracht. Jede Mannschaft darf den Ball maximal dreimal mit Hand oder Arm bis zum Ellbogen berühren und dann zurück in die gegnerische Hälfte schlagen, ohne dass der Ball dabei den Boden berührt. Wenn eine Mannschaft einen Fehler begeht, bekommt die gegnerische Mannschaft einen Punkt und das Aufschlagrecht. Gewonnen hat das Spiel, wer nach einer gewissen Zeit die meisten Punkte hat oder wer zuerst eine vorab festgelegte Anzahl an Punkten erreicht hat.

Welches Equipment wird benötigt?

Zum Spielen braucht ihr eigentlich nur den Indiacaball und gegebenenfalls ein Netz.

Wo kann man gut spielen?

Gespielt wird entweder auf der Wiese, im Sand oder in der Halle. Jeder Untergrund bringt seine eigenen Reize mit sich. Großzügige Rasenflächen findet ihr zum Beispiel im Rheinpark, im Stadtwald, dem Inneren Grüngürtel sowie in den Bonner Rheinauen.

Weitere Infos:
Hier wird in der Halle trainiert:
MTV Köln 1850
CVJM Köln

 

Stand-Up Paddling / SUP

SUP
© ARochau/AdobeStock.com

Worum geht es?

Beim Stehpaddeln, dem sogenannten Stand-Up Paddling, kurz SUP, steht man aufrecht auf einem breiten, luftgefüllten Surfbrett, dem SUP-Board und paddelt mit einem Stechpaddel über Flüsse, Seen oder das Meer.

Wie funktioniert es?

Stand-Up Paddling ist schnell zu erlernen und macht auch Anfängern Spaß – jung wie alt. Man steht aufrecht auf dem Surfbrett und paddelt mit einem Stechpaddel. Dabei wird die Seite, auf der gepaddelt wird, regelmäßig gewechselt. Zusätzlich wird das Paddel zum Steuern des Boards und zur Unterstützung der Balance eingesetzt. Das Stehen auf dem wackligen Brett stärkt verschiedene Muskelgruppen und die Tiefenmuskulatur und ist daher ein gutes Rückentraining. Gerade die tiefen Muskelgruppen, die man von außen nicht anfassen kann, sind besonders wichtig für eine aufrechte, gesunde Haltung. Aktiv können sie nicht trainiert werden, aber indirekt durch intensive Reize wie dem wackligen Untergrund sorgt die Anspannung für ein effektives Training. Beim Paddeln wird zudem noch die gesamte Rumpfmuskulatur trainiert. Man taucht mit dem Paddel ein, zieht es nach hinten und die Kraft geht über die Arme in den Schultergürtel, über die schrägen Brust- und Bauchmuskeln ins Becken, über das Becken in die Beine. Der ganze Körper ist im Einsatz - und das ist gut für Kraft, Koordination und Ausdauer.

Welches Equipment wird benötigt?

Ein SUP-Board und ein Stechpaddel. Einsteiger sollten ein relativ großes und breites SUP-Board benutzen. Damit lässt sich leichter die Balance halten. Das Brett sollte außerdem schmal zulaufen, so ist es besser zu dirigieren. Die Boards sind zwischen 1,80 und 4 Metern lang und haben ein Luftvolumen zwischen 100 und 250 Litern. Die aufblasbaren SUP-Boards können zusammengerollt prima transportiert werden. Gute Schwimmkenntnisse sind bei dieser Wassersportart natürlich unbedingt erforderlich.

Wo kann man gut paddeln?

In Köln bietet sich der Fühlinger See an. Für erfahrene Paddler werden manchmal auch begleitete Touren auf dem Rhein angeboten. Niemals solltet ihr allerdings im Alleingang auf dem Rhein paddeln, egal wie sportlich und erfahren ihr seid – das ist viel zu gefährlich!

 

Parkour

Parkour
© carballo/AdobeStock.com

Worum geht es?

Parkour ist die kunstvolle Art der Fortbewegung im Dschungel der Großstadt. Es geht darum jegliche Hindernisse im urbanen oder auch naturnahen Raum geschickt und kreativ zu überwinden. Der Sportler, Traceur genannt, versucht mittels verschiedener Techniken schnell und mit optimalem Krafteinsatz von Punkt A nach Punkt B zu gelangen.

Wie funktioniert es?

Die Grundbewegungen Laufen, Springen, Landen, Abrollen, Klettern und Balancieren sind Teil des natürlichen Bewegungspotenzials des Menschen und werden beim Parkour spielerisch variiert. Dynamisch-kraftvolle Aspekte werden mit bewusst langsamen und konzentrierten Bewegungen ergänzt. Durch die vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten und Herausforderungen übt man dabei eine ausgewogene Kombination aus Kraft, Kondition, Koordination und Körperbeherrschung. Der Traceur muss lernen sich selbst gut einzuschätzen und die eigenen Grenzen zu entdecken. Hierfür bedarf es nicht nur einem starken Körper, sondern auch mentaler Stärke und Selbstbewusstsein.

Welches Equipment wird benötigt?

Alles, was benötigt wird, sind ein paar Turnschuhe, lockere Kleidung und eine gesunde Selbsteinschätzung. Mauern, Geländer und Stangen wandeln sich von Alltagsgegenständen zu potenziellen Trainingsmöglichkeiten. Kreativität, Konzentration und Durchhaltevermögen sind beim Bezwingen der Hindernisse gefragt.

Wo kann man gut trainieren?

Überall im urbanen Raum. Kinderkurse werden unter anderem im Move Artistic Dome in Vogelsang und im Stuntwerk in Mülheim angeboten.

 

Streetball

Streetball
© Sergey Ryzhov/AdobeStock.com

Worum geht es?

Streetball ist eine Variante der Sportart Basketball und stammt ursprünglich aus New York. Streetball verlangt viel Fair Play. Es gibt keine Schiedsrichter und einheitlichen Regeln. Das fördert soziale Kompetenzen wie Konfliktfähigkeit, Frustrationsbewältigung und Toleranz. Denn nur wenn sich die Spieler mit dem Gegner einigen, ist ein gemeinsames Spiel möglich.

Wie wird gespielt?

Gespielt wird 3 gegen 3. Vor einem Korberfolg müssen mindestens zwei Spieler der angreifenden Mannschaft in Ballbesitz gewesen sein. Nach jedem Korberfolg wechselt der Ballbesitz ...
Hier geht's zu den kompletten Streetbasketball-Regeln zusammengefasst vom Deutschen Basketball Bund e.V.

Welches Equipment wird benötigt?

Streetball ist der perfekte Sport für die Stadt: Ein Korb, ein Ball und schon kann's losgehen. Plätze, an denen die Körbe etwas niedriger als in der Standard-Höhe von 3,05 Meter hängen und die einen Tartan-Belag statt Beton-Boden haben, bieten sich für Anfänger an.

Wo kann man gut spielen?

Besonders beliebte Freiplätze sind der Nike-Court im Inneren Grüngürtel sowie der an der Deutzer Werft. Die Innenstadt-Anlage im Klingelpütz und die im Bürgerpark Kalk gelten als besonders gut für Anfänger. Die Anlagen der Sporthochschule in Müngersdorf werden hauptsächlich von Profis bespielt. Auch im Lohsepark kann vorraussichtlich ab Mitte Juni auf Korbjagd gegangen werden – der Streetballplatz steht kurz vor der Vollendung.

 

Crossboccia

© crossboccia.com
© www.crossboccia.com

Worum geht es?

Boule und Boccia war gestern – Crossboccia ist die hippere und auch actionreichere Freestyle-Variante. Das Grundprinzip bleibt bei Crossboccia (auch Crossboule, Soft- oder Streetboccia genannt) das gleiche wie bei den klassischen Varianten. Zunächst wirft man einen kleinen Ball, den Marker, zur Markierung des aktuellen Ziels, dann versucht jeder Spieler seine eigenen Kugeln möglichst nah am Zielball zu platzieren. Der Clou bei Crossboccia ist, das Spiel um die dritte Dimension zu erweitern und das potentielle Spielfeld ins Unendliche auszuweiten.

Wie wird gespielt?

Alle Spieler erhalten jeweils drei gleiche Spielbälle. Zunächst wird ein Spieler bestimmt, der von einem frei wählbaren Ausgangspunkt den Marker wirft. Danach spielen alle anderen Spieler ebenfalls von diesem Ausgangspunkt aus. Der Marker kann an einen beliebigen Punkt geworfen werden, ein bestimmtes Spielfeld ist nicht vorgesehen. Der Spieler, welcher den Marker geworfen hat, darf auch beginnen. Nachdem er seinen ersten Spielball geworfen hat, werfen die restlichen Spieler nacheinander jeweils einen ihrer Spielbälle. Der Spieler, dessen Spielball am weitesten vom Marker entfernt liegt, wirft nun seinen zweiten und dritten Spielball. Die anderen Spieler werfen ebenfalls, abhängig von der Entfernung ihres Spielballs zum Marker, ihren zweiten und dritten Spielball. Anschließend werden die Punkte gezählt. Ein Match ist gewonnen, wenn ein Spieler aus zwei Sätzen siegreich hervorgegangen ist. Ein Satz besteht aus 13 Punkten, muss aber mit mindestens zwei Punkten Unterschied gewonnen werden.

Welches Equipment wird benötigt?

Um Crossboccia zu spielen benötigt man ein Crossboccia Set, normalerweise bestehend aus 2×3 Spielbällen und einem Marker. Für den Einstieg reicht ein Fun Crossboccia Set aus. Die Bälle der Pro Sets lassen sich natürlich präziser werfen, sind aber auch teurer und eher für den Turniersport gedacht. Die Crossboccia Kugeln erinnern stark an Hacky Sacks, sind mit langlebigem Kunststoffgranulat befüllt und eignen sich durch ihre Form und Verarbeitung perfekt für das Spiel im dreidimensionalen Raum. Sie sind leicht, waschbar und sehr robust.

Wo kann man gut spielen?

Crossboccia kann überall gespielt werden und eröffnet somit den Spielern immense Freiräume zur kreativen Spielgestaltung. Ein besonderer Reiz für alle urbanen Abenteurer, die nicht nur im Park, sondern auch auf Parkhausdächern, unebenen Geländen oder in leer stehenden Industriegeländen nach Action suchen. Anders als mit den herkömmlichen, schweren Bocciakugeln aus Metall kann mit den Crossboccia Kugeln über Bande, auf Treppen, bergauf und bergab, sogar auf Wasser oder auch im eigenen Wohnzimmer gespielt werden.

Weitere Infos:
www.crossboccia.com

 

Kubb / Wikingerschach


Kubb König © Nick/AdobeStock.com

Worum geht es?

Kubb ist ein Geschicklichkeitsspiel für 2 bis 12 Spieler ab 8 Jahren. Ziel ist es, auf dem „Schlachtfeld" zuerst die „Knechte" und schließlich den „König" mit den Wurfhölzern umzuwerfen. Ein bisschen Glück, eine gewisse Strategie und viel Geschicklichkeit halten das Spiel auch langfristig interessant.

Wie wird gespielt?

Es treten zwei Mannschaften gegeneinander an. Eine Mannschaft besteht aus mindestens einer bis maximal sechs Personen. Die Spieler versuchen, jeweils die Holzknechte, also die Kubbs, der Gegenpartei mit runden Wurfhölzern umzuwerfen. Der König, der in der Mitte des Spielfelds steht, muss zuletzt getroffen werden. Wer zuerst alle Kubbs auf des Gegners Spielhälfte und den König getroffen hat, gewinnt das Spiel. Beim ersten Durchlesen der Kubb Regeln scheint das Spiel etwas kompliziert, dem ist aber gar nicht so.
Hier geht's zu den Kubb-Regeln zusammengestellt von Kubb Deutschland.

Welches Equipment wird benötigt?

Ein Kubb Spiel besteht aus:

  • 1 Holzfigur „König" mit oder ohne rotem Kopf
  • 10 Holzfiguren „Knecht"
  • 6 runde Wurfhölzer
  • 4 Begrenzungsstäbe um das Feld abzustecken, manchmal sind auch 6 dabei
  • 1 (wetterfeste) Tragetasche

Die Qualitätsspiele werden meist aus Birke, Gummi- oder Regenbaum gefertigt. Billiges (Nadel-)Holz oder unzureichende Verarbeitung können mitunter für Splitter oder gar Brüche der Figuren sorgen.

Wo kann man gut spielen?

Gespielt wird entweder auf der Wiese oder im Sand. Großzügige Rasenflächen findet ihr zum Beispiel im Rheinpark, im Stadtwald, dem Inneren Grüngürtel sowie in den Bonner Rheinauen. Natürlich lässt sich Wikingerschach auch auf härterem Boden spielen, dadurch leidet jedoch die Ausrüstung sehr.

 

Slacklinen

Kinderfüße auf Slackline
© Maik/AdobeStock.com

Worum geht es?

Eine Slackline ist ein Band, dass speziell für das Slacklinen hergestellt wurde und zwischen zwei Bäumen gespannt wird. Ziel beim Slacklinen ist es, auf dem Band zu balancieren und nicht runter zu fallen. Die Schwierigkeit ist sich an das Wackeln des Bandes zu gewöhnen und den Körper auf der Line zu halten.

Wie funktioniert es?

Slackline spannen und los geht's! Das dynamische Band erfordert 100-prozentige Aufmerksamkeit. Wer nicht ganz bei sich und damit bei der Sache ist, kann sich nicht auf dem Seil halten. Wenn man nach ein paar Tagen Übung die Line relativ sicher überqueren kann, ist man meist schon infiziert. Ab dann geht es immer weiter – erst längere Lines, dann schmalere, dann erste Tricks, neue Tricks, höher gespannt, stärker gespannt, Waterlinen, Longlinen, Highlinen und und und ... Slacklinen ist ein großer Spaß für Groß und Klein, ein super Training für den gesamten Körper, aber auch ein Sport, der süchtig macht.

Welches Equipment wird benötigt?

Spezielle Bekleidung wird nicht benötigt, und ob man barfuß oder mit leichten Schuhen mit dünnen Gummisohlen balancieren möchte, ist Geschmackssache. Die Slacklines, also die Kunstfaserbänder von bis zu 5 Zentimetern Breite sowie die entsprechenden Ratschen zum Festzurren bekommt man im Sport- und Outdoor-Handel.

Wo kann man gut slacklinen?

Das Slacklinen ist in Köln an Bäumen grundsätzlich verboten. Dieses Verbot wurde 2013 im Paragraf neun der Kölner Stadtordnung durchgesetzt. Deshalb hat die Stadt Köln spezielle Slackline Spots eingerichtet. Hier wurden Pfeiler in die Böden eingelassen oder Bäume mit speziellen Manschetten versehen. Im Inneren Grüngürtel ist gefühlt alle paar Meter ein Slackline Spot: Es gibt einen an der Universität, einen am Aachener Weiher und am Colonius gibt es gleich zwei Spots, einen mit Pfeilern und einen mit Manschetten. Auch im Lentpark und im Volksgarten gibt es Slackline Spots. Der neuste Zuwachs steht im Lohse Park an der Inneren Kanalstraße kurz vor der Eröffnung.

 

Headis

Headis-Ball
© headis.com

Worum geht es?

Headis oder auch „Kopfball-Tischtennis" ist eine Sportart, bei der zwei Spieler an einer Tischtennisplatte den Ball hin und her über das Netz spielen und dabei nur den Kopf benutzen dürfen.

Wie wird gespielt?

Die Regeln sind ähnlich wie die beim Tischtennis. Zuerst einmal muss der Ball übers Netz. Das Berühren der Platte ist mit allen Körperteilen erlaubt. Im Gegensatz zum regulären Tischtennis kann der Ball auch als Volley direkt mit dem Kopf angenommen werden ohne dass er vorher die Platte berührt haben muss. Wichtig dabei: Nach einem Volleykopfball muss mindestens ein Körperteil den Boden berühren – damit kein Spieler einfach auf der Platte liegen bleibt und von dort aus weiterspielt. Jeder Spieler hat immer drei Aufschläge. Kanten- und Netzaufschläge werden wiederholt. Ein Spieler benötigt zwei Gewinnsätze, um das gesamte Match zu gewinnen, für einen Satzgewinn benötigt man 11 Punkte.

Welches Equipment wird benötigt?

Die wichtigsten Utensilien für Headis sind der eigene Kopf und eine herkömmliche Tischtennisplatte. Gespielt wird mit einem 100 Gramm schweren, speziellen Gummiball, dem Headis-Ball, der einen Umfang von 50 cm hat.

Wo kann man gut spielen?

Überall da, wo eine Tischtennisplatte steht.

Weitere Infos:
www.headis.com

 

Ultimate Frisbee


Frisbee © svitlana/AdobeStock.com

Worum geht es?

Ultimate Frisbee ist ein wenig wie American Football. An den Kopfseiten des Spielfelds gibt es zwei Endzonen und die Frisbee muss vom eigenen Team in die gegnerische Endzone gebracht werden. Allerdings darf man mit der Frisbeescheibe in der Hand nicht laufen. Die Frisbee muss fliegen.

Wie wird gespielt?

Gespielt wird in gemischten Teams von je 7 SpielerInnen, die versuchen, die Frisbee-Scheibe durch geschicktes Zupassen über das gesamte Spielfeld bis in die gegnerische Endzone zu spielen. Ziel des Spiel ist es, die Scheibe in der gegnerischen Endzone zu fangen und damit einen Punkt zu erzielen. Wer fängt, bleibt stehen, alle anderen dürfen sich frei bewegen. Ultimate Frisbee verlangt seinen Spielenden Kondition, Sprintstärke, Wurftechnik und taktisches Denken ab. Fairness steht dabei immer im Vordergrund, denn selbst bei den Weltmeisterschaften im Ultimate Frisbee gibt es keine Schiedsrichter.

Welches Equipment wird benötigt?

Benötigt wird eine Wurfscheibe, die sogenannte Disc, mit sehr guten Flugeigenschaften. Sie sollte gut in der Hand liegen, eine aerodynamische Form haben und möglichst leicht sein. Ansonsten benötigt es zu Beginn nur Spaß am Werfen, Laufen und Fangen.

Wo kann man gut spielen?

Gespielt wird entweder auf der Wiese oder im Sand. Großzügige Rasenflächen findet ihr zum Beispiel im Rheinpark, im Stadtwald, dem Inneren Grüngürtel sowie in den Bonner Rheinauen. Kinder- und Jugendkurse werden unter anderem beim DJK Wiking im Kölner Norden und dem ASV Köln in Müngersdorf angeboten.

 

Flag Football


© DJK Wiking Köln

Worum geht es?

Flag Football ist ebenfalls eine Variante des American Football. Deswegen sind die Regeln nahezu gleich. Ein wichtiger Unterschied jedoch: Körperkontakt ist nicht erlaubt. Deshalb wird der Gegner oder die Gegnerin nicht durch Tackling, sondern durch Ziehen einer Fahne (Flag) gestoppt, von denen zwei Stück mit einem Gürtel an der Taille befestigt sind. Ziel des Spiels ist es den Ball soweit wie möglich in den gegnerischen Raum zu bringen. Hierbei hat die angreifende Mannschaft grundsätzlich zwei Möglichkeiten – entweder den Ball nach vorne zu tragen oder den Ball zu einem Mitspieler oder einer Mitspielerin zu werfen.

Wie wird gespielt?

American Football gehört durchaus zu den härteren Sportarten, geht's körperlich doch ordentlich zur Sache, denn die gegnerische Mannschaft kann nur am Punkten gehindert werden, wenn der ballführende SpielerIn „getackelt“, also zu Boden gerissen wird. Da beim Flag Football das Tackeln verboten ist, wird der Ballträger stattdessen durch das Abreißen einer Flagge vom Gürtel gestoppt. Weitere Unterschiede zum ursprünglichen Football sind Mannschaftsstärke und Größe des Spielfelds. Statt elf SpielerInnen stehen beim Flag-Football je nach Modus fünf, sieben oder neun auf einem kleineren Feld, oft auch in Mixed Teams. Wie im American Football muss der eiförmige Ball in die gegnerische Endzone getragen werden. Dazu nutzt man entweder Läufe oder Pässe. Eine Mannschaft hat immer Angriffsrecht, während die andere verteidigt. Die angreifende Mannschaft (Offense) hat dabei eine gewisse Zahl an Versuchen, den Ball in die gegnerische Endzone zu tragen. Ist die Offense dabei erfolgreich, erhält sie einen Touchdown und bekommt sechs Punkte gutgeschrieben. Nach einem Touchdown wechselt das Angriffsrecht. Flag Football zeichnet sich im Besonderen durch Schnelligkeit, Lauftechnik sowie Ballbeherrschung beim Werfen und Fangen aus – ein sehr dynamisches Spiel, bei dem Teamgeist groß geschrieben wird.

Welches Equipment wird benötigt?

Die SpielerInnen tragen einen Gürtel auf Hüfthöhe, an dem rechts und links die sogenannte ,,Flag'' befestigt ist. Die Flag ist 5 x 38 Zentimeter lang und darf von Kleidungsstücken nicht überdeckt werden. Außerdem benötigt man natürlich einen Football.

Wo kann man gut spielen?

Großzügige Rasenflächen findet ihr zum Beispiel im Rheinpark, im Stadtwald, dem Inneren Grüngürtel sowie in den Bonner Rheinauen. Kinder- und Jugendkurse werden unter anderem beim DJK Wiking im Kölner Norden angeboten.

 

Hobby Horsing

Hobby Horse
Hobby Horse © serikbaib/AdobeStock.com

Worum geht es?

Hobby Horsing ist eine Sportart, die in Finnland populär geworden ist und mittlerweile ihre Fangemeinden in ganz Europa gefunden hat. Im Grunde handelt es sich hierbei um eine Alternative zum Reitsport. Wie beim Reiten mit echten Pferden, geht es um die Disziplinen Dressur- und Springreiten, aber halt mit Hobby Horses – in Deutschland eher bekannt unter dem Namen Steckenpferd. Im Gegensatz zu Steckenpferden, werden die Hobby Horses allerdings für den sportlichen Einsatz konzipiert.

Wie funktioniert es?

Die Steckenpferde werden einfach zwischen die Beine geklemmt und schon kann man losgaloppieren. Unerheblich ob Junge oder Mädchen, Kindergartenkind oder Teenager – in Finnland, wo über 10.000 Menschen den Sport für sich entdeckt haben, reiten auch Erwachsene. Sie springen über Hindernisse, reiten im Zirkel und galoppieren über den Platz oder durchs Gelände. Wie beim Reiten mit echten Pferden gibt es verschiedene Disziplinen wie Dressur- oder Sprungreiten, im Freien oder auch in der Halle. Bei Turnieren werden Hindernisse auf Zeit durchlaufen und dann von einer Jury nach bestimmten Kriterien bewertet. Neben der körperlichen Anstrengung besteht die Schwierigkeit darin, dass die Reiter und Reiterinnen sich dabei zweigeteilt sehen müssen: Mit dem Oberkörper bewahren sie die Haltung eines oder einer ReiterIn, mit den Beinen imitieren sie die Schritte des Pferdes. Gleichzeitig wird bei Meisterschaften auch auf die korrekte Positur des Steckenpferdes, also auf Kopf und Rumpf geachtet.

Welches Equipment wird benötigt?

Man benötigt zunächst einmal Motorik, Körperspannung, Ausdauer, ein gewisses Maß an Fantasie und natürlich ein Hobby Horse. Generell sind Steckenpferde in der Haltung natürlich kostengünstiger als echte Pferde. Es ist also ein Hobby, das sich jeder leisten kann. Wer sich selber ein einfaches Sockensteckenpferd basteln möchte, findet hier eine Anleitung von Jasmin Kraft. Wem ein professionelleres Hobby Horse vorschwebt, der kann seine ganz persönlichen Vorstellungen bei Hobby Horses Cologne in Auftrag geben.

Wo kann man gut reiten?

Im Grunde genommen kann man Hobby Horsing überall betreiben: im Garten, im Wald, auf der Straße – also dem Bürgersteig natürlich – im Wohnzimmer oder in einer Halle. Dressur und Geländeritte lassen sich überall üben und mit selbstgebauten Hindernissen lässt sich auch das Springreiten trainieren, allein oder in der Gruppe. Auf YouTube gibt es inzwischen zahlreiche Erklär- und Trainings-Videos, auch in deutscher Sprache. Kinderkurse sowie Schnupperstunden bietet der TuS Brauweiler an.

 

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