Ausflug

Wildparks in der Region von Köln und Bonn

Sue Herrmann · 22.11.2021

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Nicht immer zeigen sich die tierischen Bewohner eines Wildparks. © Sven Cramer/Adobe Stock

Nicht immer zeigen sich die tierischen Bewohner eines Wildparks. © Sven Cramer/Adobe Stock

„Komm, wir gehen Tiere beobachten!“ klingt doch gleich viel spannender als einfach nur „Lass uns mal wieder spazieren gehen“. Tiere sind nicht nur für Kinder ein besonderer Anreiz, um mal vor die Tür zu kommen, zumal wenn man sie in ihrer weitestgehend natürlichen Umgebung in Ruhe beobachten kann. Wir haben uns in der Region für euch umgeschaut und einige Wildparks zusammengestellt, die ihr gut von Köln und Bonn aus erreichen könnt.

Viele Wildparks in der Umgebung legen Wert darauf, den Wildtieren Rückzugsmöglichkeiten in den Gehegen zu bieten. Wer die Tiere mal nicht sieht, muss Geduld mitbringen – oder einfach noch mal wiederkommen. Wir drücken euch ganz fest die Daumen, dass sich viele Tiere bei eurem Besuch zeigen und nicht alle im Dickicht verschwinden.

Wildpark Dünnwald

Der 1957 gegründete Wildpark Dünnwald ist ein städtischer Wildpark zwischen den Kölner Stadtteilen Dünnwald und Dellbrück, nahe dem Waldbad Dünnwald gelegen. Mit seinen gut 20 Hektar Fläche ist er einer der größten Wildparks in Köln. In den großflächigen Gehegen sind verschiedene Wildarten zuhause. Neben heimischen Wildtieren wie Wildschweinen, Damwild und Mufflons leben hier auch sehr seltene, vom Aussterben bedrohte Wisente. Von der Aussichtsplattform in der Mitte des Wildparks können viele Tiere direkt und ohne Zaun beobachtet werden. Hinweistafeln geben Auskunft über die Tiere. Der Wildpark ist ganzjährig geöffnet und ohne Eintritt jederzeit frei zugänglich.

Info: Wildpark Dünnwald, Dünnwalder Mauspfad 230, 51069 Köln

Gut Leidenhausen

Die Greifvogelschutzstation wurde in den 1960er Jahren von der Stadt Köln gegründet. Als Auffangstation für kranke, verletzte oder junge elternlose Greifvögel und Eulen leistet die Vogelschutzstation einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung des Greifvogelbestandes. Das ganzjährig geöffnete Wildgehege in Köln-Porz bietet außerdem gute Gelegenheit, Rothirsche und Wildschweine zu beobachten. Während der Brunftzeit im September/Oktober kämpfen die Hirsche um die Führung im Rudel. Ihr Brunftschrei, das sogenannte Röhren, ist in dieser Zeit weit zu hören. Der Eintritt ist frei und jeden dritten Samstag im Monat findet eine kostenlose öffentliche Führung statt.
 
Info: Gut Leidenhausen, 51147 Köln

Tierpark Tannenbusch

Alles begann 1958 mit einem Rehkitz. Heute leben mehr als 130 Säugetiere wie Auerochsen, Tarpane, Heid- und Moorschnucken, Dam- und Rotwild, Wildschweine, Esel, Ziegen, Mufflons und weit über 100 Hühner- und Wasservögel im Wildpark Tannenbusch in Dormagen. Neben den Tieren gibt es einen großen Waldspielplatz, einen Trimm-Dich-Parcours, einen Naturerlebnispfad, den Geopark, ein naturkundliches Museum, das Waldcafé sowie eine Waldschule. Der Eintritt zum Wildpark ist frei, der Förderverein freut sich aber natürlich über Spenden. Am Wochenende und an Feiertagen fallen Gebühren für den Parkplatz an.

Info: Tierpark Tannenbusch, Im Tannenbusch 1, 41540 Dormagen

Wildpark Reuschenberg

Alpakas © Daniel Tiemann/Wildpark Reuschenberg
Alpakas im Wildpark Reuschenberg. © Daniel Tiemann/Wildpark Reuschenberg

Der Wildpark befindet sich auf einer Fläche von rund 60 Hektar mitten im Reuschenberger Wald in Leverkusen-Küppersteg und beherbergt 46 verschiedene Wild- und Haustierarten. Über 300 Tiere leben hier – von Insekten über Säugetiere bis hin zu Vögeln und Reptilien. Ob Frettchen, Fischotter, Stachelschwein, Schildkröte, Schleiereule, Alpaka oder Luchs – alle freuen sich auf euren Besuch. Zum Auspowern überschüssiger Energie gibt es zudem einen großen Waldspielplatz mit Picknickplätzen. Das Bistro ist derzeit geschlossen, am Kiosk gibt’s aber Snacks to go. Ein Besuch im ganzjährig geöffneten Wildpark ist derzeit nur mit einer gültigen Online-Reservierung möglich.

Info: Wildpark Reuschenberg, Am Reuschenberger Busch 6, 51373 Leverkusen

Wildpark Düsseldorf

Der Wildpark im Grafenberger Wald in Düsseldorf, einer der ältesten Wildparks Deutschlands, bietet mit knapp 40 Hektar Fläche rund 100 heimischen Tieren ein Zuhause. Neben Fuchs, Schwarz-, Rot- und Damwild, Fasan und Wildkatzen sind auch ein paar Einwanderer wie Mufflon und Waschbär mit dabei. Die lassen sich, in zum Teil großen Freigehegen, nicht nur beobachten, sondern auch füttern. Außerdem gibt es einen Spielplatz mit Barfußpfad, einen Niedrigseil-Klettergarten für die Kleinsten und eine Waldschule, in der Kinder viel über die Tiere des Waldes lernen können. Der Wildpark ist ganzjährig eintrittsfrei geöffnet.

Info: Wildpark Düsseldorf, Rennbahnstr. 60, 40629 Düsseldorf

Wildpark Gangelt

Luchs © Wildpark Gangelt
Der Wildpark Gangelt beheimatet Luchse. © Wildpark Gangelt

Der Wildpark Gangelt an der niederländischen Grenze bietet seinen Besucher:innen eine repräsentative Auswahl europäischer Wildtiere in naturnaher Umgebung. Das leicht hügelige Waldgelände ermöglicht es den Besucher:innen, bei einem Spaziergang Wildtiere wie Braunbären, Luchse, Wölfe, Hirsche, Rehe, Wildschweine, Wisente, Elche, Gämsen, Steinböcke, Murmeltiere, Fischotter, Waschbären, Baummarder, Wildkatzen sowie Adler, Milane, Bussarde, Falken und Eulen hautnah zu erleben. Raubtierfütterungen, Vorführungen der Greifvögel, Bienenhaus, Waldlehrpfad, Streichelzoo, Abenteuerspielplatz, Bollerwagenverleih und ein Restaurant mit Sonnenterrasse versprechen ebenfalls ein erlebnisreiches Programm.

Info: Wildpark Gangelt, Schinvelder Straße, 52538 Gangelt

Adler- und Wolfspark

Im Adler- und Wolfspark Kasselburg in der Eifel erleben Klein und Groß alles rund um Wölfe, Adler, Falken und andere Greifvögel. Tag für Tag stehen Wolfsfütterungen auf dem Programm. Der lautlose Flug des Uhus, der Sturzflug des Falken sowie der majestätische Flug des Weißkopfseeadlers begeistern täglich außer montags (Feiertage ausgenommen) bei den Flugshows die Besucher:innen. Kinder können zudem im Schatten der Burg ihren Spieltrieb auf einem Abenteuerspielplatz voll ausleben, während die Eltern sich derweil in der Park-Gastronomie „Adlerhorst“ ausruhen und stärken können. Ab April 2022 stehen außerdem „Schäferkarren“ zur Übernachtung mit Blick auf die Kasselburg bereit.

Info: Adler- und Wolfspark, Auf der Kasselburg 3, 54570 Pelm

Hochwildpark Kommern

Auf 80 Hektar Wald- und Wiesenlandschaft haben im Hochwildpark Kommern in der Nordeifel 300 heimische Tiere ein Zuhause. Die Tiere wachsen hier in ihrer natürlichen Umgebung auf. Sie leben in ihren jeweiligen Gruppen- und Familienverbänden zusammen. Auf der Pirsch durch den Park könnt ihr das Treiben der Wildschweine, Rothirsche und Elche beobachten und das Zusammenleben der Steinböcke und Steppenrinder sowie der Ziegen, Schafe und Minischweine ergründen. Mit der Lauschtour-App gibt es zudem Wissenswertes auf die Ohren. Abenteuerspielplatz, Grillplätze, Bollerwagenverleih, Streichelgehege sowie das Parkrestaurant „Waldhaus-Grill“ vervollständigen das Ausflugserlebnis zu jeder Jahreszeit.

Info: Hochwildpark Kommern, Becherhofer Weg 71, 53894 Mechernich-Kommern

Wildpark Schmidt

In Schmidt bei Nideggen, direkt am Nationalpark Eifel gelegen, beherbergt der Wildpark Schmidt heimische Wildtiere wie Rot-, Damund Sikawild sowie zahme Haus- und Nutztierarten. Esel, Ziegen, Kaninchen und Hängebauchschweine erwarten die kleinen und natürlich auch großen Besucher:innen im Streichelzoo. Die Wildtiere lassen sich in den großen Freigehegen ebenfalls streicheln und füttern – wenn sie denn Lust haben. Bei der täglichen kostenfreien Flugshow zeigen die Falkner dann beim Training, was die Greifvögel so draufhaben. Das Café & Bistro lockt im Winter mit prasselndem Feuer im Ofen und im Sommer mit der Außenterrasse mit Blick auf den Kinderspielplatz.

Info: Wildpark Schmidt, Wildparkstraße, 52385 Nideggen-Schmidt

Wildfreigehege Hellenthal

Vom faustgroßen Sperlingskauz bis zum riesigen Andenkondor mit drei Metern Flügelspannweite haben in der Greifvogelstation Hellenthal im Nationalpark Eifel viele verschiedene Greifvogelund Eulenarten ihr Zuhause. Mehrmals täglich werden die Tiere bei einer Flugvorführung präsentiert sowie spannende Fragen beantwortet. Wie gut können Eulen hören, wie schnell Falken fliegen oder wie hoch Adler kreisen? Neben heimischen Wildtieren leben auch verschiedene Raubtierarten wie Marderhund, Steinmarder und Luchs im ganzjährig geöffneten Wildfreigehege Hellenthal. Kinderspielplatz, Rundfahrt mit dem Adler-Express sowie Restaurant und Imbiss runden das Angebot ab.

Info: Wildfreigehege Hellenthal, Wildfreigehege 1, 53940 Hellenthal

Wildpark Vosswinkel

Frischling © Wildpark Vosswinkel
Frischlinge im Wildpark Vosswinkel. © Wildpark Vosswinkel

Ohne Zäune, in freier Wildbahn lassen sich im Wildwald Vosswinkel im Naturpark Lüerwald im Sauerland Wildschweine und Hirsche von verschiedenen Kanzeln aus beobachten. Neben verschiedenen Tierfütterungen gibt es einen Abenteuerspielplatz, einen Barfußpfad, eine Waldschule und ein Waldcafé. Infostationen im Wald, interaktive Lehrtafeln und eine Rallye vermitteln Wissenswertes über das vielfältige Leben im Wald. Wer im Wildwald übernachten möchte, findet von April bis Oktober verschiedenste Unterkünfte vom Baumzelt über Planwagen bis zur Holzhütte. Ab November ist Nebensaison mit eingeschränkten Angeboten während der Woche. Der Weihnachts-Waldmarkt leuchtet dieses Jahr am 2. und 3. Adventswochenende.

Info: Wildpark Vosswinkel, Bellingsen 5, 59757 Arnsberg-Vosswinkel

Wisent-Wildnis am Rothaarsteig

Wisent © Wisent-Welt-Wittgenstein
Gelassen und genügsam: die Wisente im Wildpark in Bad Berleburg. © Wisent-Welt-Wittgenstein

Die Wisent-Wildnis am Rothaarsteig im Sauerland ist kein Zoo. Das rund 20 Hektar große Areal besticht durch seine natürlichen Formationen: Felsen, Bach, Quellmulden, Tal und Wald bieten Naturgenuss pur. Auf dem rund drei Kilometer langen, zwei- bis dreistündigen Wanderpfad lassen sich Wandergenuss, Familienausflug und Tierbeobachtung der freilebenden Wisent-Herde auf das Beste kombinieren. Der Abenteuerspielplatz befindet sich noch außerhalb der Wisent-Wildnis. Die Nutzung ist kostenfrei. Eltern haben von der benachbarten Gastronomie „Wisent-Hütte“ eine gute Sicht auf ihre Kinder. Montags ist die Wildnis geschlossen.

Info: Wisent-Wildnis am Rothaarsteig, Weidiger Weg 100, 57319 Bad Berleburg

 

Kinder wandern mit Alpakas © Adbe Stock/Eugen

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