Ausflug

Sonderausstellungen in den Museen in Köln, Bonn und im Umland

Petra Schulte · 03.02.2023

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© Pavel-Losevsky / Adobe-Stock

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Hier findet ihr eine Auswahl an aktuellen Ausstellungen, die auch für Familien mit Kindern interessant sind.

Welche Museen auch für einen Besuch mit euren ganz Kleinen geeignet sind, haben wir für euch in der Übersicht Museum mit Baby zusammengetragen.

Wenn ihr bei eurem Museumsbesuch nicht auf frische Luft und freien Himmel verzichten wollt, lohnt sich ein Besuch in einem der Freilichtmuseen in der Nähe von Köln und Bonn.

Kurse, Workshops und Führungen der verschiedenen Museen findet ihr in unserem Veranstaltungskalender.

Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren und Entdecken!

 


Aktuelle Ausstellungen:

 

Noch bis 5. Februar 2023

Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Ein bunter Raum


Gemeinsames Weben in der Ausstellung „Ein bunter Raum“ © Arp Museum Bahnhof Rolandseck | Foto: Helmut Reinelt

Die Kindergartengruppe des Familien-Begegnungszentrums Juco e.V. in Bad Godesberg hat innerhalb von mehreren Workshops wunderbar vielfältige und farbenfrohe Kunstwerke gefertigt. Manchmal hat jedes Kind ein eigenes Kunstwerk erstellt und manchmal kreierten die Kinder große Gemeinschaftswerke. Alle diese Arbeiten wurden von Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp inspiriert, aber die Kinder schufen in den Workshops immer ihre eigenen, ganz besonderen Interpretationen. In der Ausstellung wird dies zusammengeführt – und auch die Besucher:innen sind eingeladen, mitzumachen und kreativ zu werden.

Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Hans-Arp-Allee 1
53424 Remagen
Tel. 02228 - 92 55-0

 

Noch bis 5. Februar 2023

Bundeskunsthalle Bonn

Die Oper ist tot – Es lebe die Oper!


Der Bühnensaal der Oper von Venedig (La Fenice), 2020 © picture alliance/dpa / Annette Reuther

Wie kein anderes Genre spricht die Oper unsere Sinne an: In ihr verbinden sich Musik, Gesang, Poesie, bildende Künste, Theater und Tanz zu einem spektakulären Gesamtkunstwerk. Sie lebt von dramatischen Extremen, vom Magischen und Irrationalen. Als Kunstereignis ist sie einmalig und vergänglich. Ausgehend von ihren Anfängen in Italien, wirft die Ausstellung kaleidoskopartig Blicke auf Geschichten, die die Oper geschrieben hat. Sie präsentiert die Vielfalt der barocken Spektakel. Und sie erzählt am Beispiel berühmter Opernhäuser wie der Mailänder Scala, der Wiener Hofoper oder der New Yorker Met vom Wachstum und Wandel der Institution im 19. und 20. Jahrhundert. Im Fokus stehen dabei die Menschen, die sich in der Oper zusammenfinden, um ihren inneren Bildern die sinnliche Gestalt zu verleihen, die das Publikum zu sehen und zu hören bekommt. Begleitet von Einspielungen zahlreicher Opernwerke, erzählen Gemälde und Kostüme, Plakate und Bühnenbildmodelle, Karikaturen und Programmhefte bekannte und unbekannte Geschichten über eine sich immer wieder neu erfindenden Gattung und Institution.

Bundeskunsthalle
Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn
Tel. 0228 – 917 10

 

Noch bis 5. Februar 2023

Museum Ludwig

HIER & JETZT Antikoloniale Eingriffe


Paula Baeza Pailamilla, Etnoturismo (Ethnotourism), 2017© Paula Baeza Pailamilla

Das achte Projekt der Ausstellungsreihe HIER UND JETZT im Museum Ludwig unternimmt einen antikolonialen Streifzug durch die ständige Sammlung. Zusammen mit den Künstler:innen Daniela Ortiz (*1985 in Peru), Paula Baeza Pailamilla (*1988 in Chile), Pável Aguilar (*1989 in Honduras) und Paloma Ayala (*1980 in Mexiko) schauen wir mit kritisch-neugierigem Blick auf künstlerische Positionen aus Lateinamerika. Welche lateinamerikanischen Künstler:innen finden sich in der Sammlung? Wie reproduzieren Künstler:innen der Klassischen Moderne – also in der Regel aus Europa – den exotisierenden Blick auf den globalen Süden? Welche Werke gilt es kritisch zu hinterfragen, welche bieten Gegenmodelle an?

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-261 65

 

Noch bis 12. Februar 2023

Kölnisches Stadtmuseum (Ausstellung im Maritim Hotel Köln)

50 Jahre Höhner


Höhner © 2021 Kay-Uwe Fischer

Die Höhner gehören zu Köln wie Kölsch und Karneval. 1972 sorgte die Kultband, damals noch als „Ne Höhnerhoff“ – ein Federn werfendes Quartett im Hühneroutfit –, erstmals für Stimmung auf den Karnevalsbühnen. Heute sind sie deutschlandweit bekannt; Lieder wie „Viva Colonia“ oder „Ich ben ne Räuber“ begeistern generationsübergreifend die Menschen. Mit besonderen Aktionen wie den Philharmonie-Classic-Abenden oder der Höhner Rockinʼ Roncalli Show zeigen die kölschen Urgesteine, dass sie musikalisch nicht nur im Karneval zu Hause sind. Seit Jahren nutzen die Höhner zudem ihre Popularität, um gegen gesellschaftliche und soziale Missstände anzugehen. Das Engagement bei der „AG Arsch huh“, der tatkräftige Einsatz für das „LObby-REstaurant“ des Kölner Arbeitslosenzentrums und viele weitere Projekte sind Höhner-Herzensangelegenheiten.Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums widmet das Kölnische Stadtmuseum der facettenreichen Bandgeschichte des kölschen „Federviehs“ eine bunte Sonderausstellung im Maritim Hotel. Eine Ausstellung für die ganze Familie!

Veranstaltungsort ist das Maritim Hotel, Heumarkt 20, 50667 Köln

Kölnisches Stadtmuseum
Veranstaltungsort Maritim Hotel
Heumarkt 20
50667 Köln
Tel. 0221 – 221-223 98

 

Noch bis 12. Februar 2023

K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Mondrian. Evolution


Piet Mondrian. Evolution | Piet Mondrian, Komposition Nr. 3 mit farbigen Flächen, 1917, Öl/L, 48 x 61 cm, Kunstmuse-um Den Haag

Viele kennen den Maler Piet Mondrian (1872-1944) als Schöpfer von strengen geometrischen Kompositionen mit schwarzweißen Linien und Farbfeldern in Rot, Blau oder Gelb. Dass der Niederländer in seinen ersten Jahrzehnten Landschaften und andere gegenständliche Motive wählte und diese oft mit überraschender Farbigkeit inszenierte, ist kaum bekannt. Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zeigt Mondrians Weg von den frühen naturalistischen Gemälden bis zu den späten abstrakten Arbeiten und spürt die formalen Zusammenhänge auf, die zwischen den Bildern aus fünf Jahrzehnten bestehen.
Die Ausstellung, die sich vor allem den frühen Gemälden widmet, zeigt, wie Mondrians Entwicklung aufeinander aufbaut und dem Ziel der Darstellung des Absoluten näherkommt. Diese künstlerische „Evolution“ lässt sich in ihren Anfängen besonders gut anhand landschaftlicher Motive studieren. An Windmühlen, Leuchttürmen, Dünen und Bauernhöfen entfaltete der Künstler seine Formensprache, bei der er sich auf das Komponieren von Flächen, senkrechten und waagerechten Linien und deren Rhythmen konzentrierte. Sowohl das naturalistische als auch das späte abstrakte Werk ist Resultat eines intuitiv gelenkten Vorgehens und keineswegs Ergebnis mathematischer Rationalität.

K20 Stiftung Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Grabbeplatz 5
40213 Düsseldorf
Tel. 0211 - 838 17 30

 

Noch bis 12. Februar 2023

Stadtmuseum Bonn

Spurensuche – Pitt Müller und das vergessene Bonn


Blick in die Ausstellung „Spurensuche – Pitt Müller und das vergessene Bonn“ | Foto: Constantin Ehrchen

Die Sonderausstellung widmet sich dem heutzutage unbekannten Bonner Künstler, Kunstschulbetreiber und Lampenfabrikanten Pitt Müller (1905 – 1975). Er war ein Bonner Urgestein, ein wichtiger Teil der Stadtgesellschaft der damaligen Zeit. Nach seinem Tod geriet er in Vergessenheit. Im Jahr 2010 wird er wiederentdeckt. Ein altes Monogramm am Treppenabgang seines alten Wohnhauses – dem Eschenhof in Villich – macht die heutige Besitzerin Barbara Brockmeier neugierig. Es beginnt eine Spurensuche zurück in die Zeit Pitt Müllers, zu seinen Weggefährt:innen, Nachfahr:innen und seinem umfangreichen Werk. Begebt euch in der Ausstellung auf die Spur Pitt Müller und dem Bonn seiner Zeit.

Stadtmuseum Bonn
Franziskanerstr. 3
53113 Bonn
Tel. 0228 - 77 2

 

Noch bis 19. Februar 2023

LVR Landesmusem Bonn

Augenlust? Niederländische Stillleben im Detail


Pieter Claesz., Frühstücktisch mit Siegburger Steinzeugkanne, 1597/98, LVR-LandesMuseum Bonn

Funkelnde Gläser und feinstes Porzellan, saftige Früchte und exotische Gewürze: In niederländischen Stillleben des 17. Jahrhunderts kann das Auge lustvoll umherschweifen und zahlreiche Kostbarkeiten entdecken. Die malerische Wiedergabe der verschiedenen Gegenstände ist oftmals von einer solchen Perfektion, dass man die realen Objekte vor sich zu sehen glaubt.
Die Ausstellung verschreibt sich dem Konzept einer „slow exhibition“: In 14 Kabinetten präsentiert sie jeweils ein zentrales Stillleben und lädt dazu ein, sowohl die Schönheit der Gemälde zu bewundern als auch die Geschichten ihrer Details zu entdecken. Weitere Objekte wie Globen, Bücher und venezianische Gläser, aber auch zahlreiche Alltagsgegenstände, die noch nie außerhalb der Niederlande zu sehen waren, erzählen vom Leben im 17. Jahrhundert. So bietet die Ausstellung ein Fest für die Sinne und eröffnet zugleich einen aufschlussreichen.

LVR Landesmuseum Bonn
Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel. 0228 - 20 70-0

 

Noch bis 19. Februar 2023

Von der Heydt Museum Wuppertal

Fremde sind wir uns selbst – Bildnisse von Paula Modersohn-Becker bis Zanele Muholi


Paula Modersohn-Becker, Mädchenbildnis mit gespreizter Hand vor der Brust, 1905, Von der Heydt-Museum Wuppertal

Die Ausstellung widmet sich Fragen der (Selbst-) Darstellung und Repräsentation in der Bildenden Kunst seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Anhand von Hauptwerken aus der Sammlung des Von der Heydt-Museums wird erfahrbar, wie sich gesellschaftliche und soziale Rollenvorstellungen in Bilder vom Menschen einschreiben und wirken. Das Spektrum reicht von Gemälden der klassischen Moderne, etwa von Paula Modersohn-Becker, Emmy Klinker, Henry de Toulouse-Lautrec, Christian Schad und Felix Vallotton, über Werke von WOLS, Francis Bacon und Miriam Cahn bis in die Gegenwart, u. a. vertreten durch Tobias Zielony und Zanele Muholi.

Von der Heydt-Museum
Turmhof 8
42103 Wuppertal
Tel. 0202 – 563 62 31

 

Noch bis 26. Februar 2023

LVR-Zentralverwaltung, Landeshaus

Liebe oder Last?! – Baustelle Denkmal


Anhand eines symbolischen Sprengschalters können die Besucher an dieser Station reelle Denkmalverluste nachempfinden. © DSD/R.Rossner

Spannend, zum Anfassen und multimedial – das ist die Wanderausstellung „Liebe oder Last?! - Baustelle Denkmal“ der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Nirgends sonst kann man sich so umfassend über Denkmalschutz informieren und auch außergewöhnliche Denkmale der Region neu entdecken. Für ihr innovatives Konzept erhielt die Ausstellung mehrere Designpreise, unter anderem den „Red Dot Design Award“ – einen der begehrtesten Design-Preise der Welt.
Am Standort Köln zählen auch das Privat- Wohnhaus des Architekten Oswald Mathias Ungers von 1959 und die Synagoge in der Roonstraße zu den vorgestellten Denkmalen der Ausstellung. Der architektonische Blickfang des Kölner Zoos, das ehemalige Südamerikahaus, ist ebenso in der Ausstellung vertreten wie das Kerpener Schloss Türnich, die schwungvolle Stahlbetonschalenkonstruktion des Frechener Keramions und eine romantische Wassermühle im Bergischen.

Landschaftsverband Rheinland
Kennedy-Ufer 2
50679 Köln

 

Noch bis 26. Februar 2023

Wallraf-Richartz-Museum

SUSANNA - Bilder einer Frau vom Mittelalter bis MeToo


Édouard Manet, Studie für „Die Auffindung des Mosesknaben“, um 1859, 35,5 x 46 cm, Öl auf Leinwand, Nationalmuseum Oslo

Mit der weltweit ersten Ausstellung zur biblischen Susanna in der Kunst widmet sich das Wallraf-Richartz-Museum im Winter 2022/23 einer Erzähl- und Bildtradition, die auch vor dem Hintergrund der MeToo-Bewegung kaum aktueller sein könnte: „SUSANNA - Bilder einer Frau vom Mittelalter bis MeToo“ zeigt eindrucksvoll, wie Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt schon seit Jahrhunderten in Malerei und Graphik verhandelt werden. Die biblische Erzählung von der Nötigung der Susanna durch zwei alte Richter übt schon seit der Spätantike großen Einfluss auf die Kunst aus. Die Kölner Sonderausstellung belegt dies mit hochklassigen Werken von u.a. Artemisia Gentileschi, Anthonis van Dyck, Rembrandt, Eugène Delacroix, Édouard Manet und Lovis Corinth sowie beeindruckenden Arbeiten von zeitgenössischen Künstlerinnen wie Kathleen Gilje, Heike Gallmeier und Zoe Leonard.

Wallraf-Richartz-Museum
Obenmarspforten 40
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-211 19

 

Noch bis 26. Februar 2023

SK Stiftung / Deutsches Tanzarchiv Köln

Jahrestage. Geschichten aus der Geschichte des Tanzes


Detail der Ausstellungsinstallation, zu sehen sind: Katja Wulff in einer zeitgenössischen Ausdrucksstudie | um 1920, Portrait Katja Wullf | um 1920, Tanz | undatierte Zeichnung von Katja Wulff / Foto: © Janet Sinica

In seiner neuen Jahresausstellung erzählt das Deutsche Tanzarchiv Köln anhand ausgewählter Objekte aus seiner Sammlung Geschichten aus der Geschichte des Tanzes. Episoden eines Lebens für den Tanz, die von der Euphorie des Aufbruchs ebenso geprägt sind wie vom Triumph des Gelingens oder der Ernüchterung in der Krise, im Scheitern. Gleichzeitig entfalten diese Geschichten ein subjektiv-historisches Panorama der Tanzkunst im 20. Jahrhundert aus der Perspektive seiner großen und kleinen, prominenten und weniger prominenten Akteure.

SK Stiftung / Deutsches Tanzarchiv Köln
Im Mediapark 7
50670 Köln
Tel. 0221 - 888 95-400

 

Noch bis März 2023

Bilderbuchmuseum Troisdorf

Cornelia Funke und ihre verzaubernden Welten


Cornelia Funke: Der Mondscheindrache. Loewe, Bindlach 1996

Das Bilderbuchmuseum Troisdorf richtet eine große Ausstellung mit zahlreichen Bildern und Büchern von Cornelia Funke ein. Im Erdgeschoss sind die Illustrationen rund um die „Tintenwelten“, „Reckless“-Welten, die Monstergeschichten und die Büchern der Gespensterjäger zu sehen. Die gesamte Ausstellung zeigt ihre Freundschafts-, Ritter- und Abenteuergeschichten, wie Illustrationen zum „Herrn der Diebe" und den „Wilden Hühnern". Die Zeichnerin und Autorin Cornelia Funke gehört zu den seltenen Doppeltalenten in Deutschland, die sowohl in der Erfindung von bildlichen Welten fantasievoll und originell ist als auch in der sprachlichen Schöpfung von fantastischen Geschichten. Ihre Themen reichen von Vorlese- und Erstlesegeschichten für die ganz Kleinen über Gespenstergeschichten bis zur Jugendliteratur. Seit ihrem großen internationalen Erfolg mit der „Tintenwelt“-Trilogie ist es vor allem die generationsübergreifende Literatur, die sowohl von Kindern und Jugendlichen als auch von Erwachsenen gelesen und künstlerisch betrachtet wird.

Bilderbuchmuseum Burg Wissem
Burgallee 1
53840 Troisdorf
Tel. 02241 - 900-427

 

Noch bis 12. März 2023

Museum Ludwig

Kiss, Kiss. In memoriam Lady Renate Gruber


Fritz Gruber, Man Ray und Renate Gruber mit Hut, 1960, Silbergelatine 8,5 x 11,4 cm, Museum Ludwig, Köln, Repro: Rheinisches Bildarchiv Köln, 2013

Am 30. Oktober 2022 ist die Fotosammlerin Renate Gruber gestorben. Mit einer Präsentation im Fotoraum sagt ihr das Museum Ludwig nun Adieu. Zu sehen sind Werke aus der Sammlung und dem Archiv Gruber zusammen mit Ansichten aus ihrem Haus, das für viele eine besondere Art von Institution in Köln war.
1977 konnte durch den Ankauf vieler Werken aus der Sammlung von Leo Fritz und Renate Gruber der Grundstock für die Sammlung Fotografie am Museum Ludwig gelegt werden. Im Laufe der Jahrzehnte kamen hunderte weitere Fotos und Archivmaterialien aus dem Haus Gruber hinzu. Ein Blick auf die Sammlung Gruber lässt dabei schnell erkennen: Ihr Schwerpunkt liegt auf dem Menschenbild. Kein Wunder, denn das Ehepaar pflegte ein besonders gastfreundliches Haus und viele langjährige Freundschaften.

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-261 65

 

Noch bis 5. Februar 2023

Haus der Natur Bonn

Unscheinbare Schönheiten in Wald und Flur


© Ellen R. Dornhaus

Im Frühjahr wird es im Kottenforst wieder üppig grünen und blühen, allerdings nicht in den grellen Farben wie in einem Gartencenter. Die Schönheit der Wildpflanzen ist eher unscheinbar und entgeht so oft unserer Aufmerksamkeit. Vielleicht wäre es aber wichtig, die Pflanzen als eigenwillige Wesen in unserer Umgebung mit Namen zu kennen und zu wissen, welche essbar und welche giftig sind. Leider drohen den Wildkräutern durch die Intensivierung und Industrialisierung von Land- und Forstwirtschaft Verdrängung und oft auch völlige Ausrottung.
Die Fotos der Ausstellung von Ellen R. Dornhaus zeigen gesammelte und zum Teil gepresste Kräuter aus der hiesigen Gegend. Die Abbildungen werden wie Porträts präsentiert. So wird die Besonderheit der einzelnen Pflanze durch Vergrößerung hervorgehoben und ihrer Gestalt Würde und Anmut verliehen.

Haus der Natur
An der Waldau 48
53127 Bonn
Tel. 0228 – 778 77 22

 

Noch bis 19. März 2023

Museum Schnütgen

Magie Bergkristall


Bergkristallreliquiar (Detail), Köln, um 1200, Museum Schnütgen, Foto: Stephan Kube, Greven

Bergkristall gilt den Menschen seit alters her als außergewöhnliches Material. Zahlreiche Legenden ranken sich um seine Herkunft und besonderen Kräfte, vielfach wird er als Manifestation des Göttlichen gedeutet. Es ist vor allem die Transparenz des Bergkristalls, der kühler und härter als Glas, aber weicher als ein Diamant ist, die ihm seine große Anziehungskraft verleiht. Für die Sonderausstellung „Magie Bergkristall" ist es gelungen, rund 120 Objekte aus den unterschiedlichsten Museen zusammenzutragen. Die faszinierenden Leihgaben umfassen ein weites Spektrum an Objekten, vom rohen Bergkristall über Funde aus einer Werkstatt bis hin zu meisterhaft gearbeiteten Kunstwerken. Zu sehen sind einzigartige Bergkristall-Gefäße, Linsen, Amulette, Skulpturen, aber auch Tafelbilder, Handschriften und andere Objekte rund um den „magischen" Kristall.

Museum Schnütgen
Cäcilienstr. 29-33
50667 Köln
Tel. 0221 – 221-313 55

 

Noch bis 26. März 2023

Makk – Museum für Angewandte Kunst

Susanna Taras. Blumen, Flowers, Fleurs


Susanna Taras in der Ausstellung, Foto © Paul Schöpfer

Wie ein belebendes Elixier gegen die oft triste und dunkle Herbst- und Winterzeit wirkt die Ausstellung „Blumen, Flowers, Fleurs“ der Künstlerin Susanna Taras, die das MAKK in einen farbenprächtigen Blumengarten verwandelt. In ihren Arbeiten beschäftigt sich Susanna Taras mit floraler Ornamentik, pflanzlicher Formensprache und der Wirkung von Materialien. Beispielhaft gilt dies für die Werkgruppe „Wallflowers“, die die Künstlerin selbst als „Malerei mit Wolle“ bezeichnet. Der Schaffensprozess von „Wallflowers“ entspricht dem eines Malaktes. Nur benutzt Susanna Taras statt Pinsel und Farbpalette speziell eingefärbte Wollfäden, die sie in einer Art des Teppichknüpfens in die Leinwand bringt. Das Ergebnis sind großformatige textile Blumenreliefs, deren plastische und stoffliche Wirkung durch einen Wollflor erzeugt werden. Mit „Blumen, Flowers, Fleurs“ präsentiert Susanna Taras einen künstlerisch gestalteten Garten ganz nach ihren eigenen Vorstellungen. Uns erwartet ein Meer aus botanisch teilweise exakt zu bestimmenden Blumen und Blüten: Rosen, Stiefmütterchen, Lilien, Nelken, Tulpen, Veilchen, Vergissmeinnicht, Orchideen, Winden, Malven, Wicken, Krokusse und Päonien. Susanna Taras komponiert mit ihren „Wallflowers“ poetische Räume und ermöglicht einen neuen Zugang zur Schönheit und Einzigartigkeit der Natur. Sie präsentiert den Besucher:innen der Ausstellung ihre eigene artifizielle Faszination der Natur, die sich zwischen Natürlichkeit, Kunst und Künstlichkeit bewegt.

MAKK – Museum für Angewandte Kunst
An der Rechtschule 7
50667 Köln
Tel. 0221 – 221-238 60

 

Noch bis 26. März 2023

Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Tierisch was los! Tiere und ihre Menschen


Johan Zoffany │Porträt Georges Steevens │um 1780 © Arp Museum Bahnhof Rolandseck/Sammlung Rau für UNICEF │Foto: Horst Bernhard

In vielen Gemälden und Skulpturen der Sammlung Gustav Raus kräht, bellt und grunzt es. Nun heißt es: Leine los, jetzt wird die Tierwelt vom Mittelalter bis in die Neuzeit entfesselt. Mythische Tierwesen und gezähmte Kreaturen sind zentrale Gestalten in Religion und Volksglauben. In ihnen spiegelt sich die traditionell enge Bindung zwischen Tier und Mensch. Diese Bindung ist ambivalent, geprägt von Liebe und Furcht und der Akzeptanz eines nützlichen Helfers an menschlicher Seite. Beispielhaft werden einige dieser Helfer vorgestellt: Milchkühe, Schafe, Pferde und Hühner treten ins Rampenlicht der Bildbühnen. Das nicht gezähmte Wildtier bleibt dagegen Beute. Frisch erlegt, apportiert vom treuen Jagdhund wird es von Barock-Maler:innen festgehalten, um den höfischen Jagdsport und seine Erfolge zu demonstrieren. Die Kunstwerke der Sammlung Rau für UNICEF erzählen diese wechselvollen Geschichten von Tier und Mensch bis in unsere heutige Zeit.

Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Hans-Arp-Allee 1
53424 Remagen
Tel. 02228 - 92 55-0

 

Noch bis 10. April 2023

Museum für Ostasiatische Kunst

Horizonte


Kimsooja, Cities On The Move – 2727 km Bottari Truck – Migrateurs, 2007, Video Still, 9:17 Min. Loop, ohne Audio © Kimsooja, Courtesy: The artist and KEWENIG, Berlin

Die Sonderausstellung Horizonte präsentiert markante Positionen zeitgenössischer, international bekannter Künstler:innen aus Ostasien an der Schnittstelle zwischen fernöstlicher und westlicher Kunst. Die ausgewählten Künstler:innen entstammen den drei ostasiatischen Ländern, China, Korea und Japan, die das MOK vertritt. Sie schöpfen aus ihrer Jahrhunderte alten Tradition als Teil ihrer Identität. Entsprechend werden in der Ausstellung einzelne Werke alter Kunst ihren Arbeiten kontrapunktisch gegenübergestellt. Der Einfluss westlicher Kunst auf China, Korea und Japan hat die Tradition keinesfalls beseitigt, sondern im Zuge der Globalisierung zu neuer Entfaltung und Weiterentwicklung herausgefordert. Die genannten Künstler*innen haben die Grenzen ihrer kulturellen Herkunft überschritten und Werke geschaffen, die in die Konzepte moderner westlicher Kunst hineinragen.

Museum für Ostasiatische Kunst
Universitätsstr. 100
50674 Köln
Tel. 0221 – 221-286 17

 

Noch bis 10. April 2023

Bundeskunsthalle Bonn

Ernsthaft?! Albernheit und Enthusiasmus in der Kunst


Cosima von Bonin, What If It Barks 7 (Coffee Pot Version), 2018, © Photo: Noam Preisman, Magasin III Museum for Contemporary Art, Stockholm

Eine der wichtigsten Haltungen oder Gefühle, die der modernen und zeitgenössischen Kunst zugrunde liegen, ist eine enthusiastische Albernheit, die auch vor dem Peinlichen, dem Unvernünftig-Dummen nicht zurückschreckt: ernsthaft?! Die epochenübergreifende Ausstellung umfasst Werke von rund 100 Künstlerinnen und Künstlern aus der ganzen Welt und spannt einen Bogen bis in die unmittelbare Gegenwart. Werke zahlreicher Künstler:innen sind in einer verschiedene Kapitel umfas-senden Szenografie vertreten. Ernsthaft?! kokettiert mit dem Humor der Katastrophe, dem schlechten Geschmack, dem Camp-Ansatz, der B-Movie-Kultur, Science-Fiction, Horror etc. sowie der Unreife, der Idiotie, der Intuition und natürlich der Leidenschaft – und nicht zu vergessen mit dem Enthusiasmus.

Bundeskunsthalle
Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn
Tel. 0228 – 917 10

 

Noch bis 10. April 2023

Rautenstrauch-Joest-Museum

LOVE? Eine Werkstatt


LOVE? Eine Werkstatt © RJM

Was ist Liebe? Was hat Liebe mit Kolonialismus zu tun? Wie hängen Liebe, Geschlechter und Sexualitäten, Rassismus und Machtverhältnisse zusammen? Inwiefern ist Liebe politisch? Und wie verhalten sich Liebe und Kolonialismus in ethnologischen Museen zueinander? Das Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM) setzt sich in der experimentellen und kollektiven Werkstattausstellung „LOVE?“ mit dem Thema Liebe auseinander. Was für die einen ewiges Glück, Geborgenheit und Zugehörigkeit verkörpert, ruft bei anderen Wut, Angst und Schmerz hervor. Was sich für die einen in der klassischen Kleinfamilie vielleicht erfüllt, wird von anderen in völlig anderen Konstellationen gesucht und gefunden.
Die Werkstatt-Ausstellung LOVE? nimmt eine queere* Perspektive ein und bürstet die „romantische“ Liebe, wie sie in vielen Filmen oder Romanen erzählt wird, gegen den Strich. In Form von Workshops, Talks, Performances, Happenings, Lesungen, Film-Screenings und weiteren Aktionen hinterfragt LOVE? unter anderem binäre Geschlechterkonstruktionen, denen zufolge es nur die zwei Geschlechter „Mann“ und „Frau“ gibt. Ausgehend von der Kritik an der heterosexuellen Norm und am Konzept der Monogamie befragt LOVE? das politische und spirituelle Potential der Liebe. Welche Formen der Liebe ermöglichen das spirituelle Wachstum aller Menschen? Wo schließt die normative Liebe Menschen aus? Wie kann Liebe soziale Gerechtigkeit befördern? Die experimentelle Werkstatt LOVE? für Jung und Alt, bietet Raum für unterschiedliche Erzählungen marginalisierter, also ansonsten eher ungehörter und missverstandener Menschen über alles was „Liebe“ betrifft und schafft insbesondere Platz für ihre Sichtbarkeit und eigene Repräsentation.

Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt
Cäcilienstr. 29-33
50667 Köln
Tel. 0221 – 221-313 56

 

Noch bis 16. April 2023

Bundeskunsthalle Bonn

Die Letzten ihrer Art – Seltene Handwerke und Berufe im Wandel


Weber am Handwebstuhl, vermutlich Bielefeld, um 1930 © LWL-Medienzentrum für Westfalen

In der Reihe interdisziplinärer Ausstellungen zu wissenschaftlich-technischen und gesellschaftsrelevanten Themen widmet sich die Bundeskunsthalle seltenen oder gefährdeten handwerklichen Berufen. Die Ausstellung will nahezu vergessene Handwerke präsentieren und damit zugleich fördern. Die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes Deutschlands zählt eine Reihe von schützenswerten lokalen Traditionen auf, wie z.B. Drechsler- und Flechthandwerk, Porzellanmalerei, Seidenweberei und Musikinstrumentenbau. Auch andere Menschen wie der letzte Bergmann des Ruhrpotts oder die letzte Rheinschifferin haben Berufe erlernt, die drohen, in Vergessenheit zu geraten.
Die Ausstellung nimmt besonders den lokalen beruflichen Wandel in Nordrhein-Westfalen in den Blick. Die Auswahl der Handwerkskünste geschieht nach qualitativen Gesichtspunkten, aber auch im Hinblick auf persönliche Geschichten, die oft mehrere Familiengenerationen umspannen. Diese Geschichten haben soziale und psychologische Facetten, z. B. auch in Bezug auf den Begriff der Kreativität und seine Bedeutung für unsere Bildung und unser Wohlbefinden. Ein spezieller Fokus liegt auf der Revitalisierung aussterbender Handwerksberufe. Auch der interaktive Bezug zu aktuellen Trends, wie Do-it-yourself-, Repair- und Recycling-Workshops sowie zur Nachhaltigkeitsdebatte allgemein, ist vorgesehen.

Bundeskunsthalle
Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn
Tel. 0228 – 917 10

 

Noch bis 16. April 2023

Siebengebirgsmuseum Königswinter

Illusionen - Die spannende Welt der Dioramen

Diorama mit kleinen Monstern, Installation 2022 DIORAM Objekt- und Ausstellungsbau. Jan Ptassek (Creativ Design/Bildhauerei) & Markus Oppenländer (Projektmanagement/Konstruktion
Diorama mit kleinen Monstern, Installation 2022, DIORAM Objekt- und Ausstellungsbau. Jan Ptassek (Creativ Design/Bildhauerei) & Markus Oppenländer (Projektmanagement/ Konstruktion)

Die Ausstellung zeigt mit zahlreichen Beispielen die große Bandbreite unterschiedlichster Dioramen und deren Variationen zur Darstellung illusionistischer Räume. Im Mittelpunkt stehen dabei einige der legendären Automaten, die für viele Menschen noch heute unverzichtbarer Teil der Erinnerung an einen Ausflug auf den Drachenfels sind. Zu sehen ist auch der Nachbau eines stattlichen Kaiserpanoramas, wie es einst am Rheinufer stand, sowie Modelle einiger regionaler Verkehrsmittel.
Darüber hinaus wird die Entstehungsgeschichte eines naturkundlichen Dioramas anhand der Arbeit des Bonner Zoologen Alexander Koenig mit zahlreichen originalen Aufzeichnungen, Objekten und Präparaten dokumentiert, die er von seinen Reisen mitbrachte. Eigene Bereiche widmen sich dem Erfindungsreichtum von Louis Daguerre und verwandten Illusionstechniken sowie der beliebten Nutzung solcher belebten Szenerien in Naturkundemuseen. Als besondere Herausforderungen im Modellbau haben Dioramen ihre Faszination bis heute erhalten.

Siebengebirgsmuseum der Stadt Königswinter
Kellerstr. 16
53639 Königswinter
Tel. 02223 – 37 03

 

Noch bis 16. April 2023

Museum Koenig Bonn

Planet or Plastic? – Fotoausstellung von National Geographic


© Randy Olson/National Geographic

193 Staaten haben sich im März 2022 auf der UN-Umweltversammlung in Nairobi geeinigt, ein Abkommen gegen die Plastikverschmutzung der Umwelt in die Wege zu leiten. Dass es höchste Zeit dafür ist, zeigt die National-Geographic-Ausstellung „Planet or Plastic?“. Die Vermüllung von Umwelt und Ozeanen mit Plastikabfällen ist in den vergangenen 50 Jahren drastisch gestiegen.
Die Ausstellung „Planet or Plastic?“ polarisiert. Und das ist gut so. Mit 60 kraftvollen Bildern von renommierten Fotograf:innen aus aller Welt sowie Infografiken und Videos verdeutlicht sie die Notwendigkeit eines Gleichgewichts zwischen der Verwendung dieses Materials und dem Schutz unserer Umwelt. So macht die Ausstellung eine fundierte Auseinandersetzung mit dem Thema möglich. Aber nicht nur das: „Planet or Plastic?“ zeigt sehr deutlich, was wir alle unternehmen können, um in Zukunft die Nutzung von Produkten aus Einwegkunststoff zu reduzieren, sie wiederzuverwenden, zu recyceln und zu entsorgen. Häufig gibt es Alternativen. Die Forschung ist da auf einem guten Weg und viele produzierende Unternehmen denken um.

Museum Koenig Bonn
Adenauerallee 160
53113 Bonn
Tel. 0228 - 91 22-10

 

Noch bis 16. April 2023

Makk – Museum für Angewandte Kunst

Between the Trees


© Anna Koppmann, „Projekt Frischholz“, 2021

Die Ausstellung „Between the Trees“ im Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) stellt den Baum als Objekt in den Fokus. Der Baum hat eine fundamentale Bedeutung für den urbanen Raum und das Grün in der Stadt. Genauso dient der Baum aber auch als Inspirationsquelle und Werkstoff für Design und Kunst.
„Between the Trees“ bringt diese Aspekte zusammen und vermittelt am Beispiel von internationalen Projekten und Arbeiten aus Design und Kunst ein Bewusstsein für die essenzielle Bedeutung der Bäume als Lebensform und für das Leben auf der Erde. Der Baum steht hierbei stellvertretend für den Reichtum der Natur. Die ausgewählten Projekte und Arbeiten präsentieren den Baum als materielle, funktionelle und ästhetisch-formgebende Inspiration. Berücksichtigt sind Positionen aus den Bereichen konzeptionelles Design, Industriedesign, Kunsthandwerk und Bildende Kunst. Thematisch behandeln die Projekte Fragestellungen des Klimawandels, der Materialverwendung, der Bionik, der Domestizierung der Natur und der Stadtplanung.

MAKK – Museum für Angewandte Kunst
An der Rechtschule 7
50667 Köln
Tel. 0221 – 221-238 60

 

Noch bis 23. April 2023

Max Ernst Museum Brühl

Image - Max Ernst im Foto


John Kasnetsis, Dorothea Tanning und Max Ernst vor der Zementplastik „Capricorne" von Max Ernst, Sedona, Arizona, 1948, Fotografie, Max Ernst Museum Brühl des LVR, Stiftung Max Ernst, © VG Bild-Kunst, Bonn 2022 für Max Ernst

Max Ernst (1891–1976) gehört neben Pablo Picasso und Andy Warhol zu den meist fotografierten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Private Schnappschüsse, klassische Porträtaufnahmen und inszenierte Arrangements mit befreundeten Künstler:innen erzählen von seiner bewegten Biografie und seiner facettenreichen Persönlichkeit. Die rund 150 ausgewählten Aufnahmen eröffnen einen fotografischen Blick auf sein Leben und sein künstlerisches Schaffen, das durch die persönliche Erfahrung zweier Weltkriege und historischer Umbrüche, durch Ortswechsel und die Beteiligung in der Gruppe der Dadaist*innen und Surrealist*innen zunächst im Rheinland, dann in Paris, später im Exil in den USA sowie in Europa gekennzeichnet ist.
Die Ausstellung zeigt die umfangreichen fotografischen Sammlungsbestände des Museums, darunter erstmals eine Schenkung der Künstlerin Dorothea Tanning, der vierten Ehefrau von Max Ernst. Mit Fotografien von u.a. Berenice Abbott, Henri Cartier-Bresson, Yousuf Karsh, Robert Lebeck, Lee Miller, Arnold Newman, Irving Penn, Edward Quinn und Man Ray widmet sich die Präsentation der Frage nach dem Bild des Künstlers, das sowohl durch seine eigene Art der Darstellung als auch und vor allem durch die Sicht anderer im direkten Blick durch das Kameraobjektiv entsteht.

Max Ernst Museum Brühl des LVR
Comesstr. 42 / Max-Ernst-Allee 1
50321 Brühl
Tel. 02232 – 57 93-0

 

Noch bis 23. April 2023

Leopold-Hoesch-Museum

HOESCH Talents


© Peter Hinschläger

HOESCH TALENTS ist die alljährliche Ausstellungspräsentation der Arbeiten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die in verschiedenen Workshops und Kursen mit Künstler:innen und Expert:innen im selben Jahr in den Werkstätten des Leopold-Hoesch-Museums und des Papiermuseums Düren entstanden sind. Ebenso werden Ergebnisse aus Projekten gezeigt, die mit Kindertagesstätten und Schulen sowie anderen städtischen und regionalen Institutionen realisiert werden konnten.
Die Ausstellung zeigt u.a. raumgreifende Arbeiten von Jugendlichen aus Pappe und Karton, die aus dem Ferienworkshop Kulturrucksack 2022 hervorgegangen sind. Unter dem Titel „Hütten und Höhlen“ hat sich die Gruppe gemeinsam mit Künstlerin Katharina Jahnke mit der Ausstellung „BAMP! Bauen mit Papier“ beschäftigt. Schüler:innen verschiedener Schulen aus Düren präsentieren eine Auswahl von Arbeiten, die im Projekt „Inside Out“ entstanden sind. Werke aus Kursen, wie beispielsweise den Malspezialisten und dem Club 125, runden die Ausstellung ab.

Leopold-Hoesch-Museum
Hoeschplatz 1
52349 Düren
Tel. 02421 – 25 25 61

 

Noch bis 23. April 2023

Wallraf-Richartz-Museum

Sensation des Sehens


Dirck van Delen, Interieur einer verlassenen Säulenhalle, Öl auf Leinwand, Sammlung Ferdinand Franz Wallraf, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Schattenspiele, Rätselbilder, Wunderlaternen, Stroboskopscheiben und der legendäre Cinematograph, mit dem die Gebrüder Lumière 1896 erstmals bewegte Bilder aufnehmen und abspielen konnten – dies sind nur einige der 25.000 Objekte aus der faszinierenden Sammlung von Werner Nekes (1944-2017). Der legendäre Filmregisseur aus Mülheim an der Ruhr war von der „Geschichte der Bilderzeugung“, wie er sie selbst nannte, derart fasziniert, dass er in dreißig Jahren die weltweit größte und beste Kollektion zur Mediengeschichte der letzten vierhundert Jahre zusammentrug. In gleich drei aufeinander folgenden Ausstellungen treffen die „laufenden Bilder“ auf Gemälde aus Mittelalter, Barock und Neuzeit. Den Auftakt zu der Ausstellungstrilogie macht im Sommer 2022 „Die Sammlung Nekes – Vol. 1 Barock“. Im großen Fenstersaal der Barockabteilung wird dafür eine eigene Wunderkammer errichtet, in der augentäuschender Realismus und dramatische Bewegtheit auf die Besucher:innen warten.

Wallraf-Richartz-Museum
Obenmarspforten 40
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-211 19

 

Noch bis 7. Mai 2023

Neanderthal Museum

Pompeji - Pracht und Untergang


Gelageraum und Fresken Pompeji © NeanderthalMuseum

Im Jahr 79 n. Chr. ereignete sich eine der berühmtesten Tragödien der Antike. Pompeji, die römische Handelsstadt am Golf von Neapel, wurde beim Vulkanausbruch des nahegelegenen Vesuvs unter einer mehrere Meter dicken Ascheschicht begraben. Beschreibungen der Katastrophe sind uns heute noch von Plinius dem Jüngeren überliefert, einem damals 18-jährigen Zeitzeugen, dessen Onkel den Ausbruch miterlebt hat. Die Sonderausstellung lädt Besucherinnen und Besucher ein, den Alltag der Menschen in der einst reichen römischen Stadt Pompeji und die letzten Stunden bis zu ihrem Untergang nachzuempfinden. Immersive Videoinstallationen führen durch die Häuser und Höfe am Fuße des Vulkans und veranschaulichen die Pracht der gefundenen Wandmalereien, die nicht nur Archäologinnen und Archäologen faszinieren. Die Ruinen, die Alltagsgegenstände und die Menschen, die sich bis heute perfekt in der Asche erhalten haben, erzählen von dem dramatischen Untergang einer Stadt, die immer noch als eine der reichsten archäologischen Schatzkammern der Welt gilt. Nachbildungen der Ascheleichen veranschaulichen das Unglück der Menschen, die bis zuletzt in ihren Häusern blieben.

Neanderthal Museum
Talstr. 300
40822 Mettmann
Tel. 02104 - 979 70

 

Noch bis 21. Mai 2023

Kunstmuseum Villa Zanders

Carola Willbrand. Der Künstlerinnen-Komplex


Carola Willbrand Utensilien einer Verwandlung, 2002, Leporello mit 7 Nähzeichnungen auf farbigem Papier, rückseitig Zeichnungen mit Permanentmarker auf Stoff, 3 unterschiedliche Gebrauchs-Utensilien: Ohren, Nase und Mundstück mit Demonstrationsfoto.3 in Größe und Farbe variierende Originale je in stoffbezogenem Kasten von ca. 25×35 cm

Die Künstlerin Carola Willbrand (geb. 1952) ist innerhalb der internationalen Performance- und Künstlerbuchszene fest etabliert und in vielen Sammlungen im In- und Ausland vertreten. Ihr extrem vielseitiges und für den Aufbruch in der Kunst bezeichnendes Werk ist geprägt von gesellschaftlichen Umwälzungen der Nach-68er-Bewegung sowie interdisziplinären Einflüssen und trägt dazu bei, eine feministische Avantgarde abzubilden. Carola Willbrands Werk wurzelt im Umfeld der Kölner Fluxusbewegung. Dabei bildet die Performance nur eine Facette. Auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen und -materialien praktizierte sie in zahlreichen Arbeiten mit biografischem Kontext die unmittelbare Verbindung von Kunst und Alltag. So bezieht sie Textilien aller Art genauso wie Tapetenmusterbücher, Folien und Papiere mit ein und drückt ihr Kunstwollen überwiegend in der Technik des Nähens aus.

Kunstmuseum Villa Zanders
Konrad-Adenauer-Platz 8
51465 Bergisch Gladbach
Tel. 02202 – 14 23 56

 

Noch bis 29. Mai 2023

August Macke Haus

Evarist Adam Weber. Wiederentdeckt.
Zwischen Expressionismus und Neuer Sachlichkeit, zwischen freier und angewandter Kunst


Evarist Adam Weber: Ausfahrt, um 1922/25, Öl auf Leinwand, 52,5 x 65,2 cm, Evarist Adam Weber Archiv © Kunsthaus Lempertz / Foto: Sascha Fuis Photographie, Köln

Evarist Adam Weber wurde in Aachen geboren, 1887, im gleichen Jahr wie August Macke. Und beide sollen sich als Kommilitonen während ihres Studiums an der Düsseldorfer Kunstakademie begegnet sein. Beide verbindet auch ihr Interesse für angewandte Kunst. Doch ansonsten verliefen ihre Lebenswege sehr unterschiedlich. Und während August Macke auch durch das Engagement seiner Familie nach seinem Tod berühmt wurde, geriet Weber in Vergessenheit und gehört zur sogenannten verschollenen Generation. Ausgangspunkt all seiner Aktionen ist München und Umgebung, wohin er 1910 übergesiedelt ist. Ab 1931 tritt die freie Malerei zunehmend in den Hintergrund. Weber ist nun vor allem kunsthandwerklich tätig und führt zusammen mit seiner Frau die Kunsthandwerklichen Werkstätten Weber-Heubach, Ebenhausen. Hier entstehen hochkarätige Produkte von Batik-Schals und -Wandbehängen über Taschen aus Leder und Filz bis hin zu geritzten Glasobjekten.

August Macke Haus
Hochstadenring 36
53119 Bonn
Tel. 0228 - 65 55 31

 

Noch bis 6. August 2023

LVR-Industriemuseum Solingen Gesenkschmiede Hendrichs

Die Mitmach-Maschine

Die Ausstellung wurde erdacht und gebaut von Akki - Aktion und Kultur mit Kindern e.V., Düsseldorf
 
Die Mitmach-Maschine ist ein komplexes und einzigartiges System von Riemen, Rädern und Antriebsstangen, das zum Mitgestalten einlädt. Die Ausstellung für alle ab fünf Jahren ist eine große begehbare Spiel-, Kunst- und Technikmaschine, die nichts herstellt, aber vieles bietet: fürs Auge, fürs Ohr, zum Tasten, für die Lust an der Bewegung und für den Verstand. Mit jeder Menge Spaß können große und kleine Besucher:innen mit Kurbeln und Pedalen die große Maschine in Gang setzen. Mal dreht sich eine Bildergalerie, mal werden verschiedene Geräuschapparate in Schwingung versetzt. Das Besondere: Jedes Kind tüftelt, baut und gestaltet an der Maschine mit! Eine Vielzahl von Materialien liegt in Werkstätten bereit. Damit können die jungen Besucher:innen ihre eigenen Ideen umsetzen und mit ihren Werken die Mitmach-Maschine weiterentwickeln.
 
LVR-Industriemuseum Solingen Gesenkschmiede Hendrichs
Merscheider Str. 289 – 297
42699 Solingen
Tel. 02234 - 992 15 55 (KulturInfo Rheinland)

 

Noch bis 27. August 2023

DASA Dortmund

Foodprints – Die interaktive Ausstellung über Ernährung


Mitmach-Bereiche in der Ausstellung FOODPRINTS © Arman Rastegar

Die Ausstellung lädt auf eine spannende Reise durch die Geschichte und Zukunft von Technik und Ernährung ein. Hier gibt es einige Appetithäppchen an interaktiven Erlebnissen, multimedialen Installationen und einer anregenden Portion Kulturgeschichte. Entdeckt, was alles in unserem Essen steckt – an Technologie, an Ressourcen und nicht zuletzt an Arbeitsprozessen. Vor allem aber erfahrt hautnah und in einem einzigartigen Ausstellungspanorama, welche ökologischen, sozialen, ökonomischen und gesundheitlichen Effekte unsere Ernährung mit sich bringt.

DASA Dortmund
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund
Tel. 0231 – 90 71 26 45

 

Noch bis 31. Oktober 2023

LVR-Freilichtmuseum Kommern

Formvollendet? Bakelit verändert den Alltag

Einblick in die Bakelit-Ausstellung, Foto: © Andrea Nowotny/LVR

Bei Bakelit handelt es sich um ein Phenolharz, heute würde man Kunststoff dazu sagen, welches 1907 erfunden wurde und anfangs als kostengünstige Alternative zu Keramik vor allem im technischen Umfeld Einzug hielt. Der neuartige Kunststoff findet aber bald auch Verwendung in vielen anderen Bereichen. Die Ausstellung in Kommern nimmt sich dem Thema chronologisch an und verfolgt die Entwicklung des ersten vollsynthetischen Kunststoffs, welcher weltweit in großen Mengen produziert wurde, bis zu seiner Nutzung heutzutage. Gezeigt werden unter anderem landwirtschaftlichen Geräte, Möbel, Kleidung, Spielzeuge, Fahrzeuge und Gebäude bis hin zu Designerobjekte z.B. aus Bakelit.

LVR-Freilichtmuseum Kommern
Auf dem Kahlenbusch
53894 Kommern
Tel. 02443 - 998 00

 

Noch bis 26. November 2023

Gasometer Oberhausen

Das zerbrechliche Paradies

© Foto: Tim Laman
 
Die erste Ausstellung nach der umfangreichen Sanierung des Gasometers zeigt die Schönheit der Natur und den Einfluss des Menschen auf seine Umwelt. „Das zerbrechliche Paradies“ nimmt die Besucher mit auf eine bildgewaltige Reise durch die bewegte Klimageschichte unserer Erde und zeigt in beeindruckenden, preisgekrönten Fotografien und Videos, wie sich die Tier- und Pflanzenwelt in Zeiten des Anthropozäns verändert.
Feuer, Wind und Wasser - diese Urgewalten bilden den furiosen Einstieg in die neue Gasometer-Ausstellung. Unmittelbar erleben die Besucher die Auswirkungen dieser Naturphänomene auf die Klimageschichte unseres Planeten. Unter dem Motto „Eine Erde – viele Welten“, entdecken die Besucher im Rund unter der Gasdruckscheibe die paradiesische Artenvielfalt unseres Planeten. Einzigartige großformatige Fotografien und packende Filmausschnitte lassen den Betrachter mit Faultieren in die Baumwipfel des Regenwaldes klettern, mit jungen Eisbären spielerisch über das Packeis tollen oder mit einer Karibu-Herde durch Tundra und Taiga ziehen.
 
Gasometer Oberhausen
Arenastr. 11
46047 Oberhausen
Tel. 0208 - 850 37 30

 

Noch bis 23. Dezember 2023

LVR-Industriemuseum Oberhausen Peter-Behrens-Bau

Klasse und Masse. Kunststoffdesign im Alltag

© Big-Bobby-Car, Entwurf 1971, Hersteller: Big Spielwarenfabrik Ernst A. Bettag, Fürth, 2016 © LVR-Industriemuseum, Foto: Jürgen Hoffmann
 
Kunststoffe sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Untrennbar mit industrieller Massenproduktion verbunden, begleiten sie technische Entwicklungen und eröffnen Designer:innen ungekannte Freiheiten in der Gestaltung. Ob Volksempfänger, Trabant, Panton Stuhl, Bobby Car oder iMac: Kunststoffprodukte sind Teil des kollektiven Gedächtnisses geworden und haben ihren Weg ins Museum gefunden. Die Ausstellung zeigt die vielfältigen Möglichkeiten dieses Werkstoffs vom billigen Ersatzstoff und Massenprodukt bis zur Hightech-Komponente und Designikone. Für jeden Bereich zeigt die Ausstellung Klassiker der Designgeschichte, wie den komplett aus Kunststoff gefertigten „Panton Stuhl“ – eine Ikone der Pop-Ära, den der Designer Verner Panton in den 1960ern entwickelte. Oder das „Bobby Car“, das sich seit seiner Markteinführung 1972 großer Beliebtheit erfreut. 1995 gab es davon sogar eine „Art Edition“ aus Recycling-Material, die von namhaften Künstlern gestaltet wurde.
 
 
LVR-Industriemuseum Oberhausen Peter-Behrens-Bau
Essener Str. 80
46047 Oberhausen
Tel. 02234 - 992 15 55 (KulturInfo Rheinland)

 


 

Kommende Ausstellungen

 

Vom 8. Februar bis 7. Mai 2023

Kunstpalast Düsseldorf

Mehr Licht. Die Befreiung der Natur


Carl Robert Kummer (1810–1889), Abendstimmung an der Elbe, o. J., Öl auf Leinwand, auf Karton, 19 x 31,5 cm, Privatsammlung © Foto OLRAC OTRO

Wolken, Wellen, Wind und Licht – ab 1820 wurde das Flüchtige der Natur von den Maler:innen in der neuen Technik der Ölstudie erfasst. Die wichtigsten Künstler:innen der Düsseldorfer Malerschule aber auch Caspar David Friedrich und Camille Corot nutzten schnell trocknende Farben, um ihr Naturerlebnis direkt vor dem Objekt umzusetzen.
Erstmals widmet sich in Deutschland eine Ausstellung der Ölstudie als einer der größten formalen Revolutionen in der Kunst des 19. Jahrhunderts. Mit zahlreichen noch nie öffentlich gezeigten Werken aus musealen und privaten europäischen Sammlungen präsentiert die Schau den wertschätzenden Blick von Künstler:innen auf die Natur im Zeitalter der Romantik.

Kunstpalast Düsseldorf
Ehrenhof 4-5
40479 Düsseldorf
Tel. 0211 – 566 42-100

 

Vom 12. Februar 2023 bis 11. Februar 2024

LVR-Freilichtmuseum Kommern

Herdanziehungskraft. Küche und Kochen

Ob revolutionäre Zelle, Ort des Familienrates oder Schnellimbiss, ob Student:innen-WG, Arbeiterhaushalt oder Designobjekt – die Küche ist einer der wichtigsten Räume für die Menschen. Sie bietet nicht nur Raum für die Zubereitung von Lebensmitteln, sondern ist auch ein wichtiger sozialer Treffpunkt. Die interaktive Ausstellung beleuchtet die Entwicklung von der Feuerstelle bis zum Thermomix und nimmt dabei technikhistorische, gesellschaftliche und kulturelle Veränderungen in den Fokus. Vom Sparherd über den Rührfix bis hin zum „Küchen-Robot“ gibt es vieles rund um die Küche und ihre Nutzung zu entdecken.

LVR-Freilichtmuseum Kommern
Auf dem Kahlenbusch
53894 Kommern
Tel. 02443 - 998 00

 

Vom 5. März 2023 bis 7. Januar 2024

LVR Industriemuseum Euskirchen Tuchfabrik Müller

Modische Raubzüge. Von Luxus, Lust und Leid. 1800 bis Heute


Blick in die Ausstellung © Karl-Philipp Gröne

Mit großer Fantasie und kunsthandwerklicher Meisterschaft wurden alle denkbaren Tierarten schon immer für die Mode genutzt. Faszinierend schöne Kleidungsstücke wurden hergestellt, um Menschen zu schützen, zu wärmen oder zu schmücken. Aber kein Tier gibt freiwillig sein Fell, seine Federn oder sein Gehäuse her. Der oft grausame Tod der Tiere ist die Kehrseite dieses Luxuskonsums. Die Ausstellung „Modische Raubzüge“ des LVR-Industriemuseums zeigt in der Tuchfabrik Müller diesen besonderen Ausschnitt der Kulturgeschichte der Mode der vergangenen 200 Jahre..

LVR-Industriemuseum Euskirchen Tuchfabrik Müller
Carl-Koenen-Straße
53881 Euskirchen
Tel. 02234 - 992 15 55 (KulturInfo Rheinland)

 

Vom 10. März bis 16. Juli 2023

SK Stiftung / Photographische Sammlung

Lucinda Devlin – Frames of Reference


Lucinda Devlin: Georgia Aquarium #1 (Shark), Atlanta, 2021, aus der Serie Habitats  © Lucinda Devlin, Courtesy Galerie m, Bochum

Die Ausstellung der amerikanischen Künstlerin Lucinda Devlin (*1947) umfasst mit ca. 90 Exponaten und einer Videoarbeit neun Werkreihen, die bis heute entstanden und Ausdruck der von ihr betrachteten amerikanischen Kultur sind. Vorwiegend sind es funktionsorientiert eingerichtete Innenräume, die sie in ihren formal stimmigen, quadratisch ausgearbeiteten Farbphotographien aufnimmt. Räume, die den Menschen zu bestimmten Anlässen, zur Durchführung verschiedener Maßnahmen, teils aus medizinischen Gründen, teils zur Erholung zur Verfügung gestellt werden und die keine Privaträume sind. Personen sucht man in Lucinda Devlins Bildern vergebens und doch berichten die Ansichten eindrücklich über menschliche Befindlichkeiten, Werte und existenzielle Rahmenbedingungen. Die Serie „The Omega Suites“ (1991–1998), eine sachliche Dokumentation von amerikanischen Hinrichtungsräumen, machte die Künstlerin berühmt. Seit 2007 sind es zudem in der Serie „Field Culture“ die Hervorbringungen und Gerätschaften der industriellen Landwirtschaft, aufgenommen etwa in Indiana, Iowa oder Montana, die ihre Aufmerksamkeit finden. Seit 2010 arbeitet sie darüber hinaus an formal strengen Landschaftsstudien am Lake Huron in Michigan sowie an den amerikanischen Salzseen in Utah.

Die Photographische Sammlung/ SK Stiftung Kultur
Im Mediapark 7
50670 Köln
Tel. 0221 - 888 95-300

 

Vom 18. März bis 23. Juli 2023

Musuem Ludwig

Ursula – Das bin ich. Na und?


Ursula, Begegnung im Zauberwald, 1954, WV (54/201), Wachsstift auf weißem Karton, 50 x 69 cm, Museum Ludwig, Köln, © Museum Ludwig, Köln, Reproduktion: Rheinisches Bildarchiv Köln

Ursula (Schultze-Bluhm), geboren 1921 in Mittenwalde und verstorben 1999 in Köln, zählt zu den bedeutenden deutschen Künstlerinnen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mit der Ausstellung Ursula – Das bin Ich. Na und? widmet das Museum Ludwig nach über 30 Jahren die erste umfassende Museumsausstellung und ermöglicht damit eine Neubetrachtung ihrer Arbeit.

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-261 65

 

Vom 22. März bis 14. Mai 2023

Haus der Natur Bonn

Reichtum und Schönheit in Pflanzen und Tieren begegnen


© Marlies Bockhorn

Die Psychiaterin und Kunsttherapeutin Marlies Bockhorn zeigt Pflanzendrucke und Drucke von Tierschönheiten bedrohter Spezies. Den Tieren ein Gesicht zu geben und das Wesen des Tieres zu erfassen; das ist ihr Anliegen. Mit Ihren Darstellungen der Tiere kam es ihr darauf an, die Schönheit und den Reichtum der Natur zu zeigen. Indem sie die Schönheit, die Vielfalt und den Zauber, der den Tieren innewohnt, in den Vordergrund stellt, möchte sie den drohenden Verlust emotional erfahrbar machen. Wirkungsvoller Naturschutz basiert auf Emotionen, kommt vom Herzen. Das gilt auch für die visuelle Vermittlung von Inhalten, denn es sind Emotionen, die uns anregen, etwas zu tun. Niemals zuvor war es so wichtig, sich mit der Natur zu verbinden - unsere Zukunft hängt davon ab.

Haus der Natur
An der Waldau 48
53127 Bonn
Tel. 0228 – 778 77 22

 

Vom 25. März 2023 bis 28. Januar 2024

DASA Dortmund

Konflikte - Eine Ausstellung über Streitkultur

Konflikte sind allgegenwärtig - in der Familie, im Arbeitsleben, in der Politik. Ebenso vielfältig sind ihre Erscheinungsformen: Ob Gewissensbisse, Zoff zu Hause, Tarifstreik oder die derzeitigen Kriege und Krisen - Konflikte verändern die Welt, im Großen wie im Kleinen.
Die Ausstellung „Konflikte" ergründet die Entstehung von Konflikten und fragt nach Lösungsstrategien. Wann und wie entsteht ein Konflikt? Wann ist eine Angelegenheit einen Konflikt wert? Wann lohnt es sich, einen Streit vom Zaun zu brechen, Stellung zu beziehen? Und wann ist es Zeit, Kompromisse zu suchen? Ihr betretet szenografische Raumbilder, die sich in vier Bereichen zum Thema „Innere Konflikte", "Private Konflikte", „Gesellschaftskonflikte" und „Konflikttheorie" gliedern. Es gibt Medienstationen und Objekte zu entdecken,die auf anschauliche und überraschende Weise einen Zugang zu diesem komplexen Thema ermöglichen. Entdeckt Dioramen mit Methoden zur Konfliktlösung. Und: Bezieht selbst Stellung!

DASA Dortmund
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund
Tel. 0231 – 90 71 26 45

 

Vom 31. März bis 21. Juli 2023

Odysseum Köln

Jurassic World: The Exhibition


© 2023 Universal Studios and Amblin Entertainment, Inc. All Rights Reserved

Die Erlebnisausstellung für die ganze Familie auf rund 2.500 Quadratmetern basiert auf dem Blockbuster „Jurassic World“. Besucher:innen werden durch die berühmten Tore von „Jurassic World“ schreiten, lebensgroßen Dinosauriern begegnen und abwechslungsreiche Themenbereichen erkunden. Dabei können sie einen Velociraptor aus nächster Nähe betrachten, unter einem imposanten Brachiosaurus stehen und den gefährlichsten aller Dinosaurier treffen, den beeindruckenden Tyrannosaurus Rex. Die Besucher:innen werden einen Eindruck davon bekommen, wie es sich angefühlt haben muss, unter diesen atemberaubenden Tieren zu wandeln und können sogar mit Baby-Dinosauriern interagieren, darunter auch „Bumpy“ aus der computeranimierten Serie Jurassic World.

ODYSSEUM
Corintostr. 1
511037 Köln
Tel. 0221 - 69 06 81 11

 

Vom 31. März bis 22. Oktober 2023

LVR Industriemuseum Engelskirchen Kraftwerk Ermen & Engels

Probiert? Kapiert!

Die Mitmach-Ausstellung „Probiert? Kapiert!“ arbeitet mit der Methode „Tinkering“ (Tüfteln) zur Vermittlung naturwissenschaftlicher und technischer Inhalte. Tinkering baut auf der Erkenntnis auf, dass man durch Ausprobieren am besten lernen kann. Aktives Mitmachen und Experimentieren sind daher zentrale Elemente. Lernende werden animiert, sich selbst Aufgaben zu stellen und eigenverantwortlich zu erarbeiten. Die gruppendynamische Arbeit stärkt die Klassengemeinschaft. Durch verschiedene Vertiefungsebenen in der Schau und diverse Materialien für die Kettenreaktion wird der Workshop für die jeweilige Gruppe angepasst.

LVR-Industriemuseum Engelskirchen Kraftwerk Ermen & Engels
Engelsplatz 2
51766 Engelskirchen
Tel. 02234 - 992 15 55 (KulturInfo Rheinland)

 

Vom 17. Mai bis 10. September 2023

Haus der Natur Bonn

Konsum und Regenwald – Regenwald im Einkaufswagen


© Tropenwaldstiftung OroVerde

Erlebt Regenwaldschutz einmal aus einem anderen Blickwinkel und erfahrt wie der Regenwald vor der Vernichtung gerettet werden kann: Die Wanderausstellung von der Tropenwaldstiftung OroVerde vermittelt auf einfache Weise die globalen Folgen des heutigen Konsums auf die letzten Regenwälder und gibt Einblicke in Handlungsmöglichkeiten für den Alltag.
Der tropische Regenwald ist nicht so weit von uns entfernt wie man denkt! Wir finden ihn an vielen Stellen in unserem Alltag, denn Regenwald verbirgt sich in etlichen Lebensmitteln und Konsumgütern unseres täglichen Lebens. Die neue Wanderausstellung „Konsum und Regenwald" gibt dem Betrachter auf Bannern Einblicke in die globalen Folgen des heutigen Konsums und geht dabei auf die größten Treiber der Entwaldung ein (Themenschwerpunkte sind  Papier, Palmöl,  Soja und Fleisch,  Bodenschätze und  Kakao). Die Ausstellung lädt mit einfachen, praktischen Tipps dazu ein, das eigene Einkaufsverhalten nachhaltiger auszurichten und schlägt so einen Bogen vom Einkaufswagen bis in die tropischen Regenwälder.

Haus der Natur
An der Waldau 48
53127 Bonn
Tel. 0228 – 778 77 22

 

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