Die Maus bekommt Gesellschaft
Luca Körnich · 06.11.2026
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Die Maus bekommt Gesellschaft
10, 9, 8 … Gemeinsam mit den Moderator:innen Jana Forkel, André Gatzke, Rohit Narayanan und Christoph Biemann zählen die Kinder herunter. Um die Moderator:innen und die Kinder hat sich eine große Menschentraube versammelt. Alle warten gespannt darauf zu erfahren, was sich unter dem goldenen Tuch verbirgt. Dann werden Elefant und Ente enthüllt. „Alle hallo sagen!“, lädt André Gatzke die Kinder dazu ein, die beiden Figuren aus der Nähe zu begrüßen. Ein paar der Kinder umarmen sie. Für die passende musikalische Begleitung sorgt das WDR-Funkhausorchester mit dem Lied „Die Welt ist elefantastisch“.

Wie kam es dazu?
Heike Sistig, Redakteurin der „Sendung mit der Maus“ und der „Sendung mit dem Elefanten“ erzählt, dass der Wunsch, die Maus vor dem WDR nicht allein stehen zu lassen, schon länger bestand. Auch viele Kinder hätten immer wieder gefragt, warum der Elefant und die Ente nicht neben der Maus stehen. „Wir dachten, es wäre schön, wenn ihre Freunde bei ihr wären“, sagt sie. Anfang des Jahres 2025, etwa um den 50. Geburtstag des Elefanten herum, kam schließlich das Go. Damit konnten wir das Projekt angehen und die Einzelanfertigung in Auftrag geben. Als die Mausfigur im Juli 2025 bei einer Brandstiftung beschädigt wurde, bekam die Idee, ihr jemanden an die Seite zu stellen, der sie „so ein bisschen beschützt“, noch eine zusätzliche Bedeutung.
Es geht um Freundschaft
„Elefant und Ente, was bedeuten die für euch?“, fragt André Gatzke. Eines der Kinder antwortet: „Freunde.“ Eine kurze Antwort, die viel sagt. Denn genau darum geht es bei diesem Anlass: um Freundschaft. „Mit Freunden ist das Leben deutlich schöner und angenehmer“, findet auch die WDR-Intendantin Dr. Katrin Vernau, die die Enthüllung vor Ort begleitet.
Wie Maus, Elefant und Ente Freunde wurden
Christoph Biemann erzählt, dass am Anfang der „Sendung mit der Maus“, die es seit 1971 gibt, nur die Maus zu sehen war. Dann überlegte sich der Maus-Zeichner Friedrich Streich: „Die muss jemanden zum Spielen haben.“ So kam der Elefant dazu. „Dann haben sie gesagt: Eigentlich vertragen die sich zu gut. Das ist zu harmonisch. Und dann kam die Ente dazu. (...) Die hat dann alles lebendiger gemacht“, erzählt Christoph.
Die „Sendung mit der Maus“ lebt bis heute von diesem Zusammenspiel: Maus, Elefant und Ente haben ganz unterschiedliche Eigenschaften. Gerade das macht ihre Freundschaft aus. Sie ergänzen sich, bringen unterschiedliche Perspektiven ein und sorgen gemeinsam für lebendige Geschichten.
„Ich mag die am liebsten, wenn die zu dritt unterwegs sind, dann machen die am meisten Schabernack.“
Bei der Enthüllung gibt es noch einen weiteren Anlass zur Freude: Die Ente feiert im Januar nächsten Jahres ihren 40. Geburtstag. Zu diesem Anlass soll sie eine besondere Rolle in einer Sendung bekommen. Was genau geplant ist, verraten die Moderator:innen allerdings noch nicht. Besonders freut das Jana Forkel, die großer Enten-Fan ist: „Ich mag die am liebsten, wenn die zu dritt unterwegs sind, dann machen die am meisten Schabernack.“
Eine Marke über Generationen hinweg
Die drei Freunde begleiten Menschen schon seit vielen Jahren und verbinden Generationen, die mit ihnen aufgewachsen sind. „Die hatten wir schon in unserer Kindheit und geben sie immer weiter“, erzählt Heike Sistig.
Nach der Enthüllung und den vielen Begegnungen mit den Figuren klingt die Feier langsam aus. Jana Forkel verabschiedet sich mit den Worten: „Das war heute mit euch richtig mausig und elefantastisch.“


