Stadtgespräch

Das Kinderdreigestirn 2020

Claudia Berlinger · 08.01.2020

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Darleen Sophie Pelz, Vincent Rödding (Mitte) und Emil Theodor Wersig sind dieses Jahr im Zeichen des Karnevals unterwegs. © Festkomitee Kölner Karneval

Darleen Sophie Pelz, Vincent Rödding (Mitte) und Emil Theodor Wersig sind dieses Jahr im Zeichen des Karnevals unterwegs. © Festkomitee Kölner Karneval

Prinz Vincent, Bauer Emil und Jungfrau Darleen sind das närrische Kinderdreigestirn 2020. Für die diesjährige Karnevalssession tauschen die Neunjährigen ihre freie Zeit Zuhause oder mit Hobbys gegen die Bühnen der Stadt Köln und des Umlandes ein.

Betreut werden sie von Gloria van Buuren-Wiese, die sich um alle organisatorischen Fragen rund um das Kölner Kinderdreigestirn kümmert, und bei jedem Auftritt mit von der Partie ist – wie auch eine ganze Mannschaft von Pagen und Gardisten.

„Unsere Eltern setzen uns in der Heimat kleiner Helden im Festkomitee ab und dann werden wir mit den Pagen und Gardisten zu den Auftritten gefahren. Nachher holen sie uns wieder ab“, erzählt Emil Theodor Wersig, dessen gesamte Familie Mitglied im Karnevalsverein KG Frohsinn ist und der das Kinderdreigestirn 2019 bereits als Gardist begleitet hat. Am meisten freut er sich auf die Auftritte im Maritim Hotel, wo es ihm besonders gut gefallen hat. Für seine Hobbys hat er in dieser Session wenig Zeit. Die Stadtkapelle muss auf einen engagierten Klarinettisten verzichten und die Cologne Cardinals für eine Weile ohne ihn Baseball spielen, während Emil von Junkersdorf aus im Zeichen des Karnevals unterwegs ist.

Am meisten freuen die drei sich darauf, beim Rosenmontagszug dabei zu sein, verbunden mit der Hoffnung, dass das Wetter schön bleibt und sie ihre rund 130 Auftritte ohne Husten und Erkältungen bestehen werden. Dass möglichst viele Menschen zusammen kommen und gemeinsam feiern, ist für sie das höchste Ziel des Karnevals.

Was beim Casting geholfen hat

„Unsere Auftritte sind am Wochenende und an Nachmittagen, das kriegt man mit der Schule gut hin“, berichtet Darleen Sophie Pelz. Sie weiß, dass man für eine solche Mammutaufgabe gut organisiert sein muss. Auch wenn es ihr größter Traum ist, einmal einen Reiterhof mit Hotel zu betreiben, hat Darleen den Karneval im Blut und reichlich Bühnenerfahrung. Seit drei Jahren tanzt sie bei den Kölschen Dilledöppcher. Sie Sürtherin liebt Musik – vor allem die von Cat Ballou – und hat gerne ihren Glücksbären dabei. Der hat ihr auch im vergangenen Sommer beim Casting mit einem Pflaster auf der Bärennase die Treue gehalten. Als Darleen von dem Unfall berichtete, der zu der Verletzung des Bären geführt hatte, war die Jury gleich von den beiden begeistert.

Die drei hatten beim Tollitäten-Casting die Jury um Festkomitee-Vizepräsidentin Christine Flock, Christoph Kuckelkorn und Vorstandsmitglied Bernd Höft überzeugt. Vincent Rödding hatte eine Box mit viel Konfetti und einen persönlichen Brief dabei und gleich zwei Bücher vorbereitet. „Das eine Buch war über mich, meine Hobbys und meine Familie und das zweite ging um mein Veedel Lindenthal“, erzählt er. Damit hatte er bezüglich des diesjährigen Mottos „Et Hätz schleiht em Veedel“ voll ins Schwarze getroffen. Beeindruckt hat er auch mit seinem besonderen Talent: Vincent liebt es, Witze zu erzählen. Hier könnt ihr eine Kostprobe dessen lesen, was euch bei den Auftritten des Kinderdreigestirns erwartet: „Eine Maus ist mit ihren drei Kindern auf der Straße unterwegs, da treffen sie eine Katze, die sie fressen will. Die Mama-Maus sagt schnell „wuff wuff“ – und die Katze läuft weg. Da sagt die Mama-Maus zu ihren Kindern: „Seht ihr, man muss immer fremde Sprachen können.“

Info

Mehr zum Kinderdreigestirn und alle Termine unter www.koelnerkarneval.de.

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