Stadtgespräch

11 Fragen an: Eva Dax

Redaktion · 27.07.2016

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Sabine Dully und Eva Dax © Dully&Dax

Sabine Dully und Eva Dax © Dully&Dax

Eva ist Autorin, Kölnerin und Mutter von zwei Söhnen. Als Teil des Autorenteams Dully&Dax hat sie gerade das zweite Bilderbuch veröffentlicht: „Frau Hicks und die kleine Pupswolke. Eine verrückte Reise durch den Körper.“

Name:
Eva Dax
Unser Veedel:
Dellbrück

Mein Job:
Kinderbuchautorin (… der Dax vom Kinderbuchteam Dully&Dax)

Kinder:
Zwei Söhne (3 und 5)


1. Besonders toll an Köln finde ich...
Die Kölner Urgesteine. So wie unseren Nachbarn Fritz, der immer die Taschen voller Lakritz-Bonbons hat und sie einem im Vorbeigehen zusteckt. Auch den Erwachsenen. Diese fröhliche Lebenshaltung der Kölner mag ich. Kamelle!

2. In Köln fehlt für Familien...
Ein Netz aus guten Radwegen. Und ein schönes Stadtbild. Ich habe nur selten das Gefühl, daß irgendeine Baumaßnahme eine Verbesserung herbeiführt. Der Breslauer Platz ist neu, aber trist, grau und ohne jedes Grün. Der Ebertplatz ist trotz der tollen Lage unbelebtes Areal. Das Ufer am (wunderbaren) Rheinpark ist wirklich schön, aber es scheint das Geld zu fehlen, ein paar Sitzblöcke aufzustellen oder regelmäßig den Müll und die Scherben zu entfernen. Das finde ich schade.

3. Unser Tipp für Familienausflüge...
Der Kletterwald K1. Der Wasserspielplatz an der Diepeschrather Mühle. Und etwas weiter weg: das „Irrland“ in Kevelaer. Die Spielideen hier sind wunderbar einfach – es gibt z.B. gestapelte Strohballen zum Klettern, ein „Maisschwimmbad“, in dem die Kinder bis zu den Knien durch Maiskörner waten können. 
Und natürlich lieben wir den Kölner Zoo. Aber das ist ja nun wirklich kein Geheimtipp.

4. Diese Kölner Person würde ich gerne mal kennen lernen:
Hm. Ich mag Jan Böhmermann und Carolin Kebekus. Aber eigentlich reicht es mir, aus der Ferne zu verfolgen, was sie so machen.

5. Das letzte Mal haben wir so richtig gelacht als...
… mein jüngerer Sohn sich im Bus beklagt hat, daß er nichts sehen könne. Also setzte ich ihn auf einen höher gelegenen Platz über dem Hinterreifen und deutete auf das breite Fenster: „So, jetzt kannst Du alles sehen.“ Doch er schüttelte heftig den Kopf: „Nein! (schaut sich um, grinst) Ich sehe nicht … Ameeeeerika!“ … mein 5-jähriger Sohn mir lang und breit erklärt hat, wie Vulkane funktionieren. Keine Ahnung, ob er recht hat. Ich hatte gehofft, mein Wissensvorsprung würde noch etwas länger vorhalten.

6. Unser Abendritual...
Jeder der beiden Söhne darf sich ein Buch oder eine Geschichte aussuchen. Der ältere darf danach noch ein paar Stichworte nennen, aus dem mein Mann oder ich dann eine kurze Geschichte stricken (keine Meisterwerke. Oft kommen Pandas und Dinos vor. Aber zum Einschlafen reicht's. ;-))

7. Zurzeit spielen wir am liebsten ...
Im Planschbecken. Die Jungs sind dann wahlweise Eisbären, Seehunde oder Pinguine (und ich bin der Spielverderber, der irgendwann mit dem Handtuch winkt). Bei schlechtem Wetter lieben wir Faulenzertage im Wintergarten: Kaffee für mich, warme Milch für die Jungs, Decke über den Knien und Märchenbuch auf dem Schoß.

8. Unser Lieblingsbuch...
Das wechselt. Einige all-time-Favourites sind: „Lindbergh“ von Torben Kuhlmann. Die „Minus Drei“-Bücher von Ute Krause und das Märchenbuch der Gebrüder Grimm im Kerle-Verlag. Da ist am Ende eines jeden Märchens eine sehr schön illustrierte Doppelseite und die Jungs versuchen dann gern, die Geschichte anhand der Bilder nochmal zu rekonstruieren.

9. Meine Kinder schlafen...
Inzwischen sehr gut. Und wenn sie morgens mit wirrem Haar und meistens schlecht gelaunt in unser Zimmer stapfen, ihre Milch trinken und wir alle vier schweigend dasitzen, überkommt mich oft ein Glücksgefühl und ich denke: wie schön, eine Familie zu sein!

10. Beruf und Kind - das ist ...
nicht so einfach. Es ist Gold wert, wenn man einen familienfreundlichen Arbeitgeber hat. Und einen zuverlässigen Babysitter. Das ist bei uns zum Glück der Fall.

11. Kinderfreies Wochenende! Was macht ihr am liebsten?
Lange und ausgiebig mit Freunden plaudern – ohne zwischendurch ein Pflaster aufs Knie zu kleben, ohne jemanden zu überreden, den Frosch doch lieber wieder freizulassen oder aus sonstwelchen Gründen plötzlich laut „Nein!“ zu brüllen. Wir haben aber ehrlicherweise so gut wie nie kinderfreie Wochenenden. Und das fehlt mir auch erstaunlich wenig.

 

Frau Hicks und die kleine Pupswolke.
Eine verrückte Reise durch den Körper.

Dürfen wir vorstellen? Das hier sind die unaufhaltsamen Fünf! Dazu gehören das Fräulein Hicks, das auf dem Zwerchfell Trampolin springt und so einen Schluckauf auslöst; die kleine Pupswolke, die im Darm Tuba spielt, oder auch der Gähn-Män, der so lange in seiner Hängematte im Gaumen schaukelt bis man gähnen muss. Ausgedacht hat sich diese Geschichte das Kölner Kinderbuchteam Dully&Dax. Das Buch erscheint im Oetinger Verlag und kostet 12,99 Euro.