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And the Oscar goes to ...

Inga Drews · 19.02.2019

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mohamed_hassan/Pixabay

mohamed_hassan/Pixabay

Am 24. Februar 2019 fand wieder einmal die Oscarverleihung in Los Angeles statt. Der Goldjunge ist längst nicht der einzige Filmpreis, der in der Branche verliehen wird, wohl aber der Bekannteste.

Bei den Academy Awards – wie die Preisverleihung eigentlich heißt – werden Filme in über 30 verschiedenen Kategorien ausgezeichnet: Von der besten Filmmusik und den besten visuellen Effekten über den besten Nebendarsteller und die beste Hauptdarstellerin bis hin zur besten Regie und natürlich dem besten Film.

Bei den vielen verschiedenen Kategorien gibt es leider keine für Kinderfilme. Wenn man nach ihnen sucht, findet man sie am ehesten bei den Animationsfilmen in Spielfilmlänge, die seit 2002 mit einem eigenen Preis geehrt werden. Natürlich ist nicht jeder Animationsfilm gleich ein Film für Kinder. Und man kann natürlich darüber streiten, ob diese Filme die Auszeichnung verdient haben – das ist immer Geschmackssache. Nichtsdestotrotz haben wir uns die Gewinner und auch die Nominierten einmal angeschaut und sie für euch zusammengefasst.

Shrek – Der tollkühne Held“ - 2002

(USA, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 8)


(englischer Trailer)

Der Film um den großen Oger, der mit einem sprechenden Esel – das Problem ist es, ihn zum Schweigen zu bringen – durch das Märchenland zieht, um Prinzessin Fiona aus dem Turm und vor einem Drachen zu retten, war der erste Film, der den Preis für den besten animierten Spielfilm mit nach Hause nahm. Heute wirkt die Animation schon fast veraltet, vor allem im Vergleich mit den Fortsetzungen der Shrek-Reihe, doch damals war der Film die bislang aufwendigste, animierte Produktion. Die Story und die Parodie von Märchengeschichten – eine Art Abrechnung mit den Gebrüdern Grimm und Co. – macht den Film aber zu einem zeitlosen Spaß.

Nominiert: „Die Monster AG“ (USA, FSK 6, empfohlen ab 8), „Jimmy Neutron – Der mutige Erfinder“ (USA, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 6)

Chihiros Reise ins Zauberland“ - 2003

(J, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 10)

Dieser Zeichentrickfilm aus Japan, auch Anime genannt, hat nicht nur bei den Oscars einen Preis abgeräumt. Er zählt sogar zu den meistausgezeichneten Zeichentrickfilmen der Welt – aus gutem Grund. Er erzählt die spannende und aufregende Geschichte von Chihiro, die mit ihren Eltern durch Zufall in einer magischen Welt landet. Um ihre Eltern, die hier in Schweine verwandelt wurden, zu retten, muss Chihiro so einige Abenteuer bestehen. Das Wunderland ist wunderschön gestaltet und animiert, doch manchmal können die Figuren etwas furchterregend sein, weshalb eine gehobene Altersempfehlung berechtigt ist.

Nominiert: „Der Schatzplanet“ (USA, FSK 6, empfohlen ab 8), „Spirit – Der wilde Mustang“ (USA, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 6), „Lilo & Stitch“ (USA, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 7), „Ice Age“ (USA, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 0)

Findet Nemo“ - 2004

(USA, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 8)

„Findet Nemo“ entführt den Zuschauer in eine wunderschöne Unterwasserwelt und nimmt ihn mit auf die Suche nach dem kleinen Clownfisch Nemo. Sein Vater Marlin verfolgt seine Spur durch den pazifischen Ozean und trifft dabei nicht nur die vergessliche Fischdame Dori, sondern auch ein paar Vegetarier-Haie und die Schildkröte Crush. Hier steht keine typische Liebesgeschichte à la Disney im Vordergrund, sondern Freundschaft und die Liebe zwischen Vater und Sohn. Der Film vereint tolle Figuren, eine humorvolle und charmante Geschichte mit toller und stimmiger Animation.

Nominiert: „Bärenbrüder“ (USA, FSK ohne Altersbegrenzung, empfohlen ab 8), „Das große Rennen von Belleville“ (F/B/CAN/GB, FSK ab 6, empfohlen ab 10)

Die Unglaublichen – The Incredibles“ - 2005

(USA, FSK 6, empfohlen ab 10)


(Englischer Clip)

Was passiert, wenn Superhelden nicht mehr super sein dürfen? Sie führen ein ganz normales Leben – oder versuchen es zumindest. Bob Parr, ehemals Mr. Incredible, kann sich nicht so recht damit abfinden und sehnt sich nach der guten alten Zeit. Als er heimlich wieder als Superheld arbeitet, verschweigt er das vor seiner Frau Helen und seinen Kindern, die ebenfalls alle Superkräfte besitzen. Doch als Bob wegen einem geheimen Auftrag in Schwierigkeiten gerät, steht seine Familie ihm zur Seite. „Die Unglaublichen“ ist der mal ein etwas anderer Superheldenfilm, doch er steckt voller Humor, einer actionreicher Handlung und liebenswerten Figuren.

Nominiert: „Shrek 2“ (USA, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 8), „Große Haie – Kleine Fische“ (USA, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 6)

Wallace & Gromit – Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen“ - 2006

(GB, FSK ab 6, empfohlen ab 8)


(englischer Trailer)

Dieser Film wartet mit einer anderen Art von Animation als Zeichentrick oder Comupteranimation auf. Die Welt von Erfinder Wallace und seinem Hund Gromit besteht aus Knete. Bei einem Knetanimationsfilms wie diesem werden die Figuren in der Stop-Motion-Technik animiert – man nimmt einerEinstellung auf, bewegt die Figuren, nimmt wieder auf und so weiter. Mit viel Arbeit wird die Knetwelt zum Leben erweckt. In dieser Geschichte nehmen Wallace und Gromit den Kampf mit einer Kaninchenplage um die Gemüsegärten auf, bei dem so einiges schiefgeht. Ein amüsanter und lustiger Film mit Liebe zum Detail.

Nominiert: „Das wandelnde Schloss“ (J, FSK 6, empfohlen ab 10)

Happy Feet“ - 2007

(AUS/USA, FSK 6, empfohlen ab 8)


(englischer Trailer)

Kaiserpinguine sind tolle Sänger – schließlich finden sie durch Gesang auch ihre Lebenspartner. Der kleine Mumble aber kann nicht singen – dafür kann er steppen. Und gerade das macht ihn zum Außenseiter unter den Kaiserpinguinen. Immerhin wissen andere Pinguine sein Talent zu schätzen, so wie Adeliepinguin Ramón und seine Freunde. Als die Bestände der Fische immer kleiner und das Futter für die Pinguine immer knapper wird, macht Mumble sich mit seinen Freunden auf die Suche nach dem Grund. Dieser computeranimierte Film mit Musical-Einlagen erzählt eine herzerwärmende Geschichte mit einer ökologische Botschaft.

Nominiert: „Monster House“ (USA, FSK 6, empfohlen ab 10), „Cars“ (USA, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 0)

Ratatouille“ - 2008

(USA, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 8)

Eine Ratte in der Küche sorgt im Normalfall für einen Aufschrei. Bei Rémy machen wir aber eine Ausnahme, denn die kleine Ratte hat ein kulinarisches Talent. Durch Zufall landet er in der Küche eines Pariser Restaurants, wo er eine missratene Suppe mit der Zugabe von Zutaten retten. Küchenjunge Linguini sieht das – und die beiden werden ein Team. Linguini kocht und Rémy dirigiert ihn, indem er den Jungen wie eine Marionette durch das Ziehen an seinen Haaren bewegt. Der Plan klappt gut – bis die beiden sich zerstreiten. Die Macher von Pixar haben sich hier an das Rezept gehalten: Tolle Animation, eine außergewöhnliche Geschichte und Figuren, die einem ans Herz wachsen.

Nominiert: „Könige der Wellen“ (USA, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 8)

WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf“ - 2009

(USA, FSK 0, empfohlen ab 8)

Pixar hat den Dreh raus und produziert einen Erfolgsfilm nach dem anderen. Immer dabei: Ungewöhnliche Filmhelden. In diesem Film ist das WALL·E – ein kleiner Roboter, dessen Aufgabe es ist, die Erde aufzuräumen. In der Zukunft ist die nämlich total verdreckt und die Menschen haben sie verlassen, um in einem Raumschiff zu leben. Eines Tages kommt EVE zur Erde und WALL·E verliebt sich sofort in den anderen Roboter. Von da an beginnt für den kleinen Müllroboter ein rasantes Abenteuer. Das Bild von der Zukunft, das Pixar mit wunderbaren Animationen malt, regt zum Nachdenken an. Und wer hätte gedacht, dass eine Liebesgeschichte zwischen zwei Robotern so schön anzuschauen ist?

Nominiert: „Bolt – Ein Hund für alle Fälle“ (USA, FSK 6, empfohlen ab 8), „Kung Fu Panda“ (USA, FSK 6, empfohlen ab 8)

Oben“ - 2010

(USA, FSK 0, empfohlen ab 8)

Ein Haus, das mithilfe von zig Luftballons vom Boden abhebt und davonfliegt – das ist ein Bild, dass sogar die kennen, die diesen Film nicht geschaut haben. Der grummlige alte Mr. Fredrickson macht sich auf diese Art auf zu den Paradise Falls nach Südamerika. Hier wollten er und seine verstorbene Frau zu Lebzeiten immer hinreisen. Es gibt allerdings einen blinden Passagier, nämlich den achtjährigen Pfadfinder Russell. An den Paradise Falls angekommen treffen sie auf so manchen bunten Vogel und müssen gemeinsam ein großes Abenteuer bestehen. Pixar ist es auch mit diesem Film wieder einmal gelungen, eine tolle Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft zu erzählen.

Nominiert: „Coraline“ (USA, FSK 6, empfohlen ab 10), „Der fantastische Mr. Fox“ (USA, FSK 6, empfohlen ab 10), „Küss den Frosch“ (USA, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 8), „Brendan und das Geheimnis von Kells“ (IRL/F/B, FSK 6, empfohlen ab 10)

Toy Story 3“ - 2011

(USA, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 8)

Im dritten Teil der Filmreihe um die Spielzeuge Woody, Buzz Lightyear und ihre Freunde geht es ums Erwachenwerden, ums Loslassen und um Neuanfänge. Andy ist inzwischen zu einem jungen Mann geworden und packt seine Sachen fürs College. Den Spielzeugen ist klar, dass er sie dorthin nicht mitnehmen wird und sie stellen sich auf eine Zeit auf dem Dachboden ein. Durch ein Versehen landen sie stattdessen in einem Kindergarten. Auf den ersten Blick wirkt dort alles wie ein Paradies, in dem endlich wieder mit ihnen gespielt wird. Doch bald wird klar, dass in dieser Spielzeuggemeinschaft nicht alles ist wie es scheint.

Nominiert: „Drachenzähmen leicht gemacht“ (USA, FSK 6, empfohlen ab 8)

Rango“ - 2012

(USA, FSK 6, empfohlen ab 10)

Dieser Film unterbricht die Siegesserie von PIXAR. Chamäleon Rango landet durch Zufall in einer Wüstengegend, nachdem er während einer Autofahrt aus seinem Terrarium gefallen ist. Wüstenleguanin Bohne nimmt Rango mit in die Stadt Dreck. Hier verlassen mehr und mehr Einohner ihr Land, weil es kein Wasser mehr gibt. Prompt steckt Rango mittendrin: Als neuer Sheriff der Stadt – noch so ein Zufall – ist es nun an ihm, die Stadt zu retten. Regisseur Gore Verbinski hat sich hier an diversen Western-Klassikern, zum Beispiel von Sergio Leone, orientiert und mithilfe von Computeranimation einen unterhaltsamen, tierischen Western für die ganze Familie geschaffen.

Nominiert: „Die Katze von Paris“ (F/B/NL/CH), „Der gestiefelte Kater“ (USA, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 8), „Kung Fu Panda 2“ (USA, FSK ohne Altersfreigabe, empfohlen ab 10)

Merida – Legende der Highlands“ - 2013

(USA, FSK6, empfohlen ab 10)

2012 ging es in den wilden Westen – dieses Jahr nach Schottland. Merida ist die Tochter von König Fergus und Königin Elinor und sie hat überhaupt keine Lust, sich wie eine Prinzessin zu verhalten. Als sich in einem Bogenschützenwettbewerb entscheiden soll, welcher Sohn der verbündeten Clans sie heiratet, platzt ihr der Kragen. Sie nimmt selbst am Wettbewerb teil – und gewinnt. Dieses Verhalten führt aber nicht nur zu Ärger mit den anderen Clans, sondern auch zu einem großen Streit mit ihrer Mutter. Von einer Hexe aus dem Wald erhält Merida einen Zauber, der dafür sorgen soll, dass ihre Mutter sich ändert – und der geht gewaltig nach hinten los.

Nominiert: „Frankenweenie“ (USA, FSK 12, empfohlen ab 12), „Die Piraten! – Ein merkwürdiger Haufen“ (GB/USA, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 9), „Ralph reichts“ (USA, FSK 6, empfohlen ab 10), „ParaNorman“ (USA, FSK 12, empfohlen ab 12)

Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ - 2014

(USA, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 8)

Dieser Film sorgt bei Eltern wohl für gemischte Gefühle – vor allem in Hinblick auf das Lied „Ich lass los“ oder auf Englisch „Let it go“. Mit diesem Song beschließt die frischgekrönte Königin Elsa ihr altes Leben hinter sich zu lassen und ihre Fähigkeiten, Eis, Frost und Schnee zu erzeugen, nicht mehr zu unterdrücken. Ihre Schwester Anna will Elsa aber nicht loslassen und macht sich auf die Suche nach ihr – auch weil Elsa durch ein Versehen das Königreich in Eis und Schnee gehüllt hat und es als Einzige rückgängig machen kann. Doch so einfach, wie Anna sich die ganze Sache vorstellt, ist es nicht.

Nominiert: „Die Croods“ (USA, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 8), „Ich – Einfach unverbesserlich“ (USA, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 8), „Ernest & Célestine“ (F/B/L, FSK 6, empfohlen ab 7)

Baymax – Riesiges Rohuwabohu“ - 2015

(USA, FSK 6, empfohlen ab 9)

Ein animierter Superheldenfilm mit einem liebenswerten Titelhelden – dabei ist der Roboter Baymax nicht als Superheld gebaut worden. Eigentlich ist Baymax ein aufblasbarer Gesundheits-Roboter und er sieht aus wie ein großer Marshmellow – einfach zum Knuddeln. Er ist die letzte Erfindung von Hiros verstorbenem großem Bruder Tadashi. Als ein maskierter Mann die Stadt in Unruhe versetzt, verpasst Hiro Baymax ein paar Upgrades. Gemeinsam mit den Erfinder-Freunden von Tadashi bilden sie die Superheldengruppe „Big Hero 6“ und stellen sich dem maskierten Mann entgegen.

Nominiert: „Die Boxtrolls“ (USA, FSK 6, empfohlen ab 10), „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ (USA, FSK 6 empfohlen ab 10), „Die Melodie des Meeres“ (B/DK/F/IRL/L, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 8), „Die Legende der Prinzessin Kaguya“ (J, FSK 6, empfohlen ab 10)

Alles steht Kopf“ - 2016

(USA, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 10)

Dieser Film verleiht dem Begriff Kopfkino eine ganz neue Bedeutung und bietet uns einen Blick in die Gefühlswelt der elfjährigen Riley. Hier arbeiten die Emotionen Freude, Kummer, Ekel, Angst und Wut. Riley ist mit ihrer Familie gerade umgezogen und das bedeutet für die Emotionen jede Menge Arbeit. Und dann geht alles schief, als Kummer und Freude in Folge eines Streits aus der Kommandozentrale ins Langzeitgedächtnis gesaugt werden. Sie müssen schnell wieder zurück, bevor Rileys Gefühlswelt komplett auseinanderbricht. „Alles steht Kopf“ bietet eine lustige Achterbahnfahrt der Gefühle für kleine und große Zuschauer.

Nominiert: „Der Junge und die Welt“ (BR, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 8), „Schaun das Schaf – Der Film“ (GB, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 7) „Erinnerungen an Marnie“ (J, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 11)

Zoomania“ - 2017

(USA, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 9)

Zoomania ist ein Großstadtdschungel – naja, eigentlich ist nur ein Teil der Stadt ein Dschungel, nämlich das Amazonasviertel. Es gibt aber auch noch Tundratown oder Little Rodentia. Hier leben keine Menschen, sondern Tiere. Häsin Judy Hopps hat ihren Traum verwirklicht und arbeitet in dieser Großstadt als Polizistin – aber da sie „nur“ ein Hase ist, wird sie nicht wirklich ernst genommen. Als immer mehr Tiere in Zoomania verschwinden, macht sie sich mit der Hilfe des Fuchses Nick an die Lösung der Vermisstenfälle. „Zoomania“ erzählt eine tolle Geschichte, in der Vorurteile und vor allem deren Überwindung im Zentrum steht.

Nominiert: „Kubo – Der tapfere Samurai“ (USA, FSK 6, empfohlen ab 12), „Vaiana – Das Paradies hat einen Haken“ (USA; FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 8), „Mein Leben als Zucchini“ (CH/F, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 10)

„Coco – Lebendiger als das Leben“ - 2018

(USA, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 9)

In Mexiko wird der „Día de los Muertos“ gefeiert – der Tag der Toten. An diesem Tag kommen die die Verstorbenen aus dem Reich der Toten in das Land der Lebenden, um hier ihre Familie zu besuchen. Das klingt vielleicht gruselig, aber es ist ein fröhliches, buntes Volksfest. Der Junge Miguel landet durch Zufall im Totenreich und zurück kann er nur mit dem Segen eines Vorfahren. Im Gegenzug für ihren Segen verlangt seine Ur-Urgroßmutter, dass Miguel seine geliebte Musik aufgibt. Doch Miguel weigert sich und macht sich auf die Suche nach einer anderen Möglichkeit, ins Land der Lebenden zurückzukehren. Dieser Film gibt einen farbenfrohen und abenteuerlichen Einblick in die mexikanische Kultur.

Nominiert: „The Boss Baby“ (USA, FSK 6, empfohlen ab 9), „Ferdinand – Geht STIERisch ab!“ (USA, FSK ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 8)

„Spider-Man: A New Universe" - 2019

(USA, FSK 6, empfohlen ab 10)

Es kann nur einen Spider-Man geben, oder? Nach dem Tod von Peter Parker liegt es an Miles, in dessen Fußstapfen zu treten. Doch auf einmal steht Spider-Man wieder vor ihm – naja, nicht der „echte" Spinnenmann. Dieser stammt aus einem anderen Universum, in dem er der einzige Spider-Man ist. Und nicht nur er taucht auf, sondern noch fünf weitere – alle aus verschiedenen Universen. Sie alle wurden in diese Welt gezogen durch eine Maschine von Bösewicht Kingpin. Gemeinsam müssen die Helden Kingpin stoppen. Dieser Film ist ein Fest für die Augen – die Animation ist so nah an einen Comic angelehnt, dass es scheint, als wäre dieser zum Leben erwacht. Besonders beeindruckend ist dabei auch die Mischung verschiedener Comic-Stile, die den verschiedenen Universen entsprechen.

Nominiert: „Chaos im Netz“ (USA, FSK 6, empfohlen ab 10), „Marai – Das Mädchen aus der Zukunft“ (J, FSK 6, noch nicht bewertet), „Die Unglaublichen 2“ (USA, FSK 6, empfohlen ab 9), „Isle of Dogs - Ataris Reise" (USA, FSK 6, empfohlen ab 12)

Ausgezeichnet in anderen Kategorien

Natürlich gab es bereits vor der Einführung der Kategorie „Bester animierter Spielfilm“ Kinderfilme, die bei den Academy Awards ausgezeichnet wurden. Der Großteil dieser Filme bekamen den Preis in der Kategorie „Bester Song“, „Beste Filmmusik“ oder gleich in beiden. Das war bei einer ganzen Reihe von Disney-Filmen so, zum Beispiel bei „Aladdin“ oder „Der König der Löwen“. Auch „Die Schöne und das Biest“ erhielt 1992 diese Preise und er war sogar in der Kategorie „Bester Film“ nominiert – bis 2010 war er der einzige Animationsfilm, der das geschafft hatte. Noch mehr Preise und Nominierungen hat für Disney nur „Mary Poppins“ abgestaubt – 13 mal wurde er nominiert, fünf davon hat er mit nach Hause genommen, darunter „Beste Schauspielerin“, „Beste Filmmusik“, „Bester Song“ und „Beste Spezialeffekte“.

Auch nicht-animierte Kinderfilme haben Oscars gewonnen. „E.T. - Der Außerirdische“ gewann 1983 vier Oscars. „Ein Schweinchen namens Babe“ wurde 1996 für acht Oscars nominiert – gewonnen hat er nur den Preis für die besten Spezialeffekte. „Hugo Cabret“ ging 2012 mit elf Nominierungen ins Rennen, darunter in den „großen“ Kategorien „Bester Film“ und „Beste Regie“. In diesen wurde er jedoch nicht ausgezeichnet. Aus fünf anderen Kategorien ging er aber als Gewinner hervor.

Manche nominierten Filme haben wir nicht mit in diese Liste aufgenommen, da es sich bei ihnen nicht um Kinder- oder kindgerechte Filme handelt.

Die Altersempfehlungen sind von der österreichischen Jugendmedienkommission und kinderfilmwelt.de vorgenommen worden.

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