Gesundheit

So viele Wespen!

Petra Hoffmann · 08.08.2018

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So viele Wespen! iStockphoto © victorass88

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Im Moment sind sie wirklich eine Plage, die gelb-schwarzen Insekten mit der auffälligen Taille. Ob im Kindergarten, im Park oder auf dem Balkon – schnell hat sich eine Wespe auf Arm oder Bein gesetzt, gerät in Bedrängnis und sticht zu.

Aua, das tut dann richtig weh! Und in seltenen Fällen, bei einer Allergie nämlich, kann ein solcher Stich richtig gefährlich werden. Kein Wunder, dass der Mensch oft in Panik gerät und aufspringt, wegrennt oder um sich schlägt, wenn ein solches Tierchen sich nähert.

Tipps zum Umgang mit Wespen

  • Nicht nach den Tieren schlagen oder hektische Bewegungen machen. Wespen fühlen sich dann bedroht.
  • Wespen nicht anpusten! Das im Atem enthaltene Kohlendioxid gilt im Wespennest als Alarmsignal.
  • Lebensmittel im Freien abdecken und nach der Mahlzeit nach drinnen bringen.
  • Der NABU empfiehlt eine „Ablenkfütterung“ in 5 bis 10 Metern Entfernung. Geeignet sind sehr reife Weintrauben. In mit Saft gefüllten Wespenfallen sterben die Tiere dagegen einen qualvollen Tod.
  • Getränke nicht direkt aus Glas oder Flasche, sondern mit einem Strohhalm trinken.
  • Bunte Kleidung sowie Parfüms oder parfümierte Cremes solltet ihr vermeiden, davon fühlen sich die Tiere angezogen.
  • Kindern nach dem Essen Gesicht und Hände abwaschen.
  • Nicht barfuß durchs Gras laufen.
  • Fallobst im Garten an einen gesonderten Platz räumen. Mülleimer und Kompost abdecken.
  • Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) empfiehlt eine Sprühflasche mit Wasser am Tisch. Die Wespe denkt, dass es regnet und fliegt ins Trockene.

Das hilft bei einem Wespenstich

Wespenstiche sind schmerzhaft und lästig, aber in der Regel nicht gefährlich. In den meisten Fällen sorgen einfache Hausmittel für Linderung.

  • Auf die Einstichstelle zuerst einen heißen Waschlappen legen. Das Gift der Wespe enthält Eiweiß, das durch die Hitze zerstört werden soll. Spezielle Stichheiler bekämpfen das Gift kurz nach dem Stich ebenfalls durch Hitze.
  • Anschließend mit einem Kühlpad oder Eiswürfeln kühlen. Das lindert den Schmerz und hilft gegen den Juckreiz.
  • Eine halbe Zwiebel auf die Stelle legen. Das kühlt und wirkt entzündungshemmend. Alternative: ein Umschlag mit kaltem Essig.
  • Unterwegs und nichts dabei? Dann hilft auch Spucke – am besten mit Zucker vermischt!
  • Direkt nach dem Stich könnt ihr das Gift mit einem Saugstempel aus der Apotheke entfernen. Bitte nicht aussaugen oder den Partner um Saughilfe bitten! Das Gift aus der Stichstelle verteilt sich über die Mundschleimhäute schnell im Körper.  
  • Salben und kühlende Gels wirken gegen die Schwellung.
  • Wespen können mehrfach stechen, ihr Stachel bleibt meist nicht in der Haut stecken. Sollte dennoch ein Stachel zurückbleiben, hat mit großer Sicherheit eine Biene zugestochen. Den Stachel solltet ihr so schnell wie möglich mit einer Pinzette herausziehen, da sonst weiter Gift in die Einstichstelle gelangt.

Allergisch gegen Wespengift?

Gefährlich sind Wespenstiche für Allergiker. Symptome wie Atemnot, Schwindel, Erbrechen oder Ohnmacht sind eindeutige Warnsignale, bei denen ihr schnell reagieren und einen Arzt rufen müsst. Auch bei Stichen im Mund- und Rachenraum ist ein Arztbesuch angesagt. Hier besteht die Gefahr, dass die Atemwege anschwellen.

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