Gesundheit

Ein Unfall im Urlaub

Michael Buchholz · 14.07.2016

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Foto: pixabay.com

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Endlich Urlaub! Darauf hat die Familie so lange gewartet. Doch in der fremden Umgebung drohen auch unerwartete Gefahren. Geschieht mal ein Unfall, heißt es vor allem: Ruhe bewahren! Die Johanniter geben Erste-Hilfe-Tipps für Eltern, Großeltern und Babysitter.

Hat das Kind im Urlaub tatsächlich einem Unfall, dürfen die Eltern und andere Betreuer nicht in Panik geraten. Generell gilt: Immer die 112 anrufen, die Nummer ist europaweit geschaltet!

Vorsicht Wasser

Schon ein wenige Zentimeter hoher Wasserspiegel kann für Kleinkinder bedrohlich werden. Fällt ein Kind mit dem Gesicht ins flache Wasser, kann es darin ertrinken. Verantwortlich für solche Unfälle ist die unausgereifte Motorik von Kleinkindern: Die untrainierte Nackenmuskulatur kann den verhältnismäßig großen Kopf oft nicht selbst aus dem Wasser heben. Die Symptome hängen von der Dauer des Untertauchens ab und können auch erst nach mehreren Stunden auftreten. Typisch sind: Husten, Atemnot, rasselnde Atmung bei raschem Puls, sowie Bewusstseinstrübung bis hin zu Bewusstlosigkeit und Atem- und Herzstillstand. Ist das Kind ansprechbar, sollte die durchnässte Kleidung entfernt und der Körper abgetrocknet und warmgehalten werden. Bei Bewusstlosigkeit und normaler Atmung: stabile Seitenlage. Bei Bewusstlosigkeit und nicht-normaler Atmung: Herz-Lungen-Wiederbelebung, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Ärzte weisen darauf hin, dass „sekundäres" oder „verzögertes Ertrinken" noch 24 Stunden nach dem Notfall im Wasser droht, auch wenn sich das Kind scheinbar davon erholt hat. Deshalb ist es wichtig, Kinder nach einer kritischen Situation lange unter Beobachtung zu halten.

Insektenstiche im Rachenraum

Das Anschwellen der Schleimhäute im Mund- und Rachenraum oder auf der Zunge engt die Atemwege ein. Es besteht Erstickungsgefahr – hier muss umgehend der Rettungsdienst alarmiert werden. Kühlung durch kalte Umschläge von außen und – wenn das Kind wach ist – durch kalte Getränke hilft. Bei Atemstillstand muss umgehend mit der Wiederbelebung durch Beatmung begonnen werden.

Verschlucken eines Fremdkörpers

Das Kind in Bauchlage über das eigene Knie legen, dabei den Oberkörper herunterhängen lassen. Einige Male mit der flachen Hand zwischen die Schulterblätter klopfen, bis sich der Fremdkörper löst und herausfällt.

Offene Wunden

Die meisten Wunden bei Kindern sind harmlos, eine saubere Abdeckung genügt. Bei stark blutenden Wunden muss allerdings rasch gehandelt werden. Die Wunde mit einem sauberen Verband bedecken und Druck auf die Wunde ausüben, um die Blutung zu stoppen. Dies kann mit einem Druckverband geschehen oder durch Druck mit der Hand. Danach den Rettungsdienst rufen.

Immer gut informiert

Eltern und Babysitter sollten ihr Erste-Hilfe-Wissen regelmäßig auffrischen. Die Johanniter des Regionalverbandes Köln/Rhein-Erft-Kreis/Leverkusen bieten dazu regelmäßig den Kurs „Erste Hilfe am Kind“ an, in dem sowohl Präventions- als auch Erste-Hilfe-Maßnahmen erlernt werden.

Infos: Johanniter, Juli 2016

Weitere Informationen:

www.johanniter.de
Tel. 0221 - 890 09-155

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