Familienleben

Weihnachtsmarkt-Feeling für zuhause

Sue Herrmann · 21.11.2021

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Klirrende Kälte an einem verregneten Tag im Dezember. Kennt ihr diese Tage, an denen das Herz sagt "Weihnachtsmarkt", aber Körper und Geist sind nicht dazu bereit.

Höchste Zeit also sich den Weihnachtsmarkt mit all seinen Düften und Schleckereien ein Stück weit in die eigenen vier Wände zu holen. Dann fehlt eigentlich nur noch der Schnee um unser Winter-Wonderland-Glück perfekt zu machen – nun denn, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt!

KÄNGURU hat hier ein paar Ideen für euch gesammelt:

Orangenduft


Orangen gespickt mit Nelken
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Nicht neu, aber immer wieder schön, der frische Zitrusduft, der Orangen und Mandarinen entströmt, wenn du sie mit ein paar Nelken spickst. Dafür Gewürznelken einfach durch die Schale drücken, bis nur noch die Köpfchen zu sehen sind. Es heißt, der Duft hebt die Stimmung und stimmt uns zuversichtlicher. Außerdem liefern die Weihnachtsklassiker im Obstkorb beim Verzehr natürliches Vitamin C und helfen so das Immunsystem zu stärken.

 

Heiße Maroni

Esskastanien
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Maronen verströmen ebenfalls einen wunderbaren Duft und sind zudem überaus gesund, nicht nur wegen der Ballaststoffe sondern auch weil sie im Vergleich zu anderen Nüssen nahezu fettfrei sind. Du kannst sie auf der Herdplatte oder im Backofen bei 180 Grad zubereiten. Nicht vergessen die Esskastanien vorher kreuzweise mit einem Messer einzuritzen. Fertig geröstet sind sie, wenn die Schale aufplatzt. Warm schmecken sie definitiv am besten, aber Achtung, frisch aus dem Ofen sind sie sehr heiß.

 

Rooibos-Latte

Sternanis, Kardamom und Nelken
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Statt Glühwein zu erhitzen kommt hier ein Rezept fürs pure weihnachtliche Glücksgefühl, das noch dazu ganz ohne Alkohol auskommt. Das weihnachtliche Aroma macht vor allem die Kombination folgender Gewürze aus: Sternanis, Zimt, Kardamom und Nelken. Zerstoße die Gewürze grob im Mörser und bringe sie dann zusammen mit 600ml Wasser zum Kochen. Lass alles für 25 Minuten köcheln, gib dann die Rooibos-Teeblätter hinzu und lass den Tee für 7 Minuten ziehen. In der Zwischenzeit erhitze die Milch und verteile sie aufgeschäumt auf vier Gläser. Wer mag, süßt den Tee mit Honig und gießt ihn anschließend durch ein Sieb auf die Milch. Bisschen Zimtpulver oben auf den Schaum streuen – fertig. Den Polyphenolen im ungesüßten Rooibos-Tee, wird übrigens nachgesagt, die Selbstheilungskräfte zu unterstützen.

Für 4 Gläser benötigst du:

1 Zimtstange
4 Kardamomsamen
6 Gewürznelken
1 Sternanis
1 EL Rooibos-Tee
400 ml Milch (fettarm)
2 EL Honig (nach Belieben)
Zimtpulver

Ein Milchaufschäumer ist hilfreich, ein Schneebesen tut es aber auch.

Vegane Variante: Lebkuchen-Latte

Noch einfacher geht die Lebkuchen-Latte. Die lässt sich auch hervorragend mit einer pflanzlichen Milch zubereiten. Besonders geeignet sind dafür die Barista-Varianten, denn mit ihnen gelingt der Milchschaum besonders gut. Lebkuchen-Sirup kann man fertig kaufen oder ganz einfach selber machen. Für den Sirup benötigst du lediglich einen Teelöffel Lebkuchen-Gewürz, ein paar Löffel pflanzliche Milch und ein bis zwei Esslöffel Ahornsirup. Diese Mischung kannst du direkt im Glas mit einem Schneebesen verrühren und anschließend mit heißer Pflanzenmilch beziehungsweise Milchschaum deiner Wahl aufgießen. Eine Prise Zimt auf dem Schaum und fertig ist die Lebkuchen-Latte.

 

Gebrannte Mandeln

Gebrannte Mandeln
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Um gebrannte Mandeln selber herzustellen benötigst du eine beschichtete Pfanne sowie ein Backblech auf dem die heißen Mandeln anschließend abkühlen können.

Für 200 Gramm Mandeln mit Schale rechnet man 200 Gramm Zucker sowie 2 Päckchen Vanillezucker und 1 Teelöffel Zimt. Wer es weniger süß mag oder Kalorien sparen möchte nimmt einfach weniger Zucker.

Zucker, Vanillezucker und Zimt zusammen mit 100 ml Wasser in einer beschichteten Pfanne unter Rühren kurz aufkochen lassen. Dann die Mandeln dazu geben. Bei mittlerer bis starker Hitze 6 bis 8 Minuten Mandeln im Zucker-Wasser köcheln lassen, bis die Flüssigkeit komplett verdampft ist. Dabei mehrmals mit einem Holzlöffel umrühren.
Sobald die Flüssigkeit verdampft, kristallisiert der Zucker und überzieht die Mandeln mit einer trockenen „sandigen“ Schicht. Nun die Mandeln unter ständigem Rühren so lange weiter erhitzen, bis der Karamell sich wieder verflüssigt und sich die Zuckermasse gleichmäßig um die Mandeln schmiegt. Anschließend die gebrannten Mandeln zum Abkühlen und Trocknen auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben.

Achtung – der flüssige Zuckersirup ist extrem heiß und sorgt für fiese Brandblasen, sollte er mit der Haut in Kontakt kommen. Außerdem brennen die Mandeln schnell an, sollte man das Rühren vergessen.

Wer experimentierfreudig ist, gibt dem Sirup etwas Chillipulver oder Salz hinzu. Ebenso lassen sich die Mandeln auch gegen Erd- oder Haselnüsse tauschen ...

 

Bratäpfel

Bratäpfel
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Wenn es draußen kalt wird, gibt es fast nichts Schöneres als den Duft von gebackenen Äpfeln, klassisch gefüllt mit Mandeln, Marzipan und Rosinen. Der Kreativität sind bei der Füllung aber keine Grenzen gesetzt. Im Grunde eignet sich jede Apfelsorte, wobei eine säuerliche Apfelsorte einen schönen Kontrast zur süßen Füllung bietet. Ich nehme immer Boskoop, aber auch die Sorten Cox Orange, Elstar und Jonagold eignen sich gut für Bratäpfel. Am besten schmecken sie übrigens frisch aus dem Ofen in Begleitung von Vanillesoße oder einem Bällchen Eis.

Von oben einen 1-2 cm dicken Deckel abschneiden. Falls der Apfel nicht gut steht, ebenfalls von unten eine dünne Scheibe zum Begradigen abschneiden. Die Äpfel entkernen und etwas aushöhlen. Das geht am besten mit einem Apfelausstecher. Dann sofort mit etwas Zitronensaft beträufeln, damit die Schnittflächen nicht braun werden. Anschließend die Äpfel nach Wunsch befüllen. Ich nehme Mandelstifte, die ich vorher in einer Pfanne ohne Fett röste. Dazu ein paar Flöckchen Butter, Zimt-Zucker und Marzipanrohmasse. Dann ab aufs Blech – Backpapier nicht vergessen – und für 25-30 Minuten bei 200 °C in den Ofen.

 

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