Familienleben

Kindergeburtstag draußen feiern

Thea Wittmann · 18.02.2018

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© BraunS/iStockPhoto.com

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Habt ihr schon einmal eine „Tool-Tour" unternommen? Unsere Autorin Thea Wittmann verrät, wie ihr mit dieser besonderen Schnitzeljagd einen tollen Kindergeburtstag gestaltet. Und zwei klassische Draußen-Spiele hat sie auch noch auf Lager.

Schnitzeljagd „Tool-Tour"

Zugegeben: Im Vergleich zu einem Kindergeburtstag, den ihr drinnen feiert, erfordert eine Schnitzeljagd im Freien etwas mehr Aufwand. Schließlich müssen die Aufgaben versteckt, der Schatz vergraben werden. Am besten eignet sich dafür ein Park oder ein großer Innenhof, wo die Kinder sich nicht um Verkehr scheren müssen. Bevor die Jagd beginnt, verlost oder verteilt ihr verschiedene Utensilien – je nach Alter der Kinder müsst ihr bei spitzen Gegenständen oder mit Streichhölzern vorsichtig sein. Die Tools brauchen die Kids für die späteren Aufgaben, und das könnten die Werkzeuge sein:

  • Spitzer Stock
  • Schraubenzieher
  • Schnur mit Magnet dran
  • Becher, Schere/Taschenmesser
  • Taschenlampe
  • Streichhölzer
  • Pinzette

Alle Aufgaben sind so gestrickt, dass jeweils eins der Werkzeige und Utensilien genau dafür geeignet ist. Loslegen könnt ihr mit: „Sucht nach einem roten Luftballon und bringt ihn zum Platzen.“ Diesen ersten Hinweis gibt’s in die Hand. Den nächsten finden die Kinder, sobald die Aufgabe gelöst ist. Je nach Schwierigkeitsgrad könnt ihr näher bestimmen, wo die nächste Station wartet oder eher offen lassen, wo das sein könnte. Oder ihr markiert die Stelle mit Kreide, damit die Schatzsucher vor lauter Suchen nicht die Lust verlieren. Ein spitzer, langer Stock kann den Luftballon zerstechen, der oben im Baum hängt.

Für den Brief, der mit Kabelbinder an den Zaun geknüpft ist, braucht man eine scharfe Schere oder ein Taschenmesser. Unter einem losen Stein liegt ein Zettel mit Geheimschrift, mit einem „invisible Pen“ geschrieben. Wenn man den Zettel anleuchtet, wird die Schrift sichtbar. Zwischen alten Treppenstufen oder in einer Mauer gibt es immer dicke Ritzen. Da lässt sich ein Zettel hineinstecken. Raus kriegt man den allerdings nur mit einer langen Pinzette.

Mit dem Magneten lassen sich Döschen aus einer Grube oder einem Lichtschacht heraus angeln, mit dem Schraubenzieher Platten oder Holzstücke losschrauben, um dahinter die nächste Botschaft zu finden.

Bei Sonnenschein könnt ihr eine kleine Wasser-Schöpf-Aktion einbauen,  quasi als Finale: Vergrabt ein langes schmales Gefäß oder ein Rohr im Boden, sodass nur die Öffnung herausschaut. Es muss so schmal sein, dass selbst Kinder nicht mit der Hand hinein fassen können. Bindet den Schlüssel zur Schatztruhe an ein Stück Korken. Jetzt müssen die Kids so lange Wasser in das Rohr schöpfen, bis der Korken nach oben schwimmt. Schlüssel schnappen – Schatzkiste öffnen! Vielleicht befinden sich darin ja ein paar schöne Mitgebsel für die Kinder.

Spiele für Draußen

Feuer, Wasser, Blitz

Je mehr Mitspieler, desto besser: Ein Kind gibt die Kommandos. Bei „Feuer“ müssen alle anderen in eine Ecke rennen, Bei „Wasser“ irgendwo hochsteigen oder -klettern, damit die Füße den Boden nicht berühren. Beim Kommando „Luft“ müssen sich alle Kinder flach auf den Boden legen. Das Kind, das als letztes das Kommando ausführt, scheidet aus. Wer am Schluss übrig bleibt, wird neuer Spielleiter. Weitere Kommandos: „Blitz“: Alle Kinder müssen sofort still stehen bleiben und dürfen sich nicht bewegen. „Waschmaschine“: Je zwei Kinder fassen sich an beiden Händen und nehmen ein drittes Kind in ihre Mitte, das sich um die eigene Achse drehen muss. „Kaugummi“: Die Kinder müssen sich irgendwo „drankleben“.

Konnektor

Versteckspiel mit Countdown: Ein Kind, der „Konnektor“, steht in der Mitte, alle anderen berühren es. Der Konnektor schließt die Augen und zählt von zehn abwärts. Jetzt müssen sich alle schnell ein gutes Versteck suchen, sodass nichts von ihnen zu sehen ist. Denn der Sucher darf sich nicht von der Stelle rühren. Keiner zu sehen? Dann beginnt eine neue Runde, diesmal wird von 9 abwärts gezählt. Alle müssen schnell aus ihrem Versteck kommen, den Konnektor berühren und sich wieder verstecken. Je kleiner die Startzahl, desto schwerer wird’s. Wer am längsten unentdeckt bleibt, wird neuer Konnektor.

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