Wir brauchen deine Unterstützung, jeder Cookie zählt!

Wir verwenden Cookies, um die Nutzung unserer Webseite zu verbessern, bestimmte Funktionen zu ermöglichen und vor allem, um unsere Arbeit zu finanzieren. Du kannst dem jederzeit in unserer Datenschutzerklärung widersprechen.

Akzeptieren
Essenziell

Diese Technologien sind erforderlich, um die Funktionalität der Webseite zu ermöglichen.

Statistik

Mit diesen Technologien analysieren wir die Nutzung der Webseite, mit dem Ziel, unsere Arbeit zu verbessern.

Marketing

Diese Cookies sind Grundlage für unsere Einnahmen. Wir nutzen Google Adsense, um Anzeigen unserer Werbekunden auf der Webseite einzustellen. Hier erfährst Du, wie personenbezogene Daten zur Personalisierung von Anzeigen verwendet werden.

Komfort/Externe Medien

Diese Technologien werden verwendet, um dir ein besseres Nutzungserlebnis zu ermöglichen.

Ausflug

Sonderausstellungen in den Museen in Köln, Bonn und im Umland

Petra Schulte · 24.06.2024

zurück zur Übersicht
© AdobeStock / Maria Sbytova

© AdobeStock / Maria Sbytova

Hier findet ihr eine Auswahl an aktuellen Ausstellungen, die auch für Familien mit Kindern interessant sind.

Welche Museen auch für einen Besuch mit euren ganz Kleinen geeignet sind, haben wir für euch in der Übersicht Museum mit Baby zusammengetragen.

Wenn ihr bei eurem Museumsbesuch nicht auf frische Luft und freien Himmel verzichten wollt, lohnt sich ein Besuch in einem der Freilichtmuseen in der Nähe von Köln und Bonn.

Kurse, Workshops und Führungen der verschiedenen Museen findet ihr in unserem Veranstaltungskalender.

Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren und Entdecken!

 


Neue Ausstellungen im Juni 2024

 

Vom 6. Juni bis 28. Juli 2024

Rautenstrauch-Joest-Museum

MUTTER*SEIN - Eine vielstimmige Sammlung


MUTTER*SEIN © Jelena Ilić

MUTTER*SEIN ist eine entgrenzende Erfahrung: körperlich und emotional. Unsichtbare Care-Arbeit, Denken und Fühlen im Tausch für geringe gesellschaftliche Anerkennung. Welche Geschichten erleben Frauen* im Hinblick auf das Muttersein und die damit verbundenen Projektionen? MUTTER*SEIN versammelt die vielstimmigen Erfahrungen von Frauen* und gibt ihren Geschichten und diversen Realitäten Raum. Es entsteht eine Sammlung von Dingen und Erzählungen, die das Alltägliche wichtig nimmt: Einkaufszettel, Stundenpläne, Tagesabläufe, Familienfotos, Alltägliches und Außergewöhnliches - das Banale, das Erschöpfende, das Glücklich-Machende und das Sinnvolle der Fürsorgearbeit. Eröffnet wird die Ausstellung im Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM) von einem Chor, der das Muttersein in unserer Gesellschaft betrachtet, kommentiert und selbst zu einer Sammlung von Zuschreibungen, Beobachtungen und Erlebtem wird - mal zärtlich, mal böse und mit notwendigem Witz. Das Team um Eva-Maria Baumeister kreierte eine audiovisuelle Ausstellung, die akustisch, haptisch und visuell Geschichten von Mutter*schaft erzählt. Die Installation aus Interviewausschnitten, Alltagsgegenständen und einer raumgreifenden Textilskulptur ist individuell erkundbar und lädt ein, in den Erzählungen zu verweilen und sich mit diesen zu verbünden. Dafür schallen O-Töne im Raum und aus einigen ausgestellten Objekten: So wird beispielsweise aus einem Knäuel aus “Gummibändern” erzählt, wie die Mutter den Familienalltag ebenso zusammenhält, wie das Gummiband die Brotdosen ihrer Kinder. Altes und sehr altes Spielzeug erinnert an die eigene Kindheit oder die eigene Mutter. Eine Spritze, ein Stillhütchen und ein Wöchnerinnen-Slip sprechen von den körperlichen Strapazen von Geburt und den Säuglingsjahren. Ein Ovulationstest von dem vergeblichen Versuch schwanger zu werden. Einige Objekte wie das Kehr-(Care)-blech, das man kaum aus der Hand legt, berichten von dem Auf und Ab der Care-Arbeit. Auch schmerzliche Geschichten finden ihren Platz in der Ausstellung. Sie enthält Gegenstände, die für den Verlust eines Kindes stehen, ob durch Fehlgeburt, Abtreibung oder frühen Kindstod. Die Sammlung enthält viele intime Gegenstände und Geschichten, wie den Uterus eines Trans*-Vaters, der seinen Sohn geboren hat und daraufhin sein Organ “in den Ruhestand” in Formaldehyd geschickt hat. Nicht nur Mütter gebären Kinder. Das Zentrum der Ausstellung zeigt das raumgreifende Textilobjekt “Die Mutter” von Theresa Mielich, hergestellt aus Strickröcken, gesammelt von einer kinderlosen Frau. spricht eine viel größere Herausforderung an, der sich alle Menschen stellen müssen: den eigenen Platz in einer von gesellschaftlichen Normen bestimmten Welt zu finden.

Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt
Cäcilienstr. 29-33
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-313 56

 

Vom 20. Juni bis 27. Oktober 2024

Kunstpalast Düsseldorf

Spot On: Hairytales. Das Haar in der Sammlung des Kunstpalastes


Philips, Mobile Trockenhaube, ca. 1970, Grüner und schwarzer Kunststoff, grünes PolyäthylenHaube: 90 x 20 x 40 cm, Tasche: 29,5 x 15 x 7 cm, © Kunstpalast, Düsseldorf, Foto: LVR-ZMB – J. Esters/ARTOTHEK

Ob kurz oder lang, gelockt, kraus oder glatt, verwuschelt, geföhnt oder geflochten – Frisuren und Hairstyles auf Körpern und Köpfen lassen tief blicken. Die Haarpracht, ob offen zur Schau gestellt oder verborgen, erzählt von Zugehörigkeit zu gesellschaftlichen Gruppen und kann zu einem Symbol des politischen Protests oder Glaubens werden. Die weibliche Körperbehaarung steht im Zentrum der Kabinettausstellung, die Malerei, Fotografie, Grafik und Design aus der Zeit vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart präsentiert und einander gegenüberstellt. Die Bandbreite reicht von Göttinnen der Renaissance über eine mobile Trockenhaube bis hin zu einem mit künstlicher Schambehaarung versehenen Body. Anhand der circa 30 ausgewählten Werke und Objekte fächern sich verschiedene Perspektiven und Diskurse rund um das Haar auf. Fotografien von Gertrude Käsebier, Tobias Zielony und Rebecca Racine Ramershoven verhandeln Fragen von Identität und Begehren und thematisieren im Nebeneinander mit Skulptur, Design und Malerei Schönheitsideale und damit einhergehende Machtverhältnisse und alltägliche Praktiken. Der Blick der Kunst auf weibliche Körper und die Darstellung und Inszenierung der Behaarung über die Jahrhunderte hinweg erzählt von sich wandelnden Körpernormen und Vorstellungen von Geschlecht. Vom unscheinbaren Flaum, der sich schützend über die Haut legt, bis zur sich auffällig auftürmenden Haarmähne – die von Ellen Haak, wissenschaftliche Volontärin der Sammlung Fotografie, kuratierte Ausstellung Hairytales widmet sich den haarigen Geschichten in der Sammlung des Kunstpalastes und eröffnet Perspektiven rund um das Haar in der zweiten Spot-On-Ausstellung seit der Neueröffnung der Sammlungspräsentation.

Kunstpalast Düsseldorf
Ehrenhof 4-5
40479 Düsseldorf
Tel. 0211 – 56 64 21 00

 

Vom 21. Juni bis 27. Oktober 2024

Köln

Körperwelten & Der Zyklus des Lebens


Gunther von Hagens‘ KÖRPERWELTEN, Institut für Plastination, Heidelberg, www.koerperwelten.de Foto © David Trood

Die Ausstellung „Körperwelten“ nimmt den Besucher mit auf eine unvergessliche Reise in den menschlichen Körper. Sie ermöglicht Einblicke in dessen komplexen Aufbau und erklärt für jeden verständlich Funktionsweise und Zusammenspiel der einzelnen Systeme und Organe. Die Ausstellung geht aber noch viel weiter: Während wir in einen fremden Körper schauen, entdecken wir unseren eigenen auf komplett neue Weise. Dabei geht es den Ausstellungsmachern nicht nur um anatomische Wissensvermittlung. Vielmehr wollen sie den Besucher anregen, bewusst zu leben, stärker auf die eigene Gesundheit zu achten, die Möglichkeiten und Grenzen des Körpers zu erkennen und über den Sinn des Lebens zu reflektieren.
Schwerpunktthema der Ausstellung in Köln ist „Zyklus des Lebens“. Unser Alterungsprozess beginnt bereits mit der Geburt und ist ein ganz natürlicher Vorgang, den wir aktiv mitgestalten können. Die Ausstellung beleuchtet die einzelnen Lebensphasen und lädt jeden Besucher ein, sich intensiv mit seinem Körper und den Auswirkungen seines Lebensstils zu beschäftigen.

Ehemaliges Autohaus
Oskar-Jäger-Str. 99
50825 Köln

 

Vom 21. Juni bis zum 3. November 2024

Max Ernst Museum Brühl des LVR

Nando Nkrumah – Heute schon morgen


Nando Nkrumah, No Frontiers, 2016, © VG Bild-Kunst, Bonn 2024

Nando Nkrumah (*1979 in Kumasi, Ghana; lebt und arbeitet in Köln) ist für seine Interventionen in der deutschen Museumslandschaft bekannt, in denen er koloniale Strukturen offenlegt und kritisiert. Das Max Ernst Museum Brühl des LVR hat ihn im Rahmen seines neuen Ausstellungsformates New Perspectives eingeladen, neue Blickwinkel auf den Surrealismus zu eröffnen. Die Ausstellung HEUTE SCHON MORGEN präsentiert ortspezifisch neue Arbeiten des deutsch-ghanaischen Künstlers, darunter frühe Zeichnungen und Druckgrafiken bis hin zu einer Serie aktueller Porträts in Öl und Kohle sowie digitale Werke in Form einer raumgreifenden Wandgestaltung und audiovisuellen Porträts. Nando Nkrumah erforscht in seinen Bildwelten die Kraft der Vorstellung als Werkzeug, um die Zukunft zu gestalten. Er verbindet persönliche Erinnerungen, Träume, Hoffnungen zu afrofuturistischen Zukunftsvisionen mit surrealistischen Elementen. Gespräche über Zukunftsthemen mit Personen aus seinem Umfeld haben den Künstler zu facettenreichen Porträts inspiriert. Durch die Kombination von Science-Fiction, Fantasie und Technologie schafft er alternative Erzählungen, die die Geschichte, Kultur und Erfahrungen Afrikas in eine neue, zukunftsorientierte Perspektive rücken.

Max Ernst Museum Brühl des LVR
Comesstr. 42 / Max-Ernst-Allee 1
50321 Brühl
Tel. 02232 – 57 93-0

 

Vom 23. Juni bis 27. Juli 2024

Kunstpalast und NRW-Forum Düsseldorf

Die GROSSE Kunstausstellung NRW 2024


Exhibition View: DIE GROSSE Kunstausstellung NRW 2023, Photo : Die GROSSE

Im Kunstpalast, im NRW-Forum sowie im Ehrenhof findet auch 2024 wieder die größte von Künstler:innen für Künstler:innen organisierte Ausstellung in Deutschland statt. Skulpturen im Außenraum bilden eine visuelle Verknüpfung, eine Art verbindende Blickachse zwischen den beiden bekannten Düsseldorfer Kunstinstitutionen. Bereits seit 1902 bietet der Verein zur Veranstaltung von Kunstausstellungen e.V. mit der Organisation dieser Ausstellung eine einzigartige Plattform für den Austausch von Künstler:innen, Kunstinteressierten und Käufer:innen. Die Werke können von den Besuchenden ohne Beteiligung einer Galerie direkt vor Ort erworben werden. Die Auswahl der teilnehmenden Künstler:innen wird aus zahlreichen Bewerbungen durch eine jährlich wechselnde Jury getroffen. Gezeigt werden Werke aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Grafik, Bildhauerei/Plastik, Installation und Video.

Kunstpalast Düsseldorf
Ehrenhof 4-5
40479 Düsseldorf
Tel. 0211 – 56 64 21 00

 


Aktuelle Ausstellungen:

 

Noch bis 30. Juni 2024

Max Ernst Museum Brühl des LVR

Nevin Aladağ – Interlocking


Nevin Aladağ, Raise The Roof (Venice), 2017, Video, 8:24min, © VG Bild-Kunst, Bonn 2024, Foto: Raphael Beinder

Nevin Aladağ (*1972 in Van, Türkei, lebt und arbeitet in Berlin) gehört zu den international renommiertesten Künstlerinnen der Gegenwart. Die Überblicksausstellung Interlocking (Ineinandergreifen) mit textilen Collagen, Klangskulpturen, Installationen und Videos zieht Verbindungslinien zwischen unterschiedlichen Mustern künstlerischen Schaffens und deren soziokulturellen Hintergründen. Das kreative Knüpfen solcher Zusammenhänge ist ein wichtiger Aspekt in Nevin Aladağs umfangreichem Werk. So werden in der Serie Social Fabric verschiedene Textilien zu einem „utopischen Teppich“ verwebt, der die Herkunft des Materials aus unterschiedlichen Kulturen bildlich zusammenführt. Die Installation Teppichballspiel lädt interaktiv zum Indoor-Basketball mitten im Ausstellungssaal ein. Zudem sind eine neue Werkgruppe sowie im Außenbereich des Museums mit den Fahnen Best Friends ortsspezifische Installationen zu sehen.

Max Ernst Museum Brühl des LVR
Comesstr. 42 / Max-Ernst-Allee 1
50321 Brühl
Tel. 02232 – 57 93-0

 

Noch bis 7. Juli 2024

Kunstmuseum Villa Zanders

Oskar Holweck. Meister der Reduktion


Oskar Holweck, 29. XII. 82, 1982, Blindbuch, durchstoßen, 21,5 x 70 x 50 cm, Kunstmuseum Villa Zanders Foto: © Michael Wittassek (Detail)

Wie kaum ein anderer Künstler hat Oskar Holweck (1924– 2007) die Kunst aus Papier vorangetrieben und ihr zu einem eigenen Profil und Ansehen verholfen. Generationen von Künstler:innen sind darauf aufbauend inzwischen ihren eigenen Weg gegangen, haben den Werkstoff immer wieder aufs Neue herausgefordert und die Ausdrucksmöglichkeiten erweitert. Während in den 1950er-Jahren vorwiegend expressive Tuschezeichnungen entstanden, fand Holweck bald zu einem betont konzeptionellen Ansatz: In akribisch vorbereiteten Experimenten untersuchte er den Aufprall von schwarzer Tusche auf Papier, bewegte den Papierbogen auf unterschiedliche Weise, schüttete die Farbe oder arbeitete mit Pipette und Pinsel. Holweck experimentierte mit Papier wie in einem Labor. Indem er in der Folge die Farbe gänzlich wegließ und allen Ausdruck im Papier selbst suchte, ging er noch einen Schritt weiter. Durch Knicken, Knüllen, Perforieren oder Reißen schuf er Werke, in denen sich das Spiel von Licht und Schatten entfaltet. In Künstlerkreisen fanden seine Werke schnell Anklang, so dass er seit 1958 zu zahlreichen Ausstellungen der Gruppe ZERO eingeladen wurde. Durch vielgestaltige Bearbeitung des Papiers mit unterschiedlichen Werkzeugen und Utensilien schuf er ein einzigartiges und innovatives OEuvre, das ihn zum Pionier der Kunst aus Papier werden ließ, weshalb seine Werke auch in die Bergisch Gladbacher Sammlung „Kunst aus Papier“ früh Eingang fanden.

Kunstmuseum Villa Zanders
Konrad-Adenauer-Platz 8
51465 Bergisch Gladbach
Tel. 02202 – 14 23 56

 

Noch bis 7. Juli 2024

Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur

Blick in die Zeit – Alter und Altern im photographischen Porträt


August Sander: Zusammen 285 Jahre, Rosette Haubrich, geb. Jung, Henriette Jung, Wilhelmine Kessler, geb. Jung, Biersdorf, 1931 © Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur – August Sander Archiv, Köln; VG Bild-Kunst, Bonn

Die Ausstellung stellt internationale Positionen der Photographie von den 1910er Jahren bis in die Gegenwart vor – 170 photographische Werke, die sich am Beispiel des Porträts den unterschiedlichen Facetten des Phänomens „Alter“ nähern, werden in dieser Ausstellung präsentiert. So bildet August Sander in eindrucksvollen, Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen Porträts betagte Menschen einer ländlichen Bevölkerungsschicht ab, die, so zeitaktuell sie damals waren, in eine vergangene Epoche weisen. Sander selbst ist in der Ausstellung in einem Altersbildnis, erstellt 1960 von der amerikanischen Künstlerin Imogen Cunningham, zu sehen. Wie ambivalent das Verhältnis unserer Gesellschaft zum Altern ist, zeigt Cindy Sherman. In ihrem Rollenporträt schlüpft sie in die Haut einer Dame der urbanen höheren Gesellschaft, die Altersspuren durch Make-up, Kleidungsstil und Attitüde sorgsam zu verdecken versucht. Deutlich schonungsloser geht John Coplans mit dem Thema um. In großformatigen Bildern zeigt er seinen gealterten, nackten Körper, ganz ohne Beschönigungen. Noch immer ist dies ein Tabubruch, der die Unsichtbarkeit des Alters in unserer kulturellen Gegenwart und Gesellschaft verdeutlicht. Diese und die weiteren präsentierten Serien machen deutlich, wie vielfältig in der Photographie die Phänomene „Alter“ und „Altern“ verhandelt werden. Denn die Photographie, so wird in der Ausstellung klar, vermag wie kein anderes Medium einen Blick in die Zeit zu werfen.

Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur
Im Mediapark 7
50670 Köln
Tel. 0221 – 888 95-300

 

Noch bis 7. Juli 2024

Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur

Jem Southam: The Pond at Upton Pyne


Jem Southam: The Pond at Upton Pyne, July 1996 © Jem Southam

Die Serie von Jem Southam zeigt die zyklische Veränderung eines Teiches und seiner Umgebung in der Nähe von Devon, England. Der Teich ist nicht natürlichen Ursprungs, sondern geht auf eine stillgelegte Manganmine aus dem 18. Jahrhundert zurück, ein Gebiet, das lange Zeit vernachlässigt wurde. Für die narrative Serie, die zwischen 1996 und 2002 entstand, entwarf Southam drei Teile: Der erste zeigt den Teich zu einer Zeit, als ein Mann daran arbeitete, das kleine Gebiet in ein romantisches Paradies für seine Familie zu verwandeln. Nachdem der Mann das Dorf verlassen hatte, verwilderte das Gebiet. Der zweite Teil ist der Arbeit des nächsten Bewohners gewidmet, der sich dem Teich später annahm. Er ließ sich von einer anderen Vision leiten und verwandelte den Ort in einen Ort der Erholung und Freizeitgestaltung, indem er beispielsweise neue Hütten, Tische und Schaukeln aufstellte. Der kurze dritte Teil von Southams Studie beschäftigt sich mit der umgebenden Landschaft. Jem Southams Bildserie, die sich auf einen „Mikrokosmos“ konzentriert, ist sowohl eine allegorische Geschichte darüber wie unsere Träume unser Handeln beeinflussen, als auch eine Reflexion über Aspekte der historischen und soziokulturellen Entwicklung der postindustriellen westlichen Welt.

Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur
Im Mediapark 7
50670 Köln
Tel. 0221 – 888 95-300

 

Noch bis 22. Juli 2024

Phoenix des Lumières

Dalí: Das endlose Rätsel


© Culturespace / Falco Wübbecke

Phoenix des Lumières lädt Besucher:innen ein in die spanische Region Katalonien: Denn dort begann das Wirken des ebenso vielbeachteten wie polarisierenden Künstlers Salvador Dalí und des herausragenden Architekten Antoni Gaudí. Rund 100 Videoprojektoren, 28 Lautsprecher und 10 Subwoofer sorgen für großflächige Bilder und beeindruckende musikalische Begleitung, die den Besucherinnen und Besuchern ermöglichen, tief in die Welt der Künstler einzutauchen. Quasi ergänzend beleuchtet Phoenix des Lumières im kommenden Jahr auch das Schaffen des Architekten Antoni Gaudí, der als große Inspirationsquelle Dalís gilt und aus der gleichen Region stammt. Die Ausstellung würdigt das Schaffen des genialen Architekten anhand seiner modernistischen Gebäude, die er ab Beginn des 20. Jahrhunderts konzipierte und die heute zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Abgerundet wird das neue Programm von Phoenix des Lumières durch die etwa sechsminütige Kurzausstellung „3 Movements“, geschaffen vom istanbuler Kunst-, Design- und Technologiestudio Nohlab.

Phoenix des Lumières
Phoenixplatz 4
44263 Dortmund
Tel. 0231 – 99 76 38 68

 

Noch bis 28. Juli 2024

Wallraf-Richartz-Museum

Paris 1874: Revolution in der Kunst - Vom Salon zum Impressionismus


Antoine Chintreuil, Der Regenschauer, um 1868, Öl auf Leinwand, Städel Museum, Frankfurt am Main, Eigentum des Städelschen Museums Vereins e.V., © Foto: Städel Museum, Frankfurt am Main ARTOTHEK

Kaum ein Ort und eine Zeit haben die Kunstgeschichte so beeinflusst wie das Paris von 1874, denn hier fand vor knapp 150 Jahren vom 15. April bis 15. Mai die erste Ausstellung der später weltberühmten Impressionisten wie Degas, Morisot, Monet, Renoir und Sisley statt. Wie es dazu kam, dass sich die Maler:innen jenseits der offiziellen Salon-Ausstellung der Pariser Akademie selbst organisierten, und warum ihre Kunst anfänglich abgelehnt und später weltweit gefeiert wurde, zeigt das Wallraf im Frühjahr 2024. Mit dieser großen Ausstellung zeichnet das Kölner Museum den spannenden Weg der französischen Malerei nach und präsentiert ein faszinierendes Panorama an Künstlern, Stilrichtungen, Gattungen und Motiven.

Wallraf-Richartz-Museum
Obenmarspforten 40
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-211 19

 

Noch bis 28. Juli 2024

Bundeskunsthalle Bonn

„Bilder im Kopf, Körper im Raum“. Franz Erhard Walther


Franz Erhard Walther Doppelzeltstück, 1969, Sammlung Franz Erhard Walther Stiftung, Aktivierung in der Rhön, 2023

Aufgrund einer andauernden Aktualität und Relevanz für die gegenwärtige Kunst und auch zu Ehren seines 85. Geburtstages plant die Bundeskunsthalle für das Jahr 2024 eine große Übersichtsausstellung zum Werk von Franz Erhard Walther (*1939). Gerade im Rheinland – einer wichtigen Studien- und Wirkungsstätte – ist eine Ausstellung ein Desiderat. Franz Erhard Walther formuliert Anfang der 1960er – im Umfeld des Minimalismus und jenseits des klassischen Verständnisses von Skulptur und Malerei – einen neuen Werkbegriff, der die Betrachter*in als Akteur*in mit einbezieht: Sein Erster Werksatz (1963–1969) aus 58 aktivierbaren Elementen ist legendär. Damit belegt der Künstler den Begriff von Skulptur und dem des Rezipienten als eine grundlegende Hinterfragung und versteht die ausgeführte „Handlung als Werkform“: Gesten und Handlungen werden zum essentiellen Bestandteil der Arbeit. Franz Erhard Walther wurde – nicht zuletzt auch durch sein überragendes Engagement als Professor an der Hochschule für bildende Künste Hamburg – zu einem der bedeutendsten und einflussreichsten Künstler und Lehrer Deutschlands. Die kunsthistorische Bedeutung seines Werkes ist unumstritten. Schon im Frühwerk beschäftigt sich der Künstler mit dem Prozessualen als Gestaltungsprinzip, während seiner Zeit in Düsseldorf spielen Experiment und Innovation eine große Rolle. Seit Anfang 1963 wird Stoff – ein bis dahin ungebräuchliches künstlerisches Material – für die Herstellung fast aller Aktivierungsobjekte verwendet. In den Wandformationen der 1980er-Jahre erzielt er eine unvergleichbare Verschränkung von Malerei, Skulptur und Architektur, die sich bis heute fortsetzt. Die Ausstellung soll eine konzentrierte, repräsentative Auswahl von handlungsbasierten Arbeiten präsentieren sowie Zeichnungen „als Innenblick“ aus verschiedenen Perioden. Frühe Arbeiten, wie die Handstücke, Schreitsockel oder die Raumelemente führen zum Ersten Werksatz, dem verschiedene Wandformationen, Configurations, das Neue Alphabet oder die Handlungsbahnen folgen.

Bundeskunsthalle
Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn
Tel. 0228 – 917 10

 

Noch bis 11. August 2024

Museum Ludwig

Roni Horn. Give Me Paradox or Give Me Death


© Installationsansicht Roni Horn. Give Me Paradox or Give me Death Untitled (“The tiniest piece of mirror is always the whole mirror.”), 2022 / Portrait of an Image (with Isabelle Huppert), 2005–2006, Museum Ludwig, Köln 2024 © Roni Horn, Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln/Vincent Quack

Mit der Ausstellung widmet das Museum Ludwig der einflussreichen, amerikanischen Künstlerin Roni Horn (*1955 in New York) eine umfassende Überblicksausstellung, die das herausragende und vielfältige Œuvre der Künstlerin vom Beginn ihres Schaffens in den späten 1970er Jahren bis heute zeigen wird. Es reicht von Fotografie über Zeichnung und Künstlerbuch bis hin zu Skulptur und Installation, ist abstrakt, gegenständlich oder dokumentarisch. Hinter dieser Offenheit steht eine zentrale Idee in Roni Horns Arbeit: Alles in der Welt ist wandelbar, alles kann verschiedene Zustände und Bedeutungen annehmen. Die Ausstellung im Museum Ludwig betrachtet diese Idee anhand von drei für Horns Schaffen zentralen Themen: Natur, Identität und Sprache. Einen Schlüssel, um die Welt zu verstehen, findet die Künstlerin in der Literatur und Poesie, zum Beispiel den Gedichten von Emily Dickinson. Roni Horns Bild der Natur ist kein romantisches, sie zeigt sie bedrohlich und bedroht zugleich. In fotografischen Serien und Selbstporträts aus verschiedenen Lebensphasen beschäftigt sie sich nicht nur mit der eigenen Identität, sondern spricht eine viel größere Herausforderung an, der sich alle Menschen stellen müssen: den eigenen Platz in einer von gesellschaftlichen Normen bestimmten Welt zu finden.

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-261 65

 

Noch bis 11. August 2024

NS Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Kulturretter:innen – Die Wanderausstellung


Foto: Jörn Neumann / NS-DOK

Das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln zeigt die multimediale Wanderausstellung „Kulturretter:innen". Besucher*innen lernen außergewöhnliche Menschen und ihre Nachfahr:innen kennen, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden, Kultur bis in die Gegenwart gerettet und damit Widerstand geleistet haben. Durch die persönlichen Geschichten von acht Kulturretter:innen aus vier Generationen schafft die Ausstellung einen interaktiven und zeitgemäßen Zugang zur NS-Geschichte: Die Kulturretter:innen versteckten Diamanten und verteilten heimlich Flugblätter, sie retten Musik vor dem Vergessen, verarbeiten Erinnerungen in Kurzgeschichten und Comics, verwandeln Emotionen in Kunstwerke, erforschen Familiengeheimnisse und verlegen Stolpersteine. Ihre Geschichten machen Geschichte zugänglich und inspirieren.

 

Noch bis 11. August 2024

K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Hilma af Klint und Wassily Kandinsky – Träume von der Zukunft


Hilma af Klint und Wasssily Kandinsky, Träume von der Zukunft, Installationsansicht, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, 2024, Foto: Achim Kukulies

Zwei große Namen gelten als Leitsterne der westlichen Abstraktion: Auf der einen Seite Wassily Kandinsky (1866-1944), der russische Maler, Mitbegründer des „Blauen Reiter“ in München und Lehrer am Bauhaus in Weimar und Dessau. Zum anderen Hilma af Klint (1862-1944), die schwedische Künstlerin, deren visionäres Werk erst kürzlich wiederentdeckt wurde und die seitdem ein großes Publikum begeistert. Mit der Ausstellung in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen werden die Werke von af Klint und Kandinsky zum ersten Mal in einer umfassenden Ausstellung vereint. Geboten wird damit die einzigartige Möglichkeit die Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Notizen vergleichend zu betrachten und nachzuvollziehen. Af Klint und Kandinsky, die fast gleichzeitig lebten, ist dabei gemeinsam, dass sie mit der Abstraktion viel mehr als einen neuen Malstil erfinden wollten. Beide träumten von einer Zukunft, zu der die Kunst den Weg weisen sollte.

K20 Stiftung Kunstsammlung NRW
Grabbeplatz 5
40213 Düsseldorf
Tel. 0211 – 838 17 30

 

Noch bis 25. August 2024

mondo mio! Kindermuseum Dortmund

das DING. umORDNUNG im MUSEUM


© mondo mio! Kindermuseum

mondo mio! krempelt das Museum um und zeigt, was sonst im Verborgenen schlummert. Die Ausstellung „das DING. umORDNUNG im MUSEUM“ lädt Kinder ab vier Jahren und ihre Familien zu Entdeckungsreisen durch die Museumssammlung ein, zum Staunen, Stöbern und Neuordnen. In der zweisprachigen Ausstellung (deutsch/englisch) könnt ihr die verschiedenen Facetten eines Museums kennenlernen. Schaut selbst, wie kniffelig und unterhaltsam die Arbeit im Museum sein kann! An Mitmach-Stationen wird gemeinsam experimentiert und geforscht, gebastelt und geordnet. Alle Neugierigen begeben sich auf eine Reise in die wundersame Welt der Museumssammlung und bringen ans Licht, was bisher im Dunkel des Depots verborgen war.

mondo mio! Kindermuseum
Florianstr. 2
44139 Dortmund
Tel. 0231 - 502 61 27

 

Noch bis 25. August 2024

Kunstmuseum Villa Zanders

Martin Noël - Otto Freundlich. Die Entdeckung der Moderne


Blick in die Ausstellung: Martin Noël - Otto Freundlich. Die Entdeckung der Moderne © Foto: Michael Wittassek

links: Otto Freundlich, Komposition, 1930 (WVZ 151), Öl auf Leinwand, 147 x 113 cm, Musée d’Art et d’Histoire Pissarro-Pontoise (MAHPP), Pontoise / Mitte: Martin Noël, Otto # 125, 2005, Acryl auf Holz, 210 x 150 x 7 cm / rechts: Martin Noël, Otto # 135, 2003, Acryl auf Holz, 42 x 30 x 7 cm Für Martin Noël: Estate Martin Noël, Remagen/Rolandseck © VG Bild-Kunst, Bonn 2024

Martin Noël (1956 – 2010) ließ sich in seinen Objekten, Gemälden, Holz- oder Linolschnitten zeitlebens durch die verschiedensten Strömungen der Kunstgeschichte inspirieren. Eine wichtige Quelle war für ihn das Werk Otto Freundlichs (1878 – 1943), der zu den Pionieren der abstrakten Malerei gehört. Ausgangspunkt dessen Arbeit waren gesellschaftspolitische und philosophische Überlegungen. Die Ausstellung widmet sich den beiden Künstlern und dem fruchtbaren Niederschlag dieser Begegnung im Werk Noëls in den Jahren 2002 - 2006. Martin NoëI leitete seine Motive aus der sichtbaren Alltagswelt ab. Er folgte ihren Konturen, legte Linien frei und erschuf daraus eine faszinierende Welt abstrakter Formen. Ab 2002 beschäftigte sich NoëI intensiv mit Leben und Werk Otto Freundlichs. In der Zeit bis zu seinem Tod entstanden etwa 200 Werke, die sich explizit auf diesen Künstler beziehen. Otto Freundlich wurde in eine jüdisch assimiliert lebende Familie hineingeboren. Sein innovatives OEuvre, das Gemälde, Skulpturen, Mosaike und Glasfenster umfasst, wie auch seine politisch-philosophischen Schriften machen ihn zu einem Wegbereiter der Moderne. Er gilt als Impulsgeber einer geometrisierenden Abstraktion, deren Formensprache sich aus kleinen Elementen zusammensetzt, und die ihm als Synthese seiner künstlerischen wie sozialen Überzeugung erschien. Die Nationalsozialisten fühlten sich durch seine Schriften provoziert und verfemten seine Bildsprache.
Kunstmuseum Villa Zanders
Konrad-Adenauer-Platz 8
51465 Bergisch Gladbach
Tel. 02202 – 14 23 56

 

Noch bis 25. August 2024

DASA Dortmund

BioInspiration


Die Natur als Vorbild: Viele technische Innovationen sind Millionen Jahre alt und schlau entwickelt © Technisches Museum Wien - Sebastian Weissinger

Eine Ausstellung über die Natur als Vorbild. Die Natur hat sich in ca. 3,8 Milliarden Jahren Evolution an unterschiedlichste Bedingungen angepasst und dabei geniale Phänomene, Strukturen und Prozesse hervorgebracht. Die Ausstellung beleuchtet, wie sich Lösungsansätze der Natur auf Technik übertragen lassen. Als Verbindung von Biologie und Technik macht sich Bionik die Genialität der Natur zunutze und überträgt die natürlichen Strukturen und Mechanismen in technische Innovationen. Hier liegt viel Potenzial für die aktuellen globalen Herausforderungen wie Energienutzung oder klimatische Veränderungen. Als Arbeitswelt Ausstellung schaut die DASA vor allem auf die konkreten Anwendungsbeispiele für die tägliche Praxis.

DASA Dortmund
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund
Tel. 0231 – 90 71 26 45

 

Noch bis 1. September 2024

Bilderbuchmuseum Troisdorf

Neugierig?! Bilderbuchwelten von Antje Damm


© Antje Damm: Der Besuch. Moritz Verlag, Frankfurt a.M. 2017

Seit über 20 Jahren ist Antje Damm eine der erfolgreichsten deutschen Bilderbuchillustratorinnen und Autorinnen. Ihre Bücher wurden vielfach ausgezeichnet und zeigen eine große Bandbreite an Stilen und immer neuen Ideen.

Bilderbuchmuseum Burg Wissem
Burgallee 1
53840 Troisdorf
Tel. 02241 - 900-427

 

Noch bis 1. September 2024

Bundeskunsthalle Bonn

Kengo Kuma. Onomatopoeia Architecture


Kodama © Kengo

Die Ausstellung Kengo Kuma. Onomatopoeia Architecture präsentiert rund zwei Dutzend Modelle einiger der bedeutendsten Gebäude des japanischen Architekten. Im Mittelpunkt steht dabei der Dialog zwischen Mensch und Material und dem damit verbundenen Rückgriff des Architekten auf die Onomatopoesie, zu Deutsch „Lautmalerei“. Im Japanischen bestehen Worte oft aus doppelten Silben, deren Verdoppelung wiederum die Sprache zum Klingen bringt. Diese Strategie nutzt der international renommierte Architekt für die Auswahl seiner Materialien und deren Strukturen, aus denen er ganze Gebäude errichtet. Dabei lässt er sich weniger von rationellen Entscheidungen leiten, sondern arbeitet aus der Substanz des Materials heraus. Ausgehend von der Onomatopoesie, dem Erfinden oder Verwenden von Wörtern, die Geräusche enthalten, die mit dem Benannten assoziiert werden, verleiht Kengo Kuma einer physischen Empfindung eine Form, die seine Vorstellung von nachhaltiger Architektur zum Ausdruck bringt, in der Materialien wiederverwendet und Menschen und physische Dinge wieder miteinander verbunden werden. Für seine Projekte greift er auf japanische Traditionen und die von ihm bevorzugten Materialien – Holz, Papier und Metall – zurück und wendet sie auf seine eigene, einzigartige und zeitgenössische Weise an. In seiner Vision sprechen die Oberflächen nicht nur den Sehsinn an, sondern auch den Geruchs- und Tastsinn. Die Ausstellung besteht aus den Modellen einiger seiner bedeutendsten Gebäude, die den Besucher dazu anregen, den Klang der verschiedenen Materialien zu entdecken, darunter ein temporärer fünf Meter hoher Pavillon aus Aluminium und experimentelle Installation – eine filigrane Holzskulptur, die die Lautmalereien „tsun tsun“ und „zure zure“ zum Ausdruck bringen soll. Kengo Kuma (*1954) ist in Yokohama geboren. Er hat weltweit gebaut, seine Gebäude stehen in Japan, aber auch in ganz Europa, Vereinigten Staaten, China und Australien.

Bundeskunsthalle
Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn
Tel. 0228 – 917 10

 

Noch bis 1. September 2024

Von der Heydt-Museum Wuppertal

Nicht viel zu sehen. Wege der Abstraktion 1920 bis heute


Jean Fautrier, Nicht viel zu sehen, 1959, Mischtechnik auf Papier auf Leinwand 90 x 147 cm, Von der Heydt-Museum Wuppertal © VG Bild-Kunst, Bonn 2024

Das Von der Heydt-Museum präsentiert seine Schätze der Abstraktion: von der klassischen Moderne bis hin zu heutigen Tendenzen der ungegenständlichen Malerei. Hauptwerke bekannter Künstler:innen sind genauso zu sehen wie lange verborgene Kostbarkeiten aus den Depots. Benannt ist die Schau nach dem Titel eines bedeutenden Beispiels informeller Malerei im Bestand des Museums: Jean Fautriers Bild „Not much to look at (Nicht viel zu sehen)“ aus dem Jahr 1959. Insbesondere die vielen überraschenden Wechselbeziehungen zwischen figurativen und gegenständlichen Ansätzen einerseits und der ungegenständlichen bzw. abstrakten Kunst andererseits werden in der Ausstellung erlebbar. Etwa indem die historische Schlüsselfigur Max Ernst auf einen aktuellen Künstler wie Pius Fox trifft oder indem sich Werke von Amedée Ozenfant und Toulu Hassani, von Jean Dubuffet und Hannsjörg Voth, von George Mathieu und Katharina Grosse begegnen. Die Wege der Abstraktion in der Moderne sind verschlungen: ein lebendiger und offener Prozess mit vielen Beteiligten.

Von der Heydt-Museum
Turmhof 8
42103 Wuppertal
Tel. 0202 – 563 62

 

Noch bis 1. September 2024

Rautenstrauch-Joest-Museum

Mütter des Widerstands. An Irans Gräbern


© Rautenstrauch-Joest-Museum

2024 rückt das RJM den Iran in den Fokus. „Mütter des Widerstands. An Irans Gräbern“ erzählt persönliche Geschichten von iranischen Müttern, die seit Jahren für Gerechtigkeit für ihre von der iranischen Regierung ermordeten Kinder kämpfen. Es ist ein emotionales Mahnmal mit Werken der iranischen Künstlerin und Widerstandsmutter Shole Pakravan sowie der iranischen Künstlerin ICE FLOWER, ergänzt mit Filmen und Interviews. Die Intervention „Mütter des Widerstands. An Irans Gräbern“ verleiht den sogenannten gerechtigkeitssuchenden Müttern (persisch: مادران دادخواه) aus dem Iran, deren Kinder bei verschiedenen Protesten gegen die iranische Regierung von Kräften der Islamischen Republik getötet wurden, eine Stimme. Entstanden ist dieser Begriff nach den Aban-Protesten 2019, bei denen hunderte Menschen innerhalb weniger Tage hingerichtet wurden. Die Mütter der ermordeten Kinder organisierten sich, gingen mit ihren Geschichten viral und schlossen sich zusammen. Diese Frauen fordern durch ihren Protest, durch ihre Teilnahme an Kundgebungen und das gemeinsame Treffen an den Gräbern, Gerechtigkeit für ihre ermordeten Kinder. Die Täter sollen endlich identifiziert und für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden. Die Islamische Regierung hat Angst vor den trauernden Müttern und will sie durch Folter, lange Haft- und Geldstrafen sowie Peitschenhieben zum Schweigen bringen. Die iranische Künstlerin Shole Pakravan verlor ihre Tochter Reyhaneh Jabbari als diese 2014 vor den Augen der Weltöffentlichkeit hingerichtet wurde. Shole Pakravan schuf mit den 25 kleinen Skulpturen aus Holz Stellvertreterinnen für die Widerstandsmütter, die teilweise bis zu sechs ihrer Kinder durch die Islamische Republik Irans verloren haben. Die Installation macht die Geschichten der Widerstandsmütter und ihrer Kinder sicht- und hörbar. Die Besucher:innen können sie lesen und über Audioinstallationen hören. Die Schauspielerinnen Jasmin Tabatabai, Jasmin Schwiers, Elmira Raifzadeh, Lisa Biehl, Caroline Schreiber, Julia Philippi und Nagmeh Alaei erzählen sie. Die Aquarelle der iranischen Künstlerin ICE FLOWER sind Teil der Installation und zeigen Portraits der getöteten Kinder. Begleitend zeigt ein Film Zusammenschnitte von Beerdigungen, Demonstrationen und der Zusammentreffen der Widerstandsmütter.

Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt
Cäcilienstr. 29-33
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-313 56

 

Noch bis 8. September 2024

August Macke Haus

Zwei Menschen - Das Künstlerpaar Franz M. Jansen und Fifi Kreutzer


Franz M. Jansen Mittelrheinlandschaft, 192, Pastellkreide, 34 x 51,5 cm, Museum August Macke Haus © Foto: David Ertl

Franz M. Jansen (1885–1958) und Fifi Kreutzer (1891–1977) lernten sich bereits 1908 kennen, heirateten 1917, lebten seither bis zum Tod Jansens 1958 zusammen und arbeiteten unter einem Dach. Auch wenn Jansen vorwiegend malte und ein sehr umfangreiches druckgrafisches Werk schuf, während Fifi Kreutzer sich zunächst vor allem mit kunstgewerblichen Arbeiten, mit Stickereien, Illustrationen, Entwürfen für Textil-, Holz- und Dekorationsarbeiten befasste, so manifestiert sich ihre künstlerische Verbundenheit und ihre gegenseitige Anregung in vielfacher Hinsicht: Zum einen in ihren Werken, in der Wahl von Themen und Motiven, künstlerischen Techniken bis hin zu stilistischen Annäherungen. Zum anderen in ihren Anschauungen, die in der Jugendbewegung mit ihren lebensreformatorischen Ansätzen wurzeln. Fifi Kreutzer und Franz M. Jansen werden erstmals als Künstlerpaar in den Fokus gerückt. Gemeinsamkeiten und Interdependenzen, aber auch Eigenständigkeit und Unterschiede in ihren Werken werden vor dem Hintergrund ihres persönlichen Werdegangs aufgezeigt und anhand von Themen- wie Motivschwerpunkten unter Einbindung des biografischen Kontextes nachvollziehbar dargestellt.

August Macke Haus
Hochstadenring 36
53119 Bonn
Tel. 0228 - 65 55 31

 

Noch bis 8. September 2024

Haus der Natur Bonn

Mensch Biene!


© martin-dm / Getty Images Signature

Ohne Bienen geht es nicht! Das gilt für die Natur, aber auch für uns Menschen – überall auf der Welt.  Biene ist aber nicht gleich Biene. Denn es gibt alleine in Deutschland fast 600 verschiedene Arten. Und jede hat ihre eigene faszinierende Lebensgeschichte. Unser Nutztier, die Honigbiene, ist nur eine davon. Doch gibt es eine Gemeinsamkeit: Insektengifte und Monokulturen machen ihnen das Leben immer schwerer. Wie können wir den Bienen helfen? In der Ausstellung lernt ihr das faszinierende Leben eines Bienenvolks kennen. Ihr schlüpfen selbst in die Rolle einer Arbeiterin und sammelt Pollen oder tanzt den berühmten Bienentanz. Bei einer Rallye durchlauft ihr alle Stationen ihres Lebens, das nur 42 Tage dauert. Ihr werdet aber auch einige wilde Schwestern der Honigbiene kennenlernen.

Haus der Natur
An der Waldau 48
53127 Bonn
Tel. 0228 – 778 77 22

 

Noch bis 8. September 2024

K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Mike Kelley. Ghost and Spirit


Mike Kelley, More Love Hours than Can Ever be Repaid and the Wages of Sin, 1987 © Mike Kelley Foundation for the Arts/ VG Bild-Kunst, Bonn 2024

Das Werk von Mike Kelley (1954 in Detroit, Michigan – 2012 in Los Angeles, Kalifornien) ist experimentell, opulent und verstörend – und es gilt als eines der einflussreichsten seit den späten 1970er-Jahren. Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zeigt in K21 eine umfassende Retrospektive, die in Zusammenarbeit mit Tate Modern, London, der Pinault Collection, Paris, und dem Moderna Museet, Stockholm entstand. Ob spiritistische Vorstellungen, Heavy Metal oder die Superman-Comics: Kelley greift Bilder und Mythen aus Pop- und Subkultur auf, um bleibende Fragen nach dem Ort des Menschen in der Welt und der Gesellschaft zu stellen. Prägungen durch Politik und Erziehungssysteme werden ebenso thematisiert wie Klassen- und Genderzugehörigkeit. So fiel Mike Kelley in den 1990er-Jahren mit Skulpturen aus Stofftieren und weiblich konnotierten Handarbeiten auf. Hinter deren vermeintlicher Harmlosigkeit tat sich aber Unheimliches, Bedrohliches, Abseitiges auf. Einer seiner letzten großen Werkkomplexe „Day is Done“ (2005) schöpft aus Karneval, Halloween und Schultheater. In solchen volkstümlichen Bräuchen sieht Kelley ritualisierte Verstöße gegen gesellschaftliche Konventionen. Auch die Kunst selbst kann zu den Orten gezählt werden, an denen solche Regelverstöße stattfinden können. In ihrer Mitte inszeniert Kelley den Künstler als eine höchst fragile Figur.

K21 Stiftung Kunstsammlung NRW
Ständehausstr. 1
40217 Düsseldorf
Tel. 0211 – 838 17 30

 

Noch bis 9. September 2024

Deutsches Glasmalerei-Museum Linnich

Junge Rebellen – Polke, Richter & Friends. Experimentelle Avantgarde im Spannungsfeld von Glaskunst, Malerei und Fotografie


© Deutsches Glasmalerei-Museum Linnich

Als glasmalerische Schwerpunkte zeigt die Ausstellung eine bisher nie öffentlich präsentierte Fenster-Tür-Kombination von Sigmar Polke, und von Gerhard Richter eine bis heute nie dokumentierten Auswahl seiner Entwürfe für das Fenster im Südquerhaus des Kölner Doms zusammen mit dem Original-Probefenster. Ausgehend von der Frage nach den glasmalerischen Schwerpunkten von Polke und Richter begab sich das Museum auf eine spannende Recherche nach den Gemeinsamkeiten und Ursprüngen der Ausnahmekünstler.
Die Schätze in der Ausstellung haben ihre eigenen, ganz individuellen Geschichten: Nachdem im Archiv des Museums eine Fenster-Tür-Kombination von Sigmar Polke lange auf ihre Präsentation gewartet hatte, fand sich bei den Recherchen zur Ausstellung ein würdiges Pendant: die Entwürfe und Original-Probefenster von Gerhard Richter für seine berühmten Fenster im Südquerhaus des Kölner Doms lagerten fast vergessen in einem der Türme des ehrwürdigen Doms. Beide Werke sind glasmalerische Erstlingswerke. Und wie ein Alpha und Omega beendete Sigmar Polke sein Lebenswerk 2009 mit der Gestaltung von sieben Achat- und fünf Farbglasfenstern im Grossmünster in Zürich. Die Glasfenster, die das DGML zeigt, sind Beispiele für den herausragenden künstlerischen Umgang mit Licht und Material. Aber auch für den innovativen Geist und den Mut der Ausnahmekünstler: Für die Umsetzung beider Fenster wurden spezielle handwerkliche Techniken ganz neu erfunden: für das Richterfenster verwandte man erstmals statt der Bleirute eine neu entwickelte Silikonverfugung und Sigmar Polke setzte mit der Achatverglasung völlig neue Materialien ein, die höchste und ganz neue Ansprüche an die technische Umsetzung verlangten.

Deutsches Glasmalerei-Museum Linnich
Rurstr. 9-11
52441 Linnich
Tel. 02462 – 99 17-0

 

Noch bis 15. September 2024

LVR Landesmusem Bonn

Dirk Reinartz. Fotografieren, was ist


„Lenkersmahlzeit“, Spa, 1969. © Deutsche Fotothek+Stiftung F.C. Gundlach / Dirk Reinartz

Das LVR-LandesMuseum Bonn zeigt die erste große Retrospektive des bedeutenden Fotojournalisten und Bildautors Dirk Reinartz (1947–2004). Zwanzig Jahre nach seinem frühen Tod richtet sich der Blick auf sein umfassendes Œuvre, das ihn als herausragenden Fotografen der späten Bundesrepublik und des wiedervereinten Deutschlands auszeichnet. Ob bei seinen frühen Auslandsreportagen, etwa für den Stern in Japan, oder in seinen freien Bildserien aus der deutschen Provinz: Reinartz gelingt es, durch eine präzise und pointierte Bildsprache gesellschaftspolitische Entwicklungen, kulturelle Umbrüche und konkrete Lebenssituationen von Menschen in feinsinnigen fotografischen Erzählungen festzuhalten. Reinartz’ Fotografien erschienen in vielen großen Zeitschriften wie dem Spiegel, in den Magazinen der Süddeutschen Zeitung und der ZEIT sowie in der Kunstzeitschrift art. Sie erzielten eine enorme Reichweite und prägten das Bildgedächtnis einer ganzen Generation.

LVR Landesmuseum Bonn
Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel. 0228 - 20 70-0

 

Noch bis 22. September 2024

Kunstmuseum Bonn

Katharina Grosse. Studio Paintings 1988–2023


Installationsansicht Katharina Grosse. Studio Paintings 1988 – 2023, Kunstmuseum Bonn, 2024, Foto: Jens Ziehe. Courtesy: Gagosian, Galerie Max Hetzler, Galerie nächst. St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder © VG Bild-Kunst, Bonn 2024

Katharina Grosse ist international bekannt für ihre expansiven Spray-Arbeiten, die sie vor Ort ausführt und dabei oft auch den Außenraum miteinbezieht. Bislang wurde ihren im Atelier entstandenen Leinwandarbeiten weniger Beachtung geschenkt. Die Ausstellung erkundet erstmals umfassend diesen Teil von Grosses Werk, von ihren Bildern der späten 1980er Jahre bis zu ihren jüngsten Arbeiten. Hierbei untersucht sie insbesondere deren physikalische und optische Eigenschaften, die ästhetische Komplexität und ihr dezidiert dynamisches Potenzial. Die großformatigen und ungemein kraftvollen Gemälde von Katharina Grosse erzeugen durch ihre nachdrückliche, materielle Präsenz eine gesteigerte Sinneswahrnehmung. Sie unterlaufen die konventionellen Beziehungen von Vordergrund und Hintergrund, Oberfläche und Untergrund, Leinwand-Fläche und Bild-Rand und eröffnen neue Vorstellungswelten innerhalb und außerhalb des Kunstwerks. Durch einen ergebnisoffenen schöpferischen Prozess, bei dem Malerei performative Eigenschaften annimmt, überdenkt Grosse grundlegende Fragestellungen, die die Geschichte der Malerei definiert haben. Die Ausstellung umfasst rund 40 meist großformatige Gemälde und wird in Zusammenarbeit mit dem Mildred Lane Kemper Museum in St. Louis (USA) und dem Kunstmuseum Bern realisiert. Sie wurde in St. Louis konzipiert und dort von Dr. Sabine Eckmann (William T. Kemper Direktorin und Chefkuratorin) kuratiert.

Kunstmuseum Bonn
Helmut-Kohl-Allee 2
53113 Bonn
Tel. 0228 – 77 62 60

 

Noch bis 22. September 2024

Makk – Museum für Angewandte Kunst

Perfect Match. Ausgewählte Kunstkammerobjekte der Sammlung Olbricht und des MAKK


Pulverflasche in Schildkrötenform, Süddeutschland, um 1620, Foto: © Kunstkammer Georg Laue, München/London

In der Reihe „Ausgewählt“ präsentiert das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) mit wechselnden Ausstellungskonzepten ungewohnte und überraschende Einblicke in seine Historischen Sammlungen. „Perfect Match“, die zweite Ausstellung in dieser Reihe, widmet sich dem Phänomen der Kunstkammer, indem ausgewählte Objekte des MAKK und der Privatsammlung von Thomas Olbricht in ein spannendes Zusammenspiel – ein Perfect Match – gebracht werden. In sieben Themenräumen werden insgesamt 68 hochkarätige Kunstwerke aus vielfältigen Materialien inszeniert: So lassen meisterhaft gearbeitete Objekte aus Bernstein, Elfenbein, Koralle, Silber, Muschel, Stein, Bronze, Gold oder Kokosnuss und Rinderbein die Atmosphäre einer fürstlichen Kunstkammer entstehen.

Museum für Angewandte Kunst
An der Rechtschule 7
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-238 60

 

Noch bis 29. September 2024

Museum für Ostasiatische Kunst

50 Jahre – 50 Schätze


Ein Paar Trinkschalen, Porzellan mit Emailfarben, China, Qing-Dynastie, Yongzheng-Periode (1723-1735) © Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln, Marion Mennicken

Die Präsentation zeigt eine Auswahl an 50 Objekten aus hauseigenem Bestand, welche mit Mitteln der durch den Sammler Hans Wilhelm Siegel (1903–97) ins Leben gerufenen Orientstiftung zur Förderung der Ostasiatischen Kunst Eingang in die Sammlungsbestände des Museums für Ostasiatische Kunst fanden. Anlass der Ausstellung ist das aktuelle 50-jährige Gründungsjubiläum der Orientstiftung.

Museum für Ostasiatische Kunst
Universitätsstr. 100
50674 Köln
Tel. 0221 - 221-286 17

 

Noch bis 13. Oktober 2024

Museum Ludwig

HIER UND JETZT im Museum Ludwig Und gestern und morgen


© Tacita Dean Sakura I, 2022, Buntstift auf Fuji Velvet Paper auf Papier montiert 348 x 500 cm, Courtesy die Künstlerin und Marian Goodman Gallery New York/Paris/Los Angeles, und Frith Street Gallery, London © Tacita Dean

Mit der Ausstellungsreihe HIER UND JETZT stellt das Museum Ludwig regelmäßig die eigene Arbeit auf den Prüfstand und hinterfragt die üblichen und gewohnten Strukturen des Ausstellungsmachens. Das neue Projekt der Reihe verknüpft das Hier und Jetzt mit dem Gestern und Morgen. Wir richten den Blick auf den Grund und Boden, auf dem das Museum steht, um von hier aus zurück und in die Zukunft zu schauen. Die Ausstellung findet in- und außerhalb des Museumsgebäudes statt und verbindet zeitgenössische und historische Kunst, Geologie, Dendrologie, Archäologie sowie Landschaftsarchitektur des Atelier le balto aus Berlin. Ausgehend vom Begriff der „Deep Time“ oder Tiefenzeit, jener Zeitdimension, die das menschliche Fassungsvermögen übersteigt und die Millionen von Jahren seit Entstehung der Erde bis heute umfasst, möchte die Ausstellung den Spuren der Urzeit auf den Grund gehen, die bis in unsere Gegenwart und unseren Lebensraum wirken. Das Projekt wird von einem Thinktank aus verschiedenen Disziplinen begleitet und ist die erste nachweislich klimaneutrale Ausstellung des Museum Ludwig.

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-261 65

 

Noch bis 13. Oktober 2024

Bundeskunsthalle Bonn

Für alle! Demokratie neu gestalten


Fridays for Future-Demonstration gegen die AFD, Berlin 21. Januar 2024, Foto: Stefan Frank/Middle East Images/AFP via Getty Images

Braucht die Demokratie ein Update? Haben wir uns zu lange darauf verlassen, dass unsere Demokratie durch nichts zu erschüttern ist? Mit Demokratie verhält es sich so: Es gibt sie nur, wenn wir fortwährend an ihr arbeiten. In einer Welt, die sich täglich verändert, muss sie ständig „fit“ gehalten werden. Es ist also Zeit, unsere demokratischen Muskeln zu stärken! Besucher:innen spüren am eigenen Leib, was es bedeutet, empathisch zu sein, langen Atem zu beweisen oder Kompromisse auszuhandeln. Darüber hinaus beleuchtet die Ausstellung den aktuellen gesellschaftlichen Wunsch nach mehr Teilhabe ebenso wie die traditionellen Formen der Demokratie. Wie wurde bislang für Demokratie gekämpft, für gleiche Rechte und Freiheit? Neben Kunst und Design werden Zeugnisse aus der politischen Kulturgeschichte, der Architektur sowie aus Film und Fotografie zu sehen sein. Die Ausstellung in Kooperation mit dem Kunstgewerbemuseum/Design Campus, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, wird ein Ausflug an die Wendepunkte der Geschichte, ebenso wie ein mutiges Spekulieren in Richtung Zukunft: Wie sieht die Demokratie von morgen aus?

Bundeskunsthalle
Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn
Tel. 0228 – 917 10

 

Noch bis 20. Oktober 2024

LVR-Industriemuseum Solingen Gesenkschmiede Hendrichs

Arbeits[T]räume – ein Zukunftslabor


Büromitarbeiterinnen anlässlich des 75-jährigen Firmenjubiläums der Gesenkschmiede Hendrichs, 1961 © LVR-Industriemuseum

Die Ausstellung „Arbeits[T]räume – ein Zukunftslabor“ beschäftigt sich mit der Zukunft der Arbeit. Das experimentelle Format geht über eine traditionelle Ausstellung hinaus. Anstelle einer musealen Meistererzählung stehen bewusst die individuellen Vorstellungen des Publikums im Mittelpunkt. Neben vielen anderen Möglichkeiten, diese in der Ausstellung zu hinterlassen, können Besuchende dem Museum leihweise ihr persönliches Arbeitsobjekt zur Verfügung stellen. Objekte spielen in unserem Arbeitsleben eine zentrale Rolle. Doch um welche Gegenstände es sich handelt und welche Bedeutung sie für uns haben, das hat sich in der Vergangenheit immer wieder verändert und es wird sich auch in Zukunft verändern. Viele von diesen ständigen Begleitern sind mit Bedeutung aufgeladen und erinnern uns an Geschichten von der Arbeit: Der Lieblingshammer, eine Gewerkschaftsfahne, das Röntgenbild vom Arbeitsunfall, das Geschenk zum Dienstjubiläum, eine Postkarte aus dem Büro… Was erzählen uns diese Dinge über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Arbeitswelt? Woran halten wir angesichts des Wandels der Arbeitswelt besonders fest? Kann sich die Geschichte auch in Zukunft noch so abspielen? Die Objekte können ab sofort und während der gesamten Laufzeit der Ausstellung zu den regulären Öffnungszeiten an der Museumskasse abgegeben werden. Dort liegt ein kurzer Fragebogen bereit, auf dem Informationen zum Objekt hinterlassen werden.

LVR-Industriemuseum Solingen
Merscheider Str. 289 – 297
42699 Solingen
Tel. 02234 - 992 15 55 (KulturInfo Rheinland)

 

Noch bis 20. Oktober 2024

Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Kiki Smith. Verwobene Welten


Guide, 2012, Baumwolle, Jacquard-Tapisserie © Kiki Smith, courtesy Pace Gallery, Foto: Courtesy Magnolia Editions, Oakland, CA

Die US-Amerikanerin Kiki Smith (*1954) gehört zu den einflussreichsten feministischen Künstlerinnen ihrer Generation. Ihre frühen Arbeiten sind geprägt von gesellschaftlichen Debatten der 1980er Jahre, wie die über AIDS, später beschäftigt sie sich intensiv mit dem weiblichen Körper. Anfang der 90er Jahre beginnt sie, sich vermehrt mit Umwelt und Natur als schützenswertem Raum auseinanderzusetzen. Hierbei spielt der Zusammenklang von Mensch und Tier als Teil eines kosmischen Ganzen eine entscheidende Rolle. Die in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin entwickelte Schau vereint 54 Werke. Im Zentrum stehen ihre großformatigen, eindrucksvoll gestalteten Jacquard-Tapisserien. Diese farbigen und teils mit Silberfäden durchwirkten Wandarbeiten laden zu visuellen Entdeckungsreisen ein. Sie verbinden Überzeitliches mit unserer unmittelbaren Gegenwart in poetisch-märchenhafter Klarheit. Ergänzend sind Skulpturen, Zeichnungen, Kupfertiefdrucke, Fotografien und Collagen zu sehen, die den komplexen Entstehungsprozess des schöpferischen Werks von Kiki Smith bezeugen.

Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Hans-Arp-Allee 1
53424 Remagen
Tel. 02228 - 92 55-0

 

Noch bis 27. Oktober 2024

Schloss Benrath Museum für Gartenkunst

RETROSPEKTIV! Eine fotografische Geschichte von Schloss Benrath 1870 bis heute


© Carl August Stachelscheid, Werbefoto für die Düsseldorfer Strickwaren GmbH und Kindermoden Münch, 1953, LVR-ZMB, C.A. Stachelscheid

Die Ausstellung im Museum für Gartenkunst ist die erste Ausstellung zur Fotogeschichte von Schloss und Park Benrath und zeichnet das fotografische Geschehen der letzten 150 Jahre nach. Die Ausstellung zeigt die Vielzahl an unterschiedlichen Einsatzgebieten der Fotografie auf: von Denkmalpflege über Tourismus, alltägliche familiäre Knipserei, politische und öffentliche Ereignisse bis hin zu Publizistik, Werbung und Kunst. Nachvollziehbar wird, wie Schloss Benrath auf der Basis von Fotografien als ein herausragendes Symbol der Düsseldorfer Geschichte präsentiert wurde. Die Ausstellung wird im gesamten Ostflügel des Museums für Gartenkunst sowie im Corps de Logis gezeigt. Hier dokumentieren die Aufnahmen die unterschiedlichen Zustände der Räume und ihrer Dekorationen. Unter den präsentierten Aufnahmen stammen viele von namhaften Fotograf:innen, darunter Julius Söhn, August Sander, Chargesheimer, Dolf Siebert, Ruth Hallensleben, Ruth Lauterbach-Baehnisch, Horst Schäfer, Marcus Schwier, Candida Höfer, Thomas Bachler, Kris Scholz, Hiroyuki Masuyama und anderen. Die Künstler:innen Bärbel Möllmann und Thomas Bachler richten im Ostflügel sowie auf dem Vorplatz je eine Camera obscura ein, um die optischen Wirkweisen von Licht erlebbar zu machen. Auch zahlreiche private Fotoaufnahmen aus den vergangenen 100 Jahren sind Teil der Ausstellung. Auf einen Aufruf reagierten über einhundert Personen und Familien und stellten knapp 300 Schnappschüsse für die Ausstellung zur Verfügung. Ein umfangreiches Bildungs- und Vermittlungsprogramm für Kinder, Jugendliche, Familien und Erwachsene begleitet die Ausstellung.

Stiftung Schloss und Park Benrath
Benrather Schlossallee 100-106
40597 Düsseldorf
Tel. 0211 – 892 19 03

 

Noch bis 27. Oktober 2024

LVR-Industriemuseum Engelskirchen Kraftwerk Ermen & Engels

Probiert? Kapiert!

In der Ausstellung bauen Besuchende eine große Kettenreaktion. © LVR-Industriemuseum, Foto: ZMB, Stefan Arendt 2023

Wie transportiert man kinderleicht schwere Waren? Wie treibt man große Maschinen an? Wie stellt man festes Gewebe her und welche Möglichkeiten zur platzsparenden Verpackung gibt es? An den Mitmach-Stationen der Ausstellung finden Kinder, Schüler*innen, Familien und Erwachsene clevere Lösungen für unterschiedliche technische Probleme. Webstuhl, Flaschenzug und verschiedene Teamstationen bieten Mitmach-Möglichkeiten rund um die Themen Energie, Transport, Lagerung und Produktion.
Im Zentrum von Probiert? Kapiert! steht das „Tinkern“ – Tüfteln –, mit dem alle Besucher:innen spielerisch naturwissenschaftliche und technische Inhalte kennenlernen. So erwartet sie als Höhepunkt des Ausstellungsbesuchs der gemeinsame Bau einer großen Kettenreaktion. Hier werden die vorab ausprobierten Themen wiederaufgenommen, Antriebe gefertigt oder Fahrzeuge gebaut. Aus den einzelnen Abschnitten wird so ein einziger großer Parcours zusammengesetzt. Die Besucher:innen lösen am Startpunkt einen Impuls aus, geben ihn dann beispielsweise über den Lauf einer Murmelbahn weiter, lassen ihn Höhenunterschiede überwinden oder übermitteln ihn mit Zahnrädern, Bausteinen oder Rollen. Wenn alles klappt, ertönt zum krönenden Abschluss ein lauter Knall. Viel Spaß, Kreativität und Action sind garantiert.

LVR-Industriemuseum Engelskirchen Kraftwerk Ermen & Engels
Engelsplatz 2
51766 Engelskirchen
Tel. 02234 - 992 15 55 (KulturInfo Rheinland)

 

Noch bis 27. Oktober 2024

Bundeskunsthalle Bonn

Interactions 2024


Olaf Nicolai, Camouflage/Torwand 1–3 [Croy, Kleff, Maier], 2023, Sammlung Marta, Dauerleihgabe, Privatsammlung Bielefeld, © VG Bild-Kunst, Bonn 2024, Foto: David Ertl, 2023 © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

Die Bundeskunsthalle veranstaltet ein Sommerprogramm der Interaktionen, des Spiels sowie visueller und akustischer Impulse. Verschiedene Orte des öffentlichen Raumes werden besetzt: Vom Dach über das Foyer in den Innenhof und auf dem Vorplatz werden ausgewählte Kunstwerke oder Aufführungen angeboten, die zum interaktiven Spiel, zur Reflexion oder zum Verweilen einladen. Die Werke beinhalten jeweils eine eigene Erzählung, die es neben der Interaktion zu entdecken gilt, beschäftigen sich aber auch mit diversen „Bildsprachen“ als grenzüberschreitende und universelle Kommunikationsform. Alle teilnehmenden Künstler:innen sind an Ausdrucksformen und Techniken interessiert, die die mögliche Distanz zur Kunst abbauen und Menschen in unserer komplexen diversifizierten Gesellschaft vielleicht leichter in Austausch treten lassen. Mit Interaktionen, Interventionen, auch möglichen Irritationen laden wir Sie ein, an der Kunst spielerisch teilzuhaben und in den Austausch zu treten. Kunst kann ein offenes Angebot sein, das sowohl dem individuellen als auch dem gemeinsamen Erleben dient – ein Miteinander, bei dem Konventionen oder starre Rollen hinterfragt, Offenheit, Toleranz und Sensibilität gefördert werden.

Bundeskunsthalle
Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn
Tel. 0228 – 917 10

 

Noch bis 3. November 2024

Museum für Ostasiatische Kunst

Kunst ist das Programm! Alfred Salmony und die Sammlung des Museums für Ostasiatische Kunst Köln während der Weimarer Republik 1918–1933


Kännchen in Form des Glücks-Buddhas Budai, Keramik, grüne Glasur, China, Cizhou Öfen, Provinz Hebei, 17. Jahrhundert, Qing-Dynastie (1644–1911) Foto: Rheinisches Bildarchiv, Marion Mennicken

Alfred Salmony (1890–1958) prägte als erster stellvertretender Direktor maßgeblich die Sammlungsgeschichte des 1913 eröffneten Museums für Ostasiatische Kunst. Er war ein passionierter Kunstwissenschaftler mit engen Kontakten zu Künstlerkreisen im Rheinland und zu globalen Händlernetzwerken. Getragen von seiner Begeisterung für die Idee von der Gleichheit aller Künste kuratierte er wegweisende Ausstellungen, wie die Vergleichswerteausstellung von 1921/22. Unter der Leitung von Frieda Fischer-Wieruszowski, einer der ersten Museumsdirektor:innen Deutschlands, lautete das gemeinsame Motto „Kunst ist das Programm!“. Die gleichnamige Ausstellung zeigt eine Auswahl von rund 100 Exponaten, die auf die Ankaufsinitiative Salmonys zurückgehen. Darunter sind edelsteinartige Jaden und kostbare frühchinesische Preziosen, wie Anhänger und Gürtelspangen, Haarnadeln und Bronzespiegel. Präsentiert werden auch chinesische buddhistische Steinskulpturen, die Salmony in der ersten Publikation des Hauses 1922 veröffentlichte, sowie eine Rekonstruktion der Vergleichswerteausstellung, in der Kunstwerke aus verschiedenen Kölner Museen einander gegenübergestellt waren.

Museum für Ostasiatische Kunst
Universitätsstr. 100
50674 Köln
Tel. 0221 - 221-286 17

 

Noch bis 10. November 2024

Museum Ludwig

Chargesheimer


© Chargesheimer Kirmes Unter Krahnenbäumen, vor 1957, Gelatinesilberpapier 26,3 x 39,8 cm Museum Ludwig, Köln, Reproduktion: Rheinisches Bildarchiv, Köln

Am 19. Mai 2024 wäre der Kölner Fotograf Chargesheimer (1924–1971), eigentlich Karl Heinz Hargesheimer, einhundert Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass zeigt das Museum Ludwig im Fotoraum eine Auswahl von rund fünfzig seiner Werke. Chargesheimer wurde mit den Fotobüchern Cologne intime und Unter Krahnenbäumen bekannt, die der Stadt Köln und ihrem Alltagsleben gewidmet sind. In der Präsentation sind dreiundvierzig der in diesem Zusammenhang entstandenen Fotografien zu sehen. Zwei Videos erlauben Einblick in die Fotobücher. Außerdem bezieht die Präsentation drei von Chargesheimers weniger bekannten Skulpturen – Mediationsmühlen – ein und zeigt sechs seiner abstrakten Fotoexperimente.

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-261 65

 

Noch bis 24. November 2024

Neanderthal Museum

Eis.Zeit.Reise Grönland


© Konrad Nuka Godtfredsen

Schnee, Eis, Wind und unendliche Weite. Das ist Grönland. Doch was hat dieses riesige und landschaftlich beeindruckende Land noch zu bieten? In der Ausstellung EIS.ZEIT.REISE GRÖNLAND werdet ihr mitgenommen auf eine Reise durch die Archäologie und Geschichte Grönlands. Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Graphic Novel „Qanga“ was in der Inuitsprache Inuktitut „Damals“ bedeutet. Der Comic-Zeichner Konrad Nuka Godfredsen entführt euch darin in die Vergangenheit seiner Heimat und zu den Wurzeln der grönländischen Kultur und Geschichte.

Neanderthal Museum
Talstr. 300
40822 Mettmann
Tel. 02104 - 979 70

 

Noch bis 22. Dezember 2024

LVR Industriemuseum Bergisch Gladbach Papiermühle Alte Dombach

Must-Have. Geschichte, Gegenwart, Zukunft des Konsums


© LVR-Industriemuseum

Tabakpfeife, Schallplatte oder Smartphone – Konsumartikel, die alle kennen, alle haben, alle brauchen? Zu verschiedenen Zeiten galten ganz unterschiedliche Dinge als „Must-have“. Die Ausstellung wirft mit über 450 Exponaten einen Blick auf die Entwicklung des Konsums von der vorindustriellen Zeit bis in die unmittelbare Gegenwart und macht sich Gedanken über die Zukunft. Haben wir schon immer so viel konsumiert? Wollen und können wir so wie jetzt immer weitermachen? Wie wollen und können wir nachhaltig konsumieren? Was kann ich mir von den Menschen vor 200 Jahren abschauen? Die Ausstellung richtet sich an alle, die ihr Herz schon mal an einen besonders schönen Gegenstand verloren haben oder sich kritisch mit dem Thema Konsum auseinandersetzen möchten.

LVR-Industriemuseum Bergisch Gladbach Papiermühle Alte Dombach
Alte Dombach
51465 Bergisch Gladbach
Tel. 02234 - 992 15 55 (KulturInfo Rheinland)

 

Noch bis 30. Dezember 2024

Gasometer Oberhausen

Planet Ozean

Spitzohren-Enope-Tintenfisch © Simone Matucc

In verschiedenen Ausstellungskapiteln zeigt der Gasometer anhand von teilweise noch nie gesehenen großformatigen Fotografien und Filmen die Ozeane unseres Planeten. Da tanzt dann ein Harlekin-Oktopus munter durch die Lagune von Mayotte, gibt es direkten Blickkontakt mit einem Blauhai oder beobachtet ein niedlicher Seelöwe den kunstvoll getarnten Fetzenfisch. Die Folgen der menschlichen Nutzung der Weltmeere als Energielieferant, Transportstrecke oder Nahrungsquelle dokumentiert dagegen das Bild „Net loss“ von Audun Rikardsen: Ein geplatztes Netz verliert seinen Fang und überschwemmt das Wasser mit toten Fischen. „Planet Ozean“ beschäftigt sich auch mit den wichtigen Bereichen Meeresschutz und -forschung. Hierfür steht der neuen Schau mit dem Deutschen Meeresmuseum ein versierter Partner zur Seite, dessen wissenschaftliche Expertisen das inhaltliche Fundament bilden. Im eigens für die neue Ausstellung entwickelten „Ocean Sound Raum“, in der Mitte des Erdgeschosses platziert, tauchen die Besucher:innen in einzigartige Klangwelten ein. Hier ploppt, knistert, kracht und klopft es, wenn tausende kleinster Krustentiere, lebendige Korallenriffe oder ein Schwarm Kabeljaue belauscht werden können. Die sinnliche Reise beginnt an der Nordsee und führt durch die Weltmeere bis in die Antarktis.In verschiedenen Ausstellungskapiteln zeigt der Gasometer anhand von teilweise noch nie gesehenen großformatigen Fotografien und Filmen die Ozeane unseres Planeten. Da tanzt dann ein Harlekin-Oktopus munter durch die Lagune von Mayotte, gibt es direkten Blickkontakt mit einem Blauhai oder beobachtet ein niedlicher Seelöwe den kunstvoll getarnten Fetzenfisch. Die Folgen der menschlichen Nutzung der Weltmeere als Energielieferant, Transportstrecke oder Nahrungsquelle dokumentiert dagegen das Bild „Net loss“ von Audun Rikardsen: Ein geplatztes Netz verliert seinen Fang und überschwemmt das Wasser mit toten Fischen. „Planet Ozean“ beschäftigt sich auch mit den wichtigen Bereichen Meeresschutz und -forschung. Hierfür steht der neuen Schau mit dem Deutschen Meeresmuseum ein versierter Partner zur Seite, dessen wissenschaftliche Expertisen das inhaltliche Fundament bilden. Im eigens für die neue Ausstellung entwickelten „Ocean Sound Raum“, in der Mitte des Erdgeschosses platziert, tauchen die Besucher:innen in einzigartige Klangwelten ein. Hier ploppt, knistert, kracht und klopft es, wenn tausende kleinster Krustentiere, lebendige Korallenriffe oder ein Schwarm Kabeljaue belauscht werden können. Die sinnliche Reise beginnt an der Nordsee und führt durch die Weltmeere bis in die Antarktis.

 
Gasometer Oberhausen
Arenastr. 11
46047 Oberhausen
Tel. 0208 - 850 37 30

 

Noch bis Ende 2024

LVR-Freilichtmuseum Lindlar

Leben im Wasser


Exponat in Ausstellung „Leben im Wasser der Schülerinnen und Schüler der Grundschule Lindlar Schmitzhöhe. © Foto: Frederik Grundmeier, LVR

Rund 100 Schüler:innen hatten sich in jahrgangsgemischten Projektgruppen zur Vorbereitung der Ausstellung mit Themen wie der Verschmutzung der Meere und den dadurch bedrohten Tieren und Pflanzen beschäftigt. Der Titel des Umweltprojekts lautet: „Leben unter Wasser – zwischen fantastischen Lebenswelten und Umweltverschmutzung”. Entstanden sind dabei nicht nur Skulpturen fantastischer Quallenwesen und anderer Tiere aus recycelten Materialien wie Obstnetzen oder Joghurtbechern – auch kleine Modelle für schwimmende Reinigungsmaschinen wurden aus diesen Materialien gebastelt. Die Kinder hatten außerdem Experimente durchgeführt, ein Bilderbuch und Schaukästen gebastelt und Geschichten geschrieben. Entstanden sind sogar ein Hörbuch und Podcasts, die jetzt an einer Medienstation in der Ausstellung angehört werden können. Die Ausstellung ist noch das ganze Jahr im Obergeschoss der Schule Hermesdorf im LVR-Freilichtmuseum Lindlar zu sehen.

LVR-Freilichtmuseum Lindlar
Unterheiligenhoven 5
51789 Lindlar
Tel. 02266 – 90 10-0

 

Noch bis 12. Januar 2025

Kunstmuseum Bonn

Raum für Demokratie


Barbara Klemm_Angela Merkel, Frau Stoiber, Edmund Stoiber, Wahlnacht, CDU-Zentrale, Berlin 2002

Anlässlich des 75. Jubiläums des Grundgesetzes widmet das Kunstmuseum Bonn dem Thema Demokratie einen Sammlungsraum. Kunstwerke der vergangenen 75 Jahre blicken aus verschiedenen Zeiten auf die deutsche Geschichte, die Gesellschaft und auf demokratische Werte. Der RAUM FÜR DEMOKRATIE ist Ausstellungsraum und Werkstatt zugleich. Hier verbinden sich Perspektiven aus der Sammlung des Kunstmuseums Bonn mit denen der Besucher:innen. Von Mai bis Dezember finden im Raum für Demokratie regelmäßig Workshops statt, die in der partizipativen Gestaltung des DigitalGuides des Kunstmuseums Bonn münden. Abrufbar über QR-Codes, fungiert der DigitalGuide im Raum für Demokratie als Plattform für eine mehrstimmige Kunstvermittlung. Die Besucher:innen kommen zu Wort, teilen und reflektieren ihre Assoziationen und Eindrücke. Zusätzliche Textimpulse im Ausstellungsraum regen zum Schreiben, Lesen und zu Gesprächen an. Die Liste der Künstler:innen umfasst Benjamin Bergmann, Joseph Beuys, Andreas Gursky, Paul Klee, Barbara Klemm, Erik van Lieshout, Sigmar Polke, Anys Reimann, Ulrike Rosenbach und Klaus Staeck.

Kunstmuseum Bonn
Helmut-Kohl-Allee 2
53113 Bonn
Tel. 0228 – 77 62 60

 

Noch bis 12. Januar 2025

Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur

Baden mit Humor


Les Baigneurs“, H. Daumier, 1840, Foto: Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur

Die Sonderausstellung widmet sich verschiedenen Karikaturen des 19. Jahrhunderts. Gezeigt wird der teils tiefgründigen Humor in den Zeichnungen Honoré Daumiers und einiger seiner Zeitgenossen. Es werden mehr als 60 Grafiken seines Werkes und anderer Künstler gezeigt, übersetzt und in ihren Bezug zum Baden gesetzt. Denn viele seiner Arbeiten zeigen Personen in den unterschiedlichsten Situationen in und um das Wasser. Ob im privatem Bad, in den Seeorten an den Küsten Frankreichs oder in den Badeanstalten von Paris, überall findet er teils bizarre Szenen, besondere Persönlichkeiten und eigenwillige Situationen, die er satirisch umsetzt. Als Karikaturen in Zeitungen teils politisch, teils gesellschaftlich hält er sie dann als Spiegel seinen Zeitgenossen vor.

Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur
Mühlenberg 7
53909 Zülpich
Tel. 02252 - 83 80 61 04

 

Noch bis 2. Februar 2025

LVR Industriemuseum Oberhausen St. Antony-Hütte/ Museum Eisenheim

Heile Welt…? Kinderleben an Ruhr und Emscher 1900 – 1960


Unterwegs auf zwei Rädern, um 1960 © Fritz Henle, LVR-Industriemuseum

Ausgewählte Fotografien geben einen Einblick in die vielfältigen Lebenswelten von Kindern in der Region um Oberhausen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ob beim Kinderfest, auf der Kirmes, beim Spielen auf der Straße oder beim Baden im Rhein-Herne-Kanal - auf den ersten Blick sind es Bilder einer glücklichen Kindheit, die von den Fotografinnen und Fotografen festgehalten wurden. Die Kinder scheinen wohlbehütet und fröhlich zu sein. Schaut man jedoch genauer hin, verraten die Fotografien, dass die Realität um einiges vielschichtiger war, als die heile Welt, die einige der Aufnahmen andeuten. Die Ausstellung zeigt 50 historische Fotografien, die bis in die Zeit des Deutschen Kaiserreichs zurückgehen. Die Fotografien begleiten Generationen von Kindern durch die unterschiedlichen Lebensstationen. Beginnend beim ersten Schrei eines kopfüber baumelnden Säuglings nach der Geburt, über die Kleinkindbetreuung bis auf die Schulbank, auf der zwei Jungs sich den Kopf über eine Mathematikaufgabe zerbrechen. Sie zeigen den Eintritt ins Arbeitsleben mit einer Aufnahme nähender Mädchen in der Haushaltsschule oder mit Bergbaulehrlingen in einem Übungsstollen der Zeche Vondern. Sei es beim Besuch der Kirmes auf der Raupe, in der improvisierten Seifenkiste oder bei der Mutprobe – die Aufnahmen stellen ein Kaleidoskop der vielfältigen Lebenswelten von Kindern vor der Kulisse des Ruhrgebiets dar.

LVR-Industriemuseum Oberhausen St. Antony-Hütte
Antoniestr. 32-34
46119 Oberhausen
Tel. 02234 - 992 15 55 (KulturInfo Rheinland)

 

Noch bis 23. Februar 2025

Deutsches Tanzarchiv Köln/SK Stiftung Kultur

Goldene Jahre – Kölner Tanzträume. Aufbruch in die 1960er Jahre


© Annelise Löffler, Deutsches Tanzarchiv Köln

Vergessen? Verklärt? Erinnert!  Die 1960er Jahre sind eine Dekade der tanzästhetischen und tanzpolitischen Aufbrüche in Köln. Inmitten einer Stadt, die noch immer von den Folgen des 2. Weltkriegs gezeichnet ist, entwickelt sich ein beispielloser Gestaltungswille, der Visionen und Träume in kürzester Zeit Realität werden lässt: auf das neuerbaute und 1957 feierlich eröffnete Opernhaus folgen der Neuaufbau des Kölner Tanzensembles unter einem international renommierten Choreographen, die Gründung einer Ausbildungsstätte für Tanz sowie die Übernahme der Internationalen Sommerakademie des Tanzes aus Krefeld. Eine Ballettwoche mit internationalen Tanzgastspielen begeistert die Kölnerinnen und Kölner. Und nicht nur sie! Die Domstadt wird zum Treffpunkt von Tanz- und Ballettliebhabern aus Deutschland und der Welt. Die Ausstellung im Tanzmuseum lässt diese Dekade voller Tanzaufbrüche und ihre großen und kleinen Geschichten vom Tanz Revue passieren und verknüpft die Darstellung mit politischen, gesellschaftlichen und ästhetischen Veränderungen in jener Zeit.

Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln/SK Stiftung Kultur
Im Mediapark 7
50670 Köln
Tel. 0221 – 888 95-400

 

Noch bis 23. Februar 2025

DASA Dortmund

Respekt. Eine Ausstellung übers gemeinsam Verschiedensein


Plakatmotiv „Respekt" © Ungestalt

Wie können wir in einer vielfältigen Gesellschaft respektvoll miteinander umgehen? Ein DASA-eigenes Projekt gibt dem „Respekt" einen interaktiven Raum. Die neue Ausstellung lädt Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren dazu ein, sich Fragen nach Identität, Diskriminierung und Gleichberechtigung anzunähern. Im Fokus steht der Austausch über einen Umgang in Schule, Ausbildung, Berufsorientierung und beim Berufseinstieg, der das soziale Miteinander stärken soll. Die Ausstellung arbeitet mit einem Medienmix aus kurzen Texten, Videoclips und Grafiken, kombiniert mit Spielen, Selbstbefragungen und Orten zum Zurückziehen oder Debattieren. „Respekt" bietet also eine spannende Möglichkeit, außerhalb des Klassenzimmers in bunt-anregender Atmosphäre neue Gesprächsimpulse zu erhalten. Inhaltlich geht um das, was das Erwachsenwerden unter anderem bestimmt: Um die Frage, wer man ist, was einen ausmacht, zum wem man gehört und zu was man vielleicht auch gemacht wird. Konkret können sich die Jugendlichen auf jede Menge Reflexionsfragen einlassen, etwa um seine Mitschüler*innen besser kennenzulernen und einzuschätzen. Die Ausstellung verdeutlicht spielerisch, wie Vorurteilen und diskriminierendes Verhalten entstehen. Außerdem kommt sie der Macht der Sprache auf die Spur und hinterfragt gängige Floskeln und Aussagen. Wer außerdem ein Job-Speed-Dating ausprobieren möchte, erfährt dabei, mit wie vielen Klischees die Berufswahl oft aufgeladen ist. Auch ein Abstecher in die Vergangenheit ist möglich. Auf einem Zeitstrahl reisen die Besuchenden ins Gestern und ordnen Meilensteine in der Geschichte der Gleichberechtigung Jahren und Ereignissen zu.

DASA Dortmund
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund
Tel. 0231 – 90 71 26 45

 

Noch bis 24. August 2025

LVR-Industriemuseum Euskirchen Tuchfabrik Müller

Probiert? Kapiert!

© LVR-Industriemuseum, Foto: ZMB, Stefan Arendt 2023

Wie transportiert man kinderleicht schwere Waren? Wie treibt man große Maschinen an? Wie stellt man festes Gewebe her und welche Möglichkeiten zur platzsparenden Verpackung gibt es? An den Mitmach-Stationen der Ausstellung finden Kinder, Schüler*innen, Familien und Erwachsene clevere Lösungen für unterschiedliche technische Probleme. Webstuhl, Flaschenzug und verschiedene Teamstationen bieten Mitmach-Möglichkeiten rund um die Themen Energie, Transport, Lagerung und Produktion.
Im Zentrum von Probiert? Kapiert! steht das „Tinkern“ – Tüfteln –, mit dem alle Besucher:innen spielerisch naturwissenschaftliche und technische Inhalte kennenlernen. So erwartet sie als Höhepunkt des Ausstellungsbesuchs der gemeinsame Bau einer großen Kettenreaktion. Hier werden die vorab ausprobierten Themen wiederaufgenommen, Antriebe gefertigt oder Fahrzeuge gebaut. Aus den einzelnen Abschnitten wird so ein einziger großer Parcours zusammengesetzt. Die Besucher:innen lösen am Startpunkt einen Impuls aus, geben ihn dann beispielsweise über den Lauf einer Murmelbahn weiter, lassen ihn Höhenunterschiede überwinden oder übermitteln ihn mit Zahnrädern, Bausteinen oder Rollen. Wenn alles klappt, ertönt zum krönenden Abschluss ein lauter Knall. Viel Spaß, Kreativität und Action sind garantiert.

LVR-Industriemuseum Euskirchen Tuchfabrik Müller
Carl-Koenen-Straße
53881 Euskirchen
Tel. 02234 - 992 15 55 (KulturInfo Rheinland)

 

Noch bis 31. August 2025

Museum Ludwig

Über den Wert der Zeit. Neupräsentation der Sammlung zeitgenössischer Kunst


Danh Vo, 16.06.1974, 2009, Foto und Haare in einer Vitrine, daneben Äste eines Baumes, 170 x 130 (Vitrine) cm, Tiefe: 70 cm (Vitrine) © Danh Vo, Foto: Galerie Bortolozzi

Alle zwei Jahre zeigt das Museum Ludwig Gegenwartskunst aus seiner Sammlung in einer neuen Präsentation. Dieses Mal wird der Blick auf verschiedene Verständnisse von Zeit gelenkt und darauf, in welcher Form Künstler*innen das Thema in ihren Arbeiten aufgreifen. Viele Künstler*innen machen mit ihren Arbeiten darauf aufmerksam, dass Kunst in der Gegenwart erfahren wird. Zugleich werden Erinnerung, Gedächtnis und Geschichtsschreibung befragt. Die Klammer der Präsentation bildet die Vorstellung vom „Wert der Zeit“ – einem gesellschaftlich bestimmten Wert, dem die abstrakte, messbare Zeit zugrunde liegt.

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-261 65

 

Noch bis Sommer 2025

Von der Heydt-Museum Wuppertal

Zeiten und Räume – Klassiker der Sammlung. Von Ruisdael bis Giacometti


Ferdinand Hodler, Der Holzfäller, 1908/1910 Leinwand 132 x 101 cm Von der Heydt-Museum Wuppertal

Die einzigartige Sammlung des Von der Heydt-Museums mit ihren ausgeprägten Schwerpunkten im 19. Jahrhundert und in der Klassischen Moderne wird nach vielen Jahren erstmals wieder in einer dauerhaften Ausstellung und in neuer Gestalt präsentiert. Die neu konzipierte Sammlungspräsentation vereint ausgewählte Gemälde und Skulpturen vom 17. Jahrhundert bis in die 1960er Jahre – viele davon ausgesprochene Lieblinge des Publikums. Besonders ist dabei die Gruppierung der Werke: Unter dem Titel „Zeiten und Räume“ sind diese wie in einer Art visuellem Reiseführer zusammengestellt, der durch die prägenden Räume und Perioden der europäischen Kunstgeschichte der letzten Jahrhunderte führt: etwa in die Niederlande und nach Flandern, in die Kunstmetropolen Paris und Berlin oder in das unscheinbare Örtchen Worpswede, von dem gleichwohl bedeutende Impulse ausgingen. Die Ausstellung wird also weniger eine Chronologie im klassischen Sinne aufbauen, sondern v. a. künstlerische Netzwerke aufzeigen. Zu sehen sind u. a. Werke von Ludwig Richter, Gustave Courbet, Hans von Marées, Paul Gauguin, Claude Monet, Paula Modersohn-Becker, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Dix, Hans Arp und Alberto Giacometti.

Von der Heydt-Museum
Turmhof 8
42103 Wuppertal
Tel. 0202 – 563 62

 

Noch bis 15. März 2026

LVR-Freilichtmuseum Kommern

Grässliche Glückseligkeit. Faszination Kitsch


Käseglocke - Objekt der neuen Ausstellung, Foto: Matthias Fieder/LVR

Warum begeistert Kitsch ebenso wie abstößt. Besucher:innen können m Pavillon III auf etwa 400 Quadratmetern Ausstellungsfläche in die Welt des Kitsches eintauchen. Der Kitsch-Begriff wurde in den 1870er-Jahren erstmals schriftlich erwähnt und stammt aus dem Milieu des Münchener Kunsthandels. „Kitsch“ bezeichnete minderwertige Kunst, die als Abklatsch höherwertiger Kunstwerke auf der Straße verkauft wurde. Seitdem hat sich der Kitsch-Begriff weiterentwickelt und wird für die unterschiedlichsten Objekte, Situationen und Erlebnisse gebraucht. Da Kitsch subjektiv wahrgenommen wird, existiert keine einheitliche und klar abgrenzbare Definition. Heute meint Kitsch oft abwertend etwas, das einem massentauglichen Geschmack entspricht, ohne selbst originell oder anspruchsvoll zu sein. Die Ausstellung zeigt in elf Sektionen, wo Kitsch im Alltag erlebbar ist. Von schnulzigen Schlagern über Liebesschlösser an der Hohenzollernbrücke bis hin zur schillernd blumigen Käseglocke. Beim Durchlaufen der üppigen Kitschwelt lädt die Ausstellung dazu ein, dem eigenen Verständnis von Kitsch nachzugehen und es zu ergründen.

LVR-Freilichtmuseum Kommern
Auf dem Kahlenbusch
53894 Kommern
Tel. 02443 - 998 00

 


Kommende Ausstellungen

 

Vom 6. Juli bis 15. September
Vom 19. Oktober bis 3. November

Museumpark Orientalis

Rumi – Der mystische Dichter


© Museumpark Orientalis

In der Ausstellung wird eine Geschichte über Inspiration, die Schönheit der Poesie, Begegnungen zwischen Kulturen und die Suche nach Ihrem Inneren erzählt. Lernt den Sufi-Mystiker aus dem 13. Jahrhundert und die Kultur, aus der er stammte, kennen. Rumis Gedichte, die in den sechs Bänden des Masnavi veröffentlicht wurden, gehören zu den einflussreichsten literarischen Werken der Welt (manche nennen sie sogar „den persischen Koran“). Unabhängig von ihrer Lebensphilosophie lassen sich Millionen von Lesern immer noch von Rumis Texten inspirieren. Wer war Rumi? Woher kam seine Weisheit? Und was können wir von „unserem Meister Rumi“ über die Liebe zueinander und zum Höheren lernen? In der Ausstellung erfahren Sie mehr über Rumis lange Reise, über seine Treffen mit den wichtigsten Intellektuellen und die Inspiration, die er seinen Millionen Lesern noch immer gibt.

Museumpark Orientalis
Profetenlaan 2
NL 6564 BL Heilig Landstichting
Niederlande
Tel. 0031 - 24 - 382 31 10

 

Vom 13. Juli bis 29. September 2024

Odysseum Köln

Ramses & das Gold der Pharaonen


© Neon

Ramses & das Gold der Pharaonen ist ein Museumserlebnis, das einen faszinierenden Einblick in das Leben und Die Errungenschaften des legendären Pharao Ramses II. ermöglicht. Erlebe eine Sammlungen von Original-Artefakten, die Jahrtausende überdauert haben, darunter Tiermumien, prächtige Schmuckstücke, königliche Masken, Amulette und reich verzierte goldene Grabschätze. Das Highlight der Ausstellung ist der der Original-Zedernholssarg von Ramses II., ein Meisterwerk der Handwerkskunst und ein Symbol für die Macht und den Reichtum des alten Ägyptens. Erhalte einen exklusiven Blick auf das Leben, die Errungenschaften und die Monumente von Ramses dem Großen. Tauche ein in eine vergangene Ära voller Geheimnisse, Schönheit und spannender Geschichten. Bei dem zusätzlichen immersiven VR-Erlebnis Ramses & Nefertari: Reise zu Osiris gehst du auf eine atemberaubende virtuelle Tour durch zwei der beeindruckendsten Monumente von Ramses: die Tempel von Abu Simbel und die Grabstätte von Nefertari, der Favoritin und königlichen Gemahlin von Ramses II.  In beweglichen Sesseln fliegst du auf einer animierten 360° immersiven Reise durch Tempel und Sandstürme und findest dich sogar Auge in Auge mit der Mumie von Ramses wieder. Für das Virtual Reality-Erlebnis ist ein separates Zusatzticket zur Ausstellung zu buchen.

ODYSSEUM
Corintostr. 1
51103 Köln
Tel. 0221 - 69 06 81 11