Sonderausstellungen in den Museen in Köln, Bonn und im Umland
Petra Schulte · 15.09.2026
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© JackF/Adobe Stock
Welche Museen auch für einen Besuch mit euren ganz Kleinen geeignet sind, haben wir für euch in der Übersicht Museum mit Baby zusammengetragen.
Wenn ihr bei eurem Museumsbesuch nicht auf frische Luft und freien Himmel verzichten wollt, lohnt sich ein Besuch in einem der Freilichtmuseen in der Nähe von Köln und Bonn.
Kurse, Workshops und Führungen der verschiedenen Museen findet ihr in unserem Veranstaltungskalender.
Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren und Entdecken!
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Neue Ausstellungen in diesem Monat:
Vom 4. September bis 29. November 2026
Museum für Gartenkunst, Schloss Benrath, Düsseldorf
Proof of Life – Eva Rubinstein

Eva Rubinstein © Eva Rubinstein Clara Maria Sels. (Eva Rubinstein, My brother John and my father at the piano, 1954, Paris)
Die Sonderausstellung präsentiert einen umfassenden Einblick in das fotografische Werk der international renommierten Fotografin Eva Rubinstein. Ihre Arbeiten richten den Blick auf alltägliche Szenen, Menschen und Räume und erzählen von Erinnerung, Vergänglichkeit und den leisen Momenten des Lebens.
Besonderes Augenmerk liegt auf ihren einfühlsamen Porträts sowie Fotografien von Interieurs, in denen Licht, Architektur und Gegenstände zu Trägern persönlicher und kollektiver Geschichten werden. Dabei gelingt es Rubinstein, sowohl die Präsenz als auch die Abwesenheit von Menschen eindrucksvoll sichtbar zu machen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung sind Fotografien, die in den 1980er Jahren in Polen entstanden. Darin setzt sich die Künstlerin mit Fragen von Herkunft, kultureller Identität und Erinnerung auseinander und eröffnet einen vielschichtigen Blick auf Geschichte und persönliche Erfahrungen.
Benrather Schlossallee 100-106
40597 Düsseldorf
Tel. 0211 – 892 19 03
Vom 9. September bis 1. November 2026
Haus der Natur Bonn
Klima im Wandel & Naturgarten entdecken

© Christine Kuchem
Zwei Wanderausstellungen beschäftigen sich mit den Folgen des Klimawandels und der Frage, wie Städte, Gärten und Balkone klimaangepasst und naturnah gestaltet werden können. „Klima im Wandel – wie können wir uns daran anpassen?“ zeigt, wie sich der Klimawandel bereits auf das Leben in Nordrhein-Westfalen auswirkt und welche Möglichkeiten zur Anpassung bestehen. Praktische Beispiele geben Anregungen für den Alltag und zeigen Maßnahmen für Kommunen und das eigene Zuhause.
„Naturgarten entdecken – Natur erleben, Vielfalt begreifen“ richtet den Blick auf die biologische Vielfalt. Die Ausstellung zeigt, wie heimische Wildpflanzen, Wiesen, Hecken, Bäume, Trockenmauern, Totholz und naturnahe Wasserflächen Lebensräume für Insekten, Vögel und andere Tiere schaffen können. Auch begrünte Dächer und Fassaden sowie naturnahe öffentliche Grünflächen werden thematisiert.
Für Kinder gibt es verschiedene Mitmachangebote. Mit Naturmaterialien und gebastelten Pflanzen können sie eine graue Stadtkulisse verwandeln, ein Holzhaus mit Kreide begrünen oder in einer Leseecke Bücher rund um naturnahe Gärten und Balkone entdecken.
Hinweis: „Klima im Wandel“ ist nur bis zum 27. September 2026 zu sehen, „Naturgarten entdecken“ läuft bis zum 1. November 2026.Haus der Natur
An der Waldau 48
53127 Bonn
Tel. 0228 – 778 77 22
Vom 9. September bis 5. April 2027
Beethoven-Haus Bonn
Beethoven by Warhol

© Ausstellungsansicht „Beethoven by Warhol“ · © Beethoven-Haus Bonn, Foto: vigilux_Meike Böschemeyer
Kurz vor seinem Tod 1987 schuf Andy Warhol die Siebdruckserie „Beethoven 1987“, eines seiner letzten druckgrafischen Werke. Als Vorlagen dienten das berühmte Beethoven-Porträt von Joseph Stieler und das Autograph der Mondscheinsonate, die beide aus dem Beethoven-Haus stammen.
Die Ausstellung zeichnet erstmals die über mehrere Jahre dauernde Entwicklung von Warhols Beethoven-Portfolio nach und ordnet es in sein Gesamtwerk ein. Zu sehen sind mehr als 100 Arbeiten, darunter bislang unbekannte Beethoven-Zeichnungen, Plattencover, Probedrucke und Siebdrucke auf Leinwand sowie zahlreiche weitere Dokumente und Materialien. Zugleich beleuchtet die Ausstellung die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte der Serie, die 1989 während des Beethovenfestes erstmals öffentlich in Bonn präsentiert wurde.Beethoven-Haus Bonn
Bonngasse 20
53111 Bonn
Tel. 0228 - 981 75-26
Vom 10. September 2026 bis 2. Februar 2027
Kunstpalast Düsseldorf
Niki de Saint Phalle – Dream Machine

Nana rouge jambes en l‘air, um 1968, Leopold-Hoesch-Museum, Düren © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto Peter Hinschläger
Die Ausstellung widmet sich dem Werk der französisch-schweizerischen Künstlerin Niki de Saint Phalle und beleuchtet ihren prägenden Beitrag zur Kunst des 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt stehen ihre Auseinandersetzung mit Selbstbestimmung, gesellschaftlichen Rollenbildern und den Handlungsspielräumen von Frauen.
Zu sehen sind mehr als 100 Werke aus vier Jahrzehnten, darunter die berühmten Schießbilder, farbenfrohe Frauenfiguren, Filme, Happenings sowie Modelle ihrer monumentalen Skulpturen. Darüber hinaus werden ihre Zusammenarbeit mit Künstlern wie Jean Tinguely und Robert Rauschenberg sowie Bezüge zu Zeitgenossinnen wie Yayoi Kusama, Dorothy Iannone und Alina Szapocznikow aufgezeigt. Die Ausstellung eröffnet einen umfassenden Blick auf das vielschichtige Schaffen einer der bedeutendsten Künstlerinnen der Moderne.Kunstpalast Düsseldorf
Ehrenhof 4-5
40479 Düsseldorf
Tel. 0211 – 56 64 21 00
Vom 10. September 2026 bis 31. Januar 2027
August Macke Haus
Chunqing Huang: Reflections

D3 (En Vogue), 2024 , Öl auf Leinwand, 200x100 cm © Foto: Wolfgang Günzel © Chunqing Huang
Die Sonderausstellung zeigt rund 70 Gemälde und Fotografien der in Frankfurt am Main lebenden Künstlerin Chunqing Huang. Mit ihrer expressiven Bildsprache und ihrem freien Umgang mit Farbe und Form setzt sie sich mit August Macke und dem Expressionismus auseinander und eröffnet neue Perspektiven auf dessen Werk.
Im Mittelpunkt stehen Werkserien der vergangenen zehn Jahre, darunter Painter’s Portrait, in der Huang bedeutende Künstler:innen der Moderne und Gegenwart aus der Erinnerung neu interpretiert. Weitere Serien wie Rideau Avignon und City Life greifen Themen wie urbane Lebenswelten und flüchtige Alltagsszenen auf und knüpfen damit an Motive August Mackes an. Ergänzt wird die Ausstellung durch Arbeiten aus der Reihe En Vogue, darunter eigens für die Ausstellung entstandene Werke, die erstmals öffentlich präsentiert werden.
Vom 10. September bis 24. Januar 2027
Photographische Sammlung/Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn
August Sander – Zum 150. Geburtstag

August Sander: Die Familie in der Generation, 1912 © Die Photographische Sammlung/Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn, August Sander Archiv, Köln, VG Bildkunst, Bonn 2026
Anlässlich des 150. Geburtstags von August Sander würdigt die Ausstellung das umfangreiche Werk des bedeutenden Fotografen. Grundlage ist das August Sander Archiv der Photographischen Sammlung, das den weltweit größten Bestand seiner Arbeiten bewahrt. Neben bekannten Porträts aus dem Zyklus Menschen des 20. Jahrhunderts sind zahlreiche selten gezeigte Fotografien aus unterschiedlichen Schaffensphasen zu entdecken.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Sanders Zeit in Köln. Erstmals wird die Bildgruppe „Lichtbildwerkstatt August Sander, Köln-Lindenthal“ in diesem Umfang präsentiert und gibt Einblicke in sein Wohn- und Arbeitsumfeld. Darüber hinaus zeigt die Ausstellung Fotografien aus dem Westerwald, Landschaftsaufnahmen aus dem Rheinland sowie Arbeiten, die das Verhältnis von Mensch, Natur und Technik dokumentieren. Auch die während seiner einzigen Auslandsreise nach Sardinien entstandenen Fotografien eröffnen neue Perspektiven auf das vielseitige Werk des Fotografen.
Im Mediapark 7
50670 Köln
Tel. 0221 – 888 95-300
Vom 11. September bis 20. Dezember 2026
Stadtmuseum Langenfeld
Hexen, Räuber, Spukgestalten – die Welt des Otfried Preußler

© F. J. Tripp / A. K. Lenz von Januszewski / Thienemann Verlag
Der kleine Wassermann, die kleine Hexe, das kleine Gespenst oder Räuber Hotzenplotz: Otfried Preußler hat zahlreiche Figuren geschaffen, die zu Klassikern der Kinderbuchliteratur geworden sind. Die Ausstellung lädt dazu ein, seine Geschichten und ihre fantasievollen Figuren neu oder wiederzuentdecken.
Zu sehen sind unter anderem Illustrationen von Winnie Gebhardt-Gayler und Franz Josef Tripp, teils als Originale, teils als Farbdrucke. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Krabat, dessen Geschichte auf einer alten sorbischen Volkssage beruht. Präsentiert werden auch Illustrationen von Mehrdad Zaeri, die für die 2023 anlässlich von Preußlers 100. Geburtstag erschienene Schmuckausgabe entstanden sind.
Die Ausstellung richtet sich an Kinder und Erwachsene und gibt Einblicke in die Geschichten, Figuren und Bilderwelten eines der bekanntesten deutschen Kinderbuchautoren.
Vom 12. September 2026 bis 24. Januar 2027
K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Franz Marc. Die Suche nach einer besseren Welt

Ausstellungsansicht K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 2026, Foto © Linda Inconi-Jansen
Leuchtende Farben, Tierdarstellungen und die intensive Auseinandersetzung mit Natur prägen das Werk von Franz Marc. Die Ausstellung widmet sich dem Leben und Schaffen des Expressionisten und Mitbegründers des Blauen Reiter. Mehr als 120 Gemälde und Arbeiten auf Papier geben einen umfassenden Einblick in seine künstlerische Entwicklung, von frühen Arbeiten bis zu den zunehmend abstrakten Kompositionen seiner letzten Schaffensjahre.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem Marcs bekannte Tierbilder und Naturdarstellungen. Die Ausstellung zeigt, wie sich seine Bildsprache innerhalb weniger Jahre veränderte und welche Vorstellungen von Natur, Gesellschaft und einer besseren Welt sein Werk beeinflussten.
Ein kostenfreier Audioguide begleitet euch in rund 40 Minuten durch zentrale Werke und Themen der Ausstellung. Er ist auf Deutsch, Englisch und in einfacher deutscher Sprache verfügbar und kann per QR-Code mit dem eigenen Smartphone aufgerufen werden. Eigene Kopfhörer werden empfohlen.K20 Stiftung Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Grabbeplatz 5
40213 Düsseldorf
Tel. 0211 – 838 17 30
Bilderbuchmuseum Troisdorf
F. K. Waechter und Philip Waechter. Väter und Söhne

Hanne Kulessa (aus dem Archiv von Philip Waechter). Foto von F.K. Waechter und zwei seiner Söhne am Schreibtisch
Vater und Sohn, beide Illustratoren und Autoren und doch mit einer ganz eigenen künstlerischen Handschrift: Die Ausstellung stellt die Arbeiten von F. K. Waechter und Philip Waechter gegenüber und zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen zwei Generationen.
K. Waechter gehörte zur Neuen Frankfurter Schule und prägte mit Büchern wie Der Anti-Struwwelpeter die deutsche Kinderbuchlandschaft. Spielerisch bezog er junge Leser:innen in seine Bilder und Geschichten ein. Auch bei Philip Waechter stehen Kinder und ihre Sicht auf die Welt im Mittelpunkt. Seit den 1990er Jahren veröffentlicht er Bilderbücher, Kinderbücher und Comics, in denen Alltagssituationen und die kleinen Dinge des Lebens eine wichtige Rolle spielen.
Die Ausstellung verbindet die Werke von Vater und Sohn und zeigt, wie beide auf unterschiedliche Weise Kinder zum Entdecken, Nachdenken und Mitgestalten anregen.
Hinweis: Die Arbeiten von F. K. Waechter sind bis zum 29. November 2026 zu sehen, die Ausstellung zu Philip Waechter läuft bis Januar 2027.
Vom 17. September 2026 bis 23. Mai 2027
NRW-Forum Düsseldorf
ASIA POP

Heidi, 1974, © 2026 Studio 100 International
Comics, Filme, Games, Musik, Mode und Essen: Popkultur aus Ostasien prägt längst den globalen Mainstream. Die Ausstellung widmet sich den kulturellen, wirtschaftlichen und ästhetischen Einflüssen dieser Entwicklung. Auf rund 1.200 Quadratmetern geben etwa 400 Werke Einblicke in die Popkultur Chinas, Hongkongs, Japans, Südkoreas und Taiwans. Das Spektrum reicht von Hello Kitty und Animationsfilmen von Studio Ghibli über K-Pop mit BTS bis zum Videospiel Black Myth: Wukong.
Thematisch gegliedert nach Bereichen wie Beauty, Mode, Film und Fernsehen, Games und Musik beleuchtet die Ausstellung auch die gesellschaftliche und politische Bedeutung der Popkultur. Dabei geht es unter anderem um Soft Power und die Fragen, wie Identität, Authentizität und kulturelle Aneignung verhandelt werden.
Interaktive Elemente machen viele Aspekte unmittelbar erfahrbar. Bei Random Play Dance, an Selfie-Stationen und Spielautomaten könnt ihr aktuelle Trends ausprobieren und euch zugleich mit ihrer Bedeutung und Wirkung auseinandersetzen.NRW-Forum Düsseldorf
Ehrenhof 2
40479 Düsseldorf
Tel. 0211 – 56 64 21 00
Vom 17. September bis 6. Dezember 2026
Rautenstrauch-Joest-Museum
return – zwischen Vergangenheit und Zukunft entsteht ein anderer Ort

© Jasper Kettner
Die Ausstellung beschäftigt sich mit Sehnsucht, Zugehörigkeit und Erinnerungen nach Verlust, Vertreibung und Entortung. 22 internationale Künstler:innen gehen der Frage nach, was von Menschen, Orten und Geschichten bleibt, wenn Verbindungen unterbrochen werden und wie diese neu geknüpft, erinnert oder imaginiert werden können.
Mit Film, Video, Installationen, Performance, Fotografie und Textilien entstehen unterschiedliche Perspektiven auf Verlust, Zugehörigkeit und Rückkehr. Zu den beteiligten Künstler:innen gehören Saodat Ismailova, Federico Cuatlacuatl, Kader Attia, Kara Walker, Uriel Orlow und Pınar Öğrenci. Ihre Arbeiten verbinden persönliche Erinnerungen mit historischen Zusammenhängen sowie dokumentarische Spuren mit Imagination und Fiktion.
Die Ausstellung versteht sich zugleich als gemeinschaftlich genutzter und gestalteter Raum. Eine zentrale Bühne bietet Platz für Performances, Filme, Listening Sessions, Lesungen und Gespräche. In einer Werkstatt kann gemeinsam gestaltet und ausprobiert werden. Hinzu kommt die Homefood Canteen „Baraza, dort, wo Gemeinschaft entsteht“, in der gemeinsames Essen, Erzählen, Musik und Erinnern im Mittelpunkt stehen. Während der Laufzeit gestalten zudem Initiativen, Vereine und Kollektive aus Köln Teile des Programms mit.
Vom 19. September bis 25. Oktober 2026
Kunst- und Museumsbibliothek Köln
BuchstabenBilderBücher – Bücher von Rolf Lock

„Chamäleon und Elefant", Rolf Lock, Text: James Reynolds. © Rolf Lock
Die Ausstellung zeigt groß- und kleinformatige Arbeiten des Kalligraphen Rolf Lock aus den vergangenen Jahren. Für seine Werke verwendet er unter anderem handgeschöpfte Papiere, alte Druckbögen und Buchdeckel. Seine Buchstaben und Schriftbilder greifen die Entwicklung der Schrift von Hieroglyphen über verschiedene abendländische und orientalische Schriften bis hin zu digitalen Chiffren auf. Dabei verarbeitet Lock Verse und Texte von Autor:innen wie Shakespeare, Novalis, Morgenstern oder Böll und beschäftigt sich mit Themen wie menschlichem Leben, Natur, Umwelt und Fantasie.
Neben hochformatigen Büchern sind gefaltete Leporellos, handgebundene Bücher, japanische Haikus und einzelne Blätter zu sehen. Tiere und Insekten spielen in Locks Bild- und Buchstabenwelt eine besondere Rolle. Ein Tieralphabet reicht von Alligator bis Zebra, während Krokodile und Vögel immer wieder in seinen Arbeiten auftauchen. Unterschiedliche Materialien, Federn und Pinsel verbinden dabei Schrift, Zeichnung und Malerei.
Kunst- und Museumsbibliothek Köln
Heinrich-Böll-Platz / Bischofsgartenstr. 1
50667 Köln
Tel. 0221 – 221-226 26
Vom 20. September 2026 bis 17. Januar 2027
Ludwiggalerie Schloss Oberhausen
Pustekuchen, Schabernack und Plutimikation – Astrid Lindgrens Welt in Bildern

© Katrin Engelking/Verlag Friedrich Oetinger GmbH Pippi Langstrumpf: TM and © The Astrid Lindgren Company
Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Lotta, Ronja Räubertochter und viele weitere Figuren aus Astrid Lindgrens Geschichten haben Generationen von Kindern begleitet. Einen wesentlichen Anteil an ihrer unverwechselbaren Gestalt haben die Illustrator:innen, die Lindgrens Erzählwelten mit ganz unterschiedlichen künstlerischen Techniken zum Leben erweckt haben.
Erstmals im deutschsprachigen Raum widmet sich eine umfangreiche Ausstellung Astrid Lindgren und ihren Illustrator:innen. Zu sehen sind Arbeiten unter anderem von Jutta Bauer, Björn Berg, Katrin Engelking, Eva Eriksson, Astrid Henn und Ilon Wikland. Tuschezeichnungen, Aquarell- und Acrylmalereien sowie Collagen zeigen, wie unterschiedlich Lindgrens Figuren und Geschichten bildlich interpretiert wurden. Dabei begegnen Besucher:innen sowohl bekannten Kinderbuchheld:innen als auch weniger bekannten Erzählungen und erhalten Einblicke in die künstlerische Vielfalt hinter Astrid Lindgrens Bilderwelten.
Ludwiggalerie Schloss Oberhausen
Konrad-Adenauer-Allee 46
46049 Oberhausen
Tel. 0208 - 412 49 28
Vom 27. September 2026 bis 4. April 2027
Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Sprechende Bilder – Meisterwerke von 1400 bis 1800 aus dem Nationalmuseum Luxemburg

Nationalmuseum Luxemburg/Musée National d’Archeologie, d’Histoire et d’Art (MNAHA), © Tom Lucas
30 Meisterwerke aus dem Nationalmuseum für Archäologie, Geschichte und Kunst Luxemburg treffen auf 19 Werke der Sammlung Rau für UNICEF. Gemeinsam erzählen sie Geschichten von der Antike bis zum Barock und zeigen, wie sich Formen des bildlichen Erzählens über die Jahrhunderte verändert haben.
Den Ausgangspunkt bilden Darstellungen aus dem Leben Christi auf Elfenbeintafeln und Altären. Mit Humanismus und Gegenreformation rücken einzelne entscheidende Momente stärker in den Mittelpunkt. Mimik, Gestik und dramatische Lichtführung werden zu wichtigen Mitteln, um Emotionen und Geschichten zu vermitteln. Götter, Held:innen und Heilige prägen die Bildwelten dieser Zeit.
Ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts verändert sich der Blick. Landschaften und Alltagsszenen gewinnen gegenüber historischen und religiösen Motiven an Bedeutung. Natur und alltägliches Leben werden zunehmend selbst zum Gegenstand der Kunst.
Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Hans-Arp-Allee 1
53424 Remagen
Tel. 02228 - 92 55-0
Vom 23. September bis 10. Oktober 2026
Remigiusplatz, Bonn
Loss mer fiere. 200 jecke Johr en Bonn

© Firma Kreuder/Bundesstadt Bonn
Anlässlich des 200-jährigen Bestehens der Bönnischen Carnevals-Gesellschaft zeigt das Kulturamt Bonn die Wanderausstellung „Loss mer fiere. 200 jecke Johr en Bonn“. Von Januar bis Oktober 2026 tourt die Ausstellung in einem Container durch alle vier Bonner Stadtbezirke und bringt die Geschichte des Karnevals direkt zu den Menschen. Wie ein Karnevalswagen macht sie Station an zentralen Orten im Stadtgebiet.
Die Ausstellung präsentiert ausgewählte Objekte zu vielfältigen karnevalistischen Themen und eröffnet neue Perspektiven auf die Geschichte und Zukunft des Bonner Karnevals. Im Mittelpunkt stehen seine kulturelle und soziale Bedeutung sowie die unterschiedlichen Bräuche der Stadtbezirke, die gemeinsam das lebendige Bild des Bonner Karnevals prägen.
Begleitet wird die Ausstellung von einem abwechslungsreichen Programm mit kreativen Angeboten, Vorträgen und interaktiven Dialogformaten. Aktuelle Informationen zu Terminen, Standorten und Veranstaltungen sind online abrufbar.
Öffnungszeiten jeweils Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr.
Aktuelle Ausstellungen
Noch bis 27. September 2026
MAKK – Museum für Angewandte Kunst
Der architektonische Blick: epochal – global

© HGEsch Photography, Die historische Hauptstadt Shibam aus dem 16. Jahrhundert ist eines der ältesten Beispiele vertikaler Bebauung. Shibam, Jemen 2001
Die Ausstellung präsentiert eine umfassende Werkschau des Architekturfotografen Hans Georg Esch. Mit großformatigen Fotografien und seriellen Bildstrecken widmet sie sich der Architektur als globalem Phänomen und zeigt Bauwerke unterschiedlicher Epochen, Regionen und kultureller Kontexte.
Seit rund 40 Jahren fotografiert Hans Georg Esch Architektur auf der ganzen Welt. Die Ausstellung bringt historische und zeitgenössische Bauwerke miteinander in Dialog – von den antiken Ruinen Pompejis bis zu aktuellen Großprojekten wie Stuttgart 21, vom Kölner Dom bis zu Hochhäusern in internationalen Metropolen. Dabei entstehen spannende Gegenüberstellungen, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede architektonischer Entwicklungen sichtbar machen.
Neben dokumentarischen Auftragsarbeiten sind auch freie künstlerische Fotografien zu sehen. Ergänzt wird die Präsentation durch Polaroid-Aufnahmen von Reisen sowie aktuelle Drohnenfotografien. Insgesamt rund 130 Exponate zeigen, wie Esch mit seinem fotografischen Blick Architektur über ihre reine Funktion hinaus als kulturelles und bildprägendes Phänomen inszeniert.
Noch bis 27. September 2026
Kunstpalast Düsseldorf
Made in Düsseldorf #8 – In Szene gesetzt

Sophie Meuresch, Astrid (Doppel), 2-Kanal Video, 6:42 min (loop), 2022, 55 Zoll Screens, Ausstellungsansicht Michael Horbach Stiftung, Köln, © Sophie Meuresch / VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Courtesy of the artist
Die Ausstellung versammelt Werke aus der Kunstsammlung der Stadtsparkasse Düsseldorf und widmet sich der Frage, wie Wirklichkeit durch künstlerische Medien wahrgenommen und dargestellt wird. Fotografien, Filme, Klangarbeiten und Skulpturen untersuchen das Verhältnis von Realität, Inszenierung und subjektiver Wahrnehmung.
Die beteiligten Künstler:innen setzen sich mit den Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Medien auseinander. Dabei zeigen sie, wie Bilder, Töne und Objekte unsere Sicht auf die Welt prägen, verändern oder hinterfragen und eröffnen neue Perspektiven auf das Zusammenspiel von Wirklichkeit und künstlerischer Interpretation.
Die Ausstellungsreihe „Made in Düsseldorf“ präsentiert zeitgenössische Künstler:innen mit Bezug zu Düsseldorf und dem Rheinland und macht die Vielfalt der regionalen Kunstszene sichtbar. Der Eintritt ist frei.Kunstpalast Düsseldorf
Ehrenhof 4-5
40479 Düsseldorf
Tel. 0211 – 56 64 21 00
Noch bis 27. September 2026
Schloss Benrath, Düsseldorf
The Art of Johnny Depp

Johnny Depp © 2026 Never Fear Truth LLC
Die Sonderausstellung präsentiert Originalkunstwerke und ausgewählte Editionen des Schauspielers und Künstlers Johnny Depp. Sie bietet einen Einblick in sein bildnerisches Schaffen, das erst seit 2022 öffentlich gezeigt wird und internationale Aufmerksamkeit erlangt hat.
Zu den ausgestellten Arbeiten gehören unter anderem Werke aus der Serie „Five“, die persönliche Erfahrungen und emotionale Lebensphasen des Künstlers thematisiert. Ebenfalls zu sehen ist die Figur des „Bunnyman“, ein wiederkehrendes Motiv in Depps Werk, das auf einer Traumgestalt basiert und zu einer zentralen Symbolfigur seiner Bildwelt geworden ist.
Die Ausstellung zeigt unterschiedliche Facetten seines künstlerischen Ausdrucks und gibt Besucher:innen die Möglichkeit, Johnny Depp nicht als Schauspieler, sondern als bildenden Künstler kennenzulernen.
Benrather Schlossallee 100-106
40597 Düsseldorf
Tel. 0211 – 892 19 03
Noch bis 27. September 2026
Deutsches Bergbau-Museum Bochum
FÜHLST DU? – Tisa von der Schulenburg. Der empathische Blick

Blick in die Ausstellung DBM © Hauke Dressler
Die Sonderausstellung widmet sich der Künstlerin Tisa von der Schulenburg (1903–2001), deren Werk von einem ausgeprägten humanistischen Blick geprägt ist. Ihre Biografie führte sie von Berlin und Paris über das Londoner Exil ins Ruhrgebiet. In ihren Arbeiten stellte sie Menschen in Ausnahmesituationen dar – nicht als Opfer, sondern als Handelnde mit Würde.
Die Ausstellung verbindet Leben und Werk in einem thematischen Rundgang zu vier zentralen Bereichen: Bergbau, Holocaust, Flucht und Ausgrenzung. Gezeigt werden Zeichnungen, Scherenschnitte und Skulpturen. Aus einem Œuvre von mehr als 5.000 Arbeiten werden auch selten präsentierte Werke ausgewählt.
Tisa von der Schulenburg, geboren als Elisabeth Mary Caroline Veronika Margarethe Gräfin von der Schulenburg, studierte Kunst in Berlin und Paris. 1934 ging sie mit ihrem jüdischen Ehemann ins Londoner Exil. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte ihr Weg ins Ruhrgebiet; 1950 trat sie als Schwester Paula in das Ursulinenkloster Dorsten ein. Ihr künstlerisches Schaffen kreist um Erfahrungen von Verfolgung, Verlust und gesellschaftlicher Ausgrenzung. Mit prägnanten Tuschezeichnungen, markanten Holzskulpturen und plastischen Arbeiten machte sie die Würde des Menschen sichtbar.
Die Ausstellung lädt dazu ein, Empathie als Haltung zu begreifen und sich mit Fragen von Verantwortung und Mitmenschlichkeit auseinanderzusetzen.
Deutsches Bergbau-Museum Bochum
Am Bergbaumuseum 28
44791 Bochum
Tel. 0234 – 58 77-0
Noch bis Herbst 2026
Museum für Ostasiatische Kunst
Lebendige Bilder. Buddhistische Rituale in der Kunst Chinas, Japans und Koreas

Abschrift eines Kapitels des Großen Sutra der Vervollkommnung der Weisheit, Schriftrolle, blaugefärbtes Papier, Gold und Silber, Japan, Chūsonji Tempel, Heian-Periode (794–1185), spätes 12. Jahrhundert. A 99,24 © Rheinisches Bildarchiv Köln, Sabrina Walz
Die Ausstellung widmet sich dem rituellen Gebrauch von Kunstwerken im ostasiatischen Buddhismus und beleuchtet zentrale Zeremonien aus China, Japan und Korea. Rund 50 Werke – darunter Skulpturen, rituelle Objekte, Mönchsumhänge und Abreibungen – zeigen, wie Rituale spirituelle Verdienste vermitteln, religiöse Feste begleiten oder dem Buddha gedenken.
Besondere Exponate sind eine vergoldete chinesische Plastik des kindlichen Buddha, eine japanische Vairocana-Skulptur aus dem 12. Jahrhundert sowie eine rekonstruierte koreanische Hängerolle. Zum Todestag des historischen Buddha Shakyamuni (15. Februar 2026) wird zudem eine selten gezeigte japanische Hängerolle aus dem 14. Jahrhundert präsentiert. Alle Werke stammen aus der Sammlung des Museums und veranschaulichen deren außergewöhnliche Qualität.
Noch bis 11. Oktober 2026
Clemens Sels Museum Neuss
Umwelt · Landschaft · Freiheit – Mensch & Natur im Wandel der Zeit

Stadtgarten, Rabe
Die Sonderausstellung beleuchtet die Entwicklung der Landschaft am Niederrhein von der Steinzeit bis in die Gegenwart. Anhand verschiedener Epochen zeigt sie, wie menschliche Eingriffe die Natur geprägt und verändert haben und wie sich das Verhältnis zwischen Mensch, Umwelt und Freiheit im Laufe der Zeit gewandelt hat.
Von den ersten Jäger:innen und Sammler:innen über die römische Besiedlung und die mittelalterliche Kultivierung der Landschaft bis hin zur Industrialisierung zeichnet die Ausstellung die tiefgreifenden Veränderungen der Region nach. Gleichzeitig wird deutlich, wie mit dem Rückgang natürlicher Lebensräume das Bedürfnis nach Erholung in der Natur und ein wachsendes ökologisches Bewusstsein entstanden sind.
Die Ausstellung lädt dazu ein, über den Begriff der Freiheit nachzudenken und die Frage zu stellen, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit Natur und Umwelt heute und in Zukunft gelingen kann.
Clemens Sels Museum Neuss
Am Obertor
41460 Neuss
Tel. 02131 – 90 41 41
Noch bis 11. Oktober 2026
LVR-Industriemuseum Solingen Gesenkschmiede Hendrichs
Probiert? Kapiert!

Wie transportiert man kinderleicht schwere Waren? Wie treibt man große Maschinen an? Wie stellt man festes Gewebe her, und welche Möglichkeiten zur platzsparenden Verpackung gibt es? An den Mitmach-Stationen der Ausstellung finden Kinder, Schüler:innen, Familien und Erwachsene clevere Lösungen für unterschiedliche technische Probleme. Webstuhl, Flaschenzug und verschiedene Teamstationen bieten interaktive Möglichkeiten rund um die Themen Energie, Transport, Lagerung und Produktion.
Im Zentrum von „Probiert? Kapiert!“ steht das „Tinkern“ – Tüfteln –, mit dem alle Besucher:innen spielerisch naturwissenschaftliche und technische Inhalte kennenlernen. Als Höhepunkt des Ausstellungsbesuchs erwartet sie der gemeinsame Bau einer großen Kettenreaktion. Dabei werden die zuvor erprobten Themen wiederaufgenommen, Antriebe gefertigt oder Fahrzeuge gebaut. Aus den einzelnen Abschnitten entsteht ein großer Parcours: Die Besucher:innen lösen am Startpunkt einen Impuls aus, geben ihn beispielsweise über den Lauf einer Murmelbahn weiter, lassen ihn Höhenunterschiede überwinden oder übermitteln ihn mit Zahnrädern, Bausteinen oder Rollen. Wenn alles klappt, ertönt zum krönenden Abschluss ein lauter Knall. Viel Spaß, Kreativität und Action sind garantiert!
Merscheider Str. 289-297
42699 Solingen
Tel. 02234 - 992 15 55 (KulturInfo Rheinland)
Noch bis 11. Oktober 2026
Museum Ludwig
Sammlung Fotografie: Zweimal Deutschland um 1980

Ute MahlerBerka, Sängerfest, unbekannt, 1972, Aus der Werkgruppe Zusammenleben, Gelatinesilberpapier 30,6 x 45,6 cm, Museum Ludwig Köln © Ute Mahler, Galerie Springer Berlin, Repro: Historisches Archiv mit Rheinischem Bildarchiv
Die Präsentation zeigt Fotografien aus Ost- und Westdeutschland, die um 1980 entstanden sind, und gibt Einblicke in unterschiedliche gesellschaftliche und alltägliche Lebenswelten. Arbeiten von sieben Fotograf:innen beleuchten diese Zeit aus verschiedenen Perspektiven und machen sichtbar, wie stark politische und wirtschaftliche Systeme das Leben prägten.
Porträts von Derek Bennett, Christiane Eisler und Ute Mahler stehen neben dokumentarischen Aufnahmen von Henry Maitek und Evelyn Richter. Karl Kugel verdichtet seine Reise von Westdeutschland nach Berlin zu einem fotografischen Essay, während Erasmus Schröter mit Infrarotaufnahmen nächtliche Straßenszenen in Leipzig verfremdet. Oft erschließt sich erst über die Bildtitel, ob die Fotografien in der Bundesrepublik oder in der DDR entstanden sind.
Im Mittelpunkt stehen keine historischen Schlüsselereignisse, sondern scheinbar beiläufige Situationen und Beobachtungen. Die Bilder entziehen sich häufig eindeutigen Deutungen und hinterfragen damit gängige Vorstellungen klar voneinander getrennter Lebensrealitäten. Ergänzende Informationen bieten eine Einordnung in die politischen und gesellschaftlichen Kontexte der Zeit.
Die Ausstellung macht deutlich, wie Fotografie als Medium genutzt wurde, um Wirklichkeit abzubilden, zu interpretieren oder auch zu hinterfragen – in zwei Staaten mit unterschiedlichen Voraussetzungen und künstlerischen Freiräumen.
Noch bis 11. Oktober 2026
Clemens Sels Museum Neuss
Angelika March-Rintelen – Garten der Erinnerung

Angelika March-Rintelen, Passionsblume, @ Foto Florian Beckers, Düsseldorf
Die Studioausstellung präsentiert Werke der Neusser Künstlerin Angelika March-Rintelen, die sich mit der Vergänglichkeit und dem Bewahren von Natur beschäftigt. Mit Techniken wie Papierschneiderei, Pflanzenpräparation und Näharbeiten schafft sie filigrane Arbeiten, in denen natürliche Formen erhalten, verändert oder neu zusammengesetzt werden.
Als studierte Biologin verbindet March-Rintelen wissenschaftliche Beobachtung mit künstlerischer Gestaltung. Pflanzen, Tiere und der Mensch werden zu Zeugnissen der Erinnerung und thematisieren den Kreislauf von Leben und Vergänglichkeit. Assemblagen wie Fränkisches Gräberfeld oder Moorleiche greifen Motive der Vanitas-Tradition auf und laden dazu ein, über das Verhältnis von Natur, Zeit und Erinnerung nachzudenken.
Clemens Sels Museum Neuss
Am Obertor
41460 Neuss
Tel. 02131 – 90 41 41
Noch bis 11. Oktober 2026
Museum Schnütgen
Licht in dunklen Zeiten. Mittelalterliche Glasmalerei aus dem Khanenko Museum in Kyjiw

Detail aus: Pfingstwunder, Flandern, 1540, Kyjiw, Khanenko Museum © Rheinisches Bildarchiv Köln, Marion Mennicken
Das Museum Schnütgen zeigt erstmals außerhalb der Ukraine eine erlesene Auswahl mittelalterlicher Glasmalereien aus dem Khanenko Museum in Kyjiw. Die rund 30 Werke stammen aus beiden Museumssammlungen und treten im Glasmalereisaal in einen eindrucksvollen Dialog. Die zwölf Leihgaben aus Kyjiw entstanden zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert in Werkstätten in Frankreich, Österreich, Deutschland und den Niederlanden. Es handelt sich um den vollständigen Glasmalereibestand des Khanenko Museums, der in Köln mit Unterstützung der Dombauhütte konserviert und restauriert wird.
Anlass der Ausstellung ist der drohende Verlust von Kulturgut durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Bereits im ersten Kriegsjahr wurde das Khanenko Museum durch eine nahegelegene Raketendetonation beschädigt. Die Glasmalereien, aufgrund ihrer Empfindlichkeit besonders gefährdet, konnten gerade noch rechtzeitig gesichert werden.
Begleitet wird die Ausstellung von einer digitalen Publikation, die erstmals eine wissenschaftliche Erschließung der bislang kaum erforschten Glasmalereien aus Kyjiw bietet. Das Projekt ist ein bedeutender Beitrag zur Rettung europäischen Kulturerbes – und ein Zeichen der Solidarität mit der Ukraine.
Noch bis 25. Oktober 2026
Kunstmuseum Bonn
100 Jahre GEDOK – Schenkungen an das Kunstmuseum

Iris Hoppe, Exercise to stay in balance, 2017, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens präsentiert die GEDOK eine Auswahl von Grafiken, die seit 1988 als Schenkungen in die Sammlung des Kunstmuseums Bonn aufgenommen wurden. Die Ausstellung würdigt das langjährige Engagement der Künstlerinnenvereinigung, die sich seit ihrer Gründung 1926 für die Förderung und Sichtbarkeit von Künstlerinnen einsetzt.
Die gezeigten Arbeiten stehen in engem Zusammenhang mit dem Grafikpreis der GEDOK, der über viele Jahre als Dr.-Theobald-Simon-Preis und heute als Gabriele-Vossebein-Preis vergeben wird. Mit jeder Preisvergabe gelangt eine ausgezeichnete Grafik als Schenkung in die Sammlung des Kunstmuseums Bonn und dokumentiert so die Vielfalt zeitgenössischer künstlerischer Positionen.
Noch bis 1. November 2026
Visiodrom im Gaskessel Wuppertal
ORIGINS – Die Schönheit des Lebens

© Visiodrom
Die immersive Ausstellung und 360°-Show nimmt Besucher:innen mit auf eine Reise durch 13,8 Milliarden Jahre Entwicklungsgeschichte. In 20 Kapiteln spannt sie den Bogen vom Urknall über die Entstehung von Sternen und Planeten bis zu den Ursprüngen des Lebens auf der Erde.
Die eigens für das Visiodrom entwickelte Inszenierung nutzt die besondere Architektur des historischen Gaskessels und verbindet großflächige Projektionen mit Musik und visuellen Effekten. Ergänzend zur Show vermittelt eine wissenschaftliche Begleitausstellung aktuelle Erkenntnisse aus Astronomie, Physik und Evolutionsforschung.
Im Mittelpunkt stehen grundlegende Fragen nach der Entstehung des Universums, dem Ursprung des Lebens und den Perspektiven der Menschheit. Auch Zukunftsvisionen der Raumfahrt und mögliche Reisen zu fernen Sternen werden thematisiert. Interaktive Stationen und anschauliche Vermittlungsangebote machen komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge für unterschiedliche Altersgruppen verständlich.
Visiodrom im Gaskessel Wuppertal
Mohrenstr. 3
42289 Wuppertal
Tel. 0202 – 43 04 86-70
Noch bis Anfang November 2026
COLONEUM, Köln-Ossendorf
Bubble Planet – Das Erlebnismuseum für alle Sinne

© Bubble Planet
Die immersive Erlebniswelt lädt Besucher:innen dazu ein, in ein fantasievoll gestaltetes Paralleluniversum einzutauchen. In mehreren Themenräumen entfaltet sich eine Inszenierung aus Licht, Klang und Bewegung, die unterschiedliche Sinneseindrücke miteinander verbindet.
Die Ausstellung umfasst verschiedene Stationen, darunter ein großflächiges Bällebad, ein Infinity-Raum sowie virtuelle Landschaften, die mithilfe von VR-Technologie erkundet werden können. Optische Effekte und Illusionen schaffen wechselnde Perspektiven und eröffnen spielerische Zugänge zu Raum und Wahrnehmung.
Das Angebot richtet sich an ein breites Publikum und verbindet interaktive Elemente mit visuellen Installationen. Im Mittelpunkt stehen gemeinsames Erleben, Bewegung und die Möglichkeit, sich aktiv durch die gestalteten Räume zu bewegen.
Noch bis 1. November 2026
Bundeskunsthalle Bonn
Interactions 2026
J
Jeppe Hein, Circular Appearing Rooms, 2018, Courtesy the artist, Foto: Laurin Schmid, 2018, © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Die Bundeskunsthalle lädt im Sommer erneut zu einem interaktiven Parcours im Außenraum und in öffentlich zugänglichen Innenbereichen ein. Die Ausstellung versammelt Kunstwerke, die zum Mitmachen, Erkunden und gemeinsamen Erleben anregen und den Museumsbesuch als offenen, partizipativen Prozess gestalten.
Einige Arbeiten aus den Vorjahren sind weiterhin Teil des Parcours, darunter der Wasserpavillon Circular Appearing Rooms von Jeppe Hein, die Rutschbahn von Carsten Höller sowie ein Klettergerüst von Temitayo Ogunbiyi. Ergänzt wird die Präsentation durch neue Positionen, die sich mit Spiel, Bewegung und Wahrnehmung auseinandersetzen. Klanginstallationen, visuelle Arbeiten und interaktive Objekte eröffnen unterschiedliche Zugänge zu Themen wie Kommunikation, Gemeinschaft und öffentlichem Raum.
Das Programm steht 2026 im Zeichen sozialer Nachhaltigkeit und richtet den Blick auf Zusammenhalt, Teilhabe und Achtsamkeit. Werke von Künstler:innen wie Ólafur Eliasson, Christine Sun Kim oder Olaf Nicolai thematisieren Formen des Austauschs und der Verständigung, etwa durch Sprache, Klang oder gemeinsames Handeln. Andere Arbeiten schaffen Orte des Verweilens oder laden zu spontanen Begegnungen ein.
Die Ausstellung macht deutlich, wie Kunst im öffentlichen Raum zur Interaktion anregen und neue Perspektiven auf das Zusammenleben eröffnen kann. Spielerische Elemente verbinden sich dabei mit gesellschaftlichen Fragestellungen und ermöglichen individuelle wie gemeinschaftliche Erfahrungen.
Noch bis 1. November 2026
Obex Oberhausen Expo
Climate Xtremes – Polar Experience

© Christoph Musiol
Die immersive Ausstellung entführt Besucher:innen in die faszinierenden Eiswelten der Arktis und Antarktis. Auf rund 1.600 Quadratmetern verbinden großformatige Projektionen, eindrucksvolle Klangwelten und interaktive Stationen wissenschaftliche Erkenntnisse mit einem multimedialen Ausstellungserlebnis.
Die Reise beginnt an Bord des Forschungsschiffs Polarstern und führt durch spektakuläre Polarlandschaften bis in einen 360-Grad-Videomapping-Raum, in dem die entlegensten Regionen der Erde lebendig werden. Dabei vermittelt die Ausstellung anschaulich, wie Polarforschung funktioniert und welche Bedeutung die Polarregionen für das globale Klima haben.
Entwickelt wurde die Ausstellung in Zusammenarbeit mit Polarforscher:innen und wissenschaftlichen Einrichtungen, darunter das Alfred-Wegener-Institut. Sie verbindet Forschung, Erlebnis und Mitmachangebote und sensibilisiert für den Schutz der empfindlichen Polarregionen und unseres Klimas.
Obex I Oberhausen Expo
Duisburger Str. 375
46049 Oberhausen
Tel. 040 – 210 91 10 10
Noch bis 1. November 2026
Schloss Augustusburg, Brühl
Rokoko under Construction – The Making of Schloss Augustusburg

UNESCO-Welterbe Schloss Augustusburg Brühl, Prunktreppenhaus, Foto © Schlösser Brühl, Horst Gummersbach
Die Sonderausstellung widmet sich der Entstehung von Schloss Augustusburg und gewährt Einblicke in die Planung und Umsetzung eines der bedeutendsten Rokokobauten Europas. In acht historischen Räumen werden mehr als 100 Exponate präsentiert, die die architektonischen, künstlerischen und handwerklichen Prozesse hinter dem Bauprojekt veranschaulichen.
Im Mittelpunkt stehen die Architekten Balthasar Neumann, François de Cuvilliés und Johann Conrad Schlaun sowie die zahlreichen Künstler und Kunsthandwerker, die an der Gestaltung des Schlosses beteiligt waren. Historische Bauzeichnungen, Modelle, Werkzeuge und Materialien verdeutlichen die komplexen Abläufe einer Schlossbaustelle des 18. Jahrhunderts.
Darüber hinaus beleuchtet die Ausstellung die europäische Vernetzung der Beteiligten und die Bedeutung von Schloss Augustusburg für die Entwicklung des Rokoko. Interaktive Stationen und multimediale Angebote vermitteln historische Handwerkstechniken und schlagen zugleich eine Brücke zu den heutigen Aufgaben der Denkmalpflege und Restaurierung.
Schloss Augustusburg
Parkplatz Max-Ernst-Allee
50321 Brühl
Tel. 02232 – 440 00
Noch bis 1. November 2026
Neanderthal Museum
Zwei Millionen Jahre Migration

© Neanderthal Museum
Migration ist ein zentrales Thema unserer Zeit – oft emotional diskutiert und gesellschaftlich umstritten. Die Sonderausstellung Zwei Millionen Jahre Migration im Neanderthal Museum zeigt, dass Migration ein grundlegendes Merkmal der Menschheitsgeschichte ist. Aufbauend auf der erfolgreichen Ausstellung von 2017 präsentiert das Museum eine vollständig überarbeitete Version, basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Ursachen, Dynamiken und Folgen globaler Wanderungsbewegungen.
Die Ausstellung macht deutlich: Unsere Geschichte ist eine Geschichte der Bewegung. Sie begleitet frühe Menschen von Afrika nach Asien und Europa, beleuchtet die Begegnung zwischen anatolischen Ackerbauern und europäischen Jägern und Sammlern vor 7.500 Jahren und thematisiert die prägenden Wanderungen eurasischer Steppennomaden vor rund 5.000 Jahren. Anschaulich, interaktiv und fundiert zeigt die Ausstellung, wie Mobilität das menschliche Miteinander, unsere Gene und Kulturen bis heute formt.
Noch bis 1. November 2026
Kunstmuseum Bonn
Versammlung der Tiere – Ein kooperativer Malraum

© Atelier artig
Die Ausstellung lädt Kinder und Jugendliche dazu ein, einen Museumsraum gemeinsam in ein vielfältiges Tierreich zu verwandeln. Über mehrere Monate entsteht im Kunstmuseum Bonn ein wachsender Malraum, in dem Tiere und ihre Lebenswelten künstlerisch gestaltet werden.
Anregungen liefern Tierpräparate aus dem benachbarten Museum Koenig. Ob Pinguin, Feldhase, Eisbär, Taube oder Antilope – welche Tiere im Kunstmuseum erscheinen, entscheiden auch die Teilnehmenden selbst. Nach und nach entsteht so ein gemeinschaftliches Wandbild, das die Vielfalt der Tierwelt und ihre unterschiedlichen Eigenschaften sichtbar macht.
Der Malraum bleibt während der gesamten Laufzeit im Wandel: Wandflächen können übermalt, Tiere ergänzt oder an andere Orte weitergetragen werden. So entwickelt sich ein offener, partizipativer Prozess, in dem Kinder und Jugendliche ihre Vorstellungen von Natur, Vielfalt und Zusammenleben künstlerisch zum Ausdruck bringen.
Noch bis 1. November 2026
LVR-Industriemuseum Engelskirchen Kraftwerk Ermen & Engels
Arbeits[T]räume – Ein Zukunftslabor

© 30er Belegschaft des Oelchenshammers © Heimatbildarchiv
Wie möchten wir in Zukunft arbeiten? Welche Rolle spielen neue Technologien, Arbeitsmodelle und gesellschaftliche Entwicklungen dabei? Die interaktive Ausstellung „Arbeits[T]räume – Ein Zukunftslabor“ im LVR-Industriemuseum Kraftwerk Ermen & Engels lädt Besucher:innen ein, diesen Fragen nachzugehen und eigene Visionen zu entwickeln.
In sechs thematisch gestalteten Räumen bietet die Ausstellung vielfältige Möglichkeiten zur aktiven Beteiligung. Historische Beispiele, aktuelle Objekte, Interviews und eine eigens komponierte „Zukunftsmusik“ regen zum Nachdenken über die Arbeitswelt von morgen an. Bereits während der Vorbereitung wurden Besucher:innen eingeladen, sich einzubringen – ein partizipativer Ansatz, der sich durch die gesamte Ausstellung zieht. Begleitend zur Ausstellung findet ein umfangreiches Programm statt, darunter Workshops, Lesungen und interaktive Formate.
LVR-Industriemuseum Engelskirchen Kraftwerk Ermen & Engels
Engelsplatz 2
51766 Engelskirchen
Tel. 02234 - 992 15 55 (KulturInfo Rheinland)
Noch bis 2. November 2026
Museumpark Orientalis
Schätze der Antike – Welthandel damals und heute

Die Ausstellung widmet sich den Handelsbeziehungen der Antike und ihren Verbindungen zur Gegenwart. Schon vor Jahrhunderten durchzogen Karawanen Wüsten und Gebirgspässe, Händler tauschten Waren auf Märkten und in Häfen. Produkte wie Kaffee, Kupfer, Weihrauch, Seide oder Salz gelangten über weite Strecken von Hand zu Hand und machten Handel zu einem sichtbaren Bestandteil des Alltags.
Heute verlaufen viele Handelswege unsichtbar über globale Lieferketten, Containerschiffe und digitale Plattformen. Die Ausstellung stellt diese Entwicklungen einander gegenüber und zeigt, wie sehr wirtschaftlicher Austausch seit jeher mit kulturellen Begegnungen, Ideen und gesellschaftlichen Veränderungen verbunden ist.
Anhand historischer Beispiele und aktueller Bezüge beleuchtet die Präsentation Fragen nach Wert, Nachhaltigkeit und globaler Verantwortung. Sie macht deutlich, dass heutige Diskussionen über fairen Handel oder Konsumgewohnheiten Teil einer langen Geschichte des Austauschs sind. Der Museumpark Orientalis, der sich der Begegnung von Kulturen widmet, bildet dafür den passenden Rahmen.
Museumpark Orientalis
Profetenlaan 2
NL 6564 BL Heilig Landstichting
Niederlande
Tel. 0031 - 24 - 382 31 10
Noch bis 8. November 2026
Museum Ludwig
HIER UND JETZT – De/Collecting Memories from Turtle Island

© Marie Watt „Thirteen Moon”s, 2025 Foto: Mario Gallucci Courtesy: die Künstlerin
Ausgehend von der umfangreichen Pop-Art-Sammlung des Museum Ludwig und seinem engen Bezug zu den Vereinigten Staaten rückt die Ausstellung eine zeitgenössische US-amerikanische Position in den Mittelpunkt. Gezeigt wird eine Arbeit der Künstlerin Marie Watt, die 1967 in Seattle geboren wurde, Mitglied der Seneca Nation ist und heute in Portland, Oregon, lebt. In vielen indigenen Traditionen werden die Amerikas als „Turtle Island“ bezeichnet – ein Name, der auf mündlich überlieferte Schöpfungsgeschichten verweist.
Die Ausstellung lädt dazu ein, Erinnerungen, Bilder und Sammlungen neu zu betrachten und bestehende Narrative zu hinterfragen. Ausgangspunkt ist ein 2023 vom Museum Ludwig erworbenes Konvolut farbintensiver Fotochrome der Detroit Publishing Company. Die um 1900 entstandenen Motive basieren häufig auf früheren Schwarz-Weiß-Fotografien von William Henry Jackson und zeigen Orte wie den Yellowstone-Nationalpark oder den Grand Canyon. Als Wanddekorationen und Postkarten verbreitet, prägten sie das Bild der USA nachhaltig – oftmals durch menschenleere Landschaften und idealisierte Ansichten.
An diesem Punkt setzt die Ausstellung an und lenkt den Blick auf das, was diese Bilder nicht erzählen. Die scheinbar unberührten Landschaften waren seit Jahrhunderten Lebensraum indigener Gemeinschaften, lange bevor europäische Kolonisator:innen eintrafen. Die Ausstellung macht sichtbar, wie indigene Erinnerungen und Perspektiven bis heute überlagert werden, und eröffnet Raum für alternative Erzählungen jenseits des dominanten Narrativs der Entdeckung Amerikas.
Noch bis 8. November 2026
LVR Industriemuseum Bergisch Gladbach Papiermühle Alte Dombach
PAPIER! Handgeschöpftes von John Gerard

© LVR-Industriemuseum, Foto: Jürgen Hoffmann
Die Ausstellung widmet sich der traditionellen Kunst des Papierschöpfens und stellt das Werk des Papiermachers John Gerard in den Mittelpunkt. Während Papier heute überwiegend industriell hergestellt wird, zeigt die Präsentation die handwerklichen und künstlerischen Möglichkeiten eines Materials, das aus einfachen Rohstoffen entsteht.
John Gerard, in den USA geboren und seit vielen Jahren in der Eifel tätig, beschäftigt sich seit mehr als vier Jahrzehnten mit handgeschöpftem Papier. Seine Arbeiten reichen von großformatigen Collagen über farbintensive „Pulp Paintings“ bis hin zu Künstlerbüchern. Dabei verbindet er handwerkliche Techniken mit künstlerischer Experimentierfreude und entwickelt eigene Verfahren und Materialien.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Entstehungsprozess seiner Werke. Werkzeuge, Naturmaterialien sowie fotografische Dokumentationen geben Einblicke in die Arbeitsweise des Künstlers und machen nachvollziehbar, wie aus einzelnen Fasern individuelle Bild- und Buchobjekte entstehen.
Ergänzt wird die Ausstellung durch eine offene Papierwerkstatt. Dort können Besuchende verschiedene Techniken ausprobieren, Collagen gestalten oder selbst Papier schöpfen. Workshops und Führungen vertiefen die Einblicke in das Handwerk und die künstlerische Praxis.
LVR-Industriemuseum Papiermühle Alte Dombach
Alte Dombach
51465 Bergisch Gladbach
Tel. 02234 - 992 15 55 (kiR – KulturInfo Rheinland)
Noch bis 8. November 2026
Papiermuseum Düren
Into the Paperverse – Papier und Computerspiel

Ausschnitt Ausstellungsplakat © arc – Gestaltung
Die Ausstellung widmet sich der überraschenden Verbindung von Papier und digitalen Spielen. Sie zeigt, wie das vermeintlich analoge Material seit den Anfängen der Computertechnik bis in die Gegenwart eng mit der Entwicklung von Videospielen verknüpft ist.
Bereits in den frühen Jahrzehnten der Computer wurden Programme mithilfe von Lochkarten aus Papier erstellt. Auch später blieb Papier ein wichtiger Bestandteil der Spielkultur, etwa in Form von Anleitungen, Karten oder Beilagen, die das Spielerlebnis ergänzten. Gleichzeitig entwickelten sich eigenständige analoge Spielformen wie Pen-&-Paper-Rollenspiele, Spielbücher und Sammelkartenspiele, die die digitale Spieleentwicklung nachhaltig beeinflussten.
Mit der zunehmenden Digitalisierung wandelte sich die Rolle des Papiers: Es wurde in Spielewelten integriert und visuell sowie spielmechanisch neu interpretiert. Titel wie „Myst“, „Yoshi’s Story“ oder die „Paper Mario“-Reihe greifen Papierästhetiken auf und machen sie zum zentralen Gestaltungselement. Auch hybride Systeme verbinden physische Materialien mit digitalen Anwendungen.
Die Ausstellung veranschaulicht diese Entwicklungen anhand von Originalmaterialien, Entwurfsskizzen, Spielbeilagen und interaktiven Stationen. Besondere Beispiele zeigen, wie Papier als sinnliches Element in Spiele eingebunden wurde. So wird deutlich, wie eng analoge und digitale Kulturen miteinander verwoben sind und sich gegenseitig beeinflussen.
Papiermuseum Düren
Wallstr. 2-8
52349 Düren
Tel. 02421 – 25 25 61
Noch bis 15. November 2026
Siebengebirgsmuseum Königswinter
Jubeltage – Feste in Königswinter

Kinderkarneval, um 1930. Fotograf: © Albert Gontermann. Heimatverein Siebengebirge
Die Sonderausstellung widmet sich der Festkultur in Königswinter und zeigt ausgewählte Fotografien aus der umfangreichen Fotosammlung des Heimatvereins Siebengebirge. Die Aufnahmen dokumentieren private und öffentliche Feierlichkeiten aus verschiedenen Jahrzehnten und geben Einblicke in das gesellschaftliche Leben der Region.
Anhand historischer Fotografien und ausgewählter Museumsobjekte werden unterschiedliche Formen des Feierns beleuchtet. Im Mittelpunkt stehen Feste unter freiem Himmel wie Kirmes, Karneval, Prozessionen und Schützenfeste, aber auch offizielle Anlässe wie Empfänge oder Richtfeste. Darüber hinaus richtet die Ausstellung den Blick auf private Feiern im Familien- und Freundeskreis, darunter Hochzeiten, Geburtstage und weihnachtliche Zusammenkünfte.
Zugleich erinnert die Ausstellung an das 100-jährige Bestehen des Heimatvereins Siebengebirge. Sie zeigt, wie eng die Geschichte des Vereins mit der Erforschung und Bewahrung der regionalen Kulturgeschichte verbunden ist und welche Bedeutung seine Foto- und Sammlungsschätze für die Erinnerung an das Leben im Siebengebirge haben.
Siebengebirgsmuseum der Stadt Königswinter
Kellerstr. 16
53639 Königswinter
Tel. 02223 – 37 03
Noch bis 15. November 2026
Kollwitz Museum Köln
Die persönlichen „Best of“ der Künstlerin

August Sander: Die Familie in der Generation, 1912 © Die Photographische Sammlung/Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn, August Sander Archiv, Köln, VG Bildkunst, Bonn 2026
1920 veröffentlichte Käthe Kollwitz die sogenannte Richter-Mappe mit 24 ausgewählten Zeichnungen aus ihrem bisherigen Schaffen. Die Werke wurden als hochwertige Lichtdrucke reproduziert und in drei Auflagen herausgegeben, um sie einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Die Auswahl hatte Kollwitz selbst getroffen und vermittelt damit einen persönlichen Blick auf ihr damaliges künstlerisches Werk.
Die Sammlungspräsentation stellt diese besondere Zusammenstellung in den Mittelpunkt und zeigt, welche Arbeiten die Künstlerin selbst für die Edition auswählte.
Kollwitz Museum Köln
Neumarkt 18-24
50667 Köln
Tel. 0221 – 227 28 99
Noch bis 15. November 2026
Kunstmuseum Villa Zanders
James Ensors fantastische Welten. Druckgraphik aus der Sammlung Deckers

James Ensor, Boote am Strand, 1888, Radierung, handkoloriert, 17,6 x 23,7 cm, Sammlung Quinensor, Ostende, Foto: Steven Decroos
Die Ausstellung widmet sich dem druckgraphischen Werk von James Ensor, einem prägenden Wegbereiter der Moderne. Ab Mitte der 1880er Jahre entwickelte Ensor eine facettenreiche Radierkunst, die bis heute durch ihre expressive Bildsprache und stilistische Vielfalt beeindruckt. Mit mehr als 100 Radierungen, darunter zahlreiche handkolorierte Blätter, gibt die Ausstellung einen umfassenden Einblick in dieses zentrale Schaffen.
Ensors oft ironisch gebrochene Bildwelten sind bevölkert von Masken, Grotesken und gesellschaftskritischen Anspielungen. Sie entziehen sich eindeutigen Stilzuordnungen und bewegen sich zwischen Symbolismus, Satire und gesellschaftlicher Analyse. Thematisch gegliedert erschließt die Ausstellung den künstlerischen Kosmos Ensors und beleuchtet insbesondere die beiden Hauptphasen seines druckgraphischen Schaffens zwischen 1886 und 1889 sowie 1895 und 1899.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Praxis des Kolorierens, mit der Ensor den Ausdruck und die Wirkung seiner Radierungen intensivierte. Darüber hinaus wird sein politisches Engagement in den Blick genommen, das bislang weniger Beachtung gefunden hat. Die Präsentation basiert auf einer umfangreichen Privatsammlung, die in den vergangenen 25 Jahren in Ensors Heimatstadt Ostende aufgebaut wurde und einen seltenen Überblick über sein druckgraphisches Œuvre ermöglicht.
Noch bis 27. Dezember 2026
Deutsches Textilmuseum, Krefeld
Sehnsucht Wald

© Zuzana Branišová Dugovičová
Die Ausstellung vereint mehr als 160 textile Arbeiten von Künstlerinnen sowie angehenden Textilingenieur:innen aus Deutschland, Polen, der Slowakei, Spanien und der Ukraine. In unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten setzen sich die Werke mit dem Wald als Lebensraum, Inspirationsquelle und Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen auseinander.
Der Wald erscheint dabei als Ort der Erholung, als Schauplatz von Märchen und Mythen, als Forschungsraum und Rohstofflieferant, aber auch als Sinnbild für die Folgen des Klimawandels. Die vielfältigen Arbeiten zeigen unterschiedliche künstlerische Perspektiven auf die Natur und laden dazu ein, den Blick auf unsere Umwelt und ihre Schutzbedürftigkeit zu richten.
Deutsches Textilmuseum Krefeld
Andreasmarkt 8
47809 Krefeld
Tel. 02151 - 946 94 50
Noch bis 30. Dezember 2026
Gasometer Oberhausen
Mythos Wald

Die Ausstellung Mythos Wald im Gasometer Oberhausen widmet sich der Vielfalt und Faszination unserer Wälder – von den Regenwäldern Brasiliens über den Kongo bis nach Europa. Sie zeigt Tier- und Pflanzenwelten ebenso wie das Leben indigener Völker und macht auf die Bedrohung des globalen Ökosystems durch Rodung und Klimawandel aufmerksam.
Neben preisgekrönten Naturaufnahmen, Filmsequenzen und Original-Exponaten bietet die Schau eindrucksvolle Highlights wie die Klang- und Lichtinstallation Global Sunrise von Oceans21 – eine Reise durch erwachende Wälder auf fünf Kontinenten, inszeniert von Naturklangexperte Chris Watson und internationalen Medienkünstler:innen. Mit Der Baum, einer 40 Meter hohen Installation von Ars Electronica Solutions, entsteht zudem ein begehbares Gesamtkunstwerk, das einen symbolischen Blick vom Wurzelwerk bis in die Baumkrone erlaubt.
Noch bis 6. Januar 2027
Deutsches Fußballmuseum Dortmund
SUPERHEROES – Jamal Musiala. Florian Wirtz. The Immersive Experience
Die Ausstellung widmet sich den Nationalspielern Jamal Musiala und Florian Wirtz und erzählt ihre sportlichen Wege in einem multimedialen Ausstellungsformat. Erstmals präsentiert das Deutsche Fußballmuseum zwei aktive Spieler in einer eigenen groß angelegten Schau, die in engem Austausch mit den Protagonisten entstanden ist.
Auf rund 1.000 Quadratmetern entfaltet sich eine immersive Inszenierung mit Mehrfachprojektionen, hochauflösendem Filmmaterial, Fotografien, Comic-Elementen, Animationen und ausgewählten Exponaten. Bild, Klang und Raum verbinden sich zu einer vielschichtigen Darstellung, die die Entwicklung der beiden Spieler, ihre Spielweise und ihre Bedeutung für den aktuellen Fußballkontext beleuchtet. Die Ausstellung bewegt sich dabei an der Schnittstelle von digitaler und analoger Präsentation.
Ergänzend wird die Galerieausstellung Lebe deinen Traum! Die Geschichte von Jamal Musiala und Florian Wirtz gezeigt. Sie ist als begehbare Graphic Novel konzipiert und zeichnet den Weg der beiden von den Anfängen bis in mögliche Zukunftsperspektiven nach.
Noch bis 10. Januar 2027
Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Zu den Sternen! Weltraum und Weltflucht seit der Moderne

John Wood und Paul Harrison, Filmstill aus Bored Astronauts on the Moon, 2011 (Einkanal-Video, 20 min), © Courtesy of the artists
Die Ausstellung untersucht die Faszination des Weltraums als Projektionsfläche für Hoffnungen, Sehnsüchte und Zukunftsentwürfe. Mit rund 100 Werken von der Moderne bis in die Gegenwart zeigt sie, wie Künstler:innen auf gesellschaftliche Umbrüche, technische Entwicklungen und globale Krisen reagiert haben.
Ausgehend von den Visionen des frühen 20. Jahrhunderts spannt die Schau einen Bogen von den futuristischen Vorstellungen einer Reise ins All bis zu aktuellen Fragestellungen rund um Klimakrise, Ressourcenknappheit und die Suche nach alternativen Lebensräumen. Der Blick ins Universum wird dabei zugleich zu einer Reflexion über die Bedingungen des Lebens auf der Erde.
Zu sehen sind Werke bedeutender Künstler:innen der Moderne, darunter Max Ernst, Sophie Taeuber-Arp, El Lissitzky und Joan Miró, ebenso wie zeitgenössische Positionen von Yael Bartana, Katharina Sieverding oder Emma Talbot. Die Ausstellung verdeutlicht, wie sich die Vorstellungen vom Weltraum im Laufe der Zeit gewandelt haben – von utopischen Zukunftsbildern bis hin zu kritischen Auseinandersetzungen mit den Grenzen menschlichen Fortschritts.
Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Hans-Arp-Allee 1
53424 Remagen
Tel. 02228 - 92 55-0
Noch bis 24. Januar 2027
Museum Schloss Homburg
Kleine Figuren – Große Geschichten – PLAYMOBIL Diorama Artist Oliver Schaffer

Burg im Mittelalter, Schloss Homburg Nümbrecht © Oliver Schaffer
Anlässlich des 100-jährigen Museumsjubiläums zeigt Schloss Homburg eine Sonderausstellung mit detailreich gestalteten PLAYMOBIL-Miniaturwelten des Künstlers Oliver Schaffer. In zahlreichen Szenen werden regionale Geschichte und die Geschichte von Schloss Homburg anschaulich dargestellt.
Die Präsentation führt durch verschiedene Epochen und Themen – vom mittelalterlichen Leben auf der Burg bis zur Entwicklung des Museums. Mit einer Vielzahl von Figuren und sorgfältig gestalteten Details entstehen lebendige Einblicke in historische Alltagswelten und bedeutende Ereignisse der Region.
Die Ausstellung richtet sich an Kinder, Familien und Geschichtsinteressierte und verbindet spielerische Inszenierungen mit historischen Inhalten. So werden Vergangenheit und Gegenwart auf anschauliche Weise miteinander verknüpft.
Noch bis 31. Januar 2027
Museum für Ostasiatische Kunst
Schichten und Schnitte. Chinesische Lackkunst

Deckeldose mit Pflaumenblüten, D 8,7 cm, Ming-Dynastie, 15. Jahrhundert © HASTK-RBA, Marion Mennicken
Die Ausstellung präsentiert rund 60 herausragende Beispiele chinesischer Lackkunst vom 12. bis ins frühe 17. Jahrhundert aus einer Kölner Privatsammlung, ergänzt durch ausgewählte Werke des Museums. Im Mittelpunkt stehen kunstvoll gefertigte Lackarbeiten verschiedener Dynastien, darunter selten gezeigte Objekte aus der Yuan-Zeit sowie kostbare Arbeiten für den Kaiserhof der Ming-Dynastie.
Seit Jahrtausenden gehört der Saft des Lackbaums zu den bedeutendsten Werkstoffen Ostasiens. Durch das Auftragen zahlreicher hauchdünner Schichten entstehen Oberflächen von besonderer Tiefe, Leuchtkraft und Haltbarkeit. Die aufwendige Technik der Schnitzlackarbeiten entwickelte sich zu einer hochpräzisen Kunstform, bei der reliefartige Dekore durch feine Schnitte und farbige Schichten herausgearbeitet werden.
Die ausgestellten Werke zeigen die Vielfalt dieser Tradition. Charakteristische rote Schnitzlacke, Schwarzlackarbeiten und Perlmuttintarsien veranschaulichen die hohe handwerkliche und künstlerische Qualität. Die Darstellungen greifen häufig Motive aus der Natur sowie Themen des Daoismus und Buddhismus auf.
Noch bis 31. Januar 2027
Museum für Ostasiatische Kunst
Zum Mondjahr des Pferdes – Ein Galopp durch Zeit und Raum

Pferd mit zwei Gelehrten, Anonym, Hängerolle, Tusche, Farben und Gold auf Papier Korea, Joseon-Periode, spätes 19. Jahrhundert © Seo Heun-kang, NRICH, Republik of Korea
Seit mehr als zwei Jahrtausenden prägt das Pferd die Künste und Kulturen Ostasiens – als himmlisches Reittier, als Statussymbol sowie als Sinnbild für Stärke, Macht und Tugend. Zum Mondjahr des Feuerpferdes, das am 17. Februar 2026 in China, Korea und Japan beginnt, präsentiert die Ausstellung Malereien und Holzschnittdrucke, Keramiken und Porzellane, Bronzeskulpturen und Lackobjekte. Sie zeigen die vielschichtige Bedeutung des Pferdes vom 3. Jahrhundert v. Chr. bis in die Moderne.
Mythologische Vorstellungen spiegeln sich in skulpturalen Grabbeigaben wider, die für ein Leben im Jenseits geschaffen wurden, ebenso wie in Darstellungen, in denen Pferde Gottheiten und Menschen auf übernatürlichen Himmelsreisen begleiten. Die militärische Nutzung des Pferdes machte es seit der Frühzeit zu einem entscheidenden Faktor für Verteidigung und Expansion. Schlachtenszenen sowie Porträts von Generälen und hohen Beamten veranschaulichen diese Bedeutung. Auch der wirtschaftliche und kulturelle Austausch entlang der Seidenstraße wird sichtbar: Die Kunst der Tang-Dynastie (618–907) dokumentiert das Pferd als begehrte Handelsware und Tributgeschenk zwischen dem chinesischen Kaiserhof und den nördlichen Steppenvölkern. Darüber hinaus spielte es eine zentrale Rolle bei der Jagd, was sich besonders in Werken der Qing-Dynastie (1644–1912) zeigt.
In der japanischen und koreanischen Malerei erscheint das Pferd häufig als Begleiter von Samurais, Gelehrten und Reisenden. Seit der Meiji-Zeit (1868–1912) wird es auch in alltäglichen Szenen dargestellt, etwa auf Pferderennbahnen oder als dekoratives Motiv kunsthandwerklicher Objekte. Aufwendig gestaltete Reitaccessoires wie Sättel, Steigbügel und Zaumzeug verdeutlichen darüber hinaus seine Funktion als Macht- und Statussymbol der Oberschichten.
Noch bis Januar 2027
Von der Heydt-Museum Wuppertal
Museum A bis Z: Von Anfang bis Zukunft

Emmy Klinker, Wuppertal, um 1928, Kunst- und Museumsverein im Von der Heydt-Museum Wuppertal © Rechtsnachfolger
Was macht ein Museum aus, und wie sollte es in Zukunft sein? Welche Aufgaben hat ein Museum, und welche Wünsche haben wir an das Museum als Institution und an das Von der Heydt-Museum im Speziellen? Die Ausstellung ermöglicht einerseits ungewohnte und unbekannte Einblicke in die Geschichte und die Vielfalt der Sammlung und richtet andererseits den Blick in die Zukunft. Neben den klassischen Aufgaben Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln prägt die Beschäftigung mit aktuellen Themen wie Diversität, Digitalisierung, Dekolonialisierung und Teilhabe zunehmend die Rolle von Museen. „Museum A bis Z“ führt von Anfang bis Zukunft: von der Gründungsphase des Museums über Themen wie lokales und globales Sammeln, koloniale Kontexte, Provenienzforschung bis hin zur Vielfalt der Sammlung und möglichen Zukunfts-perspektiven. Wertvollen Textilien aus dem heutigen Indonesien und außereuropäischen Plastiken werden Wuppertaler Ansichten u. a. von Adolf Erbslöh, Emmy Klinker, Erich Heckel, Oskar Schlemmer oder Marie Luise Oertel gegenübergestellt. Eine besondere Gemäldeauswahl ermöglicht den Blick auf die Vielfalt einer Gattung, während kunsthandwerkliche Objekte die Vielfalt von Material und Technik erlebbar machen. Die Provenienzforschung bildet einen weiteren wichtigen Schwerpunkt der Ausstellung: Ihre Bedeutung und gesellschaftliche Verantwortung wird anhand der Geschichte des Gemäldes „Bildnis Felix Benjamin“ von Max Liebermann erläutert, das 2023 an die Erben des von den Nationalsozialisten verfolgten und ermordeten Felix Benjamin restituiert und anschließend zurückerworben wurde.
Noch bis 28. Februar 2027
Deutsches Tanzarchiv Köln/Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn
Inscrit – Schreiben mit dem Körper | Eine Ausstellung für Raimund Hoghe

Raimund Hoghe © Rosa Frank
Die Ausstellung widmet sich dem Werk des Choreographen, Tänzers und Filmemachers Raimund Hoghe (1949–2021) und beleuchtet sein künstlerisches Vermächtnis. Im Zentrum steht sein choreographisch-tänzerisches Schaffen, das bis heute von Weggefährt:innen und ehemaligen Tänzer:innen weitergeführt wird.
Ausgehend von Hoghes Arbeiten fragt die Ausstellung, wie sich Tanz als flüchtige Kunstform festhalten lässt. Sie untersucht, wie choreographische Prozesse in Erinnerungen, Materialien, Fotografien und Archiven sichtbar werden und welche Rolle dokumentarische Formen dabei spielen.
Zugleich gibt die Präsentation Einblicke in die Arbeit des Deutschen Tanzarchivs Köln und macht deutlich, wie künstlerische Praxis bewahrt und vermittelt werden kann. So entsteht ein vielschichtiger Zugang zu einem Werk, das den zeitgenössischen Tanz nachhaltig geprägt hat.
Im Mediapark 7
50670 Köln
Tel. 0221 – 888 95-400
Noch bis 4. April 2027
Clemens Sels Museum Neuss
Endlich Schöner Wohnen – Farbige Öldrucke zwischen Kitsch und Kostbarkeit

Hans Zatzka, Elfenspiel, um 1900, Clemens Sels Museum Neuss, Foto Carsten Gliese
Die Jahresausstellung widmet sich dem farbigen Öldruck, der um 1900 zu den beliebtesten Wandschmuckformen in vielen Haushalten zählte. Rund 80 Exponate aus der museumseigenen Sammlung sowie aus Privatbesitz zeigen die Vielfalt dieser preiswerten Bilddrucke, die zwischen kunsthistorischem Anspruch, Massenproduktion und Alltagskultur angesiedelt waren.
Neben beliebten Motiven wie Landschaften, Madonnenbildern oder röhrenden Hirschen präsentiert die Ausstellung auch hochwertige Faksimile-Drucke, die Ölgemälden täuschend ähnlich sahen. Sie veranschaulicht, wie Kunstwerke berühmter Meister durch erschwingliche Reproduktionen einem breiten Publikum zugänglich wurden und so das Bildverständnis ganzer Generationen prägten.
Die Ausstellung lädt dazu ein, den Öldruck neu zu entdecken und seine Bedeutung zwischen Kitsch, Kunst und populärer Bildkultur zu erkunden.
Clemens Sels Museum Neuss / Feld-Haus
Berger Weg 5
41472 Neuss
Tel. 02131 – 90 41 41
Noch bis 15. März 2027
Ägyptisches Museum der Universität Bonn
25 Jahre in 25 Objekten

Aus 30 Gipsplatten zusammengesetzte Kopie eines Wandreliefs Sethos I. im Karnak-Tempel bei Luxor; Neues Reich, 19. Dyn., um 1285 v. Chr., Abguss aus der zweiten Hälfte des 19. Jh., ca. 2,70 hoch, 6,20 breit, Foto © Volker Lannert
Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens blickt das Ägyptische Museum der Universität Bonn mit einer Sonderausstellung auf seine Geschichte zurück. Anhand von 25 ausgewählten Exponaten werden wichtige Stationen der Museumsentwicklung sowie die Arbeit des Universitätsmuseums in Forschung, Lehre und Vermittlung vorgestellt.
Zu den gezeigten Objekten gehören unter anderem ein historischer Gipsabguss eines Reliefs aus dem Karnak-Tempel, ein kürzlich in die Sammlung aufgenommener Kanopenkrug sowie eine Replik der goldenen Göttin Selket aus dem Grab Tutanchamuns. Jedes Exponat erzählt eine eigene Geschichte und verdeutlicht zugleich die enge Zusammenarbeit des Museums mit Wissenschaftler:innen, Förder:innen und Partnereinrichtungen.
Die Ausstellung vermittelt Einblicke in die Sammlungsarbeit und die Erforschung des Alten Ägypten und zeigt, wie sich das Museum in den vergangenen 25 Jahren entwickelt hat.
Ägyptisches Museum der Universität Bonn
Poststr. 26
53111 Bonn
Tel. 0228 – 73 97 17
Noch bis 9. Mai 2027
K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Playground – Ein Spielplatz im Museum

© Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Die Ausstellung verwandelt die große Halle des K20 in eine begehbare Spiellandschaft, die Kinder zum Entdecken und Mitmachen einlädt. Die Künstlerin Sonia Kazovsky hat dafür ein raumgreifendes Kunstwerk geschaffen, in dem Bewegung, Fantasie und gemeinsames Erleben im Mittelpunkt stehen.
Kinder können klettern, rennen, rollen und mit verschiedenen Elementen der Installation interagieren. Mithilfe von Requisiten und Kostümen entstehen neue Rollen und Spielwelten, die individuell gestaltet werden können. So wird das Museum zu einem Ort, an dem Kunst nicht nur betrachtet, sondern aktiv erlebt wird.
Die Ausstellung richtet sich besonders an Familien und möchte einen niedrigschwelligen Zugang zur modernen und zeitgenössischen Kunst schaffen. „Playground“ versteht sich als offener Raum, in dem gemeinsames Spielen, Entdecken und Gestalten möglich ist.K20 Stiftung Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Grabbeplatz 5
40213 Düsseldorf
Tel. 0211 – 838 17 30
Noch bis 18. April 2027
mondo mio! Kindermuseum Dortmund
unSICHTBAR verbunden. Im Boden

© mondo mio! Kindermuseum / R. Horstmann
Die Mitmach-Ausstellung lädt Kinder und Familien dazu ein, die verborgene Welt unter unseren Füßen zu entdecken. Sie zeigt den Boden als Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Pilze, als Quelle wertvoller Rohstoffe und als Grundlage für unser tägliches Leben.
An interaktiven Stationen erfahren Besucher:innen, wie eng Mensch und Natur miteinander verbunden sind. Dabei geht es um Fragen wie: Welche Tiere leben im Boden? Wie wachsen Pflanzen? Welche Schätze verbergen sich unter der Erde? Spielerische Experimente, Kreativangebote und Mitmachstationen vermitteln anschaulich, welche Bedeutung der Boden für unsere Umwelt und Ernährung hat.
Die Ausstellung macht die oft unsichtbaren Zusammenhänge im Boden erlebbar und regt dazu an, diesen wertvollen Lebensraum mit neuen Augen zu betrachten.mondo mio! Kindermuseum Dortmund
Florianstr. 2
44139 Dortmund
Tel. 0231 - 502 61 27
Noch bis 19. September 2027
Kunstmuseum Bonn
Neue Sammlungspräsentation Klassische Moderne

Franz Wilhelm Seiwert, Diskussion, 1926, Kunstmuseum Bonn, Foto: Reni Hansen
Das Kunstmuseum Bonn zeigt seine Werke der Klassischen Moderne in einer neuen Perspektive: Statt einer rein kunsthistorischen Einordnung liegt der Fokus nun auf den Menschen hinter den Bildern – ihren Lebenswegen, Beziehungen und Schicksalen. Die Präsentation folgt den Spuren von Künstlerinnen und Künstlern, ihren Familien sowie Sammlerinnen und Sammlern. Biografien und Werkprovenienzen öffnen dabei den Blick für die gesellschaftlichen Kontexte, in denen die Werke entstanden und weitergegeben wurden.
Neben bekannten Werken der Rheinischen Expressionisten sind auch selten gezeigte Arbeiten von Marta Worringer, Käthe Kollwitz, Olga Oppenheimer und weiteren Positionen zu entdecken. Eine Einladung, Kunst und Geschichte neu zu erleben – ganz persönlich und nah an den Menschen, die sie geprägt haben.
Noch bis Ende 2027
Naturkundemuseum Schloss Benrath, Düsseldorf
Mikroplastik im Rhein – Die große Reise des kleinen Plastiks

Foto lizenzfrei
Die Sonderausstellung widmet sich den unsichtbaren Wegen des Mikroplastiks und zeigt, wie eng unser Alltag mit den Gewässern verbunden ist. Mithilfe von sechs Virtual-Reality-Stationen folgen Besucher:innen den winzigen Kunststoffpartikeln von ihrem Ursprung über den Rhein bis in die Nordsee und erhalten Einblicke in aktuelle Forschung zu einem der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit.
Ergänzt wird die Ausstellung durch die künstlerische Intervention „Über Spuren. Über Abfall. Über uns.“ der Düsseldorfer Künstlerin Gabriele Keßler. Fotografien, Objekte und Installationen machen die Folgen der Plastikverschmutzung sichtbar und setzen sich mit dem Verhältnis von Mensch, Natur und Umwelt auseinander.
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem niederländischen Museum De Bastei und basiert auf Forschungsergebnissen des deutsch-niederländischen Interreg-Projekts „Der Rhein verbindet“. Sie verbindet Wissenschaft, Kunst und interaktive Vermittlung und regt dazu an, den eigenen Umgang mit Kunststoff und Gewässern neu zu hinterfragen.
Benrather Schlossallee 100-106
40597 Düsseldorf
Tel. 0211 – 892 19 03
Noch bis 11. Juli 2028
Kunstmuseum Bonn
Kraftfelder. Neue Perspektiven aus der Sammlung

Dominique Gonzalez-Foerster, Panoramism and the Abstract Sector, 2022, Dauerleihgabe Sammlung KiCo, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: David Ertl
Mit der Neupräsentation seiner Sammlung zeigt das Kunstmuseum Bonn rund 160 Werke des frühen 20. Jahrhunderts, der Nachkriegszeit und der Gegenwart in einem neuen Zusammenhang. Auf einem rund 2.300 Quadratmeter großen Ausstellungsparcours treten bekannte Arbeiten der Sammlung mit selten oder bislang noch nie gezeigten Werken in Dialog.
Die Ausstellung gliedert sich in vier Themenbereiche: Transparenz & Verhüllung, Gemeinschaft & Spaltung, Verletzlichkeit & Widerstand sowie Mikro- & Makrokosmos. Sie untersucht die Kräfte, die Menschen und Gesellschaften prägen, und eröffnet unterschiedliche Perspektiven auf Zusammenhalt, Identität und den Wandel gesellschaftlicher Strukturen.
Zu den Höhepunkten zählen unter anderem Wolfgang Laibs Wachsraum, der seit vielen Jahren nicht öffentlich gezeigt wurde, sowie eines der Schießbilder von Niki de Saint Phalle. Installationen, Gemälde und weitere Arbeiten laden dazu ein, die Sammlung des Museums aus neuen Blickwinkeln zu entdecken.
Noch bis Sommer 2029
Oberschlesisches Landesmuseum
Jesderkusch! Oder die verzwickte Geschichte Oberschlesiens

© SHOS | OSLM, Leonie Langen
Was ist ein Familok? Und seit wann gibt es Dinosaurier in Oberschlesien? Welche berühmten Persönlichkeiten prägten die Welt der Wissenschaft, des Sports und der Kultur? Welche Köstlichkeiten dürfen auf keinem sonntäglichen Mittagstisch fehlen? Diese und andere Fragen werden auf insgesamt acht Tafeln beantwortet und durch praktische Angebote sinnlich erfahrbar gemacht. Und wer von den Inhalten der Ausstellung vor Ort nicht genug bekommen kann, kann das zweisprachige (deutsch-polnisch) Buch, das der Präsentation zugrunde liegt, im Museumsshop vor Ort erwerben.
Ein Schwerpunkt der musealen Vermittlungsarbeit ist es, ein Verständnis für die Geschichte und Gegenwart der Bezugsregion zu entwickeln. Dies kann durch den Besuch von Ausstellungen geschehen, aber auch durch das Lesen und Erleben von Inhalten, die uns die faszinierende lokale Geschichte, die reiche Kultur und die Traditionen näherbringen. Aus diesem Grund hat sich das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit etwas Besonderes einfallen lassen: eine Ausstellung, die auf dem Buch „Jesderkusch! Oder die verzwickte Geschichte Oberschlesiens“ basiert. Der Text wurde von Monika Rosenbaum überarbeitet und die Illustrationen von Darya Hancharova ergänzt. Abgerundet wird die Ausstellung durch deutsch-polnische Hörbeiträge. Das Projekt wurde vom Deutschen Konsulat in Oppeln unterstützt. Dank einer freundlichen Leihgabe kann das Oberschlesische Landesmuseum eine Version der Ausstellung zeigen.
Stiftung Haus Oberschlesien
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstr. 6
40883 Ratingen
Tel. 02102 – 96 50
Kommende Ausstellungen
Vom 11. Oktober 2026 bis 2. Mai 2027
Bundeskunsthalle Bonn
NIE WIEDER! Gegen das Vergessen der NS-Verbrechen

Raffael Rheinsberg, Hand und Fuß, 1980, Foto: Annette Kradisch, © Neues Museum Nürnberg
Wie kann die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus lebendig gehalten werden, wenn es immer weniger Zeitzeug:innen gibt? Die Ausstellung beschäftigt sich mit aktuellen Herausforderungen der Erinnerungskultur und fragt, wie historische Zeugnisse und Tatorte bewahrt, Wissen vermittelt und neue Formen des Gedenkens entwickelt werden können.
Künstlerische Positionen treffen dabei auf historische Zeugnisse und Objekte. Fünf Themenbereiche strukturieren die Ausstellung: Wissen und Vermittlung, der Erhalt und die Erforschung historischer Tatorte, die Bedeutung von Denk- und Mahnmalen, das individuelle und gesellschaftliche Gedächtnis sowie die Zukunft des Erinnerns im digitalen Zeitalter. Zugleich wird thematisiert, mit welchen Strategien Erinnerung verdrängt oder angegriffen wird.
Zu sehen sind Arbeiten zahlreicher Künstler:innen, darunter Christian Boltanski, Käthe Kollwitz, Gerhard Richter, Barbara Yelin, Harun Farocki und Wolf Vostell. Expert:innen aus Wissenschaft, Gedenkstättenarbeit und Erinnerungskultur haben an der Ausstellung und dem begleitenden Buch mitgewirkt.
Vom 11. Oktober 2026 bis 14. Februar 2027
Von der Heydt-Museum Wuppertal
Schön & streng: Die Macht des Ornaments. Von Henri Matisse bis heute

August Macke, Stillleben mit Apfelschale und japanischem Fächer, 1911, Kunstmuseum Bonn, Schenkung Jürgen Hall © Reni Hansen, Artothek
Die Ausstellung widmet sich der Ästhetik, Funktion und Bedeutung von Ornamenten in der Kunst von der Klassischen Moderne bis heute. Ausgangspunkt ist die Sammlung des Museums mit Werken unter anderem von Henri Matisse und August Macke. Sie zeigen, wie Farbe, Form und Fläche seit Beginn der Moderne zunehmend selbst zum Bildthema wurden.
Auch in der zeitgenössischen Kunst spielen Wiederholungen, Muster und geometrische Ordnungen eine wichtige Rolle. Werke von Künstler:innen wie Philip Taaffe, Katja Davar und Thomas Bayrle verdeutlichen, dass Ornamente weit mehr als dekorative Elemente sein können. Sie verbinden einfache und komplexe Strukturen und greifen zugleich gesellschaftliche Fragen auf. Arbeiten von Nevin Aladağ, Azra Akšamija und Susan Hefuna zeigen zudem, wie traditionelle Ornamente verschiedener Kulturkreise aufgegriffen und neu interpretiert werden.
Die Ausstellung spannt damit einen Bogen von der abstrakten und konkreten Kunst über die Op Art bis zur Gegenwart. Neben der formalen Strenge und spielerischen Wirkung von Mustern geht es auch um die kulturelle Herkunft und Wanderung von Formen sowie um ihre Bedeutung als Mittel der Kommunikation.
Vom 15. Oktober bis 7. Februar 2027
LVR Landesmuseum Bonn
Fluchtpunkt Paris – Gisèle Freund, Rogi André, Madame d’Ora
Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich Paris zu einem wichtigen Zentrum für Intellektuelle und Kunstschaffende aus ganz Europa. Auch die Fotografinnen Gisèle Freund, Rogi André und Dora Kallmus, bekannt als Madame d’Ora, zog es in die französische Metropole. Mit ihren Fotografien dokumentierten sie das kulturelle und gesellschaftliche Leben ihrer Zeit.
Die Ausstellung zeigt Porträts bedeutender Persönlichkeiten wie Le Corbusier, Marcel Duchamp, Pablo Picasso, James Joyce und Simone de Beauvoir ebenso wie Arbeiten aus der Mode-, Akt- und Tanzfotografie. Darüber hinaus beschäftigten sich die drei Fotografinnen mit sozialen Spannungen und gesellschaftspolitischen Konflikten. Anfang der 1940er-Jahre wurden sie aufgrund ihrer jüdischen Herkunft zur Flucht gezwungen und kehrten später auf unterschiedlichen Wegen nach Paris zurück.
Ihre Fotografien erzählen damit von künstlerischem Aufbruch und gesellschaftlichem Engagement, aber auch von Verfolgung, Exil und Rückkehr.
LVR Landesmuseum Bonn
Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel. 0228 - 20 70-0
Vom 15. Oktober bis 20. Dezember 2026
Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur
the world we build/t – Visionen junger Kunst
Wie sieht die Welt von morgen aus? Rund 230 Jugendliche haben sich im Projekt 721 gestern | heute | morgen künstlerisch mit dieser Frage auseinandergesetzt. Ausgangspunkt ist eine Region, die von der Flutkatastrophe 2021 geprägt wurde. Die jungen Künstler:innen beschäftigen sich mit ihren Erfahrungen und entwickeln daraus eigene Vorstellungen und Visionen für die Zukunft.
Die Ausstellung zeigt die große Bandbreite der entstandenen Arbeiten. Dazu gehören Animationen, Videokunst und Fotografie ebenso wie Performances, Soundexperimente und Installationen. Die Werke bewegen sich zwischen Erlebtem und Zukunft, Aufbruch und Wirklichkeit und zeigen unterschiedliche Perspektiven darauf, wie eine Welt von morgen aussehen könnte.
Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur
Mühlenberg 7
53909 Zülpich
Tel. 02252 - 83 80 61 04
Vom 16. Oktober 2026 bis 5. September 2027
DASA Dortmund
Gute Nacht – Eine Ausstellung über den Schlaf

© Foto: designed by Freepik – Magnific.com, Collage: ungestalt
Schlaf ist lebenswichtig und beeinflusst unser Wohlbefinden ebenso wie unseren Arbeitsalltag. Die Ausstellung nimmt euch mit durch verschiedene Phasen und Aspekte des Schlafens, vom Einschlafen und Durchschlafen über das Träumen und Wachbleiben bis zum Aufwachen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Arbeitswelt. Welche Auswirkungen hat Schichtarbeit auf den Schlaf? Wie gelingt es, nach der Arbeit abzuschalten? Und welche Rolle spielen Care-Aufgaben für die nächtliche Erholung? An zahlreichen interaktiven Stationen könnt ihr selbst aktiv werden und eure eigenen Schlafgewohnheiten hinterfragen. Jüngere Besucher:innen dürfen ihr Kuscheltier mitbringen und gemeinsam mit ihm die Ausstellung erkunden.
Vom 29. November 2026 bis 14. März 2027
Kunstmuseum Bonn
Jacques Tilly – Wagen und Widerstand

Jacques Tilly, Putin und die Satire, 2026, © Jacques Tilly
Die Sonderausstellung widmet sich dem satirischen Werk von Jacques Tilly und beleuchtet die Rolle des Karnevals als Raum für Meinungsfreiheit, Kritik und gesellschaftliche Debatten. Im Mittelpunkt stehen seine politischen Motivwagen, mit denen der Künstler seit Jahrzehnten aktuelle Ereignisse und Machtstrukturen pointiert kommentiert.
Zu sehen sind Modelle seiner Großplastiken, Entwurfszeichnungen sowie Fotografien, Filme und Presseberichte aus verschiedenen Schaffensphasen. Die Ausstellung zeigt, wie Tilly die Tradition der Narrenfreiheit mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen verbindet und macht deutlich, welche Bedeutung Kunst und Satire für eine demokratische Gesellschaft haben.
