Ausflug

Sonderausstellungen in den Museen in Köln, Bonn und im Umland

Petra Schulte · 12.07.2021

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© Mypurgatoryyears/StockPhoto.com

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Hier findet ihr eine Auswahl an aktuellen Ausstellungen, die auch für Familien mit Kindern interessant sind.

Die Museen in Köln, Bonn und dem Umland öffnen nach dem Lockdown wieder nach und nach. Vor einem Besuch solltet ihr unbedingt klären, ob die Museen geöffnet sind und wie ein Besuch der Ausstellungen unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln zugänglich ist. Häufig ist eine vorherige Anmeldung telefonisch oder online notwendig, da nur eine begrenzte Anzahl Menschen in die Ausstellungsräume dürfen.

Welche Museen auch für einen Besuch mit euren ganz Kleinen geeignet sind, haben wir für euch in der Übersicht Museum mit Baby zusammengetragen.

Wenn ihr bei eurem Museumsbesuch nicht auf frische Luft und freien Himmel verzichten wollt, lohnt sich ein Besuch in einem der Freilichtmuseen in der Nähe von Köln und Bonn.

Kurse, Workshops und Führungen der verschiedenen Museen findet ihr in unserem Kalender.

Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren und Entdecken!

Bereits laufende Ausstellungen:

 

Noch bis 1. August 2021

MAKK Museum für Angewandte Kunst Köln

Danish Jewellery Box. Zeitgenössisches Schmuckdesign


© Per Suntum, Ring Nr. 21, 1994 (Foto: © Thomas Damgaard)

Die Ausstellung bietet einen eindrucksvollen Einblick in 50 Jahre dänisches Schmuckdesign anhand von rund 200 ausgewählten Arbeiten. Als dialogischer Diskurs sind zusätzlich einige Beispiele aus der Schmucksammlung des MAKK in die Ausstellung integriert. Der Ausstellungstitel bezieht sich auf die Schmucksammlung der Danish Arts Foundation. Als staatliche Einrichtung baut diese seit 1978 eine „Jewellery Box“ auf, die mittlerweile rund 340 Objekte zählt und im Museum Koldinghus in Ost-Jütland dauerhaft präsentiert wird.

MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln
An der Rechtschule
50667 Köln
Tel. 0221 - 221 238 60

 

Noch bis 8. August 2021

Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur

Von Becher bis Blume

© Jürgen Klauke: Ohne Titel (Fliegende Hüte), aus: Sonntagsneurosen, 1990-92

Die Ausstellung „Von Becher bis Blume“ gibt insbesondere Einblick in die einflussreich wirkende Photographie der 1980er- und 1990er-Jahre, eine Zeit, in der innovative und bis heute bedeutende Bildwerke und Konzepte entstanden sind. Gezeigt werden über 150 Exponate, teils umfangreiche serielle Arbeiten von 22 Künstlerinnen und Künstlern, die die jüngere deutsche Photographie durch innovative Beiträge wesentlich geformt und nach wie vor großen Einfluss auf das künstlerische Medium haben.

Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur
Im Mediapark 7
50670 Köln
Tel. 0221 – 888 95-300

 

Noch bis 12. August 2021

Landeshaus des Landschaftsverbands Rheinland (LVR)

Menschen, Bilder, Orte – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Die Ausstellung vom Team des LVR-Jüdischen Museums im Archäologischen Quartier Köln zeigt unterschiedliche Biografien und Bilder, die vom vielfältigen jüdischen Leben und von jüdischer Kultur im deutschsprachigen Raum seit der Zeit Kaiser Konstantins erzählen. Vom Auf und Ab, vom Ausgegrenzt-Sein und vom Verfolgt-Werden, aber auch vom gesellschaftlichen Miteinander, von Zusammenhalt und Zusammengehörigkeit, von Alltags- und Lebenswelten. Die Ausstellung besteht aus vier begehbaren und multimedial bespielten Kuben, die sich auf ihren Außen- und Innenflächen jeweils einem der vier übergeordneten Themen widmen: Recht und Unrecht, Leben und Miteinander, Religion und Geistesgeschichte sowie Kunst und Kultur. Über Interaktionen können Interessierte Geschichte und Gegenwart als Teil der deutschen Gesamtgeschichte selbst entdecken. Der Erzählstrang der Ausstellung ist an biografischen Zeugnissen konkreter Personen ausgerichtet, deren Lebenswege markante Ereignisse und Epochen jüdischer Geschichte in Deutschland widerspiegeln und die Perspektive auf den europäischen Raum ausweiten. Der Schwerpunkt liegt auf der Alltagsgeschichte. Die Ausstellung wird im Nordfoyer des Landeshauses des LVR in Köln gezeigt. Eine vorherige Terminbuchung unter https://www.shop.synagoge-roedingen.lvr.de/#/exhibition/54 ist erforderlich.

Landeshaus des Landschaftsverbands Rheinland (LVR)
Kennedyufer 2
50679 Köln
Tel. 0221 – 80 90

 

Noch bis 15. August 2021

Käthe Kollwitz Museum Köln

Friedrich Seidenstücker – Leben in der Stadt

Friedrich Seidenstücker, Familientandem, 1947 © Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Bayerische Staatgemäldesammlungen, München

Friedrich Seidenstücker (1882–1966) zählt zu den bedeutenden Chronisten des Alltagslebens im Berlin der Weimarer Republik. Seine atmosphärischen Fotografien, meist entstanden auf seinen Streifzügen durch die Stadt, erzählen von scheinbar beiläufigen Ereignissen und Begebenheiten: vom Sonntagsvergnügen und vom Arbeitsalltag, von Kinderspielen auf der Straße und vom Treiben auf Bahnhöfen und im Zoo.

Käthe Kollwitz Museum Köln
Neumarkt 18-24 / Neumarkt Passage
50667 Köln
Tel. 0221 – 227 28 99

 

Noch bis 15. August 2021

LVR-Industriemuseum Tuchfabrik Müller Euskirchen

Mode 68 – Mini, sexy, provokant


©
LVR Industriemuseum Tuchfabrik Müller Euskirchen

Mode in den 60ern – das sind Minirock und Maxikleid, Hot Pants und Schlaghose, Weltraum-Look und Hippie-Gewand, asymmetrischer Kurzhaarschnitt und wilde Mähne. Nicht zu vergessen: Jeans und Parka. Mehr als 150 Originalkleidungsstücke und Accessoires aus der umfangreichen museumseigenen Textilsammlung warten in der Ausstellung auf die Besucherinnen und Besucher. Sie werden durch exklusive Leihgaben von Modesammlerinnen und -sammlern ergänzt. Zusammen mit umfangreichem Bild- und Filmmaterial aus der Zeit lassen sie die bewegten 60er zwischen Protestbewegung, Swinging London und Flower-Power wieder lebendig werden.

LVR-Industriemuseum Tuchfabrik Müller Euskirchen
Carl-Koenen-Str. 25
53881 Euskirchen
Tel. 02234 – 992 15 55 (kulturinfo rheinland)

 

Noch bis 22. August 2021

Wallraf-Richartz-Museum

Bon Voyage, Signac!

Paul Signac, Konstantinopel: Yeni Djami, 1909, Öl auf Leinwand, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Dauerleihgabe Stiftung Kunst im Landesbesitz (NRW), Foto: RBA Köln
 
Eine impressionistische Reise mit Künstlern wie Monet, Caillebotte, Gauguin, van Gogh, Matisse und natürlich dem großartigen Paul. Die einmalige Bilder-Tour mit hochkarätigen Signac-Leihgaben und sammlungseigenen Meisterwerken beginnt in Paris, führt über die Normandie und Bretagne bis zur Côte d’Azur, um nach Stippvisiten auf Korsika und in Venedig am Bosporus im alten Konstantinopel zu enden. Im Mittelpunkt der Schau steht mit Paul Signacs „Konstantinopel: Yeni Djami“ ein Meisterwerk des Pointillismus. Das Wallraf erhielt dieses kostbare Gemälde von 1909 als Dauerleihgabe der Stiftung Kunst im Landesbesitz (NRW). Nach umfangreichen Restaurierungsmaßnahmen wird das Bild nun zum ersten Mal seit 1963 wieder öffentlich zu sehen sein.

Wallraf-Richartz-Museum
Obermarspforten 40
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-211 19

 

Noch bis 29. August 2021

Kunstmuseum Bonn

Frank Bölter - ultra all inclusive. Ausstellung für Kinder und Jugendliche


© Frank Bölter To the World’s end in Hastings, 2014 ©  VG Bild-Kunst, Bonn 2021 Foto: Alexander Battrel

Der von Frank Bölter (*1969) eingerichtete Ausstellungsraum ultra all inclusive ist gleichzeitig Installation seiner Werke, Künstleratelier, Labor und Werkstatt für die Museumsgäste. Geprägt von der jederzeit möglichen gestalterischen Beteiligung der Museumsgäste unterliegt der Raum einer ständigen Veränderung. Ausgehend von der Falttechnik des Origami mit ihrer Charakterisierung als Kunsthandwerk oder Hobby erhalten die hier entstehenden und gezeigten Objekte aufgrund ihrer Überdimensionierung eine brisante Aufladung. Spielerisch-harmloses Falten wird zu wahnwitzigen Herausforderungen und Zumutungen, Eigenbrötlerei zu nur noch gemeinsam handhabbaren Aktionen.

Im Laufe der Ausstellung werden vier großformatige Falt-Arbeiten mit Frank Bölter entstehen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene – egal ob Bastler:innen, Unbedarfte oder Origami-Cracks – sind immer eingebunden. Aufbau, Verwandlung, Zerstörung und Verschwinden: all inclusive.

Kunstmuseum Bonn
Helmut-Kohl-Allee 2 (Museumsmeile)
53113 Bonn
Tel. 0228 - 77 62 60

 

Noch bis 29. August 2021

Max Ernst Museum Brühl des LVR

Doppelausstellung mit Hartmut Neumann und Wolf Hamm


Hartmut Neumann, Amsterdam im Jahre 2110 (Ins flache Land), 2016, Öl auf Leinwand, 200 x 280 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Alistair Overbruck, Köln

Unter den Titeln „Verbotene Zonen“ und „Große Prozesse“ präsentiert das Max Ernst Museum Brühl des LVR in einer Doppelausstellung rund 120 Gemälde und Zeichnungen von Hartmut Neumann (*1954) und Wolf Hamm (*1974). In der ersten Doppelausstellung des Museums mit zeitgenössischen Künstlern lassen sich zwei unterschiedliche aktuelle Positionen in der Auseinandersetzung mit dem Werk von Max Ernst und surrealen Bildstrategien entdecken. Diese Berührungspunkte verbinden die beiden künstlerischen Ansätze und schlagen inhaltliche Brücken in der räumlich separiert konzipierten Präsentation.

Max Ernst Museum Brühl des LVR
Comesstr. 42 / Max-Ernst-Allee 1
50321 Brühl
Tel. 02232 – 57 93-0

 

Noch bis 29. August 2021

LVR Rheinisches Industriemuseum Engelskirchen Ermen & Engels

Ist das möglich?


Unter dem Fallhammer werden Bleche, Papiere und textile Gewebe getestet. © LVR-Industriemuseum

Balancieren über eine Slackline, die Reißfestigkeit von Papier prüfen oder unter einer Lupenkamera verschiedene Papiere und andere Materialien vergleichen – all das bietet die interaktive Sonderausstellung "Ist das möglich?". Ergänzt wird die Ausstellung mit Museumsexponaten wie einem zum Würfel gepressten Schrottauto oder einer Rüstung aus Papier. Sie erzählen von historischen Begebenheiten, erstaunlichen Geschichten und spannenden Rekorden. Die Experimentierausstellung verknüpft im Kraftwerk Ermen & Engels ein Rate- und Wissensspiel mit der Vermittlung von spannenden Fakten rund um industrielle Materialien. Steht in den Dauerausstellungen des LVR-Industriemuseums die Geschichte der Industrien im Vordergrund, in denen Papier, Metall und Textil produziert und verarbeitet wurden, so dreht sich bei der Ausstellung alles um die Materialien selbst. Die Ausstellung richtet sich an alle ab 8 Jahren, die gerne selbst etwas ausprobieren, wie Familien, Kinder und Jugendliche sowie Schülerinnen und Schüler ab der Klasse 3 bis zur Klasse 10 und auch Erwachsene.

LVR Rheinisches Industriemuseum Engelkirchen Kraftwerk Ermen & Engels
Engelsplatz 2
51766 Engelskirchen
Tel. 02234 - 992 13 00

 

Noch bis 29. August 2021

LVR-Industriemuseum Gesenkschmiede Heinrichs Solingen

Must have - Geschichte, Gegenwart, Zukunft des Konsums


Die Kombinationstruhe "Arkona 21" von Blaupunkt war absolute Luxusklasse, 1959. © LVR-Industriemuseum, Foto: Jürgen Hoffmann

Die Ausstellung richtet mit über 400 Exponaten einen Blick auf die Entwicklung des Konsums von der vorindustriellen Zeit bis in die unmittelbare Gegenwart und wirft Fragen an die Zukunft auf. Besucherinnen und Besucher sind ebenfalls eingeladen, sich Fragen zu stellen und das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen: Heißt leben heute konsumieren? Wie wollen und können wir nachhaltig konsumieren? Was kann ich mir von den Menschen vor 200 Jahren abschauen? Die Ausstellung wendet sich an alle, die ihr Herz schon mal an einen besonders schönen Gegenstand verloren haben oder sich kritisch mit dem Thema Konsum auseinandersetzen möchten.

LVR-Industriemuseum Gesenkschmiede Heinrichs Solingen
Merscheider Str. 289-297
42699 Solingen
Tel. 02234 – 992 15 55 (kulturinfo rheinland)

 

Noch bis Ende August 2021

Bilderbuchmuseum Troisdorf

Otfried Preußler – Hotzenplotz & Co und Herbert Holzing – Eine Sammlung von Bildern im Buch


© Mathias Weber: Koloration der Zeichnung von F.J. Tripp, Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, Stuttgart 2012
 
Otfried Preußler, der mit seinen Figuren und Geschichten Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur schuf, begeistern auch heute noch kleine und große Leser:innen weltweit. Die Bilder zu seinen Geschichten blieben jedoch immer im Hintergrund. Zu sehen sind in der Ausstellung Originale von F.J. Tripp, der dem „Räuber Hotzenplotz“ sein unverwechselbares Aussehen verlieh, aber auch Illustrationen zu dem Buch „Das kleine Gespenst“ schuf. Die Zeichnerin Winnie Gebhardt ist mit Bildwerken rund um „Die kleine Hexe“ oder „Der kleine Wassermann“ vertreten. Auch bei Preußlers „Krabat“ war es nicht nur der Text, der die kleinen und großen Leser:innen begeisterte. Vielmehr beeindruckten erneut die Illustrationen, die diesmal der Künstler und Illustrator Herbert Holzing den Buchzeilen hinzufügte.
 
Bilderbuchmuseum
Burgalle 1
53840 Troisdorf
Tel. 02241 - 884 14 27

 

Noch bis 5. September 2021

LVR LandesMuseum Bonn

High Tech Römer


Rudere im Team eine Galeere. Gewinnt ihr gemeinsam das Rennen?Foto: J. Vogel, LVR-LandesMuseum Bonn

Ob Fußbodenheizung, Lastkräne, Wellnessbäder oder Kaugummi – noch heute begegnen uns im täglichen Leben zahlreiche Erfindungen aus der Römerzeit. Wie es den Römern gelang, vor rund 2.000 Jahren ohne Computer, Motoren und Elektrizität solche technischen Meisterleistungen zu vollbringen, zeigt die interaktive Ausstellung „High Tech Römer“. Die Besucher:innen sind eingeladen, die genialen technischen Erfindungen der Antike nicht nur zu bestaunen, sondern auch selbst Hand anzulegen: An 30 Mitmachstationen können sie eine römische Stadt planen, Wasser aufwärts fließen lassen, eine Brücke bauen, mit einer römischen Galeere um die Wette rudern oder ein Katapult ausprobieren. Die Ausstellung vermittelt römische Technik auf spielerische Weise und macht ihre Bedeutung für die Gegenwart bewusst.

LVR LandesMuseum Bonn
Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel. 0228 - 20 70-0

 

Noch bis 5. September 2021

Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur

Kinder, Kinder! Vom Badefrust zur Badelust?


© Nadine Michels

Wer kennt es nicht? Man steht unter der Dusche, wäscht sich die Haare und Shampoo läuft ins Auge. Doch nicht nur wir Erwachsenen, sondern besonders Kinder leiden unter dem daraus resultierenden Brennen und Tränen. Oft verweigern sich Kinder und Jugendliche ganz der Körperhygiene. Die Kosmetikindustrie ist daher seit Jahrzehnten bemüht, ihre Produkte zu verbessern und die Palette zu erweitern. Nutzte sie Anfang des letzten Jahrhunderts noch Babys und Kinder, um ihre Produkte den erwachsenen Kunden als besonders schonend nahe zu bringen, entwickelten sie parallel spezielle Kinderprodukte. Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der Körperhygiene mit dem Fokus auf Babys und Kindern vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute. Zahlreiche Werbegrafiken und Exponate vermitteln, wie die Werbe- und Kosmetikindustrie Bedürfnisse der Käuferschaft erweckt und u.a. überholte Rollenklischees auch im 21. Jahrhundert befeuert.

Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur
Mühlenberg 7
53909 Zülpich
Tel. 02252 - 83 80 61 04

 

Noch bis 5. September 2021

Deutsches Sport & Olympia Museum

Tokio 2020/21: GER – many are one

Typisch deutsch im Spitzensport – eine biografische Fotoausstellung von Micha Neugebauer und Wolf Schmidt. Erstmals in ihrer Geschichte sind die Olympischen Spiele verschoben worden, nachdem sie dreimal kriegsbedingt ausgefallen sind. Ob sich „die Jugend der Welt“ tatsächlich in diesem Sommer treffen kann, wird sich wohl erst kurzfristig entscheiden. Ein weiteres besonderes Kapitel einer langen und wechselvollen Geschichte, die im Museum in spannenden Themenräumen und anhand herausragender Objekte nacherzählt wird. Als Reflex auf die „Corona-Spiele“ werden in einer Ausstellung dreißig deutsche Spitzensportler:innen gezeigt, die das Ziel verbindet, in Tokio dabei zu sein. Aus sehr persönlichen Begegnungen sind beeindruckende Fotos und authentische Einblicke in sportliche Lebenswege entstanden, die sich zwischen Glücksgefühlen und Enttäuschungen, zwischen Siegen und Niederlagen bewegen.

Deutsches Sport & Olympia Museum
Harry-Blum-Platz 2
50678 Köln
Tel. 0221 - 336 09 54

 

Noch bis 5. September 2021

Rautenstrauch-Joest-Museum

RESIST! Die Kunst des Widerstands

Patricia Kaersenhout, Objects of Love and Desire: Una Marson, 2019, Digitaler Baumwolldruck / Digital Cotton Printing, Foto/photo: Tor Jonsson © Wilfried Lentz Rotterdam & Privatsammlung Amsterdam

Der Widerstand gegen die Auswirkungen des kolonialen Erbes im Hier und Jetzt wird lauter: Er zeigt sich in der Debatte um die Umbenennung von kolonialen Straßennamen, der Restitution von geraubten Kulturgütern aus der Kolonialzeit, in der Zerstörung von Kolonialdenkmälern und nicht zuletzt der #BlackLivesMatter Bewegung. Diese aktuelle Entwicklung bildet den Hintergrund für die nächste internationale Großausstellung des Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt: Sie beleuchtet 500 Jahre Praktiken antikolonialen Widerstands im Globalen Süden.

Die Ausstellung ist eine Hommage an die Frauen und Männer, die auf unterschiedlichste Art und Weise Widerstand geleistet haben und deren Geschichten bis heute kaum erzählt oder gehört wurden. Zugleich thematisiert sie die dramatischen Auswirkungen und das Fortbestehen von kolonialen Machtverhältnissen. Somit ist diese Ausstellung ein Versuch, die verborgenen Schichten und Geschichten des Widerstands freizulegen.

Rautenstrauch-Joest-Museum
Cäcilienstraße 29-33
50667 Köln
Tel. 0221 - 22 13 13 56

 

Noch bis 5. September 2021

LVR-Industriemuseum Papiermühle Alte Dombach Bergisch Gladbach

KloPapierGeschichten


© LVR Industriemuseum, Jürgen Hoffmann

In der Sonderausstellung „Von der Rolle – KloPapierGeschichten“ erfährt man zwischen weiß gefliesten Wänden und jeder Menge Klo-Graffiti Interessantes über die Geschichte des ‚stillen Örtchens‘, den Umgang mit Hygienepapieren und auch mancherlei Unausgesprochenes über das Klo. Wir wagen den Blick über den Schüsselrand. Auf modernen Designer-WCs sitzend blicken die Besucherinnen und Besucher auf die Toiletten der Welt. Privat oder öffentlich, auf dem Land oder in den Städten, in Deutschland, Europa oder an abgelegenen Orten in der Wüste, im Dschungel und im Gebirge – Toiletten sehen sehr unterschiedlich aus, und doch dienen alle demselben Zweck.

LVR-Industriemuseum Papiermühle Alte Dombach
Alte Dombach
51465 Bergisch Gladbach
Tel. 02234 – 992 15 55 (kulturinfo rheinland)

 

Noch bis 12. September 2021

Bundeskunsthalle Bonn

Dress Code – Das Spiel mit der Mode


COMME des GARÇONS/Rei Kawakubo, Dress, Spring/Summer 2018, Collection of The Kyoto Costume Institute, © photo by Takashi Hatakeyama

Ob Designer-Kleid oder Jeans, Anzug, Jogginghose oder Uniform – jede Kultur, Epoche und gesellschaftliche Gruppe hat ihre eigenen Dress Codes. Die Erfolgsausstellung aus Japan präsentiert erstmals in Europa Mode als Spiel, das die tägliche Verwandlung als wichtiges Instrument zur Darstellung unserer Persönlichkeit unterstreicht. Gezeigt werden internationale Modeklassiker und ihre Weiterentwicklung als Streetwear. Die Ausstellung verhandelt Mode zwischen zwei Polen: zwischen dem Individualisten und dem Konformisten. Erkundet auch das eigens konzipiertes Fashion Lab! Es vertieft die Themen der Ausstellung und enthält zahlreiche partizipative Elemente, die den Facettenreichtum von Mode sinnlich erfahrbar machen.

Bundeskunsthalle Bonn
Museumsmeile Bonn
Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn
Tel. 0228 - 91 71–200

 

Noch bis 12. September 2021

Stiftung KERAMION Frechen

Keramik der ersten Stunde


Drei Keramiken von Karl und Ursula Scheid, 1968 – 1971, Foto: Helge Articus

Die Ausstellung „Keramik der ersten Stunde“ widmet sich bis zum 12. September 2021 den Exponaten der Eröffnungsausstellung von 1971 und dokumentiert damit den Zeitgeist der beginnenden 1970er Jahre als Ausgangspunkt für die großartige Keramiksammlung von Dr. Gottfried Cremer.

Stiftung Keramion
Bonnstr. 12
50226 Frechen
Tel. 02234 – 69 76 90

 

Noch bis 19. September 2021

August Macke Haus Bonn

Italiensehnsucht – Auf den Spuren deutschsprachiger Künstler:innen


Wassily Kandinsky, Rapallo – Boot im Meer, 1906, Öl auf Karton, 23,9 x 33 cm, Franz Marc Museum, Kochel, Dauerleihgabe, erworben durch Ernst von Siemens Kunststiftung, Kulturstiftung der Länder, Stiftung Etta und Otto Stangl © Foto: Collecto: www.collecto.art

Italien – spätestens seit Goethes Reise (1786–88) Sehnsuchtsziel und Inbegriff eines paradiesischen Arkadiens für „Nordländer“! Allein die Fülle der Kunstwerke in den Kirchen, Palazzi und Museen zog Bildungsreisende, aber auch Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt an. Daneben lockten die südliche Sonne, die mediterrane Landschaft, das gute Leben. August Macke, Erich Heckel, Max Pechstein und Walter Ophey erkundeten vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs auf eigene Faust Italien. Erstmals widmet sich eine Ausstellung den Italienreisen der deutschen Künstler:innen zwischen 1905 und 1933: Expressionistische Dramatik und neusachliche Kühle – beide Temperaturlagen finden sich in der Auseinandersetzung mit dem Land, seinen Städten und Orten, seinen Leuten, seiner Landschaft und seinen Legenden. Die Ausstellung mit ca. 100 Gemälden, Papierarbeiten, Fotografien und Skulpturen von 30 Künstlerinnen und Künstlern zwischen 1905 und 1933 macht die große Bedeutung Italiens für die deutsche Avantgarde eindrucksvoll sichtbar.

August Macke Haus
Hochstadenring 36
53119 Bonn
Tel. 0228 - 65 55 31

 

Noch bis 19. September 2021

LVR-Landesmuseum Bonn

Beethoven Moves! - Drei Fragen: Glück


Beethoven Moves in Medellín © Judith Döker

In der Ausstellung „Beethoven Moves! Was bedeutet Musik für dich?“ begegnet Beethovens Musik urbaner Straßenkultur. Mit Fotografien der Berliner Künstlerin Judith Döker und zahlreichen Filmen dokumentiert die Ausstellung die Begegnung des Beethoven Orchester Bonn mit den Jugendlichen der Ciudad Don Bosco in Medellín, Kolumbien. Im Gepäck hatten die Musiker:innen die berühmte 5. Sinfonie Ludwig van Beethovens, die die kolumbianischen Jugendlichen mit ihren eigenen Ausdrucksweisen wie Tanz, Rap und Graffiti interpretierten.
Die parallele Ausstellung „Drei Fragen: Glück - Was bedeutet Glück für dich?“ zeigt die Ergebnisse eines mehrjährigen Projektes von Judith Döker. Sie reiste während der letzten Jahre in sehr unterschiedliche Länder und stellte den Menschen folgende drei Fragen: Wann warst Du das letzte Mal glücklich? Was kannst Du tun, damit du häufiger Glück erlebst? Was müsste in Deinem Land passieren, damit Menschen doch glücklicher Zusammenleben? Die Ausstellung dokumentiert die Antworten von 18 Menschen aus Großbritannien, Iran, Kolumbien, Indien, Syrien, Ukraine, USA und Deutschland – ergänzt durch eindrucksvolle, großformatige Porträtfotografien der Charaktere. Die Ausstellung lädt zum eigenen Nachspüren ein, wann wir Glück empfinden aber auch, in welcher Welt wir eigentlich leben möchten – und was jeder ganz persönlich dafür tun kann.

LVR Landesmuseum Bonn
Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel. 0228 - 207 00

 

Noch bis 3. Oktober 2021

Museum Ludwig

Vor Ort: Fotogeschichten zur Migration

Necla Türköz mit Tochter Alpin, Sohn Uğur und Freund*innen auf einer Rheinfahrt, Köln, um 1972

Fotografien von Köln und weiteren Städten im Rheinland aus der Zeit zwischen 1955 und 1989 machen den stetigen Wandel durch die Bewohner*innen sichtbar. Die kaum bekannten vielfältigen Geschichten von Arbeitsmigrant:innen stehen im Mittelpunkt dieser Ausstellung. Als Zeitzeug:innen geben sie in Interviews Auskunft. Was erzählen sie über ihre privaten Fotografien über die Stadt und wie sie durch ihre Einwanderung belebt wurde?

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln
Tel. 0221 - 221 261 65

 

Noch bis 3. Oktober 2021

Kölnisches Stadtmuseum

Alaaf auf Abstand. Bilder einer anderen Session


© Joachim Rieger

Am Aschermittwoch, 17. Februar 2021, endete in Köln eine außergewöhnliche Karnevalssession. Das Pandemiegeschehen gab den Takt vor: Ein Fest, das sonst durch Nähe, Gesang und Schunkeln bestimmt war, musste Coronakonform werden. Zusammen mit drei Kölner Fotografen – Costa Belibasakis, Constantin Ehrchen und Joachim Rieger – begab sich das Kölnische Stadtmuseum ganz nah an die Orte und Akteure des Karnevals 2020/2021. Entstanden sind ausdrucksstarke Fotografien und Reportagen, die die Schattenseiten des Pandemiekarnevals dokumentieren. Sie zeigen die verwaisten Hotspots des Karnevals, fangen aber neben der Melancholie auch die Momente der spontanen Freude ein – und die Entschlossenheit der Kölner:innen, sich ihren Fastelovend nicht nehmen zu lassen. Passend zum Pandemiegeschehen während der Session findet die Ausstellung „Alaaf auf Abstand. Bilder einer anderen Session“ nicht im Museum, sondern online und im öffentlichen Raum statt. Eine Online-Kollektion auf der Webseite www.alaaf-auf-abstand.de präsentiert knapp 40 Bilder, eingebaut in 360°-Aufnahmen der Entstehungsorte. Eine interaktive Karte verbindet diese zu einer abwechslungsreichen kölschen Schnitzeljagd und ist Grundlage für spannende Aktionen im Stadtrau.

Kölnisches Stadtmuseum
Zeughaustr. 1-3
50667 Köln
Tel. 0221 - 221 257 54

 

Noch bis 3. Okober 2021

NS Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Die Cellistin von Auschwitz


Blick in die Ausstellung ©  www.cellistin-von-auschwitz.de

Anita Lasker-Wallfisch spielte im Mädchenorchester von Auschwitz und wurde dadurch vor dem Tod bewahrt. Sie überlebte die Konzentrationslager Auschwitz und Bergen-Belsen. Lukas Ruegenberg und Barbara Kirschbaum haben ein Kinderbuch mit dem Titel „Du wirst gerettet werden" über ihr Leben verfasst. Auf der Grundlage des Buches zeigt die Ausstellung Begebenheiten aus ihrer Kindheit und Jugend und ihr Überleben in Auschwitz und Bergen-Belsen. Die Geschichte von Anita Lasker-Wallfisch wird in der Ausstellung erzählt für junge Menschen von 8 bis 12 Jahren.

NS Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Appellhofplatz 23-25
50667 Köln
Tel. 0221 - 221 12-63 32

 

Noch bis 10. Oktober 2021

Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Wähl mich! Parteien plakatieren


© Stiftung Haus der Geschichte, Foto © Ralf Klodt

„Keine Experimente" versprach Bundeskanzler Konrad Adenauer im Bundestagswahlkampf 1957 auf einem legendären CDU-Plakat. Der Wahlkampf hatte Erfolg: Die CDU erreichte zum ersten und einzigen Mal die absolute Mehrheit im Deutschen Bundestag. Seitdem haben sich Wahlkämpfe stark verändert. Aber auch in digitalen Zeiten werben die Parteien nach wie vor mit Plakaten für die Stimmen der Wählerinnen und Wähler. Die Ausstellung „Wähl mich! Parteien plakatieren" im Haus der Geschichte in Bonn vom 17. Juni bis 3. Oktober 2021 präsentiert über 100 historische Wahlplakate aus Bundestags- und Landtagswahlen und nimmt dabei einzelne Komponenten der Wahlplakate in den Blick: Köpfe, Farben und Slogans aus 70 Jahren demokratischer Wahlen in der Bundesrepublik Deutschland dokumentieren, wie sich Themen, Ästhetik und Ansprache der Wählerinnen und Wähler geändert haben.

Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Willy-Brandt-Allee 14
53113 Bonn
Tel. 0228 - 916 50

 

Noch bis 10. Oktober 2021

Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Hits & Hymnen. Klang der Zeitgeschichte


© Haus der Geschichte, Hits und Hymnen gegen Rechts

Erfolgreiche Songs wie „99 Luftballons", „Ein bisschen Frieden" oder „Wind of Change" sind immer auch Spiegel der Zeit, in der sie zu Hits werden. Die Ausstellung „Hits & Hymnen. Klang der Zeitgeschichte" , die bis 10. Oktober 2021 im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zu sehen ist, beschäftigt sich nicht nur mit "Musik und Protest", sie wirft auch einen Blick auf Nationalhymnen und Militärmusik in der DDR und der Bundesrepublik, die als Bestandteil nationaler Repräsentation und Symbolik beleuchtet werden. Rund 500 Exponate sind zu sehen, darunter die Ibanez-Gitarre von Udo Lindenberg mit der Aufschrift „Gitarren statt Knarren", die der Musiker SED-Chef Erich Honecker schenkte oder das Original-Manuskript von „Wind of Change". Aktuell hinzugekommen ist die Single "Ich habe Besseres zu tun" , die die Berliner Punkband "ZSK" für den Virologen Christian Drosten eingespielt hat. Die Ausstellung nimmt im erweiterten Beethoven-Jubiläumsjahr an ausgewählten Stellen auch Bezug zum Werk des Komponisten, dessen Stücke in der Popkultur immer wieder neu rezipiert werden. Induktionsschleifen am Eingang und an den Musikstationen sorgen dafür, dass Hörgeschädigte die Musik ohne störende Nebengeräusche hören können. Auf einer großen Multimedia-Station übersetzen Gebärdendolmetscherinnen und -dolmetscher Musik in Gesten - auch für Menschen ohne Beeinträchtigung eine neue Erfahrung.

Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Willy-Brandt-Allee 14
53113 Bonn
Tel. 0228 - 916 50

 

Noch bis 17. Oktober 2021

Vogelsang IP

Jüdische Nachbarn


Blick in die Ausstellung Jüdische Nachbarn © Vogelsang IP Foto: Dörte Stein

Was wissen wir heute von Menschen jüdischen Glaubens, die bis 1933 ganz selbstverständlich als Nachbarn in der Stadt und auf dem Lande gelebt haben? Heute verbindet man das europäische Judentum vor allem mit der Shoah während des sogenannten „Dritten Reiches“, doch Sitten, Gebräuche und Alltag jüdischer Menschen sind heute den allermeisten fremd. Dabei hat das Judentum seit gut 2000 Jahren die europäische Kultur mitgeprägt. Das Projekt „Jüdische Nachbarn“ in Nordrhein-Westfalen möchte über eine Sonderausstellung und Unterrichtsmaterialien die Vielfalt jüdischen Lebens vor der NS-Herrschaft vor allem jungen Menschen näherbringen. Schwerpunkte bilden Lebensläufe von jüdischen Menschen, die im Rheinland und in Westfalen zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Städten und auf dem Lande lebten. Das Projekt wurde vom „Geschichtsort Humberghaus“ in Dingden und vom Netzwerk „Erziehung nach Auschwitz“ in Kooperation mit dem „German Desk“ in Yad Vashem und mit Unterstützung der Bezirksregierungen erarbeitet. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

Vogelsang IP
Vogelsang 70
53937 Schleiden
Tel. 02444 - 91 57 90

 

Noch bis 24. Oktober 2021

Schloss Benrath Museum für Gartenkunst

Ansgar Skiba. Flowers


Ansgar Skiba, 2015, Magnolien, 100x140 Foto © Olaf Bergmann

Der in Düsseldorf lebende Künstler Ansgar Skiba stellt Ölgemälde, Aquarelle und Silberstiftzeichnungen im Museum für Gartenkunst auf Schloss Benrath aus. Die Themen der Sonderausstellung sind Blumen und Gärten, im Zentrum stehen Arbeiten zu Magnolien, die im Benrather Schlosspark zu einem beliebten Ausflugsziel und Fotomotiv geworden sind. Ob Magnolien, Seerosen, Tulpen, Schwertlilien oder Pfingstrosen – Skiba kennt jede Blume, weiß um ihre Blütezeit und ihre Eigenart. Sein Wissen über Blumen ist umfangreich – und ungewöhnlich für einen Künstler. Er spürt dem Wachstum der Blumen nach und studiert ihre spezifischen Farben. Die Ausstellung im Museum für Gartenkunst ist Skibas erste museale Einzelausstellung in Düsseldorf und nimmt euch mit in wahre Sehfreuden und Sinneserlebnisse.

Schloss Benrath Museum für Gartenkunst
Benrather Schloßallee 100-106
40597 Düsseldorf
Tel. 0211 - 892 19 03

 

Noch bis 24. Oktober 2021

LVR LandesMuseum Bonn

Germanen. Eine archäologische Bestandsaufnahme


Der reich verzierte Schildbuckel aus dem Fürstengrab von Gommern aus römischem Silber mit Pressblechverzierungen und Glaseinlagen. Foto: Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Andrea Hörentrup

Unter dem Titel „Germanen. Eine archäologische Bestandsaufnahme“ zeigt das LVR-LandesMuseum Bonn eine große archäologische Ausstellung. Die Germanen – immer wieder rücken sie in den Vordergrund, wenn es um die historische Herkunft der Deutschen geht. Dabei hat es ein Volk dieses Namens vermutlich nie gegeben. Mit dem Sammelbegriff „Germanen“ bezeichneten die Römer in der Nachfolge Cäsars ganz unterschiedliche Gemeinschaften mit eigenen kulturellen Traditionen. Ihr Siedlungsgebiet erstreckte sich zwischen dem ersten und vierten Jahrhundert vom Rhein bis an die nördliche Küste des Schwarzen Meeres. Präsentiert werden hochkarätige Objekte aus Deutschland, Dänemark, Polen und Rumänien. Sie bieten neue Einblicke in die ferne Welt der Germanen: Wie haben sie gelebt und gewirtschaftet? Wie waren ihre Gesellschaften organisiert? Was haben sie geglaubt? Welche Rolle spielten die Beziehungen zu den Römern? Und wie erklärt sich angesichts der benachbarten „Hochkultur“ des römischen Reiches, dass die Germanen über Jahrhunderte hinweg auf ganz anderen Wirtschafts- und Lebensformen beharrten?  Die Ausstellung sucht nach Antworten und gibt zugleich einen tiefen Einblick in die faszinierende Welt jenseits von Rhein und Donau während der ersten vier Jahrhunderte nach Christus.

LVR LandesMuseum Bonn
Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel. 0228 - 20 70-0

 

Noch bis 31. Oktober 2021

KinderAtelier im Frauenmuseum Bonn

Junges Gemüse

Im Rahmen der Ausstellung „Langeweile im Paradies“ im Frauenmuseum zeigt das KinderAtelier im Frauenmuseum eine neue Ausstellung im Mini-Museum - dem Museumshäuschen im Kinderformat. Zu sehen sind unterschiedliche Arbeiten vom „klassischen" Stillleben, über lustige Gemüsewesen bis hin zu Fotos von Mini-Traumgärten und Comic-Geschichten.

KinderAtelier im Frauenmusem Bonn
Im Krausfeld 10
53111 Bonn
Tel. 0228 - 69 13 44

 

Noch bis 31. Oktober 2021

Neanderthal Museum Mettmann

Ötzi – Tatort in den Alpen

© Neanderthal Museum

5300 Jahre vor heute in den Ötztaler Alpen. Eine tödliche Begegnung beschert der Wissenschaft einen Sensationsfund: Ötzi, das älteste Mordopfer in den Alpen. Im Gletschereis überdauert sein Leichnam die Zeit bis zu seiner zufälligen Entdeckung 1991. Noch 30 Jahre danach beschäftigt sich die Wissenschaft mit dem Lösen des Rätsels um Ötzis Leben und seinen Tod. Was verrät seine Kleidung, was erzählen seine Werkzeuge und Waffen und welche Geheimnisse gibt sein Körper preis? In dieser Ausstellung wird das Opfer und der Tatort unter die Lupe genommen und der Frage nachgegangen: wer ist der Mörder des Mannes vom Tisenjoch?

Neanderthal Museum
Talstr. 300
40822 Mettmann
Tel. 02104 – 97 97-0

 

Noch bis 28. November 2021

LVR Rheinisches Freilichtmuseum Kommern

Stadt Land Garten


© Norbert Breidenstein

Die Ausstellung „Stadt, Land Garten“ erzählt die Kulturgeschichte des Nutzgartens vom Klostergarten über ländliche Hausgärten und kleinstädtische Siedlungs- und Kleingartenanlagen bis zu heutigen Tendenzen des Gärtnerns in der Stadt – Stichworte: Urban Gardening, Guerilla Gardening, City Farming – anhand der jeweiligen gesellschaftlichen Entwicklungen. Die Gartenarbeit über die Jahrhunderte wird anhand von Objekten, Grafiken und Fotos veranschaulicht. Wie Gärtner:innen heute ihr Tun zwischen Last und Lust erleben, schildern sie selbst in prägnanten Worten. Exponate wie historische Gartengeräte oder Ratgeberliteratur zeigen eine erstaunliche Kontinuität der Gartenarbeit.
Der Bereich „Wilde Vielfalt“ im Museum richtet den Blick darauf, dass viele vermeintliche „Unkräuter“, die in Gärten, an Wegen und auf Feldern wachsen, wertvolle Nutzpflanzen sind. Was noch zu Großmutters Zeiten selbstverständlich war, wird nun wiederentdeckt: Wildkraut-Produkte wie Löwenzahn-Limonade, Waschmittel mit Seifenkraut und Kleider aus Brennnesselstoff sind im Trend. Der Ausstellungsbereich gewährt einen vertiefenden Einblick in die Welt der Wildkräuter und lädt dazu ein, ihre vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten zu entdecken.

LVR Rheinisches Freilichtmuseum Kommern
Eickser Straße
53894 Mechernich-Kommern
Tel. 02443 - 998 00

 

Noch bis 9. Januar 2022

Festung Ehrenbreitstein

Räuber Hotzenplotz – Mitmachausstellung für Kinder und Familien


© Mathias Weber: Koloration der Zeichnung von F.J. Tripp, Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, Stuttgart 2012
 
Wo hat der Räuber Hotzenplotz nur die Kaffeemühle versteckt? In der liebevoll inszenierten Ausstellung erleben junge Besucher:innen die Abenteuer aus Otfried Preußlers Kinderbuchklassiker hautnah. Die märchenhafte Welt des Buches wurde detailgetreu ins Räumliche übertragen. So können die gemütliche Küche der Großmutter, die finstere Räuberhöhle oder  das Zauberschloss besucht werden. Zahlreiche Mitmachstationen lassen die Geschichte lebendig werden und fordern Grips, Geschick und Fantasie. Schreib­ und Wortspiele sowie ein Puppentheater regen die kindliche Kreativität an: Auf der Jagd nach dem Räuber muss Großmutters Kaffeemühle zum Klingen gebracht und im Unkenkeller nach dem Feenkraut gesucht werden. Otfried Preußler schrieb sein Kinderbuch in nur drei Monaten – der Erfolg war immens: Die Erzählung wurde mehrfach verfilmt und liegt heute in 38 Sprachen übersetzt vor. Ein eigener Museumsraum widmet sich dem Autor und fragt danach, wie Preußlers einfache und doch raffinierte Geschichte entstanden ist – und warum der Mann mit den sieben Messern bis heute Klein und Groß fasziniert.
 
Festung Ehrenbreitstein

56077 Koblenz
Tel. 0261 - 66 75-0

 

Kommende Ausstellungen:

 

Ab Oktober 2021

Gasometer Oberhausen

Das zerbrechliche Paradies

© Foto: Tim Laman
 
Die erste Ausstellung nach der umfangreichen Sanierung des Gasometers zeigt die Schönheit der Natur und den Einfluss des Menschen auf seine Umwelt. „Das zerbrechliche Paradies“ nimmt die Besucher mit auf eine bildgewaltige Reise durch die bewegte Klimageschichte unserer Erde und zeigt in beeindruckenden, preisgekrönten Fotografien und Videos, wie sich die Tier- und Pflanzenwelt in Zeiten des Anthropozäns verändert.
Feuer, Wind und Wasser - diese Urgewalten bilden den furiosen Einstieg in die neue Gasometer-Ausstellung. Unmittelbar erleben die Besucher die Auswirkungen dieser Naturphänomene auf die Klimageschichte unseres Planeten. Unter dem Motto „Eine Erde – viele Welten“, entdecken die Besucher im Rund unter der Gasdruckscheibe die paradiesische Artenvielfalt unseres Planeten. Einzigartige großformatige Fotografien und packende Filmausschnitte lassen den Betrachter mit Faultieren in die Baumwipfel des Regenwaldes klettern, mit jungen Eisbären spielerisch über das Packeis tollen oder mit einer Karibu-Herde durch Tundra und Taiga ziehen.
 
Gasometer Oberhausen
Essener Str. 3
56047 Oberhausen
Tel. 0228 - 850 37 30

 

Vom 3. Oktober 2021 bis 6. Februar 2022

Max Ernst Museum Brühl des LVR

Surreale Tierwesen


Leonora Carrington, Pastoral, 1950, Öl auf Leinwand, Privatsammlung © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Mary-Anne Martin Fine Art, New York

Die Ausstellung mit rund 140 Werken von 70 internationalen Künstler:innen widmet sich der Welt der Tiere und der erdachten Geschöpfe und lädt zu einem ungewöhnlichen Zoobesuch ein. Das Bestiarium, das die Bildwelten des Surrealismus beherrscht, ist in diesem Umfang und in dieser Vielfältigkeit bisher noch nie in einer Ausstellung behandelt worden, obwohl sich zahlreiche Künstler:innen entsprechende Privatphantome und Mischwesen, teilweise als Alter Ego, erschaffen haben: sei es der Vogel bei Max Ernst, der Hund bei Dorothea Tanning oder die Sphinx bei Leonor Fini. Die Werke, darunter Gemälde, Skulpturen, Arbeiten auf Papier, illustrierte Bücher und Zeitschriften sowie Filme, werden zusammen mit literarischen Texten präsentiert. Damit wird der Bogen von den Anfängen der surrealistischen Bewegung in der Literatur und bildenden Kunst der frühen 1920er-Jahre bis zur Jahrtausendwende gespannt und die Variationsbreite der künstlerischen Positionen aufgezeigt.

Die Ausstellung versammelt Werke u.a. von André Breton, Luis Buñuel, Leonora Carrington, Salvador Dalí, Marcel Duchamp, Max Ernst, Meret Oppenheim, Man Ray bis hin zu Pablo Picasso sowie unbekanntere bzw. wieder zu entdeckende Arbeiten wie z.B. von Jean Benoît, Greta Knutson, Edith Rimmington, Friedrich Schröder-Sonnenstern oder Remidios Varo. In der Schausammlung des Museums sind zudem über 100 Tierdarstellungen von Max Ernst zu sehen, die seine Bildwelten humorvoll und anspielungsreich bevölkern.

Max Ernst Museum Brühl des LVR
Comesstr. 42 / Max-Ernst-Allee 1
50321 Brühl
Tel. 02232 – 57 93-0

 

Vom 20. November 2021 bis 1. Mai 2022

Neanderthal Museum Mettmann

Mumien – Geheimnisse des Lebens

© Neanderthal Museum

Mumien gelten als faszinierende biohistorische Archive des Lebens. Durch ihre natürliche oder künstliche Erhaltung bieten sie einen einzigartigen Einblick in die Welt der Tiere und Menschen von der Zeit der Dinosaurier bis heute. In einer eindrucksvollen Sonderausstellung werden die Besucher:innen eingeladen, verschiedenste Mumien und wissenschaftliche Methoden kennenzulernen und so sprichwörtlich Mumienforscher:innen bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. Dabei warten neben einer Replik der berühmten Mammutmumie „Dima“ auch originale Mumien, zu denen es viele spannende Geschichten und Geheimnisse zu entdecken gilt.

Neanderthal Museum
Talstr. 300
40822 Mettmann
Tel. 02104 – 97 97-0

 

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