Ausflug

Sonderausstellungen in den Museen in Köln, Bonn und im Umland

Petra Schulte · 14.09.2020

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© Mypurgatoryyears/StockPhoto.com

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Hier findet ihr eine Auswahl an aktuellen Ausstellungen, die auch für Familien mit Kindern interessant sind.

Welche Museen auch für einen Besuch mit euren ganz Kleinen geeignet sind, haben wir für euch in der Übersicht Museum mit Baby zusammengetragen.

Wenn ihr bei eurem Museumsbesuch nicht auf frische Luft und freien Himmel verzichten wollt, lohnt sich ein Besuch in einem der Freilichtmuseen in der Nähe von Köln und Bonn.

Kurse, Workshops und Führungen der verschiedenen Museen findet ihr in unserem Kalender.

Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren und Entdecken!

Bereits laufende Ausstellungen:

 

 

Noch bis 20. September

Käthe Kollwitz Museum Köln

„Liebe und Lassenmüssen …“ - Persönliche Werke bin Käthe Kollwitz


© Käthe Kollwitz Museum Köln

Käthe Kollwitz (1867–1945) gilt heute als die bedeutendste deutsche Künstlerin der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bereits zu Lebzeiten besitzt ihr Werk weltweite Strahlkraft. Eine Vielzahl ihrer eindringlichen Zeichnungen, Druckgraphiken und Skulpturen entsteht in direkter Auseinandersetzung mit persönlichen Erfahrungen – Glücksmomenten ebenso wie Schicksalsschlägen.

Im 75. Todesjahr der Künstlerin lenkt das Käthe Kollwitz Museum Köln den Blick auf die persönlichen Aspekte ihres Œuvres: auf die Motive der „Liebe“ und des Abschieds, des „Lassenmüssen“. Die Ausstellung macht deutlich, wie Kollwitz diese unterschiedlichen, ja gegensätzlichen Themen in Werken von emotionaler Schlagkraft zur Allgemeingültigkeit ausarbeitet. In Zitaten aus Tagebüchern und Briefen der Künstlerin begegnet der Betrachter darüber hinaus einer aufmerksamen Chronistin ihrer Zeit – ebenso wie der härtesten Kritikerin ihres eigenen Schaffens.

Käthe Kollwitz Museum Köln
Neumarkt 18-24 / Neumarkt Passage
50667 Köln
Tel. 0221 – 227 28 99

 

Noch bis 20. September 2020

Museum Schnütgen

Arnt der Bilderschneider. Meister der beseelten Skulpturen

Georgsaltar, (Detail), Werkstatt des Meisters Arnt von Kalkar und Zwolle, 1483–1487, St. Nicolai, Kalkar, Foto: Stephan Kube, Greven

Die erste monographische Ausstellung zu dem Begründer einer reichen Bildschnitzerschule am Niederrhein nimmt die Besucher*innen mit in die Zeit des Spätmittelalters. Gezeigt werden etwa 60 Werke des zwischen circa 1460 und 1492 tätigen Künstlers. Das OEuvre Meister Arnts besticht durch außerordentliche Lebendigkeit, Themenreichtum und Erzählfreude. Anlass der Ausstellung ist eine Neuentdeckung: Anfang 2019 ist es dem Museum Schnütgen gelungen, drei bislang verschollene Fragmente zu erwerben, mit denen ein bereits in der Museumssammlung befindliches Hauptwerk von Meister Arnt, das Dreikönigenrelief, vervollständigt werden kann.

Museum Schnütgen
Cäcilienstr. 29-33
50667 Köln
Tel. 221 - 221 313 55

 

Noch bis 24. September 2020

MAKK - Museum für Angewandte Kunst Köln

ökoRausch. Ausstellung für Design und Nachhaltigkeit

© ökoRAUSCH Festival für Design und Nachhaltigkeit

Die Ausstellung ist das Herzstück des ökoRAUSCH Festivals: zum zweiten Mal, und für vier Wochen, zu Gast im MAKK. Auf 250 Quadratmetern Fläche werden hochwertige, nachhaltige Produkte, innovative Designkonzepte und Positionen aktueller Kunst ausgestellt. Ob intelligent, provokant, mutig, unkonventionell, spielerisch oder trendy – Künstler*innen und Kreativunternehmer*innen zeigen die Vielfalt und die aktuellen Entwicklungen einer wachsenden Szene.

MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln
An der Rechtschule
50667 Köln
Tel. 0221 - 221 238 60

 

Noch bis 27. September 2020

MAKK - Museum für Angewandte Kunst Köln

Künstlerblick. Clemens, Sigmund & Siecaup

Vor genau 100 Jahren konnte der Öffentlichkeit in einem feierlichen Festakt im damaligen Gebäude am Hansaring die Sammlung Wilhelm Clemens zugänglich gemacht werden. Das Museum hatte erneut eine großherzige Stiftung erhalten: rund 1600 Objekte vom Mittelalter bis ins Zeitalter des Barock spiegeln die Leistungen der Künstler und Kunsthandwerker dieser Epochen in einzigartiger Weise – von Gemälden, Kleinplastiken und Skulpturen, Bildwirkereien und Textilien über Fayencen und Zinngefäße, Schmuck und Goldschmiedearbeiten bis hin zu Jagdgerätschaften und Waffen. Der ausgebildete Maler Wilhelm Clemens (1847-1934) besaß besondere Eigenschaften, die ihm ein solch dezidiertes Sammeln auf höchstem Niveau ermöglichten: „ein gutes Auge und die Fähigkeit zu künstlerischem Sehen“, wie ihm 1981 die damalige Museumsdirektorin Brigitte Klesse bescheinigte. Das „künstlerische Sehen“ gab die Idee zur Ausstellung, die auf der einen Seite eine Hommage an Wilhelm Clemens darstellt, auf der anderen Seite durch die zeitgenössischen Positionen des Rotterdamer Künstlers Sigmund de Jong und der Kölner Künstlerin Ulrike Siecaup den Aspekt des Sehens in den Vordergrund stellt.

MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln
An der Rechtschule
50667 Köln
Tel. 0221 - 221 238 60

 

Noch bis 27. September 2020

Kölnisches Stadtmuseum

50 Jahre Bläck Fööss 1970-2020. Die Jubiläumsausstellung

Bläck Fööss 1989 © Matthias Becker
 
Mit der Single „Rievkooche-Walzer“ beginnt 1970 die Erfolgsgeschichte der Bläck Fööss. Lange Haare, E-Gitarre und nackte Füße – all dies sorgte damals für Stirnrunzeln in der konservativen Karnevalsgesellschaft. Heute, 50 Jahre später, sind die Bläck Fööss zu einem Aushängeschild der Stadt geworden, zu einer musikalischen Institution weit über die Stadtgrenzen hinaus. Die Ausstellung ist eine unterhaltsame Zeitreise durch 50 Jahre Bandgeschichte. Präsentiert werden einzigartige Objekte aus dem Privatbesitz der Band ebenso wie Erinnerungsstücke der Fangemeinde. Im Fokus stehen Themen der Stadtgeschichte, die von den Bläck Fööss aufgegriffen werden. Mit zahlreichen Hörstationen und einer Mitsing-Box erwarten die Besucher*innen zudem musikalisch viele Überraschungen.
Kölnisches Stadtmuseum
Zeughausstr. 1-3
50667 Köln
Tel. 0221 - 22 12 23 98 (Kasse)

 

Noch bis 18. Oktober 2020

Bundeskunsthalle Bonn

Doppelleben - Bildende Künstler*innen machen Musik

Die Schau rückt bedeutende Künstler*innen in den Fokus, die neben der bildenden Kunst auch Musik machen. Dabei wird ausschließlich Musik „ausgestellt“: Großformatig projizierte Videos von Konzert- und Studioauftritten sowie Performances vermitteln das Gefühl, live dabei zu sein.

Die Ausstellung spannt einen Bogen vom frühen 20. Jh. bis heute. Beginnend mit Duchamp und den Futuristen über Yves Klein und die Fluxuskünstler*innen Nam June Paik und Yoko Ono, führt sie zu zentralen Figuren der 1960er- und 70er-Jahre wie A. R. Penck, Hanne Darboven oder Hermann Nitsch. Vertreter des Proto-Punk wie Captain Beefheart und Alan Vega sind Vorläufer der zahlreichen Künstlerbands der 80er-Jahre, in denen unter anderem Albert Oehlen, oder Pipilotti Rist gespielt haben. Die stilistisch heterogenere Szene seit den 1990er-Jahren ist unter anderem durch Carsten Nicolai oder Emily Sundblad vertreten.

Bundeskunsthalle Bonn
Museumsmeile Bonn
Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn
Tel. 0228 - 91 71–200

 

Noch bis 25. Oktober 2020

NS-Dokumentationszentrum

Das Reichsarbeitsministerium 1933-1945. Beamte im Dienst des Nationalsozialismus

Die Ausstellung befasst sich mit der Geschichte des Reichsarbeitsministeriums in der Zeit des Nationalsozialismus. Es wird gezeigt, in welchem Ausmaß das bisher meist als einflusslos dargestellte Ministerium die nationalsozialistische Diktatur stützte. In sechs Kapiteln werden die Struktur und das Personal des Ministeriums sowie zentrale Tätigkeitsfelder vorgestellt: Von der Rentenversicherung, dem Arbeitsrecht und der Arbeitsverwaltung bis hin zum Zwangsarbeitereinsatz.

NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Appellhofplatz 23-25
50667 Köln
Tel. 0221 - 22 12 63 31 (Führungen), 0221 - 22 12 43 40 (Kasse)

 

Noch bis 1. November 2020

Neanderthal Museum Mettmann

Bilder im Dunkeln - Eiszeitliche Höhlenkunst

© Neanderthal Museum

Wer von euch schon immer eine Höhlen-Expedition zur ältesten Kunst der Welt machen wollte, kann sich auf die Sonderausstellung „Bilder im Dunkeln" freuen. Gezeigt werden die schönsten Höhlenbilder aus der Sammlung des Fotografen Wendel, die das einzigartige und wertvolle Kulturerbe unserer Vorfahren dokumentiert. Die eiszeitliche Höhlenkunst Europas ist eine der bedeutendsten Quellen der abendländischen Kultur. Die Jahrtausende alte Höhlenkunst eröffnet eine ganz andere Perspektive auf den frühen Menschen. Besonders die Kunst in den „tiefen Höhlen“, weit unter der Erde gelegen und nur unter erschwerten Bedingungen zugänglich, übt eine einzigartige Faszination auf die Betrachter aus. Taschenlampen an und ab geht's in die geheimnisvolle Welt der Höhlenbilder.

Neanderthal Museum
Talstr. 300
40822 Mettmann
Tel. 02104 – 97 97-0

 

Noch bis 29. November 2020

Museum Folkwang Essen

Keith Haring

Ausstellungsansicht „Keith Haring“. Foto: Museum Folkwang, Sebastian Drüen
 
Das Museum zeigt eine umfassende Ausstellung mit Werken des US-amerikanischen Künstlers Keith Haring (1958–1990). Unverwechselbar sind die tanzenden Männchen, bellenden Hunde und fliegenden Untertassen, mit denen er seine Botschaften für alle verständlich machte. Die Schau „Keith Haring“ präsentiert ihn nicht nur als Künstler, sondern auch als Performer, Aktivist und Netzwerker, der mit seinem Streben nach einer gerechteren Gesellschaft nichts an Innovation und Relevanz eingebüßt hat. Gezeigt werden rund 200 Exponate, darunter berühmte Gemälde, großformatige Zeichnungen, frühe Videoarbeiten, Skulpturen, Fotografien und Archivmaterialien.
Museum Folkwang Essen
Museumsplatz 1
45128 Essen
Tel. 0201 - 884 50 00

 

Noch bis 3. Januar 2021

Rautenstrauch-Joest-Museum

...der Dinge#. Die Schatten der Dinge # 1

„Die Schatten der Dinge #1“ RJM © RBA

Das Museum startet eine neue Ausstellungsreihe: » ... der Dinge #«. Im ersten Teil kommen vier Objekte mit besonderer Biografie aus Kambodscha, Kanada, Neuseeland und Nigeria zu Wort. Die Ausstellungsinstallation nähert sich ihren Geschichten, ihrer Präsenz oder Abwesenheit und ihrem Nachleben heute und lädt die Besucher*innen ein, die Biografien dieser vier Objekte zu ergründen und sie auf neue Weise wahrzunehmen. Inspiriert von der Museumssammlung und den aktuellen Debatten, bringen die Fotografin Sara-Lena Maierhofer und die Filmemacherin Clara Wieck eine künstlerische Perspektive in die Ausstellung ein.

Stationen für Kinder komplementieren die Ausstellung. Hier können junge Besucher*innen spielerisch mehr über Herkunft, Funktion und das Wesen der Dinge sowie über Themen wie Sammeln, Kolonialismus und Restitution erfahren. Sie können eigene Karteikarten anlegen, kreativ mit den Schatten ihrer Lieblingsgegenstände experimentieren, Geschichten schreiben, Schattenrisse basteln und in einem Schattentheater spielen.

Rautenstrauch-Joest-Museum
Cäcilienstraße 29-33
50667 Köln
Tel. 0221 - 22 13 13 56

 

Noch bis 10. Januar 2021

Ludwig Galerie Schloss Oberhausen

Räuber Hotzenplotz, Krabat und Die kleine Hexe

Otfried Preußler – Geschichtenerzähler und Figurenschöpfer


Illustration von Winnie Gebhardt (VG Bild-Kunst, Bonn 2020), Mathias Weber aus Otfried Preußler Der kleine Wassermann © by Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, Stuttgart

Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt schreibt er über 35 Bücher, die mit einer Gesamtauflage von mehr als 50 Millionen Exemplaren weltweit seine LeserInnen begeistern. Preußler arbeitet in seiner Schaffenszeit mit zahlreichen Zeichner*innen zusammen. Sie illustrieren seine Geschichten und erwecken die Figuren zum Leben, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machen. Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem „Räuber Hotzenplotz“ sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für „Krabat“ erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg beständig. Das unverwechselbare Aussehen der „kleinen Hexe“, aber auch des ”kleinen Wassermanns“, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.

Mehr als 50 ihrer originalen Tuschezeichnungen stellt der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Präsentation zur Verfügung. Zum ersten Mal beleuchtet damit eine Ausstellung grundlegend die lllustrator*innen, die den Büchern durch ihre Bilder zu großem Erfolg verholfen haben. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, die Otfried Preußler selbst angefertigt hat, sind zu sehen.

Ludwig Galerie Schloss Oberhausen
Konrad-Adenauer-Allee 46
46049 Oberhausen
Tel. 0208 - 412 49 28

 

Noch bis 10. Januar 2021

Kreismuseum Zons

Kasper König Krokodil. Handpuppen aus der Sammlung Irmgard und Christa Pastors

© Kreismuseum Zons

Große, gebogene Nase, schelmisches Grinsen, bunte Kleidung und eine lange Zipfelmütze: Kasper, der „schlagfertige" Held der Puppenbühne, ist unverkennbar. Zusammen mit seinen Begleitern Gretel, Schutzmann, aber auch Hexe, Krokodil und Teufel blickt er auf eine lange Theaterkarriere zurück, die mindestens bis ins 18. Jahrhundert reicht. Die bemerkenswerte und stetig wachsende Handpuppensammlung von Irmgard und Christa Pastors, die 1989 mit „Dresdner Künstlerpuppen“ ihren Anfang fand, umfasst mittlerweile etwa 2.000 Exponate.

In der Ausstellung wird eine Auswahl von rund 250 Handpuppen aus der Zeit von 1890 bis heute präsentiert. Neben dem Standartensemble des Kaspertheaters erwarten die Besucher noch viele weitere Bekannte, wie Mecki oder Max und Moritz. Eine märchenhafte Installation der Düsseldorfer Bühnenbildnerin Miriam Möller-Wieland ergänzt die Ausstellung.

Kreismuseum Zons
Schlossstr. 1
41541 Dormagen
Tel. 02133 - 53 02-0

 

Noch bis 10. Januar 2021

Deutsches Museum Bonn

Gameskultur in Deutschland

© Deutsches Museum Bonn

Vor rund 40 Jahren wurden die Spiele digital. In Freibädern, Kinos und Kneipen wurde das Taschengeld in Spielautomaten für Klötzchengrafik versenkt. Wer spielte nicht auf C64, Amiga und Atari ST, wer zockt jetzt an der Playstation, der Xbox oder am PC?

Die Geschichte der Computerspiele ist ein buntes Stück unserer Alltags- und Kulturgeschichte. Die interaktive Wanderausstellung aus dem Computerspielemuseum zeigt Meilensteine aus nahezu vier Jahrzehnten und macht die Entwicklung der digitalen Spielkultur erlebbar. Acht spielbare Games in der Ausstellung bieten reichlich Spielspaß.

Deutsches Museum Bonn
Ahrstr. 45
53175 Bonn
Tel. 0228 - 30 22 55

 

Noch bis 17. Januar 2021

Siebengebirgsmuseum Königswinter

Musikalische Momente am Rhein

Zu sehen sind Landschaftsbilder von Orten, die sich mit besonderen Lebensmomenten berühmter Musikerinnen und Musiker verbinden. Mit Werken aus der Sammlung RheinRomantik. Die Rheinromantik ist ein Phänomen, das auf einzigartige Weise die Landschaft mit Kunst, Musik, Literatur und Geschichte verbindet. Reisende und Künstler, aber auch Politiker idealisierten im frühen 19. Jahrhundert das Mittelrheintal mit seinen alten Burgen und Ruinen als unverfälschte Natur. Sagen und Legenden verliehen den Orten besonderen Reiz. Auch in Liedern und Gedichten wurde der Zauber der Landschaft besungen.

Siebengebirgsmuseum Königswinter
Kellerstr. 16
53639 Köniswinter
Tel. 02223 - 37 03

 

Noch bis 28. Februar 2021

Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln/SK Stiftung Kultur

REIZEND! Tanz in der Werbung

Blick in die Ausstellung. Foto: © Janet Sinica

Tanz und Werbung – ein ‚Dreamteam‘? Die Ausstellung des Deutschen Tanzarchivs Köln macht sich auf die Suche nach den unterschiedlichen Formen und Medien des Zusammenwirkens von Tanz und Werbung und präsentiert diese anhand der Vielfalt seiner umfangreichen Sammlung zum Thema. Kritisch stellt sie dem Besucher dabei aber auch die Frage, welches Bild vom Tanz in Geschichte und Gegenwart eigentlich als werbewirksam angesehen wird und warum.

Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs / SK Stiftung Kultur
Im Mediapark 7
50670 Köln
Tel. 0221 – 888 95-444

 

Noch bis 7. Februar 2021

LVR-Industriemuseum Papiermühle Alte Dombach Bergisch Gladbach

KloPapierGeschichten


© LVR Industriemuseum, Jürgen Hoffmann

In der Sonderausstellung „Von der Rolle – KloPapierGeschichten“ erfährt man zwischen weiß gefliesten Wänden und jeder Menge Klo-Graffiti Interessantes über die Geschichte des ‚stillen Örtchens‘, den Umgang mit Hygienepapieren und auch mancherlei Unausgesprochenes über das Klo. Wir wagen den Blick über den Schüsselrand. Auf modernen Designer-WCs sitzend blicken die Besucherinnen und Besucher auf die Toiletten der Welt. Privat oder öffentlich, auf dem Land oder in den Städten, in Deutschland, Europa oder an abgelegenen Orten in der Wüste, im Dschungel und im Gebirge – Toiletten sehen sehr unterschiedlich aus, und doch dienen alle demselben Zweck.

LVR-Industriemuseum Papiermühle Alte Dombach
Alte Dombach
51465 Bergisch Gladbach
Tel. 02234 – 992 15 55 (kulturinfo rheinland)

 

Noch bis 21. Februar 2021

Stiftung KERAMION Frechen

Der Bartmann lebt!

Bartmannkrug, Frechen, Steinzeug, 2. Drittel 16. Jh., Grabungsfund, Frechen, Rosmarstraße, 2019, LVR-LandesMuseum Bonn, Rheinisches Landesmuseum für Archäologie, Kunst und Kulturgeschichte, Inv.-Nr. 2020.185,1-0, Foto: Archäologische Ausgrabungen Vieten

Frechen ist ein bedeutender historischer Töpferort, dessen keramisches Hauptprodukt, der Bartmannkrug, sogar bis nach Australien gehandelt wurde. Auch wenn heute offensichtlich nur noch wenig an diese besondere werkstoffbezogene Geschichte erinnert, finden sich doch etliche Hinweise darauf und bezeugen die außergewöhnliche Tradition. Die Ausstellung widmet sich deshalb jüngsten Grabungsfunden im Frechener Stadtzentrum, aber auch verschiedenen Projekten zur Vermittlung der Frechener Keramiktradition, wie etwa der Mitmachaktion vom KERAMION „Bartmann – weltweit gesucht!“ oder Kooperationen mit Frechener Schulen und anderen Institutionen.

Stiftung Keramion
Bonnstr. 12
50226 Frechen
Tel. 02234 – 69 76 90

 

Noch bis 11. April 2021

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Poesie der See

Jan Porcellis, Schiffe in ruhigem Wasser vor der Küste, Öl auf Eichenholz, Privatsammlung, Köln

Die Niederlande gelten im 17. Jahrhundert nicht nur wirtschaftlich sondern vor allem auch kulturell als eine der reichsten Mächte der Welt. Auf ihrem Höhepunkt erschaffen dort an die 700 Maler jährlich rund 70.000 Gemälde, weshalb die Epoche auch heute noch als „Goldenes Zeitalter“ bezeichnet wird. Reichtum und Erfolg der noch jungen Republik beruhen auf der Beherrschung der Weltmeere wie der Binnengewässer. Das starke Selbstbewusstsein als Seefahrernation inspiriert auch die Kunst. Eine neue Gemäldegattung entsteht: die Marinemalerei. Eine feine Auswahl dieser gemalten Marinepoesie zeigt das Wallraf in seiner Jahrespräsentation. Es kommen Gemälde von Marinemalern wie Josse de Momper, Hendrick Cornelisz. Vroom, Isaac Willaerts, Jan Porcellis, Pieter Mulier, Jan van Goyen, Salomon van Ruysdael und Pieter de Molyn zusammen. Mit „Poesie der See“ segeln die Besucher durch vertraute Flusslandschaften, dann entlang der niederländischen Küste bis in die exotischsten Regionen voller Geheimnisse und Abenteuer.

Wallraf-Richartz-Museum & Foundation Corboud
Obenmarspforten
50667 Köln
Tel. 0221 – 221-211 19

 

Noch bis 11. April 2021

LVR-Industriemuseum Gesenkschmiede Heinrichs Solingen

Geschichte, Gegenwart, Zukunft des Konsums

Die Ausstellung richtet mit über 400 Exponaten einen Blick auf die Entwicklung des Konsums von der vorindustriellen Zeit bis in die unmittelbare Gegenwart und wirft Fragen an die Zukunft auf. Besucherinnen und Besucher sind ebenfalls eingeladen, sich Fragen zu stellen und das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen: Heißt leben heute konsumieren? Wie wollen und können wir nachhaltig konsumieren? Was kann ich mir von den Menschen vor 200 Jahren abschauen? Die Ausstellung wendet sich an alle, die ihr Herz schon mal an einen besonders schönen Gegenstand verloren haben oder sich kritisch mit dem Thema Konsum auseinandersetzen möchten.

LVR-Industriemuseum Gesenkschmiede Heinrichs Solingen
Merscheider Str. 289-297
42699 Solingen
Tel. 02234 – 992 15 55 (kulturinfo rheinland)

 

Noch bis 15. August 2021

LVR-Industriemuseum Tuchfabrik Müller Euskirchen

Mode 68 – Mini, sexy, provokant


©
LVR Industriemuseum Tuchfabrik Müller Euskirchen

Mode in den 60ern – das sind Minirock und Maxikleid, Hot Pants und Schlaghose, Weltraum-Look und Hippie-Gewand, asymmetrischer Kurzhaarschnitt und wilde Mähne. Nicht zu vergessen: Jeans und Parka. Mehr als 150 Originalkleidungsstücke und Accessoires aus der umfangreichen museumseigenen Textilsammlung warten in der Ausstellung auf die Besucherinnen und Besucher. Sie werden durch exklusive Leihgaben von Modesammlerinnen und -sammlern ergänzt. Zusammen mit umfangreichem Bild- und Filmmaterial aus der Zeit lassen sie die bewegten 60er zwischen Protestbewegung, Swinging London und Flower-Power wieder lebendig werden.

LVR-Industriemuseum Tuchfabrik Müller Euskirchen
Carl-Koenen-Str. 25
53881 Euskirchen
Tel. 02234 – 992 15 55 (kulturinfo rheinland)

 

Kommende Ausstellungen:

 

 

24. September 2020 bis 7. Februar 2021

Leopold-Hoesch-Museum

Piktogramme, Lebenszeichen, Emojis: Die Gesellschaft der Zeichen

Leopold-Hoesch-Museum

Jeden Tag werden Milliarden Emojis über digitale Endgeräte versendet. Seit ihrer plattformübergreifenden Standardisierung 2009 entwickelten sich Emojis innerhalb weniger Jahre zu einem Phänomen digitaler Massenkommunikation. Die Ausstellung „Piktogramme, Lebenszeichen, Emojis: Die Gesellschaft der Zeichen“ geht der Frage nach, mit welchen Überlegungen, Zielsetzungen und Hoffnungen die Entwicklung moderner Bildzeichensprachen einschließlich der Emojis verbunden ist. Auf welche Probleme ihrer Zeit reagieren sie jeweils? Die Ausstellung stellt einige der Bildzeichen-Autor*innen vor, die sich dafür entschieden haben, große Teile ihrer Arbeitszeit nicht allein mit der Produktion von Kunst, sondern mit der Gestaltung von Kommunikation zu verbringen.

Leopold Hoesch Museum Düren
Hoeschplatz 1
52349 Düren
Tel. 02421 – 25-0

 

25. September 2020 bis 10. Januar 2021

Käthe Kollwitz Museum Köln

Art Déco. Grafikdesign aus Paris

009 // André Édouard Marty, Auf La Digue – Sonnenhut von Marthe Collot, Illustration aus La Gazette du Bon Ton, 1925, Pochoir und Autotypie © MKG Hamburg / VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Rankende florale Formen und strenge geometrische Elemente, kontrastreiche Farben, klare und zugleich verspielte Typografie – in den 1920er Jahren vereint das Grafikdesign des Art Déco das scheinbar Gegensätzliche. Ausdrucksstarke Plakate, Illustrationen und Anzeigen spiegeln die schillernden Themen dieser Zeit: Die neue Werbung für Art Bijoux, Haute Couture oder Jazz, Tanz und technische Errungenschaften, nicht zuletzt auch für Kriegs- und Staatsanleihen, entführt in die Illusion einer besseren und schöneren Welt. Das Käthe Kollwitz Museum Köln präsentiert mehr als 100 faszinierende, zum Teil großformatige Druckgrafiken aus der Sammlung des Museums für Kunst und Gewerbe, Hamburg.

Käthe Kollwitz Museum Köln
Neumarkt 18-24 / Neumarkt Passage
50667 Köln
Tel. 0221 – 227 28 99

 

26. September 2020 bis 3. Januar 2020

Museum Ludwig

Russische Avantgarde im Museum Ludwig. Original und Fälschung

Natalja Gontscharowa, Orangenverkäuferin, 1916, Öl auf Leinwand, 131 x 97 cm, Museum Ludwig, Köln
© VG Bild-Kunst, Bonn 2020 Foto: Rheinisches Bildarchiv, Köln / Russian Avantgarde Research Project

Immer mehr Museen öffnen sich nach langer Tabuisierung für einen transparenten Umgang mit Fälschungen, tauschen Erkenntnisse aus und entscheiden sich – falls notwendig – Werke aus der Sammlung abzuschreiben. Mit einer Studioausstellung zur Russischen Avantgarde stellt sich das Museum Ludwig den Fragen nach Authentizität in seiner Sammlung. Die Russische Avantgarde bildet dank Peter und Irene Ludwig – neben Pop Art und Picasso – einen Sammlungsschwerpunkt des Museums: Sie umfasst 600 Arbeiten aus der Zeit von 1905 bis 1930, darunter rund 100 Gemälde.

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln
Tel. 0221 - 221 261 65

 

27. September bis 28. Februar 2021

Max Ernst Museum Brühl des LVR

Max Beckmann – Day and Dream. Eine Reise von Berlin nach New York


Max Beckmann, Nachtgarten bei Cap Martin, 1944, Öl auf Leinwand, Privatbesitz Süddeutschland Courtesy Grisebach GmbH Berlin © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Foto Fotostudio Bartsch, Karen Bartsch, Berlin

Die Sonderausstellung zeigt ausgewählte Werke mit Schwerpunkt auf dem grafischen Œuvre des in Leipzig geborenen und in New York City gestorbenen Malers und Grafikers, einem der großen Künstler der Moderne, beleuchten wichtige Stationen, Personen und Themenkomplexe aus seinem Leben. Rund 140 Arbeiten auf Papier, Gemälde und Druckgrafiken, darunter Lithografie-Mappenwerke wie die titelgebenden „Day and Dream“ und „Berliner Reise“, sind zu sehen.

Max Ernst Museum Brühl des LVR
Comesstr. 42 / Max-Ernst-Allee 1
50321 Brühl
Tel. 02232 – 57 93-0

 

28. September bis 8. November 2020

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur

Analogien – Bernd & Hilla Becher, Peter Weller, August Sander
Photographische Industrielandschaften, Architekturen und Porträts


August Sander: Kleinstadtfamilie, 1911
© Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur - August Sander Archiv, Köln; VG Bild-Kunst, Bonn, 2020

Die Ausstellung mit über 110 Exponaten zeigt inhaltliche und methodische Korrespondenzen im Schaffen von Bernd & Hilla Becher (1931–2007, 1934–2015), Peter Weller (1868–1940) und August Sander (1876–1964) auf.

Die dokumentarische Beschreibung von Industrielandschaften im Westerwald und im Siegerland findet sich im systematischen Schaffen von Weller und auch in jenem von Bechers vielfach wieder, sogar motivische Analogien können veranschaulicht werden. So bietet beispielsweise die Ansicht der Herdorfer Friedrichshütte, von Bernd und Hilla Becher 1963 aufgenommen, einen guten Vergleich mit Peter Wellers Aufnahme desselben Werks von 1913. Augenscheinlich wird die Weiterentwicklung des Hüttenwerks, das zu den größten des Siegerlandes zählte. Und nicht zuletzt ist Herdorf der Geburtsort von August Sander, dessen Kindheit und Jugend in eine Zeit fällt, als die Bergwerke und Hütten des Siegerlands noch höchst produktiv waren.

Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur
Im Mediapark 7
50670 Köln
Tel. 0221 – 888 95 300

 

16. Oktober bis 20. Dezember 2020

MAKK Museum für Angewandte Kunst Köln

Hélène Binet - Das Echo von Träumen. Gottfried Böhm zum 100. Geburtstag

Anlässlich des 100. Geburtstags des Kölner Architekten Gottfried Böhm hat das MAKK die international renommierte, in London ansässige Fotokünstlerin Hélène Binet eingeladen, ausgewählte Kirchenbauten des Kölner Architekten zu »porträtieren«. Mit Kompositionen von Licht und Schatten gelingt es der Architekturexpertin, die skulpturalen Eigenschaften und die Materialität der Bauten zu reflektieren und herauszuarbeiten. Den exklusiv für die Ausstellung geschaffenen Fotografien werden Zeichnungen von Gottfried Böhm gegenübergestellt.

MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln
An der Rechtschule
50667 Köln
Tel. 0221 - 221 238 60

 

24. Oktober 2020 bis 24. Januar 2021

Museum Ludwig Köln

Sisi privat. Die Fotoalben der Kaiserin

Wie viele Frauen gehobener Stände, sammelte auch Elisabeth von Österreich-Ungarn, genannt Sisi, in den 1860er Jahren Porträtfotografien – es war en vogue. Das Museum Ludwig verwahrt achtzehn ihrer Alben mit ca 2.000 Fotografien im sogenannten Carte de Visite Format; dies sind auf Karton fixierte Fotografien im Format von circa 6 x 9 cm. Darauf zu sehen sind Adelige – viele Mitglieder von Elisabeths Familie –, Berühmtheiten und Kunstwerke. Erst in den letzten Jahren wurden solche Alben als kreative Collagen, Ideenräume für soziale Gefüge und als Medium der Selbstreflexion wiederentdeckt. Unter den achtzehn Alben der Kaiserin finden sich auch drei „Schönheiten-Alben“.

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln
Tel. 0221 - 221 261 65

 

21. November 2020 bis 18. April 2021

Neanderthal Museum Mettmann

PLAYMOBIL - Sammlung Oliver Schaffer

Archäologische Weltreise

© Neanderthal Museum

Mit Figuren aus der größten deutschen PLAYMOBIL-Sammlung entwickelt Oliver Schaffer eine außergewöhnliche Ausstellung und nimmt euch mit auf eine spannende Zeitreise. Speziell für das Neanderthal Museum kreiert Oliver Schaffer unter anderem einzigartige steinzeitliche PLAYMOBIL-Schaulandschaften. Spielen erwünscht!

Neanderthal Museum
Talstr. 300
40822 Mettmann
Tel. 02104 – 97 97-0

 

12. Dezember 2020 bis 18. April 2021

Museum Ludwig Köln

Andy Warhol Now

Andy Warhol gilt unbestritten als der bekannteste Vertreter der Pop Art. Seine ikonischen Motive wie Marilyn, Campell‘s Suppendose oder Coca-Cola-Flaschen sind Teil des kollektiven Gedächtnisses. Dreißig Jahre nach seiner letzten Retrospektive in Köln stellt die Ausstellung Andy Warhol als einen Künstler vor, dessen innovatives Schaffen gerade für eine junge Generation im Zeitalter von Migration und gesellschaftlicher Diversität neu zu entdecken ist.

Die groß angelegte Ausstellung nimmt mit über 100 Werken in vielfältigen künstlerischen Medien diese Spur auf und beleuchtet Warhols erweiterte künstlerische Praxis vor dem Hintergrund drängender gesellschaftlicher Fragen. Berühmte Schlüsselwerke wie die Elvis Presley-Reihen oder die Farbvariationen eines Elektrischen Stuhls sind ebenso vertreten wie weniger beachtete Aspekte, die einen aktuellen Blick auf diesen Jahrhundertkünstler in einer Zeit politischer und kultureller Umbrüche ermöglichen. So werden die Einflüsse von Warhols Migrationshintergrund als Sohn russinischer Eltern in Pittsburgh beleuchtet, die sich unter anderem in einer komplexen Verarbeitung religiöser Themen und Motive spiegeln.

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln
Tel. 0221 - 221 261 65

 

5. November 2020 bis 21. Februar 2021

Kunstmuseum Bonn

Alexej von Jawlensky - Gesicht | Landschaft | Stillleben

Als zentraler Künstler der frühen Moderne hat Alexej von Jawlensky (1864 Torschok/ Russland – 1941 Wiesbaden) die Möglichkeiten der Farbe wesentlich erweitert. Während er die sichtbare Welt zu Beginn expressiv farbig darstellte, reduzierte er später die Formen des Bildes und steigerte die innere Leuchtkraft der Farben zum Ausdruck einer immateriellen und geistigen Wahrheit. Trotz der großen Individualität seines Wegs hat er der Malerei bis zur Gegenwart im Blick auf die Bedeutung der Farbe, des Seriellen und Spirituellen wichtige Anregungen gegeben.

Das Kunstmuseum widmet sich in der Ausstellung der Kunst Jawlenskys und folgt in einer exemplarischen Auswahl von rund 80 Gemälden und Zeichnungen der Entwicklung der drei großen Themen Gesicht, Landschaft, Stillleben, auf die sich Jawlensky konzentriert hat. Die Ausstellung mit Leihgaben aus dem Museum Wiesbaden und anderer öffentlicher und privater Sammlungen führt von frühen, seit 1901 in München entstandenen Porträts und Stillleben zu intensiv farbigen Gemälden, in denen Jawlensky seine eigene Position bestimmt. 1914 beginnt Jawlensky mit der Serie der Variationen über ein landschaftliches Thema, es folgen ab 1917 die Mystischen Köpfe, die Abstrakten Köpfe und die kleinformatigen Meditationen, an denen der Künstler bis 1937 arbeitet.

Kunstmuseum Bonn
Helmut-Kohl-Allee 2 (Museumsmeile)
53113 Bonn
Tel. 0228 - 77 62 60

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