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Sonderausstellungen in den Museen in Köln, Bonn und im Umland

Petra Schulte · 20.04.2026

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© JackF/Adobe Stock

© JackF/Adobe Stock

Hier findet ihr eine Auswahl an aktuellen Ausstellungen, die auch für Familien mit Kindern interessant sind.

Welche Museen auch für einen Besuch mit euren ganz Kleinen geeignet sind, haben wir für euch in der Übersicht Museum mit Baby zusammengetragen.

Wenn ihr bei eurem Museumsbesuch nicht auf frische Luft und freien Himmel verzichten wollt, lohnt sich ein Besuch in einem der Freilichtmuseen in der Nähe von Köln und Bonn.

Kurse, Workshops und Führungen der verschiedenen Museen findet ihr in unserem Veranstaltungskalender.

Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren und Entdecken!

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Neue Ausstellungen in diesem Monat:

 
Auch in diesem Monat starten in Köln, Bonn und der Region wieder einige interessante Sonderausstellungen, die einen Besuch wert sind. Wir haben für euch ein wenig recherchiert und listen euch die sehenswerten Ausstellungen hier auf.
 

Vom 2. April bis 23. August 2026

August Macke Haus

Visionen der Moderne – August Macke und Max Ernst


Max Ernst Kollegen, 2. Oktober 1911, Aquarell auf Karton, 9,0 × 14,1 cm, Privatsammlung © VG Bild-Kunst, Bonn 2025

Anlässlich des 50. Todestages von Max Ernst (1891–1976) widmet sich die Ausstellung den künstlerischen Anfängen des international bekannten Dadaisten und Surrealisten im Umfeld des Rheinischen Expressionismus. Zugleich beleuchtet sie seine enge Verbindung zu August Macke und deren gemeinsame Bonner Zeit.

Max Ernst war regelmäßiger Gast im Bonner Wohnhaus der Familie Macke und nahm 1913 an der von August Macke organisierten Ausstellung der Rheinischen Expressionisten teil. Die Schau zeichnet Verbindungslinien zwischen beiden Künstlern nach, darunter ihre Faszination für vergangene Kunstströmungen, ihr gemeinsamer Bildwitz und ihre Bezüge zur Stadt Bonn. Ebenso wird deutlich, wie unterschiedlich sich ihre Lebenswege nach dem Einschnitt des Ersten Weltkriegs entwickelten: Während Max Ernst auf ein langes, international geprägtes Künstlerleben zurückblickte, endete August Mackes Schaffen bereits mit 27 Jahren.

Gezeigt werden rund 80 Werke, darunter Gemälde, Grafiken, Skizzen, Skulpturen, Fotografien und Zeitdokumente. Ein besonderer Fokus liegt auf Luise Straus und Elisabeth Gerhardt, die als zentrale Figuren im künstlerischen Umfeld von Macke und Ernst wichtige Impulse setzten.

August Macke Haus
Hochstadenring 36
53119 Bonn
Tel. 0228 - 65 55 31

 


Deutsches Sport & Olympia Museum
©Jara Reker

Das Erlebnismuseum für die ganze Familie

Das Deutsche Sport & Olympia Museum im Kölner Rheinauhafen präsentiert auf über 2.000 m² vielfältige Einblicke in die faszinierende Welt des Sports von der Antike bis zur Gegenwart. Begebt euch auf eine spannende und interaktive Zeitreise durch 2.500 Jahre Sportgeschichte - mit einzigartigen Exponaten und inspirierenden Themenräumen sowie zahlreichen Aktivstationen und Sportplätzen auf dem Dach. Weitere Infos auf www.sportmuseum.de.
(Anzeige)

 

Vom 18. April bis 11. Oktober 2026

Museum Ludwig

Sammlung Fotografie: Zweimal Deutschland um 1980


Ute MahlerBerka, Sängerfest, unbekannt, 1972, Aus der Werkgruppe Zusammenleben, Gelatinesilberpapier 30,6 x 45,6 cm, Museum Ludwig Köln © Ute Mahler, Galerie Springer Berlin, Repro: Historisches Archiv mit Rheinischem Bildarchiv

Die Präsentation zeigt Fotografien aus Ost- und Westdeutschland, die um 1980 entstanden sind, und gibt Einblicke in unterschiedliche gesellschaftliche und alltägliche Lebenswelten. Arbeiten von sieben Fotograf:innen beleuchten diese Zeit aus verschiedenen Perspektiven und machen sichtbar, wie stark politische und wirtschaftliche Systeme das Leben prägten.

Porträts von Derek Bennett, Christiane Eisler und Ute Mahler stehen neben dokumentarischen Aufnahmen von Henry Maitek und Evelyn Richter. Karl Kugel verdichtet seine Reise von Westdeutschland nach Berlin zu einem fotografischen Essay, während Erasmus Schröter mit Infrarotaufnahmen nächtliche Straßenszenen in Leipzig verfremdet. Oft erschließt sich erst über die Bildtitel, ob die Fotografien in der Bundesrepublik oder in der DDR entstanden sind.

Im Mittelpunkt stehen keine historischen Schlüsselereignisse, sondern scheinbar beiläufige Situationen und Beobachtungen. Die Bilder entziehen sich häufig eindeutigen Deutungen und hinterfragen damit gängige Vorstellungen klar voneinander getrennter Lebensrealitäten. Ergänzende Informationen bieten eine Einordnung in die politischen und gesellschaftlichen Kontexte der Zeit.

Die Ausstellung macht deutlich, wie Fotografie als Medium genutzt wurde, um Wirklichkeit abzubilden, zu interpretieren oder auch zu hinterfragen – in zwei Staaten mit unterschiedlichen Voraussetzungen und künstlerischen Freiräumen.

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-261 65

 

Vom 19. April bis 8. November 2026

LVR Industriemuseum Bergisch Gladbach Papiermühle Alte Dombach

PAPIER! Handgeschöpftes von John Gerard


© LVR-Industriemuseum, Foto: Jürgen Hoffmann

Die Ausstellung widmet sich der traditionellen Kunst des Papierschöpfens und stellt das Werk des Papiermachers John Gerard in den Mittelpunkt. Während Papier heute überwiegend industriell hergestellt wird, zeigt die Präsentation die handwerklichen und künstlerischen Möglichkeiten eines Materials, das aus einfachen Rohstoffen entsteht.

John Gerard, in den USA geboren und seit vielen Jahren in der Eifel tätig, beschäftigt sich seit mehr als vier Jahrzehnten mit handgeschöpftem Papier. Seine Arbeiten reichen von großformatigen Collagen über farbintensive „Pulp Paintings“ bis hin zu Künstlerbüchern. Dabei verbindet er handwerkliche Techniken mit künstlerischer Experimentierfreude und entwickelt eigene Verfahren und Materialien.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Entstehungsprozess seiner Werke. Werkzeuge, Naturmaterialien sowie fotografische Dokumentationen geben Einblicke in die Arbeitsweise des Künstlers und machen nachvollziehbar, wie aus einzelnen Fasern individuelle Bild- und Buchobjekte entstehen.

Ergänzt wird die Ausstellung durch eine offene Papierwerkstatt. Dort können Besuchende verschiedene Techniken ausprobieren, Collagen gestalten oder selbst Papier schöpfen. Workshops und Führungen vertiefen die Einblicke in das Handwerk und die künstlerische Praxis.

LVR-Industriemuseum Papiermühle Alte Dombach
Alte Dombach
51465 Bergisch Gladbach
Tel. 02234 - 992 15 55 (kiR – KulturInfo Rheinland)

 

Vom 24. April bis 28. Juni 2026

Schloss Benrath Museum für Gartenkunst

Helmut Schweizer. Nature [continues]


Helmut Schweizer, Karlsruhe 1972 Blatt 66-0365 © SSPB Fotograf Mike Christian

Die Ausstellung widmet sich dem Werk des in Düsseldorf lebenden Künstlers Helmut Schweizer und legt einen Schwerpunkt auf seine experimentellen Pflanzenbilder. Seit den 1970er Jahren konserviert Schweizer Pflanzen in verschweißten Kunststofffolien und macht so Prozesse von Wachstum, Veränderung und Verfall über lange Zeiträume hinweg sichtbar.

Gezeigt wird eine Auswahl von Arbeiten aus fünf Jahrzehnten, die sich mit Natur als schöpferischer und zugleich unberechenbarer Kraft auseinandersetzen. In den konservierten Pflanzen werden unterschiedliche Entwicklungen sichtbar: Während einige langsam zerfallen, bleiben andere über Jahre nahezu unverändert. So entstehen Werke, die Zeit, Vergänglichkeit und Transformation thematisieren.

Die Ausstellung ordnet Schweizers künstlerische Praxis in einen größeren Zusammenhang ein, der von den Erfahrungen des 20. Jahrhunderts bis zu aktuellen ökologischen Fragestellungen reicht. Sie macht deutlich, wie sich der Blick auf Natur im Spannungsfeld von Fortschritt, Risiko und Verantwortung verändert hat.

Stiftung Schloss und Park Benrath
Benrather Schlossallee 100-106
40597 Düsseldorf
Tel. 0211 – 892 19 03

 

Vom 25. April 2026 bis 9. Mai 2027

K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Playground – Ein Spielplatz im Museum


© Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Die Ausstellung verwandelt die große Halle des K20 in eine begehbare Spiellandschaft, die Kinder zum Entdecken und Mitmachen einlädt. Die Künstlerin Sonia Kazovsky hat dafür ein raumgreifendes Kunstwerk geschaffen, in dem Bewegung, Fantasie und gemeinsames Erleben im Mittelpunkt stehen.

Kinder können klettern, rennen, rollen und mit verschiedenen Elementen der Installation interagieren. Mithilfe von Requisiten und Kostümen entstehen neue Rollen und Spielwelten, die individuell gestaltet werden können. So wird das Museum zu einem Ort, an dem Kunst nicht nur betrachtet, sondern aktiv erlebt wird.

Die Ausstellung richtet sich besonders an Familien und möchte einen niedrigschwelligen Zugang zur modernen und zeitgenössischen Kunst schaffen. „Playground“ versteht sich als offener Raum, in dem gemeinsames Spielen, Entdecken und Gestalten möglich ist.

K20 Stiftung Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Grabbeplatz 5
40213 Düsseldorf
Tel. 0211 – 838 17 30

 

Vom 25. April bis 8. November 2026

Papiermuseum Düren

Into the Paperverse – Papier und Computerspiel


Ausschnitt Ausstellungsplakat © arc – Gestaltung

Die Ausstellung widmet sich der überraschenden Verbindung von Papier und digitalen Spielen. Sie zeigt, wie das vermeintlich analoge Material seit den Anfängen der Computertechnik bis in die Gegenwart eng mit der Entwicklung von Videospielen verknüpft ist.

Bereits in den frühen Jahrzehnten der Computer wurden Programme mithilfe von Lochkarten aus Papier erstellt. Auch später blieb Papier ein wichtiger Bestandteil der Spielkultur, etwa in Form von Anleitungen, Karten oder Beilagen, die das Spielerlebnis ergänzten. Gleichzeitig entwickelten sich eigenständige analoge Spielformen wie Pen-&-Paper-Rollenspiele, Spielbücher und Sammelkartenspiele, die die digitale Spieleentwicklung nachhaltig beeinflussten.

Mit der zunehmenden Digitalisierung wandelte sich die Rolle des Papiers: Es wurde in Spielewelten integriert und visuell sowie spielmechanisch neu interpretiert. Titel wie „Myst“, „Yoshi’s Story“ oder die „Paper Mario“-Reihe greifen Papierästhetiken auf und machen sie zum zentralen Gestaltungselement. Auch hybride Systeme verbinden physische Materialien mit digitalen Anwendungen.

Die Ausstellung veranschaulicht diese Entwicklungen anhand von Originalmaterialien, Entwurfsskizzen, Spielbeilagen und interaktiven Stationen. Besondere Beispiele zeigen, wie Papier als sinnliches Element in Spiele eingebunden wurde. So wird deutlich, wie eng analoge und digitale Kulturen miteinander verwoben sind und sich gegenseitig beeinflussen.

Papiermuseum Düren
Wallstr. 2-8
52349 Düren
Tel. 02421 – 25 25 61

 

Vom 26. April bis 28. Juni 2026

Ernst-Moritz-Arndt-Haus Bonn

Küchen der Welt – Kostbare Geschichten aus Bonn


© karandaev / Getty Images Pro

Die Sonderausstellung rückt Migrationsgeschichten aus Bonn in den Mittelpunkt und beleuchtet die Rolle von Essen als verbindendes Element zwischen Kulturen. Kulinarische Traditionen vermitteln Vertrautheit, schaffen Begegnungen und prägen das städtische Leben.

Im Zentrum stehen persönliche Erzählungen von Bonner:innen aus unterschiedlichen Communities, die ihre Erfahrungen rund um Essen teilen. Interviews und Zitate geben Einblicke in individuelle Lebensgeschichten und machen Perspektiven sichtbar, die bislang selten im musealen Kontext gezeigt wurden.

Ergänzt wird die Ausstellung durch eine historische Einführung sowie sechs thematische Bereiche, die verschiedene Aspekte von Esskultur beleuchten – darunter religiöse Einflüsse, Zutaten, Zubereitungsformen und die Bedeutung gemeinsamer Mahlzeiten.

Die Ausstellung ist samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Ernst-Moritz-Arndt-Haus
Adenauerallee 79
53113 Bonn

 

Vom 30. April bis 7. Juni 2026

Kunstpalast Düsseldorf

DIE KLEINE


© Anne Orten

Die Ausstellung präsentiert die Ergebnisse des gleichnamigen Kunstwettbewerbs für Grundschulen aus Düsseldorf und Umgebung. Unter dem Motto „Kunstpalast Kunterbunt!“ setzen sich Kinder kreativ mit einem jährlich wechselnden Thema auseinander und entwickeln im Klassenverband eigene künstlerische Arbeiten.

Die Beiträge entstehen in gemeinschaftlichen Prozessen und sind in ihrer Form frei gewählt: Zu sehen sind unter anderem Bilder, Collagen, Objekte, Fotografien und Filme. Alle eingereichten Werke werden in der Ausstellung gezeigt und geben Einblick in die vielfältigen Ideen und Ausdrucksformen der jungen Teilnehmer:innen.

Die Präsentation versteht sich als Plattform für kreative Bildung und macht das Museum als außerschulischen Lernort erlebbar. Besucher:innen haben die Möglichkeit, für ihr Lieblingskunstwerk abzustimmen. Zusätzlich wird ein Jurypreis für besonders überzeugende Arbeiten vergeben.

Kunstpalast Düsseldorf
Ehrenhof 4-5
40479 Düsseldorf
Tel. 0211 – 56 64 21 00

 


Aktuelle Ausstellungen

 
Kunst, Geschichte, Umwelt und Gesellschaft. Sonderausstellungen setzen sich auf unterschiedliche Art und Weise mit verschiedenen Phänomenen auseinander. Einige Museen bieten zusätzlich ein Kinderprogramm an, bei dem die Ausstellungsstücke auch den kleinsten Besucher:innen verständlich erklärt werden. Informationen dazu findet ihr auf den Internetseiten.

 

Noch bis Frühjahr 2026

Haus der Geschichte

Skater & Rollbrettfahrer vor und nach der Deutschen Einheit


Skater auf dem Alexanderplatz, Ostberlin 1982 © Foto: Harald Schmitt

Skateboarding ist mehr als ein Sport – es ist eine Lebenseinstellung, die Risiko, Rebellion und Lässigkeit vereint. Seit den 1980er-Jahren prägt es die Jugendkulturen sowohl in der Bundesrepublik als auch in der DDR. Während Skater in beiden deutschen Staaten zunächst auf Skepsis stoßen, müssen „Rollbrettfahrer“ in der DDR zudem improvisieren, da es kaum professionelle Ausrüstung gibt. Lange Zeit ist die Szene überwiegend männlich geprägt, was sich auch in der medialen Darstellung widerspiegelt.

Die Ausstellung präsentiert Fotografien von Helge Tscharn, Thomas Kalak und Harald Schmitt, die in den 1980er- und 1990er-Jahren das Skateboarding in Deutschland dokumentierten. Ihre Bilder fangen nicht nur spektakuläre Tricks ein, sondern auch die urbane Umgebung und die Reaktionen der Zuschauer:innen. Der Fotograf und Skater Helge Tscharn dokumentiert die Szene europaweit und ist seit 1982 für das Monster Skateboard Magazin tätig. Thomas Kalak, Mitbegründer des Magazins und ehemaliger Profi-Skater, zeigt in seinen Bildern, wie Skater Städte auf kreative Weise für sich erobern – Denkmäler, leerstehende Gebäude und historische Monumente werden zur Bühne ihrer Tricks. Harald Schmitt, Fotograf des Stern, hält die jugendliche Skater-Szene in Ost-Berlin fest.

Neben den Fotografien gibt die Ausstellung Einblick in die Materialkultur des Skateboardings. Gezeigt wird ein selbstgebautes Skateboard, das die Kreativität ostdeutscher Skater widerspiegelt – eine Nachbildung des einzigen in der DDR produzierten Boards, das wegen seiner schlechten Qualität in der Szene umstritten war. Zudem ist ein Board des Düsseldorfer Skateboard-Pioniers Donald Campbell zu sehen, mit dem er ab 1984 zahlreiche Skateparks bereiste.

Haus der Geschichte Bonn
Willy-Brandt-Allee 14
53113 Bonn
Tel. 0228 – 91 65-0

 

Noch bis 26. April 2026

MAKK – Museum für Angewandte Kunst

Von Louise Bourgeois bis Yoko Ono – Schmuck von Künstlerinnen


Niki de Saint Phalle, Brosche ,,l'CEil", 1992, © VG Bild-Kunst Bonn 2025, Foto:© DetlefSchmumacher.com

Das MAKK zeigt erstmals in Deutschland eine Ausstellung, die sich ganz dem Schmuck von bildenden Künstlerinnen widmet. Über 100 Werke von 45 internationalen Künstlerinnen – darunter Louise Bourgeois, Meret Oppenheim, Jenny Holzer, Rebecca Horn, Niki de Saint Phalle und Yoko Ono – geben Einblick in ein künstlerisches Ausdrucksmedium jenseits reiner Zierde.

Die oft handgefertigten Unikate sind tragbare Kunstwerke, die Identität, Körper, Erinnerung und gesellschaftliche Rollenbilder thematisieren – mal poetisch, mal provokant. Die Arbeiten erweitern das künstlerische Œuvre ihrer Schöpferinnen um eine persönliche, performative Dimension.

Die Ausstellung versteht sich als Vertiefung der erfolgreichen Sammlungsschau Faszination Schmuck und ergänzt sie um eine konsequent weibliche Perspektive auf das Thema Künstlerschmuck.

MAKK – Museum für Angewandte Kunst
An der Rechtschule 7
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-238 60

 

Noch bis 28. April 2026

Verschiedene Standorte in Bonn

Loss mer fiere. 200 jecke Johr en Bonn


OB Guido Déus (6.v.l.) eröffnete u.a. mit dem LVR, dem Bonner Prinzenpaar und dem Festausschuss Bonner Karneval die Wanderausstellung zum Jubiläum 200 Jahre Bonner Karneval auf dem Markt. © Bundesstadt Bonn/ Sascha Engst

Anlässlich des 200-jährigen Bestehens der Bönnischen Carnevals-Gesellschaft zeigt das Kulturamt Bonn die Wanderausstellung „Loss mer fiere. 200 jecke Johr en Bonn“. Von Januar bis Oktober 2026 tourt die Ausstellung in einem Container durch alle vier Bonner Stadtbezirke und bringt die Geschichte des Karnevals direkt zu den Menschen. Wie ein Karnevalswagen macht sie Station an zentralen Orten im Stadtgebiet.

Die Ausstellung präsentiert ausgewählte Objekte zu vielfältigen karnevalistischen Themen und eröffnet neue Perspektiven auf die Geschichte und Zukunft des Bonner Karnevals. Im Mittelpunkt stehen seine kulturelle und soziale Bedeutung sowie die unterschiedlichen Bräuche der Stadtbezirke, die gemeinsam das lebendige Bild des Bonner Karnevals prägen.

Begleitet wird die Ausstellung von einem abwechslungsreichen Programm mit kreativen Angeboten, Vorträgen und interaktiven Dialogformaten. Aktuelle Informationen zu Terminen, Standorten und Veranstaltungen sind online abrufbar.

Standorte der Wanderausstellung:

  • 14. Februar bis 28. April 2026: Theaterplatz, Bad Godesberg
  • 5. Mai bis 8. Juli 2026: Am Schickshof, Hardtberg
  • 14. Juli bis 17. September 2026: Rheinufer, Beuel
  • 23. September bis 10. Oktober 2026: Remigiusplatz, Bonn

 

Noch bis 3. Mai 2026

Siebengebirgsmuseum Königswinter

Rasant durchs Siebengebirge – Mobilität und Verkehr rund um den Drachenfels


© Volkhard Stern

Die Sonderausstellung widmet sich der Geschichte von Mobilität und Verkehr im Siebengebirge und zeigt, wie sehr funktionierende Verbindungen zwischen Berg und Tal, Wasser und Land sowie den einzelnen Orten den Alltag der Region geprägt haben. Mit dem technischen Fortschritt ab der Mitte des 19. Jahrhunderts hielten neue Verkehrsmittel Einzug. Straßen- und Schienennetze wurden ausgebaut und ermöglichten neue Formen von Arbeit, Tourismus und Warentransport.

Anhand von Dokumenten, Fotografien und Objekten erzählt die Ausstellung Geschichten aus rund 100 Jahren Verkehrsgeschichte, von etwa 1870 bis 1970. Thematisiert werden unter anderem der Bau neuer Wege und Straßen, die Entwicklung der Siebengebirgsbahn, der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs sowie die zunehmende Geschwindigkeit in der Freizeit, etwa durch Rad- und Motorradrennen oder rasante Schlittenfahrten. Auch Konflikte, die durch diese Beschleunigung entstanden, beispielsweise mit dem Naturschutz, werden beleuchtet.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den wirtschaftlichen Veränderungen der Region. Der Basaltabbau spielte ab 1870 eine zentrale Rolle für den Straßen- und Schienenbau und veränderte die Landschaft nachhaltig. Neue Verkehrsverbindungen zogen Unternehmen an, etwa aus der Reifen- und Felgenproduktion. Historische Filmaufnahmen, Modelle und Gemälde zeigen zudem, wie Künstler:innen die neue Wahrnehmung von Geschwindigkeit aufgriffen und verarbeiteten.

Siebengebirgsmuseum der Stadt Königswinter
Kellerstr. 16
53639 Königswinter
Tel. 02223 – 37 03

 

Noch bis 17. Mai 2026

Bilderbuchmuseum Troisdorf

Das Friedenstier


Buchcover (Ausschnitt) zu Das Friedenstier © dtv, München, 2025

Die Ausstellung zum Buch Das Friedenstier geht der Frage nach, was einzelne Menschen mit künstlerischen Mitteln für den Frieden tun können. Ausgehend von einer gemeinsamen Idee der Illustratorinnen Friederike Ablang, Merle Goll und Sabine Kranz versammelt das Projekt Friedenstiere zahlreicher Illustrator:innen sowie Texte von Autor:innen, die sich mit Krieg, Leid, Hunger und Hoffnung auseinandersetzen.

Gezeigt werden vielfältige Tierdarstellungen, darunter Vögel und Tauben, aber auch Kängurus, Frösche, Pferde, Drachen und Löwen. Allen gemeinsam sind Flügel, die symbolisch für das Abheben, für Freiheit und für die Suche nach einem eigenen Weg zum Frieden stehen. Die Illustrationen regen zum Staunen an und laden zugleich zum Nachdenken über Frieden, Solidarität und Verantwortung ein.

Ein weiterer Aspekt der Ausstellung ist der soziale Hintergrund des Buchprojekts. Mit Das Friedenstier wird die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen unterstützt. Die Ausstellung verbindet damit künstlerischen Ausdruck mit gesellschaftlichem Engagement und macht sichtbar, wie Bilderbücher aktuelle Themen aufgreifen und vermitteln können.

Bilderbuchmuseum Burg Wissem
Burgallee 1
53840 Troisdorf
Tel. 02241 - 900-427

 

Noch bis 17. Mai 2026

Museum Schloss Homburg

Mechanische Tierwelt trifft auf Naturkunde – Eine Fotosafari von Sebastian Köpcke und Volker Weinhold


Ausschnitt Ausstellungsplakat Schloss Homburg © sammlungsfotografen.de

Die Ausstellung verbindet historische Spielzeugkultur mit naturkundlicher Präsentation. Im Mittelpunkt stehen Fotografien, in denen Blechtiere in scheinbar natürliche Lebensräume versetzt wurden. Die Aufnahmen zeigen die Figuren in spielerischen Inszenierungen und verleihen ihnen individuelle Charakterzüge.

Zu sehen sind mehr als 30 großformatige Fotografien sowie originale historische Blechtiere. Ergänzend sind weitere Figuren in der naturkundlichen Sammlung integriert, die in den Ausstellungsräumen entdeckt werden können.

Die Präsentation verbindet fotografische Inszenierung mit musealer Sammlung und eröffnet einen ungewöhnlichen Blick auf Tierdarstellungen zwischen Spielzeug und Naturbeobachtung.

Museum Schloss Homburg
Schloss Homburg 1
51588 Nümbrecht

 

Noch bis 17. Mai 2026

Phoenix des Lumières

Der Kleine Prinz – Ein immersives Märchen


© Culturespaces / Falko Wübbecke

In der immersiven Show wird der weltbekannte Klassiker „Der Kleine Prinz“ mit Licht, Klang und Bewegung lebendig. Besucher:innen begleiten den kleinen Prinzen auf seiner Reise durch das All, treffen auf poetische Figuren wie die Rose oder den Laternenanzünder – und tauchen tief ein in die symbolstarke Bilderwelt Antoine de Saint Exupérys.

Originalillustrationen verschmelzen mit modernen Animationen, die berühmten Zitate werden eindrucksvoll in Szene gesetzt. Musik und Erzählerstimmen verstärken das emotionale Erlebnis in der monumentalen Atmosphäre der Phoenixhalle. Die Show richtet sich an große und kleine Zuschauer:innen.

Phoenix des Lumières
Phoenixplatz 4
44263 Dortmund
Tel. 0231 – 99 76 38 68

 

Noch bis 17. Mai 2026

Museum Schnütgen

Glaube mit Humor. Ein Gebetbuch aus Nordfrankreich


Psalter-Brevier, Nordostfrankreich, nach 1297, Museum Schnütgen, Foto: Stephan Kube/SQB

Wie lassen sich Frömmigkeit und Humor miteinander verbinden, und welche Rolle spielte das Lachen im Mittelalter? Eine kostbare, reich illuminierte Handschrift mit Stundengebeten für Geistliche aus der Zeit um 1300 gibt darauf überraschende Antworten. Das Museum Schnütgen präsentiert diese besondere Neuerwerbung erstmals in einer konzentrierten Ausstellung.

Die Handschrift ist ein herausragendes Beispiel französischer gotischer Buchmalerei. Auf rund 900 Seiten entfaltet sich ein lebendiger Buchschmuck mit fantasievollen Mischwesen, Vögeln und spielerischen Figuren, die musizieren, jonglieren oder bewaffnet auftreten. Besonders eindrucksvoll sind die kunstvoll gestalteten Ränder, deren heiter-spielerische Szenen Einblicke in die mittelalterliche Lebenswelt eröffnen und die Verbindung von religiöser Praxis und bildlichem Humor sichtbar machen.

Diese Form der Buchmalerei hatte auch Vorbildcharakter für die Kölner Handschriftenproduktion. In der Ausstellung wird dies anhand mehrerer Leihgaben aus Privatbesitz sowie der Erzbischöflichen Diözesan- und Dombibliothek Köln exemplarisch verdeutlicht. Ergänzend zu den aufgeschlagenen Originalseiten besteht die Möglichkeit, digital in Auszügen durch die Handschrift zu blättern und weitere, teils humorvolle Details zu entdecken.

Museum Schnütgen
Cäcilienstr. 29-33
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-313 55

 

Noch bis 17. Mai 2026

Leopold-Hoesch-Museum

Hoesch Talents

Jan Beuth (10 J.), Giraffe, entstanden im Sommerferien-Workshop „Mensch, Tier und Co. …Alles Malerei!“ im Rahmen des Förderprogramms Kulturrucksack NRW 2025 Foto: Peter Hinschläger

Die Ausstellung präsentiert Arbeiten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die im Rahmen von Workshops und Kursen des vergangenen Jahres im Leopold-Hoesch-Museum und im Papiermuseum Düren entstanden sind. Darüber hinaus werden Projekte gezeigt, die in Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten, Schulen sowie weiteren städtischen und regionalen Institutionen realisiert wurden. Die Ausstellung gibt Einblick in die vielfältigen Bildungs- und Vermittlungsangebote der beiden Häuser.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf einer textilen Installation der Werkstatt Club 125, einer Gruppe Erwachsener, die sich regelmäßig zum gemeinsamen künstlerischen Arbeiten trifft. Ausgangspunkt ist die Installation „Komm, wir gehen in die Wälder“ von Alice Creischer aus der Sammlung des Museums, in der ein Biberpelzmantel eine zentrale Rolle spielt. Die neue Arbeit greift Motive und Fragestellungen dieser Vorlage auf und entwickelt sie weiter.

Neun Jugendliche setzten sich im Sommer 2025 im Atelier des Papiermuseums gemeinsam mit dem Künstler Burkhard Mönnich mit dem Thema Sammeln auseinander. Unter dem Motto „Mensch, Tier und Co. … Alles Malerei!“ widmeten sie sich dem klassischen Sujet des Porträts. Inspiriert von der Ausstellung „ALLES SAMMLUNG“ brachten sie ihre eigenen Kuscheltiere mit ins Museum und setzten diese malerisch in Szene. Nach Skizzen, fotografischen Studien und intensiver Auseinandersetzung entstanden großformatige Gemälde, in denen unter anderem ein Gurkenmonster, eine Giraffe sowie Bär, Affe, Pferd, Frosch, Ente, Schaf und Fuchs ihren Platz fanden.

Leopold-Hoesch-Museum
Hoeschplatz 1
52349 Düren
Tel. 02421 – 25 25 61

 

Noch bis 17. Mai 2026

Phoenix des Lumières

Ein Planet vor unserer Zeit: Dinosaurier – Das immersive Erlebnis


© Culturespaces / Falko Wübbecke

Die immersive Ausstellung führt in die Welt der Dinosaurier und macht die Erdgeschichte vor rund 66 Millionen Jahren erlebbar. Mit großformatigen 360°-Videoprojektionen und räumlichem Klang entsteht eine visuelle Inszenierung, die Besucher:innen in urzeitliche Landschaften eintauchen lässt.

Auf der rund 5.600 Quadratmeter großen Projektionsfläche erscheinen lebensgroße Dinosaurier und andere prähistorische Kreaturen in verschiedenen Lebensräumen. Szenen von Vulkanlandschaften, Ozeanen und dichten Dschungeln vermitteln Eindrücke einer vergangenen Erdzeit und zeigen, wie diese Tiere ihre Umwelt geprägt haben.

Die Ausstellung greift Motive aus der Serie Ein Planet vor unserer Zeit auf und verbindet filmische Bilder mit Musik und Erzählerstimme zu einer multimedialen Präsentation. So entsteht ein eindrucksvolles Erlebnis, das wissenschaftliche Themen mit visueller Inszenierung verbindet und neue Perspektiven auf die Welt der Dinosaurier eröffnet.

Phoenix des Lumières
Phoenixplatz 4
44263 Dortmund
Tel. 0231 – 99 76 38 68

 

Noch bis 24. Mai 2026

Historisches Archiv mit Rheinischem Bildarchiv

Wegbereiterinnen des Wandels – Die erste Frauenbewegung in Köln

Die Ausstellung beleuchtet die Entwicklung der ersten Frauenbewegung seit 1848 – mit besonderem Fokus auf Köln und die nationale Vernetzung. Frauen engagierten sich gegen politische Rechtlosigkeit, ungleiche Bildungschancen und Diskriminierung im Familienrecht. In Köln standen vor allem Bildungsfragen, politische Mitbestimmung und die Kritik an gesellschaftlicher Doppelmoral im Vordergrund. Auch die Rolle von Frauen im Ersten Weltkrieg und in der Weimarer Republik wird thematisiert. Die Bewegung wurde 1933 durch die Nationalsozialisten gewaltsam beendet – erste Impulse für einen Neuanfang folgten nach 1945.

Historisches Archiv mit Rheinischem Bildarchiv
Eifelwall 5
50674 Köln
Tel. 0221 – 221-223 27

 

Noch bis 24. Mai 2026

Leopold-Hoesch-Museum

Wilhelm Schürmann. Nachbarn

Wilhelm Schürmann „Lustgarten“, 2019, Fotografie, Courtesy der Künstler © Wilhelm Schürmann

Die retrospektiv angelegte Werkschau präsentiert fotografische Arbeiten des in Berlin und Herzogenrath lebenden Künstlers Wilhelm Schürmann (*1946 in Dortmund). Die Ausstellung stellt frühe Werkphasen dem aktuellen Schaffen gegenüber und zeigt, wie sich sein Blick auf Nachbarschaften über Jahrzehnte hinweg entwickelt hat.

Zentral ist die zwischen 1979 und 1981 entstandene Serie „Steinhammerstraße“, in der Schürmann die Straße seiner Kindheit in Dortmund-Lütgendortmund dokumentiert. Straßenzüge, Hinterhöfe, Fassaden und Bewohner:innen erscheinen in einer Bildsprache, die persönliche Nähe mit einem an der klassischen Moderne geschulten fotografischen Blick verbindet. Anklänge an die Tradition der europäischen und amerikanischen Straßenfotografie sowie Bezüge zur Alltags- und Popkultur prägen diese Arbeiten.

Ergänzt wird die Präsentation durch frühe Schwarz-Weiß-Fotografien aus der belgischen Grenzregion und dem Köln der Nachkriegszeit. Mit dem Übergang zur Digitalfotografie erweitert Schürmann sein Werk um neue Serien aus der ländlichen Umgebung von Kohlscheid bei Herzogenrath und aus Berlin. Während die Fotografien aus Kohlscheid landschaftliche Veränderungen einer ehemaligen Steinkohleregion untersuchen, erscheinen urbane Szenen aus Berlin wie dynamische, sich ständig wandelnde Organismen.

Die Ausstellung zeichnet ein Bild von Orten, die Schürmann persönlich vertraut sind. Sie thematisiert Strukturwandel, Erinnerung und Urbanität und zeigt eine fotografische Haltung, die von Teilhabe und genauer Beobachtung geprägt ist.

Leopold-Hoesch-Museum
Hoeschplatz 1
52349 Düren
Tel. 02421 – 25 25 61

 

Noch bis 25. Mai 2026

Kunstpalast Düsseldorf

COMMUNITY – Fotografie und Gemeinschaft


Ludwig Schirmer, Ohne Titel, Aus der Serie Ein Dorf, 1950–1960, Tintenstrahldruck, 27 × 39,5 cm, Courtesy of the Artists

Menschen streben nach Zugehörigkeit, sei es im Fußballfanclub, in der Familie oder im politischen Kollektiv. Seit der Erfindung der Fotografie hält das Medium Gemeinschaft nicht nur fest, sondern formt sie aktiv mit. Fotografien können Zugehörigkeit sichtbar machen, sie stärken oder auch infrage stellen und zugleich Grenzen zwischen unterschiedlichen Gruppen markieren.

Die Ausstellung beleuchtet das vielschichtige Verhältnis von Fotografie und Gemeinschaft in Geschichte und Gegenwart. Gezeigt werden angewandte wie künstlerische Positionen, die sich diesem Thema mit unterschiedlichen Ansätzen widmen, von humorvoll und solidarisch bis hin zu analytisch und kritisch. Ausgangspunkt ist die fotografische Sammlung des Kunstpalastes, die durch internationale Leihgaben ergänzt wird.

Besuchende sind eingeladen, sich aktiv zu beteiligen und eigene Bilder von Gemeinschaft in die Ausstellung einzubringen. Begleitend erscheint ein reich bebilderter Katalog mit Beiträgen aus der kunstwissenschaftlichen, soziologischen und historischen Forschung, der das Thema aus verschiedenen Perspektiven vertieft.

Kunstpalast Düsseldorf
Ehrenhof 4-5
40479 Düsseldorf
Tel. 0211 – 56 64 21 00

 

Noch bis 31. Mai 2026

Wallraf-Richartz-Museum

B{L}OOMING – Barocke Blütenpracht


Hendrick van Balen I - Werkstatt, Allegorie des Frühlings, Öl auf Eichenholz, Privatbesitz © Foto: Rheinisches Bildarchiv, Köln

Blumen sind weit mehr als nur Dekoration – sie spenden Trost, symbolisieren Liebe und Vergänglichkeit, und sind seit Jahrhunderten ein bedeutendes Motiv der Kunst. Die neue Jahresausstellung im Wallraf-Richartz-Museum zeigt mit B{L}OOMING – Barocke Blütenpracht die ganze Vielfalt und den künstlerischen Reichtum barocker Blumenmalerei.

Mit leuchtenden Rosen, anmutigen Lilien, prächtigen Tulpen und anderen floralen Kostbarkeiten widmet sich die Ausstellung dem fulminanten Boom der Blumenbilder im Barock. In Stillleben, Porträts und Allegorien offenbaren die Werke nicht nur ihre ästhetische Kraft, sondern auch ihre symbolische Bedeutung für Themen wie Liebe, Glaube, Heilung oder die Vergänglichkeit des Lebens.

Die Ausstellung versammelt herausragende Arbeiten von Künstlern aus ganz Europa – darunter flämische Meister wie Daniel Seghers und Jan Brueghel d.Ä., der als „Blumenbrueghel“ berühmt wurde, ebenso wie Adriaen Coorte und Roelandt Savery aus den Niederlanden, Giovanni Stanchi aus Italien oder Peter Binoit aus Deutschland. Neben bekannten Meisterwerken erwarten die Besucher*innen auch neu erforschte, frisch restaurierte Gemälde aus Privatsammlungen und dem eigenen Bestand.

Mit B{L}OOMING entfaltet das Wallraf ein farbenprächtiges Panorama barocker Blumenpracht – eine Feier der Natur, der Kunst und der vergänglichen Schönheit.

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Obenmarspforten 40
50667 Köln
Tel. 0221 – 221-211 19

 

Noch bis 7. Juni 2026

Museum Folkwang Essen

L is for Look. Fotobücher für Kinder und Jugendliche

Tomi Ungerer, Clic clac ou qu’est-ce que c’est?, 1989, L'École des loisirs, Paris, Fotobuch-Seite © 1989 Diogenes Verlag AG Zürich, Schweiz / Tomi Ungerer Estate

Die Ausstellung widmet sich einem bislang wenig erforschten Kapitel der Fotogeschichte: dem Kinder- und Jugendfotobuch. Über einen Zeitraum von rund 100 Jahren wird nachgezeichnet, wie fotografische Bilder die Sehgewohnheiten junger Leser:innen geprägt haben und welchen Einfluss sie auf das Verständnis von Welt, Lernen und Kindheit ausübten.

Als interaktive Entdeckungsreise angelegt, führt die Ausstellung von frühen Experimenten der 1930er Jahre bis in die Gegenwart. Gezeigt werden rund einhundert internationale Fotokinderbücher, die sich durch originelle und kreative Anwendungen von Fotografie auszeichnen. Zentrale Positionen der Fotogeschichte verdeutlichen dabei nicht nur ästhetische Entwicklungen, sondern auch den Wandel pädagogischer Konzepte und die sich verändernde gesellschaftliche Stellung des Kindes.

Mit dem Aufkommen neuer bildbasierter Lehrmethoden im frühen 20. Jahrhundert hielten Fotografien Einzug in unterschiedliche Formen der Kinderliteratur, von Bilderbüchern bis zur Belletristik. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Fotobuch als kollaborativem Medium, in dem die Zusammenarbeit von Grafikdesigner:innen, Künstler:innen, Illustrator:innen und Autor:innen neue Ausdrucks- und Erzählformen hervorbrachte.

Ein weiterer Schwerpunkt gilt der Rolle von Fotografinnen, die in diesem Verlagsgenre eine zentrale Bedeutung einnehmen. Das Kinderfotobuch vereint Bereiche, die historisch häufig als weiblich konnotiert galten, und trug insbesondere seit den 1970er Jahren zur Herausbildung eines spezifischen Blicks junger Leser:innen auf ihre Umwelt bei.

Museum Folkwang
Museumsplatz 1
45128 Essen
Tel. 0201 – 884 50 00

 

Noch bis 14. Juni 2026

Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Günther Uecker. Die Verletzlichkeit der Welt


Günther Uecker, Waldgarten (3-teilig), (Detail), 2008 © Private Collection. Courtesy Axel Vervoordt Gallery, Foto: Jan Liégeois © VG Bild-Kunst, Bonn 2025

Die Ausstellung ist die erste nach dem Tod von Günther Uecker und zugleich die letzte, an der der Künstler noch selbst mitgewirkt hat. Sie würdigt einen international bedeutenden Künstler, der mit seinen ikonischen Nagelbildern und -reliefs Kunstgeschichte schrieb und als zentrale Persönlichkeit der Künstlergruppe ZERO die Kunst der Nachkriegszeit entscheidend prägte.

Günther Uecker war dem Künstlerbahnhof Rolandseck eng verbunden. Das Nagelrelief Bett zum Aufwachen von 1965 gehört bis heute zur Museumssammlung. Der performative Film Die Treppe aus dem Jahr 1964 zeigt den Künstler, wie er den Bahnhofsvorplatz und das Gebäude Nagel für Nagel erschließt. Diese besondere Beziehung bildet einen wichtigen Bezugspunkt der Ausstellung.

Gezeigt werden rund 45 Werke aus sieben Jahrzehnten. Sie reichen von frühen Nagelobjekten über kinetische Installationen bis hin zu späten Werkserien, die Ueckers spirituelle Haltung und sein humanistisches Weltbild widerspiegeln. Im Zentrum stehen Arbeiten, die sich der Verletzlichkeit der Welt widmen. Sie verdeutlichen ein künstlerisches Lebenswerk, das von der Auseinandersetzung mit Frieden, Empathie und menschlicher Verantwortung geprägt ist.

Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Hans-Arp-Allee 1
53424 Remagen
Tel. 02228 - 92 55-0

 

Noch bis 10. Juli 2026

Wallraf-Richartz-Museum

B{L}OOMING – Junge Perspektiven auf barocke Blütenpracht


Der Projektkurs des Kölner Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasiums bei der Juryarbeit Foto: © Björn Föll 2026

Die Ausstellung zeigt künstlerische Arbeiten von Schüler:innen aus dem Regierungsbezirk Köln, die sich mit floralen Motiven und deren Bedeutung in der Gegenwart auseinandersetzen. Anlass ist das 40-jährige Bestehen der Museumsschule Köln, die gemeinsam mit dem Wallraf zu diesem Projekt eingeladen hat.

Ausgehend von der Sonderschau „Blooming. Barocke Blütenpracht“ entwickelten Kinder und Jugendliche eigene künstlerische Positionen. Die mehr als 200 eingereichten Werke umfassen Zeichnungen, Gemälde, Fotografien, Modeentwürfe, Keramiken, Plastiken und raumgreifende Arbeiten. Sie verbinden barocke Bildtraditionen mit aktuellen Fragestellungen und persönlichen Perspektiven.

Thematisch reichen die Beiträge von Naturdarstellungen bis hin zu Auseinandersetzungen mit Klimawandel, Konsum, Vergänglichkeit oder gesellschaftlichen Werten. Teilweise werden die Werke durch reflektierende Texte ergänzt, die zusätzliche Einblicke in die Gedankenwelt der jungen Künstler:innen geben.

Die Ausstellung versteht sich als Dialog zwischen historischer Kunst und heutiger Lebensrealität und macht sichtbar, wie junge Menschen klassische Motive neu interpretieren. Eine interaktive Voting-Station lädt dazu ein, sich aktiv mit den Arbeiten auseinanderzusetzen.

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Obenmarspforten 40
50667 Köln
Tel. 0221 – 221-211 19

 

Noch bis 12. Juli 2026

Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur

Lebensräume – Zeitgenössische Perspektiven aus NRW


Frank Dömer: Hansaring, 2004 © Frank Dömer

Ausgehend von Orten und Regionen in Nordrhein-Westfalen widmet sich die Ausstellung in 14 künstlerischen Positionen zentralen Fragen der Gegenwart. In unterschiedlichen Lebens- und Erfahrungsräumen werden gesellschaftliche, räumliche und persönliche Perspektiven sichtbar gemacht.

Gezeigt werden fotografische Serien in Farbe und Schwarz-Weiß sowie filmische Arbeiten. Porträts reflektieren die gesellschaftliche Vielfalt, während urbane und ländliche Strukturen in ihrer oft überraschenden Gestaltung untersucht werden. Subjektive Alltagswelten treten ebenso in den Blick wie die Beziehung des Menschen zu seinem Lebensraum, sowohl im privaten als auch im öffentlichen Kontext.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der industriellen Geschichte Nordrhein-Westfalens, deren Spuren die Landschaft bis heute prägen. Am Beispiel des Tagebaus werden Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und Zukunft thematisiert. Die präsentierten Werke entstanden überwiegend seit den 1990er-Jahren, die jüngsten Arbeiten datieren aus den Jahren 2023 und 2024. Vereint sind Künstler:innen unterschiedlicher Generationen und Herkunftsländer, die eine serielle, dokumentarische Herangehensweise verbindet.

An der Ausstellung beteiligt sind Almourad Aldeeb, Paul Avis, Boris Becker, Frank Dömer, Ermine Ercihan, Kathrin Esser, Claudia Fährenkemper, Katharina Kemme, Alexander Lackmann, Jeffrey Ladd, Melanie Lehmancher, Gregor Schneider, Gerhard Winkler und Philipp Zietmann.

Photographische Sammlung /SK Stiftung Kultur
Im Mediapark 7
50670 Köln
Tel. 0221 – 888 95-300

 

Noch bis 2. August 2026

DASA Dortmund

Feuer – Faszination und Gefahr


© Philippe Levy

Feuer fasziniert – und macht zugleich Angst. Es steht für Wärme und Gemütlichkeit, für Fortschritt und Technologie, aber auch für Zerstörung und Gefahr. Die Ausstellung „Feuer“ in der DASA beleuchtet dieses ambivalente Naturphänomen in all seinen Facetten: Sie erzählt die Geschichte der Feuerkontrolle, erklärt die physikalischen Grundlagen und stellt Menschen vor, die im Alltag mit Feuer arbeiten.

Mitmachstationen laden Kinder ab acht Jahren zum Ausprobieren ein. Ein interaktiver Feuerlösch-Simulator mit VR-Brille sowie neue Angebote wie das schnellste Escape-Room-Spiel zur Brandschutzerziehung und Workshops für Schulklassen ergänzen die Ausstellung.

Die Sonderausstellung wird von der DASA-Dauerausstellung begleitet, die Brandschutzthemen spielerisch vermittelt und weitere Einblicke in den sicheren Umgang mit Feuer gibt – ein „heißer Herbst“ für alle, die Technik, Geschichte und Experimente erleben möchten.

DASA Dortmund
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund
Tel. 0231 – 90 71 26 45

 

Noch bis 2. August 2026

Museum Ludwig

Yayoi Kusama


© Yayoi Kusama bei der Arbeit an My Eternal Soul (2009–2021), 2017© YAYOI KUSAMA

Im Jubiläumsjahr zeigt das Museum Ludwig eine umfassende Überblicksausstellung der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama. International bekannt wurde sie vor allem durch ihre begehbaren Spiegelräume und die charakteristischen Polka-Dots, die zu einem Markenzeichen ihres Werks geworden sind. Die Ausstellung bietet einen Einblick in mehr als siebzig Jahre künstlerischen Schaffens und knüpft zugleich an die Geschichte des Hauses an: Bereits in der großen Schenkung von Peter und Irene Ludwig zur Gründung des Museums im Jahr 1976 war ein Werk Kusamas enthalten.

Neben ikonischen Arbeiten präsentiert die Ausstellung auch Werke, die in Europa bislang nicht zu sehen waren. Ein besonderer Höhepunkt ist ein neuer Infinity Mirror Room, den Kusama eigens für das Museum Ludwig einrichtet. Ergänzt wird die Schau durch großformatige Installationen, darunter Kusamas frühe Arbeit Aggregation: One Thousand Boats Show aus dem Jahr 1963, das Environment I’m Here but Nothing (2000 bis heute) sowie farbig bemalte Bronze-Skulpturen der Serie Flowers, die auf der Dachterrasse des Museums installiert werden.

Yayoi Kusama wurde 1929 in Matsumoto geboren und zog 1957 in die USA, wo sie Teil der New Yorker Kunstszene der 1960er Jahre wurde. Nach ihrer Rückkehr nach Japan entwickelte sie ihre Bildsprache der sich wiederholenden Muster zu einem unverwechselbaren Werk weiter. In ihrer Kunst thematisiert sie existenzielle Fragen wie Tod und Schmerz, Krankheit und innere Seelenzustände, Krieg und Liebe. Ihre Arbeiten sind eng mit ihrer Biografie verbunden und verstehen sich als Spiegel des eigenen Seins ebenso wie als Botschaften an die Außenwelt. Zentral ist dabei die Vorstellung eines fortwährenden Kreislaufs von Erneuerung und Unendlichkeit, die Besucher:innen in ihrer visionären Bildwelt erfahren können.

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-261 65

 

Noch bis 9. August 2026

Kunstpalast Düsseldorf

Monet – Cézanne – Matisse. The Scharf Collection


Claude Monet, Waterloo Bridge, 1903, Öl auf Leinwand, 65 x 100 cm © The Scharf Collection, Foto: Ruland Photodesign

Erstmals wird die Scharf Collection präsentiert, eine deutsche Privatsammlung mit Schwerpunkt auf französischer Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts sowie zeitgenössischer internationaler Kunst. Die Sammlung führt in vierter Generation einen Zweig der bedeutenden Berliner Sammlung Otto Gerstenberg weiter und spannt einen Bogen von den Anfängen der Moderne bis in die Gegenwart.

Nach schweren Kriegsverlusten gelang es Margarethe Scharf, Tochter von Otto Gerstenberg, einen Großteil der Sammlung zu bewahren und an ihre Söhne Walther und Dieter Scharf weiterzugeben. In der folgenden Generation knüpften Walther Scharf, seine Frau Eve und ihr Sohn René an den Fokus auf französische Kunst an und erweiterten die Sammlung um zentrale Werke der klassischen Moderne, darunter Arbeiten von Claude Monet, Paul Cézanne, Pierre Bonnard, Henri Matisse und Pablo Picasso.

Heute öffnen René Scharf und seine Frau Christiane Scharf die Sammlung verstärkt für zeitgenössische internationale Positionen. Werke unter anderem von Sam Francis, Daniel Richter und Katharina Grosse ergänzen den historischen Bestand. Ein besonderes Interesse gilt dabei den Grenzen des Mediums Malerei sowie dem Spannungsfeld zwischen gegenständlichen und abstrakten Bildwelten. So wird die familiäre Sammlungstradition fortgeschrieben und zugleich in einen aktuellen kunsthistorischen Kontext gestellt.

Kunstpalast Düsseldorf
Ehrenhof 4-5
40479 Düsseldorf
Tel. 0211 – 56 64 21 00

 

Noch bis 9. August 2026

Bundeskunsthalle Bonn

Amazônia. Indigene Welten


Paulo Desana, Die Geister der Verwandlung, Pamürɨmasa 6, 2022 © Paulo Desana

Amazonien gilt als zugleich vertraut und fremd. Seit Jahrhunderten prägen europäische Vorstellungen das Bild der Region als unberührter Urwald mit zeitentrückt lebenden Gemeinschaften. Die Ausstellung hinterfragt diese vereinfachenden Perspektiven und rückt stattdessen die Sichtweisen indigener Gesellschaften in den Mittelpunkt.

Amazônia wird als vielschichtiger, lebendiger Kulturraum vorgestellt, in dem soziale, ökologische und politische Dynamiken aufeinandertreffen. Die Ausstellung begreift die Region nicht nur als Naturraum, sondern als komplexes Geflecht aus Beziehungen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteur:innen, zwischen Tradition und Gegenwart sowie zwischen lokalen und globalen Herausforderungen.

Indem sie indigene Perspektiven sichtbar macht, eröffnet die Ausstellung neue Zugänge zu Fragen von Gemeinschaft, Umwelt und Zusammenleben. Sie lädt dazu ein, gewohnte Denkmuster zu hinterfragen und die kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt Amazoniens in ihrer Dynamik wahrzunehmen.

Bundeskunsthalle
Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn
Tel. 0228 – 917 10

 

Noch bis 16. August 2026

Kunstmuseum Villa Zanders

Zeichenräume


Monika Bartholomé Berliner Zimmer, 2021, Tusche und Acryl auf Papier © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Claudia Busching

Die Ausstellung vereint Werke von neun internationalen Künstlerinnen, die die Zeichnung in den Raum erweitern und die Grenzen zwischen Fläche und Raum neu ausloten. Monika Bartholomé, Claudia Busching, Kati Gausmann, Betina Kuntzsch, Angela Lubič, Katja Pudor, Kamilla Szíj, Jolanta Wagner und Julia Ziegler entwickeln unterschiedliche Ansätze, um Zeichnung als räumlichen Prozess erfahrbar zu machen.

Zu sehen sind Arbeiten, die von klassischen Linien über raumgreifende Installationen bis hin zu digitalen Animationen reichen. Mal erscheint die Zeichnung als feine Spur auf der Wand, mal als Papierbahn im Raum oder als bewegtes Bild. Dabei wird sie nicht nur als Linie oder Fläche verstanden, sondern als Prozess, der Bewegung, Materialität und Licht einbezieht und den Ausstellungsraum aktiv mitgestaltet.

Die Ausstellung eröffnet einen Dialog zwischen künstlerischer Praxis und Publikum. Zeichnung wird als offenes, experimentelles Medium erfahrbar, das Intimität und Begegnung verbindet und neue Perspektiven auf Raum und Wahrnehmung ermöglicht.

Kunstmuseum Villa Zanders
Konrad-Adenauer-Platz 8
51465 Bergisch Gladbach
Tel. 02202 – 14 23 56

 

Noch bis 30. August 2026

Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur

Archäologie im Rheinland 2026


Fundgut aus einer Ultramarinfabrik, Stadt Duisburg © Römerthermen Zülpich - Museum der Badekultur

Die Sonderausstellung präsentiert aktuelle archäologische Funde und Forschungsergebnisse aus dem Rheinland und gibt Einblicke in die Arbeit des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege. Sie spannt einen weiten Bogen von der Erdgeschichte bis in die jüngere Vergangenheit.

Zu sehen sind unter anderem Millionen Jahre alte Fossilien aus dem Bergischen Land sowie Relikte aus dem 20. Jahrhundert, etwa Wrackteile eines 1943 abgestürzten Flugzeugs. Ergänzt wird die Präsentation in Zülpich durch zusätzliche Exponate, darunter ein Kampfhelm aus dem 15. Jahrhundert von Schloss Burg und ein rund 4.000 Jahre altes Kupferbeil aus Zülpich-Sinzenich, das als ältestes Metallartefakt des Rheinlandes gilt.

Die Ausstellung zeigt die Vielfalt archäologischer Funde und macht deutlich, wie unterschiedliche Epochen und Lebenswelten im Rheinland erforscht und sichtbar gemacht werden..

Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur
Mühlenberg 7
53909 Zülpich
Tel. 02252 - 83 80 61 04

 

Noch bis 30. August 2026

Von der Heydt-Museum Wuppertal

Carl Grossberg. Sachlich – magisch – visionär


Carl Grossberg, Köln, Hauptbahnhofvorplatz 1927, Merrill C. Berman Collection, Rye, New York

Die Ausstellung widmet sich der Wiederentdeckung eines herausragenden Malers der Neuen Sachlichkeit: Carl Grossberg (1894–1940). In einem Werk, das in nur knapp zwei Jahrzehnten entstand, setzte sich Grossberg intensiv mit Architektur und Industrie auseinander. Seine Malerei ist geprägt von formaler Klarheit und Strenge und Ausdruck eines neuen, an der Fotografie orientierten Sehens, das den technischen Fortschritt im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts widerspiegelt.

Die reduzierten Kompositionen laden dazu ein, den industriellen Fortschritt und seine Auswirkungen auf den Menschen kritisch zu hinterfragen. Als erste Retrospektive seit mehr als 30 Jahren betrachtet die Ausstellung Grossbergs Schaffen umfassend neu und präsentiert auch bislang unbekannte Arbeiten. Dabei wird deutlich, wie aktuell seine Werke bis heute sind, sowohl in künstlerischer als auch in gesellschaftlicher Hinsicht.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den vieldeutig lesbaren sogenannten Traumbildern, die in der Kunst der 1920er und 1930er Jahre eine Sonderstellung einnehmen. In ihnen beschwört Grossberg die Magie der Dinge und macht die Komplexität der modernen Welt sowie ihre inneren Widersprüche sichtbar. Parallelen zur Gegenwart ergeben sich durch den aktuellen Strukturwandel und seine noch offenen gesellschaftlichen Folgen.

Grossbergs Motivwahl und die Nüchternheit seiner Malerei stehen in engem Zusammenhang mit der zeitgenössischen Fotografie. Zugleich wirkten seine Arbeiten inspirierend auf nachfolgende Generationen von Fotograf:innen. Beispielhaft ausgewählte Positionen von August Sander über Bernd und Hilla Becher bis hin zu Thomas Ruff verdeutlichen diese Verbindung.

Von der Heydt-Museum
Turmhof 8
42103 Wuppertal
Tel. 0202 – 563 62

 

Noch bis 6. September 2026

Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Wirklich?! Kunst und Realität 1400 bis 1900


Jan van Kessel d. Ä. (zugeschrieben), Tableau mit Insekten, um 1660 © Arp Museum Bahnhof Rolandseck/Sammlung Rau für UNICEF, Foto: Mick Vincenz

Wie verlässlich sind Bilder? Während in Zeiten von Künstlicher Intelligenz und digitalen Manipulationen das Vertrauen in visuelle Darstellungen zunehmend hinterfragt wird, erscheinen historische Gemälde und Skulpturen oft als selbstverständlich wahrhaftig. Die Ausstellung untersucht, wie sich Vorstellungen von Wirklichkeit zwischen 1400 und 1900 wandelten und wie jede Epoche ihre eigene Form von „Wahrheit“ ins Bild setzte.

In der mittelalterlichen Kunst steht häufig die Figur im Mittelpunkt. Mimik und Gestik vermitteln das Göttliche und machen spirituelle Nähe erfahrbar, etwa in der zarten Körperlichkeit einer Maria mit dem Kind aus Elfenbein um 1300. Im 16. und 17. Jahrhundert treten scheinbar realistische Genreszenen und Stillleben in den Vordergrund. Hinter ihrer detailreichen Darstellung verbirgt sich jedoch oftmals eine symbolische Bedeutung, die entschlüsselt werden will.

Mit dem Realismus des 19. Jahrhunderts verändert sich der Blick erneut. Fotografie und Malerei treten in einen Wettbewerb um Authentizität. Zwischen Andacht und Alltäglichkeit, Ideal und genauer Beobachtung zeichnet die Ausstellung nach, wie sich das Verständnis von Realität über Jahrhunderte hinweg entwickelte.

Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Hans-Arp-Allee 1
53424 Remagen
Tel. 02228 - 92 55-0

 

Noch bis 27. September 2026

Deutsches Bergbau-Museum Bochum

FÜHLST DU? – Tisa von der Schulenburg. Der empathische Blick


Blick in die Ausstellung DBM © Hauke Dressler

Die Sonderausstellung widmet sich der Künstlerin Tisa von der Schulenburg (1903–2001), deren Werk von einem ausgeprägten humanistischen Blick geprägt ist. Ihre Biografie führte sie von Berlin und Paris über das Londoner Exil ins Ruhrgebiet. In ihren Arbeiten stellte sie Menschen in Ausnahmesituationen dar – nicht als Opfer, sondern als Handelnde mit Würde.

Die Ausstellung verbindet Leben und Werk in einem thematischen Rundgang zu vier zentralen Bereichen: Bergbau, Holocaust, Flucht und Ausgrenzung. Gezeigt werden Zeichnungen, Scherenschnitte und Skulpturen. Aus einem Œuvre von mehr als 5.000 Arbeiten werden auch selten präsentierte Werke ausgewählt.

Tisa von der Schulenburg, geboren als Elisabeth Mary Caroline Veronika Margarethe Gräfin von der Schulenburg, studierte Kunst in Berlin und Paris. 1934 ging sie mit ihrem jüdischen Ehemann ins Londoner Exil. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte ihr Weg ins Ruhrgebiet; 1950 trat sie als Schwester Paula in das Ursulinenkloster Dorsten ein. Ihr künstlerisches Schaffen kreist um Erfahrungen von Verfolgung, Verlust und gesellschaftlicher Ausgrenzung. Mit prägnanten Tuschezeichnungen, markanten Holzskulpturen und plastischen Arbeiten machte sie die Würde des Menschen sichtbar.

Die Ausstellung lädt dazu ein, Empathie als Haltung zu begreifen und sich mit Fragen von Verantwortung und Mitmenschlichkeit auseinanderzusetzen.

Deutsches Bergbau-Museum Bochum
Am Bergbaumuseum 28
44791 Bochum
Tel. 0234 – 58 77-0

 

Noch bis Herbst 2026

Museum für Ostasiatische Kunst

Lebendige Bilder. Buddhistische Rituale in der Kunst Chinas, Japans und Koreas

Abschrift eines Kapitels des Großen Sutra der Vervollkommnung der Weisheit, Schriftrolle, blaugefärbtes Papier, Gold und Silber, Japan, Chūsonji Tempel, Heian-Periode (794–1185), spätes 12. Jahrhundert. A 99,24 © Rheinisches Bildarchiv Köln, Sabrina Walz

Die Ausstellung widmet sich dem rituellen Gebrauch von Kunstwerken im ostasiatischen Buddhismus und beleuchtet zentrale Zeremonien aus China, Japan und Korea. Rund 50 Werke – darunter Skulpturen, rituelle Objekte, Mönchsumhänge und Abreibungen – zeigen, wie Rituale spirituelle Verdienste vermitteln, religiöse Feste begleiten oder dem Buddha gedenken.

Besondere Exponate sind eine vergoldete chinesische Plastik des kindlichen Buddha, eine japanische Vairocana-Skulptur aus dem 12. Jahrhundert sowie eine rekonstruierte koreanische Hängerolle. Zum Todestag des historischen Buddha Shakyamuni (15. Februar 2026) wird zudem eine selten gezeigte japanische Hängerolle aus dem 14. Jahrhundert präsentiert. Alle Werke stammen aus der Sammlung des Museums und veranschaulichen deren außergewöhnliche Qualität.

Museum für Ostasiatische Kunst
Universitätsstr. 100
50674 Köln
Tel. 0221 - 221-286 17

 

Noch bis 11. Oktober 2026

LVR-Industriemuseum Solingen Gesenkschmiede Hendrichs

Probiert? Kapiert!

Materialien und Muster ausprobieren – das geht an dem Webrahmen in der Abteilung „Hergestellt“. © LVR-ZMB, Stefan Arendt 2024

Wie transportiert man kinderleicht schwere Waren? Wie treibt man große Maschinen an? Wie stellt man festes Gewebe her, und welche Möglichkeiten zur platzsparenden Verpackung gibt es? An den Mitmach-Stationen der Ausstellung finden Kinder, Schüler:innen, Familien und Erwachsene clevere Lösungen für unterschiedliche technische Probleme. Webstuhl, Flaschenzug und verschiedene Teamstationen bieten interaktive Möglichkeiten rund um die Themen Energie, Transport, Lagerung und Produktion.

Im Zentrum von „Probiert? Kapiert!“ steht das „Tinkern“ – Tüfteln –, mit dem alle Besucher:innen spielerisch naturwissenschaftliche und technische Inhalte kennenlernen. Als Höhepunkt des Ausstellungsbesuchs erwartet sie der gemeinsame Bau einer großen Kettenreaktion. Dabei werden die zuvor erprobten Themen wiederaufgenommen, Antriebe gefertigt oder Fahrzeuge gebaut. Aus den einzelnen Abschnitten entsteht ein großer Parcours: Die Besucher:innen lösen am Startpunkt einen Impuls aus, geben ihn beispielsweise über den Lauf einer Murmelbahn weiter, lassen ihn Höhenunterschiede überwinden oder übermitteln ihn mit Zahnrädern, Bausteinen oder Rollen. Wenn alles klappt, ertönt zum krönenden Abschluss ein lauter Knall. Viel Spaß, Kreativität und Action sind garantiert!

LVR-Industriemuseum Solingen Gesenkschmiede Hendrichs
Merscheider Str. 289-297
42699 Solingen
Tel. 02234 - 992 15 55 (KulturInfo Rheinland)

 

Noch bis 11. Oktober 2026

Museum Schnütgen

Licht in dunklen Zeiten. Mittelalterliche Glasmalerei aus dem Khanenko Museum in Kyjiw


Detail aus: Pfingstwunder, Flandern, 1540, Kyjiw, Khanenko Museum © Rheinisches Bildarchiv Köln, Marion Mennicken

Das Museum Schnütgen zeigt erstmals außerhalb der Ukraine eine erlesene Auswahl mittelalterlicher Glasmalereien aus dem Khanenko Museum in Kyjiw. Die rund 30 Werke stammen aus beiden Museumssammlungen und treten im Glasmalereisaal in einen eindrucksvollen Dialog. Die zwölf Leihgaben aus Kyjiw entstanden zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert in Werkstätten in Frankreich, Österreich, Deutschland und den Niederlanden. Es handelt sich um den vollständigen Glasmalereibestand des Khanenko Museums, der in Köln mit Unterstützung der Dombauhütte konserviert und restauriert wird.

Anlass der Ausstellung ist der drohende Verlust von Kulturgut durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Bereits im ersten Kriegsjahr wurde das Khanenko Museum durch eine nahegelegene Raketendetonation beschädigt. Die Glasmalereien, aufgrund ihrer Empfindlichkeit besonders gefährdet, konnten gerade noch rechtzeitig gesichert werden.

Begleitet wird die Ausstellung von einer digitalen Publikation, die erstmals eine wissenschaftliche Erschließung der bislang kaum erforschten Glasmalereien aus Kyjiw bietet. Das Projekt ist ein bedeutender Beitrag zur Rettung europäischen Kulturerbes – und ein Zeichen der Solidarität mit der Ukraine.

Museum Schnütgen
Cäcilienstr. 29-33
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-313 55

 

Noch bis 1. November 2026

Neanderthal Museum

Zwei Millionen Jahre Migration


© Neanderthal Museum

Migration ist ein zentrales Thema unserer Zeit – oft emotional diskutiert und gesellschaftlich umstritten. Die Sonderausstellung Zwei Millionen Jahre Migration im Neanderthal Museum zeigt, dass Migration ein grundlegendes Merkmal der Menschheitsgeschichte ist. Aufbauend auf der erfolgreichen Ausstellung von 2017 präsentiert das Museum eine vollständig überarbeitete Version, basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Ursachen, Dynamiken und Folgen globaler Wanderungsbewegungen.

Die Ausstellung macht deutlich: Unsere Geschichte ist eine Geschichte der Bewegung. Sie begleitet frühe Menschen von Afrika nach Asien und Europa, beleuchtet die Begegnung zwischen anatolischen Ackerbauern und europäischen Jägern und Sammlern vor 7.500 Jahren und thematisiert die prägenden Wanderungen eurasischer Steppennomaden vor rund 5.000 Jahren. Anschaulich, interaktiv und fundiert zeigt die Ausstellung, wie Mobilität das menschliche Miteinander, unsere Gene und Kulturen bis heute formt.

Neanderthal Museum
Talstr. 300
40822 Mettmann
Tel. 02104 - 979 70

 

Noch bis 1. November 2026

Kunstmuseum Bonn

Versammlung der Tiere – Ein kooperativer Malraum


© Atelier artig

Die Ausstellung lädt Kinder und Jugendliche dazu ein, einen Museumsraum gemeinsam in ein vielfältiges Tierreich zu verwandeln. Über mehrere Monate entsteht im Kunstmuseum Bonn ein wachsender Malraum, in dem Tiere und ihre Lebenswelten künstlerisch gestaltet werden.

Anregungen liefern Tierpräparate aus dem benachbarten Museum Koenig. Ob Pinguin, Feldhase, Eisbär, Taube oder Antilope – welche Tiere im Kunstmuseum erscheinen, entscheiden auch die Teilnehmenden selbst. Nach und nach entsteht so ein gemeinschaftliches Wandbild, das die Vielfalt der Tierwelt und ihre unterschiedlichen Eigenschaften sichtbar macht.

Der Malraum bleibt während der gesamten Laufzeit im Wandel: Wandflächen können übermalt, Tiere ergänzt oder an andere Orte weitergetragen werden. So entwickelt sich ein offener, partizipativer Prozess, in dem Kinder und Jugendliche ihre Vorstellungen von Natur, Vielfalt und Zusammenleben künstlerisch zum Ausdruck bringen.

Kunstmuseum Bonn
Helmut-Kohl-Allee 2
53113 Bonn
Tel. 0228 - 77 62 60

 

Noch bis 1. November 2026

LVR-Industriemuseum Engelskirchen Kraftwerk Ermen & Engels

Arbeits[T]räume – Ein Zukunftslabor


© 30er Belegschaft des Oelchenshammers © Heimatbildarchiv

Wie möchten wir in Zukunft arbeiten? Welche Rolle spielen neue Technologien, Arbeitsmodelle und gesellschaftliche Entwicklungen dabei? Die interaktive Ausstellung „Arbeits[T]räume – Ein Zukunftslabor“ im LVR-Industriemuseum Kraftwerk Ermen & Engels lädt Besucher:innen ein, diesen Fragen nachzugehen und eigene Visionen zu entwickeln.​

In sechs thematisch gestalteten Räumen bietet die Ausstellung vielfältige Möglichkeiten zur aktiven Beteiligung. Historische Beispiele, aktuelle Objekte, Interviews und eine eigens komponierte „Zukunftsmusik“ regen zum Nachdenken über die Arbeitswelt von morgen an. Bereits während der Vorbereitung wurden Besucher:innen eingeladen, sich einzubringen – ein partizipativer Ansatz, der sich durch die gesamte Ausstellung zieht.​ Begleitend zur Ausstellung findet ein umfangreiches Programm statt, darunter Workshops, Lesungen und interaktive Formate.

LVR-Industriemuseum Engelskirchen Kraftwerk Ermen & Engels
Engelsplatz 2
51766 Engelskirchen
Tel. 02234 - 992 15 55 (KulturInfo Rheinland)

 

Noch bis 2. November 2026

Museumpark Orientalis

Schätze der Antike – Welthandel damals und heute

Mhada Eugen’s Images

Die Ausstellung widmet sich den Handelsbeziehungen der Antike und ihren Verbindungen zur Gegenwart. Schon vor Jahrhunderten durchzogen Karawanen Wüsten und Gebirgspässe, Händler tauschten Waren auf Märkten und in Häfen. Produkte wie Kaffee, Kupfer, Weihrauch, Seide oder Salz gelangten über weite Strecken von Hand zu Hand und machten Handel zu einem sichtbaren Bestandteil des Alltags.

Heute verlaufen viele Handelswege unsichtbar über globale Lieferketten, Containerschiffe und digitale Plattformen. Die Ausstellung stellt diese Entwicklungen einander gegenüber und zeigt, wie sehr wirtschaftlicher Austausch seit jeher mit kulturellen Begegnungen, Ideen und gesellschaftlichen Veränderungen verbunden ist.

Anhand historischer Beispiele und aktueller Bezüge beleuchtet die Präsentation Fragen nach Wert, Nachhaltigkeit und globaler Verantwortung. Sie macht deutlich, dass heutige Diskussionen über fairen Handel oder Konsumgewohnheiten Teil einer langen Geschichte des Austauschs sind. Der Museumpark Orientalis, der sich der Begegnung von Kulturen widmet, bildet dafür den passenden Rahmen.

Museumpark Orientalis
Profetenlaan 2
NL 6564 BL Heilig Landstichting
Niederlande
Tel. 0031 - 24 - 382 31 10

 

Noch bis 8. November 2026

Museum Ludwig

HIER UND JETZT – De/Collecting Memories from Turtle Island


© Marie Watt „Thirteen Moon”s, 2025 Foto: Mario Gallucci Courtesy: die Künstlerin

Ausgehend von der umfangreichen Pop-Art-Sammlung des Museum Ludwig und seinem engen Bezug zu den Vereinigten Staaten rückt die Ausstellung eine zeitgenössische US-amerikanische Position in den Mittelpunkt. Gezeigt wird eine Arbeit der Künstlerin Marie Watt, die 1967 in Seattle geboren wurde, Mitglied der Seneca Nation ist und heute in Portland, Oregon, lebt. In vielen indigenen Traditionen werden die Amerikas als „Turtle Island“ bezeichnet – ein Name, der auf mündlich überlieferte Schöpfungsgeschichten verweist.

Die Ausstellung lädt dazu ein, Erinnerungen, Bilder und Sammlungen neu zu betrachten und bestehende Narrative zu hinterfragen. Ausgangspunkt ist ein 2023 vom Museum Ludwig erworbenes Konvolut farbintensiver Fotochrome der Detroit Publishing Company. Die um 1900 entstandenen Motive basieren häufig auf früheren Schwarz-Weiß-Fotografien von William Henry Jackson und zeigen Orte wie den Yellowstone-Nationalpark oder den Grand Canyon. Als Wanddekorationen und Postkarten verbreitet, prägten sie das Bild der USA nachhaltig – oftmals durch menschenleere Landschaften und idealisierte Ansichten.

An diesem Punkt setzt die Ausstellung an und lenkt den Blick auf das, was diese Bilder nicht erzählen. Die scheinbar unberührten Landschaften waren seit Jahrhunderten Lebensraum indigener Gemeinschaften, lange bevor europäische Kolonisator:innen eintrafen. Die Ausstellung macht sichtbar, wie indigene Erinnerungen und Perspektiven bis heute überlagert werden, und eröffnet Raum für alternative Erzählungen jenseits des dominanten Narrativs der Entdeckung Amerikas.

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-261 65

 

Noch bis 30. Dezember 2026

Gasometer Oberhausen

Mythos Wald

© Agorastos Papatsanis „Fliegenpilze"

Die Ausstellung Mythos Wald im Gasometer Oberhausen widmet sich der Vielfalt und Faszination unserer Wälder – von den Regenwäldern Brasiliens über den Kongo bis nach Europa. Sie zeigt Tier- und Pflanzenwelten ebenso wie das Leben indigener Völker und macht auf die Bedrohung des globalen Ökosystems durch Rodung und Klimawandel aufmerksam.

Neben preisgekrönten Naturaufnahmen, Filmsequenzen und Original-Exponaten bietet die Schau eindrucksvolle Highlights wie die Klang- und Lichtinstallation Global Sunrise von Oceans21 – eine Reise durch erwachende Wälder auf fünf Kontinenten, inszeniert von Naturklangexperte Chris Watson und internationalen Medienkünstler:innen. Mit Der Baum, einer 40 Meter hohen Installation von Ars Electronica Solutions, entsteht zudem ein begehbares Gesamtkunstwerk, das einen symbolischen Blick vom Wurzelwerk bis in die Baumkrone erlaubt.

Gasometer Oberhausen
Arenastr. 11
46047 Oberhausen
Tel. 0208 - 850 37 30

 

Noch bis 6. Januar 2027

Deutsches Fußballmuseum Dortmund

SUPERHEROES – Jamal Musiala. Florian Wirtz. The Immersive Experience

Die Ausstellung widmet sich den Nationalspielern Jamal Musiala und Florian Wirtz und erzählt ihre sportlichen Wege in einem multimedialen Ausstellungsformat. Erstmals präsentiert das Deutsche Fußballmuseum zwei aktive Spieler in einer eigenen groß angelegten Schau, die in engem Austausch mit den Protagonisten entstanden ist.

Auf rund 1.000 Quadratmetern entfaltet sich eine immersive Inszenierung mit Mehrfachprojektionen, hochauflösendem Filmmaterial, Fotografien, Comic-Elementen, Animationen und ausgewählten Exponaten. Bild, Klang und Raum verbinden sich zu einer vielschichtigen Darstellung, die die Entwicklung der beiden Spieler, ihre Spielweise und ihre Bedeutung für den aktuellen Fußballkontext beleuchtet. Die Ausstellung bewegt sich dabei an der Schnittstelle von digitaler und analoger Präsentation.

Ergänzend wird die Galerieausstellung Lebe deinen Traum! Die Geschichte von Jamal Musiala und Florian Wirtz gezeigt. Sie ist als begehbare Graphic Novel konzipiert und zeichnet den Weg der beiden von den Anfängen bis in mögliche Zukunftsperspektiven nach.

Deutsches Fußballmuseum Dortmund
Platz der Deutschen Einheit 1
44137 Dortmund
Tel. 0231 - 22 22 19 54

 

Noch bis 31. Januar 2027

Museum für Ostasiatische Kunst

Zum Mondjahr des Pferdes – Ein Galopp durch Zeit und Raum

Pferd mit zwei Gelehrten, Anonym, Hängerolle, Tusche, Farben und Gold auf Papier Korea, Joseon-Periode, spätes 19. Jahrhundert © Seo Heun-kang, NRICH, Republik of Korea

Seit mehr als zwei Jahrtausenden prägt das Pferd die Künste und Kulturen Ostasiens – als himmlisches Reittier, als Statussymbol sowie als Sinnbild für Stärke, Macht und Tugend. Zum Mondjahr des Feuerpferdes, das am 17. Februar 2026 in China, Korea und Japan beginnt, präsentiert die Ausstellung Malereien und Holzschnittdrucke, Keramiken und Porzellane, Bronzeskulpturen und Lackobjekte. Sie zeigen die vielschichtige Bedeutung des Pferdes vom 3. Jahrhundert v. Chr. bis in die Moderne.

Mythologische Vorstellungen spiegeln sich in skulpturalen Grabbeigaben wider, die für ein Leben im Jenseits geschaffen wurden, ebenso wie in Darstellungen, in denen Pferde Gottheiten und Menschen auf übernatürlichen Himmelsreisen begleiten. Die militärische Nutzung des Pferdes machte es seit der Frühzeit zu einem entscheidenden Faktor für Verteidigung und Expansion. Schlachtenszenen sowie Porträts von Generälen und hohen Beamten veranschaulichen diese Bedeutung. Auch der wirtschaftliche und kulturelle Austausch entlang der Seidenstraße wird sichtbar: Die Kunst der Tang-Dynastie (618–907) dokumentiert das Pferd als begehrte Handelsware und Tributgeschenk zwischen dem chinesischen Kaiserhof und den nördlichen Steppenvölkern. Darüber hinaus spielte es eine zentrale Rolle bei der Jagd, was sich besonders in Werken der Qing-Dynastie (1644–1912) zeigt.

In der japanischen und koreanischen Malerei erscheint das Pferd häufig als Begleiter von Samurais, Gelehrten und Reisenden. Seit der Meiji-Zeit (1868–1912) wird es auch in alltäglichen Szenen dargestellt, etwa auf Pferderennbahnen oder als dekoratives Motiv kunsthandwerklicher Objekte. Aufwendig gestaltete Reitaccessoires wie Sättel, Steigbügel und Zaumzeug verdeutlichen darüber hinaus seine Funktion als Macht- und Statussymbol der Oberschichten.

Museum für Ostasiatische Kunst
Universitätsstr. 100
50674 Köln
Tel. 0221 - 221-286 17

 

Noch bis Januar 2027

Von der Heydt-Museum Wuppertal

Museum A bis Z: Von Anfang bis Zukunft


Emmy Klinker, Wuppertal, um 1928, Kunst- und Museumsverein im Von der Heydt-Museum Wuppertal © Rechtsnachfolger

Was macht ein Museum aus, und wie sollte es in Zukunft sein? Welche Aufgaben hat ein Museum, und welche Wünsche haben wir an das Museum als Institution und an das Von der Heydt-Museum im Speziellen? Die Ausstellung ermöglicht einerseits ungewohnte und unbekannte Einblicke in die Geschichte und die Vielfalt der Sammlung und richtet andererseits den Blick in die Zukunft. Neben den klassischen Aufgaben Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln prägt die Beschäftigung mit aktuellen Themen wie Diversität, Digitalisierung, Dekolonialisierung und Teilhabe zunehmend die Rolle von Museen. „Museum A bis Z“ führt von Anfang bis Zukunft: von der Gründungsphase des Museums über Themen wie lokales und globales Sammeln, koloniale Kontexte, Provenienzforschung bis hin zur Vielfalt der Sammlung und möglichen Zukunfts-perspektiven. Wertvollen Textilien aus dem heutigen Indonesien und außereuropäischen Plastiken werden Wuppertaler Ansichten u. a. von Adolf Erbslöh, Emmy Klinker, Erich Heckel, Oskar Schlemmer oder Marie Luise Oertel gegenübergestellt. Eine besondere Gemäldeauswahl ermöglicht den Blick auf die Vielfalt einer Gattung, während kunsthandwerkliche Objekte die Vielfalt von Material und Technik erlebbar machen. Die Provenienzforschung bildet einen weiteren wichtigen Schwerpunkt der Ausstellung: Ihre Bedeutung und gesellschaftliche Verantwortung wird anhand der Geschichte des Gemäldes „Bildnis Felix Benjamin“ von Max Liebermann erläutert, das 2023 an die Erben des von den Nationalsozialisten verfolgten und ermordeten Felix Benjamin restituiert und anschließend zurückerworben wurde.

Von der Heydt-Museum
Turmhof 8
42103 Wuppertal
Tel. 0202 – 563 62

 

Noch bis 19. September 2027

Kunstmuseum Bonn

Neue Sammlungspräsentation Klassische Moderne


Franz Wilhelm Seiwert, Diskussion, 1926, Kunstmuseum Bonn, Foto: Reni Hansen

Das Kunstmuseum Bonn zeigt seine Werke der Klassischen Moderne in einer neuen Perspektive: Statt einer rein kunsthistorischen Einordnung liegt der Fokus nun auf den Menschen hinter den Bildern – ihren Lebenswegen, Beziehungen und Schicksalen. Die Präsentation folgt den Spuren von Künstlerinnen und Künstlern, ihren Familien sowie Sammlerinnen und Sammlern. Biografien und Werkprovenienzen öffnen dabei den Blick für die gesellschaftlichen Kontexte, in denen die Werke entstanden und weitergegeben wurden.

Neben bekannten Werken der Rheinischen Expressionisten sind auch selten gezeigte Arbeiten von Marta Worringer, Käthe Kollwitz, Olga Oppenheimer und weiteren Positionen zu entdecken. Eine Einladung, Kunst und Geschichte neu zu erleben – ganz persönlich und nah an den Menschen, die sie geprägt haben.

Kunstmuseum Bonn
Helmut-Kohl-Allee 2
53113 Bonn
Tel. 0228 - 77 62 60

 

Noch bis Sommer 2029

Oberschlesisches Landesmuseum

Jesderkusch! Oder die verzwickte Geschichte Oberschlesiens


© SHOS | OSLM, Leonie Langen

Was ist ein Familok? Und seit wann gibt es Dinosaurier in Oberschlesien? Welche berühmten Persönlichkeiten prägten die Welt der Wissenschaft, des Sports und der Kultur? Welche Köstlichkeiten dürfen auf keinem sonntäglichen Mittagstisch fehlen? Diese und andere Fragen werden auf insgesamt acht Tafeln beantwortet und durch praktische Angebote sinnlich erfahrbar gemacht. Und wer von den Inhalten der Ausstellung vor Ort nicht genug bekommen kann, kann das zweisprachige (deutsch-polnisch) Buch, das der Präsentation zugrunde liegt, im Museumsshop vor Ort erwerben.
Ein Schwerpunkt der musealen Vermittlungsarbeit ist es, ein Verständnis für die Geschichte und Gegenwart der Bezugsregion zu entwickeln. Dies kann durch den Besuch von Ausstellungen geschehen, aber auch durch das Lesen und Erleben von Inhalten, die uns die faszinierende lokale Geschichte, die reiche Kultur und die Traditionen näherbringen. Aus diesem Grund hat sich das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit etwas Besonderes einfallen lassen: eine Ausstellung, die auf dem Buch „Jesderkusch! Oder die verzwickte Geschichte Oberschlesiens“ basiert. Der Text wurde von Monika Rosenbaum überarbeitet und die Illustrationen von Darya Hancharova ergänzt. Abgerundet wird die Ausstellung durch deutsch-polnische Hörbeiträge. Das Projekt wurde vom Deutschen Konsulat in Oppeln unterstützt. Dank einer freundlichen Leihgabe kann das Oberschlesische Landesmuseum eine Version der Ausstellung zeigen.

Stiftung Haus Oberschlesien
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstr. 6
40883 Ratingen
Tel. 02102 – 96 50

 


Kommende Ausstellungen

 
Nichts passendes dabei? Macht nichts! Auch in den kommenden Wochen und Monaten starten einige Ausstellungen in den Museen in Köln, Bonn und der Region. Hier könnt ihr euch dazu informieren, die Liste wird stetig ergänzt.
 

Vom 1. Mai bis 1. November 2026

Bundeskunsthalle Bonn

Interactions 2026

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Jeppe Hein, Circular Appearing Rooms, 2018, Courtesy the artist, Foto: Laurin Schmid, 2018, © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

Die Bundeskunsthalle lädt im Sommer erneut zu einem interaktiven Parcours im Außenraum und in öffentlich zugänglichen Innenbereichen ein. Die Ausstellung versammelt Kunstwerke, die zum Mitmachen, Erkunden und gemeinsamen Erleben anregen und den Museumsbesuch als offenen, partizipativen Prozess gestalten.

Einige Arbeiten aus den Vorjahren sind weiterhin Teil des Parcours, darunter der Wasserpavillon Circular Appearing Rooms von Jeppe Hein, die Rutschbahn von Carsten Höller sowie ein Klettergerüst von Temitayo Ogunbiyi. Ergänzt wird die Präsentation durch neue Positionen, die sich mit Spiel, Bewegung und Wahrnehmung auseinandersetzen. Klanginstallationen, visuelle Arbeiten und interaktive Objekte eröffnen unterschiedliche Zugänge zu Themen wie Kommunikation, Gemeinschaft und öffentlichem Raum.

Das Programm steht 2026 im Zeichen sozialer Nachhaltigkeit und richtet den Blick auf Zusammenhalt, Teilhabe und Achtsamkeit. Werke von Künstler:innen wie Ólafur Eliasson, Christine Sun Kim oder Olaf Nicolai thematisieren Formen des Austauschs und der Verständigung, etwa durch Sprache, Klang oder gemeinsames Handeln. Andere Arbeiten schaffen Orte des Verweilens oder laden zu spontanen Begegnungen ein.

Die Ausstellung macht deutlich, wie Kunst im öffentlichen Raum zur Interaktion anregen und neue Perspektiven auf das Zusammenleben eröffnen kann. Spielerische Elemente verbinden sich dabei mit gesellschaftlichen Fragestellungen und ermöglichen individuelle wie gemeinschaftliche Erfahrungen.

Bundeskunsthalle
Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn
Tel. 0228 – 917 10

 

Vom 9. Mai bis Anfang November 2026

COLONEUM, Köln-Ossendorf

Bubble Planet – Das Erlebnismuseum für alle Sinne


© Bubble Planet

Die immersive Erlebniswelt lädt Besucher:innen dazu ein, in ein fantasievoll gestaltetes Paralleluniversum einzutauchen. In mehreren Themenräumen entfaltet sich eine Inszenierung aus Licht, Klang und Bewegung, die unterschiedliche Sinneseindrücke miteinander verbindet.

Die Ausstellung umfasst verschiedene Stationen, darunter ein großflächiges Bällebad, ein Infinity-Raum sowie virtuelle Landschaften, die mithilfe von VR-Technologie erkundet werden können. Optische Effekte und Illusionen schaffen wechselnde Perspektiven und eröffnen spielerische Zugänge zu Raum und Wahrnehmung.

Das Angebot richtet sich an ein breites Publikum und verbindet interaktive Elemente mit visuellen Installationen. Im Mittelpunkt stehen gemeinsames Erleben, Bewegung und die Möglichkeit, sich aktiv durch die gestalteten Räume zu bewegen.

COLONEUM Köln, Studio 52
Butzweilerstr. 255
50829 Köln

 

Vom 18. Mai 2026 bis 28. Februar 2027

Deutsches Tanzarchiv Köln/SK Stiftung Kultur

Inscrit – Schreiben mit dem Körper | Eine Ausstellung für Raimund Hoghe


Raimund Hoghe © Rosa Frank

Die Ausstellung widmet sich dem Werk des Choreographen, Tänzers und Filmemachers Raimund Hoghe (1949–2021) und beleuchtet sein künstlerisches Vermächtnis. Im Zentrum steht sein choreographisch-tänzerisches Schaffen, das bis heute von Weggefährt:innen und ehemaligen Tänzer:innen weitergeführt wird.

Ausgehend von Hoghes Arbeiten fragt die Ausstellung, wie sich Tanz als flüchtige Kunstform festhalten lässt. Sie untersucht, wie choreographische Prozesse in Erinnerungen, Materialien, Fotografien und Archiven sichtbar werden und welche Rolle dokumentarische Formen dabei spielen.

Zugleich gibt die Präsentation Einblicke in die Arbeit des Deutschen Tanzarchivs Köln und macht deutlich, wie künstlerische Praxis bewahrt und vermittelt werden kann. So entsteht ein vielschichtiger Zugang zu einem Werk, das den zeitgenössischen Tanz nachhaltig geprägt hat.

Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln/SK Stiftung Kultur
Im Mediapark 7
50670 Köln
Tel. 0221 – 888 95-400

 

Vom 19. Mai bis 23. August 2026

Deutsches Sport- & Olympia Museum

Der Stoff der Nation


picture alliance / M.i.S. | Bernd Feil - Fußball WM-Qualifikation Europa 2025/26, 10. Spieltag, Deutschland - Slowakei, in der Red-Bull-Arena Leipzig. Ein neues Heimtrikot der Nationalmannschaft hängt an der Wand im Pressezentrum bereit

Die Sonderausstellung widmet sich der Entwicklung der Trikots der deutschen Fußballnationalmannschaft und zeigt, wie sich Gestaltung, Materialien und Funktion im Laufe der Zeit verändert haben. Anlass ist die Fußball-Weltmeisterschaft 2026.

Ausgehend von den klassischen Farben Schwarz und Weiß lassen sich seit den 1980er Jahren deutliche gestalterische Veränderungen erkennen. Schnitte, Stoffe, Farbkonzepte sowie Embleme und Logos spiegeln jeweils die ästhetischen und gesellschaftlichen Trends ihrer Zeit wider. Trikots werden so zu Zeitdokumenten, die über den sportlichen Kontext hinaus Bedeutung erlangen.

Gezeigt wird eine Auswahl historischer Originaltrikots, darunter auch sogenannte „matchworn“-Stücke, die im Spiel getragen wurden. Sie stammen aus der Sammlung von Andreas Schallenmüller und geben Einblicke in die Geschichte des Fußballs sowie in die emotionale Bedeutung dieser Kleidungsstücke für Spieler:innen und Fans.

Deutsches Sport- & Olympia Museum
Im Zollhafen 1
50678 Köln
Tel. 0221 – 33 60 90

 

Vom 30. Mai bis 30. August 2026

LVR Landesmuseum Bonn

Nachtwache – Ein Escape Game im Museum


© Sofia Gabureanu's Images

Das Sommerferien-Event lädt Familien und Rätselfans zu einer interaktiven Entdeckungstour durch das Museum ein. Im Rahmen eines Escape-Games übernehmen die Teilnehmenden die Rolle eines Nachtwächters und begeben sich auf einen nächtlichen Rundgang durch die Ausstellungsräume.

Ausgehend von einer fiktiven Situation entwickelt sich eine Rätseljagd durch verschiedene Epochen – von der Steinzeit bis in die Neuzeit. In abgedunkelten Räumen, begleitet von Licht- und Soundeffekten, gilt es, Hinweise zu entschlüsseln und Aufgaben zu lösen. Dabei entstehen spielerische Zugänge zu historischen Objekten und Themen.

Das Escape-Game verbindet Unterhaltung mit Wissensvermittlung und eröffnet neue Perspektiven auf die Ausstellung sowie die Arbeit im Museum. Im Mittelpunkt stehen gemeinsames Knobeln, Entdecken und Erleben.

LVR Landesmuseum Bonn
Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel. 0228 - 20 70-0

 

Vom 31. Mai bis 15. November 2026

Kunstmuseum Villa Zanders

James Ensors fantastische Welten. Druckgraphik aus der Sammlung Deckers

Die Ausstellung widmet sich dem druckgraphischen Werk von James Ensor, einem prägenden Wegbereiter der Moderne. Ab Mitte der 1880er Jahre entwickelte Ensor eine facettenreiche Radierkunst, die bis heute durch ihre expressive Bildsprache und stilistische Vielfalt beeindruckt. Mit mehr als 100 Radierungen, darunter zahlreiche handkolorierte Blätter, gibt die Ausstellung einen umfassenden Einblick in dieses zentrale Schaffen.

Ensors oft ironisch gebrochene Bildwelten sind bevölkert von Masken, Grotesken und gesellschaftskritischen Anspielungen. Sie entziehen sich eindeutigen Stilzuordnungen und bewegen sich zwischen Symbolismus, Satire und gesellschaftlicher Analyse. Thematisch gegliedert erschließt die Ausstellung den künstlerischen Kosmos Ensors und beleuchtet insbesondere die beiden Hauptphasen seines druckgraphischen Schaffens zwischen 1886 und 1889 sowie 1895 und 1899.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Praxis des Kolorierens, mit der Ensor den Ausdruck und die Wirkung seiner Radierungen intensivierte. Darüber hinaus wird sein politisches Engagement in den Blick genommen, das bislang weniger Beachtung gefunden hat. Die Präsentation basiert auf einer umfangreichen Privatsammlung, die in den vergangenen 25 Jahren in Ensors Heimatstadt Ostende aufgebaut wurde und einen seltenen Überblick über sein druckgraphisches Œuvre ermöglicht.

Kunstmuseum Villa Zanders
Konrad-Adenauer-Platz 8
51465 Bergisch Gladbach
Tel. 02202 – 14 23 56

 

Vom 11. Oktober 2026 bis 2. Mai 2027

Bundeskunsthalle Bonn

NIE WIEDER! Gegen das Vergessen der NS-Verbrechen

Der Kulturherbst wird mit einem Thema eröffnet, das dringlicher nicht sein könnte. Wie steht es um die Erinnerungskultur und Gedenkpolitik in Deutschland? In den kommenden Jahren wird es kaum noch Überlebende des Holocaust und andere Opfer des NS-Regimes geben, die über ihre Erlebnisse berichten könnten. Aber sie hinterlassen ihre Zeugnisse in Büchern, Tonaufnahmen, Filmen und eigenen Kunstwerken. NIE WIEDER! Gegen das Vergessen der NS-Verbrechen widmet sich der sich verändernden Erinnerungskultur in Bezug auf die Verbrechen des Nationalsozialismus. Die Ausstellung untersucht vor allem mit Mitteln der Kunst und digitaler Medien sowie mit historischen Zeugnissen und Objekten verschiedene Methoden des Gedenkens.

Bundeskunsthalle
Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn
Tel. 0228 – 917 10