Sonderausstellungen in den Museen in Köln, Bonn und im Umland
Petra Schulte · 16.07.2026
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© JackF/Adobe Stock
Welche Museen auch für einen Besuch mit euren ganz Kleinen geeignet sind, haben wir für euch in der Übersicht Museum mit Baby zusammengetragen.
Wenn ihr bei eurem Museumsbesuch nicht auf frische Luft und freien Himmel verzichten wollt, lohnt sich ein Besuch in einem der Freilichtmuseen in der Nähe von Köln und Bonn.
Kurse, Workshops und Führungen der verschiedenen Museen findet ihr in unserem Veranstaltungskalender.
Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren und Entdecken!
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Neue Ausstellungen in diesem Monat:
Vom 5. Juli bis 11. Oktober 2026
Clemens Sels Museum Neuss
Umwelt · Landschaft · Freiheit – Mensch & Natur im Wandel der Zeit

Stadtgarten, Rabe
Die Sonderausstellung beleuchtet die Entwicklung der Landschaft am Niederrhein von der Steinzeit bis in die Gegenwart. Anhand verschiedener Epochen zeigt sie, wie menschliche Eingriffe die Natur geprägt und verändert haben und wie sich das Verhältnis zwischen Mensch, Umwelt und Freiheit im Laufe der Zeit gewandelt hat.
Von den ersten Jäger:innen und Sammler:innen über die römische Besiedlung und die mittelalterliche Kultivierung der Landschaft bis hin zur Industrialisierung zeichnet die Ausstellung die tiefgreifenden Veränderungen der Region nach. Gleichzeitig wird deutlich, wie mit dem Rückgang natürlicher Lebensräume das Bedürfnis nach Erholung in der Natur und ein wachsendes ökologisches Bewusstsein entstanden sind.
Die Ausstellung lädt dazu ein, über den Begriff der Freiheit nachzudenken und die Frage zu stellen, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit Natur und Umwelt heute und in Zukunft gelingen kann.
Clemens Sels Museum Neuss
Am Obertor
41460 Neuss
Tel. 02131 – 90 41 41
Vom 10. Juli 2026 bis 10. Januar 2027
Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Zu den Sternen! Weltraum und Weltflucht seit der Moderne

John Wood und Paul Harrison, Filmstill aus Bored Astronauts on the Moon, 2011 (Einkanal-Video, 20 min), © Courtesy of the artists
Die Ausstellung untersucht die Faszination des Weltraums als Projektionsfläche für Hoffnungen, Sehnsüchte und Zukunftsentwürfe. Mit rund 100 Werken von der Moderne bis in die Gegenwart zeigt sie, wie Künstler:innen auf gesellschaftliche Umbrüche, technische Entwicklungen und globale Krisen reagiert haben.
Ausgehend von den Visionen des frühen 20. Jahrhunderts spannt die Schau einen Bogen von den futuristischen Vorstellungen einer Reise ins All bis zu aktuellen Fragestellungen rund um Klimakrise, Ressourcenknappheit und die Suche nach alternativen Lebensräumen. Der Blick ins Universum wird dabei zugleich zu einer Reflexion über die Bedingungen des Lebens auf der Erde.
Zu sehen sind Werke bedeutender Künstler:innen der Moderne, darunter Max Ernst, Sophie Taeuber-Arp, El Lissitzky und Joan Miró, ebenso wie zeitgenössische Positionen von Yael Bartana, Katharina Sieverding oder Emma Talbot. Die Ausstellung verdeutlicht, wie sich die Vorstellungen vom Weltraum im Laufe der Zeit gewandelt haben – von utopischen Zukunftsbildern bis hin zu kritischen Auseinandersetzungen mit den Grenzen menschlichen Fortschritts.
Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Hans-Arp-Allee 1
53424 Remagen
Tel. 02228 - 92 55-0
Vom 12. Juli 2026 bis 11. Juli 2028
Kunstmuseum Bonn
Kraftfelder. Neue Perspektiven aus der Sammlung

Dominique Gonzalez-Foerster, Panoramism and the Abstract Sector, 2022, Dauerleihgabe Sammlung KiCo, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: David Ertl
Mit der Neupräsentation seiner Sammlung zeigt das Kunstmuseum Bonn rund 160 Werke des frühen 20. Jahrhunderts, der Nachkriegszeit und der Gegenwart in einem neuen Zusammenhang. Auf einem rund 2.300 Quadratmeter großen Ausstellungsparcours treten bekannte Arbeiten der Sammlung mit selten oder bislang noch nie gezeigten Werken in Dialog.
Die Ausstellung gliedert sich in vier Themenbereiche: Transparenz & Verhüllung, Gemeinschaft & Spaltung, Verletzlichkeit & Widerstand sowie Mikro- & Makrokosmos. Sie untersucht die Kräfte, die Menschen und Gesellschaften prägen, und eröffnet unterschiedliche Perspektiven auf Zusammenhalt, Identität und den Wandel gesellschaftlicher Strukturen.
Zu den Höhepunkten zählen unter anderem Wolfgang Laibs Wachsraum, der seit vielen Jahren nicht öffentlich gezeigt wurde, sowie eines der Schießbilder von Niki de Saint Phalle. Installationen, Gemälde und weitere Arbeiten laden dazu ein, die Sammlung des Museums aus neuen Blickwinkeln zu entdecken.
Vom 15. Juli bis 6. September 2026
Haus der Natur Bonn
Floral – Gemälde von Elena Demchenko

© Elena Demchenko
Die Ausstellung präsentiert Gemälde der Künstlerin Elena Demchenko, die sich von der Farben- und Formenvielfalt der Natur inspirieren lassen. Im Mittelpunkt stehen florale Motive, die Blumen, Pflanzen und natürliche Strukturen in vielschichtigen Farbkompositionen aufgreifen.
Mit feinen Details, lebendigen Farben und rhythmischen Bildstrukturen entstehen Werke, die die Schönheit und Wandelbarkeit der Natur zum Ausdruck bringen. Aus einzelnen floralen Elementen entwickeln sich poetische Bildwelten, in denen Bewegung, Leichtigkeit und Tiefe miteinander verschmelzen.
Die Ausstellung lädt dazu ein, die Begegnung von Natur und Kunst aus einer malerischen Perspektive zu erleben und die Vielfalt der Pflanzenwelt neu zu entdecken.
Haus der Natur
An der Waldau 48
53127 Bonn
Tel. 0228 – 778 77 22
Vom 15. Juli bis 17. September 2026
Verschiedene Standorte in Bonn
Loss mer fiere. 200 jecke Johr en Bonn

© Firma Kreuder/Bundesstadt Bonn
Anlässlich des 200-jährigen Bestehens der Bönnischen Carnevals-Gesellschaft zeigt das Kulturamt Bonn die Wanderausstellung „Loss mer fiere. 200 jecke Johr en Bonn“. Von Januar bis Oktober 2026 tourt die Ausstellung in einem Container durch alle vier Bonner Stadtbezirke und bringt die Geschichte des Karnevals direkt zu den Menschen. Wie ein Karnevalswagen macht sie Station an zentralen Orten im Stadtgebiet.
Die Ausstellung präsentiert ausgewählte Objekte zu vielfältigen karnevalistischen Themen und eröffnet neue Perspektiven auf die Geschichte und Zukunft des Bonner Karnevals. Im Mittelpunkt stehen seine kulturelle und soziale Bedeutung sowie die unterschiedlichen Bräuche der Stadtbezirke, die gemeinsam das lebendige Bild des Bonner Karnevals prägen.
Begleitet wird die Ausstellung von einem abwechslungsreichen Programm mit kreativen Angeboten, Vorträgen und interaktiven Dialogformaten. Aktuelle Informationen zu Terminen, Standorten und Veranstaltungen sind online abrufbar.
Öffnungszeiten jeweils Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr.
Standorte der Wanderausstellung:
- 15. Juli bis 17. September 2026: Rheinufer, Beuel
- 23. September bis 10. Oktober 2026: Remigiusplatz, Bonn
Vom 18. Juli bis 30. August 2026
Ernst-Moritz-Arndt-Haus Bonn
Ahrtal 2021. Bonner Hilfskräfte im Einsatz

© Maximilian Münch
Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal erinnert die Sonderausstellung an die Ereignisse im Juli 2021 und an den Einsatz zahlreicher Bonner Hilfskräfte. Im Mittelpunkt stehen die Leistungen von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und freiwilligen Helfer:innen, die unmittelbar nach der Katastrophe im Ahrtal im Einsatz waren.
Fotografien der Feuerwehr Bonn dokumentieren die Situation vor Ort und geben Einblicke in die Arbeit der Einsatzkräfte. Ergänzt wird die Ausstellung durch Ausrüstungsgegenstände sowie von der Flut beschädigte Objekte, die die Folgen der Naturkatastrophe eindrücklich veranschaulichen.
Darüber hinaus greift die Ausstellung die Themen Erinnerung und Krisenvorsorge auf. Besucher:innen können eigene Erinnerungen teilen und sich darüber informieren, wie sich private Haushalte auf zukünftige Krisensituationen vorbereiten können.
Ernst-Moritz-Arndt-Haus
Adenauerallee 79
53113 Bonn
Aktuelle Ausstellungen
Noch bis 2. August 2026
DASA Dortmund
Feuer – Faszination und Gefahr

© Philippe Levy
Feuer fasziniert – und macht zugleich Angst. Es steht für Wärme und Gemütlichkeit, für Fortschritt und Technologie, aber auch für Zerstörung und Gefahr. Die Ausstellung „Feuer“ in der DASA beleuchtet dieses ambivalente Naturphänomen in all seinen Facetten: Sie erzählt die Geschichte der Feuerkontrolle, erklärt die physikalischen Grundlagen und stellt Menschen vor, die im Alltag mit Feuer arbeiten.
Mitmachstationen laden Kinder ab acht Jahren zum Ausprobieren ein. Ein interaktiver Feuerlösch-Simulator mit VR-Brille sowie neue Angebote wie das schnellste Escape-Room-Spiel zur Brandschutzerziehung und Workshops für Schulklassen ergänzen die Ausstellung.
Die Sonderausstellung wird von der DASA-Dauerausstellung begleitet, die Brandschutzthemen spielerisch vermittelt und weitere Einblicke in den sicheren Umgang mit Feuer gibt – ein „heißer Herbst“ für alle, die Technik, Geschichte und Experimente erleben möchten.
Noch bis 2. August 2026
Museum Ludwig
Yayoi Kusama

© Yayoi Kusama bei der Arbeit an My Eternal Soul (2009–2021), 2017© YAYOI KUSAMA
Im Jubiläumsjahr zeigt das Museum Ludwig eine umfassende Überblicksausstellung der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama. International bekannt wurde sie vor allem durch ihre begehbaren Spiegelräume und die charakteristischen Polka-Dots, die zu einem Markenzeichen ihres Werks geworden sind. Die Ausstellung bietet einen Einblick in mehr als siebzig Jahre künstlerischen Schaffens und knüpft zugleich an die Geschichte des Hauses an: Bereits in der großen Schenkung von Peter und Irene Ludwig zur Gründung des Museums im Jahr 1976 war ein Werk Kusamas enthalten.
Neben ikonischen Arbeiten präsentiert die Ausstellung auch Werke, die in Europa bislang nicht zu sehen waren. Ein besonderer Höhepunkt ist ein neuer Infinity Mirror Room, den Kusama eigens für das Museum Ludwig einrichtet. Ergänzt wird die Schau durch großformatige Installationen, darunter Kusamas frühe Arbeit Aggregation: One Thousand Boats Show aus dem Jahr 1963, das Environment I’m Here but Nothing (2000 bis heute) sowie farbig bemalte Bronze-Skulpturen der Serie Flowers, die auf der Dachterrasse des Museums installiert werden.
Yayoi Kusama wurde 1929 in Matsumoto geboren und zog 1957 in die USA, wo sie Teil der New Yorker Kunstszene der 1960er Jahre wurde. Nach ihrer Rückkehr nach Japan entwickelte sie ihre Bildsprache der sich wiederholenden Muster zu einem unverwechselbaren Werk weiter. In ihrer Kunst thematisiert sie existenzielle Fragen wie Tod und Schmerz, Krankheit und innere Seelenzustände, Krieg und Liebe. Ihre Arbeiten sind eng mit ihrer Biografie verbunden und verstehen sich als Spiegel des eigenen Seins ebenso wie als Botschaften an die Außenwelt. Zentral ist dabei die Vorstellung eines fortwährenden Kreislaufs von Erneuerung und Unendlichkeit, die Besucher:innen in ihrer visionären Bildwelt erfahren können.
Noch bis 7. August 2026
KVB-Hauptverwaltung Köln
Die „Kunst“ des Schadens – eine Rechnung, die ganz Köln bezahlt

© KVB
Die Ausstellung macht auf die Folgen von Vandalismus im öffentlichen Nahverkehr aufmerksam. Anhand beschädigter Originalexponate wie eines zerstörten Fahrgast-Informationsgeräts, eines beschädigten Haltestellenschilds oder eines angezündeten Mülleimers zeigt sie, welche Auswirkungen Graffiti, Aufkleber und mutwillige Zerstörung auf den Alltag der KVB haben.
Die Präsentation verdeutlicht, welchen finanziellen und organisatorischen Aufwand Vandalismusschäden verursachen und wie sie den öffentlichen Nahverkehr beeinträchtigen. Gleichzeitig regt sie dazu an, über den respektvollen Umgang mit gemeinsam genutzten Räumen und Verkehrsmitteln nachzudenken.
Kostenloser Eintritt, ihr müsst euch nur beim Empfang anmelden. Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr.KVB-Hauptverwaltung
Scheidtweiler Str. 38
50933 Köln
Noch bis 9. August 2026
Kunstpalast Düsseldorf
Monet – Cézanne – Matisse. The Scharf Collection

Claude Monet, Waterloo Bridge, 1903, Öl auf Leinwand, 65 x 100 cm © The Scharf Collection, Foto: Ruland Photodesign
Erstmals wird die Scharf Collection präsentiert, eine deutsche Privatsammlung mit Schwerpunkt auf französischer Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts sowie zeitgenössischer internationaler Kunst. Die Sammlung führt in vierter Generation einen Zweig der bedeutenden Berliner Sammlung Otto Gerstenberg weiter und spannt einen Bogen von den Anfängen der Moderne bis in die Gegenwart.
Nach schweren Kriegsverlusten gelang es Margarethe Scharf, Tochter von Otto Gerstenberg, einen Großteil der Sammlung zu bewahren und an ihre Söhne Walther und Dieter Scharf weiterzugeben. In der folgenden Generation knüpften Walther Scharf, seine Frau Eve und ihr Sohn René an den Fokus auf französische Kunst an und erweiterten die Sammlung um zentrale Werke der klassischen Moderne, darunter Arbeiten von Claude Monet, Paul Cézanne, Pierre Bonnard, Henri Matisse und Pablo Picasso.
Heute öffnen René Scharf und seine Frau Christiane Scharf die Sammlung verstärkt für zeitgenössische internationale Positionen. Werke unter anderem von Sam Francis, Daniel Richter und Katharina Grosse ergänzen den historischen Bestand. Ein besonderes Interesse gilt dabei den Grenzen des Mediums Malerei sowie dem Spannungsfeld zwischen gegenständlichen und abstrakten Bildwelten. So wird die familiäre Sammlungstradition fortgeschrieben und zugleich in einen aktuellen kunsthistorischen Kontext gestellt.
Noch bis 9. August 2026
Bundeskunsthalle Bonn
Amazônia. Indigene Welten

Paulo Desana, Die Geister der Verwandlung, Pamürɨmasa 6, 2022 © Paulo Desana
Amazonien gilt als zugleich vertraut und fremd. Seit Jahrhunderten prägen europäische Vorstellungen das Bild der Region als unberührter Urwald mit zeitentrückt lebenden Gemeinschaften. Die Ausstellung hinterfragt diese vereinfachenden Perspektiven und rückt stattdessen die Sichtweisen indigener Gesellschaften in den Mittelpunkt.
Amazônia wird als vielschichtiger, lebendiger Kulturraum vorgestellt, in dem soziale, ökologische und politische Dynamiken aufeinandertreffen. Die Ausstellung begreift die Region nicht nur als Naturraum, sondern als komplexes Geflecht aus Beziehungen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteur:innen, zwischen Tradition und Gegenwart sowie zwischen lokalen und globalen Herausforderungen.
Indem sie indigene Perspektiven sichtbar macht, eröffnet die Ausstellung neue Zugänge zu Fragen von Gemeinschaft, Umwelt und Zusammenleben. Sie lädt dazu ein, gewohnte Denkmuster zu hinterfragen und die kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt Amazoniens in ihrer Dynamik wahrzunehmen.
Noch bis 16. August 2026
Stadtmuseum Langenfeld
Wunderwerk Natur – Fotografien von Christian Klepp

© Christian Klepp
Die Ausstellung vereint Werke von neun internationalen Künstlerinnen, die die Zeichnung in den Raum erweitern und die Grenzen zwischen Fläche und Raum neu ausloten.
Die Fotoausstellung des Geowissenschaftlers und Klimaforschers Dr. Christian Klepp verbindet eindrucksvolle Naturfotografie mit wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Aufnahmen führen zu außergewöhnlichen Landschaften und zeigen die Entstehungsgeschichte der Erde sowie die Dynamik ihrer natürlichen Prozesse.
Ergänzt werden die Fotografien durch informative Texte, Hörstationen und Gesteine, die die geologischen und klimatischen Zusammenhänge anschaulich vermitteln. Die Ausstellung macht auf die Schönheit und Verletzlichkeit unseres Planeten aufmerksam und regt dazu an, sich mit Themen wie Artenvielfalt, Klimawandel und dem nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen auseinanderzusetzen.
Begleitend zur Ausstellung lädt das GeoLab Kinder ab acht Jahren dazu ein, geologische und klimatische Phänomene selbstständig zu erforschen. An verschiedenen Mitmachstationen können sie unter anderem Fossilien entdecken und mehr über den Aufbau der Erde erfahren.
Noch bis 16. August 2026
Kunstmuseum Villa Zanders
Zeichenräume

Monika Bartholomé Berliner Zimmer, 2021, Tusche und Acryl auf Papier © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Claudia Busching
Die Ausstellung vereint Werke von neun internationalen Künstlerinnen, die die Zeichnung in den Raum erweitern und die Grenzen zwischen Fläche und Raum neu ausloten. Monika Bartholomé, Claudia Busching, Kati Gausmann, Betina Kuntzsch, Angela Lubič, Katja Pudor, Kamilla Szíj, Jolanta Wagner und Julia Ziegler entwickeln unterschiedliche Ansätze, um Zeichnung als räumlichen Prozess erfahrbar zu machen.
Zu sehen sind Arbeiten, die von klassischen Linien über raumgreifende Installationen bis hin zu digitalen Animationen reichen. Mal erscheint die Zeichnung als feine Spur auf der Wand, mal als Papierbahn im Raum oder als bewegtes Bild. Dabei wird sie nicht nur als Linie oder Fläche verstanden, sondern als Prozess, der Bewegung, Materialität und Licht einbezieht und den Ausstellungsraum aktiv mitgestaltet.
Die Ausstellung eröffnet einen Dialog zwischen künstlerischer Praxis und Publikum. Zeichnung wird als offenes, experimentelles Medium erfahrbar, das Intimität und Begegnung verbindet und neue Perspektiven auf Raum und Wahrnehmung ermöglicht.
Noch bis 23. August 2026
August Macke Haus
Visionen der Moderne – August Macke und Max Ernst

Max Ernst Kollegen, 2. Oktober 1911, Aquarell auf Karton, 9,0 × 14,1 cm, Privatsammlung © VG Bild-Kunst, Bonn 2025
Anlässlich des 50. Todestages von Max Ernst (1891–1976) widmet sich die Ausstellung den künstlerischen Anfängen des international bekannten Dadaisten und Surrealisten im Umfeld des Rheinischen Expressionismus. Zugleich beleuchtet sie seine enge Verbindung zu August Macke und deren gemeinsame Bonner Zeit.
Max Ernst war regelmäßiger Gast im Bonner Wohnhaus der Familie Macke und nahm 1913 an der von August Macke organisierten Ausstellung der Rheinischen Expressionisten teil. Die Schau zeichnet Verbindungslinien zwischen beiden Künstlern nach, darunter ihre Faszination für vergangene Kunstströmungen, ihr gemeinsamer Bildwitz und ihre Bezüge zur Stadt Bonn. Ebenso wird deutlich, wie unterschiedlich sich ihre Lebenswege nach dem Einschnitt des Ersten Weltkriegs entwickelten: Während Max Ernst auf ein langes, international geprägtes Künstlerleben zurückblickte, endete August Mackes Schaffen bereits mit 27 Jahren.
Gezeigt werden rund 80 Werke, darunter Gemälde, Grafiken, Skizzen, Skulpturen, Fotografien und Zeitdokumente. Ein besonderer Fokus liegt auf Luise Straus und Elisabeth Gerhardt, die als zentrale Figuren im künstlerischen Umfeld von Macke und Ernst wichtige Impulse setzten.
Noch bis 23. August 2026
Deutsches Sport- & Olympia Museum
Der Stoff der Nation

picture alliance / M.i.S. | Bernd Feil - Fußball WM-Qualifikation Europa 2025/26, 10. Spieltag, Deutschland - Slowakei, in der Red-Bull-Arena Leipzig. Ein neues Heimtrikot der Nationalmannschaft hängt an der Wand im Pressezentrum bereit
Die Sonderausstellung widmet sich der Entwicklung der Trikots der deutschen Fußballnationalmannschaft und zeigt, wie sich Gestaltung, Materialien und Funktion im Laufe der Zeit verändert haben. Anlass ist die Fußball-Weltmeisterschaft 2026.
Ausgehend von den klassischen Farben Schwarz und Weiß lassen sich seit den 1980er Jahren deutliche gestalterische Veränderungen erkennen. Schnitte, Stoffe, Farbkonzepte sowie Embleme und Logos spiegeln jeweils die ästhetischen und gesellschaftlichen Trends ihrer Zeit wider. Trikots werden so zu Zeitdokumenten, die über den sportlichen Kontext hinaus Bedeutung erlangen.
Gezeigt wird eine Auswahl historischer Originaltrikots, darunter auch sogenannte „matchworn“-Stücke, die im Spiel getragen wurden. Sie stammen aus der Sammlung von Andreas Schallenmüller und geben Einblicke in die Geschichte des Fußballs sowie in die emotionale Bedeutung dieser Kleidungsstücke für Spieler:innen und Fans.
Noch bis 30. August 2026
Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur
Archäologie im Rheinland 2026

Fundgut aus einer Ultramarinfabrik, Stadt Duisburg © Römerthermen Zülpich - Museum der Badekultur
Die Sonderausstellung präsentiert aktuelle archäologische Funde und Forschungsergebnisse aus dem Rheinland und gibt Einblicke in die Arbeit des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege. Sie spannt einen weiten Bogen von der Erdgeschichte bis in die jüngere Vergangenheit.
Zu sehen sind unter anderem Millionen Jahre alte Fossilien aus dem Bergischen Land sowie Relikte aus dem 20. Jahrhundert, etwa Wrackteile eines 1943 abgestürzten Flugzeugs. Ergänzt wird die Präsentation in Zülpich durch zusätzliche Exponate, darunter ein Kampfhelm aus dem 15. Jahrhundert von Schloss Burg und ein rund 4.000 Jahre altes Kupferbeil aus Zülpich-Sinzenich, das als ältestes Metallartefakt des Rheinlandes gilt.
Die Ausstellung zeigt die Vielfalt archäologischer Funde und macht deutlich, wie unterschiedliche Epochen und Lebenswelten im Rheinland erforscht und sichtbar gemacht werden..
Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur
Mühlenberg 7
53909 Zülpich
Tel. 02252 - 83 80 61 04
Bilderbuchmuseum Troisdorf
Kein Kinderkram. Comics für Kinder
Die Ausstellung widmet sich der Entwicklung und Bedeutung von Kindercomics und zeigt, wie sich das Genre in den vergangenen Jahren gewandelt hat. Lange Zeit galten Comics in Deutschland als minderwertige Unterhaltung, insbesondere im Bereich der Kinderliteratur. Inzwischen werden sie als eigenständige Kunstform und als wichtiger Bestandteil der Leseförderung wahrgenommen.
Aktuelle Kindercomics zeichnen sich durch hochwertige Gestaltung und vielfältige Erzählweisen aus. Sie verbinden Bild und Text auf besondere Weise und unterstützen so das Verständnis von Sprache und Inhalten. Die Ausstellung verdeutlicht, wie Comics als Medium dazu beitragen können, Lese- und Schreibkompetenzen zu fördern.
Gezeigt wird eine Auswahl zeitgenössischer Kindercomics, die den heutigen Buchmarkt prägen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Magazin „Polle“, das als roter Faden durch die Präsentation führt. Arbeiten zahlreicher Illustratorinnen und Autorinnen geben Einblick in die stilistische und thematische Vielfalt des Genres und zeigen, wie unterschiedlich Geschichten für junge Leser:innen umgesetzt werden können.
Noch bis 30. August 2026
LVR Landesmuseum Bonn
Nachtwache – Ein Escape Game im Museum

© LVR-Landesmuseum Bonn, Katja Velmans
Das Sommerferien-Event lädt Familien und Rätselfans zu einer interaktiven Entdeckungstour durch das Museum ein. Im Rahmen eines Escape-Games übernehmen die Teilnehmenden die Rolle eines Nachtwächters und begeben sich auf einen nächtlichen Rundgang durch die Ausstellungsräume.
Ausgehend von einer fiktiven Situation entwickelt sich eine Rätseljagd durch verschiedene Epochen – von der Steinzeit bis in die Neuzeit. In abgedunkelten Räumen, begleitet von Licht- und Soundeffekten, gilt es, Hinweise zu entschlüsseln und Aufgaben zu lösen. Dabei entstehen spielerische Zugänge zu historischen Objekten und Themen.
Das Escape-Game verbindet Unterhaltung mit Wissensvermittlung und eröffnet neue Perspektiven auf die Ausstellung sowie die Arbeit im Museum. Im Mittelpunkt stehen gemeinsames Knobeln, Entdecken und Erleben.
Noch bis 30. August 2026
Von der Heydt-Museum Wuppertal
Carl Grossberg. Sachlich – magisch – visionär

Carl Grossberg, Köln, Hauptbahnhofvorplatz 1927, Merrill C. Berman Collection, Rye, New York
Die Ausstellung widmet sich der Wiederentdeckung eines herausragenden Malers der Neuen Sachlichkeit: Carl Grossberg (1894–1940). In einem Werk, das in nur knapp zwei Jahrzehnten entstand, setzte sich Grossberg intensiv mit Architektur und Industrie auseinander. Seine Malerei ist geprägt von formaler Klarheit und Strenge und Ausdruck eines neuen, an der Fotografie orientierten Sehens, das den technischen Fortschritt im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts widerspiegelt.
Die reduzierten Kompositionen laden dazu ein, den industriellen Fortschritt und seine Auswirkungen auf den Menschen kritisch zu hinterfragen. Als erste Retrospektive seit mehr als 30 Jahren betrachtet die Ausstellung Grossbergs Schaffen umfassend neu und präsentiert auch bislang unbekannte Arbeiten. Dabei wird deutlich, wie aktuell seine Werke bis heute sind, sowohl in künstlerischer als auch in gesellschaftlicher Hinsicht.
Besondere Aufmerksamkeit gilt den vieldeutig lesbaren sogenannten Traumbildern, die in der Kunst der 1920er und 1930er Jahre eine Sonderstellung einnehmen. In ihnen beschwört Grossberg die Magie der Dinge und macht die Komplexität der modernen Welt sowie ihre inneren Widersprüche sichtbar. Parallelen zur Gegenwart ergeben sich durch den aktuellen Strukturwandel und seine noch offenen gesellschaftlichen Folgen.
Grossbergs Motivwahl und die Nüchternheit seiner Malerei stehen in engem Zusammenhang mit der zeitgenössischen Fotografie. Zugleich wirkten seine Arbeiten inspirierend auf nachfolgende Generationen von Fotograf:innen. Beispielhaft ausgewählte Positionen von August Sander über Bernd und Hilla Becher bis hin zu Thomas Ruff verdeutlichen diese Verbindung.
Noch bis 31. August 2026
DASA Dortmund
Alles im Angebot

Im Cat Hole der Verschwörungstheorien. Wo verlieren wir uns in den Weiten des Netzes? © Pia Hilburg
Die Wanderausstellung beschäftigt sich mit den Auswirkungen digitaler Medien auf Gesellschaft und Alltag. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Desinformation, digitale Gewalt, Algorithmen und die Frage, wie Informationen im Internet verbreitet und wahrgenommen werden.
An interaktiven Stationen können Besucher:innen digitale Mechanismen nachvollziehen und deren Auswirkungen auf Kommunikation und Meinungsbildung erkunden. Die Ausstellung zeigt, wie Aufmerksamkeit im Netz gesteuert wird, welche Rolle soziale Medien bei der Verbreitung von Falschinformationen spielen und wie digitale Dynamiken gesellschaftliche Debatten beeinflussen können.
Zugleich werden Möglichkeiten aufgezeigt, Medienkompetenz zu stärken und digitale Räume verantwortungsvoll zu nutzen. Installationen und Mitmachangebote laden dazu ein, das eigene Verhalten im Internet zu reflektieren und sich mit Fragen von Demokratie, Teilhabe und respektvoller Kommunikation auseinanderzusetzen.
Noch bis 4. September 2026
Rhein-Center Köln
Banksy – Gesetzlose Kunst

© Rhein-Center Köln
Die Ausstellung widmet sich dem Werk des Street-Art-Künstlers Banksy, dessen gesellschaftskritische Motive weltweit bekannt sind. Gezeigt werden handgemalte Rekonstruktionen zahlreicher berühmter Wandbilder, die einen Überblick über zentrale Themen und Bildwelten seines Schaffens geben.
Zu den präsentierten Arbeiten zählen bekannte Motive wie Girl with Balloon, Flower Thrower oder Pulp Fiction. Sie greifen Fragen zu Krieg, Konsum, Macht, gesellschaftlichen Ungleichheiten und Protest auf. Ergänzt werden die Rekonstruktionen durch räumliche Installationen und multimediale Elemente, die die Auseinandersetzung mit Banksys Kunst vertiefen.
Die Ausstellung bietet die Möglichkeit, die Bildsprache und Botschaften des Künstlers an einem Ort kennenzulernen. Die gezeigten Werke wurden von internationalen Künstler:innen als detailgetreue Nachbildungen ausgeführt und orientieren sich an den Originalen im öffentlichen Raum.
Rhein-Center Köln
Aachener Str. 1253
50858 Köln
Tel. 02234 – 96 45 10
Noch bis 6. September 2026
Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Wirklich?! Kunst und Realität 1400 bis 1900

Jan van Kessel d. Ä. (zugeschrieben), Tableau mit Insekten, um 1660 © Arp Museum Bahnhof Rolandseck/Sammlung Rau für UNICEF, Foto: Mick Vincenz
Wie verlässlich sind Bilder? Während in Zeiten von Künstlicher Intelligenz und digitalen Manipulationen das Vertrauen in visuelle Darstellungen zunehmend hinterfragt wird, erscheinen historische Gemälde und Skulpturen oft als selbstverständlich wahrhaftig. Die Ausstellung untersucht, wie sich Vorstellungen von Wirklichkeit zwischen 1400 und 1900 wandelten und wie jede Epoche ihre eigene Form von „Wahrheit“ ins Bild setzte.
In der mittelalterlichen Kunst steht häufig die Figur im Mittelpunkt. Mimik und Gestik vermitteln das Göttliche und machen spirituelle Nähe erfahrbar, etwa in der zarten Körperlichkeit einer Maria mit dem Kind aus Elfenbein um 1300. Im 16. und 17. Jahrhundert treten scheinbar realistische Genreszenen und Stillleben in den Vordergrund. Hinter ihrer detailreichen Darstellung verbirgt sich jedoch oftmals eine symbolische Bedeutung, die entschlüsselt werden will.
Mit dem Realismus des 19. Jahrhunderts verändert sich der Blick erneut. Fotografie und Malerei treten in einen Wettbewerb um Authentizität. Zwischen Andacht und Alltäglichkeit, Ideal und genauer Beobachtung zeichnet die Ausstellung nach, wie sich das Verständnis von Realität über Jahrhunderte hinweg entwickelte.
Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Hans-Arp-Allee 1
53424 Remagen
Tel. 02228 - 92 55-0
Bilderbuchmuseum Troisdorf
Kein Kinderkram. Comics für Kinder
Die Ausstellung widmet sich dem Werk der Illustratorin und Autorin Anke Kuhl, die zu den bedeutendsten Kinderbuchkünstlerinnen Deutschlands zählt. Mit ihren Zeichnungen, Bilderbüchern, Comics und Sachbüchern hat sie die deutschsprachige Kinder- und Jugendliteratur in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich geprägt. Anke Kuhl, 1970 in Frankfurt am Main geboren, studierte Freies Zeichnen und Visuelle Kommunikation und gründete 1999 die Frankfurter Labor Ateliergemeinschaft mit. Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis und dem Max und Moritz-Preis.
Die Ausstellung gibt Einblicke in ihr vielfältiges Schaffen und zeigt, wie sie mit Humor, Sensibilität und einem unverwechselbaren Zeichenstil auch schwierige oder tabuisierte Themen für Kinder zugänglich macht. Ihre Bilder erzählen von den kleinen und großen Herausforderungen des Alltags und laden dazu ein, die Welt aus ungewohnten Perspektiven zu betrachten.
Noch bis 27. September 2026
MAKK – Museum für Angewandte Kunst
Der architektonische Blick: epochal – global

© HGEsch Photography, Die historische Hauptstadt Shibam aus dem 16. Jahrhundert ist eines der ältesten Beispiele vertikaler Bebauung. Shibam, Jemen 2001
Die Ausstellung präsentiert eine umfassende Werkschau des Architekturfotografen Hans Georg Esch. Mit großformatigen Fotografien und seriellen Bildstrecken widmet sie sich der Architektur als globalem Phänomen und zeigt Bauwerke unterschiedlicher Epochen, Regionen und kultureller Kontexte.
Seit rund 40 Jahren fotografiert Hans Georg Esch Architektur auf der ganzen Welt. Die Ausstellung bringt historische und zeitgenössische Bauwerke miteinander in Dialog – von den antiken Ruinen Pompejis bis zu aktuellen Großprojekten wie Stuttgart 21, vom Kölner Dom bis zu Hochhäusern in internationalen Metropolen. Dabei entstehen spannende Gegenüberstellungen, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede architektonischer Entwicklungen sichtbar machen.
Neben dokumentarischen Auftragsarbeiten sind auch freie künstlerische Fotografien zu sehen. Ergänzt wird die Präsentation durch Polaroid-Aufnahmen von Reisen sowie aktuelle Drohnenfotografien. Insgesamt rund 130 Exponate zeigen, wie Esch mit seinem fotografischen Blick Architektur über ihre reine Funktion hinaus als kulturelles und bildprägendes Phänomen inszeniert.
Noch bis 27. September 2026
Deutsches Bergbau-Museum Bochum
FÜHLST DU? – Tisa von der Schulenburg. Der empathische Blick

Blick in die Ausstellung DBM © Hauke Dressler
Die Sonderausstellung widmet sich der Künstlerin Tisa von der Schulenburg (1903–2001), deren Werk von einem ausgeprägten humanistischen Blick geprägt ist. Ihre Biografie führte sie von Berlin und Paris über das Londoner Exil ins Ruhrgebiet. In ihren Arbeiten stellte sie Menschen in Ausnahmesituationen dar – nicht als Opfer, sondern als Handelnde mit Würde.
Die Ausstellung verbindet Leben und Werk in einem thematischen Rundgang zu vier zentralen Bereichen: Bergbau, Holocaust, Flucht und Ausgrenzung. Gezeigt werden Zeichnungen, Scherenschnitte und Skulpturen. Aus einem Œuvre von mehr als 5.000 Arbeiten werden auch selten präsentierte Werke ausgewählt.
Tisa von der Schulenburg, geboren als Elisabeth Mary Caroline Veronika Margarethe Gräfin von der Schulenburg, studierte Kunst in Berlin und Paris. 1934 ging sie mit ihrem jüdischen Ehemann ins Londoner Exil. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte ihr Weg ins Ruhrgebiet; 1950 trat sie als Schwester Paula in das Ursulinenkloster Dorsten ein. Ihr künstlerisches Schaffen kreist um Erfahrungen von Verfolgung, Verlust und gesellschaftlicher Ausgrenzung. Mit prägnanten Tuschezeichnungen, markanten Holzskulpturen und plastischen Arbeiten machte sie die Würde des Menschen sichtbar.
Die Ausstellung lädt dazu ein, Empathie als Haltung zu begreifen und sich mit Fragen von Verantwortung und Mitmenschlichkeit auseinanderzusetzen.
Deutsches Bergbau-Museum Bochum
Am Bergbaumuseum 28
44791 Bochum
Tel. 0234 – 58 77-0
Noch bis Herbst 2026
Museum für Ostasiatische Kunst
Lebendige Bilder. Buddhistische Rituale in der Kunst Chinas, Japans und Koreas

Abschrift eines Kapitels des Großen Sutra der Vervollkommnung der Weisheit, Schriftrolle, blaugefärbtes Papier, Gold und Silber, Japan, Chūsonji Tempel, Heian-Periode (794–1185), spätes 12. Jahrhundert. A 99,24 © Rheinisches Bildarchiv Köln, Sabrina Walz
Die Ausstellung widmet sich dem rituellen Gebrauch von Kunstwerken im ostasiatischen Buddhismus und beleuchtet zentrale Zeremonien aus China, Japan und Korea. Rund 50 Werke – darunter Skulpturen, rituelle Objekte, Mönchsumhänge und Abreibungen – zeigen, wie Rituale spirituelle Verdienste vermitteln, religiöse Feste begleiten oder dem Buddha gedenken.
Besondere Exponate sind eine vergoldete chinesische Plastik des kindlichen Buddha, eine japanische Vairocana-Skulptur aus dem 12. Jahrhundert sowie eine rekonstruierte koreanische Hängerolle. Zum Todestag des historischen Buddha Shakyamuni (15. Februar 2026) wird zudem eine selten gezeigte japanische Hängerolle aus dem 14. Jahrhundert präsentiert. Alle Werke stammen aus der Sammlung des Museums und veranschaulichen deren außergewöhnliche Qualität.
Noch bis 11. Oktober 2026
LVR-Industriemuseum Solingen Gesenkschmiede Hendrichs
Probiert? Kapiert!

Wie transportiert man kinderleicht schwere Waren? Wie treibt man große Maschinen an? Wie stellt man festes Gewebe her, und welche Möglichkeiten zur platzsparenden Verpackung gibt es? An den Mitmach-Stationen der Ausstellung finden Kinder, Schüler:innen, Familien und Erwachsene clevere Lösungen für unterschiedliche technische Probleme. Webstuhl, Flaschenzug und verschiedene Teamstationen bieten interaktive Möglichkeiten rund um die Themen Energie, Transport, Lagerung und Produktion.
Im Zentrum von „Probiert? Kapiert!“ steht das „Tinkern“ – Tüfteln –, mit dem alle Besucher:innen spielerisch naturwissenschaftliche und technische Inhalte kennenlernen. Als Höhepunkt des Ausstellungsbesuchs erwartet sie der gemeinsame Bau einer großen Kettenreaktion. Dabei werden die zuvor erprobten Themen wiederaufgenommen, Antriebe gefertigt oder Fahrzeuge gebaut. Aus den einzelnen Abschnitten entsteht ein großer Parcours: Die Besucher:innen lösen am Startpunkt einen Impuls aus, geben ihn beispielsweise über den Lauf einer Murmelbahn weiter, lassen ihn Höhenunterschiede überwinden oder übermitteln ihn mit Zahnrädern, Bausteinen oder Rollen. Wenn alles klappt, ertönt zum krönenden Abschluss ein lauter Knall. Viel Spaß, Kreativität und Action sind garantiert!
Merscheider Str. 289-297
42699 Solingen
Tel. 02234 - 992 15 55 (KulturInfo Rheinland)
Noch bis 11. Oktober 2026
Museum Ludwig
Sammlung Fotografie: Zweimal Deutschland um 1980

Ute MahlerBerka, Sängerfest, unbekannt, 1972, Aus der Werkgruppe Zusammenleben, Gelatinesilberpapier 30,6 x 45,6 cm, Museum Ludwig Köln © Ute Mahler, Galerie Springer Berlin, Repro: Historisches Archiv mit Rheinischem Bildarchiv
Die Präsentation zeigt Fotografien aus Ost- und Westdeutschland, die um 1980 entstanden sind, und gibt Einblicke in unterschiedliche gesellschaftliche und alltägliche Lebenswelten. Arbeiten von sieben Fotograf:innen beleuchten diese Zeit aus verschiedenen Perspektiven und machen sichtbar, wie stark politische und wirtschaftliche Systeme das Leben prägten.
Porträts von Derek Bennett, Christiane Eisler und Ute Mahler stehen neben dokumentarischen Aufnahmen von Henry Maitek und Evelyn Richter. Karl Kugel verdichtet seine Reise von Westdeutschland nach Berlin zu einem fotografischen Essay, während Erasmus Schröter mit Infrarotaufnahmen nächtliche Straßenszenen in Leipzig verfremdet. Oft erschließt sich erst über die Bildtitel, ob die Fotografien in der Bundesrepublik oder in der DDR entstanden sind.
Im Mittelpunkt stehen keine historischen Schlüsselereignisse, sondern scheinbar beiläufige Situationen und Beobachtungen. Die Bilder entziehen sich häufig eindeutigen Deutungen und hinterfragen damit gängige Vorstellungen klar voneinander getrennter Lebensrealitäten. Ergänzende Informationen bieten eine Einordnung in die politischen und gesellschaftlichen Kontexte der Zeit.
Die Ausstellung macht deutlich, wie Fotografie als Medium genutzt wurde, um Wirklichkeit abzubilden, zu interpretieren oder auch zu hinterfragen – in zwei Staaten mit unterschiedlichen Voraussetzungen und künstlerischen Freiräumen.
Noch bis 11. Oktober 2026
Clemens Sels Museum Neuss
Angelika March-Rintelen – Garten der Erinnerung

Angelika March-Rintelen, Passionsblume, @ Foto Florian Beckers, Düsseldorf
Die Studioausstellung präsentiert Werke der Neusser Künstlerin Angelika March-Rintelen, die sich mit der Vergänglichkeit und dem Bewahren von Natur beschäftigt. Mit Techniken wie Papierschneiderei, Pflanzenpräparation und Näharbeiten schafft sie filigrane Arbeiten, in denen natürliche Formen erhalten, verändert oder neu zusammengesetzt werden.
Als studierte Biologin verbindet March-Rintelen wissenschaftliche Beobachtung mit künstlerischer Gestaltung. Pflanzen, Tiere und der Mensch werden zu Zeugnissen der Erinnerung und thematisieren den Kreislauf von Leben und Vergänglichkeit. Assemblagen wie Fränkisches Gräberfeld oder Moorleiche greifen Motive der Vanitas-Tradition auf und laden dazu ein, über das Verhältnis von Natur, Zeit und Erinnerung nachzudenken.
Clemens Sels Museum Neuss
Am Obertor
41460 Neuss
Tel. 02131 – 90 41 41
Noch bis 11. Oktober 2026
Museum Schnütgen
Licht in dunklen Zeiten. Mittelalterliche Glasmalerei aus dem Khanenko Museum in Kyjiw

Detail aus: Pfingstwunder, Flandern, 1540, Kyjiw, Khanenko Museum © Rheinisches Bildarchiv Köln, Marion Mennicken
Das Museum Schnütgen zeigt erstmals außerhalb der Ukraine eine erlesene Auswahl mittelalterlicher Glasmalereien aus dem Khanenko Museum in Kyjiw. Die rund 30 Werke stammen aus beiden Museumssammlungen und treten im Glasmalereisaal in einen eindrucksvollen Dialog. Die zwölf Leihgaben aus Kyjiw entstanden zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert in Werkstätten in Frankreich, Österreich, Deutschland und den Niederlanden. Es handelt sich um den vollständigen Glasmalereibestand des Khanenko Museums, der in Köln mit Unterstützung der Dombauhütte konserviert und restauriert wird.
Anlass der Ausstellung ist der drohende Verlust von Kulturgut durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Bereits im ersten Kriegsjahr wurde das Khanenko Museum durch eine nahegelegene Raketendetonation beschädigt. Die Glasmalereien, aufgrund ihrer Empfindlichkeit besonders gefährdet, konnten gerade noch rechtzeitig gesichert werden.
Begleitet wird die Ausstellung von einer digitalen Publikation, die erstmals eine wissenschaftliche Erschließung der bislang kaum erforschten Glasmalereien aus Kyjiw bietet. Das Projekt ist ein bedeutender Beitrag zur Rettung europäischen Kulturerbes – und ein Zeichen der Solidarität mit der Ukraine.
Noch bis Oktober 2026
Visiodrom im Gaskessel Wuppertal
ORIGINS – Die Schönheit des Lebens

© Visiodrom
Die immersive Ausstellung und 360°-Show nimmt Besucher:innen mit auf eine Reise durch 13,8 Milliarden Jahre Entwicklungsgeschichte. In 20 Kapiteln spannt sie den Bogen vom Urknall über die Entstehung von Sternen und Planeten bis zu den Ursprüngen des Lebens auf der Erde.
Die eigens für das Visiodrom entwickelte Inszenierung nutzt die besondere Architektur des historischen Gaskessels und verbindet großflächige Projektionen mit Musik und visuellen Effekten. Ergänzend zur Show vermittelt eine wissenschaftliche Begleitausstellung aktuelle Erkenntnisse aus Astronomie, Physik und Evolutionsforschung.
Im Mittelpunkt stehen grundlegende Fragen nach der Entstehung des Universums, dem Ursprung des Lebens und den Perspektiven der Menschheit. Auch Zukunftsvisionen der Raumfahrt und mögliche Reisen zu fernen Sternen werden thematisiert. Interaktive Stationen und anschauliche Vermittlungsangebote machen komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge für unterschiedliche Altersgruppen verständlich.
Visiodrom im Gaskessel Wuppertal
Mohrenstr. 3
42289 Wuppertal
Tel. 0202 – 43 04 86-70
Noch bis Anfang November 2026
COLONEUM, Köln-Ossendorf
Bubble Planet – Das Erlebnismuseum für alle Sinne

© Bubble Planet
Die immersive Erlebniswelt lädt Besucher:innen dazu ein, in ein fantasievoll gestaltetes Paralleluniversum einzutauchen. In mehreren Themenräumen entfaltet sich eine Inszenierung aus Licht, Klang und Bewegung, die unterschiedliche Sinneseindrücke miteinander verbindet.
Die Ausstellung umfasst verschiedene Stationen, darunter ein großflächiges Bällebad, ein Infinity-Raum sowie virtuelle Landschaften, die mithilfe von VR-Technologie erkundet werden können. Optische Effekte und Illusionen schaffen wechselnde Perspektiven und eröffnen spielerische Zugänge zu Raum und Wahrnehmung.
Das Angebot richtet sich an ein breites Publikum und verbindet interaktive Elemente mit visuellen Installationen. Im Mittelpunkt stehen gemeinsames Erleben, Bewegung und die Möglichkeit, sich aktiv durch die gestalteten Räume zu bewegen.
Noch bis 1. November 2026
Bundeskunsthalle Bonn
Interactions 2026
J
Jeppe Hein, Circular Appearing Rooms, 2018, Courtesy the artist, Foto: Laurin Schmid, 2018, © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Die Bundeskunsthalle lädt im Sommer erneut zu einem interaktiven Parcours im Außenraum und in öffentlich zugänglichen Innenbereichen ein. Die Ausstellung versammelt Kunstwerke, die zum Mitmachen, Erkunden und gemeinsamen Erleben anregen und den Museumsbesuch als offenen, partizipativen Prozess gestalten.
Einige Arbeiten aus den Vorjahren sind weiterhin Teil des Parcours, darunter der Wasserpavillon Circular Appearing Rooms von Jeppe Hein, die Rutschbahn von Carsten Höller sowie ein Klettergerüst von Temitayo Ogunbiyi. Ergänzt wird die Präsentation durch neue Positionen, die sich mit Spiel, Bewegung und Wahrnehmung auseinandersetzen. Klanginstallationen, visuelle Arbeiten und interaktive Objekte eröffnen unterschiedliche Zugänge zu Themen wie Kommunikation, Gemeinschaft und öffentlichem Raum.
Das Programm steht 2026 im Zeichen sozialer Nachhaltigkeit und richtet den Blick auf Zusammenhalt, Teilhabe und Achtsamkeit. Werke von Künstler:innen wie Ólafur Eliasson, Christine Sun Kim oder Olaf Nicolai thematisieren Formen des Austauschs und der Verständigung, etwa durch Sprache, Klang oder gemeinsames Handeln. Andere Arbeiten schaffen Orte des Verweilens oder laden zu spontanen Begegnungen ein.
Die Ausstellung macht deutlich, wie Kunst im öffentlichen Raum zur Interaktion anregen und neue Perspektiven auf das Zusammenleben eröffnen kann. Spielerische Elemente verbinden sich dabei mit gesellschaftlichen Fragestellungen und ermöglichen individuelle wie gemeinschaftliche Erfahrungen.
Noch bis 1. November 2026
Obex Oberhausen Expo
Climate Xtremes – Polar Experience

© Christoph Musiol
Die immersive Ausstellung entführt Besucher:innen in die faszinierenden Eiswelten der Arktis und Antarktis. Auf rund 1.600 Quadratmetern verbinden großformatige Projektionen, eindrucksvolle Klangwelten und interaktive Stationen wissenschaftliche Erkenntnisse mit einem multimedialen Ausstellungserlebnis.
Die Reise beginnt an Bord des Forschungsschiffs Polarstern und führt durch spektakuläre Polarlandschaften bis in einen 360-Grad-Videomapping-Raum, in dem die entlegensten Regionen der Erde lebendig werden. Dabei vermittelt die Ausstellung anschaulich, wie Polarforschung funktioniert und welche Bedeutung die Polarregionen für das globale Klima haben.
Entwickelt wurde die Ausstellung in Zusammenarbeit mit Polarforscher:innen und wissenschaftlichen Einrichtungen, darunter das Alfred-Wegener-Institut. Sie verbindet Forschung, Erlebnis und Mitmachangebote und sensibilisiert für den Schutz der empfindlichen Polarregionen und unseres Klimas.
Obex I Oberhausen Expo
Duisburger Str. 375
46049 Oberhausen
Tel. 040 – 210 91 10 10
Noch bis 1. November 2026
Schloss Augustusburg, Brühl
Rokoko under Construction – The Making of Schloss Augustusburg

UNESCO-Welterbe Schloss Augustusburg Brühl, Prunktreppenhaus, Foto © Schlösser Brühl, Horst Gummersbach
Die Sonderausstellung widmet sich der Entstehung von Schloss Augustusburg und gewährt Einblicke in die Planung und Umsetzung eines der bedeutendsten Rokokobauten Europas. In acht historischen Räumen werden mehr als 100 Exponate präsentiert, die die architektonischen, künstlerischen und handwerklichen Prozesse hinter dem Bauprojekt veranschaulichen.
Im Mittelpunkt stehen die Architekten Balthasar Neumann, François de Cuvilliés und Johann Conrad Schlaun sowie die zahlreichen Künstler und Kunsthandwerker, die an der Gestaltung des Schlosses beteiligt waren. Historische Bauzeichnungen, Modelle, Werkzeuge und Materialien verdeutlichen die komplexen Abläufe einer Schlossbaustelle des 18. Jahrhunderts.
Darüber hinaus beleuchtet die Ausstellung die europäische Vernetzung der Beteiligten und die Bedeutung von Schloss Augustusburg für die Entwicklung des Rokoko. Interaktive Stationen und multimediale Angebote vermitteln historische Handwerkstechniken und schlagen zugleich eine Brücke zu den heutigen Aufgaben der Denkmalpflege und Restaurierung.
Schloss Augustusburg
Parkplatz Max-Ernst-Allee
50321 Brühl
Tel. 02232 – 440 00
Noch bis 1. November 2026
Neanderthal Museum
Zwei Millionen Jahre Migration

© Neanderthal Museum
Migration ist ein zentrales Thema unserer Zeit – oft emotional diskutiert und gesellschaftlich umstritten. Die Sonderausstellung Zwei Millionen Jahre Migration im Neanderthal Museum zeigt, dass Migration ein grundlegendes Merkmal der Menschheitsgeschichte ist. Aufbauend auf der erfolgreichen Ausstellung von 2017 präsentiert das Museum eine vollständig überarbeitete Version, basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Ursachen, Dynamiken und Folgen globaler Wanderungsbewegungen.
Die Ausstellung macht deutlich: Unsere Geschichte ist eine Geschichte der Bewegung. Sie begleitet frühe Menschen von Afrika nach Asien und Europa, beleuchtet die Begegnung zwischen anatolischen Ackerbauern und europäischen Jägern und Sammlern vor 7.500 Jahren und thematisiert die prägenden Wanderungen eurasischer Steppennomaden vor rund 5.000 Jahren. Anschaulich, interaktiv und fundiert zeigt die Ausstellung, wie Mobilität das menschliche Miteinander, unsere Gene und Kulturen bis heute formt.
Noch bis 1. November 2026
Kunstmuseum Bonn
Versammlung der Tiere – Ein kooperativer Malraum

© Atelier artig
Die Ausstellung lädt Kinder und Jugendliche dazu ein, einen Museumsraum gemeinsam in ein vielfältiges Tierreich zu verwandeln. Über mehrere Monate entsteht im Kunstmuseum Bonn ein wachsender Malraum, in dem Tiere und ihre Lebenswelten künstlerisch gestaltet werden.
Anregungen liefern Tierpräparate aus dem benachbarten Museum Koenig. Ob Pinguin, Feldhase, Eisbär, Taube oder Antilope – welche Tiere im Kunstmuseum erscheinen, entscheiden auch die Teilnehmenden selbst. Nach und nach entsteht so ein gemeinschaftliches Wandbild, das die Vielfalt der Tierwelt und ihre unterschiedlichen Eigenschaften sichtbar macht.
Der Malraum bleibt während der gesamten Laufzeit im Wandel: Wandflächen können übermalt, Tiere ergänzt oder an andere Orte weitergetragen werden. So entwickelt sich ein offener, partizipativer Prozess, in dem Kinder und Jugendliche ihre Vorstellungen von Natur, Vielfalt und Zusammenleben künstlerisch zum Ausdruck bringen.
Noch bis 1. November 2026
LVR-Industriemuseum Engelskirchen Kraftwerk Ermen & Engels
Arbeits[T]räume – Ein Zukunftslabor

© 30er Belegschaft des Oelchenshammers © Heimatbildarchiv
Wie möchten wir in Zukunft arbeiten? Welche Rolle spielen neue Technologien, Arbeitsmodelle und gesellschaftliche Entwicklungen dabei? Die interaktive Ausstellung „Arbeits[T]räume – Ein Zukunftslabor“ im LVR-Industriemuseum Kraftwerk Ermen & Engels lädt Besucher:innen ein, diesen Fragen nachzugehen und eigene Visionen zu entwickeln.
In sechs thematisch gestalteten Räumen bietet die Ausstellung vielfältige Möglichkeiten zur aktiven Beteiligung. Historische Beispiele, aktuelle Objekte, Interviews und eine eigens komponierte „Zukunftsmusik“ regen zum Nachdenken über die Arbeitswelt von morgen an. Bereits während der Vorbereitung wurden Besucher:innen eingeladen, sich einzubringen – ein partizipativer Ansatz, der sich durch die gesamte Ausstellung zieht. Begleitend zur Ausstellung findet ein umfangreiches Programm statt, darunter Workshops, Lesungen und interaktive Formate.
LVR-Industriemuseum Engelskirchen Kraftwerk Ermen & Engels
Engelsplatz 2
51766 Engelskirchen
Tel. 02234 - 992 15 55 (KulturInfo Rheinland)
Noch bis 2. November 2026
Museumpark Orientalis
Schätze der Antike – Welthandel damals und heute

Die Ausstellung widmet sich den Handelsbeziehungen der Antike und ihren Verbindungen zur Gegenwart. Schon vor Jahrhunderten durchzogen Karawanen Wüsten und Gebirgspässe, Händler tauschten Waren auf Märkten und in Häfen. Produkte wie Kaffee, Kupfer, Weihrauch, Seide oder Salz gelangten über weite Strecken von Hand zu Hand und machten Handel zu einem sichtbaren Bestandteil des Alltags.
Heute verlaufen viele Handelswege unsichtbar über globale Lieferketten, Containerschiffe und digitale Plattformen. Die Ausstellung stellt diese Entwicklungen einander gegenüber und zeigt, wie sehr wirtschaftlicher Austausch seit jeher mit kulturellen Begegnungen, Ideen und gesellschaftlichen Veränderungen verbunden ist.
Anhand historischer Beispiele und aktueller Bezüge beleuchtet die Präsentation Fragen nach Wert, Nachhaltigkeit und globaler Verantwortung. Sie macht deutlich, dass heutige Diskussionen über fairen Handel oder Konsumgewohnheiten Teil einer langen Geschichte des Austauschs sind. Der Museumpark Orientalis, der sich der Begegnung von Kulturen widmet, bildet dafür den passenden Rahmen.
Museumpark Orientalis
Profetenlaan 2
NL 6564 BL Heilig Landstichting
Niederlande
Tel. 0031 - 24 - 382 31 10
Noch bis 8. November 2026
Museum Ludwig
HIER UND JETZT – De/Collecting Memories from Turtle Island

© Marie Watt „Thirteen Moon”s, 2025 Foto: Mario Gallucci Courtesy: die Künstlerin
Ausgehend von der umfangreichen Pop-Art-Sammlung des Museum Ludwig und seinem engen Bezug zu den Vereinigten Staaten rückt die Ausstellung eine zeitgenössische US-amerikanische Position in den Mittelpunkt. Gezeigt wird eine Arbeit der Künstlerin Marie Watt, die 1967 in Seattle geboren wurde, Mitglied der Seneca Nation ist und heute in Portland, Oregon, lebt. In vielen indigenen Traditionen werden die Amerikas als „Turtle Island“ bezeichnet – ein Name, der auf mündlich überlieferte Schöpfungsgeschichten verweist.
Die Ausstellung lädt dazu ein, Erinnerungen, Bilder und Sammlungen neu zu betrachten und bestehende Narrative zu hinterfragen. Ausgangspunkt ist ein 2023 vom Museum Ludwig erworbenes Konvolut farbintensiver Fotochrome der Detroit Publishing Company. Die um 1900 entstandenen Motive basieren häufig auf früheren Schwarz-Weiß-Fotografien von William Henry Jackson und zeigen Orte wie den Yellowstone-Nationalpark oder den Grand Canyon. Als Wanddekorationen und Postkarten verbreitet, prägten sie das Bild der USA nachhaltig – oftmals durch menschenleere Landschaften und idealisierte Ansichten.
An diesem Punkt setzt die Ausstellung an und lenkt den Blick auf das, was diese Bilder nicht erzählen. Die scheinbar unberührten Landschaften waren seit Jahrhunderten Lebensraum indigener Gemeinschaften, lange bevor europäische Kolonisator:innen eintrafen. Die Ausstellung macht sichtbar, wie indigene Erinnerungen und Perspektiven bis heute überlagert werden, und eröffnet Raum für alternative Erzählungen jenseits des dominanten Narrativs der Entdeckung Amerikas.
Noch bis 8. November 2026
LVR Industriemuseum Bergisch Gladbach Papiermühle Alte Dombach
PAPIER! Handgeschöpftes von John Gerard

© LVR-Industriemuseum, Foto: Jürgen Hoffmann
Die Ausstellung widmet sich der traditionellen Kunst des Papierschöpfens und stellt das Werk des Papiermachers John Gerard in den Mittelpunkt. Während Papier heute überwiegend industriell hergestellt wird, zeigt die Präsentation die handwerklichen und künstlerischen Möglichkeiten eines Materials, das aus einfachen Rohstoffen entsteht.
John Gerard, in den USA geboren und seit vielen Jahren in der Eifel tätig, beschäftigt sich seit mehr als vier Jahrzehnten mit handgeschöpftem Papier. Seine Arbeiten reichen von großformatigen Collagen über farbintensive „Pulp Paintings“ bis hin zu Künstlerbüchern. Dabei verbindet er handwerkliche Techniken mit künstlerischer Experimentierfreude und entwickelt eigene Verfahren und Materialien.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Entstehungsprozess seiner Werke. Werkzeuge, Naturmaterialien sowie fotografische Dokumentationen geben Einblicke in die Arbeitsweise des Künstlers und machen nachvollziehbar, wie aus einzelnen Fasern individuelle Bild- und Buchobjekte entstehen.
Ergänzt wird die Ausstellung durch eine offene Papierwerkstatt. Dort können Besuchende verschiedene Techniken ausprobieren, Collagen gestalten oder selbst Papier schöpfen. Workshops und Führungen vertiefen die Einblicke in das Handwerk und die künstlerische Praxis.
LVR-Industriemuseum Papiermühle Alte Dombach
Alte Dombach
51465 Bergisch Gladbach
Tel. 02234 - 992 15 55 (kiR – KulturInfo Rheinland)
Noch bis 8. November 2026
Papiermuseum Düren
Into the Paperverse – Papier und Computerspiel

Ausschnitt Ausstellungsplakat © arc – Gestaltung
Die Ausstellung widmet sich der überraschenden Verbindung von Papier und digitalen Spielen. Sie zeigt, wie das vermeintlich analoge Material seit den Anfängen der Computertechnik bis in die Gegenwart eng mit der Entwicklung von Videospielen verknüpft ist.
Bereits in den frühen Jahrzehnten der Computer wurden Programme mithilfe von Lochkarten aus Papier erstellt. Auch später blieb Papier ein wichtiger Bestandteil der Spielkultur, etwa in Form von Anleitungen, Karten oder Beilagen, die das Spielerlebnis ergänzten. Gleichzeitig entwickelten sich eigenständige analoge Spielformen wie Pen-&-Paper-Rollenspiele, Spielbücher und Sammelkartenspiele, die die digitale Spieleentwicklung nachhaltig beeinflussten.
Mit der zunehmenden Digitalisierung wandelte sich die Rolle des Papiers: Es wurde in Spielewelten integriert und visuell sowie spielmechanisch neu interpretiert. Titel wie „Myst“, „Yoshi’s Story“ oder die „Paper Mario“-Reihe greifen Papierästhetiken auf und machen sie zum zentralen Gestaltungselement. Auch hybride Systeme verbinden physische Materialien mit digitalen Anwendungen.
Die Ausstellung veranschaulicht diese Entwicklungen anhand von Originalmaterialien, Entwurfsskizzen, Spielbeilagen und interaktiven Stationen. Besondere Beispiele zeigen, wie Papier als sinnliches Element in Spiele eingebunden wurde. So wird deutlich, wie eng analoge und digitale Kulturen miteinander verwoben sind und sich gegenseitig beeinflussen.
Papiermuseum Düren
Wallstr. 2-8
52349 Düren
Tel. 02421 – 25 25 61
Noch bis 15. November 2026
Siebengebirgsmuseum Königswinter
Jubeltage – Feste in Königswinter

Kinderkarneval, um 1930. Fotograf: © Albert Gontermann. Heimatverein Siebengebirge
Die Sonderausstellung widmet sich der Festkultur in Königswinter und zeigt ausgewählte Fotografien aus der umfangreichen Fotosammlung des Heimatvereins Siebengebirge. Die Aufnahmen dokumentieren private und öffentliche Feierlichkeiten aus verschiedenen Jahrzehnten und geben Einblicke in das gesellschaftliche Leben der Region.
Anhand historischer Fotografien und ausgewählter Museumsobjekte werden unterschiedliche Formen des Feierns beleuchtet. Im Mittelpunkt stehen Feste unter freiem Himmel wie Kirmes, Karneval, Prozessionen und Schützenfeste, aber auch offizielle Anlässe wie Empfänge oder Richtfeste. Darüber hinaus richtet die Ausstellung den Blick auf private Feiern im Familien- und Freundeskreis, darunter Hochzeiten, Geburtstage und weihnachtliche Zusammenkünfte.
Zugleich erinnert die Ausstellung an das 100-jährige Bestehen des Heimatvereins Siebengebirge. Sie zeigt, wie eng die Geschichte des Vereins mit der Erforschung und Bewahrung der regionalen Kulturgeschichte verbunden ist und welche Bedeutung seine Foto- und Sammlungsschätze für die Erinnerung an das Leben im Siebengebirge haben.
Siebengebirgsmuseum der Stadt Königswinter
Kellerstr. 16
53639 Königswinter
Tel. 02223 – 37 03
Noch bis 15. November 2026
Kunstmuseum Villa Zanders
James Ensors fantastische Welten. Druckgraphik aus der Sammlung Deckers

James Ensor, Boote am Strand, 1888, Radierung, handkoloriert, 17,6 x 23,7 cm, Sammlung Quinensor, Ostende, Foto: Steven Decroos
Die Ausstellung widmet sich dem druckgraphischen Werk von James Ensor, einem prägenden Wegbereiter der Moderne. Ab Mitte der 1880er Jahre entwickelte Ensor eine facettenreiche Radierkunst, die bis heute durch ihre expressive Bildsprache und stilistische Vielfalt beeindruckt. Mit mehr als 100 Radierungen, darunter zahlreiche handkolorierte Blätter, gibt die Ausstellung einen umfassenden Einblick in dieses zentrale Schaffen.
Ensors oft ironisch gebrochene Bildwelten sind bevölkert von Masken, Grotesken und gesellschaftskritischen Anspielungen. Sie entziehen sich eindeutigen Stilzuordnungen und bewegen sich zwischen Symbolismus, Satire und gesellschaftlicher Analyse. Thematisch gegliedert erschließt die Ausstellung den künstlerischen Kosmos Ensors und beleuchtet insbesondere die beiden Hauptphasen seines druckgraphischen Schaffens zwischen 1886 und 1889 sowie 1895 und 1899.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Praxis des Kolorierens, mit der Ensor den Ausdruck und die Wirkung seiner Radierungen intensivierte. Darüber hinaus wird sein politisches Engagement in den Blick genommen, das bislang weniger Beachtung gefunden hat. Die Präsentation basiert auf einer umfangreichen Privatsammlung, die in den vergangenen 25 Jahren in Ensors Heimatstadt Ostende aufgebaut wurde und einen seltenen Überblick über sein druckgraphisches Œuvre ermöglicht.
Noch bis 27. Dezember 2026
Deutsches Textilmuseum, Krefeld
Sehnsucht Wald

© Zuzana Branišová Dugovičová
Die Ausstellung vereint mehr als 160 textile Arbeiten von Künstlerinnen sowie angehenden Textilingenieur:innen aus Deutschland, Polen, der Slowakei, Spanien und der Ukraine. In unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten setzen sich die Werke mit dem Wald als Lebensraum, Inspirationsquelle und Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen auseinander.
Der Wald erscheint dabei als Ort der Erholung, als Schauplatz von Märchen und Mythen, als Forschungsraum und Rohstofflieferant, aber auch als Sinnbild für die Folgen des Klimawandels. Die vielfältigen Arbeiten zeigen unterschiedliche künstlerische Perspektiven auf die Natur und laden dazu ein, den Blick auf unsere Umwelt und ihre Schutzbedürftigkeit zu richten.
Deutsches Textilmuseum Krefeld
Andreasmarkt 8
47809 Krefeld
Tel. 02151 - 946 94 50
Noch bis 30. Dezember 2026
Gasometer Oberhausen
Mythos Wald

Die Ausstellung Mythos Wald im Gasometer Oberhausen widmet sich der Vielfalt und Faszination unserer Wälder – von den Regenwäldern Brasiliens über den Kongo bis nach Europa. Sie zeigt Tier- und Pflanzenwelten ebenso wie das Leben indigener Völker und macht auf die Bedrohung des globalen Ökosystems durch Rodung und Klimawandel aufmerksam.
Neben preisgekrönten Naturaufnahmen, Filmsequenzen und Original-Exponaten bietet die Schau eindrucksvolle Highlights wie die Klang- und Lichtinstallation Global Sunrise von Oceans21 – eine Reise durch erwachende Wälder auf fünf Kontinenten, inszeniert von Naturklangexperte Chris Watson und internationalen Medienkünstler:innen. Mit Der Baum, einer 40 Meter hohen Installation von Ars Electronica Solutions, entsteht zudem ein begehbares Gesamtkunstwerk, das einen symbolischen Blick vom Wurzelwerk bis in die Baumkrone erlaubt.
Noch bis 6. Januar 2027
Deutsches Fußballmuseum Dortmund
SUPERHEROES – Jamal Musiala. Florian Wirtz. The Immersive Experience
Die Ausstellung widmet sich den Nationalspielern Jamal Musiala und Florian Wirtz und erzählt ihre sportlichen Wege in einem multimedialen Ausstellungsformat. Erstmals präsentiert das Deutsche Fußballmuseum zwei aktive Spieler in einer eigenen groß angelegten Schau, die in engem Austausch mit den Protagonisten entstanden ist.
Auf rund 1.000 Quadratmetern entfaltet sich eine immersive Inszenierung mit Mehrfachprojektionen, hochauflösendem Filmmaterial, Fotografien, Comic-Elementen, Animationen und ausgewählten Exponaten. Bild, Klang und Raum verbinden sich zu einer vielschichtigen Darstellung, die die Entwicklung der beiden Spieler, ihre Spielweise und ihre Bedeutung für den aktuellen Fußballkontext beleuchtet. Die Ausstellung bewegt sich dabei an der Schnittstelle von digitaler und analoger Präsentation.
Ergänzend wird die Galerieausstellung Lebe deinen Traum! Die Geschichte von Jamal Musiala und Florian Wirtz gezeigt. Sie ist als begehbare Graphic Novel konzipiert und zeichnet den Weg der beiden von den Anfängen bis in mögliche Zukunftsperspektiven nach.
Noch bis 24. Januar 2027
Museum Schloss Homburg
Kleine Figuren – Große Geschichten – PLAYMOBIL Diorama Artist Oliver Schaffer

Burg im Mittelalter, Schloss Homburg Nümbrecht © Oliver Schaffer
Anlässlich des 100-jährigen Museumsjubiläums zeigt Schloss Homburg eine Sonderausstellung mit detailreich gestalteten PLAYMOBIL-Miniaturwelten des Künstlers Oliver Schaffer. In zahlreichen Szenen werden regionale Geschichte und die Geschichte von Schloss Homburg anschaulich dargestellt.
Die Präsentation führt durch verschiedene Epochen und Themen – vom mittelalterlichen Leben auf der Burg bis zur Entwicklung des Museums. Mit einer Vielzahl von Figuren und sorgfältig gestalteten Details entstehen lebendige Einblicke in historische Alltagswelten und bedeutende Ereignisse der Region.
Die Ausstellung richtet sich an Kinder, Familien und Geschichtsinteressierte und verbindet spielerische Inszenierungen mit historischen Inhalten. So werden Vergangenheit und Gegenwart auf anschauliche Weise miteinander verknüpft.
Noch bis 31. Januar 2027
Museum für Ostasiatische Kunst
Schichten und Schnitte. Chinesische Lackkunst

Deckeldose mit Pflaumenblüten, D 8,7 cm, Ming-Dynastie, 15. Jahrhundert © HASTK-RBA, Marion Mennicken
Die Ausstellung präsentiert rund 60 herausragende Beispiele chinesischer Lackkunst vom 12. bis ins frühe 17. Jahrhundert aus einer Kölner Privatsammlung, ergänzt durch ausgewählte Werke des Museums. Im Mittelpunkt stehen kunstvoll gefertigte Lackarbeiten verschiedener Dynastien, darunter selten gezeigte Objekte aus der Yuan-Zeit sowie kostbare Arbeiten für den Kaiserhof der Ming-Dynastie.
Seit Jahrtausenden gehört der Saft des Lackbaums zu den bedeutendsten Werkstoffen Ostasiens. Durch das Auftragen zahlreicher hauchdünner Schichten entstehen Oberflächen von besonderer Tiefe, Leuchtkraft und Haltbarkeit. Die aufwendige Technik der Schnitzlackarbeiten entwickelte sich zu einer hochpräzisen Kunstform, bei der reliefartige Dekore durch feine Schnitte und farbige Schichten herausgearbeitet werden.
Die ausgestellten Werke zeigen die Vielfalt dieser Tradition. Charakteristische rote Schnitzlacke, Schwarzlackarbeiten und Perlmuttintarsien veranschaulichen die hohe handwerkliche und künstlerische Qualität. Die Darstellungen greifen häufig Motive aus der Natur sowie Themen des Daoismus und Buddhismus auf.
Noch bis 31. Januar 2027
Museum für Ostasiatische Kunst
Zum Mondjahr des Pferdes – Ein Galopp durch Zeit und Raum

Pferd mit zwei Gelehrten, Anonym, Hängerolle, Tusche, Farben und Gold auf Papier Korea, Joseon-Periode, spätes 19. Jahrhundert © Seo Heun-kang, NRICH, Republik of Korea
Seit mehr als zwei Jahrtausenden prägt das Pferd die Künste und Kulturen Ostasiens – als himmlisches Reittier, als Statussymbol sowie als Sinnbild für Stärke, Macht und Tugend. Zum Mondjahr des Feuerpferdes, das am 17. Februar 2026 in China, Korea und Japan beginnt, präsentiert die Ausstellung Malereien und Holzschnittdrucke, Keramiken und Porzellane, Bronzeskulpturen und Lackobjekte. Sie zeigen die vielschichtige Bedeutung des Pferdes vom 3. Jahrhundert v. Chr. bis in die Moderne.
Mythologische Vorstellungen spiegeln sich in skulpturalen Grabbeigaben wider, die für ein Leben im Jenseits geschaffen wurden, ebenso wie in Darstellungen, in denen Pferde Gottheiten und Menschen auf übernatürlichen Himmelsreisen begleiten. Die militärische Nutzung des Pferdes machte es seit der Frühzeit zu einem entscheidenden Faktor für Verteidigung und Expansion. Schlachtenszenen sowie Porträts von Generälen und hohen Beamten veranschaulichen diese Bedeutung. Auch der wirtschaftliche und kulturelle Austausch entlang der Seidenstraße wird sichtbar: Die Kunst der Tang-Dynastie (618–907) dokumentiert das Pferd als begehrte Handelsware und Tributgeschenk zwischen dem chinesischen Kaiserhof und den nördlichen Steppenvölkern. Darüber hinaus spielte es eine zentrale Rolle bei der Jagd, was sich besonders in Werken der Qing-Dynastie (1644–1912) zeigt.
In der japanischen und koreanischen Malerei erscheint das Pferd häufig als Begleiter von Samurais, Gelehrten und Reisenden. Seit der Meiji-Zeit (1868–1912) wird es auch in alltäglichen Szenen dargestellt, etwa auf Pferderennbahnen oder als dekoratives Motiv kunsthandwerklicher Objekte. Aufwendig gestaltete Reitaccessoires wie Sättel, Steigbügel und Zaumzeug verdeutlichen darüber hinaus seine Funktion als Macht- und Statussymbol der Oberschichten.
Noch bis Januar 2027
Von der Heydt-Museum Wuppertal
Museum A bis Z: Von Anfang bis Zukunft

Emmy Klinker, Wuppertal, um 1928, Kunst- und Museumsverein im Von der Heydt-Museum Wuppertal © Rechtsnachfolger
Was macht ein Museum aus, und wie sollte es in Zukunft sein? Welche Aufgaben hat ein Museum, und welche Wünsche haben wir an das Museum als Institution und an das Von der Heydt-Museum im Speziellen? Die Ausstellung ermöglicht einerseits ungewohnte und unbekannte Einblicke in die Geschichte und die Vielfalt der Sammlung und richtet andererseits den Blick in die Zukunft. Neben den klassischen Aufgaben Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln prägt die Beschäftigung mit aktuellen Themen wie Diversität, Digitalisierung, Dekolonialisierung und Teilhabe zunehmend die Rolle von Museen. „Museum A bis Z“ führt von Anfang bis Zukunft: von der Gründungsphase des Museums über Themen wie lokales und globales Sammeln, koloniale Kontexte, Provenienzforschung bis hin zur Vielfalt der Sammlung und möglichen Zukunfts-perspektiven. Wertvollen Textilien aus dem heutigen Indonesien und außereuropäischen Plastiken werden Wuppertaler Ansichten u. a. von Adolf Erbslöh, Emmy Klinker, Erich Heckel, Oskar Schlemmer oder Marie Luise Oertel gegenübergestellt. Eine besondere Gemäldeauswahl ermöglicht den Blick auf die Vielfalt einer Gattung, während kunsthandwerkliche Objekte die Vielfalt von Material und Technik erlebbar machen. Die Provenienzforschung bildet einen weiteren wichtigen Schwerpunkt der Ausstellung: Ihre Bedeutung und gesellschaftliche Verantwortung wird anhand der Geschichte des Gemäldes „Bildnis Felix Benjamin“ von Max Liebermann erläutert, das 2023 an die Erben des von den Nationalsozialisten verfolgten und ermordeten Felix Benjamin restituiert und anschließend zurückerworben wurde.
Noch bis 28. Februar 2027
Deutsches Tanzarchiv Köln/SK Stiftung Kultur
Inscrit – Schreiben mit dem Körper | Eine Ausstellung für Raimund Hoghe

Raimund Hoghe © Rosa Frank
Die Ausstellung widmet sich dem Werk des Choreographen, Tänzers und Filmemachers Raimund Hoghe (1949–2021) und beleuchtet sein künstlerisches Vermächtnis. Im Zentrum steht sein choreographisch-tänzerisches Schaffen, das bis heute von Weggefährt:innen und ehemaligen Tänzer:innen weitergeführt wird.
Ausgehend von Hoghes Arbeiten fragt die Ausstellung, wie sich Tanz als flüchtige Kunstform festhalten lässt. Sie untersucht, wie choreographische Prozesse in Erinnerungen, Materialien, Fotografien und Archiven sichtbar werden und welche Rolle dokumentarische Formen dabei spielen.
Zugleich gibt die Präsentation Einblicke in die Arbeit des Deutschen Tanzarchivs Köln und macht deutlich, wie künstlerische Praxis bewahrt und vermittelt werden kann. So entsteht ein vielschichtiger Zugang zu einem Werk, das den zeitgenössischen Tanz nachhaltig geprägt hat.
Im Mediapark 7
50670 Köln
Tel. 0221 – 888 95-400
Noch bis 11. Oktober 2026
Clemens Sels Museum Neuss
Endlich Schöner Wohnen – Farbige Öldrucke zwischen Kitsch und Kostbarkeit

Hans Zatzka, Elfenspiel, um 1900, Clemens Sels Museum Neuss, Foto Carsten Gliese
Die Jahresausstellung widmet sich dem farbigen Öldruck, der um 1900 zu den beliebtesten Wandschmuckformen in vielen Haushalten zählte. Rund 80 Exponate aus der museumseigenen Sammlung sowie aus Privatbesitz zeigen die Vielfalt dieser preiswerten Bilddrucke, die zwischen kunsthistorischem Anspruch, Massenproduktion und Alltagskultur angesiedelt waren.
Neben beliebten Motiven wie Landschaften, Madonnenbildern oder röhrenden Hirschen präsentiert die Ausstellung auch hochwertige Faksimile-Drucke, die Ölgemälden täuschend ähnlich sahen. Sie veranschaulicht, wie Kunstwerke berühmter Meister durch erschwingliche Reproduktionen einem breiten Publikum zugänglich wurden und so das Bildverständnis ganzer Generationen prägten.
Die Ausstellung lädt dazu ein, den Öldruck neu zu entdecken und seine Bedeutung zwischen Kitsch, Kunst und populärer Bildkultur zu erkunden.
Clemens Sels Museum Neuss / Feld-Haus
Berger Weg 5
41472 Neuss
Tel. 02131 – 90 41 41
Noch bis 9. Mai 2027
K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Playground – Ein Spielplatz im Museum

© Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Die Ausstellung verwandelt die große Halle des K20 in eine begehbare Spiellandschaft, die Kinder zum Entdecken und Mitmachen einlädt. Die Künstlerin Sonia Kazovsky hat dafür ein raumgreifendes Kunstwerk geschaffen, in dem Bewegung, Fantasie und gemeinsames Erleben im Mittelpunkt stehen.
Kinder können klettern, rennen, rollen und mit verschiedenen Elementen der Installation interagieren. Mithilfe von Requisiten und Kostümen entstehen neue Rollen und Spielwelten, die individuell gestaltet werden können. So wird das Museum zu einem Ort, an dem Kunst nicht nur betrachtet, sondern aktiv erlebt wird.
Die Ausstellung richtet sich besonders an Familien und möchte einen niedrigschwelligen Zugang zur modernen und zeitgenössischen Kunst schaffen. „Playground“ versteht sich als offener Raum, in dem gemeinsames Spielen, Entdecken und Gestalten möglich ist.K20 Stiftung Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Grabbeplatz 5
40213 Düsseldorf
Tel. 0211 – 838 17 30
Noch bis 18. April 2027
mondo mio! Kindermuseum Dortmund
unSICHTBAR verbunden. Im Boden

© mondo mio! Kindermuseum / R. Horstmann
Die Mitmach-Ausstellung lädt Kinder und Familien dazu ein, die verborgene Welt unter unseren Füßen zu entdecken. Sie zeigt den Boden als Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Pilze, als Quelle wertvoller Rohstoffe und als Grundlage für unser tägliches Leben.
An interaktiven Stationen erfahren Besucher:innen, wie eng Mensch und Natur miteinander verbunden sind. Dabei geht es um Fragen wie: Welche Tiere leben im Boden? Wie wachsen Pflanzen? Welche Schätze verbergen sich unter der Erde? Spielerische Experimente, Kreativangebote und Mitmachstationen vermitteln anschaulich, welche Bedeutung der Boden für unsere Umwelt und Ernährung hat.
Die Ausstellung macht die oft unsichtbaren Zusammenhänge im Boden erlebbar und regt dazu an, diesen wertvollen Lebensraum mit neuen Augen zu betrachten.mondo mio! Kindermuseum Dortmund
Florianstr. 2
44139 Dortmund
Tel. 0231 - 502 61 27
Noch bis 19. September 2027
Kunstmuseum Bonn
Neue Sammlungspräsentation Klassische Moderne

Franz Wilhelm Seiwert, Diskussion, 1926, Kunstmuseum Bonn, Foto: Reni Hansen
Das Kunstmuseum Bonn zeigt seine Werke der Klassischen Moderne in einer neuen Perspektive: Statt einer rein kunsthistorischen Einordnung liegt der Fokus nun auf den Menschen hinter den Bildern – ihren Lebenswegen, Beziehungen und Schicksalen. Die Präsentation folgt den Spuren von Künstlerinnen und Künstlern, ihren Familien sowie Sammlerinnen und Sammlern. Biografien und Werkprovenienzen öffnen dabei den Blick für die gesellschaftlichen Kontexte, in denen die Werke entstanden und weitergegeben wurden.
Neben bekannten Werken der Rheinischen Expressionisten sind auch selten gezeigte Arbeiten von Marta Worringer, Käthe Kollwitz, Olga Oppenheimer und weiteren Positionen zu entdecken. Eine Einladung, Kunst und Geschichte neu zu erleben – ganz persönlich und nah an den Menschen, die sie geprägt haben.
Noch bis Sommer 2029
Oberschlesisches Landesmuseum
Jesderkusch! Oder die verzwickte Geschichte Oberschlesiens

© SHOS | OSLM, Leonie Langen
Was ist ein Familok? Und seit wann gibt es Dinosaurier in Oberschlesien? Welche berühmten Persönlichkeiten prägten die Welt der Wissenschaft, des Sports und der Kultur? Welche Köstlichkeiten dürfen auf keinem sonntäglichen Mittagstisch fehlen? Diese und andere Fragen werden auf insgesamt acht Tafeln beantwortet und durch praktische Angebote sinnlich erfahrbar gemacht. Und wer von den Inhalten der Ausstellung vor Ort nicht genug bekommen kann, kann das zweisprachige (deutsch-polnisch) Buch, das der Präsentation zugrunde liegt, im Museumsshop vor Ort erwerben.
Ein Schwerpunkt der musealen Vermittlungsarbeit ist es, ein Verständnis für die Geschichte und Gegenwart der Bezugsregion zu entwickeln. Dies kann durch den Besuch von Ausstellungen geschehen, aber auch durch das Lesen und Erleben von Inhalten, die uns die faszinierende lokale Geschichte, die reiche Kultur und die Traditionen näherbringen. Aus diesem Grund hat sich das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit etwas Besonderes einfallen lassen: eine Ausstellung, die auf dem Buch „Jesderkusch! Oder die verzwickte Geschichte Oberschlesiens“ basiert. Der Text wurde von Monika Rosenbaum überarbeitet und die Illustrationen von Darya Hancharova ergänzt. Abgerundet wird die Ausstellung durch deutsch-polnische Hörbeiträge. Das Projekt wurde vom Deutschen Konsulat in Oppeln unterstützt. Dank einer freundlichen Leihgabe kann das Oberschlesische Landesmuseum eine Version der Ausstellung zeigen.
Stiftung Haus Oberschlesien
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstr. 6
40883 Ratingen
Tel. 02102 – 96 50
Kommende Ausstellungen
Vom 21. August bis 27. September 2026
Kunstpalast Düsseldorf
Made in Düsseldorf #8 – In Szene gesetzt

Amanda Ross-Ho, OMEGA XXS, 2024, UV cured resin, automotive primer, acrylic paint, waterslide decals, acrylic lacquer, silicone encased copper wire, 33 x14.3 x 20.4 cm, Foto: Jeffrey Nakamura © Amanda Ross-Ho
Die Ausstellung versammelt Werke aus der Kunstsammlung der Stadtsparkasse Düsseldorf und widmet sich der Frage, wie Wirklichkeit durch künstlerische Medien wahrgenommen und dargestellt wird. Fotografien, Filme, Klangarbeiten und Skulpturen untersuchen das Verhältnis von Realität, Inszenierung und subjektiver Wahrnehmung.
Die beteiligten Künstler:innen setzen sich mit den Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Medien auseinander. Dabei zeigen sie, wie Bilder, Töne und Objekte unsere Sicht auf die Welt prägen, verändern oder hinterfragen und eröffnen neue Perspektiven auf das Zusammenspiel von Wirklichkeit und künstlerischer Interpretation.
Die Ausstellungsreihe „Made in Düsseldorf“ präsentiert zeitgenössische Künstler:innen mit Bezug zu Düsseldorf und dem Rheinland und macht die Vielfalt der regionalen Kunstszene sichtbar. Der Eintritt ist frei.Kunstpalast Düsseldorf
Ehrenhof 4-5
40479 Düsseldorf
Tel. 0211 – 56 64 21 00
Vom 30. August bis 25. Oktober 2026
Kunstmuseum Bonn
100 Jahre GEDOK – Schenkungen an das Kunstmuseum

Iris Hoppe, Exercise to stay in balance, 2017, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens präsentiert die GEDOK eine Auswahl von Grafiken, die seit 1988 als Schenkungen in die Sammlung des Kunstmuseums Bonn aufgenommen wurden. Die Ausstellung würdigt das langjährige Engagement der Künstlerinnenvereinigung, die sich seit ihrer Gründung 1926 für die Förderung und Sichtbarkeit von Künstlerinnen einsetzt.
Die gezeigten Arbeiten stehen in engem Zusammenhang mit dem Grafikpreis der GEDOK, der über viele Jahre als Dr.-Theobald-Simon-Preis und heute als Gabriele-Vossebein-Preis vergeben wird. Mit jeder Preisvergabe gelangt eine ausgezeichnete Grafik als Schenkung in die Sammlung des Kunstmuseums Bonn und dokumentiert so die Vielfalt zeitgenössischer künstlerischer Positionen.
Vom 10. September 2026 bis 31. Januar 2027
August Macke Haus
Chunqing Huang: Reflections

Chunqing Huang, August Macke (Painter’s Portrait), 2016, Öl auf Leinwand 40 × 30 cm © Chunqing Huang, Foto: Wolfgang Günzel
Die Sonderausstellung zeigt rund 70 Gemälde und Fotografien der in Frankfurt am Main lebenden Künstlerin Chunqing Huang. Mit ihrer expressiven Bildsprache und ihrem freien Umgang mit Farbe und Form setzt sie sich mit August Macke und dem Expressionismus auseinander und eröffnet neue Perspektiven auf dessen Werk.
Im Mittelpunkt stehen Werkserien der vergangenen zehn Jahre, darunter Painter’s Portrait, in der Huang bedeutende Künstler:innen der Moderne und Gegenwart aus der Erinnerung neu interpretiert. Weitere Serien wie Rideau Avignon und City Life greifen Themen wie urbane Lebenswelten und flüchtige Alltagsszenen auf und knüpfen damit an Motive August Mackes an. Ergänzt wird die Ausstellung durch Arbeiten aus der Reihe En Vogue, darunter eigens für die Ausstellung entstandene Werke, die erstmals öffentlich präsentiert werden.
Vom 11. Oktober 2026 bis 2. Mai 2027
Bundeskunsthalle Bonn
NIE WIEDER! Gegen das Vergessen der NS-Verbrechen

Raffael Rheinsberg, Hand und Fuß, 1980, Foto: Annette Kradisch, © Neues Museum Nürnberg
Der Kulturherbst wird mit einem Thema eröffnet, das dringlicher nicht sein könnte. Wie steht es um die Erinnerungskultur und Gedenkpolitik in Deutschland? In den kommenden Jahren wird es kaum noch Überlebende des Holocaust und andere Opfer des NS-Regimes geben, die über ihre Erlebnisse berichten könnten. Aber sie hinterlassen ihre Zeugnisse in Büchern, Tonaufnahmen, Filmen und eigenen Kunstwerken. NIE WIEDER! Gegen das Vergessen der NS-Verbrechen widmet sich der sich verändernden Erinnerungskultur in Bezug auf die Verbrechen des Nationalsozialismus. Die Ausstellung untersucht vor allem mit Mitteln der Kunst und digitaler Medien sowie mit historischen Zeugnissen und Objekten verschiedene Methoden des Gedenkens.
