Ausflug

Sonderausstellungen in den Museen in Köln, Bonn und im Umland

Petra Schulte · 20.01.2022

zurück zur Übersicht
© Mypurgatoryyears/StockPhoto.com

© Mypurgatoryyears/StockPhoto.com

Hier findet ihr eine Auswahl an aktuellen Ausstellungen, die auch für Familien mit Kindern interessant sind.

Welche Museen auch für einen Besuch mit euren ganz Kleinen geeignet sind, haben wir für euch in der Übersicht Museum mit Baby zusammengetragen.

Wenn ihr bei eurem Museumsbesuch nicht auf frische Luft und freien Himmel verzichten wollt, lohnt sich ein Besuch in einem der Freilichtmuseen in der Nähe von Köln und Bonn.

Kurse, Workshops und Führungen der verschiedenen Museen findet ihr in unserem Kalender.

Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren und Entdecken!

Bereits laufende Ausstellungen:

 

Noch bis 23. Januar 2022

Museum Ludwig

August & Marta


Installationsansicht August & Marta, Museum Ludwig, Köln, 16.10.2021-23.1.2022 Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln/Marleen Scholten

Wie August Sander die Malerin Marta Hegemann (und ihr Kinderzimmer!) fotografierte. Eine Präsentation für Kinder
In der Präsentation für Kinder im Fotoraum unternimmt das Museum Ludwig den Versuch, ein Kinderzimmer, für das Marta Hegemann 1929 mehrere Wandgemälde entwarf, erlebbar zu machen. Außer Fotografien, die August Sander aufnahm, ist davon heute nichts mehr erhalten. Die ganz Jungen sind explizit dazu eingeladen, die Porträts und Originalgrafiken von Hegemann zu erkunden. Die Fotografien und Grafiken, die präsentiert werden, werden in eine kindgerechte Höhe gehängt. Die Wandgemälde Hegemanns werden in Originalgröße reproduziert. Die jungen Besucher:innen sind eingeladen, selbst aktiv zu werden und dem Schwarzweiß der Fotografien ihre Farbfassung von Hegemanns Gemälden entgegenzusetzen.

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-261 65

 

Noch bis 23. Januar 2022

Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig

Expedition ins Reich des Schneeleoparden


© Pixabay

Wie und wo leben Schneeleoparden? Welchen Gefahren sind sie ausgesetzt? Wie können wir sie schützen? Die interaktive Ausstellung nimmt dich mit auf eine Reise in das Reich der seltenen Großkatze. Begleite sie in die Hochgebirge Zentralasiens. Erstelle Pfotenabdrücke im Sand, fange Beutetiere auf dem Monitor, erkunde eine echte Eisenschlagfalle. An jeder der zwölf Länder-Stationen lernst du ein bisschen mehr über den geheimnisvollen „Geist der Berge“ und kannst ihm am Ende sogar Auge in Auge gegenüberstehen – per Augmented Reality.
Schneeleoparden zählen zu den seltensten Großkatzen der Erde. Weltweit leben nur noch 4.000 bis 6.400 der Tiere in freier Wildbahn. Der NABU setzt sich seit 1999 für ihren Schutz ein. Mit der Ausstellung lenkt der NABU den Fokus auf eine besonders seltene und unbekannte Tierart, die still und unbemerkt zu verschwinden droht.

Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig
Adenauerallee 160
53113 Bonn
Tel. 0228 – 912 21 02

 

Noch bis 30. Januar 2022

Frauenmuseum Bonn

inside-outside


Plakat zur Ausstellung inside-outside, Ausschnitt © Frauenmuseum Bonn

inside-outside ist ein interkulturelles Land-Art-Projekt für Kinder und Jugendliche aus Bonn, entweder geflüchtet und im Erstaufnahmelager Ermekeilkaserne untergebracht oder hier wohnend und im Haus der Jugend zu Besuch. Das Besondere an dem Konzept ist das spartenübergreifende Verbinden von Bildender Kunst und Musik mit dem Thema „inside-outside“, dem Wechsel zwischen innerem Erleben und Außenraum. Wie erleben die Teilnehmer:innen die Enge der coronaregulierten Kaserne, den permanent drohenden Lockdown mit Homeschooling, die Bewegungsunfreiheit, den Druck von allen Seiten? Wovon träumen sie? Welche inneren Wunschwelten werden erfunden?
Die Besucher:innen bekommen Einblicke in die Welt der Kinder und Jugendlichen durch Bilder, Objekte und ein Video.

Frauenmuseum Bonn
Im Krausfeld 10
53111 Bonn
Tel. 0228 - 69 13 44

 

Noch bis 30. Januar 2022

Museum Ludwig

Der geteilte Picasso. Der Künstler und sein Bild in der BRD und DDR

Pablo Picasso, Die Taube, 1949, Kunstmuseum Pablo Picasso Münster © Succession Picasso/VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Was verbinden wir mit Pablo Picasso? Und was haben die Deutschen der Nachkriegszeit mit ihm verbunden, als sein Ruhm auf dem Höhepunkt war? Nicht nur um den Künstler geht es hier, sondern um sein Publikum, das sich im kapitalistischen Westen und im sozialistischen Osten Picassos Kunst denkbar verschieden zurechtlegte. Der deutsche Picasso war ein geteilter und zerteilter. Die Ausstellung zeigt politische Werke, etwa das Gemälde Massaker in Korea (1951) aus dem Pariser Musée Picasso. Neben sie treten rund 150 Exponate, die Picassos Werk in seinen Wirkungen spiegeln: Ausstellungsansichten, Plakate und Kataloge, Presseberichte, Briefe, Akten, Filme und Fernsehberichte, außerdem ein Theatervorhang aus dem Berliner Ensemble, auf den Bertolt Brecht „die streitbare Friedenstaube meines Bruders Picasso“ malen ließ.

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln
Tel. 0221 - 221 261 65

 

Noch bis 30. Januar 2022

Museum für Ostasiatische Kunst

100 Ansichten des Mondes - Japanische Farbholzschnitte von Tsukioka Yoshitoshi (1839 bis 1892)

Yasumasa spielt bei Mondlicht Flöte, Tsukioka Yoshitoshi (1839-1892), Farbholzschnitt, ōban Tryptichon 114 x 75 cm, Japan, 1883 © Nihon no hanga Amsterdam

Yoshitoshi ist der letzte große Holzschnittmeister der japanischen Ukiyo-e-Tradition. Die Serie 100 Ansichten des Mondes gilt als seine größte Errungenschaft, in ihr werden die Geschichte und Mythologie des alten Japan zum Leben erweckt. In allen hundert Drucken spielt der Mond eine zentrale Rolle – häufig ist er deutlich im Bild zu erkennen, manchmal wird auf ihn auch nur in den schönen Gedichten der Textkartuschen verwiesen. Der Mond hat in Ostasien eine religiöse Bedeutung. Der Vollmond spielt zum Beispiel eine wichtige Rolle im Leben des historischen Buddha. In der japanischen Kunst symbolisiert der Mond zumeist die Unbeständigkeit des Lebens. In diesem Sinne ist er mit dem japanischen Konzept von „mono no aware“, wörtlich: dem „Pathos der Dinge“, verbunden. Neben den japanischen Farbholzschnitten werden zahlreiche andere Objekte wie Hängerollen und Schreibkästen, Schwertzierrate und Stichblätter, Netsuke und Inrō aus der museumseigenen Sammlung gezeigt, die sich auf die japanische Mond-Kultur beziehen.

Museum für Ostasiatische Kunst
Universitätsstr. 100
50674 Köln
Tel. 0221 - 221-286 17

 

Noch bis 30. Januar 2022

NS Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Philibert & Fifi - Karikaturen und Zeichnungen eines französischen Zwangsarbeiters


Karikatur von Philibert-Charrin (1920 bis 2007), Ohne Recht, ca. 1941/42

Eine ungewöhnliche Sonderausstellung zeigt das NS-DOK vom 29. September 2021 bis zum 30. Januar 2022: Zeichnungen und Karikaturen eines französischen Zwangsarbeiters, die er während seiner Dienstverpflichtung in den Jahren 1943 bis 1945 in der Steiermark anfertigte. Der junge französische Künstler Philibert-Charrin (1920 bis 2007) wurde 1943, im Alter von 23 Jahren, vom Vichy-Regime zur Zwangsarbeit in das Deutsche Reich verpflichtet. Es folgte ein Einsatz als Erdarbeiter in der Steiermark, in der Nähe von Graz.  
Charrin war ein begabter Zeichner und Karikaturist, der schon in jungen Jahren politische Karikaturen anfertigte. Er setzte sich bereits in seinen frühen Arbeiten mit dem Nationalsozialismus auseinander und karikierte Hitler, Göring und Goebbels. Während seiner Zeit als Zwangsarbeiter schuf er sich mit seinen Zeichnungen eine eigene Welt abseits der harten Arbeitsbedingungen. Mit Blick für die Eigenheiten der Menschen zeichnete er mit spitzer Feder das Lagerleben, die Arbeit und die Einheimischen. Eine Besonderheit in seinen Zeichnungen ist das Strichmännchen „Fifi“, sein Alter Ego, als beobachtender Kommentator in den Zeichnungen.
Den Karikaturen und Zeichnungen kommt eine große Bedeutung zu: Sie stellen eines der wenigen zeitgenössischen Dokumente über die Zeit der Zwangsarbeit auf dem Gebiet der früheren Republik Österreich dar und geben Einblicke in die vielfach zu wenig beachtete Geschichte der westeuropäischen Zwangsarbeiter:innen.

NS Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Appellhofplatz 23-25
50667 Köln
Tel. 0221 - 221 12-63 32

 

Noch bis 30. Januar 2022

Museum Schnütgen

Von Frauenhand. Mittelalterliche Handschriften aus Kölner Sammlungen


Einzelblatt aus einem zweibändigen Graduale, Köln, St. Klara, um 1360, Köln, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, M 5 (Detail) © Köln, WRM, Graphische Sammlung, Stanislaw Rusch

In der Ausstellung werden jahrhundertealte und kostbar verzierte Bücher ausgestellt, welche von Nonnen in Frauenklöstern geschrieben wurden. Dabei gibt es viele phantasievolle Details zu entdecken und man erfährt Interessantes über das Leben der Frauen im Mittelalter.
Das im Mittelalter von Hand geschriebene, künstlerisch gestaltete Buch übt bis heute eine starke Faszination aus. Die Herstellung war nicht allein Männersache, sondern lag vielfach auch in den Händen von Frauen. In Kooperation mit der Erzbischöflichen Diözesan- und Dombibliothek Köln (EDDB) zeigt das Museum Schnütgen eine Auswahl an Handschriften, die von Ordensfrauen in Nordfrankreich, Köln, Niedersachsen und Nürnberg eigenhändig geschaffen wurden.

Museum Schnütgen
Cäcilienstr. 29-33
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-313 55

 

Noch bis 30. Januar 2022

Kunstmuseum Villa Zanders

Peter Tollens - something to live for


Im Atelier von Peter Tollens, Herbst 2020

Für Peter Tollens (*1954) ist Malerei in der bildenden Kunst die Königsdisziplin von Anfang an. In seiner vielschichtigen Ölmalerei auf Holz, Leinwand oder Plexiglas geht er über die intensive Auseinandersetzung mit Farbe und dem Bildträger ihrem Wesen auf den Grund. In der häufig gewebeartig verdichteten Struktur seiner Gemälde verbinden sich die Farben je nach Lichteinfall und Betrachtungswinkel zu wechselnden, lebhaft miteinander kommunizierenden Sinneseindrücken. Der zeitliche Aspekt spielt eine wichtige Rolle. Die Nuancen und feinen Kontraste erschließen sich dem Auge erst nach und nach, bis deutlich wird, dass die Betrachtung an kein wirkliches Ende gelangen kann, da immer neue Eindrücke entstehen. Vermeintlich monochrome Farbfelder verwandeln sich in vibrierende Farbräume. Die Bewegtheit des Einzelbildes bleibt nicht an dessen äußerer Kontur stehen, sondern nimmt Kontakt mit dem Raum auf, so dass sich zwischen den Werken der Ausstellung, dem Publikum und dem Raum vielfältige Wechselbeziehungen einstellen. Auratische, den Raum dominierende Großformate wechseln mit mittleren und kleinen Formaten, die in rhythmischen Konstellationen zusammenfinden. Darüber hinaus sind eine Auswahl der Aquarelle, Zeichnungen und Künstlerbücher von Peter Tollens sowie einige seiner Landschaften zu sehen, die bisher erst selten der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Kunstmuseum Villa Zanders
Konrad-Adenauer-Platz 8
51465 Bergisch Gladbach
Tel. 02202 – 14 23 56

 

Noch bis 30. Januar 2022

Kunstmuseum Villa Zanders

WIR LICHTGESTALTEN


© Kunstmuseum Villa Zanders

WIR LICHTGESTALTEN ist ein gemeinschaftliches Projekt der Fotografin Heide Prange und des inklusiven Tanztheater-Ensembles Lichtgestalten aus Bergisch Gladbach unter der Leitung von Sonja Schumacher, die seit Dezember 2019 zusammenarbeiten. Herzstück der Ausstellung sind Fotografien, die die Tänzerinnen und Tänzer im Künstlerportrait sowie in lebendigen Schattenbildern zeigen.
Unter dem Namen Lichtgestalten kreieren 24 Künstlerinnen und Künstler seit Januar 2016 gemeinsam eigene Stücke und inszenieren ihre Geschichte auf moderne und theatralische Weise auf der Bühne. Heide Prange hat sich intensiv mit den starken Persönlichkeiten jeder einzelnen Lichtgestalt auseinandergesetzt und ihre Einzigartigkeit und Schönheit gekonnt im Bild festgehalten. Ihr besonderer Blick sowie ihre emotionale Verbindung zu den Dargestellten lassen die Ausstellung zu einem lebendigen Erlebnis werden, in dessen Fokus immer der Mensch steht. Begleitet werden die Fotografien von aussagekräftigen Zitaten einzelner Mitglieder zur persönlichen Bedeutung des Tanztheaters.

Kunstmuseum Villa Zanders
Konrad-Adenauer-Platz 8
51465 Bergisch Gladbach
Tel. 02202 – 14 23 56

 

Noch bis 6. Februar 2022

Papiermuseum Düren

Zitruspapiere – Fashion für Orangen


Orangenpapier, Motiv: Transportmittel (Vespa), Beschriftung: Preferite Agrumi della conca d'oro, Francesco li Castri-Villabate-Palermo, Import' d'Italie, Hersteller: S.I.V. spa. Bagheria, Farbdruck auf Seidenpapier, 21,3 x 20 cm, Italien, Schenkung Kurth Holtvoeth, Foto: Peter Hinschläger

Viele Menschen kennen sie aus ihrer Kindheit: Bunt bedruckte Papiere, in die Orangen und Mandarinen beim Obsthändler eingepackt waren. Heute werden sie seltener, stellen aber immer noch einen Kaufanreiz dar, sprechen für die Kostbarkeit der einzeln verpackten Frucht und versprechen einen zauberhaften Geschmack. Zitruspapiere sind seit dem Ende des 19. Jahrhunderts mit Grafiken geschmückt: Alltagsgrafik, die einerseits der Werbung diente, aber andererseits auch Moden und Werte ihrer Entstehungszeit spiegelt. In den Jahren 2014 und 2019 wurden dem Museumsverein Düren zwei Sammlungen mit jeweils 2410 und 615 Papieren geschenkt, von denen ca. 300 Blätter in der Ausstellung „Zitruspapiere – Fashion für Orangen“ vorgestellt werden.

Papiermuseum Düren
Hoeschplatz 1
52349 Düren
Tel. 02234 - 992 15 55 (kiR – KulturInfo Rheinland)

 

Noch bis 6. Februar 2022

Max Ernst Museum Brühl des LVR

Surreale Tierwesen


Leonora Carrington, Pastoral, 1950, Öl auf Leinwand, Privatsammlung © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Mary-Anne Martin Fine Art, New York

Die Ausstellung mit rund 140 Werken von 70 internationalen Künstler:innen widmet sich der Welt der Tiere und der erdachten Geschöpfe und lädt zu einem ungewöhnlichen Zoobesuch ein. Das Bestiarium, das die Bildwelten des Surrealismus beherrscht, ist in diesem Umfang und in dieser Vielfältigkeit bisher noch nie in einer Ausstellung behandelt worden, obwohl sich zahlreiche Künstler:innen entsprechende Privatphantome und Mischwesen, teilweise als Alter Ego, erschaffen haben: sei es der Vogel bei Max Ernst, der Hund bei Dorothea Tanning oder die Sphinx bei Leonor Fini. Die Werke, darunter Gemälde, Skulpturen, Arbeiten auf Papier, illustrierte Bücher und Zeitschriften sowie Filme, werden zusammen mit literarischen Texten präsentiert. Damit wird der Bogen von den Anfängen der surrealistischen Bewegung in der Literatur und bildenden Kunst der frühen 1920er-Jahre bis zur Jahrtausendwende gespannt und die Variationsbreite der künstlerischen Positionen aufgezeigt.

Die Ausstellung versammelt Werke u.a. von André Breton, Luis Buñuel, Leonora Carrington, Salvador Dalí, Marcel Duchamp, Max Ernst, Meret Oppenheim, Man Ray bis hin zu Pablo Picasso sowie unbekanntere bzw. wieder zu entdeckende Arbeiten wie z.B. von Jean Benoît, Greta Knutson, Edith Rimmington, Friedrich Schröder-Sonnenstern oder Remidios Varo. In der Schausammlung des Museums sind zudem über 100 Tierdarstellungen von Max Ernst zu sehen, die seine Bildwelten humorvoll und anspielungsreich bevölkern.

Max Ernst Museum Brühl des LVR
Comesstr. 42 / Max-Ernst-Allee 1
50321 Brühl
Tel. 02232 – 57 93-0
 
 

Noch bis 13. Februar 2022

Bundeskunsthalle Bonn

Adam, Eva und die Schlange


Gretchen Faust, Adam, Eve and the Serpent, 1991, Schenkung Sammlung Hoffmann, Staatliche Kunstsammlungen Dresden © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: SKD/Klemens Renner

Mit fast 200 hochkarätigen Werken aus Malerei, Fotografie, Zeichnung, Skulptur, Installation und Videokunst präsentiert die Bundeskunsthalle einen umfangreichen Überblick moderner und zeitgenössischer Kunst aus der bedeutenden Privatsammlung von Erika und Rolf Hoffmann. Die Ausstellung erlaubt einen tiefen Einblick in die Sammlung in ihrer Individualität, Subjektivität und auch Privatheit. Die Präsentation bietet überraschende Korrespondenzen und spiegelt grundsätzliche existenzielle und philosophische Fragen, die zeitlos sind und bis heute in unserer Gesellschaft Gültigkeit haben. Gezeigt werden Arbeiten von Künstler:innen wie Carla Accardi, Yael Bartana, Christian Boltanski, Monica Bonvicini, Isa Genzken, Felix González-Torres, Georg Herold, Barbara Kruger, Yayoi Kusama, Ernesto Neto, Julian Rosefeldt, Frank Stella, Wolfgang Tillmans oder Andy Warhol. Die Vielfalt der künstlerischen Äußerungen spiegelt in der Ausstellung die Reichhaltigkeit der Sammlung.

Bundeskunsthalle
Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn
Tel. 0228 – 917 10

 

Noch bis 20. Februar 2022

Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt

Eine Seele in Allem – Begegnungen mit Ainu aus dem Norden Japans

Obergewand (attush) aus Ulmenbast aus dem 19. Jahrhundert © Rheinisches Bildarchiv (RBA), Helmut Buchen

Die Gruppen der Ainu gelten als die indigenen Bewohner:innen Nordjapans, die ursprünglich als Jäger-Sammler-Gemeinschaften überwiegend auf den Inseln Hokkaido und Sachalin lebten. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurden sie von Japan kolonisiert, umgesiedelt und ausgebeutet. Erst nach Mitte des 20. Jahrhunderts entstand eine starke Rückbesinnung auf ihre Traditionen und eine Revitalisierungsbewegung entstand, die 2008 zur Anerkennung als indigene Gruppe und 2019 zu deren gesetzlicher Implementierung seitens der japanischen Regierung führte.
In der Ausstellung liegt der Hauptfokus auf der aktuellen Revival-Bewegung der Ainu-Gruppen mit einer Vielzahl von Stimmen von Ainu-Repräsentant:innen. Außerdem erfahren die Besucher:innen mehr über die Historie der musealen Sammlung, bekommen einen Einblick in die Glaubensvorstellungen sowie den Wandel von Stereotypen und einen Eindruck von der Schönheit der materiellen Kultur. Ein besonderes Highlight stellt ein besticktes Ainu-Gewand aus Rindenbast dar. Die Ausstellung verbindet die Vergangenheit mit der Gegenwart, eröffnet neue Perspektiven und berührt durch die Intensität der vielseitigen „Begegnungen“.

Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt
Cäcilienstr. 29-33
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-313 56

 

Noch bis 20. Februar 2022

Haus der Natur Bonn

Wildleben

Aquarell eines Löwen © Bodo Meier

Zu sehen sind Aquarelle des Bonner Künstlers Bodo Meier, der auf seinen Reisen durch die Wildnisse Afrikas seine Begegnungen mit der faszinierenden Tierwelt festgehalten hat.
Ob gefährlicher Löwe oder geheimnisvoller Schmetterling - durch die Malerei möchte Bodo Meier einen unmittelbaren Kontakt zu den wilden Tieren herstellen. Dafür nutzt der Künstler die spontane Technik des Aquarells, bei der die Farbe mit Wasser aufgetragen wird und keine Korrekturen möglich sind. Neben den Tieren Afrikas zeigt Bodo Meier im Haus der Natur auch Aquarelle heimischer Wildtiere.

Haus der Natur
An der Waldau 48
53127 Bonn
Tel. 0228 – 778 77 22

 

Noch bis 20. Februar 2022

Stiftung KERAMION Frechen

Hang on to a Dream - Scherben im KERAMION


Beate Höing, playing by heart, glasierte Keramik, Fundstücke aus Porzellan, 300 x 220 cm, 2020, Foto: Beate Höing

Scherben wünscht sich in einem Keramikmuseum niemand. Normalerweise. Dass es völlig anders sein kann, zeigt die Ausstellung „Hang on to a Dream“ mit Arbeiten von Beate Höing (*1966). Tausende von Porzellanbruchstücken hat die studierte Malerin, die seit 2008 auch plastisch arbeitet, für diese ausgesprochen imposante Werkgruppe der sogenannten „Teppiche“ mit selbstgeformten keramischen Elementen zu wohlgeordneten Assemblagen kombiniert. Neben den „Teppichen“ fertigt die Künstlerin Kleinplastiken ebenfalls aus einer Kombination von Keramikfragmenten und Selbstmodelliertem. Thematisch sind auch diese Werke in der Welt der Mythen, Märchen und Volkskunst angesiedelt, gepaart mit den eigenen Erinnerungen und einer Verbindung zu Spirituellem.

Stiftung Keramion
Bonnstr. 12
50226 Frechen
Tel. 02234 – 69 76 90

 

Noch bis 13. März 2022

Glasmuseum Rheinbach

Paolo Venini – Venedigs Glanz in Glas


© LE STANZE DEL VETRO, Venedig

VENINI – der Name der italienischen Glasmanufaktur steht wie kein anderer für Glas aus Venedig. Die Wurzeln dieser ruhmreichen Manufaktur reichen zurück bis ins Jahr 1925, als Paolo Venini (1895-1959) zusammen mit Napoleone Martinuzzi und Vittorio Zecchin das Unternehmen gründete. Bis zu seinem Tod blieb Venini, der sich als ebenso fortschrittlicher wie kreativer Unternehmer auszeichnete, als prägende Gestalt an der Spitze der Glasmanufaktur. Die Ausstellung beleuchtet diese glanzvolle Zeit, in der VENINI Weltruhm erlangte.
VENINI verstand es gleichermaßen, neue Herstellungsverfahren zu entwickeln und alte Techniken neu zu interpretieren. Als äußerst erfolgreich erwies sich die Zusammenarbeit mit Künstlern und Gestaltern wie Carlo Scarpa oder Fulvio Bianconi. Sie gaben dem Glas aus der Manufaktur VENINI eine modernistische Ausrichtung. Die große Beachtung auf den Mailänder Triennalen und der Biennale von Venedig sowie auf internationalen Ausstellungen und Messen war der Lohn. Bis heute rufen diese Gläser bei Sammlern und Glasliebhabern Bewunderung hervor.

Glasmuseum Rheinbach
Himmeroder Wall 6
53359 Rheinbach
Tel. 02226 - 917-501

 

Noch bis März 2022

Bilderbuchmuseum Troisdorf

Wie im Märchen … Rotkäppchen, Rapunzel & Co


© Nikolaus Heidelbach:  Rotkäppchen (Ausschnitt), aus Märchen der Brüder Grimm, Beltz&Gelberg, 2012

Kaum ein anderes Märchen ist bekannter und beliebter als die Geschichte von Rotkäppchen und dem Wolf. Die Rotkäppchen-Sammlung des Bilderbuchmuseums speist sich aus verschiedenen Quellen und wurde stetig durch Originale und Bücher wichtiger Künstlerinnen und Künstler ergänzt. Im Erdgeschoss wird die Erlebniswelt rund um „Rotkäppchen“ durch weitere Märchen ergänzt. Dabei präsentiert die Mitmachausstellung spannende Werke aus dem Sammlungsbestand. Illustrationen zu bekannten Märchen wie „Dornröschen“, „Die Prinzessin auf der Erbse“ oder „Die Bremer Stadtmusikanten“ dürfen dabei ebenso wenig fehlen wie eher unbekannte Märchenschätze wie „Der Fundevogel“ oder „Die zwei Brüder“.
Wie immer gibt es neben spannenden Bastel- und Kreativstationen unter anderem eine Hexenstube, das Ankleidezimmer des Kaisers sowie das Bett der Prinzessin auf der Erbse zu bestaunen. Groß und Klein dazu eingeladen, in verwunschene Schlösser, dunkle Wälder und die dazugehörigen spannenden Geschichten einzutauchen, selbst aktiv zu werden und Märchen hautnah zu erleben. Ein großer Kreativraum lädt Kleine und Große zum Spielen, Basteln und Entdecken ein; außerdem steht eine große Büchersammlung zum Schmökern bereit.

Bilderbuchmuseum Burg Wissem
Burgallee 1
53840 Troisdorf
Tel. 02241 - 900-427

 

Noch bis 24. April 2022

Festung Ehrenbreitstein

Räuber Hotzenplotz – Mitmachausstellung für Kinder und Familien


Ausstellung Hotzenplotz Landemuseum Koblenz © GKDE, U. Pfeuffer

Wo hat der Räuber Hotzenplotz nur die Kaffeemühle versteckt? In der liebevoll inszenierten Ausstellung erleben junge Besucher:innen die Abenteuer aus Otfried Preußlers Kinderbuchklassiker hautnah. Die märchenhafte Welt des Buches wurde detailgetreu ins Räumliche übertragen. So können die gemütliche Küche der Großmutter, die finstere Räuberhöhle oder  das Zauberschloss besucht werden. Zahlreiche Mitmachstationen lassen die Geschichte lebendig werden und fordern Grips, Geschick und Fantasie. Schreib­ und Wortspiele sowie ein Puppentheater regen die kindliche Kreativität an: Auf der Jagd nach dem Räuber muss Großmutters Kaffeemühle zum Klingen gebracht und im Unkenkeller nach dem Feenkraut gesucht werden. Otfried Preußler schrieb sein Kinderbuch in nur drei Monaten – der Erfolg war immens: Die Erzählung wurde mehrfach verfilmt und liegt heute in 38 Sprachen übersetzt vor. Ein eigener Museumsraum widmet sich dem Autor und fragt danach, wie Preußlers einfache und doch raffinierte Geschichte entstanden ist – und warum der Mann mit den sieben Messern bis heute Klein und Groß fasziniert.

Festung Ehrenbreitstein / Landesmuseum Koblenz
Greiffenklaustraße
56077 Koblenz
Tel. 0261 – 66 75 40 00

 

Noch bis 24. April 2022

Museum Morsbroich

Anne Arndt – Die DDR hat’s nie gegeben


Anne Arndt, Die DDR hat’s nie gegeben (2021); © Anne Arndt

Was bedeutet der Verlust von Heimat? Welche Folgen hat der Untergang eines Staates für die Gesellschaft, welche für die eigene Identität? Verändert sich Erinnerung im Laufe der Zeit und welchen Einfluss hat dies auf unser gegenwärtiges Handeln?
Anne Arndt, geboren in Schwerin, gehört zur Dritten und somit letzten Generation Ost. Die Preisträgerin des diesjährigen KHM-Förderpreises für Künstlerinnen setzt sich in ihrer Installation Die DDR hat’s nie gegeben kritisch mit dem Erbe der DDR auseinander.
„Die DDR hat’s nie gegeben" – der Titel der Arbeit bezieht sich auf ein bekanntes Graffiti, das sich an den Fundamentresten des nach der Wende abgerissenen Palast der Republik in Berlin befand.

Museum Morsbroich
Gustav-Heinemann-Str. 80
51377 Leverkusen
Tel. 0214 - 406-45 00

 

Noch bis 1. Mai 2022

Neanderthal Museum Mettmann

Mumien – Geheimnisse des Lebens

© Neanderthal Museum

Mumien gelten als faszinierende biohistorische Archive des Lebens. Durch ihre natürliche oder künstliche Erhaltung bieten sie einen einzigartigen Einblick in die Welt der Tiere und Menschen von der Zeit der Dinosaurier bis heute. In einer eindrucksvollen Sonderausstellung werden die Besucher:innen eingeladen, verschiedenste Mumien und wissenschaftliche Methoden kennenzulernen und so sprichwörtlich Mumienforscher:innen bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. Dabei warten neben einer Replik der berühmten Mammutmumie „Dima“ auch originale Mumien, zu denen es viele spannende Geschichten und Geheimnisse zu entdecken gilt.

Je nach Alter und Persönlichkeit können die Mumien möglicherweise verstörend wirken. Bitte macht euch daher über die Homepage mit der Ausstellung vertraut und entscheidet dann, ob ihr diese Ausstellung mit eurem Kind besuchen möchtet.

Neanderthal Museum
Talstr. 300
40822 Mettmann
Tel. 02104 – 97 97-0

 

Noch bis 23. Mai 2022

Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen

Unser Land. 75 Jahre Nordrhein-Westfalen


Geschenk für den millionsten „Gastarbeiter“ – Zündapp-Mokick  © Axel Thünker

Zum 75. Geburtstag des Landes Nordrhein-Westfalen zeigt die Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen die Jubiläumsausstellung: „UNSER LAND. 75 Jahre Nordrhein-Westfalen“. Sie ist im Behrensbau am Mannesmannufer in Düsseldorf zu sehen, dem Sitz der Stiftung und Ort des künftigen zeithistorischen Museums zur Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Ausstellung erzählt von besonderen Herausforderungen und Brüchen, die das Land und die Menschen in den vergangenen 75 Jahren zu bewältigen hatten – und Nordrhein-Westfalen nachhaltig geprägt haben. Sie gibt in acht Ausstellungskapiteln Einblicke in bewegte und bewegende Zeiten der 75-jährigen Geschichte des bevölkerungsreichsten Bundeslandes. Hauptthemen sind der politische Neubeginn und die Landesgründung, Migration, Soziales, wirtschaftlicher Strukturwandel, Umwelt, Sicherheit, Religionen im Wandel sowie Kultur und Medien. Gezeigt werden rund 300 Exponate. Ausgewählte Gegenstände der Landesgeschichte, Dokumente, Fotos und Filme stehen im Zentrum der Jubiläumsausstellung. Hierzu zählen die Gründungsurkunde des Landes, die Verordnung Nr. 46 der britischen Militärregierung, ein Schreibtisch von europäischer Dimension, an dem 2019 Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mit dem „Vertrag von Aachen“ die deutsch-französische Freundschaft erneuerten, ein Teddybär, der mit einer persönlichen Fluchtgeschichte verbunden ist, ein feuerfester Rennanzug von Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen, einer Innovation aus Westfalen, die für den Wandel der Textilindustrie in diesem Landesteil steht, der „Stratmann-Koffer“, ein Messgerät, das bereits in den 1950er Jahren Pionierarbeit in Sachen Luftreinhaltung leistete und Objekte der jüngsten Flutkatastrophe.

Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen
Mannesmannufer 2
40213 Düsseldorf
Tel. 0211 – 51 36 13-0

 

Noch bis 29. Mai 2022

LVR LandesMuseum Bonn

Roms fließende Grenzen. Archäologische Landesausstellung NRW – Leben am Limes


© Bueste: Roemergrab Weiden e. V. / Grafik-Elemente: Cyrano GmbH / Zusammenstellung: flowconcept GmbH / MHKBG 2021

Schon vor 2000 Jahren war das Rheinland ein Schmelztiegel, in dem unterschiedlichste Bevölkerungsgruppen aufeinandertrafen. Das LVR-LandesMuseum stellt die Vielfalt der Menschen und Kulturen am Limes vor. Wie wohnte und arbeitete man in den Militärlagern und Zivilsiedlungen? Wie war man zu Lande und zu Wasser und auch über die „nasse Grenze“ hinweg miteinander verbunden? Weihesteine, Grabmonumente, Wandmalereien und Alltagsgegenstände berichten nicht nur von der Herkunft der Menschen, sondern gewähren darüber hinaus Einblicke in ihre privaten Lebensbereiche.
Das LVR-LandesMuseum präsentiert diese faszinierenden archäologischen Funde und fasst die Ergebnisse der aktuellen archäologischen und naturwissenschaftlichen Forschung zusammen. Ein großes interaktives Limesmodell, Filme und Medienstationen machen die antiken Schauplätze an der Grenze des Römischen Reiches anschaulich und lebendig.

LVR LandesMuseum Bonn
Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel. 0228 - 20 70-0

 

Noch bis 29. Mai 2022

Siebengebirgsmuseum Königswinter

Landschaft bei Nacht


Georg Schneider (1759 – 1843), Burg Ehrenfels und Burg Rheinstein im Mondschein, um 1800 (Bonn, Sammlung RheinRomantik)

Nicht erst seit der Romantik gilt die Nacht als eines der faszinierendsten Motive der. Sie gilt als Metapher für das Nicht-Sichtbare, sie schränkt die menschliche Sehkraft ein und überlässt den Geist der Fantasie. Die Ausstellung geht dem Phänomen der Nacht mit ihren zahlreichen Facetten nach: Reale Mondscheinszenen des Mainzer Malers Georg Schneider, die er um 1810/1820 in der Umgebung von Bingen schuf, stehen fantasievollen Szenen der Dresdner Malerei der Romantik gegenüber. Der Mond und der nächtliche Sternenhimmel wurden von Sternwarten aus.
In der Ausstellung sind spektakuläre Mondscheinszenerien, stimmungsvolle Landschaften und Bilder zu sehen, die die Nacht als Zeit der Stille und des Geheimnisvollen inszenieren.

Siebengebirgsmuseum der Stadt Königswinter
Kellerstr. 16
53639 Königswinter
Tel. 02223 – 37 03

 

Noch bis 26. Juni 2022

LVR-Industriemuseum Textilfabrik Cromford, Ratingen

Modische Raubzüge. Von Luxus, Lust und Leid. 1800 bis Heute


© LVR Industriemuseum, Karl-Philipp Gröne

Mit großer Fantasie und kunsthandwerklicher Meisterschaft wurden alle denkbaren Tierarten schon immer für die Mode genutzt. Faszinierend schöne Kleidungsstücke wurden hergestellt, um Menschen zu schützen, zu wärmen oder zu schmücken. Aber kein Tier gibt freiwillig sein Fell, seine Federn oder sein Gehäuse her. Der oft grausame Tod der Tiere ist die Kehrseite dieses Luxuskonsums. Die Ausstellung „Modische Raubzüge“ des LVR-Industriemuseums zeigt in der Textilfabrik Cromford diesen besonderen Ausschnitt der Kulturgeschichte der Mode der vergangenen 200 Jahre.

LVR-Industriemuseum Textilfabrik Cromford
Cromforder Allee 24
40878 Ratingen
Tel. 02234 – 992 15 55 (kulturinfo rheinland)

 

Noch bis 8. August 2022

DASA Dortmund

Künstliche Intelligenz - Eine Ausstellung über Menschen, Daten und Kontrolle


So funktioniert KI. Mitmachstationen mit jeder Menge Köpfchen © Dasa

Das vermeintliche Zauberwort „KI" ist in aller Munde. Was sich hinter „Künstlicher Intelligenz" wirklich verbirgt, verrät eine atmosphärische und inhaltsreiche Ausstellung der DASA Arbeitswelt Ausstellung. Fünf große Themenbereiche drehen sich um lernende Computertechnik in Heim und Freizeit, bei der Arbeit, in der Stadt oder in der Gesellschaft generell. Die 800 Quadratmeter große Schau nähert sich der Doppeldeutigkeit der schönen neuen Digitalwelt. Wir treffen auf zu Familienmitgliedern gewordene Gerätschaften, die uns besser kennen als wir uns selbst. Was aber steckt dahinter? Die DASA Ausstellung lädt an interaktive Stationen und in aufwändig gestaltete Räume ein, um die Welt hinter der „KI" zu hinterfragen.

DASA Dortmund
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund
Tel. 0228 - 0231 – 90 71 26 45

 

Noch bis 25. September 2022

Haus der Geschichte Bonn

Heimat – Eine Suche


Kissenbezug mit traditionellem Heimatmotiv, 1950er Jahre, Foto © Stiftung Haus der Geschichte/ Axel Thünkern

Der Begriff Heimat hat viele Bedeutungen. Für die einen ist er verbunden mit dem Geburtsort, einer Region, einem Geruch oder Geschmack. Andere definieren Heimat als Ort, wo Freunde und Familie leben. Heimat ist ein Thema in der Werbung, kann aber auch zur Ausgrenzung von Menschen dienen. Das Haus der Geschichte begibt sich in seiner neuen Ausstellung auf die Suche nach den vielfältigen Bedeutungen von Heimat. Zu sehen sind rund 600 Exponate: Hausschlüssel einer Vertriebenen aus Schlesien und von Flüchtlingen aus Aleppo, die Kleidung eines Auschwitz-Überlebenden, der nach der Befreiung wieder nach Deutschland zurückgekehrt ist, das Ortsschild des sorbischen Dorfes Tzschelln, das dem Braunkohleabbau zum Opfer fiel, ein Regiestuhl der erfolgreichen TV-Serie „Heimat“, ein Dirndlkleid, gefertigt aus afrikanischen Stoffen und die Puppen des Kölner Dreigestirns aus dem Hänneschen Theater sind nur einige Beispiele für die Bandbreite des Themas.
Ergänzt werden die Exponate durch ein innovatives Medienangebot, die „Heimatstimmen“: Eine „Biografische Spur“ mit Aussagen unterschiedlicher Protagonisten thematisiert die stark individuell geprägte Sichtweise auf Heimat, im „Heimatlabor“ können Besucherinnen und Besucher Diskussionen darüber auf einer Großprojektion verfolgen und ihre eigene Meinung formulieren.

Haus der Geschichte Bonn
Willy-Brandt-Allee 14
53113 Bonn
Tel. 0228 - 91 65-0

 

Noch bis 27. November 2022

LVR Industriemuseum Euskirchen, Tuchfabrik Müller

Must-Have. Geschichte, Gegenwart, Zukunft des Konsums

Hohe Straße Köln © LVR Museum

Tabakpfeife, Schallplatte oder Smartphone – Konsumartikel, die alle kennen, alle haben, alle brauchen? Zu verschiedenen Zeiten galten ganz unterschiedliche Dinge als „Must-have“.
Die Ausstellung wirft mit über 450 Exponaten einen Blick auf die Entwicklung des Konsums von der vorindustriellen Zeit bis in die unmittelbare Gegenwart und macht sich Gedanken über die Zukunft. Haben wir schon immer so viel konsumiert? Wollen und können wir so wie jetzt immer weitermachen? Wie wollen und können wir nachhaltig konsumieren? Was kann ich mir von den Menschen vor 200 Jahren abschauen?
Die Ausstellung richtet sich an alle, die ihr Herz schon mal an einen besonders schönen Gegenstand verloren haben oder sich kritisch mit dem Thema Konsum auseinandersetzen möchten.

LVR-Industriemuseum Tuchfabrik Müller
Carl-Koenen-Straße
53881 Euskirchen
Tel. 02234 - 992 15 55 (kiR – KulturInfo Rheinland)

 

Noch bis 30. Dezember 2022

Gasometer Oberhausen

Das zerbrechliche Paradies

© Foto: Tim Laman
 
Die erste Ausstellung nach der umfangreichen Sanierung des Gasometers zeigt die Schönheit der Natur und den Einfluss des Menschen auf seine Umwelt. „Das zerbrechliche Paradies“ nimmt die Besucher mit auf eine bildgewaltige Reise durch die bewegte Klimageschichte unserer Erde und zeigt in beeindruckenden, preisgekrönten Fotografien und Videos, wie sich die Tier- und Pflanzenwelt in Zeiten des Anthropozäns verändert.
Feuer, Wind und Wasser - diese Urgewalten bilden den furiosen Einstieg in die neue Gasometer-Ausstellung. Unmittelbar erleben die Besucher die Auswirkungen dieser Naturphänomene auf die Klimageschichte unseres Planeten. Unter dem Motto „Eine Erde – viele Welten“, entdecken die Besucher im Rund unter der Gasdruckscheibe die paradiesische Artenvielfalt unseres Planeten. Einzigartige großformatige Fotografien und packende Filmausschnitte lassen den Betrachter mit Faultieren in die Baumwipfel des Regenwaldes klettern, mit jungen Eisbären spielerisch über das Packeis tollen oder mit einer Karibu-Herde durch Tundra und Taiga ziehen.
 
Gasometer Oberhausen
Essener Str. 3
56047 Oberhausen
Tel. 0228 - 850 37 30

 

Kommende Ausstellungen

 

Vom 20. Januar bis 21. August 2022

Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig

Jahreszeiten


Frühlingsgefühle © Frauke Fuck

Die Jahreszeiten begeistern in der Musik, in der Literatur, in der Malerei und uns in der Fotografie. In unseren Breiten erleben wir im Jahresverlauf vier Jahreszeiten: den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter. Jede reizt mit ihren eigenen Farben, Lichtstimmungen, Wetterphänomenen, Geräuschen und Düften. Alle vier Jahreszeiten eint, bestimmte Emotionen in jedem von uns zu wecken. Etwa 70 Aufnahmen der Foto-Sonderausstellung „Jahreszeiten“ der 18 Fotograf:innen des Naturfototreff Eschmar ermöglichen den Besuchenden eine bildliche Jahresreise durch das Potpourri der Natur-Veränderungen im Jahr.

Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig
Adenauerallee 160
53113 Bonn
Tel. 0228 – 912 21 02

 

Vom 28. Januar bis 26. Juni 2022

Bundeskunsthalle Bonn

Das Gehirn in Kunst & Wissenschaft


Fasertraktografie 2021 © Institut für Neurowissenschaften und Medizin, Forschungszentrum Jülich

Das Gehirn ist eines der letzten großen Rätsel des menschlichen Körpers. Was haben wir eigentlich im Kopf, und wie stellen wir uns die Vorgänge im Gehirn vor? Ist unser Ich etwas anderes als unser Körper, und wie machen wir uns einen Reim auf die Welt um uns herum? Wie sieht das Gehirn der Zukunft aus: Werden wir zu computergestützten Cyborgs? Es bedarf der Zusammenarbeit vieler Disziplinen, um sich diesen Fragen zu nähern. Die Hirnforschung liefert uns fortwährend aktuelle Erkenntnisse, steht aber auch noch vor vielen ungelösten Fragen. Die Kunst kann dabei helfen, frei über Denken und Fühlen, Bewusstsein und Wahrnehmung, Erinnerung und Traum nachzudenken. Assoziativ verbundene Werke aus Kunst und Kulturgeschichte treffen in dieser Ausstellung auf wissenschaftliche Forschung, um das menschliche Gehirn – wie ein unbekanntes Territorium – zu erkunden und besser verstehen zu lernen.

Bundeskunsthalle
Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn
Tel. 0228 – 917 10

 

Vom 4. Februar bis 16. Oktober 2022

August Macke Haus

August Macke - Begegnungen


August Macke, Rokokoszene,1912, Aquarellfarbe und Tusche/Feder auf Zeichenkarton, 23,2 x 25,1 cm, Museum August Macke Haus, Dauerleihgabe aus Privatbesitz © Foto: Lars Bergengruen

August Macke umgab ein großer Freundes- und Künstlerkreis, der Ergebnis seines viel gerühmten Kommunikationstalents und seiner Fähigkeit zu echter, uneigennütziger Freundschaft war. Zudem hatte er das große Glück auf Menschen zu treffen, die seine künstlerische Begabung schon früh erkannten und förderten, und einer Frau zu begegnen, mit der ihn zeitlebens eine innige Liebe verband. Die Sonderausstellung spürt einigen der wichtigsten Verbindungen und freundschaftlichen Beziehungen August Mackes im Rheinland anhand signifikanter Werke und Dokumente nach und befasst sich mit Themen und Motiven, die für ihn und die Rheinischen Expressionisten charakteristisch sind. Ein Motiv und Thema, das in allen Werkphasen von August Macke gegenwärtig ist, ist die Darstellung von Liebespaaren. Es ist untrennbar mit seiner eigenen glücklichen Ehe verbunden. Im Kontext der Ausstellung werden zahlreiche Werke erstmals präsentiert, die kürzlich als Schenkungen oder Dauerleihgaben neu in den Bestand des Museums gelangten.

August Macke Haus
Hochstadenring 36
53119 Bonn
Tel. 0228 - 65 55 31

 

Vom 10. Februar bis 17. Okotober 2022

LVR-Industriemuseum Gesenkschmiede Hendrichs, Solingen

Im Schnitt Gut – Scherengeschichte(n)

Scheren schneiden Haare oder Leder, feine Seidenstoffe oder Bleche, Papier oder Äste. Sie sind einfache, alltägliche Schneidegeräte, spezialisierte Handwerkszeuge, kunstfertig gestaltete Designobjekte oder auch liebgewonnene Utensilien, die Menschen ein Leben lang begleiten. Die Ausstellung zeigt die vielfältigen Gebrauchszusammenhänge, mannigfachen Formen und Größen und lässt auch die kulturhistorischen Aspekte nicht außer Acht. Eine Reihe von interaktiven Hands-on Stationen laden ein, sich spielerisch mit dem so alltäglichen Gebrauchsgegenstand Schere auseinanderzusetzen.

LVR-Industriemuseum Solingen
Merscheider Str. 289 – 297
42699 Solingen
Tel. 02234 – 992 15 55 (kulturinfo rheinland)

 

Vom 11. Februar bis 10. Juli 2022

SK Stiftung / Photographische Sammlung

Photographische Konzepte und Kostbarkeiten


Gerhard Winkler: Krake III, 2019, © Gerhard Winkler, 2021

Mit der über 400 Exponate umfassenden Ausstellung, die 30 historische und zeitgenössische künstlerisch-photographische Positionen beispielhaft veranschaulicht, bietet die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur mit ihrem ganzjährigen Ausstellungsprojekt einen Einblick in die hauseigenen Bestände. In der aktuellen Laufzeit stehen die zentralen Themen „Porträt, Landschaft und Botanik“ im Mittelpunkt. In den Porträtarbeiten der Sammlung wird übergreifend etwa nach dem Verhältnis von Individuum und Gesellschaft gefragt, nach Identität, nach sozialen, familiären und beruflichen Situationen und Beziehungen sowie nach den Erfordernissen bestimmter Lebensabschnitte und Lebensbedingungen. Entsprechend sind die Themenkreise Landschaft und Botanik mit dem Porträt in vielerlei Hinsicht verbunden. Landschaft als Lebens-, Wirtschafts- und Kulturraum menschlichen Daseins bildet zudem ebenfalls Zeitphänomene ab. Botanische Studien, porträthaft dargestellt, mögen dabei zu naturhaften Individuen erwachsen, zu eigenständigen Wesen im Ökosystem generieren oder auch in die Welt der Ästhetik und des Skulpturalen verweisen.

SK Stiftung / Photographische Sammlung
Im Mediapark 7
50670 Köln
Tel. 0221 - 888 95-300

 

Vom 19. Februar bis 12. Juni 2022

Museum Ludwig

Voiceover. Felice Beato in Japan


Felice Beato Tänzerinnen, um 1890 Albuminpapier, aquarelliert, 19,7 x 25,3 cm, Museum Ludwig, Köln, Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln

1863 kam der Fotograf Felice Beato nach Japan und gründete in Yokohama ein Fotoatelier. Seine deutlich erkennbar gestellten Personen-, aber auch seine Landschaftsaufnahmen erschienen in hohen Auflagen und waren vor allem bei Japan-Reisenden beliebt. Von japanischen Holzschnittkunstlern handkoloriert und zu kostbaren Lackalben gebunden, finden sich seine Bilder heute über den Globus verstreut, so auch im Museum Ludwig. Da sie einen westlichen Blick auf das alte Japan transportieren, sollen in der Präsentation gesprochene Kommentare von Japaner:innen den exotisierenden Blick dekonstruieren.

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-261 65

 

Vom 20. Februar bis 4. September 2022

Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Das sind meine modernen Frauen - Tausche Monet gegen Modersohn-Becker

Im Zentrum der Ausstellung stehen spektakuläre z. T. lebensgroße Aktdarstellungen Modersohn-Beckers. Viele entstanden schon während ihres Studiums. Doch noch Jahre später griff sie immer wieder auf diese zurück und verarbeitete sie zu eindrucksvollen Leinwandbildern, die die natürliche Schönheit des Körpers feierten – die »große Einfachheit der Form«, wie sie es nannte. Die Landschaften und Stillleben Paula Modersohn-Beckers leben von der Kraft der Stille, die sie in der Weite der Moorlandschaft und in der alltäglichen Schönheit der Dinge fand. Daneben studierte sie intensiv die lichtvollen Gemälde der Spät-Impressionisten und Nabis. Insbesondere Maurice Denis war ein großer Impulsgeber für sie. Einzigartig modern und richtungweisend ist die tiefe Verbundenheit der Malerin mit der Natur. Natürlichkeit war ihr oberstes Gebot – ob nun im Akt oder im Blick in die Landschaft. Nicht mahnend, sondern liebend suchte sie den Einklang und Gleichklang mit den Dingen und schilderte den Menschen als Teil der Natur, mit ihr verwoben und von ihr abhängig.

Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Hans-Arp-Allee 1
53424 Remagen
Tel. 02228 - 92 55-0

 

Vom 4. März bis 29. Mai 2022

Käthe Kollwitz Museum

Kollwitz Kontext – Das Werk hinter den Meisterwerken

Im Frühjahr 2022 erscheint die umfassende Monographie „Käthe Kollwitz. Der Werküberblick 1888–1942“. Mit über 180 Abbildungen stellt der Katalog die weltbekannten Hauptwerke der Künstlerin aus ihrem über fünf Jahrzehnte umfassenden Schaffen vor – eine repräsentative Auswahl aus der Kölner Kollwitz Sammlung. Begleitend zur Buchpräsentation öffnet Hannelore Fischer für ihre letzte Schau als langjährige Direktorin des Käthe Kollwitz Museum Köln die Archiv-Schubladen der weltweit größten Kollwitz Sammlung. Der Kollwitz Kontext lädt dazu ein, das Werk hinter den Meisterwerken der Künstlerin zu entdecken.

Käthe Kollwitz Museum
Neumarkt 18-24
50667 Köln
Tel. 0221 - 227 28 99

 

Vom 9. März bis 12. Juni 2022

Museum Schnütgen

Harald Naegeli in Köln – Sprayer und Zeichner


Harald Naegeli, Tödlein, 1980 (1989 durch den Künstler erneuert), Westfassade
von St. Cäcilien, Museum Schnütgen, Köln, Foto: RBA Köln, M. Mennicken

Harald Naegeli (*1939) kam Anfang der 1980er Jahre nach Köln: Bei nächtlichen Streifzügen traf er hier auf Sichtbeton-Bauten der Nachkriegsmoderne sowie auf das historische Erbe der Stadt. Der Anblick regte ihn zu „zauberhafter Poesie“ in Form von Graffiti in Tiefgaragen, auf Brückenpfeilern, Hauswänden und Kirchen an. Die Ausstellung untersucht das Spannungsverhältnis zwischen der Domstadt und dem Künstler, der zu den ersten Street-Art Künstlern Europas zählt. Gezeigt wird Naegelis Interesse an Themen der mittelalterlichen Kunst, z.B. Anfang der 1980er Jahre mit dem gesprayten „Kölner Totentanz“, aber auch bei jüngeren Arbeiten auf Papier. Naegelis Arbeiten begegnen in St. Cäcilien den mittelalterlichen Objekten des Museums.

Museum Schnütgen
Cäcilienstr. 29-33
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-313 55

 

Vom 11. März bis 6. Juni 2022

Museum für Ostasiatische Kunst

Shin hanga

Torrii Kotondo (1900-76), Morgenhaar, 1930, all rights reserved Hotei Leiden

Die Ausstellung zu neuen japanischen Farbholzschnitten zeigt die frühen Stadien des Shin hanga, seine „offiziellen" Anfänge und seine Entwicklung bis hin zur Reife. Sie umfasst grob den Zeitraum von 1905 bis 1940, mit einigen Ausblicken auf die Nachkriegszeit. Alle wichtigen Gattungen der Holzschnittkunst sind auf den ausgestellten Drucken zu sehen: schöne Frauen, Schauspieler, Pflanzen, Vögel und Landschaften. Werke von allen wichtigen Künstlern des Shin hanga sind vertreten. Die Ausstellung präsentiert rund 209 Holzschnitte.

Museum für Ostasiatische Kunst
Universitätsstr. 100
50674 Köln
Tel. 0221 - 221-286 17

 

vom 1. April bis 15. Mai 2022

Kölnisches Stadtmuseum

Pop-Up! Modehaus goes Museum


Blick in einen Ausstellungsbereich der zukünftigen Dauerausstellung im Haus Sauer, Herbst 2022, Visualisierung: neo.studio neumann schneider architekten

Mit der Eröffnung einer innovativen Dauerausstellung im ehemaligen Modehaus Franz Sauer im Herbst 2022 beginnt für das Kölnische Stadtmuseum ein neues Kapitel. Das muss gefeiert werden! Bereits im April und Mai lädt das Museum zu einem ersten Pop-Up-Event ins neue Gebäude – zu einer Fotoausstellung mit Bar, Clubatmosphäre, Drinks und DJs. Die kultig gestaltete Fotoausstellung lässt die glamouröse Vergangenheit des Modehauses lebendig werden und zeigt den spannenden Prozess, wie sich das Gebäude in ein innovatives Museum verwandelt.

Kölnisches Stadtmuseum im Modehaus Sauer
Minoritenstr. 13
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-221-223 98

 

Vom 10. April bis 23. Okotober 2022

LVR-Industriemuseum Engelskirchen Kraftwerk Ermen & Engels

Mode 68 – Mini, sexy, provokant

Mode in den 60ern – das sind Minirock und Maxikleid, Hot Pants und Schlaghose, Weltraum-Look und Hippie-Gewand, asymmetrischer Kurzhaarschnitt und wilde Mähne. Nicht zu vergessen: Jeans und Parka. Mehr als 150 Originalkleidungsstücke und Accessoires aus der umfangreichen museumseigenen Textilsammlung warten in der Ausstellung auf die Besucherinnen und Besucher. Sie werden durch exklusive Leihgaben von Modesammlerinnen und -sammlern ergänzt. Zusammen mit umfangreichem Bild- und Filmmaterial aus der Zeit lassen sie die bewegten 60er zwischen Protestbewegung, Swinging London und Flower-Power wieder lebendig werden.

LVR-Industriemuseum Engelskirchen
Engelsplatz 2
51766 Engelskirchen
Tel. 02234 – 992 15 55 (kulturinfo rheinland)

 

Vom 1. Mai bis 28. August 2022

Max Ernst Museum Brühl des LVR

Karin Kneffel

Die Präsentation zeigt rund 80 der Arbeiten Künstlerin Karin Kneffel (*1957) und versammelt Gemälde und Aquarell-Serien der letzten 17 Jahre. Kneffels fotorealistisch anmutende Arbeiten verbinden Gegenständlichkeit und traumartige Verfremdung auf eine ganz eigene Art: Ihre Bilder geben durch reflektierende Oberflächen und Fensterscheiben intime Einblicke in Wohn- und Ausstellungsräume, in denen Menschen und/oder Hunde in rätselhaften Szenerien erscheinen. Exklusiv zur Schau in Brühl setzt sich Karin Kneffel malerisch mit dem Museum und Max Ernst auseinander.
 
Max Ernst Museum Brühl des LVR
Comesstr. 42 / Max-Ernst-Allee 1
50321 Brühl
Tel. 02232 – 57 93-0
 
 

Vom 8. Mai bis 21. August 2022

Kunstmuseum Bonn

Glanzstück - Kinderraum mit Papieren


Patricia Thoma. Aus der Serie Papierkleider (Detail), 2019-21 © Patricia Thoma

Papiere, die im Raum hängen, verziert mit Mustern und rankenden Blumen, geklebt und vernäht zu „Stoffen“ und langen Gewändern: Inmitten der Sammlungspräsentation lädt auch in diesem Jahr wieder ein Kinderraum zum Staunen und Selbermachen ein. Diesmal dreht sich alles um Papier, um das Verzieren, Bedrucken und Veredeln. Aber nicht nur die Papiere, auch die Kinder und Jugendlichen selbst können sich hier verwandeln. Die Künstlerin Patricia Thoma (* 1977) füllt diesen Raum mit ihren minutiös bearbeiteten Papieren, mit ihren vergoldeten Roben und fantasievollen Kleidungsstücken. Schönheit, Dekor, Opulenz – und das alles aus einfachem Papier! An Werktischen können die Museumsbesucher: innen in diesem Raum Papiere in kostbare Bögen verwandeln und selbst ihr individuelles Werkbuch gestalten. Upcycling oder Downcycling: Ein begleitendes Workshop-Programm in Kooperation mit dem Fröbel Fantasielabor Köln nutzt Papier als kostbaren Werkstoff und als Ausgangsmaterial für die Weiterverarbeitung mit Farbe, Glitter, Schere, Nadel und Faden.

Kunstmuseum Bonn
Helmut-Kohl-Allee 2
53113 Bonn
Tel. 0228 - 77 62 60

 

Vom 14. Mai bis 6. November 2022

Neanderthal Museum

Cats - Eiszeitliche Jäger


CATS Löwe © Sebastian Petersen - Philigran Studio-162

Im Fokus der Ausstellung steht der außergewöhnliche Fund einer europäischen Säbelzahnkatze aus Schöningen, Niedersachsen. Der sensationelle Knochenfund beweist, dass die frühen Menschen aus der Altsteinzeit dieser Raubkatze tatsächlich noch vor 300.000 Jahren begegnet sind. Das weltweit einzige aufgebaute Skelett einer europäischen Säbelzahnkatze ist ebenso wie die Vielfalt der heutigen wilden Katzenwelt zu bestaunen. Die Ausstellung lässt die Welt der Urzeitjäger mit vielen informativen Details und anschaulichen Bildern wieder lebendig werden. Wer schon immer wissen wollte, wieso die Säbelzahnkatze kein Säbelzahntiger ist, kann das in der Ausstellung herausfinden. An vielen Mitmachstationen lässt sich ausprobieren, wie stark der Kiefer einer Säbelzahnkatze war und wie Katzen im Vergleich zu uns sehen.

Neanderthal Museum
Talstraße 300
40822 Mettmann
Tel. 02104 - 979 70

 

Vom 20. Mai bis 12. Juni 2022

Museum für Angewandte Kunst

WE_LOVE. Deutscher Jugendfotopreis 2022

„WE_LOVE“ präsentiert die aktuellen Trends der jungen Fotografie. Zu sehen sind die besten Bilder des Deutschen Jugendfotopreises 2022: das Jahresthema „Wir – Was uns verbindet“, der Offene Wettbewerb mit freier Themenwahl sowie experimentelle Arbeiten. Die Ausstellung geht aber auch der Frage nach, wie sich die jungen Wir-Gefühle in 60 Jahren Deutscher Jugendfotopreis verändert haben und lädt ein zu einer Zeit- und Entdeckungsreise.

Museum für Angewandte Kunst
An der Rechtschule 7
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-238 60

 

Vom 3. Juni 2022 bis 23. April 2023

Wallraf-Richartz-Museum

Sensation des Sehens

Schattenspiele, Rätselbilder, Wunderlaternen, Stroboskopscheiben und der legendäre Cinematograph, mit dem die Gebrüder Lumière 1896 erstmals bewegte Bilder aufnehmen und abspielen konnten – dies sind nur einige der 25.000 Objekte aus der faszinierenden Sammlung von Werner Nekes (1944-2017). Der legendäre Filmregisseur aus Mülheim an der Ruhr war von der „Geschichte der Bilderzeugung“, wie er sie selbst nannte, derart fasziniert, dass er in dreißig Jahren die weltweit größte und beste Kollektion zur Mediengeschichte der letzten vierhundert Jahre zusammentrug. In gleich drei aufeinander folgenden Ausstellungen treffen die „laufenden Bilder“ auf Gemälde aus Mittelalter, Barock und Neuzeit. Den Auftakt zu der Ausstellungstrilogie macht im Sommer 2022 „Die Sammlung Nekes – Vol. 1 Barock“. Im großen Fenstersaal der Barockabteilung wird dafür eine eigene Wunderkammer errichtet, in der augentäuschender Realismus und dramatische Bewegtheit auf die Besucher:innen warten.

Wallraf-Richartz-Museum
Obenmarspforten 40
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-211 19

 

Vom 23. Juni 2022 bis 8. Januar 2023

Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt

SPACE4KIDS - Ein Ort zum Austauschen, Entdecken, Hinterfragen

Neue Angebote für Familien mit Kindern von sechs bis zwölf Jahren zu schaffen ist eines der wichtigsten Ziele des Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM). Mit dem „SPACE4KIDS“ soll im Sommer 2022 die erste Etappe einer bis 2025 fortlaufenden Reihe realisiert werden. Die Kinder sollen spielerisch und interaktiv in die Themen des Museums eingeführt und dazu anregt werden, zu respektvollen und aufgeschlossenen Weltbürger:innen heranzuwachsen. Das Leben anderswo und auch in Köln lässt sich nicht in allgemeinen Begriffen erklären. Im „SPACE4KIDS“ werden Menschen als Individuen dargestellt und nicht als Vertreter:innen einer Kultur.
 

Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt
Cäcilienstr. 29-33
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-313 56

 

Kochbuch bestellen