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Ausflug

Sonderausstellungen in den Museen in Köln, Bonn und im Umland

Petra Schulte · 01.03.2024

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© AdobeStock / Maria Sbytova

© AdobeStock / Maria Sbytova

Hier findet ihr eine Auswahl an aktuellen Ausstellungen, die auch für Familien mit Kindern interessant sind.

Welche Museen auch für einen Besuch mit euren ganz Kleinen geeignet sind, haben wir für euch in der Übersicht Museum mit Baby zusammengetragen.

Wenn ihr bei eurem Museumsbesuch nicht auf frische Luft und freien Himmel verzichten wollt, lohnt sich ein Besuch in einem der Freilichtmuseen in der Nähe von Köln und Bonn.

Kurse, Workshops und Führungen der verschiedenen Museen findet ihr in unserem Veranstaltungskalender.

Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren und Entdecken!

 


Neue Ausstellungen im März 2024

 

Vom 2. März bis 7. Juli 2024

Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur

Blick in die Zeit – Alter und Altern im photographischen Porträt


August Sander: Zusammen 285 Jahre, Rosette Haubrich, geb. Jung, Henriette Jung, Wilhelmine Kessler, geb. Jung, Biersdorf, 1931 © Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur – August Sander Archiv, Köln; VG Bild-Kunst, Bonn

Die Ausstellung stellt internationale Positionen der Photographie von den 1910er Jahren bis in die Gegenwart vor – 170 photographische Werke, die sich am Beispiel des Porträts den unterschiedlichen Facetten des Phänomens „Alter“ nähern, werden in dieser Ausstellung präsentiert. So bildet August Sander in eindrucksvollen, Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen Porträts betagte Menschen einer ländlichen Bevölkerungsschicht ab, die, so zeitaktuell sie damals waren, in eine vergangene Epoche weisen. Sander selbst ist in der Ausstellung in einem Altersbildnis, erstellt 1960 von der amerikanischen Künstlerin Imogen Cunningham, zu sehen. Wie ambivalent das Verhältnis unserer Gesellschaft zum Altern ist, zeigt Cindy Sherman. In ihrem Rollenporträt schlüpft sie in die Haut einer Dame der urbanen höheren Gesellschaft, die Altersspuren durch Make-up, Kleidungsstil und Attitüde sorgsam zu verdecken versucht. Deutlich schonungsloser geht John Coplans mit dem Thema um. In großformatigen Bildern zeigt er seinen gealterten, nackten Körper, ganz ohne Beschönigungen. Noch immer ist dies ein Tabubruch, der die Unsichtbarkeit des Alters in unserer kulturellen Gegenwart und Gesellschaft verdeutlicht. Diese und die weiteren präsentierten Serien machen deutlich, wie vielfältig in der Photographie die Phänomene „Alter“ und „Altern“ verhandelt werden. Denn die Photographie, so wird in der Ausstellung klar, vermag wie kein anderes Medium einen Blick in die Zeit zu werfen.

Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur
Im Mediapark 7
50670 Köln
Tel. 0221 – 888 95-300

 

Vom 7. März bis 8. September 2024

August Macke Haus

Zwei Menschen - Das Künstlerpaar Franz M. Jansen und Fifi Kreutzer


Franz M. Jansen Mittelrheinlandschaft, 192, Pastellkreide, 34 x 51,5 cm, Museum August Macke Haus © Foto: David Ertl

Franz M. Jansen (1885–1958) und Fifi Kreutzer (1891–1977) lernten sich bereits 1908 kennen, heirateten 1917, lebten seither bis zum Tod Jansens 1958 zusammen und arbeiteten unter einem Dach. Auch wenn Jansen vorwiegend malte und ein sehr umfangreiches druckgrafisches Werk schuf, während Fifi Kreutzer sich zunächst vor allem mit kunstgewerblichen Arbeiten, mit Stickereien, Illustrationen, Entwürfen für Textil-, Holz- und Dekorationsarbeiten befasste, so manifestiert sich ihre künstlerische Verbundenheit und ihre gegenseitige Anregung in vielfacher Hinsicht: Zum einen in ihren Werken, in der Wahl von Themen und Motiven, künstlerischen Techniken bis hin zu stilistischen Annäherungen. Zum anderen in ihren Anschauungen, die in der Jugendbewegung mit ihren lebensreformatorischen Ansätzen wurzeln. Fifi Kreutzer und Franz M. Jansen werden erstmals als Künstlerpaar in den Fokus gerückt. Gemeinsamkeiten und Interdependenzen, aber auch Eigenständigkeit und Unterschiede in ihren Werken werden vor dem Hintergrund ihres persönlichen Werdegangs aufgezeigt und anhand von Themen- wie Motivschwerpunkten unter Einbindung des biografischen Kontextes nachvollziehbar dargestellt.

August Macke Haus
Hochstadenring 36
53119 Bonn
Tel. 0228 - 65 55 31

 

Vom 9. März bis 13. Oktober 2024

Museum Ludwig

HIER UND JETZT im Museum Ludwig Und gestern und morgen


© Tacita Dean Sakura I, 2022, Buntstift auf Fuji Velvet Paper auf Papier montiert 348 x 500 cm, Courtesy die Künstlerin und Marian Goodman Gallery New York/Paris/Los Angeles, und Frith Street Gallery, London © Tacita Dean

Mit der Ausstellungsreihe HIER UND JETZT stellt das Museum Ludwig regelmäßig die eigene Arbeit auf den Prüfstand und hinterfragt die üblichen und gewohnten Strukturen des Ausstellungsmachens. Das neue Projekt der Reihe verknüpft das Hier und Jetzt mit dem Gestern und Morgen. Wir richten den Blick auf den Grund und Boden, auf dem das Museum steht, um von hier aus zurück und in die Zukunft zu schauen. Die Ausstellung findet in- und außerhalb des Museumsgebäudes statt und verbindet zeitgenössische und historische Kunst, Geologie, Dendrologie, Archäologie sowie Landschaftsarchitektur des Atelier le balto aus Berlin. Ausgehend vom Begriff der „Deep Time“ oder Tiefenzeit, jener Zeitdimension, die das menschliche Fassungsvermögen übersteigt und die Millionen von Jahren seit Entstehung der Erde bis heute umfasst, möchte die Ausstellung den Spuren der Urzeit auf den Grund gehen, die bis in unsere Gegenwart und unseren Lebensraum wirken. Das Projekt wird von einem Thinktank aus verschiedenen Disziplinen begleitet und ist die erste nachweislich klimaneutrale Ausstellung des Museum Ludwig.

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-261 65

 

Vom 15. März bis 28. Juli 2024

Wallraf-Richartz-Museum

Paris 1874: Revolution in der Kunst - Vom Salon zum Impressionismus


Antoine Chintreuil, Der Regenschauer, um 1868, Öl auf Leinwand, Städel Museum, Frankfurt am Main, Eigentum des Städelschen Museums Vereins e.V., © Foto: Städel Museum, Frankfurt am Main ARTOTHEK

Kaum ein Ort und eine Zeit haben die Kunstgeschichte so beeinflusst wie das Paris von 1874, denn hier fand vor knapp 150 Jahren vom 15. April bis 15. Mai die erste Ausstellung der später weltberühmten Impressionisten wie Degas, Morisot, Monet, Renoir und Sisley statt. Wie es dazu kam, dass sich die Maler:innen jenseits der offiziellen Salon-Ausstellung der Pariser Akademie selbst organisierten, und warum ihre Kunst anfänglich abgelehnt und später weltweit gefeiert wurde, zeigt das Wallraf im Frühjahr 2024. Mit dieser großen Ausstellung zeichnet das Kölner Museum den spannenden Weg der französischen Malerei nach und präsentiert ein faszinierendes Panorama an Künstlern, Stilrichtungen, Gattungen und Motiven.

Wallraf-Richartz-Museum
Obenmarspforten 40
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-211 19

 

Vom 15. März bis 30. Dezember 2024

Gasometer Oberhausen

Planet Ozean

Spitzohren-Enope-Tintenfisch © Simone Matucc

In verschiedenen Ausstellungskapiteln zeigt der Gasometer anhand von teilweise noch nie gesehenen großformatigen Fotografien und Filmen die Ozeane unseres Planeten. Da tanzt dann ein Harlekin-Oktopus munter durch die Lagune von Mayotte, gibt es direkten Blickkontakt mit einem Blauhai oder beobachtet ein niedlicher Seelöwe den kunstvoll getarnten Fetzenfisch. Die Folgen der menschlichen Nutzung der Weltmeere als Energielieferant, Transportstrecke oder Nahrungsquelle dokumentiert dagegen das Bild „Net loss“ von Audun Rikardsen: Ein geplatztes Netz verliert seinen Fang und überschwemmt das Wasser mit toten Fischen. „Planet Ozean“ beschäftigt sich auch mit den wichtigen Bereichen Meeresschutz und -forschung. Hierfür steht der neuen Schau mit dem Deutschen Meeresmuseum ein versierter Partner zur Seite, dessen wissenschaftliche Expertisen das inhaltliche Fundament bilden. Im eigens für die neue Ausstellung entwickelten „Ocean Sound Raum“, in der Mitte des Erdgeschosses platziert, tauchen die Besucher:innen in einzigartige Klangwelten ein. Hier ploppt, knistert, kracht und klopft es, wenn tausende kleinster Krustentiere, lebendige Korallenriffe oder ein Schwarm Kabeljaue belauscht werden können. Die sinnliche Reise beginnt an der Nordsee und führt durch die Weltmeere bis in die Antarktis.In verschiedenen Ausstellungskapiteln zeigt der Gasometer anhand von teilweise noch nie gesehenen großformatigen Fotografien und Filmen die Ozeane unseres Planeten. Da tanzt dann ein Harlekin-Oktopus munter durch die Lagune von Mayotte, gibt es direkten Blickkontakt mit einem Blauhai oder beobachtet ein niedlicher Seelöwe den kunstvoll getarnten Fetzenfisch. Die Folgen der menschlichen Nutzung der Weltmeere als Energielieferant, Transportstrecke oder Nahrungsquelle dokumentiert dagegen das Bild „Net loss“ von Audun Rikardsen: Ein geplatztes Netz verliert seinen Fang und überschwemmt das Wasser mit toten Fischen. „Planet Ozean“ beschäftigt sich auch mit den wichtigen Bereichen Meeresschutz und -forschung. Hierfür steht der neuen Schau mit dem Deutschen Meeresmuseum ein versierter Partner zur Seite, dessen wissenschaftliche Expertisen das inhaltliche Fundament bilden. Im eigens für die neue Ausstellung entwickelten „Ocean Sound Raum“, in der Mitte des Erdgeschosses platziert, tauchen die Besucher:innen in einzigartige Klangwelten ein. Hier ploppt, knistert, kracht und klopft es, wenn tausende kleinster Krustentiere, lebendige Korallenriffe oder ein Schwarm Kabeljaue belauscht werden können. Die sinnliche Reise beginnt an der Nordsee und führt durch die Weltmeere bis in die Antarktis.

 
Gasometer Oberhausen
Arenastr. 11
46047 Oberhausen
Tel. 0208 - 850 37 30

 


Aktuelle Ausstellungen:

 

Noch bis 3. März 2024

Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur

Baden in Bad Aachen – Kuren und Flanieren seit den Römern


Rudolf Lipus, Wandelhalle bei dem Trinkbrunnen mit Blick auf Kurhaus und Kurpark in Aachen, Temperagemälde. Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur

Flaniert in der neuen Sonderausstellung durch mehr als 2000 Jahre kontinuierliche Badegeschichte und Nutzung des Thermalwassers in Aachen. Erlebt, welchen langen Weg das Wasser zurücklegen muss, um in Aachen als Thermalwasser aus dem Boden zu sprudeln, welche imposanten Thermenanlagen in römischer Zeit schon in Aachen standen und warum ausgerechnet ein verheerender Stadtbrand einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Bade-  und Kurwesens dieser Stadt hatte. Erstmalig könnt ihr zudem per Smartphone auf multimediale Mittel zugreifen und sich so durch die Ausstellung begleiten lassen. Bringt neben Ihrem Smartphone auch Kopfhörer mit und taucht ab in die spannende Geschichte des Badens, Kurens und Flanierens in Aachen.

Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur
Mühlenberg 7
53909 Zülpich
Tel. 02252 - 83 80 61 04

 

Noch bis 3. März 2024

Kunstmuseum Villa Zanders

Rolf Rose. Malen Sehen


Rolf Rose - MALEN SEHEN, Ausstellungsansicht, von li nach rechts: o.T., 1970, Öl auf Leinwand / o.T., 2018, Öl auf Leinwand, Courtesy Galerie Floss & Schultz, Foto: © Michael Wittassek

Nicht vielen Maler:innen ist eine derart lange Schaffenszeit gegeben wie Rolf Rose (geb. 1933 in Halberstadt), der auf weit mehr als 60 Jahre künstlerischer Arbeit zurückblicken kann. Das Kunstmuseum richtet den Blick auf ein Werk, das über Jahre im Umfeld des Radical Painting und der Farbmalerei angesiedelt war. Lange Zeit baute Rolf Rose seine Bilder polychrom in Schichten auf, was zur Empfindung einer frappierenden Farbtiefe führte. Er experimentierte mit Malgründen, Pigmenten, Wachs und Grafit. Stets geht es ihm um die Farbe als Material, das er mit unterschiedlichsten Werkzeugen bearbeitet. Parallel zur Arbeit auf Leinwand, Holz oder Aluminium schuf er in all den Jahrzehnten auch unzählige Arbeiten mit Acryl, Graphit oder Aquarell auf Papier; außerdem entstanden dutzende Skizzenbücher. In einem gestrafften Überblick wird die Kontinuität dieses Künstlers von den 1970er-Jahren bis hin zu den farblich expressiven Äußerungen des aktuellen Spätwerks gezeigt. Weit entfernt von jeder dogmatischen Haltung sorgte Rolf Rose immer wieder für Überraschungen, so wenn er seit den 2010er-Jahren die Farbe aus den übereinander liegenden Schichten hervorholt und gleichberechtigt nebeneinander ausbreitet. Was einst verborgen war, liegt nun ungezügelt offen und zeigt eine Unbekümmertheit und Freiheit, die wohl nur durch jahrzehntelange Erfahrung zu erreichen ist.

Kunstmuseum Villa Zanders
Konrad-Adenauer-Platz 8
51465 Bergisch Gladbach
Tel. 02202 – 14 23 56

 

Noch bis 4. März 2024

Museum Ludwig

Walde Huth. Material und Mode

Walde Huth Werbeaufnahme für Tretford-Teppichboden, 1968, Museum Ludwig © Heringson Collectibles, Wuppertal Reproduktion: Rheinisches Bildarchiv Köln

Mit Textilien und Stoffen befasste sich Walde Huth (1923–2011) ihr ganzes Fotografinnenleben lang. Angefangen u.a. mit Aufträgen für die Samtfabrik Gottlieb Ott Sohn in den frühen 1950er Jahren gelang ihr der Sprung zur Modefotografin von internationalen Designern des „New Look“ wie Christian Dior oder Jacques Fath. Drei Jahre lang, 1953 bis 1956, reiste sie nach Paris, Florenz und Rom und fotografierte die neusten Kollektionen für deutsche Magazine. Ihre Modelle waren die Starmannequins ihrer Zeit; posieren ließ sie sie selten in luxuriösen Kulissen, stattdessen aber in der Stadt, umgeben von Passanten. Auch wollte sie weg vom süßen Kitsch der dauerlächelnden Modelle. Ihre Bilder sind deshalb sorgfältig komponiert, die Frauen darauf wirken selbstbewusst, die Kleidung wird zur Form, korrespondierend zur Architektur der Stadt. Das gilt auch für Walde Huths Nylonwäsche- und Teppichwerbung in den 1960er Jahren als sie mit ihrem Mann, dem Fotografen Karl Hugo Schmölz, in Köln das Unternehmen schmölz + huth gegründet hatte. Neben den Stoffen spielen zwei weitere Komponenten in ihren Bildern von Anfang an eine wichtige Rolle: das Licht und die Wahl des Fotomaterials – mal Farbe, mal Schwarzweiß.
Die Präsentation ist eine Annäherung, eine Sichtbarmachung und genauso eine Einladung, Erinnerungen und Wissen zu teilen, Forschungen aufzunehmen zu Kontinuitäten und Brüchen zwischen ihren ersten Jahren als Fotografin für Agfa und ihrer Karriere im Deutschland der Wirtschaftswunderjahre. Anlässlich ihres hundertsten Geburtstags gibt das Museum Ludwig Einblick in seine seit 2017 umfangreich erweiterten Walde Huth Bestände.

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-261 65

 

Noch bis 10. März 2024

Naturzentrum Eifel

Gesichter und Geschichten – Jüdisches Leben in Deutschland


© Tim Fischer / LVR-ZMB

Die Poster-Ausstellung „Gesichter und Geschichten – Jüdisches Leben in Deutschland“ beruht auf der Wanderausstellung „Menschen, Bilder, Orte – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ des MiQua, LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln“, und reist seit 2021, dem deutsch-jüdischen Festjahr, das 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland feierte, durchs Land. Die RollUps geben Einblicke in die Vielfältigkeit jüdischen Lebens über die Jahrhunderte hinweg. Themenbereiche wie z.B. „Recht und Unrecht“, „Leben und Miteinander“, „Religion und Geistesgeschichte“ sowie „Kunst und Kultur“ werden behandelt. Anhand von QR-Codes besteht die Möglichkeit, auf verschiedene Online-Angebote des MiQua zurückzugreifen und somit weitere Eindrücke zu gewinnen.

Naturzentrum Eifel
Urftstr. 2-4
53947 Nettersheim
Tel. 02486 - 12 46

 

Noch bis 17. März 2024

Clemens Sels Museum Neuss

Ein Bild für alle Fälle. Sammelkarten von Stollwerck bis Liebig und Panini bis Pokémon


Drahtloses Privattelefon und Fernseher, um 1930, Wagner-Sammelbild, Chromolithografie, Privatbesitz, Foto: Clemens Sels Museum Neuss

Ob Pokémon oder Fußballspieler, Star Wars oder Disneyfilme – Sammelkarten haben in der Popkultur längst Kultstatus! Den magischen Reiz der kleinen bunten Bildchen entdeckten Firmen bereits im 19. Jahrhundert: Um das florierende Geschäft mit ihrer Automatenschokolade anzukurbeln, gab etwa die Firma Stollwerck seit den 1890er-Jahren Sammelkarten heraus. Entworfen wurden diese teils von namhaften Künstlern wie Max Liebermann oder Adolph Menzel. Von den heißbegehrten „Liebigbildern“, mit denen „Liebig’s Fleischextrakt“ um die Gunst seiner Käufer warb, zirkulierten sogar Fälschungen. Das Spektrum der Produkte, die mit Sammelkarten beworben wurden war riesig, ihre Themenvielfalt geradezu unfassbar. Sie reichte von Motiven zur Kunst, Musik, Technik, Mode bis hin zu historischen Ereignissen, Zukunftsvisionen und Bildern von Theater- und Filmstars. Da gab es wirklich ein „Bild für alle Fälle!“ Die enorme Bedeutung und Verbreitung des Sammelbildes am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts kann daher kaum überschätzt werden. Und seine Erfolgsgeschichte schrieb sich fort: Eine explosionsartige Steigerung der Popularität von Sammelkarten setzte im Laufe der Coronapandemie ein, insbesondere für Sportler- und Pokémonkarten. Über Jahrzehnte begeisterten auch die Stickeralben von Panini – von Heften zur Fußballweltmeisterschaft bis hin zu Disneyfilmen – Sammler jeden Alters. „Ein Bild für alle Fälle“ bietet Besucher:innen anhand von rund 80 Exponaten aus der eigenen Sammlung sowie aus Privatbesitz spannende und nostalgische Rück-, Ein- und Ausblicke auf die faszinierende Welt der Sammelbilder.

Bundeskunsthalle
Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn
Tel. 0228 – 917 10

 

Noch bis 17. März 2024

Deutsches Tanzarchiv Köln/SK Stiftung Kultur

Irgendwas fehlt immer. Vom Sammeln und Bewahren


Blick in die Ausstellungsinstallation: Partizipation einer Besucherin, Foto: © Janet Sinica

Auf das 16. Jahrhundert gehen die ersten Tanzlehrbücher zurück. Bücher, die früh vom ewig jungen Wunsch von Tänzer:innen, Choreograph:innen und Tanzpädagog:innen zeugen, ihr Wissen vom Tanz zu bewahren und weiterzugeben. Die Aufnahme in die gelehrsamen Bücher dieser Jahre blieb jedoch den höfischen Tänzen der Edelleute vorbehalten. Volkes Tanz hingegen blieb außen vor, fand Ausdruck allenfalls in Form von humoristischen Graphiken. Eine Überlieferung fand nicht statt. Irgendwas fehlt immer. Der Wunsch, das Flüchtige der Tanzkunst zu überwinden, schuf sich im Laufe der Jahrhunderte eigene Einrichtungen: Tanzlehrbibliotheken und Lehrsammlungen, private Sammlungen von Tanzliebhabern und – last but not least – große und kleine Archive in öffentlicher wie privater Trägerschaft. Doch wie passioniert die Sammelleidenschaft auch war – Irgendwas fehlt immer. Die Vielfalt ist geblieben – das WorldWideWeb hinzugekommen. Aktuell manifestiert sich das Wissen um Tanz auf einer Vielzahl von Portalen und Social Media Kanälen. Und verliert sich zuweilen ebenso schnell. Irgendwas fehlt immer. Teil der Ausstellung sind architektonische Elemente, die Ideen zum Tanzarchiv der Zukunft sammeln und die Besuchenden einladen, ihre Gedanken und Ideen zu Präsentation und Nutzung von Inhalten eines Tanzarchivs der Zukunft zu formulieren und einzubringen.

Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln/SK Stiftung Kultur
Im Mediapark 7
50670 Köln
Tel. 0221 – 888 95-400

 

Noch bis 17. März 2024

Bundeskunsthalle Bonn

Immanuel Kant und die offenen Fragen


Immanuel Kant Kritik der reinen Vernunft, Titelblatt der Erstausgabe 1781

Am 22. April 2024 jährt sich der Geburtstag des Philosophen Immanuel Kant (1724–1804) zum 300. Mal. Kants bahnbrechende Beiträge zur Aufklärung, seine Überlegungen zur Ethik, Emanzipation, Erkenntnistheorie und zum Völkerrecht gelten bis heute als Referenzpunkte. Die Ausstellung will sein Werk einem philosophisch nicht vorgebildeten, explizit auch einem jungen Publikum nahebringen. Dabei werden die vier berühmten Kantischen Fragen: „Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch?“ die Ausstellung strukturieren. Hochkarätige Gemälde, Grafiken, wissenschaftliche Instrumente, Karten und Handschriften werden die Kernthemen der Aufklärung visualisieren. Gleichzeitig rücken die historische Person Immanuel Kant, sein Umfeld und seine Netzwerke in den Fokus. Kants Biografie war auf das Engste mit der städtischen Umgebung von Königsberg verbunden, wo er 73 Jahre lang lebte. Die preußische Residenzstadt strahlte als geistiges Zentrum ihrer Epoche in den gesamtdeutschen und europäischen Raum hinein. Deshalb lassen wir in der Ausstellung das barocke, 1944/45 völlig zerstörte Königsberg virtuell wieder auferstehen. VR-Stationen ermöglichen eine imaginäre Reise in die Welt Immanuel Kants.

Bundeskunsthalle
Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn
Tel. 0228 – 917 10

 

Noch bis 24. März 2024

Odysseum Köln

Harry Potter: Visions of Magic


© Warner Bros. Discovery Global Themed Entertainment

Harry Potter: Visions of Magic ist ein faszinierendes und interaktives Kunsterlebnis, das auf über 3.000 Quadratmetern in die mysteriösesten Ecken der Wizarding World™ entführt. Hier kannst du magische Orte erkunden, von denen du bisher nur geträumt hat. Inspiriert von den geheimnisvollen Schauplätzen der magischen Welt, wie dem Raum der Wünsche, Newts Menagerie, dem Zaubereiministerium und vielen mehr, bietet Harry Potter: Visions of Magic eine Vielzahl kreativer und immersiver Themenwelten. Durch die beeindruckende Architektur und einzigartige Klanglandschaften wirst du Teil einer magischen Reise, die alle deine Sinne anspricht. Spektakuläre Multimedia-Installationen verzaubern und entführen dich in eine Welt voller Geheimnisse und Abenteuer. Mit Hilfe interaktiver Technologien und Projektionen kannst du das Unsichtbare enthüllen und Visionen der Magie selbst zum Leben erwecken.

ODYSSEUM
Corintostr. 1
51103 Köln
Tel. 0221 - 69 06 81 11

 

Noch bis 31. März 2024

NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Schalom & Alaaf. Jüdinnen und Juden im Kölner Karneval


NS-Dokumentationszentrum. Schalom und Alaaf. Installationsaufnahmen. Foto: Leonie Braun / NS-DOK

Mit Beginn des organisierten Kölner Karnevals vor 200 Jahren sind Jüdinnen und Juden ein Teil davon – im Treiben auf der Straße und in der Kneipe, im Verein, auf der Bühne und davor. Für einige gehört der Karneval zu den Höhepunkten des Jahres, manche verdienen mit ihm ihren Lebensunterhalt. Die Ausstellung „Schalom & Alaaf. Jüdinnen & Juden im Kölner Karneval“ stellt erstmals jüdische Karnevalist:innen in den Mittelpunkt, die den Karneval prägen, mitgestalten, feiern. Sie lädt dazu ein, ihre Geschichten zu entdecken – in historischer Perspektive, aber auch ganz gegenwartsnah.
Die Ausstellung erzählt in vier thematischen Bereichen von Mitwirkung und Ausschluss, von Begeisterung, Zugehörigkeit, erzwungener Entfremdung – und Wiederkehr: im Straßenkarneval, auf der Bühne, im Vereinsleben und im Exil. Eine Galerie stellt über 70 jüdische Karnevalist:innen vor – vom berühmten Bühnenkünstler Hans Tobar bis zu Marlis Zilken, die Ende der 1920er Jahre im Alter von drei Jahren als „Roter Funke“ verkleidet den Straßenkarneval feiert.

NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (EL-DE-Haus)
Appellhofplatz 23-25
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-263 32

 

Noch bis 1. April 2024

Museum für Ostasiatische Kunst

Kyōtos Netsuke – Meister & Mythen. Miniaturkunstwerke aus Holz und Elfenbein


Eingerollter Drache, Das tama (Juwel) in seiner Klaue haltend, Elfenbein, 18. Jahrhundert. Signiert: Tomotada. Foto: Fuis Photographie, Köln

Mit der Ausstellung „Kyōtos Netsuke – Meister & Mythen“ feiert das Museum die seit sechzig Jahren bestehende Städtepartnerschaft zwischen Kyōto und Köln. Präsentiert werden sechzig Netsuke aus der Kyōto-Schule, die symbolhaft für die langanhaltende Freundschaft dieser beiden Städte stehen. Es handelt sich dabei um Leihgaben aus der Kollektion des Kölner Sammlers Karl-Ludwig Kley. Netsuke sind kleine, aufwendig gearbeitete und kunstvoll verzierte Schnitzfiguren, die in der Regel aus Elfenbein, Holz oder Knochen gefertigt sind. Der Ursprung der Netsuke geht auf die Edo-Zeit (1603-1868) zurück, in der sie traditionell zur Befestigung kleiner mehrteiliger Behältnisse (Inrō) und Hängesachen (Sagemono) am Gürtelband des taschenlosen Kimonos dienten.

Museum für Ostasiatische Kunst
Universitätsstr. 100
50674 Köln
Tel. 0221 - 221-286 17

 

Noch bis 1. April 2024

Bundeskunsthalle Bonn

Anna Oppermann. Eine Retroperspektive


Anna Oppermann Anders sein („Irgendwie ist sie so anders …“), 1970–1986, Installationsansicht: Generali Doundation, Wien, 2007 © Courtesy Nachlass Anna Oppermann und Galerie Barbara Thumm

Anna Oppermann (1940–1993) war eine deutsche Konzeptkünstlerin. Als sie mit erst 53 Jahren verstarb, hat sie ein großes Werk hinterlassen, das neu entdeckt werden will. Die Bundeskunsthalle zeigt eine umfassende Ausstellung ihres reichhaltigen Schaffens – von frühen Zeichnungen bis hin zu einem ihrer letzten großen Werke. Oppermann nahm ab Ende der 1960er-Jahre eine wichtige und singuläre Position in der deutschen Kunstszene ein. Durch ihre Teilnahme an der documenta 6 und 8 in Kassel war sie schon früh im internationalen Kontext bekannt. Charakteristisch für ihr Werk sind die Offenlegung des künstlerischen Prozesses und ihre Reflexionen, die in Arrangements aus Notizen, Zeichnungen, Fotografien, Gedrucktem und Objekten einfließen; Sprache ist neben den bildnerischen Werkteilen ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeiten. Hierfür prägte sie seinerzeit den Begriff des „Ensembles“ – prozesshafte angelegte Raumcollagen, die sowohl das installierte Werk umfassen als auch die zugrundeliegende Methode offenlegen. Anna Oppermanns Werke sind sowohl Ausdruck eines Prozesses der Selbstbefragung als auch ein „Angebot zur Kommunikation“ über grundlegende gesellschaftliche und allgemein menschliche Themen. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Nachlass Anna Oppermann. Die Nachlassverwaltung obliegt Barbara Thumm.

Bundeskunsthalle
Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn
Tel. 0228 – 917 10

 

Noch bis 7. April 2024

Museum für Ostasiatische Kunst

50 Jahre – 50 Schätze


Ein Paar Trinkschalen, Porzellan mit Emailfarben, China, Qing-Dynastie, Yongzheng-Periode (1723-1735) © Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln, Marion Mennicken

Die Präsentation zeigt eine Auswahl an 50 Objekten aus hauseigenem Bestand, welche mit Mitteln der durch den Sammler Hans Wilhelm Siegel (1903–97) ins Leben gerufenen Orientstiftung zur Förderung der Ostasiatischen Kunst Eingang in die Sammlungsbestände des Museums für Ostasiatische Kunst fanden. Anlass der Ausstellung ist das aktuelle 50-jährige Gründungsjubiläum der Orientstiftung.

Museum für Ostasiatische Kunst
Universitätsstr. 100
50674 Köln
Tel. 0221 - 221-286 17

 

Noch bis 7. April 2024

Haus der Geschichte

#DeutschlandDigital


DIGI Roboter Pauline Jacob Hero © Alexander Schmidt Punctum

Für den ersten Computer interessiert sich in Deutschland kaum jemand, als der Bauingenieur Konrad Zuse ihn 1941 in Berlin der Öffentlichkeit vorstellt. Der „Z3“, eine wandschrankgroße Erfindung, gilt als der weltweit erste Computer. Rund 80 Jahre später ist es möglich, unser gesamtes Leben über einen Mini-Computer – das Smartphone – zu organisieren: Nachrichten schreiben, Fotos und Videos machen, telefonieren, einkaufen, uns verlieben, Filme schauen, Termine verwalten, Vokabeln lernen, Schritte zählen. Die digitale Revolution hat einen radikalen, alle Lebensbereiche umfassenden, unumkehrbaren Wandel ausgelöst – im Positiven wie Negativen. Neben faszinierenden neuen Möglichkeiten droht Nutzerinnen und Nutzern die Gefahr, als „gläserne Menschen“ die Hoheit über die eigenen Daten zu verlieren. Die aktuelle Ausstellung #DeutschlandDigital betrachtet die Digitalisierung in Deutschland als historischen Prozess mit internationalen Bezügen. Gegliedert in drei Bereiche, Wirtschaft und Arbeit, Alltag und Privatleben sowie Politik und Gesellschaft erleben die Besucherinnen und Besucher die positiven und negativen Seiten des Digitalisierungsprozesses. Mit einer Chipkarte, die am Eingang der Ausstellung erhältlich ist, eröffnen sich Ausstellungs-Besucher:innen Portale in die digitale Welt. Damit können sie einen Roboter programmieren und zum Laufen bringen, ausprobieren, wie man mit Kryptowährung bezahlt, selbst Fake News erstellen oder Retro Gaming wie „Pac Man“ ausprobieren.

Haus der Geschichte Bonn
Willy-Brandt-Allee 14
53113 Bonn
Tel. 0228 - 91 65-0

 

Noch bis 7. April 2024

LVR-Industriemuseum Textilfabrik Cromford, Ratingen

Probiert? Kapiert!

In der Ausstellung bauen Besuchende eine große Kettenreaktion. © LVR-Industriemuseum, Foto: ZMB, Stefan Arendt 2023

Wie transportiert man kinderleicht schwere Waren? Wie treibt man große Maschinen an? Wie stellt man festes Gewebe her und welche Möglichkeiten zur platzsparenden Verpackung gibt es? An den Mitmach-Stationen der Ausstellung finden Kinder, Schüler*innen, Familien und Erwachsene clevere Lösungen für unterschiedliche technische Probleme. Webstuhl, Flaschenzug und verschiedene Teamstationen bieten Mitmach-Möglichkeiten rund um die Themen Energie, Transport, Lagerung und Produktion.
Im Zentrum von Probiert? Kapiert! steht das „Tinkern“ – Tüfteln –, mit dem alle Besucher:innen spielerisch naturwissenschaftliche und technische Inhalte kennenlernen. So erwartet sie als Höhepunkt des Ausstellungsbesuchs der gemeinsame Bau einer großen Kettenreaktion. Hier werden die vorab ausprobierten Themen wiederaufgenommen, Antriebe gefertigt oder Fahrzeuge gebaut. Aus den einzelnen Abschnitten wird so ein einziger großer Parcours zusammengesetzt. Die Besucher:innen lösen am Startpunkt einen Impuls aus, geben ihn dann beispielsweise über den Lauf einer Murmelbahn weiter, lassen ihn Höhenunterschiede überwinden oder übermitteln ihn mit Zahnrädern, Bausteinen oder Rollen. Wenn alles klappt, ertönt zum krönenden Abschluss ein lauter Knall. Viel Spaß, Kreativität und Action sind garantiert.

LVR-Industriemuseum Textilfabrik Cromford Ratingen
Cromforder Allee 24
40878 Ratingen
Tel. 02234 - 992 15 55 (KulturInfo Rheinland)

 

Noch bis 7. April 2024

Rautenstrauch-Joest-Museum

REVISIONS made by the Warlpiri of Central Australia and Patrick Waterhouse


© Enough Picture, Restricted with Dorothy Napurrurla Dickson

Kann die Kunst unser Verständnis der Vergangenheit verändern? Können wir die Dokumente, die die Geschichte geprägt haben, revidieren? Wie können Australian First Peoples mit künstlerischen Mitteln die Deutungshoheit zurückgewinnen? In den vergangenen acht Jahren haben Gruppen von Warlpiri-Künstler:innen in Zentralaustralien in Zusammenarbeit mit dem britischen Künstler Patrick Waterhouse eine Sammlung von Landkarten, Flaggen, Fotografien, Comic-Illustrationen und anderem Archivmaterial überarbeitet. Dadurch sind künstlerische Positionen entstanden, die neue Zugänge zu bisher meist verdeckten oder unbekannten Sichtweisen bieten. Die bisher größte Ausstellung dieser Arbeit „REVISIONS made by Warlpiri of Central Australia und Patrick Waterhouse“ ist nun im Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM) zu sehen. Die Ausstellung wurde in den Warlukurlangu Art Centres in Yuendumu und Nyirripi kuratiert. Sie umfasst bereits bekannte Arbeiten wie „Restricted Images“ als auch neue, die sich u. a. direkt mit dem RJM-Archiv befassen, und zeigt erstmals das neue Zwei-Kanal-Video-Kunstwerk „The True Story“. Die Künstler:innen im Alter von 16 bis 90 Jahren trugen auf der Grundlage ihrer eigenen Geschichten und Traditionen Schichten von Mustern und Symbolen auf die Dokumente auf. Dieser Prozess kann als ein Unkenntlichmachen, als Korrektur des Vorhandenen oder als Enthüllung von etwas betrachtet werden, das schon immer unter der Oberfläche verborgen war. Die daraus resultierenden Arbeiten konfrontieren die koloniale Erzählweise Australiens mit seiner indigenen Geschichte, die vor mehr als 50.000 Jahren begann.

Rautenstrauch-Joest-Museum
Cäcilienstr. 29-33
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-313 56

 

Noch bis 7. April 2024

Museum für Ostasiatische Kunst

Zwischenräume


Helena Parada Kim, Stillleben mit Grünkohl 2019, Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2023

Die Sonderpräsentation zeigt zeitgenössischer Malerei von Helena Parada Kim. Die gebürtige Kölnerin koreanisch-spanischer Herkunft studierte an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschülerin des britischen Malers Peter Doig. Während der ausgeprägte Naturalismus Parada Kims Bilder deutlich in der Tradition europäischer Altmeister steht, werden kulturspezifische Motive aufgegriffen, die an diverse Bildtraditionen und Alltagskulturen Ostasiens, insbesondere Koreas, anknüpfen. Anhand ausgewählter Exponate beleuchtet die Sonderpräsentation in drei Ausstellungsräumen entsprechende Themenbereiche: Pflanzen und Naturdarstellungen; Trachten und Textilien; Rituale und Kulturen des Speisens.

Museum für Ostasiatische Kunst
Universitätsstr. 100
50674 Köln
Tel. 0221 - 221-286 17

 

Noch bis 8. April 2024

Beethoven-Haus Bonn

Tonkunst


© Beethoven-Haus Bonn / David Ertl

Die Ausstellung stellt Arbeiten des Bonner Künstlers Jan Karczewski historischen Musikinstrumenten aus der Sammlung Zimmermann gegenüber. Jan Karczewskis Objekte leben von der Veränderung gebrauchter Gegenstände, die mit verschiedenen Materialien kombiniert und damit neu interpretiert werden. Die alte Perfektion wird so von einer neuen Ästhetik abgelöst, und die Skulpturen wirken zugleich fremd und doch seltsam vertraut. Erst auf den zweiten Blick enthüllt sich in ihrer Erscheinung etwas Absurdes oder Witziges. Die gezeigten Musikobjekte sind keine Instrumente, mit denen man Töne spielen kann. Sie laden vielmehr zu einer spielerischen Betrachtung und Auseinandersetzung ein. Tatsächlich spielbar sind hingegen alle historischen Instrumente, die der Dürener Sammler Josef Zimmermann (1881-1976) zusammengetragen hat. Nach seinem Tod ging die Sammlung zunächst als Dauerleihgabe, 1981 dann als Schenkung an das Beethoven-Haus. Sie enthält etliche Instrumente, die schon zur Beethovenzeit gespielt wurden. Gezeigt werden besonders aufwändig gefertigte und heute teilweise kurios wirkende Einzelstücke, die mit den Skulpturen von Jan Karczewski auf wundersame Weise harmonieren.

Beethoven-Haus Bonn
Bonngasse  20
53111 Bonn
Tel. 0228 - 981 75-26

 

Noch bis 14. April 2024

Bilderbuchmuseum Troisdorf

100 Jahre Häschen- und Menschenschule


© Fritz Koch-Gotha, Illustration (Ausschnitt) zu dem Buch „Die Häschenschule“, Alfred Hahns Verlag, 1947

Wer kennt und liebt ihn nicht, den Bilderbuchklassiker „Die Häschenschule“? Auch oder gerade weil dort in der Dorfschule die Zeit stehen geblieben ist. Und das seit 1924, als die Geschichten von Albert Sixtus erstmals veröffentlicht wurden. Weil „Die Häschenschule“ in diesem Jahr ihr 100jähriges Jubiläum feiert, widmen sich die Museen der Burg Wissem den Illustrationen von Fritz Koch-Gotha sowie dem Thema „Schule im Laufe der Zeit“. Seit der Erstausgabe von 1924 ist das Buch mit seiner humoristischen Darstellung einer traditionellen Dorfschule fast ununterbrochen im Handel erhältlich und Millionen Leser aller Altersstufen sind seinem Charme erlegen. Der kleine Wolfgang Sixtus, wollte immer neue Märchen über Hasen hören. Als seinem Vater die Geschichten ausgingen begann dieser selbst welche zu erfinden. Und schuf schließlich in der Nacht vom 30. April 1922 die Verse der Häschenschule. 1924 erschien die Geschichte um die Hasenkinder erstmalig mit den Illustrationen von Fritz Koch-Gotha herausgegeben. Diese Originalzeichnungen gingen mit den Druckplatten im Zweiten Weltkrieg verloren. Aufgrund der großen Beliebtheit des Buches wurden die Illustrationen aber schon kurz nach dem Krieg mit Hilfe von Konturpausen rekonstruiert. Und diese sind es nun, die auf der Burg Wissem gezeigt werden. In der Ausstellung wird die Geschichte um die Hasenkinder in den Kontext der schulischen Entwicklung eingebettet. Wie hat sich Schule im Laufe der Zeit verändert? Wie sahen Lehrmaterialien vor und nach der Einführung der Schulpflicht aus? Und wie hat sich das Bild der Lehrperson gewandelt? Diesen und weitere Fragen beantwortet ein chronologischer Überblick vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Ergänzt wird die Ausstellung im Bilderbuchmuseum durch zwei Klassenzimmer in den Räumen der Remise, die bei manchen Besuchern  Erinnerungen an die  eigene Schulzeit wachrufen werden.

Bilderbuchmuseum Burg Wissem
Burgallee 1
53840 Troisdorf
Tel. 02241 - 900-427

 

Noch bis 21. April 2024

Bilderbuchmuseum Troisdorf

„Besen! Besen! Seid‘s gewesen." Von Hexen und Zauberern


© Julia Donaldson und Axel Scheffler, Verlag Beltz & Gelberg

Hexen und Zauberer – mit ihnen betreten wir magische Welten. Dass diese uns manchmal sogar unheimlich erscheinen, ist durchaus beabsichtigt. Denn in zahlreichen Geschichten über Hexen und Zauberern bricht etwas in unseren Alltag ein, das unerklärlich ist und uns in eine Phantasiewelt abtauchen lässt, die mit unserer eigenen Wirklichkeit kaum noch etwas zu tun hat. Und wie gut ist es, dass es zumeist Kinder und Jugendliche sind, die in den Geschichten als Retter in Erscheinung treten, wenn das Unheimliche die Übermacht zu gewinnen droht. Die Ausstellung „Besen! Besen! Seid´s gewesen. Von Hexen und Zauberern“ versammelt zahlreiche Originale namhafter Illustrator:innen wie z.B. die Cover zu den Harry Potter-Bänden von Sabine Wilharm, „Krabat“ von Herbert Holzing und Mehrdad Zaeri, „Die kleine Hexe“ von Daniel Napp, „Das Hexen-Eimal-Eins“ von Wolf Erlbruch oder Originale zu „Für Hund und Katz ist auch noch Platz“ von Axel Scheffler, dem „Erfinder“ des Grüffelo.

Bilderbuchmuseum Burg Wissem
Burgallee 1
53840 Troisdorf
Tel. 02241 - 900-427

 

Noch bis 21. April 2024

Wallraf-Richartz-Museum

Sammlerträume – Sternstunden niederländischer Barockkunst


Adam Willaerts, Flusslandschaft mit Pilger, Öl auf Eichenholz, Dauerleihgabe, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Im Fenstersaal seiner Barockabteilung öffnet das Wallraf die Türen zu einem traumhaften Sammlerkabinett: Darin prunken Gemälde von Stars, die im 17. Jahrhundert hell am niederländischen Kunsthimmel strahlten: Jan Brueghel d.Ä., Jacob van Ruisdael, Willem Kalf und Gerrit Dou, um nur einige zu nennen. Die Ausstellung „Sammlerträume" zeigt erstmals die hochkarätigen Barockgemälde und -zeichnungen einer deutschen Privatsammlung, die das Kölner Museum jüngst als Dauerleihgabe erhielt. Seit Anfang der 1970er Jahre hat der anonyme Sammler mit großer Kennerschaft und Passion diese „Sternstunden niederländischer Barockkunst" zusammengetragen. Die in der Ausstellung präsentierten Sommer- und Winterlandschaften, kostbaren Stillleben, Stadt- und Flusspanoramen, zechenden Bauern und galanten Kavaliere, Kircheninterieurs und Porträts spiegeln sowohl die Vielfalt und Qualität der niederländischen Barockkunst als auch die bedingungslose Sammelleidenschaft eines privaten Kunstliebhabers wider. Eigens für den Besuch der Ausstellung hat die Kuratorin Anja Sevcik auf Spotify eine Playlist zusammengestellt, so dass Interessierte die Gemälde mit der passenden musikalischen Untermalung genießen können.

Wallraf-Richartz-Museum
Obenmarspforten 40
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-211 19

 

Noch bis 21. April 2024

Kreismuseum Zons

TeaTime - Teesiebe im Wandel der Zeit


Asiatische Teesiebe aus der Sammlung Gunda und Klaus Henneberger © Kreismuseum Zons

Bevor der Teebeutel die Geschichte des Tees revolutionierte, gehörte das Teesieb zum festen Bestandteil der Genusskultur. Seine Blütezeit ist zwischen 1800 und 1950 zu verorten, in der insbesondere mit Blick auf die europäischen Kolonialmächte, wie England und den Niederlanden, mit zunehmendem Wohlstand auch die Zahl an schönen und teuren Haushaltsgegenständen stark zunahm. Gleichzeitig sank durch den steigenden Import des Tees aus Indien und anderen Überseeländern der Preis des Tees so stark, dass er auch für größere Teile der Bevölkerung erschwinglich wurde. Tee war nicht mehr länger nur Luxusgut. Infolgedessen wurde in den unterschiedlichsten Ausführungen gesiebt und gefiltert: Von einfachen und zweckmäßigen bis hin zu formschönen und künstlerisch wertvoll gestalteten Teesieben in den verschiedensten Metall- und Silberlegierungen sowie Porzellan. Die Ausstellung präsentiert rund 400 sorgfältig ausgewählte Teesiebe der Sammlung Gunda und Klaus Henneberger aus vielen verschiedenen Ländern der Welt ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Ausführungsvielfalt umfasst den Historismus über den Jugendstil bis in den Art Déco sowie einige zeitgenössische Siebe bis in die Gegenwart. Auf die großen und kleinen Besucher:innen wartet außerdem eine Riechstation, in der verschiedene Teesorten "erschnüffelt" werden können und erklärt werden. In einem Teememory könnten Teepaare gefunden und erkundet werden.

Kreismuseum Zons
Schlossstr. 1
41541 Dormagen-Zons
Tel. 02133 – 53 02-0

 

Noch bis 25. April 2024

Phoenix des Lumières

Dalí: Das endlose Rätsel


© Culturespace / Falco Wübbecke

Phoenix des Lumières lädt Besucher:innen ein in die spanische Region Katalonien: Denn dort begann das Wirken des ebenso vielbeachteten wie polarisierenden Künstlers Salvador Dalí und des herausragenden Architekten Antoni Gaudí. Rund 100 Videoprojektoren, 28 Lautsprecher und 10 Subwoofer sorgen für großflächige Bilder und beeindruckende musikalische Begleitung, die den Besucherinnen und Besuchern ermöglichen, tief in die Welt der Künstler einzutauchen. Quasi ergänzend beleuchtet Phoenix des Lumières im kommenden Jahr auch das Schaffen des Architekten Antoni Gaudí, der als große Inspirationsquelle Dalís gilt und aus der gleichen Region stammt. Die Ausstellung würdigt das Schaffen des genialen Architekten anhand seiner modernistischen Gebäude, die er ab Beginn des 20. Jahrhunderts konzipierte und die heute zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Abgerundet wird das neue Programm von Phoenix des Lumières durch die etwa sechsminütige Kurzausstellung „3 Movements“, geschaffen vom istanbuler Kunst-, Design- und Technologiestudio Nohlab.

Phoenix des Lumières
Phoenixplatz 4
44263 Dortmund
Tel. 0231 – 99 76 38 68

 

Noch bis 19. Mai 2024

Papiermuseum Düren

Springende Hirsche. katagami – Japanische Papierschablonen zur Textilfärbung


katagami mit springenden Hirschen, Chrysanthemen und Bambusblättern (Detail), Foto: Peter Hinschläger

Die Ausstellung präsentiert erstmalig japanische Musterschablonen (katagami) aus der Sammlung des Leopold-Hoesch-Museums und des Papiermuseums Düren. Aus traditionellem Maulbeerbaumpapier (washi) gefertigt, dienen katagami der Färbung von Gewändern, Bannern und Textilien der Inneneinrichtung. Die mit Stanzwerkzeugen und Messern bearbeiteten Papiere werden mit dem gerbstoffhaltigen Saft (kakishibu) der Kakifrucht verklebt, um die Schablonen, die dann in einem Reservefärbeverfahren (katazome) für die Gestaltung traditioneller japanischer Textilien verwendet wurden, wasserfest und widerstandsfähig zu machen. Nachdem dieses Verfahren Anfang des 20. Jahrhunderts weitgehend durch industrielle Produktionstechniken ersetzt wurde, gelten katagami heute als Kunstwerke, die spannende Einblicke in die textile Ästhetik Japans gewähren. Die Ausstellung im Papiermuseum gibt einen Einblick in die verwendeten Materialien und Techniken und stellt anhand zahlreicher Beispiele die Bedeutung der verwendeten Muster und Symbole vor. Schließlich wird ein Einblick in die Geschichte der Papierschablonen und deren Weg in europäische Sammlungen gegeben. Die Muster der 87 präsentierten Schablonen aus der Edo- (1644–1868) und Meiji-Zeit (1868–1912) zeigen Pflanzen und Blüten, Naturerscheinungen, Tiere und von Menschen hergestellte Gegenstände. Dabei sind die Motive, die sich meist auf die Jahreszeiten beziehen, oft stark stilisiert. Nur für „Insider“ ist die Bildsprache sofort lesbar. Die im Titel zitierten Hirsche sind einerseits ein melancholisches Herbstmotiv, andererseits gelten Hirsche auch als Boten zwischen den Welten der Götter und Menschen.

Papiermuseum Düren
Wallstr. 2-8
52349 Düren
Tel. 02421 – 25 25 61

 

Noch bis 20. Mai 2024

Kreismuseum Zons

Second Life - Upcycling Kunst und Kunsthandwerk


© Joachim Römer, Sunset in the East

Wer kennt sie nicht, die spitze Frage: Ist das Kunst oder kann das weg? Altes, Gebrauchtes, Müll und Beschädigtes – gefunden, überarbeitet oder neu arrangiert – steht bei dieser Ausstellung im Mittelpunkt des Geschehens. Zusammen mit Künstler:innen fragen wir uns daher: Was können wir Neues erschaffen? Wo andere nur Abfall sehen, finden kreative Köpfe Ideen und Materialien für besondere Kunstprojekte. Der Blick auf das Thema Upcycling ist bewusst weit gewählt. So stehen neben großen Installationen, wie HA Schults „Trash People“, Joachim Römers großformatigem Werk „Sunset in the East“ oder Petra Kankes Objekte aus alten Kaffeefiltern auch praktisch verwendbare kunsthandwerkliche Produkte: Geschenkkartons aus Altpapier, Schmuck aus Restmaterialien oder Weihnachtsanhänger aus Teebeutelpapier. Die Aktualität und Brisanz des nachhaltigen Kunstschaffens zwischen Upcycling und Recycling zeigt sich insbesondere in der Installation „Flutwohnzimmer“ von Paul Busch, das aus angeschwemmten Objekten der Flut im Ahrtal 2021 erschaffen wurde. Impulse wahrnehmen und selbst aktiv werden; in einer Mitmachaktion können die Besucherinnen und Besucher Weggeworfenem ein zweites Leben zu schenken. So verschwimmen in dieser Ausstellung nicht nur die Grenzen zwischen Müll und Material, sondern auch zwischen Besucherinnen und Besuchern und Kunstschaffenden.

Kreismuseum Zons
Schlossstr. 1
41541 Dormagen-Zons
Tel. 02133 – 53 02-0

 

Noch bis 20. Mai 2024

Kunstpalast Düsseldorf

Size Matters. Größe in der Fotografie


Duane Michals, Things Are Queer, 1973, 9 Silbergelatineabzüge, Je 12,5 × 18 cm, Privatsammlung, Neuss © Duane Michals, Courtesy Galerie Clara Maria Sels, Düsseldorf

Alles verändert sich, wenn in Bildwelten am Größenregler gedreht wird: Dinge werden hervorgehoben, aus dem Zusammenhang gerissen, überhöht und umgedeutet. Sie rücken nah heran, werden studierbar, oder verschwimmen vor den Augen. Die Ausstellung „Size Matters. Größe in der Fotografie“ beleuchtet den erheblichen und oft unbemerkten Bedeutungswandel, der mit Größenverschiebungen in der Fotografie einhergeht. Von allen Medien vermag sie am einfachsten ihren Umfang zu ändern, kann leichtfüßig zum Großbild auf der Museumswand anwachsen aber auch zum Thumbnail auf dem Handyscreen schrumpfen. Sie schafft Miniaturen der Welt, kann die Dinge aber ebenso lebens- und überlebensgroß zeigen und Unsichtbares sichtbar machen. Die Schau zeigt, dass gerade die dimensionale Beweglichkeit dem Medium Wirksamkeit in kulturellen, sozialen und politischen Kontexten verleiht. Werke vom späten 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart werfen Fragen nach den Konsequenzen von Größe für die Wahrnehmung und den Umgang mit fotografischen Bildern auf. Ausgangspunkt ist die Sammlung des Kunstpalastes, nationale und internationale Leihgaben ergänzen die Werkauswahl.

Kunstpalast Düsseldorf
Ehrenhof 4-5
40479 Düsseldorf
Tel. 0211 – 56 64 21 00

 

Noch bis 26. Mai 2024

Köln

The Mystery of Banksy – A Genius Mind


© COFO Entertainment

Er ist weltberühmt und dennoch ein Mysterium – Banksy, der in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler und Maler, der dafür bekannt ist, die Grenzen des Kunstmarktes in Frage zu stellen und der mit seinen Arbeiten seit Jahren für Furore sorgt. Die Erfolgsausstellung „The Mystery of Banksy – A Genius Mind“ macht diese Kunst-Ikone zum Thema! Gezeigt wird dabei eine noch nie dagewesenen Präsentation mit mehr als 150 Werken des gefeierten Street-Art-Superstars. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke auf verschiedenen Materialien wie Leinwand, Stoff, Aluminium, Forex und Plexiglas wurden eigens für diese Sonderschau reproduziert und zusammengetragen. „The Mystery of Banksy – A Genius Mind“ gibt dem Besucher in einem aufwändigen und einzigartigen Setting einen umfassenden Überblick und Einblick in das Gesamtwerk des Genies und Ausnahmekünstlers. Ganz nach Banksys Motto „Copyright is for losers ©TM“ sind diese Hommage und die dort gezeigten Werke aufgrund seines anonymen Status nicht vom Künstler autorisiert.

Ehemaliges Autohaus
Oskar-Jäger-Str. 99
50825 Köln

 

Noch bis 26. Mai 2024

Kunstpalast Düsseldorf

Tony Cragg. Please touch!


Tony Cragg, Thicket, 2016, Stahl, 107 cm x 116 cm x 119 cm, © VG-Bildkunst, Bonn, 2023, Tony Cragg, Foto: Michael Richter

Skulpturen sollen berührt werden. Im Museum ist dieses „Erfassen“ jedoch aus konservatorischen Gründen nur selten möglich. Gemeinsam mit dem englischen Bildhauer Tony Cragg (*1948) zeigt der Kunstpalast eine Ausstellung, in der die taktilen Reize seiner Skulpturen im Zentrum stehen. Es ist die erste umfangreiche Schau dieser Art in einem deutschen Museum. Die Besuchenden können Skulpturen mit den Händen nachzeichnen, ihre Konturen erspüren und ihre Oberflächen ertasten. Die materielle Welt zu erforschen und ihre Möglichkeiten aufzudecken, ist ein zentrales Anliegen von Tony Cragg. Ihn interessiert die Kombination von Werkstoff und Bedeutung, die in der Ausstellung Please touch! veranschaulicht wird. So bietet die Schau auch einen Blick über die Schulter des Bildhauers. Sie gibt den Besuchenden die Möglichkeit, den künstlerischen Prozess Tony Craggs nachzuempfinden und mit allen Sinnen seine Arbeiten zu begreifen.

Kunstpalast Düsseldorf
Ehrenhof 4-5
40479 Düsseldorf
Tel. 0211 – 56 64 21 00

 

Noch bis 2. Juni 2024

Kunstmuseum Villa Zanders

Oskar Holweck. Meister der Reduktion


Oskar Holweck, 29. XII. 82, 1982, Blindbuch, durchstoßen, 21,5 x 70 x 50 cm, Kunstmuseum Villa Zanders Foto: © Michael Wittassek (Detail)

Wie kaum ein anderer Künstler hat Oskar Holweck (1924– 2007) die Kunst aus Papier vorangetrieben und ihr zu einem eigenen Profil und Ansehen verholfen. Generationen von Künstler:innen sind darauf aufbauend inzwischen ihren eigenen Weg gegangen, haben den Werkstoff immer wieder aufs Neue herausgefordert und die Ausdrucksmöglichkeiten erweitert. Während in den 1950er-Jahren vorwiegend expressive Tuschezeichnungen entstanden, fand Holweck bald zu einem betont konzeptionellen Ansatz: In akribisch vorbereiteten Experimenten untersuchte er den Aufprall von schwarzer Tusche auf Papier, bewegte den Papierbogen auf unterschiedliche Weise, schüttete die Farbe oder arbeitete mit Pipette und Pinsel. Holweck experimentierte mit Papier wie in einem Labor. Indem er in der Folge die Farbe gänzlich wegließ und allen Ausdruck im Papier selbst suchte, ging er noch einen Schritt weiter. Durch Knicken, Knüllen, Perforieren oder Reißen schuf er Werke, in denen sich das Spiel von Licht und Schatten entfaltet. In Künstlerkreisen fanden seine Werke schnell Anklang, so dass er seit 1958 zu zahlreichen Ausstellungen der Gruppe ZERO eingeladen wurde. Durch vielgestaltige Bearbeitung des Papiers mit unterschiedlichen Werkzeugen und Utensilien schuf er ein einzigartiges und innovatives OEuvre, das ihn zum Pionier der Kunst aus Papier werden ließ, weshalb seine Werke auch in die Bergisch Gladbacher Sammlung „Kunst aus Papier“ früh Eingang fanden.

Kunstmuseum Villa Zanders
Konrad-Adenauer-Platz 8
51465 Bergisch Gladbach
Tel. 02202 – 14 23 56

 

Noch bis 16. Juni 2024

LVR Industriemuseum Oberhausen St. Antony-Hütte/ Museum Eisenheim

Heile Welt…? Kinderleben an Ruhr und Emscher 1900 – 1960


Unterwegs auf zwei Rädern, um 1960 © Fritz Henle, LVR-Industriemuseum

Ausgewählte Fotografien geben einen Einblick in die vielfältigen Lebenswelten von Kindern in der Region um Oberhausen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ob beim Kinderfest, auf der Kirmes, beim Spielen auf der Straße oder beim Baden im Rhein-Herne-Kanal - auf den ersten Blick sind es Bilder einer glücklichen Kindheit, die von den Fotografinnen und Fotografen festgehalten wurden. Die Kinder scheinen wohlbehütet und fröhlich zu sein. Schaut man jedoch genauer hin, verraten die Fotografien, dass die Realität um einiges vielschichtiger war, als die heile Welt, die einige der Aufnahmen andeuten. Die Ausstellung zeigt 50 historische Fotografien, die bis in die Zeit des Deutschen Kaiserreichs zurückgehen. Die Fotografien begleiten Generationen von Kindern durch die unterschiedlichen Lebensstationen. Beginnend beim ersten Schrei eines kopfüber baumelnden Säuglings nach der Geburt, über die Kleinkindbetreuung bis auf die Schulbank, auf der zwei Jungs sich den Kopf über eine Mathematikaufgabe zerbrechen. Sie zeigen den Eintritt ins Arbeitsleben mit einer Aufnahme nähender Mädchen in der Haushaltsschule oder mit Bergbaulehrlingen in einem Übungsstollen der Zeche Vondern. Sei es beim Besuch der Kirmes auf der Raupe, in der improvisierten Seifenkiste oder bei der Mutprobe – die Aufnahmen stellen ein Kaleidoskop der vielfältigen Lebenswelten von Kindern vor der Kulisse des Ruhrgebiets dar.

LVR-Industriemuseum Oberhausen St. Antony-Hütte
Antoniestr. 32-34
46119 Oberhausen
Tel. 02234 - 992 15 55 (KulturInfo Rheinland)

 

Noch bis 16. Juni 2024

Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Maestras. Malerinnen 1500–1900


Fede Galizia, Judith und Holofernes, 1601–10 © Palacio Real de La Granja de San Ildefonso, Segovia, Patrimonio Nacional, 10024412

Frauen wurden in der Geschichte der Kunst systematisch übergangen, ausgeklammert oder zum Einzelfall erklärt. Vielfach entdecken derzeit zahlreiche internationale Museen Künstlerinnen vom Mittelalter bis in die Moderne neu und würdigen ihren Anteil an der Entwicklung der Malerei. Viele ihrer hochkarätigen Werke hingen bisher ungesehen in Museumsdepots. Das Arp Museum zeigt in Kooperation mit dem Museo Nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid eine umfassende Schau mit Arbeiten von 46 Malerinnen aus bedeutenden europäischen Museen und Privatsammlungen. Die Ausstellung präsentiert nicht nur die in ihrer Zeit gefeierten Künstlerinnen wie Artemisia Gentileschi, Élisabeth Vigée-Le Brun oder Mary Cassatt sondern auch neu zu entdeckende Meisterinnen. Sie alle trotzten den erschwerten Arbeitsbedingungen und fanden eigene künstlerische Wege. Das Spektrum reicht von mittelalterlichen Buchmalerinnen aus Nonnenklöstern über Künstlerinnen der Barockzeit, die in der väterlichen Werkstatt lernten, bis hin zu den Wegbereiterinnen der Moderne, die früh für ihren gleichberechtigten Platz einstanden.

LVR Landesmuseum Bonn
Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel. 0228 - 20 70-0

 

Noch bis 7. Juli 2024

Deutsches Glasmalerei-Museum Linnich

Junge Rebellen – Polke, Richter & Friends. Experimentelle Avantgarde im Spannungsfeld von Glaskunst, Malerei und Fotografie


© Deutsches Glasmalerei-Museum Linnich

Als glasmalerische Schwerpunkte zeigt die Ausstellung eine bisher nie öffentlich präsentierte Fenster-Tür-Kombination von Sigmar Polke, und von Gerhard Richter eine bis heute nie dokumentierten Auswahl seiner Entwürfe für das Fenster im Südquerhaus des Kölner Doms zusammen mit dem Original-Probefenster. Ausgehend von der Frage nach den glasmalerischen Schwerpunkten von Polke und Richter begab sich das Museum auf eine spannende Recherche nach den Gemeinsamkeiten und Ursprüngen der Ausnahmekünstler.
Die Schätze in der Ausstellung haben ihre eigenen, ganz individuellen Geschichten: Nachdem im Archiv des Museums eine Fenster-Tür-Kombination von Sigmar Polke lange auf ihre Präsentation gewartet hatte, fand sich bei den Recherchen zur Ausstellung ein würdiges Pendant: die Entwürfe und Original-Probefenster von Gerhard Richter für seine berühmten Fenster im Südquerhaus des Kölner Doms lagerten fast vergessen in einem der Türme des ehrwürdigen Doms. Beide Werke sind glasmalerische Erstlingswerke. Und wie ein Alpha und Omega beendete Sigmar Polke sein Lebenswerk 2009 mit der Gestaltung von sieben Achat- und fünf Farbglasfenstern im Grossmünster in Zürich. Die Glasfenster, die das DGML zeigt, sind Beispiele für den herausragenden künstlerischen Umgang mit Licht und Material. Aber auch für den innovativen Geist und den Mut der Ausnahmekünstler: Für die Umsetzung beider Fenster wurden spezielle handwerkliche Techniken ganz neu erfunden: für das Richterfenster verwandte man erstmals statt der Bleirute eine neu entwickelte Silikonverfugung und Sigmar Polke setzte mit der Achatverglasung völlig neue Materialien ein, die höchste und ganz neue Ansprüche an die technische Umsetzung verlangten.

Deutsches Glasmalerei-Museum Linnich
Rurstr. 9-11
52441 Linnich
Tel. 02462 – 99 17-0

 

Noch bis 25. August 2024

mondo mio! Kindermuseum Dortmund

das DING. umORDNUNG im MUSEUM


© mondo mio! Kindermuseum

mondo mio! krempelt das Museum um und zeigt, was sonst im Verborgenen schlummert. Die Ausstellung „das DING. umORDNUNG im MUSEUM“ lädt Kinder ab vier Jahren und ihre Familien zu Entdeckungsreisen durch die Museumssammlung ein, zum Staunen, Stöbern und Neuordnen. In der zweisprachigen Ausstellung (deutsch/englisch) könnt ihr die verschiedenen Facetten eines Museums kennenlernen. Schaut selbst, wie kniffelig und unterhaltsam die Arbeit im Museum sein kann! An Mitmach-Stationen wird gemeinsam experimentiert und geforscht, gebastelt und geordnet. Alle Neugierigen begeben sich auf eine Reise in die wundersame Welt der Museumssammlung und bringen ans Licht, was bisher im Dunkel des Depots verborgen war.

mondo mio! Kindermuseum
Florianstr. 2
44139 Dortmund
Tel. 0231 - 502 61 27

 

Noch bis 25. August 2024

DASA Dortmund

BioInspiration


Die Natur als Vorbild: Viele technische Innovationen sind Millionen Jahre alt und schlau entwickelt © Technisches Museum Wien - Sebastian Weissinger

Eine Ausstellung über die Natur als Vorbild. Die Natur hat sich in ca. 3,8 Milliarden Jahren Evolution an unterschiedlichste Bedingungen angepasst und dabei geniale Phänomene, Strukturen und Prozesse hervorgebracht. Die Ausstellung beleuchtet, wie sich Lösungsansätze der Natur auf Technik übertragen lassen. Als Verbindung von Biologie und Technik macht sich Bionik die Genialität der Natur zunutze und überträgt die natürlichen Strukturen und Mechanismen in technische Innovationen. Hier liegt viel Potenzial für die aktuellen globalen Herausforderungen wie Energienutzung oder klimatische Veränderungen. Als Arbeitswelt Ausstellung schaut die DASA vor allem auf die konkreten Anwendungsbeispiele für die tägliche Praxis.

DASA Dortmund
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund
Tel. 0231 – 90 71 26 45

 

Noch bis 31. August 2025

Museum Ludwig

Über den Wert der Zeit. Neupräsentation der Sammlung zeitgenössischer Kunst


Danh Vo, 16.06.1974, 2009, Foto und Haare in einer Vitrine, daneben Äste eines Baumes, 170 x 130 (Vitrine) cm, Tiefe: 70 cm (Vitrine) © Danh Vo, Foto: Galerie Bortolozzi

Alle zwei Jahre zeigt das Museum Ludwig Gegenwartskunst aus seiner Sammlung in einer neuen Präsentation. Dieses Mal wird der Blick auf verschiedene Verständnisse von Zeit gelenkt und darauf, in welcher Form Künstler*innen das Thema in ihren Arbeiten aufgreifen. Viele Künstler*innen machen mit ihren Arbeiten darauf aufmerksam, dass Kunst in der Gegenwart erfahren wird. Zugleich werden Erinnerung, Gedächtnis und Geschichtsschreibung befragt. Die Klammer der Präsentation bildet die Vorstellung vom „Wert der Zeit“ – einem gesellschaftlich bestimmten Wert, dem die abstrakte, messbare Zeit zugrunde liegt.

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln
Tel. 0221 - 221-261 65

 

Noch bis 1. September 2024

Von der Heydt-Museum Wuppertal

Nicht viel zu sehen. Wege der Abstraktion 1920 bis heute


Jean Fautrier, Nicht viel zu sehen, 1959, Mischtechnik auf Papier auf Leinwand 90 x 147 cm, Von der Heydt-Museum Wuppertal © VG Bild-Kunst, Bonn 2024

Das Von der Heydt-Museum präsentiert seine Schätze der Abstraktion: von der klassischen Moderne bis hin zu heutigen Tendenzen der ungegenständlichen Malerei. Hauptwerke bekannter Künstler:innen sind genauso zu sehen wie lange verborgene Kostbarkeiten aus den Depots. Benannt ist die Schau nach dem Titel eines bedeutenden Beispiels informeller Malerei im Bestand des Museums: Jean Fautriers Bild „Not much to look at (Nicht viel zu sehen)“ aus dem Jahr 1959. Insbesondere die vielen überraschenden Wechselbeziehungen zwischen figurativen und gegenständlichen Ansätzen einerseits und der ungegenständlichen bzw. abstrakten Kunst andererseits werden in der Ausstellung erlebbar. Etwa indem die historische Schlüsselfigur Max Ernst auf einen aktuellen Künstler wie Pius Fox trifft oder indem sich Werke von Amedée Ozenfant und Toulu Hassani, von Jean Dubuffet und Hannsjörg Voth, von George Mathieu und Katharina Grosse begegnen. Die Wege der Abstraktion in der Moderne sind verschlungen: ein lebendiger und offener Prozess mit vielen Beteiligten.

Von der Heydt-Museum
Turmhof 8
42103 Wuppertal
Tel. 0202 – 563 62

 

Noch bis 20. Oktober 2024

LVR-Industriemuseum Solingen Gesenkschmiede Hendrichs

Arbeits[T]räume – ein Zukunftslabor


Büromitarbeiterinnen anlässlich des 75-jährigen Firmenjubiläums der Gesenkschmiede Hendrichs, 1961 © LVR-Industriemuseum

Die Ausstellung „Arbeits[T]räume – ein Zukunftslabor“ beschäftigt sich mit der Zukunft der Arbeit. Das experimentelle Format geht über eine traditionelle Ausstellung hinaus. Anstelle einer musealen Meistererzählung stehen bewusst die individuellen Vorstellungen des Publikums im Mittelpunkt. Neben vielen anderen Möglichkeiten, diese in der Ausstellung zu hinterlassen, können Besuchende dem Museum leihweise ihr persönliches Arbeitsobjekt zur Verfügung stellen. Objekte spielen in unserem Arbeitsleben eine zentrale Rolle. Doch um welche Gegenstände es sich handelt und welche Bedeutung sie für uns haben, das hat sich in der Vergangenheit immer wieder verändert und es wird sich auch in Zukunft verändern. Viele von diesen ständigen Begleitern sind mit Bedeutung aufgeladen und erinnern uns an Geschichten von der Arbeit: Der Lieblingshammer, eine Gewerkschaftsfahne, das Röntgenbild vom Arbeitsunfall, das Geschenk zum Dienstjubiläum, eine Postkarte aus dem Büro… Was erzählen uns diese Dinge über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Arbeitswelt? Woran halten wir angesichts des Wandels der Arbeitswelt besonders fest? Kann sich die Geschichte auch in Zukunft noch so abspielen? Die Objekte können ab sofort und während der gesamten Laufzeit der Ausstellung zu den regulären Öffnungszeiten an der Museumskasse abgegeben werden. Dort liegt ein kurzer Fragebogen bereit, auf dem Informationen zum Objekt hinterlassen werden.

LVR-Industriemuseum Solingen
Merscheider Str. 289 – 297
42699 Solingen
Tel. 02234 - 992 15 55 (KulturInfo Rheinland)

 

Noch bis 24. November 2024

Neanderthal Museum

Eis.Zeit.Reise Grönland


© Konrad Nuka Godtfredsen

Schnee, Eis, Wind und unendliche Weite. Das ist Grönland. Doch was hat dieses riesige und landschaftlich beeindruckende Land noch zu bieten? In der Ausstellung EIS.ZEIT.REISE GRÖNLAND werdet ihr mitgenommen auf eine Reise durch die Archäologie und Geschichte Grönlands. Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Graphic Novel „Qanga“ was in der Inuitsprache Inuktitut „Damals“ bedeutet. Der Comic-Zeichner Konrad Nuka Godfredsen entführt euch darin in die Vergangenheit seiner Heimat und zu den Wurzeln der grönländischen Kultur und Geschichte.

Neanderthal Museum
Talstr. 300
40822 Mettmann
Tel. 02104 - 979 70

 

Noch bis 22. Dezember 2024

LVR Industriemuseum Bergisch Gladbach Papiermühle Alte Dombach

Must-Have. Geschichte, Gegenwart, Zukunft des Konsums


© LVR-Industriemuseum

Tabakpfeife, Schallplatte oder Smartphone – Konsumartikel, die alle kennen, alle haben, alle brauchen? Zu verschiedenen Zeiten galten ganz unterschiedliche Dinge als „Must-have“. Die Ausstellung wirft mit über 450 Exponaten einen Blick auf die Entwicklung des Konsums von der vorindustriellen Zeit bis in die unmittelbare Gegenwart und macht sich Gedanken über die Zukunft. Haben wir schon immer so viel konsumiert? Wollen und können wir so wie jetzt immer weitermachen? Wie wollen und können wir nachhaltig konsumieren? Was kann ich mir von den Menschen vor 200 Jahren abschauen? Die Ausstellung richtet sich an alle, die ihr Herz schon mal an einen besonders schönen Gegenstand verloren haben oder sich kritisch mit dem Thema Konsum auseinandersetzen möchten.

LVR-Industriemuseum Bergisch Gladbach Papiermühle Alte Dombach
Alte Dombach
51465 Bergisch Gladbach
Tel. 02234 - 992 15 55 (KulturInfo Rheinland)

 


Kommende Ausstellungen

 

Vom 2. März bis 7. Juli 2024

Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur

Jem Southam: The Pond at Upton Pyne


Jem Southam: The Pond at Upton Pyne, July 1996 © Jem Southam

Die Serie von Jem Southam zeigt die zyklische Veränderung eines Teiches und seiner Umgebung in der Nähe von Devon, England. Der Teich ist nicht natürlichen Ursprungs, sondern geht auf eine stillgelegte Manganmine aus dem 18. Jahrhundert zurück, ein Gebiet, das lange Zeit vernachlässigt wurde. Für die narrative Serie, die zwischen 1996 und 2002 entstand, entwarf Southam drei Teile: Der erste zeigt den Teich zu einer Zeit, als ein Mann daran arbeitete, das kleine Gebiet in ein romantisches Paradies für seine Familie zu verwandeln. Nachdem der Mann das Dorf verlassen hatte, verwilderte das Gebiet. Der zweite Teil ist der Arbeit des nächsten Bewohners gewidmet, der sich dem Teich später annahm. Er ließ sich von einer anderen Vision leiten und verwandelte den Ort in einen Ort der Erholung und Freizeitgestaltung, indem er beispielsweise neue Hütten, Tische und Schaukeln aufstellte. Der kurze dritte Teil von Southams Studie beschäftigt sich mit der umgebenden Landschaft. Jem Southams Bildserie, die sich auf einen „Mikrokosmos“ konzentriert, ist sowohl eine allegorische Geschichte darüber wie unsere Träume unser Handeln beeinflussen, als auch eine Reflexion über Aspekte der historischen und soziokulturellen Entwicklung der postindustriellen westlichen Welt.

Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur
Im Mediapark 7
50670 Köln
Tel. 0221 – 888 95-300

 

Vom 8. März bis 1. September 2024

Bundeskunsthalle Bonn

Kengo Kuma. Onomatopoeia Architecture


Kodama © Kengo

Die Ausstellung Kengo Kuma. Onomatopoeia Architecture präsentiert rund zwei Dutzend Modelle einiger der bedeutendsten Gebäude des japanischen Architekten. Im Mittelpunkt steht dabei der Dialog zwischen Mensch und Material und dem damit verbundenen Rückgriff des Architekten auf die Onomatopoesie, zu Deutsch „Lautmalerei“. Im Japanischen bestehen Worte oft aus doppelten Silben, deren Verdoppelung wiederum die Sprache zum Klingen bringt. Diese Strategie nutzt der international renommierte Architekt für die Auswahl seiner Materialien und deren Strukturen, aus denen er ganze Gebäude errichtet. Dabei lässt er sich weniger von rationellen Entscheidungen leiten, sondern arbeitet aus der Substanz des Materials heraus. Ausgehend von der Onomatopoesie, dem Erfinden oder Verwenden von Wörtern, die Geräusche enthalten, die mit dem Benannten assoziiert werden, verleiht Kengo Kuma einer physischen Empfindung eine Form, die seine Vorstellung von nachhaltiger Architektur zum Ausdruck bringt, in der Materialien wiederverwendet und Menschen und physische Dinge wieder miteinander verbunden werden. Für seine Projekte greift er auf japanische Traditionen und die von ihm bevorzugten Materialien – Holz, Papier und Metall – zurück und wendet sie auf seine eigene, einzigartige und zeitgenössische Weise an. In seiner Vision sprechen die Oberflächen nicht nur den Sehsinn an, sondern auch den Geruchs- und Tastsinn. Die Ausstellung besteht aus den Modellen einiger seiner bedeutendsten Gebäude, die den Besucher dazu anregen, den Klang der verschiedenen Materialien zu entdecken, darunter ein temporärer fünf Meter hoher Pavillon aus Aluminium und experimentelle Installation – eine filigrane Holzskulptur, die die Lautmalereien „tsun tsun“ und „zure zure“ zum Ausdruck bringen soll. Kengo Kuma (*1954) ist in Yokohama geboren. Er hat weltweit gebaut, seine Gebäude stehen in Japan, aber auch in ganz Europa, Vereinigten Staaten, China und Australien.

Bundeskunsthalle
Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn
Tel. 0228 – 917 10

 

Vom 10. März bis 30. Juni 2024

Max Ernst Museum Brühl des LVR

Nevin Aladağ – Interlocking


Nevin Aladağ, Raise The Roof (Venice), 2017, Video, 8:24min, © VG Bild-Kunst, Bonn 2024, Foto: Raphael Beinder

Nevin Aladağ (*1972 in Van, Türkei, lebt und arbeitet in Berlin) gehört zu den international renommiertesten Künstlerinnen der Gegenwart. Die Überblicksausstellung Interlocking (Ineinandergreifen) mit textilen Collagen, Klangskulpturen, Installationen und Videos zieht Verbindungslinien zwischen unterschiedlichen Mustern künstlerischen Schaffens und deren soziokulturellen Hintergründen. Das kreative Knüpfen solcher Zusammenhänge ist ein wichtiger Aspekt in Nevin Aladağs umfangreichem Werk. So werden in der Serie Social Fabric verschiedene Textilien zu einem „utopischen Teppich“ verwebt, der die Herkunft des Materials aus unterschiedlichen Kulturen bildlich zusammenführt. Die Installation Teppichballspiel lädt interaktiv zum Indoor-Basketball mitten im Ausstellungssaal ein. Zudem sind eine neue Werkgruppe sowie im Außenbereich des Museums mit den Fahnen Best Friends ortsspezifische Installationen zu sehen.

Max Ernst Museum Brühl des LVR
Comesstr. 42 / Max-Ernst-Allee 1
50321 Brühl
Tel. 02232 – 57 93-0

 

Vom 22. März bis 28. Juli 2024

Bundeskunsthalle Bonn

„Bilder im Kopf, Körper im Raum“. Franz Erhard Walther


Franz Erhard Walther Doppelzeltstück, 1969, Sammlung Franz Erhard Walther Stiftung, Aktivierung in der Rhön, 2023

Aufgrund einer andauernden Aktualität und Relevanz für die gegenwärtige Kunst und auch zu Ehren seines 85. Geburtstages plant die Bundeskunsthalle für das Jahr 2024 eine große Übersichtsausstellung zum Werk von Franz Erhard Walther (*1939). Gerade im Rheinland – einer wichtigen Studien- und Wirkungsstätte – ist eine Ausstellung ein Desiderat. Franz Erhard Walther formuliert Anfang der 1960er – im Umfeld des Minimalismus und jenseits des klassischen Verständnisses von Skulptur und Malerei – einen neuen Werkbegriff, der die Betrachter*in als Akteur*in mit einbezieht: Sein Erster Werksatz (1963–1969) aus 58 aktivierbaren Elementen ist legendär. Damit belegt der Künstler den Begriff von Skulptur und dem des Rezipienten als eine grundlegende Hinterfragung und versteht die ausgeführte „Handlung als Werkform“: Gesten und Handlungen werden zum essentiellen Bestandteil der Arbeit. Franz Erhard Walther wurde – nicht zuletzt auch durch sein überragendes Engagement als Professor an der Hochschule für bildende Künste Hamburg – zu einem der bedeutendsten und einflussreichsten Künstler und Lehrer Deutschlands. Die kunsthistorische Bedeutung seines Werkes ist unumstritten. Schon im Frühwerk beschäftigt sich der Künstler mit dem Prozessualen als Gestaltungsprinzip, während seiner Zeit in Düsseldorf spielen Experiment und Innovation eine große Rolle. Seit Anfang 1963 wird Stoff – ein bis dahin ungebräuchliches künstlerisches Material – für die Herstellung fast aller Aktivierungsobjekte verwendet. In den Wandformationen der 1980er-Jahre erzielt er eine unvergleichbare Verschränkung von Malerei, Skulptur und Architektur, die sich bis heute fortsetzt. Die Ausstellung soll eine konzentrierte, repräsentative Auswahl von handlungsbasierten Arbeiten präsentieren sowie Zeichnungen „als Innenblick“ aus verschiedenen Perioden. Frühe Arbeiten, wie die Handstücke, Schreitsockel oder die Raumelemente führen zum Ersten Werksatz, dem verschiedene Wandformationen, Configurations, das Neue Alphabet oder die Handlungsbahnen folgen.

Bundeskunsthalle
Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn
Tel. 0228 – 917 10

 

Vom 23. März bis 27. Oktober 2024

LVR-Industriemuseum Engelskirchen Kraftwerk Ermen & Engels

Probiert? Kapiert!

In der Ausstellung bauen Besuchende eine große Kettenreaktion. © LVR-Industriemuseum, Foto: ZMB, Stefan Arendt 2023

Wie transportiert man kinderleicht schwere Waren? Wie treibt man große Maschinen an? Wie stellt man festes Gewebe her und welche Möglichkeiten zur platzsparenden Verpackung gibt es? An den Mitmach-Stationen der Ausstellung finden Kinder, Schüler*innen, Familien und Erwachsene clevere Lösungen für unterschiedliche technische Probleme. Webstuhl, Flaschenzug und verschiedene Teamstationen bieten Mitmach-Möglichkeiten rund um die Themen Energie, Transport, Lagerung und Produktion.
Im Zentrum von Probiert? Kapiert! steht das „Tinkern“ – Tüfteln –, mit dem alle Besucher:innen spielerisch naturwissenschaftliche und technische Inhalte kennenlernen. So erwartet sie als Höhepunkt des Ausstellungsbesuchs der gemeinsame Bau einer großen Kettenreaktion. Hier werden die vorab ausprobierten Themen wiederaufgenommen, Antriebe gefertigt oder Fahrzeuge gebaut. Aus den einzelnen Abschnitten wird so ein einziger großer Parcours zusammengesetzt. Die Besucher:innen lösen am Startpunkt einen Impuls aus, geben ihn dann beispielsweise über den Lauf einer Murmelbahn weiter, lassen ihn Höhenunterschiede überwinden oder übermitteln ihn mit Zahnrädern, Bausteinen oder Rollen. Wenn alles klappt, ertönt zum krönenden Abschluss ein lauter Knall. Viel Spaß, Kreativität und Action sind garantiert.

LVR-Industriemuseum Engelskirchen Kraftwerk Ermen & Engels
Engelsplatz 2
51766 Engelskirchen
Tel. 02234 - 992 15 55 (KulturInfo Rheinland)

 

Vom 24. März bis 25. August 2024

Kunstmuseum Villa Zanders

Martin Noël - Otto Freundlich. Die Entdeckung der Moderne


Martin Noël, Otto Prototyp, 2001, Acryl auf Holz, 60 x 84 x 7 cm, Sammlung Kroner Foto: © Olaf Bergmann

Martin Noël (1956 – 2010) ließ sich in seinen Objekten, Gemälden, Holz- oder Linolschnitten zeitlebens durch die verschiedensten Strömungen der Kunstgeschichte inspirieren. Eine wichtige Quelle war für ihn das Werk Otto Freundlichs (1878 – 1943), der zu den Pionieren der abstrakten Malerei gehört. Ausgangspunkt dessen Arbeit waren gesellschaftspolitische und philosophische Überlegungen. Die Ausstellung widmet sich den beiden Künstlern und dem fruchtbaren Niederschlag dieser Begegnung im Werk Noëls in den Jahren 2002 - 2006. Martin NoëI leitete seine Motive aus der sichtbaren Alltagswelt ab. Er folgte ihren Konturen, legte Linien frei und erschuf daraus eine faszinierende Welt abstrakter Formen. Ab 2002 beschäftigte sich NoëI intensiv mit Leben und Werk Otto Freundlichs. In der Zeit bis zu seinem Tod entstanden etwa 200 Werke, die sich explizit auf diesen Künstler beziehen. Otto Freundlich wurde in eine jüdisch assimiliert lebende Familie hineingeboren. Sein innovatives OEuvre, das Gemälde, Skulpturen, Mosaike und Glasfenster umfasst, wie auch seine politisch-philosophischen Schriften machen ihn zu einem Wegbereiter der Moderne. Er gilt als Impulsgeber einer geometrisierenden Abstraktion, deren Formensprache sich aus kleinen Elementen zusammensetzt, und die ihm als Synthese seiner künstlerischen wie sozialen Überzeugung erschien. Die Nationalsozialisten fühlten sich durch seine Schriften provoziert und verfemten seine Bildsprache.

Kunstmuseum Villa Zanders
Konrad-Adenauer-Platz 8
51465 Bergisch Gladbach
Tel. 02202 – 14 23 56

 

Vom 24. März 2024 bis Sommer 2025

Von der Heydt-Museum Wuppertal

Zeiten und Räume – Klassiker der Sammlung. Von Ruisdael bis Giacometti


Ferdinand Hodler, Der Holzfäller, 1908/1910 Leinwand 132 x 101 cm Von der Heydt-Museum Wuppertal

Die einzigartige Sammlung des Von der Heydt-Museums mit ihren ausgeprägten Schwerpunkten im 19. Jahrhundert und in der Klassischen Moderne wird nach vielen Jahren erstmals wieder in einer dauerhaften Ausstellung und in neuer Gestalt präsentiert. Die neu konzipierte Sammlungspräsentation vereint ausgewählte Gemälde und Skulpturen vom 17. Jahrhundert bis in die 1960er Jahre – viele davon ausgesprochene Lieblinge des Publikums. Besonders ist dabei die Gruppierung der Werke: Unter dem Titel „Zeiten und Räume“ sind diese wie in einer Art visuellem Reiseführer zusammengestellt, der durch die prägenden Räume und Perioden der europäischen Kunstgeschichte der letzten Jahrhunderte führt: etwa in die Niederlande und nach Flandern, in die Kunstmetropolen Paris und Berlin oder in das unscheinbare Örtchen Worpswede, von dem gleichwohl bedeutende Impulse ausgingen. Die Ausstellung wird also weniger eine Chronologie im klassischen Sinne aufbauen, sondern v. a. künstlerische Netzwerke aufzeigen. Zu sehen sind u. a. Werke von Ludwig Richter, Gustave Courbet, Hans von Marées, Paul Gauguin, Claude Monet, Paula Modersohn-Becker, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Dix, Hans Arp und Alberto Giacometti.

Von der Heydt-Museum
Turmhof 8
42103 Wuppertal
Tel. 0202 – 563 62

 

Vom 26. April 2024 bis 24. August 2025

LVR-Industriemuseum Euskirchen Tuchfabrik Müller

Probiert? Kapiert!

© LVR-Industriemuseum, Foto: ZMB, Stefan Arendt 2023

Wie transportiert man kinderleicht schwere Waren? Wie treibt man große Maschinen an? Wie stellt man festes Gewebe her und welche Möglichkeiten zur platzsparenden Verpackung gibt es? An den Mitmach-Stationen der Ausstellung finden Kinder, Schüler*innen, Familien und Erwachsene clevere Lösungen für unterschiedliche technische Probleme. Webstuhl, Flaschenzug und verschiedene Teamstationen bieten Mitmach-Möglichkeiten rund um die Themen Energie, Transport, Lagerung und Produktion.
Im Zentrum von Probiert? Kapiert! steht das „Tinkern“ – Tüfteln –, mit dem alle Besucher:innen spielerisch naturwissenschaftliche und technische Inhalte kennenlernen. So erwartet sie als Höhepunkt des Ausstellungsbesuchs der gemeinsame Bau einer großen Kettenreaktion. Hier werden die vorab ausprobierten Themen wiederaufgenommen, Antriebe gefertigt oder Fahrzeuge gebaut. Aus den einzelnen Abschnitten wird so ein einziger großer Parcours zusammengesetzt. Die Besucher:innen lösen am Startpunkt einen Impuls aus, geben ihn dann beispielsweise über den Lauf einer Murmelbahn weiter, lassen ihn Höhenunterschiede überwinden oder übermitteln ihn mit Zahnrädern, Bausteinen oder Rollen. Wenn alles klappt, ertönt zum krönenden Abschluss ein lauter Knall. Viel Spaß, Kreativität und Action sind garantiert.

LVR-Industriemuseum Euskirchen Tuchfabrik Müller
Carl-Koenen-Straße
53881 Euskirchen
Tel. 02234 - 992 15 55 (KulturInfo Rheinland)

 

Vom 5. Mai 2024 bis 15. März 2026

LVR-Freilichtmuseum Kommern

Grässliche Glückseligkeit. Faszination Kitsch


Käseglocke - Objekt der neuen Ausstellung, Foto: Matthias Fieder/LVR

Warum begeistert Kitsch ebenso wie abstößt. Besucher:innen können m Pavillon III auf etwa 400 Quadratmetern Ausstellungsfläche in die Welt des Kitsches eintauchen. Der Kitsch-Begriff wurde in den 1870er-Jahren erstmals schriftlich erwähnt und stammt aus dem Milieu des Münchener Kunsthandels. „Kitsch“ bezeichnete minderwertige Kunst, die als Abklatsch höherwertiger Kunstwerke auf der Straße verkauft wurde. Seitdem hat sich der Kitsch-Begriff weiterentwickelt und wird für die unterschiedlichsten Objekte, Situationen und Erlebnisse gebraucht. Da Kitsch subjektiv wahrgenommen wird, existiert keine einheitliche und klar abgrenzbare Definition. Heute meint Kitsch oft abwertend etwas, das einem massentauglichen Geschmack entspricht, ohne selbst originell oder anspruchsvoll zu sein. Die Ausstellung zeigt in elf Sektionen, wo Kitsch im Alltag erlebbar ist. Von schnulzigen Schlagern über Liebesschlösser an der Hohenzollernbrücke bis hin zur schillernd blumigen Käseglocke. Beim Durchlaufen der üppigen Kitschwelt lädt die Ausstellung dazu ein, dem eigenen Verständnis von Kitsch nachzugehen und es zu ergründen.

LVR-Freilichtmuseum Kommern
Auf dem Kahlenbusch
53894 Kommern
Tel. 02443 - 998 00

 

Vom 16. Mai bis 15. September 2024

LVR Landesmusem Bonn

Dirk Reinartz. Fotografieren, was ist


© Ohne Titel, aus der Serie Kein Schöner Land, Alte Jakobstraße, Berlin-Kreuzberg 1978–1987. © Deutsche Fotothek+Stiftung F.C. Gundlach / Dirk Reinartz

Das LVR-LandesMuseum Bonn zeigt die erste große Retrospektive des bedeutenden Fotojournalisten und Bildautors Dirk Reinartz (1947–2004). Zwanzig Jahre nach seinem frühen Tod richtet sich der Blick auf sein umfassendes Œuvre, das ihn als herausragenden Fotografen der späten Bundesrepublik und des wiedervereinten Deutschlands auszeichnet. Ob bei seinen frühen Auslandsreportagen, etwa für den Stern in Japan, oder in seinen freien Bildserien aus der deutschen Provinz: Reinartz gelingt es, durch eine präzise und pointierte Bildsprache gesellschaftspolitische Entwicklungen, kulturelle Umbrüche und konkrete Lebenssituationen von Menschen in feinsinnigen fotografischen Erzählungen festzuhalten. Reinartz’ Fotografien erschienen in vielen großen Zeitschriften wie dem Spiegel, in den Magazinen der Süddeutschen Zeitung und der ZEIT sowie in der Kunstzeitschrift art. Sie erzielten eine enorme Reichweite und prägten das Bildgedächtnis einer ganzen Generation.

LVR Landesmuseum Bonn
Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel. 0228 - 20 70-0