Stadtgespräch

Nachgefragt: Chefin sein

Redaktion · 04.06.2021

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Was machen Sie eigentlich als Chefin von Köln?

fragt Lina (9) aus Lindenthal

Liebe Lina,

„Chefin von Köln“ ist ein schöner Ausdruck, der gefällt mir.

Dieses Chefin sein bedeutet, dass ich für alles, was die Stadt betrifft – von Parks über Spielplätze bis hin zum Bau von U-Bahnen oder neuen Wohnhäusern – mitverantwortlich bin und prüfen muss, dass die Stadt sich gut entwickelt. Eine solche Stadt zu verwalten ist viel Arbeit und deshalb arbeiten für mich und für die Stadt Köln knapp 21.000 Mitarbeiter*innen. Zum Beispiel als Kita-Erzieher*innen und Schulhausmeister*innen oder auch beim Ordnungsamt, beim Bauamt und eben an allen Stellen, die für eine Stadt wichtig sind.

Ich persönlich übernehme auch das „Amt der Oberbürgermeisterin“. Oberbürgermeister*innen gibt es in Nordrhein-Westfalen in fast jeder Stadt, in der mehr als 30.000 Menschen leben. Köln ist, wie du sicherlich weißt, eine Großstadt, in der aktuell sogar mehr als eine Millionen Menschen leben. Und neben meiner Aufgabe als Chefin der Stadtverwaltung bin ich auch dafür da, wie der Name „Oberbürgermeisterin“ es schon sagt, mich um die „Bürger*innen“ zu kümmern. Deshalb gibt es in einer so großen Stadt auch nicht nur eine Oberbürgermeisterin. Sondern außerdem: vier stellvertretende Bürgermeister*innen, die zu ganz vielen verschiedenen Anlässen meine Vertretung übernehmen. Und natürlich die Bezirksbürgermeister*innen. Vielleicht kennst du ja sogar deine Bezirksbürgermeisterin, Frau Weitekamp? Sie ist zuständig für Lindenthal und falls dir in deinem Veedel mal etwas auffällt, um das wir uns kümmern sollen – egal, ob auf einem öffentlichen Spielplatz eine Schaukel kaputt ist oder dir aufgefallen ist, dass an der Kreuzung zur Grundschule noch ein Zebrastreifen fehlt – dann meldest du dich bei Frau Weitekamp und ihrem Team im Bezirksrathaus Lindenthal. Und falls du mal etwas anderes für die Stadt herausfindest, dann kannst du dich auch bei mir im Historischen Rathaus melden. So wie der 10-jährige Gustav, der ein Belohnungssystem mit Eiscreme und Kino für alle Kölner*innen vorgeschlagen hat, die sich für den Klimaschutz in Köln einsetzen. Zum Beispiel indem sie mit dem Fahrrad fahren, statt das Auto zu nehmen, oder einen Komposthaufen im Garten anlegen. Wenn du auch so etwas vorschlagen möchtest, dann hilft dir mein Team hier in der Innenstadt gerne. Oder du schaust mal im Kinder- und Jugendbüro gleich gegenüber auf dem Alter Markt vorbei.

Liebe Lina, ich hoffe, jetzt ist ein wenig klarer, was ich als „Chefin von Köln“ so mache. Ich wünsche dir und deiner Familie in der aktuellen Zeit: ganz viel Kraft für Homeschooling und Co.

Deine Henriette Reker

Hast du auch eine Frage an die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Henriette Reker? Du kannst ihr hier eine E-Mail schreiben und sie stellen:

oberbuergermeisterin@stadt-koeln.de

Deine Eltern helfen dir bestimmt dabei.

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