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Weniger Umweltbelastung durch mehr Radfahrer

Karo Nowak · 20.08.2018

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© Sylwia Aptacy/Pixabay

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Die Luft in den Städten wird durch die zunehmende Anzahl von Autos immer dicker: Die Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ hat der Verschmutzung in NRW nun den Kampf angesagt.

Auf Deutschlands Straßen sind immer mehr Autos unterwegs. Das macht sich insbesondere in den Städten bemerkbar: Denn mehr Fahrzeuge bedeuten mehr Stau, mehr Lärm und auch mehr Smog. Das wiederum hat direkte Auswirkungen auf die Lebensqualität der Menschen, die sich vielerorts nicht mehr länger mit diesem unbefriedigenden Umstand zufrieden geben wollen.

Deutschland in Bewegung

Und so gründen sich aktuell in vielen Bundesländern und Städten Initiativen, die eine verbesserte und umweltfreundlichere Verkehrspolitik fordern. Vorbild dafür ist der „Volksentscheid Fahrrad" aus Berlin, der im Juni diesen Jahres zum bundesweit ersten Radverkehrs- und Mobilitätsgesetz geführt hat.

Auch im bevölkerungsreichsten Bundesland der Republik haben der Kölner Verein RADKOMM e.V. und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) NRW im April 2017 ein Aktionsbündnis gegründet, dem mittlerweile zahlreiche Unterstützer aus Verkehr und Umwelt angehören. Daraus hervorgegangen ist die Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“, die am 16. Juni ihren Startschuss feierte.

Radwege, Subventionen, Nahverkehr

Gemeinsam will man die Mobilitätswende in Nordrhein-Westfalen vorantreiben, mit dem langfristigen Ziel, den landesweiten Radverkehrsanteil bis zum Jahr 2025 von 8% auf 25% anzuheben. Dazu wurden von den Akteuren der Volksinitiative neun Maßnahmen formuliert, die vom Düsseldorfer Landtag im Idealfall in einem Fahrradgesetz verankert werden sollen. Zu den geforderten Inhalten zählen etwa der Ausbau und die Instandhaltung der Radwege in NRW, die Förderung von betrieblich oder gemeinnützig genutzten Lastenrädern mit einem finanziellen Zuschuss oder die kostenlose Mitnahme des Fahrrades im öffentlichen Nahverkehr.

Damit sich der Landtag mit den Vorschlägen auseinandersetzt, müssen innerhalb eines Jahres 66.000 Unterschriften von wahlberechtigten Bürgern vorliegen, welche die Forderungen von „Aufbruch Fahrrad“ befürworten. Wer die Volksinitiative unterstützen möchte, kann das durch eine Spende, das Auslegen und Einsammeln von Bögen oder seine eigene Unterschrift tun.

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