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Tipps zur Winterfütterung von Vögeln

Robin Schröder · 29.01.2019

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© Weltvogelpark Walsrode

© Weltvogelpark Walsrode

Von Amsel bis Zaunkönig: Fütterungstipps vom Weltvogelpark Walsrode

Die Temperaturen sind niedrig, die Vögel haben ihr Winterquartier bezogen – und jeder kann zu Hause zu einer sicheren Überwinterung beitragen. Mit über 4.000 Vögeln aus 650 Arten und von allen Kontinenten hält der größte Vogelpark der Welt das Pflege- und Trainerteam auch in der Winterpause auf Trab. Denn auch im Winter wollen die Tiere versorgt und die Anlagen gepflegt werden. Die Verantwortung, die der Weltvogelpark Walsrode im Winter trägt, können auch alle Vogelfreunde für die heimischen Vögel übernehmen.

Futterspender und Vogelhäuschen

Bei winterlichen Minusgraden wird es für die Vögel immerschwieriger, an Nahrung zu gelangen. Durch das Bereitstellen von geeignetem Futter könnt ihr die Vögel jedoch bei ihrer Nahrungssuche unterstützen. Hierbei sind Futterspender empfehlenswerter als Vogelhäuschen, da so die Vögel nicht im Futter herumlaufen und es mit Kot verschmutzen können. Diese sogenannten Futtersilos sind pflegeleicht und ermöglichen es, Futter über einen längeren Zeitraum anzubieten, ohne die Silos ständig reinigen zu müssen. Zudem werde auch die Übertragung und Ausbreitung von Krankheitserregern minimiert, so Janina Ehrhardt, Pressesprecherin des Weltvogelparks.

Anbringung der Futterstelle

Durch Feuchtigkeit verdirbt das Futter schnell und wird für Vögel ungenießbar und sogar zur Gefahr. Denn auch Vögel können aufgrund von verdorbenem Futter erkranken oder sterben. Die Futtersilos sind witterungsbeständig und haben ein kleines Dach, sodass das Futter bestmöglich vor Regen, Schnee und Eis geschützt ist. Die Futterstelle sollte am besten überdacht an einer trockenen Stelle angebracht werden. Außerdem sollte die Futterstelle an mindestens drei Seiten frei von Bebauung oder großen Pflanzen sein. So wird verhindert, dass Katzen die Vögel stören.

Auswahl des Futters

Welcher Vogel frisst eigentlich was? Bei den vielen verschiedenen Arten kann man schnell den Überblick verlieren. Generell eignen sich jedoch Sonnenblumenkerne sehr gut als Basisfutter für viele Vogelarten. Körnerfresser, wie Meisen, Finken und Sperlinge, mögen Körner und Samen am liebsten. Weichfutterfressern, wie Rotkehlchen, Amseln oder auch dem Zaunkönig, bietet ihr am besten Haferflocken, Obst und Rosinen an. Tabu dagegen sind grundsätzlich Speisereste, salziges Essen und Brot.

Der Weltvogelpark Walsrode öffnet am 23. März seine Türen zur neuen Saison.

Wenn ihr eigene Meisenknödel und Futterglocken basteln möchtet, findet ihr beim NABU eine Anleitung.