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Rattenplage in der Schule

Claudia Berlinger · 09.04.2019

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Einen Rattenfänger mit Flöte wünschten sich die Schülerinnen und Schüler der Ernst-Moritz-Arndt-Grundschule und der Grüngürtelschule in Rodenkirchen in den letzten Wochen vergeblich. Kammerjäger, die mehrfach gerufen wurden, konnten der sich ausweitenden Ratten- und Mäuseplage nicht Herr werden.

Diese Schulwoche wird allen Beteiligten gut im Gedächtnis bleiben. Ratten und Mäuse liefen über den Schulhof und wurden in den Küchenbereichen beider Schulen und in den Klassenräumen im Erdgeschoss gesichtet. Die Schulleiterinnen fühlten sich zum Äußersten genötigt. Sie stellten den Betrieb und den Offenen Ganztag in Abstimmung mit der Schulaufsicht „aus hygienischen Gründen und zum Schutz Ihrer Kinder“ für den Rest der Woche ein, wie es in einer Rund-Mail hieß, die den Eltern der rund 300 Schüler*innen zuging.

Zwei Tage müssen die Eltern nun ad hoc Betreuung für ihre Kinder organisieren. Gut, wenn dann die Großeltern in der Nähe wohnen oder die Möglichkeit besteht, die Kinder mit zur Arbeit zu nehmen. Den dritten Tag fangen die Schulen durch Unterricht in Form von Ausflügen und Außenaktivitäten auf. Ihr Mittagessen müssen die Schüler*innen dann natürlich selbst mitbringen.

Ratten- und Mäusenester in der Nähe von Schulen sind nicht selten

Wenn Türen nicht geschlossen gehalten werden, suchen die Nager in der kalten Jahreszeit Unterschlupf in warmen Gebäuden. Das Problem ist, dass die Nager im Müll und anschließend über Teller krabbeln oder Lebensmittel anknabbern. Die Keime, die über Mäusekot übertragen werden, haben es in sich. Der Hantavirus zum Beispiel zeigt Symptome einer fiebrige Grippe, kann aber bis zum Nierenversagen führen.

Aus Sicht des Gesundheitsamtes bestand „zu keiner Zeit Gefahr für Schüler und Lehrer“, obwohl die Behörde der Schule laut Meldung des KStA eine Bodenreinigung wegen Mäusekots empfahl. Es bleibt also zu hoffen, dass bei dem Problem mit den Nagern schnell Abhilfe geschaffen werden kann.