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„Macht er eh nicht!"

Inga Drews · 04.01.2019

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© Wildbunch Germany/Fabian Stuertz

© Wildbunch Germany/Fabian Stuertz

Das Filmdebut dreier junger Komiker und Schriftsteller könnt ihr auf Amazon Prime Video anschauen.

Jan Philipp Zymny, Tino Bomelino und Jason Bartsch leben zusammen in einer WG – zumindest tun sie das in dem Film „Macht er eh nicht! Die Leiden des jungen Zymny“. Die drei übernehmen hier allerdings nicht nur die Hauptrollen, sie haben auch das Drehbuch geschrieben. In diesem stellen sie sich als drei Schlendriane dar, die die Kunst der Prokrastination verinnerlicht zu haben scheinen – was schon mal zeigt, dass die drei ausgezeichneten Poetry-Slammer und Komiker keine Probleme damit haben, sich selbst aufs Korn zu nehmen.

Der ungeöffnete Brief

Der Kreislauf des Nichtstuns und des Aufschiebens in der WG wird an dem Tag durchbrochen, als Jan Philipp einen Brief öffnet – einen Brief, den er schon vor zwei Jahren erhalten hat. Warum sollte man auch einen Brief öffnen, in dem sich etwas Grauenhaftes verstecken könnte? Zum Beispiel ein Steuerbescheid oder eine Nebenkostenabrechnung? Aber nichts davon ist in dem Brief. Stattdessen findet Jan Philipp ein Erpresserschreiben. Seine Omi wurde entführt. Vor zwei Jahren.

Nach der Kontaktaufnahme mit den Entführern, bei denen Oma Zymny tatsächlich noch ist, hat Jan Philipp drei Tage Zeit, um das Lösegeld plus Mahngebühren und Verspätungszuschläge zu bezahlen. Gut, dass er dabei auf die Unterstützung seiner Mitbewohner zählen kann – zumindest teilweise. Jetzt heißt es, Geld auftreiben und, was vielleicht noch schwieriger ist, aus der eigenen Bequemlichkeit und Lethargie ausbrechen.

Gelungenes Filmprojekt

Die 45-minütige Film der eitelsonnenschein Filmproduktion und der Senator Filmproduktion ist absurd, exzentrisch und witzig. Das komödiantische Talent von Zymny, Bomelino und Bartsch wird durch eine überspitze Darstellung der Wirklichkeit hervorragend ergänzt. Unterstützt durch Schauspielerinnen wie Johanna Gastorf und Friederike Becht in Gastrollen zeigen die drei auf skurille Weise, was passieren kann, wenn man Dinge zu lange auf die lange Bank schiebt.

„Macht er eh nicht! Die Leiden des jungen Zymny"

Regie: Lutz Heineking, jr.

ab 4. Januar auf Amazon Prime Video

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