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Köln feiert im Oktober ein MINT-Festival

Redaktion · 30.08.2018

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@ Stadtbibliothek Köln

@ Stadtbibliothek Köln

„MINT“ steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik.

Wie begeistert man Kinder und Jugendliche für ein Thema, das sie oft nicht interessiert? Konkret: Wie macht man Themen aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik attraktiv? Die Stadtbibliothek Köln glaubt, eine Antwort auf diese Fragen gefunden zu haben und geht ganz neue Wege: Vom 11. bis zum 27. Oktober findet in der Zentralbibliothek am Neumarkt und in elf Stadtteilbibliotheken ein großes MINT-Festival statt, die MINTköln.

Naturwissenschaften feiern

Dabei ist der Festivalcharakter bereits die Botschaft. Denn ein Festival ist nach Meinung der Veranstalter immer auch ein Fest – hier geht es betont ungezwungen zu, hier fühlt man sich gut unterhalten. So geht die Stadtbibliothek bewusst auf Distanz zum schulischen Kontext. MINT-Koordinatorin Judith Petzold: „Wir machen ein Angebot, das es so bislang nicht gegeben hat. Vor allem soll es den Teilnehmern Spaß machen und ihnen einen leichten Zugang zu Zukunftsthemen ermöglichen.“

Es geht also nicht um schulisches Lernen, sondern um Lernen durch Selbermachen, Ausprobieren und dadurch, dass man den eigenen Interessen folgt. Dabei legt die Stadtbibliothek großen Wert darauf, nicht nur junge Experten und „Nerds“ als Teilnehmer anzusprechen. Voraussetzung fürs Mitmachen ist nicht Vorwissen, sondern Neugierde und Freude am Selbermachen. Die Formate sind entsprechend niedrigschwellig und den Altersgruppen angepasst.

Mitmachen statt Zuhören

Rund 90 Veranstaltungen sind geplant – von Workshops über Come-Together-Partys bis zu einem großen MINT-Tag für die ganze Familie in der Zentralbibliothek. Coding steht dabei ebenso auf dem Programm wie das Arbeiten mit einem 3D-Drucker oder einem Laser-Cutter. Die Möglichkeiten Virtueller Realität kann man im wahrsten Sinne hautnah erleben. Die Laborfüchse (acht bis zwölf Jahre) erproben den Elektromagnetismus oder steigen mit „Chemie aus der Küche“ mit eigenen Experimenten in die Welt der Naturwissenschaften ein (fünf bis acht Jahre). Immer steht das Mit- und Selbermachen im Vordergrund.

Viel Erfahrung mit MINT-Themen

Neu ist all das für die Kölner Stadtbibliothek nicht. Sie versteht sich schon lange nicht mehr als ein großes Medienarchiv, sondern als eine flexible Plattform der Wissensvermittlung. Und das nicht nur durch Lesen, sondern auch durch aktives Tun. Als erste Bibliothek besaßen die Kölner einen 3D-Drucker. Und sie gehörte in Deutschland zu den ersten, die einen eigenen „Makerspace“ einrichteten – ein Angebot, das inzwischen mit einem umfänglichen Begleitprogramm für alle Altersgruppen bespielt wird. Dr. Hannelore Vogt, Direktorin der Bibliothek: „Wir bieten als einziger nichtkommerzieller Ort die Möglichkeit, Zukunftstechniken zu erproben.“ Eine gute Gelegenheit dazu bietet sich beim MINT-Festival, das in diesem Jahr Premiere hat.

 

 

 

Weitere Infos zum Programm und zu Anmeldungen findet ihr auf der Festival-Webseite.

Anmeldungen zu den Programmen sind ab 3. September möglich.

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