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Hilfetelefon nach schwieriger Geburt

Redaktion · 04.06.2020

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© Mother Hood e.V.

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Die Vereine Mother Hood und ISPPM bieten ein Hilfetelefon nach schwieriger Geburt.

Mütter, die über ihre Erfahrungen bei der Geburt ihres Kindes sprechen müssen, können sich zweimal die Woche von Expertinnen beraten lassen. Die Vereine möchten den Frauen mit ihrem Angebot dabei helfen, das bei einer schwierigen Geburt Erlebte zu verarbeiten. Dies kann auch der erste Schritt aus einer möglichen Krise in Zusammenhang mit der Geburt sein.

Mütter können auf diesem Wege mit ausgebildeten Therapeutinnen oder Sexualpädagoginnen sprechen, die im Umgang mit schwierigen Geburtserlebnissen erfahren sind. Sie hören den Anrufenden zu und unterstützen sie dabei, das Erlebte und ihre Empfindungen zu benennen und einzuordnen. Auf Wunsch bieten die Beraterinnen auch Informationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten, zum Beispiel verschiedenen Therapieformen.

Die Hotline ist unter der Telefonnummer 0228 – 92 95 99 70 erreichbar – mittwochs von 12 bis 14 Uhr und donnerstags von 19 bis 21 Uhr.

Nach Schätzungen der Vereine Mother Hood und ISPPM erleben rund 20 bis 50 Prozent der Frauen die Geburt ihres Kindes als schwierig, belastend oder traumatisch. Auf den Zusammenhang zwischen schwierigen Geburtserfahrungen und Folgen für Mütter, Kinder und Familien haben bereits verschiedene Therapeutinnen und Psychoanalytiker hingewiesen. Mögliche Folgen sind Bindungsstörungen, Angst im Umgang mit dem Kind, Angst vor einer weiteren Schwangerschaft. Auch postpartale Depressionen oder posttraumatische Belastungsstörungen können auftreten.

Über Mother Hood e. V.:
Bei Mother Hood e.V. setzen sich Eltern bundesweit für eine gute Versorgung von Mutter und Kind vor, während und nach der Geburt ein. Durch Kreißsaalschließungen, Personalmangel in Kliniken und Lücken in der Hebammenversorgung ist eine sichere Geburtshilfe nicht mehr überall gegeben. Zu den Hauptforderungen von Mother Hood gehören unter anderem die Eins-zu-Eins-Betreuung durch eine Hebamme und die Wahrung des Rechts auf die freie Wahl des Geburtsortes.

Über ISPPM e.V.:
Die International Society for Pre- and Perinatal Psychology and Medicine, ISPPM, beschäftigt sich mit der frühesten Phase der menschlichen Entwicklung, beginnend vor der Empfängnis bis nach der Geburt. Sie begreift diesen prä- und perinatalen Lebensabschnitt als untrennbar verknüpft mit der Mutter und ihrer Umwelt. In der ISPPM kommen zahlreiche Professionen zusammen, um auf der Grundlage authentischer wissenschaftlicher Methoden die Bedeutung der prä- und perinatalen Erfahrungswelt zu ergründen und dieses Wissen in die Praxisfelder rund um Schwangerschaft, Geburt und Therapie umzusetzen sowie gesellschaftspolitisch Einfluss zu nehmen.

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