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Groß, größer, Dinosaurier

Redaktion · 25.09.2019

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Schädel eines Kaatedocus siberi Sauriers © ZFMK, Bonn

Schädel eines Kaatedocus siberi Sauriers © ZFMK, Bonn

Das Museum Koenig zeigt ab 28. September 2019 eine neue Ausstellung einzigartiger Dinosaurier-Skelette.

Hier werden insbesondere Dinosaurierfunde aus Europa gezeigt, darunter das 27 Meter lange Originalskelett des Sauropoden “Arapahoe”. Es ist das längste Originalskelett eines Dinosauriers in Europa. Durch außerordentliche Schaustücke, darunter mehrere Original-Skelette, wird ein sonst schwer zugänglicher Forschungsbereich erlebbar: die Grundlagenforschung zum Thema Gigantismus. Die Ausstellung läuft bis zum 21. Juni 2020.

Fragen aus der Gigantismus-Forschung

Wie konnten die Dinosaurier ihre einzigartige Größe erreichen? Das ist die Leitfrage, um die sich die kommende Schau im Museum Koenig dreht. Sauropoden oder Langhalsdinosaurier erreichten 80 Tonnen Lebendgewicht und wurden bis 40 Meter lang. Aber auch Raubsaurier wie Tyrannosaurus rex waren viel größer als heutige Raubtiere. Sauropoden waren die größten Tiere, die jemals über die Erde liefen und sie waren über die lange Zeitspanne ihrer Existenz von etwa 150-160 Millionen Jahren über die ganze Welt verbreitet. Langhalsdinos zählen also zu den höchst erfolgreichen Lebensformen überhaupt und sie waren nicht etwa eine Fehlentwicklung der Evolution.

Arapahoe trifft Toni: 27 Meter Länge neben zwei Metern Sauropodenbaby

Veranschaulicht wird das Ausstellungsthema durch das 27 Meter lange Originalskelett des Sauropoden “Arapahoe”, dem längsten Originalskelett eines Dinosauriers in Europa. Neben diesem Unikat wird auch ein kleines Jungtier, das Sauropodenbaby “Toni” gezeigt. Es ist mit zwei Metern Länge eher ein Riesenbaby. Die Ausstellung geht zurück bis zum Beginn des Gigantismus in der späten Trias-Zeit vor 220 Millionen Jahren, nämlich zum größten bekannten Plateosaurus-Skelett, das etwa acht Meter lang ist. Plateosaurus ist Vorfahre der Sauropoden, der an vielen Stellen in Mitteleuropa gefunden wurde. Tyrannosaurus rex wird in der Bonner Ausstellung repräsentiert durch eine Kopie seines furchteinflößenden Schädels sowie durch ein Skelett (Abguss) des Jungtieres “Tinker”. Außerdem gibt es die Skelette des Räubers Allosaurus und eines Stegosauriers zu sehen, die zusammen mit “Arapahoe” und “Baby Toni” ausgraben wurden.

Der Gigantismus der Langhalsdinosaurier

Die Exponate der Ausstellung führen die Besucher zu den Fragen der Wissenschaft: Wie entstand der Gigantismus der Langhalsdinosaurier? Was ermöglichte ihn? Welche Forschungsergebnisse trugen zu den Antworten bei? Wie funktionierte der Organismus dieser größten Landtier? Einige Ergebnisse der Forschungsarbeit unter Leitung der Universität Bonn sind die wissenschaftliche Grundlage der Ausstellung. In einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft acht Jahre lang geförderten Forschungsprojekt wurde gezeigt, dass der Gigantismus der Sauropoden in ihrer einzigartigen Biologie begründet war. Im Museum Koenig ist zu sehen, dass sie eine Lunge wie die heutigen Vögel hatten, dass sie so schnell wachsen konnten wie heutige Säugetiere und dass sie aus erstaunlich kleinen Eiern schlüpften.
 

Zoologisches Forschungsmuseum Koenig
Adenauerallee 160
53113 Bonn
0228 - 912 22 27

Die Exponate stammen vor allem aus dem Sauriermuseum Aathal bei Zürich, das eine der besten Dinosaurier-Sammlungen Europas durch eigene Grabungen in den Jura-zeitlichen Ablagerungen von Wyoming (USA) zusammengetragen hat. Weitere Leihgeber sind das Sauriermusum Frick, ebenfalls Schweiz, und das Goldfuß-Museum der Universität Bonn. Die Ausstellung wurde ermöglicht durch die Zusammenarbeit mit dem Institut für Geowissenschaften, Abteilung Paläontologie der Uni Bonn und dem Sauriermuseum Aathal, Schweiz.

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