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„GemüseAckerdemie“ trägt Früchte

Tessa Ast, Praktikantin · 05.06.2018

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© Ackerdemia

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Mit seinem Bildungsprogramm „GemüseAckerdemie“ sensibilisiert der Verein Ackerdemia Kinder und Jugendliche bundesweit für den Erhalt der Kulturpflanzenvielfalt und die Wertschätzung von Lebensmitteln. Kern des Programms ist ein Schul- bzw. Kitaacker, der sich individuell und langfristig in das Lehrangebot der jeweiligen Einrichtung integrieren lässt: Die teilnehmenden Schulen und Kitas legen auf ihrem Gelände einen Acker an, auf dem die Kinder und Jugendlichen unter pädagogischer Anleitung bis zu 25 verschiedene Gemüsesorten anbauen.

Dabei kommen die Schülerinnen und Schüler sowohl über die Pflanzen als auch über die Bodenlebewesen des Ackers direkt mit dem Thema biologische Vielfalt in Kontakt und erlangen innerhalb eines Jahres ein gutes Grundwissen. Im Winter findet die Acker-Stunde unter Nutzung umfangreicher Bildungsmaterialien drinnen statt.

Ein Familien- und Mentorenprogramm sorgt dafür, dass die Wirkung der GemüseAckerdemie über die Lernorte Kita und Schule hinaus in das Umfeld der Kinder und Jugendlichen getragen wird. Bereits über 230 Standorte in ganz Deutschland beteiligen sich an dem Projekt, dessen Trägerschaft bei dem 2014 gegründeten Sozialunternehmen Ackerdemia e.V. liegt.

Das bundesweite Vorhaben trage dazu bei, Kindern und Jugendlichen Naturerfahrungen zu ermöglichen und Wissen über die Kulturpflanzenvielfalt und eine gesunde Ernährung zu vermitteln und gleichzeitig die Wertschätzung für Lebensmittel zu fördern, begründet die Jury der UN-Dekade ihre Auszeichnung. Der Ansatz, den praktischen Gemüseanbau mit einer großen Pflanzenvielfalt zu verbinden und in den Lehrplan der Schulen einzubinden, sei besonders nachahmenswert.

Über die UN-Dekade Biologische Vielfalt

Mit der UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011–2020 ruft die Staatengemeinschaft die Weltöffentlichkeit auf, sich stärker für die biologische Vielfalt einzusetzen. Sie will die Bedeutung der Biodiversität für unser Leben und Wirtschaften bewusster machen und persönliches Handeln zum Schutz und Erhalt der Vielfalt der Arten, Lebensräume und Gene anstoßen. Hintergrund ist ein kontinuierlicher Rückgang an Biodiversität in fast allen Ländern der Erde.

In Deutschland werden im Rahmen der UN-Dekade Projekte und Beiträge ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung, nachhaltige Nutzung und Vermittlung der biologischen Vielfalt einsetzen. Zusätzlich zum regulären Wettbewerb zeichnet die UN-Dekade seit 2017 im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“ auch vorbildliche Projekte aus, die das soziale Miteinander fördern und gleichzeitig einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten.

Bewerben können sich Einzelpersonen oder -initiativen, institutionelle Projektträger wie Verbände, Stiftungen und Unternehmen sowie staatliche und nicht-staatliche Organisationen. Die Bewerbung erfolgt über die Webseite der UN-Dekade. Über die Auszeichnung entscheidet eine Fachjury.

Weitere Informationen

Projektvorstellung auf der UN-Dekade-Webseite

Projektträger
Ackerdemia e.V.
Großbeerenstraße 17
14482 Potsdam
www.gemueseackerdemie.de

Ansprechpartner
Dr. Christoph Schmitz
Tel.: 0331 647 47 484
info@ackerdemia.de