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Friedensdienste in den Sommerferien

Tessa Ast, Praktikantin · 02.05.2018

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© Aktion Sühnezeichen Friedensdienste

© Aktion Sühnezeichen Friedensdienste

Engagierte Menschen können im Zeitraum von Mai bis September für circa 2 Wochen an einem der 22 Sommerlager teilnehmen. Die Arbeit umfasst aktive Tätigkeiten, wie die Pflege von jüdischen Friedhöfen, das Instandhalten von Gedenkorten und Renovierungsarbeiten, wie auch thematische Arbeit zur Geschichte der jeweiligen Orte. Es gibt die Sommerlager in 17 Ländern in ganz Europa, Israel und den USA.

Die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste setzt sich für eine kritische und sensible Auseinandersetzung mit den Folgen der nationalsozialistischen Verbrechen ein. Das Programm ist dabei vielfältig und lädt alle Generationen zum Mitmachen ein.

So können Jugendliche zwischen 16 und 19 Jahren beim deutsch-israelischen Sommerlager in Berlin und Jerusalem mit dem Thema „70 Jahre Staat Israel“ beschäftigen. Familien sind eingeladen ehemaligen NS-Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge in Brest mit Putzarbeiten zu helfen. In Czernowitz leisten Freiwillige ab 40 Jahren Arbeiten auf dem jüdischen Friedhof und in Perm setzt sich eine internationale Gruppe mit politischer Repression und Kunst auseinander. Das deutsch-polnisch-israelische Begegnungsprojekt in Bialystok wird Erinnerungskulturen diskutieren und den Erhalt des jüdischen Friedhofs unterstützen.

Wie man sich anmeldet

Alle Personen ab 18 Jahren können an den Sommerlagern teilnehmen; dieses Jahr gibt es aber auch vier Lager für Jugendliche ab 16 Jahren. Das gesamte Sommerlager-Programm 2018 und das Anmeldeformular findet ihr auf der Website der ASF.
Die Aktion bietet außerdem einen einjährigen Friedensdienst in verschiedenen Ländern an; der Anmeldeschluss für das folgende Jahr ist dabei der 1.11.2018.

Über die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF)

Seit 60 Jahren gibt es die Aktion schon. In Freiwilligendiensten und Workcamps engagieren sich jedes Jahr mehrere hundert überwiegend junge Menschen in vielen Ländern Europas, den USA und Israel in Gedenkstätten, in der Begleitung von Überlebenden der Schoa und in der politischen Arbeit für eine inklusive, vielfältige Gesellschaft.
Die Sommerlager-Arbeit begann 1962 mit Arbeitseinsätzen von Freiwilligen beim Enttrümmern zerstörter Kirchen in Magdeburg. Seitdem haben tausende junge und ältere Menschen in Ost- und Westeuropa, Israel und den USA in internationalen, intergenerativen oder inklusiven zwei- bis dreiwöchigen Sommerlagern beim Erhalt jüdischer Friedhöfe, bei der Renovierung von Wohnungen für ehemalige NS-Zwangsarbeiter*innen oder bei Arbeitseinsätzen an den Anlagen von NS-Gedenkstätten mitgewirkt.