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Festival der Kulturen in Troisdorf

Text und Fotos Janina Mogendorf · 05.09.2019

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KÄNGURU beim Festival der Kulturen in Troisdorf

KÄNGURU beim Festival der Kulturen in Troisdorf

Am 1. September haben wir KÄNGURUs hier mitgefeiert.

Wer über das „Festival der Kulturen“ in Troisdorf schlendert, hat das Gefühl durch ein Kaleidoskop zu schauen. So viele bunte Farben. Aber auch andere Sinne werden hier am Wochenende 31. August/1. September angeregt. Besucher, die durch die Burggasse gehen, erleben den Duft der großen weiten Welt. Afrikanisch, griechisch, französisch, vietnamesisch und brasilianisch wird hier gekocht und geschlemmt und wer will, kann sich einmal durch fast alle Kontinente probieren. In die weiten, luftigen Hosen und Kleider im Afrolook, die neben afrikanischem Kunsthandwerk ebenfalls angeboten werden, passt man danach immer noch.

Kulinarisches und Klänge aus aller Welt

Während viele hungrige Gäste hier ein leckeres Curry genießen, Crêpes oder äthiopische Teigtaschen locken Dudelsackklänge zur Bühne auf der kleinen Wiese. Hier geben sich Künstler aus aller Herren Länder das Mikro in der Hand und die Zuhörer lernen die feinen Unterschiede zwischen irischer und schottischer Dudelsackmusik kennen, wippen zur kurdischer, kretanischer, afrikanischer oder indischer Musik im Takt und bewundern die prachtvollen Roben des Russischen Chors „Kalinka“.

Ein besonderes Augenmerk fällt am Sonntagnachmittag auf „The Four Dees“, eine deutsch-ecuadorianische Familie aus Bonn, die dem Publikum Rock und Latin-Soul präsentiert. Das Besondere: Neben Papa Stephan (Bass und Gitarre) und Mutter Sandra (Gesang) stehen die Söhne Raphael (Ukulele, Gitarre und Djembe) und Ruben (Ukulele) auf der Bühne. An diesem Sonntag muss der elfjährige Raphael wegen einer Handverletzung aussetzen, aber Ruben begleitet mit gerade mal acht Jahren seine Mutter gekonnt auf der Ukulele. „Das meiste bringen sie sich selbst bei und unterstützen sich auch gegenseitig“, sagt Vater Stephan stolz.

Kreativ werden ist angesagt

Feenfilzen beim Festival der Kulturen in Troisdorf

Vom mittelalterlichen Markt auf der großen Wiese schallen Trommelklänge herüber. Der afrikanische Trommelworkshop ist in vollem Gange und große und kleine Teilnehmer geben alles. Hier in der Nähe stehen wir auch mit unserem KÄNGURU-Stand und haben damit beste Sicht über den Mittelaltermarkt und auf die Bühne. Während gegenüber wunderschöne Feen aus Filz entstehen und sich Kinder auf die Jagd nach riesigen Seifenblasen machen, wird bei uns eifrig gemalt. Mehr als fünfzig Kunstwerke entstehen hier am runden Tisch. Vom einjährigen Nevio bis zur zwölfjährigen Paula bringen die Kinder mit viel Freude ihre Vorstellung von Tieren aus dem Zauberwald zu Papier.

„Hier kann man die Kinder mit gutem Gewissen laufen lassen"

Da gut Ding Weile haben will, kommen wir währenddessen mit den Eltern und Großeltern ins Gespräch und erfahren, dass das Festival der Kulturen für viele ein fester Termin im Kalender ist. „Es gehört für uns einfach zum Sommer dazu“, sagt eine Mutter, die mit ihren drei Kindern gekommen ist. „Die Mischung aus den verschiedenen Kulturen, dem Streetfood, der Musik, dem Mittelaltermarkt und den vielen Workshops, die man hier machen kann, ist einzigartig.“ Und ihr Mann ergänzt: „Für jeden von uns ist was dabei und es ist nicht so überfüllt. Wir können die Kinder hier mit gutem Gewissen laufen lassen.“

Gerade nimmt Anna am Maltisch Platz und legt ihre Sandkunstobjekte auf dem Tresen ab. Zwei Tiere aus Sperrholz, die sie mit farbigem Sand verziert hat. „Das kann man da hinten, neben dem Zelt machen“, sagt sie und weist auf einen Stand neben dem wunderschönen Hingucker des Platzes. Das selbstgestrickte Märchen-Tipi aus leuchtenden Läppchen, das 2015 in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Ute Lennartz Lembeck geschaffen wurde. Ein wunderbares Symbol für dieses farbenfrohe Troisdorfer Familienevent, das nicht nur Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammenbringt, sondern auch viele Generationen.

Buntes Zelt beim Festival der Kulturen in Troisdorf