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Familienthemen bei der Kommunalwahl 2020

Redaktion · 04.09.2020

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Wir haben die Kölner Oberbürgermeisterkanidatinnen und -kandidaten nach ihrer Meinung gefragt: Wo liegen für Sie die drei größten Problemfelder für Familien in Köln? Was wollen Sie für Familien in Köln besser machen? Warum wollen Sie Oberbürgermeister bzw. Oberbürgermeisterin von Köln werden?

Am 13. September wählen wir in NRW unsere kommunalen Parlamente und überall in den Straßen sehen wir schon die Werbeplakate der einzelnen Parteien und Kandidat*innen. Aber was kann einem ein Plakat schon so richtig sagen? Nicht sehr viel mehr als ein paar Schlagworte. Deshalb haben wir allen Kölner Kandidatinnen und Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt drei Fragen gestellt, die wir für Familien vor der Wahlentscheidung interessant finden.

Wir veröffentlichen die Antworten ohne Kürzungen in der Reihenfolge, in der sie reinkommen. Wir korrigieren keine Rechtschreibfehler. Und wir empfehlen euch zusätzlich für die persönliche Entscheidungsfindung den WDR-Kandidatencheck, den wir richtig klasse finden. Dort gibt es von den meisten Befragten eine Video-Botschaft, die sie in den eigenen vier Wänden aufgenommen haben. Macht euch ein eigenes Bild!

 


Olivier Fuchs / Volt

Olivier Fuchs
Alter: 56
Geboren in: Wien
Jetzt wohnhaft in welchem Veedel: Neustadt Süd (Wahlbezirk 2)
Verheiratet: Ja
Kinder: 15, 22 und 26 Jahre alt
Beruf: Hochschuldozent

Wo liegen für Sie die drei größten Problemfelder für Familien in Köln?

Familien stehen natürlich abhängig vom Alter der Kinder vor unterschiedlichen Herausforderungen, und die folgenden Problemfelder sind nicht für alle Altersgruppen relevant, aber im Spektrum von „Baby“ bis „fertig mit der Berufsausbildung“ sehen wir in erster Linie die folgenden Problemfelder:

  • Mangelnde digitale Ausstattung sowie Fachkompetenz im Bereich Digitalisierung an den Schulen, von der Grundschule an. Die Corona-Krise hat diesen Missstand besonders deutlich gezeigt: während der Krise wurden die Eltern extrem belastet (Home Office + Unterricht zu Hause + 24h Betreuung der Kinder etc.).
  • Kaum bezahlbarer Wohnraum: besonders belastend für Familien ohne großen Einkommen
  • Noch immer zu wenige Kita-Plätze in Köln

Und damit kommen wir dazu, was Volt gerne für die Familien tun möchte.

Was wollen Sie für Familien in Köln besser machen?

Zuerst einmal möchten wir uns der Lösung der brennendsten Probleme widmen. Dazu haben wir eine Reihe detaillierter Maßnahmen ausgearbeitet, von denen ich hier einige darstellen möchte:

  • Digitalisierung in den Schulen, Ausstattung
    • Digitalisierung hat höchste Priorität. Wie bereits in Estland vorhanden, fordern wir die Etablierung einer*eines Chief Digital Officers (CDO), eine der zentralen Aufgaben wäre die Entwicklung einer Digitalstrategie für alle allgemeinbildenden Schulen in Köln.
    • Volt Köln fordert, dass alle allgemeinbildenden Schulen zügig mit Endgeräten (Tablets, Laptops etc.) ausgestattet werden. Die Mittel im Rahmen des ,,DigitalPakt Schule” bilden hierfür eine finanzielle Grundlage. Zudem ist die Bereitstellung schuleigener Leihgeräte nötig, damit diejenigen Schüler*innen keinen Nachteil haben, die sich kein eigenes Gerät besitzen.
    • Wir möchten ebenfalls die Weiterbildung des Lehrpersonals im Bereich Digitalisierung fördern.
  • Erschwinglicher Wohnraum, Mietkauf Modell

Viele Haushalte und Familien mit kleinen oder mittleren Einkommen haben vor allem in Großstädten und Ballungsräumen kaum noch eine Chance auf den Erwerb einer Immobilie. Das Problem stellt sich besonders, wenn Familien gegründet werden oder wachsen.

Volt Köln möchte deshalb ein Kölner „Modell Mietkauf” als Förderkonzept zum Eigentumserwerb einführen. Die Mietzahlungen in gefördertem Wohnraum sollen in einem Anspar-Prozess den Erwerb des Wohnraums durch die Mieter*innen vorbereiten. Für den anschließenden Kauf der Wohnung soll die Stadt nach diesem Modell günstige und langfristig zinsgebundene Finanzierungen zur Verfügung stellen.

Dem generellen Wohnraummangel möchte Volt Köln mit mehreren Lösungen entgegenwirken, die wichtigste dabei ist städtisches Bauen wie z.B. in Wien.

  • Kita-Plätze
    • Volt Köln fordert den Ausbau der Kita-Plätze in Köln, damit jedes Kind einen Kita-Platz erhält.
    • Der Kita-Finder muss weiter verbessert werden, damit vorhandene Plätze in dem Portal gesucht werden und bestehende Beratungs- und Vermittlungsangebote rechtzeitig und übersichtlich bekannt gemacht werden können.

Hinzu kommt eine Reihe weiterer, wichtiger Maßnahmen zur Förderung von Kindern, Jugend und Familien, die zwar teilweise bereits angegangen werden, die wir aber gerne beschleunigen möchten:

  • Städtische Kulturangebote und ÖPNV kostenlos für Kinder bis 18 Jahren
  • Gesunde Familiengrundschulen: Das bisherige Angebot von Elternarbeit, Beratung und Information in Familienzentren und Kitas soll auf sogenannte „Gesunde Familiengrundschulen” ausgeweitet werden. Ziel ist es, Eltern verstärkt über die Schule zu erreichen und die Schulen für die Zusammenarbeit mit Eltern zu sensibilisieren und zu öffnen, wie auch z.B. in Aachen bereits umgesetzt.
  • Mehr allgemein zugängliche Sportplätze
  • Für die älteren Kinder und Jugendliche, saubere und sichere Plätze zum „chillen“ mit den Anderen, idealerweise auch Plätze, wo die Kids auch mal laut sein dürfen

Warum wollen Sie Oberbürgermeister von Köln werden?

Damit ich das alles auch umsetzen kann – die Erfahrung dafür habe ich in über 30 Jahren Projektarbeit und Management, auch im Bereich der öffentlichen Hand gesammelt. Zudem ist Volt ein Team, und wir haben eine große Anzahl erfahrener Spezialisten, die die einzelnen Themengebiete abdecken können. Meine und Ihre Kinder sollen in Köln glücklich aufwachsen und leben dürfen.

 



Henriette Reker / parteilos / Oberbürgermeisterin von Köln

OB Reker
Alter: 63
Geboren in: Köln
Jetzt wohnhaft in welchem Veedel: Rodenkirchen
Verheiratet: Ja
Beruf: Rechtsanwältin

Wo liegen für Sie die drei größten Problemfelder für Familien in Köln?

Bei den Kita-Plätzen will ich den Ausbau weiter beschleunigen: Wir haben das Angebot zwar in den letzten Jahren enorm gesteigert, allerdings nützt das einer Familie, die aktuell keinen Betreuungsplatz findet, natürlich wenig. Deshalb bleiben wir am Ball: Spätestens zum Jahr 2025/2026 soll die Quote von 50 Prozent im U3- und annähernd 100 Prozent im Ü3-Bereich erreicht sein. Weil Kitas zur Bildungslandschaft gehören, sollten sie vom Land finanziert für alle kostenfrei sein. Die Stadt muss in den Ausbau des Platzangebots und in die Qualität der Betreuung investieren.

Beim Schulbau müssen wir noch schneller werden! Wir haben bereits große Erfolge erzielt, vor allem durch hohe und gute Investitionen und die Beteiligung privater Unternehmer an den Bauprojekten. Wir brauchen weiterhin hohe Investitionen und mehr Tempo.

Wohnen ist  auch ein großes Thema: Wir treiben Großbauprojekten wie die Parkstadt Süd, den Deutzer Hafen und den neuen Stadtteil Kreuzfeld voran. Mit dem Kooperativen Baulandmodell sind wir dabei auf dem richtigen Weg, um den Sozialwohnungsbau voranzubringen und mit einer neuen Regelung zum Erbbaurecht sichern wir die Sozialbindungen langfristig. Bei jedem neuen Quartier werden die Bildungs- und Sporteinrichtungen mitgebaut.

Was wollen Sie für Familien in Köln besser machen?

Wir haben bereits massiv in den Ausbau der Schul- und Kita-Plätze investiert und das Thema bleibt meine oberste Priorität. Wir werden außerdem das Radwegenetz weiter ausbauen und gerade für Kinder und Jugendliche sicherer machen. Dafür haben wir auf weiten Teilen der Ringe eine Fahrspur für den Radverkehr reserviert, große Teile der Wälle zu Fahrradstraßen umgebaut und kontinuierlich freilaufende Rechtsabbieger reduziert. Hieran werden wir weiter arbeiten. Außerdem haben wir den „Grünen Pfeil“ nur für RadfahrerInnen eingeführt, den Fahrradbeauftragten der Stadt personell gestärkt und wollen langfristig mehr verkehrsberuhigte Zonen wie in der Altstadt. Das reicht noch nicht aus, aber wir haben in den vergangenen fünf Jahren mehr umgesetzt als in den 15 davor und ich werde das Tempo in meiner zweiten Amtszeit weiter erhöhen.

Köln wurde übrigens als erste Millionenstadt mit dem UNICEF-Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ ausgezeichnet, weil wir die Umsetzung der Kinder- und Jugendrechte mit einem Aktionsplan vorantreiben. Dazu haben wir z.B. ein Kinder- und Jugendbüro am Alter Markt eröffnet, in dem die Pänz sich über ihre Rechte informieren, ihre Anliegen voranbringen und Projekte diskutieren können. Wir haben auch im Bereich der Spielraumplanung die Partizipation von Kindern und Jugendlichen fest verankert. Sämtliche Projekte zur Gestaltung von Spiel-, Bolz- und Bewegungsflächen werden mit Beteiligung von Kindern und Jugendlichen umgesetzt. Und wir haben die Proteste der Schülerinnen und Schüler für den Klimaschutz und unsere Verantwortung gegenüber den zukünftigen Generationen sehr ernst genommen und darum den Klimanotstand ausgerufen, so dass jetzt jeder Beschluss des Stadtrats auf seine Klimafolgen überprüft wird.

Im Sinne der gesellschaftlichen Teilhabe gerade auch für Familien werde ich in meiner zweiten Amtszeit ein KVB-Jahresticket für einen Euro am Tag auf den Weg bringen und freien Eintritt in die städtischen Museen einführen.

Warum wollen Sie Oberbürgermeisterin von Köln werden?

Für mich ist es ein großes Privileg, Oberbürgermeisterin meiner Heimatstadt zu sein und ich habe mich in den vergangenen fünf Jahren mit großem Engagement unserer Stadt gewidmet. Ich blicke auf eine erfolgreiche erste Amtszeit zurück, in der ich die Grundlage für Kölns Entwicklung zur modernen Metropole gelegt habe, ob beim Schul- und Wohnungsbau, beim Klimaschutz oder bei der Kultur-, Sport- und Wirtschaftsförderung. Das will ich weiter vorantreiben!

 


Roberto Campione / parteilos

Campione

Alter: 47
Geboren in: Bergisch Gladbach
Jetzt wohnhaft in welchem Veedel: Deutz
Verheiratet: ja
Kinder: zwei Kinder (6 und 10 Jahre)
Beruf: Architekt, Stadtplaner, Gastronom, Hotelier

Wo liegen für Sie die drei größten Problemfelder für Familien in Köln?

Wir haben momentan das Problem, dass unheimlich viele Spielplätze abgebaut und nicht ersetzt werden. Dabei brauchen wir gerade jetzt größere Investitionen für Kinder und Jugendliche, damit mehr Spielplätze und Treffpunkte geschaffen werden können. In Zeiten von Corona sind Jugendzentren mit vielfältigen Angeboten wichtiger denn je, um die Persönlichkeit und die Fähigkeiten, auch im Hinblick auf eine Lehre, zu schulen.

Was wollen Sie für Familien in Köln besser machen?

Es herrscht immer noch große Armut in vielen Kölner Familien. Dieses Problem möchte ich mit vielen erfahrenen Akteuren aus dem Bereich anpacken. Zudem müssen die Familien gefördert werden - zum Beispiel mit einem speziellen KVB-Ticket.

Warum wollen Sie Oberbürgermeister von Köln werden?

Ich möchte als Bürger der Stadt, der seit 47 Jahren hier lebt, die Probleme lösen, die seit etlichen Jahren viele Menschen in dieser Stadt bewegen. Deshalb sehe ich mich auch als Stimme des Bürgers. Ich wünsche mir ein visionäres, zukunftsfähiges Köln. Dazu zählen für mich vor allem Maßnahmen, von denen jeder Kölner profitieren wird und die unserer Stadt wieder den Glanz einer Weltstadt verleihen. Dabei gilt es, besonders auf die Sicherheit und Sauberkeit für unsere Kinder zu achten.

 


Robert Nussholz / parteilos

Nussholz

Alter: 56
In Köln geboren
In Nippes wohnend
Geschieden
1 Sohn, 21 Jahre
Geschäftsführer IT Unternehmen im Gesundheitswesen

Wo liegen für Sie die drei größten Problemfelder für Familien in Köln?

Zu wenige und dreckige Schulplätze/Schulen; kaum noch bezahlbare Wohnungen

Was wollen Sie für Familien in Köln besser machen?

Mehr Schulplätze, saubere Schulen, bezahlbare Wohnungen; Einrichtung von Jugend- und Bürgerzentren 3. Weil es Zeit für ein Umdenken wird. Die Parteien haben in der Vergangenheit zu viel mit sich selbst zu tun gehabt.

Warum wollen Sie Oberbürgermeister von Köln werden?

Ein Oberbürgermeister sollte neutral sein und die besten Ideen aus allen vorhandenen Parteien unterstützen. Und... ich möchte wieder ein OB der Menschen in Köln sein!!!

 

Jörg Detjen / DIE LINKE

Jörg Detjen

Alter: 67 Jahre
Geboren in: Schwerin, aufgewachsen in Osnabrück, lebe seit 40 Jahren in Köln
Jetzt wohnhaft in welchem Veedel: Ehrenfeld
Verheiratet: ja
Kinder: keine
Beruf: Drucker und Verlagskaufmann

Wo liegen für Sie die drei größten Problemfelder für Familien in Köln?

Es mangelt an bezahlbaren Wohnungen. Es gibt zu wenige Plätze in wohnortnahen Kitas und der Offenen Ganztagsgrundschule. Arme Kinder haben nach wie vor zu wenige Teilhabemöglichkeiten in der Freizeit und in den Ferien.

Was wollen Sie für Familien in Köln besser machen?

Die Stadt soll Grundstücke nur in Erbbaurecht vergeben, z. B. unter der Auflage dort über 99 Jahre Sozialwohnungen zu errichten. Ich will eine weitere, zu 100 % städtische Wohnungsgesellschaft schaffen. Von den städtischen und stadtnahen Wohnungsbauunternehmen erwarte ich jährlich 3.000 neue Wohnungen, davon 70 % im geförderten und 30 % im preisgedämpften Segment. Hier darf nie eine Miete verlangt werden, die über die Kostenmiete hinaus geht. Ich werde die Verwaltung beauftragen, Erhaltungssatzungen auszuarbeiten und Zweckentfremdung von Wohnraum energisch bekämpfen. Ich würde alles dafür tun, um eine Obergrenze für die Miete festzulegen. Alternative und zielgruppenspezifische Wohnmodelle, wie Wohngruppen für Senioren, Alleinerziehende oder Menschen mit Handicap würde ich fördern. Solange in Köln Wohnungsnot herrscht, und der Grund und Boden knapp ist, sollen ausschließlich Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Zur Wohnungspolitik will ich sofort eine Task Force einrichten und Wohnungspolitik so zur Chefsache machen.

Kita- und Schulbau soll schnell vorangetrieben werden, nicht durch Investoren, sondern durch eigene Bautätigkeit nach einer personellen Verstärkung der Gebäudewirtschaft. Denn Investoren bauen nach den größten Profitchancen und nicht nach Bedarf. Bis 2025 brauchen wir 7.000 Kitaplätze für Kinder unter drei Jahren.

Köln soll für angehende Erzieher/innen durch Wohnheime und Werkswohnungen attraktiv werden. OGTS-Erzieher/innen müssen besser bezahlt werden, um mehr qualifiziertes Personal zu binden.

Kita- und OGTS-Beiträge müssen für viel mehr Menschen mit geringem Einkommen kostenlos bzw. günstiger werden.

Wir brauchen mehr Jugendzentren. In der Coronapandemie wollen wir ein Pilotprojekt für Jugendliche mit dezentralen Abendveranstaltungen im Freien auflegen. Der Köln-Pass soll auch für Geringverdiener mit einem Einkommen von 140 % des Leistungsbezugs gelten. Seine Angebote müssen ausgebaut werden, z. B. günstigere Kinderfahrkarten für die KVB.

Warum wollen Sie Oberbürgermeister von Köln werden?

Weil wir jetzt einen sozial- ökologischen Politikwechsel brauchen!

 

Thor Zimmermann / GUT Köln

Thor Zimmermann

Alter: 54
Geboren in: Oslo/Norwegen
Jetzt wohnhaft in welchem Veedel: Ehrenfeld
Verheiratet: nein
Zwei Kinder, neun und sechs Jahre alt
Beruf: Angestellter

Wo liegen für Sie die drei größten Problemfelder für Familien in Köln?

Jede Familie hat unterschiedliche Probleme. Für die meisten gehört aber sicher die Suche nach bezahlbarem, in der Größe ausreichendem Wohnraum dazu. Je nach der Alter der Kinder gibt es immer noch Probleme mit Kita- und Schulplätzen. Aber auch die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr ist ein wichtiges Thema.

Was wollen Sie für Familien in Köln besser machen?

Beim Wohnungsbau stärker den Fokus auf Familien legen. Also weg vom Bau teurer Eigentumswohnungen für Singles, hin zu mehr günstigen Genossenschaftswohnungen für Familien.
Familien sind oft nicht das Idyll wie in der Werbung, daher mehr Unterstützung für die, die Hilfe brauchen. Kinderarmut angehen, weiter in Bildung investieren, aber auch getrennt lebende Familien im schwierigen Alltag unterstützen.

Warum wollen Sie Oberbürgermeister von Köln werden?

Ich möchte diese Stadt vom Stillstand befreien, und Köln ermuntern in eine neue Ära aufzubrechen. Als Oberbürgermeister werde ich zeigen, dass wir drängende soziale Fragen auch mit Zielen wie Umwelt- und Klimaschutz in Einklang bringen können. Unsere Stadt wirklich für die Zukunft fit zu machen ist eine tolle Aufgabe – für uns alle.

 

Andreas Kossiski / SPD

Andreas Kossiski
 
Alter: 62
Geboren in: Itzehoe an der Westküste Schleswig-Holsteins. Jetzt wohnhaft in Köln (Veedel kann aus Sicherheitsgründen
nicht benannt werden)
Verheiratet: ja
Kinder: 2 Söhne über 30 Jahre alt
Beruf: ehemaliger Polizeibeamter und Gewerkschaftschef KölnBonn, Landtagsabgeordneter. Siehe auch https://kossiski.de/persoenliches/

Wo liegen für Sie die drei größten Problemfelder für Familien in Köln?

In den Bereichen Schule, Bildung, Wohnen und Gesundheit. Konkret: fehlender, adäquater Wohnraum und fehlende Kita-Plätze. Aber auch die unterschiedliche Gesundheitsvorsorge - es fehlen in einigen Stadtteilen Kinderärzte mit negativen Auswirkungen für Familien.

Was wollen Sie für Familien in Köln besser machen?

Die Zahl der Kita-Plätze massiv erhöhen. Es gibt ein Recht auf Kita-Plätze. Dem kommt die Stadt noch nicht ausreichend nach, da muss man schnellstens Lösungen finden. Besonders wichtig ist natürlich ein zügiger Schulneubau! Uns fehlen 54 Schulen in dieser Stadt - das ist ein Skandal! Die Stadt muss kindgerechter werden: Wir brauchen sichere Schulwege. Wir benötigen Trennung von Verkehrswegen. Es muss auch für Kinder sicher sein in dieser Stadt Fahrrad zu fahren oder als Fußgänger unterwegs zu sein.

Warum wollen Sie Oberbürgermeister von Köln werden?

Weil ich fest davon überzeugt bin ein besseres Konzept als die jetzige Amtsinhaberin zu haben. Diese Stadt braucht Verantwortung, Zusammenhalt und Bürgernähe - diese Stadt braucht einen Klimawechsel. Dafür stehe ich als Garant, das möchte ich einbringen für die Menschen in Köln. Ich werde das, was zu tun ist zügig umsetzen.
 

Dagmar Langel / Wir sind Köln 2020

Langel

63 Jahre alt.
Zwei Töchter, ein Enkel.
Alleinerziehende Mutter gewesen.
Gelernte Verwaltungsangestellte. Aus Porz.
Da geboren und immer noch dort wohnhaft.

Wo liegen für Sie die drei größten Problemfelder für Familien in Köln?

Die größten Problemfelder für Familien in Köln sehe ich in bezahlbarem Wohnraum, genügend Kindergartenplätzen auch mit flexiblen Öffnungszeiten und genügend gut bezahltem Personal. Mangel an genügend Schulen. Es gibt viele renovierungsbedürftige Schulen mit mangelhafter Ausstattung und genügend Lehrern. Besser machen kann man die oben genannten Punkte. Besser wäre für viele Familien ein kostenloser ÖPNV. Besser wäre es wenn Alleinerziehende Unterstützung in der Betreuung ihrer Kinder fänden. Besser wären Sozialbetreuungszentren in den Vierteln. Mehr und sichere Finanzierung von Frauenhäusern. U. v. m.

Was wollen Sie für Familien in Köln besser machen?

Ich habe die Vision einer familienfreundlichen, grünen Stadt Köln. In der Unternehmen jeglicher Art, und nicht nur große Kettenunternehmen, gedeihen können. Eine saubere, fahrradfreundliche Stadt mit funktionierender Verwaltung.

Warum wollen Sie Oberbürgermeisterin von Köln werden?

Darum will ich OB werden: Damit nicht nur Alles während des Wahlkampfs versprochen wird, sondern auch endlich umgesetzt wird. Die Altparteien hatten ihre Chancen und haben sie nicht genutzt. Nun will ich eine Alternative bieten.
 

 

Martin Josef Przybylski / parteilos

Przybyski

Alter: Ich bin 35 Jahre alt.
Geboren in Oberschlesien/Loben in Polen.
Jetzt wohnhaft: Ich wohne zur Zeit im Veedel am Eigelstein.
Kinder: Wir haben eine Tochter die ist 11 Monate alt.
Ich und meine Frau sind verlobt eine Hochzeit ist Geplant.
Beruf: Ich bin ausgebildeter Verkäufer im Lebensmitteleinzelhandel. Ich beschäftige mich mit Philosophie seit 10 Jahren.

Wo liegen für Sie die drei größten Problemfelder für Familien in Köln?

Wohnungsmangel, Armut und das Jugendamt sind die größten Probleme.

Was wollen Sie für Familien in Köln besser machen?

Bezahlbarer Wohnraum, Ausbildungsgarantie, mehr Geld für arme Familien und einen garantiert guten Schulabschluss für die Schüler.

Warum wollen Sie Oberbürgermeister von Köln werden?

Mit mir haben die Familien einen Oberbürgermeister Kandidat der 110% zu den Familien hält. Ich werde z.b mich persönlich für Familien einsetzten wo Kinder präventiv vom Jugendamt weggenommen. Die Schere zwischen Arm und Reich spaltet die Gesellschaft und sorgt für Frust und Wut auf die Politik. Ich als Oberbürgermeister werde der Finanzwirtschaft die Stirn bieten und die Realwirtschaft fördern. Ich bin Deutscher aus Polen ich bin bilingual aufgewachsen. Ich bin angetreten um in Köln einen Impuls zu geben der in die Welt strahlen wird.
 

Christer Cremer / AFD

Cremer

Alter: 38 Jahre
Geboren in: Düsseldorf
Jetzt wohnhaft in: Sülz
Ledig
Keine Kinder
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Wo liegen für Sie die drei größten Problemfelder für Familien in Köln?

1. Bezahlbarer Wohnraum. 4 oder sogar 5 Zimmer Wohnungen sind in Köln schwer zu finden und die Miete liegt schnell bei 1300 Euro und mehr.2. Es gibt kaum unentgeltliche Angebote für Kinder oder Familien. Vonder Krabbelgruppe bis zum Schwimmkurs ist fast alles mitTeilnahme-Gebühren versehen. Wer es sich leisten kann, hat dieMöglichkeit zahlreiche Bildungsangebote für Kinder zu nutzen, die anderen nicht. 3. Der Elternbeitrag für Kita und Co. ist in Köln im Vergleich zu anderen Kommunen überdurchschnittlich hoch.

Was wollen Sie für Familien in Köln besser machen?

1. Einrichtung einer Familienvertretung analog zur Seniorenvertretung. 2. Freie Fahrt für Kinder bis zum 12. Lebensjahr im öffentlichen Nahverkehr im Kölner Stadtgebiet. 3. Köln als Bildungsstadt mit einem breit gefächerten Bildungsangebot, um auf die unterschiedlichen Bedarfe der Schüler eingehen zu können. Das heißt für mich auch, dass die Förderschulen erhalten bleiben sollen. Die Schulen gehören technisch so ausgestattet, dass sie fit für das 21. Jahrhundert sind. Die Bausubstanz gehört ebenfalls so hergestellt. Die Schüler sind dann aber auch gehalten, Ihre Schule sorgsam zu behandeln.

Warum wollen Sie Oberbürgermeisterin von Köln werden?

Köln muss als lebenswerte Stadt für die Zukunft erhalten bleiben.  Ich möchte mich in erster Linie um die Kölner und Kölnerinnen und ihre Bedürfnisse kümmern. Das heißt auch, dass ich die Zuwanderung von Armutsmigranten nach Köln stoppen werde. Köln kann diese Art der Migration z.B. auf dem Wohnungsmarkt nicht mehr verkraften. Diese Stadt soll wirtschaftlich prosperieren und mit einem gesunden finanziellen Fundament bei den Stadtfinanzen ausgestattet sein, damit zukünftige Generationen in dieser Stadt leben können. In Köln soll ein gutes Wohnungs- und Bildungsangebot für alle vorhanden sein. Darüber hinaus werde ich vom ersten Tag an alles daran setzen, dass diese Stadt endlich wieder sicherer und sauberer wird.
 
Ich will, dass auch die traditionelle Familie aus Vater, Mutter und Kindern ihren Platz in Köln hat und man sich für vermeintlich "spießige" Lebensformen nicht rechtfertigen muss.
Ich will das Köln keinen Millimeter nach links rückt. Meine Arbeit soll ganz auf die Bedürfnisse des Otto-Normalos ausgerichtet sein und nicht für ideologische Spinnereien wie die Gendersternchen.

 

Sabine Neumeyer / parteilos

Neumeyer
Alter: 51 Jahre
Wohnhaft in Neustadt Nord
Nicht verheiratet, keine Kinder, aber als Au-Pair immer gerne von
Freunden gebucht:-)
Beruf: Eventmanagerin
 

Wo liegen für Sie die drei größten Problemfelder für Familien in Köln?

Probleme teilten mir Familien in Köln mit gibt es bei freien Kita-Plätzen und Betreuungseinrichtungen für Kinder dazu renovierungsbedürftige Schulen und die Altagslast der Familien mit wenig Einkommen, zu teurer Wohnraum für Familien

Was wollen Sie für Familien in Köln besser machen?

Für Familien würde ich die Kitaplätze erweitern und Schulen renovieren, Familien mit wenig Einkommen Steuern und Abgaben senken, Bezahlbaren Wohnraum für Familien in Köln schaffen, Spielplätze sicherer machen, Kein Drogenhandel vor oder um Spielplätze, Schulen und Universitäten
Familien entlasten, Betreuungspersonal erweitern und mehr einstellen und vieles mehr...

Warum wollen Sie Oberbürgermeisterin von Köln werden?

Ich will Oberbürgermeisterin von Köln werden, da ich durch meine Erfahrungen in Wirtschaft, Kultur, Politik als Unternehmerin seit über 20 Jahren Erfolg mitbringe und diese wunderbare Stadt mit ihren offenen herzlichen Menschen zu einer lebenswerteren, familienfreundlicheren, kulturellen,erfolgreichen Stadt zusammen mit den Bürgern in Köln machen will!

 

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