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Europawahl 2019 nicht ohne junge Menschen!

Jill Blume / Landesjugendring NRW · 10.05.2019

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© Pixabay/myrhome

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Unter dem Hashtag #jungeseuropa macht der Landesjugendring NRW auf seinen Europabeschluss aufmerksam, den er bei seiner letzten Vollversammlung gefasst hat.

„Junge Menschen aus NRW haben Erwartungen und Ideen, wie Europa gestaltet werden kann und soll!“, steht im Europabeschluss der Vollversammlung des Landesjugendrings NRW vom 10. November 2018. Junge Menschen äußern hier ihren Wunsch nach einem Europa mit gleichen Chancen für Alle und echter Initiative zum Schutz des Friedens und der Umwelt.

Was wäre, wenn die Wahlplakate junge Menschen meinen würden?

Überall sehen wir sie schon hängen: die Wahlplakate der großen und kleinen Parteien zur Europawahl. Was wäre eigentlich, wenn diese Plakate für junge Menschen gemacht worden wären? Der Landesjugendring NRW positioniert sich auf Grundlage seines Europabeschlusses zu den Wahlsprüchen der großen Parteien anhand fünf exemplarischer Wahlplakate:  

„Miteinander – #EuropaistdieAntwort”, SPD

Das sehen wir auch so. Deswegen fordern wir eine Weiterentwicklung der EU-Jugendstrategie im Sinne junger Menschen. Denn „Miteinander” heißt, alle mitzunehmen. Deswegen: Macht Beteiligung möglich! Non-formale Bildung z.B. braucht keine weitere Zertifizierung, sondern muss in ihrer Eigenständigkeit und Eigenwilligkeit als wertig anerkannt werden.

„Frieden ist nicht selbstverständlich“, CDU

Frieden wahren heißt auch, nachhaltig zu wirtschaften. Wir brauchen neue Ideen und neuen Mut für das Erreichen der Klimaziele und der Sustainable Developement Goals in Europa – die Bewegung #fridaysforfuture macht es vor. WIr wollen eine Politik, die fairen Handel, Standards guter Arbeit und den Schutz der natürlichen Ressourcen zum Kern ihres Handelns macht.  

„Wie soll Europa vorankommen, wenn Deutschland stehen bleibt?“,  FDP

Wir sind #jungundmobil! Stehen bleiben müssen junge Menschen momentan vor allem unterwegs im öffentlichen Nahverkehr oder an der heimischen Bushaltestelle.
Wir fordern, die Mobilität, aber auch internationale Teilhabe und Reisefreiheit junger Menschen zu stärken – unabhängig von ihren sozialen und materiellen Möglichkeiten. Jugendliche sollen mobil und flexibel sein. Gleichzeitig werden berufsbildene Abschlüsse transnational immer noch viel selten unbürokratisch anerkannt.

„Europa nur solidarisch!“, Die Linke

Jugendbeteiligung in Europa muss konsequent gedacht und verwirklicht werden. Hierbei müssen im Sinne einer einmischenden Jugendpolitik die Ideen von beteiligungserfahrenen Jugendlichen berücksichtigt warden, aber auch die Lebenswelten von Minoritäten und marginalisierten Gruppen junger Menschen.

„Kommt der Mut, geht der Hass“, Bündnis 90/ Die Grünen

Der  Landesjugendring  NRW  fordert  und  erwartet  eine  an  der  Allgemeinen  Erklärung der Menschenrechte,    der    Genfer    Flüchtlingskonvention    und    der    UN-Kinderrechtskonvention ausgerichtete   Politik.  Die  staatliche   und  private   Seenotrettung  muss  gestärkt  und  nicht  länger kriminalisiert  werden – es  ist  ein  Skandal,  dass  sie  überhaupt  in  dem  Maße  notwendig  ist.   Zudem darf keine Wirtschaftspolitik mehr rechtens sein, die von kriegerischen Konflikten profitiert und den Klimawandel vorantreibt.

Außerdem fordert der Landesjugendring NRW:

Der Zugang zu non-formaler, schulischer und beruflicher guter Bildung muss für alle in Europa lebenden jungen Menschen gewährleistet sein. Prekäre Arbeit muss gerade im Sinne junger Menschen, die hiervon überproportional betroffen sind, abgeschafft werden. Darüber hinaus braucht es ein verstärktes Engagement gegen menschenverachtende Ideologien wie Rassismus, Antiziganismus, Antisemitismus, Sexismus, Homo- und Trans*negativität.

In diesem Jahr treten 40 Parteien, mehr als je zuvor, zur Europawahl an. Wir rufen nicht zur Wahl einer bestimmten Partei auf, sondern zur Europawahlteilnahme am 26. Mai 2019.

Info und Kontakt

Der Landesjugendring NRW ist die Arbeitsgemeinschaft der derzeit 25 auf Landesebene anerkannten Jugendverbände in Nordrhein-Westfalen. Er vertritt die Interessen der Jugendverbände und junger Menschen und engagiert sich in Grundsatzfragen der Kinder-, Jugend-, Bildungs- und Gesellschaftspolitik.

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