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Erster Internationaler Child Friendly Cities Summit

Petra Hoffmann · 16.10.2019

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© Sunny studio – stock.adobe.com

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Vom 15. bis 18. Oktober 2019 findet in Köln das erste internationale Gipfeltreffen Kinderfreundlicher Kommunen statt – ein internationaler Höhepunkt im Kinderrechtsjahr 2019.

Immer mehr Kinder und Jugendliche wachsen in Städten auf. Weltweit ist etwa jede dritte Person, die in einer Stadt lebt, ein Kind oder Jugendlicher – Tendenz steigend. Das Aufwachsen in Städten und Gemeinden auf allen fünf Kontinenten der Erde kinderfreundlicher zu gestalten, ist eine Kernaufgabe für Politik und Gesellschaft – und Ziel dieses Gipfels.

Wie werden Städte kinderfreundlicher?

Vom 15. bis 18. Oktober 2019 kommen auf Einladung von UNICEF und der Stadt Köln rund 550 Menschen im Kölner Gürzenich zusammen – Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Fachleute sowie Kinder und Jugendliche aus Städten und Gemeinden aus 63 Ländern. Sie diskutieren Erfahrungen, Strategien und Wege, wie die Rechte von Kindern und Jugendlichen im Alltagsleben besser umgesetzt werden können. Außerdem besuchen einige von ihnen verschiedene Jugendeinrichtungen in Köln und tauschen sich vor Ort über Kinderrechte aus. Von dem „Child Friendly Cities Summit“ soll ein wichtiges Startsignal für die Stärkung von Kinderfreundlichkeit in Kommunen auf der ganzen Welt ausgehen.

„Das Gipfeltreffen Kinderfreundlicher Kommunen bietet eine einmalige Gelegenheit, die Kinderrechte auf lokaler Ebene zu stärken. Wir Bürgermeisterinnen und Bürgermeister müssen sicherstellen, dass Kinderfreundlichkeit ganz oben auf der kommunalen Agenda steht. Gemeinsam mit der gesamten Stadtgesellschaft müssen wir die notwendigen Grundlagen dafür schaffen, um die Rechte der jüngsten Stadtbewohner zu verwirklichen. Nur so können wir sicherstellen, dass die Kinderrechte wirklich Teil des Lebens in unseren Städten und Gemeinden werden.“ Oberbürgermeisterin Henriette Reker

Kölner Erklärung der Kinderrechte

Im Mittelpunkt des Gipfels stehen mehr als 60 Kinder und Jugendliche aus Ländern wie Brasilien, Guinea, China und Spanien. Ihre Forderungen haben sie in einem Manifest mit dem Titel „Our Cities, our Lifes, our Future“ zusammengefasst, das beim Gipfel an die erwachsenen Entscheider übergeben wird. Hierin äußern sich nicht nur die 60 teilnehmenden Jugendlichen.

„Kinder und Jugendliche sollten mehr Möglichkeiten – wie hier beim Gipfeltreffen in Köln – haben, um lautstark auf ihr Recht, gehört zu werden, aufmerksam zu machen. Wenn nicht jetzt, wann dann?” Jess (17), Mitglied des UNICEF-Juniorbeirats in Deutschland

Im Vorfeld des Gipfels haben sich rund 120.000 junge Menschen an weltweiten Umfragen und Diskussionsrunden zum Aufwachsen in Städten beteiligt und konnten dadurch ihre Position einbringen. Die teilnehmenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus Städten wie Lima, Montpellier, Recife, Surayaba und Barcelona suchen nach Wegen, die UN-Kinderrechtskonvention in ihrem Alltag umzusetzen und die Kinderrechte auf lokaler Ebene zu stärken. Abschließend soll das in einer gemeinsamen Erklärung in Köln bekräftigt werden. Der Kölner Gipfel bringt erstmalig Städte und Kommunen zusammen, um die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention voranzubringen. Diese feiert am 20. November 2019 ihren 30. Geburtstag und hat geholfen, weltweit das Leben von Kindern zu verbessern.

Im Kinder- und Jugendbüro der Stadt Köln am Alter Markt 62–64 können sich Kölner Kinder, Jugendliche und Familien in der Woche des Gipfels von Dienstag bis Freitag zwischen 10 und 19 Uhr informieren und ins Gespräch kommen.

 

Seit 1996 unterstützt UNICEF mit der Initiative „Child Friendly Cities“ („Kinderfreundliche Kommunen“) eine wachsende Zahl von Städten und Gemeinden in über 40 Ländern dabei, die Rechte von Kindern und Jugendlichen dort zu verwirklichen, wo sie zu Hause sind. 2018 hat sich Köln als erste deutsche Millionenstadt dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ verpflichtet.