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„Erinnern – eine Brücke in die Zukunft“

Redaktion · 17.01.2018

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Ausstellung zum 21. Jugend- und Schülergedenktag im NS-DOK.

Bereits zum 21. Mal erinnert der Kölner Jugend- und Schülergedenktag an den 27. Januar 1945. Den Tag, an dem sowjetische Soldaten die Überlebenden des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau befreiten. 1996 hatte der damalige Bundespräsident Roman Herzog dieses Datum zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erklärt. Jedes Jahr sollte der 27. Januar stellvertretend für die Schreckensherrschaft der NS-Zeit an die Vernichtung von Zivilisation und Menschlichkeit, an die Verfolgung und millionenfache Ermordung von Menschen und Bevölkerungsgruppen erinnern.

Roman Herzog forderte damals, „aus der Erinnerung immer wieder lebendige Zukunft werden zu lassen“. Das Entsetzen sollte nicht konserviert werden. Deshalb rief er Schülerinnen, Schüler und Jugendliche dazu auf, sich mit dem Thema NS-Herrschaft auseinanderzusetzen. Kölner Schulen beteiligen sich seit 1998 unter dem Motto „Erinnern – eine Brücke in die Zukunft“ an diesem Gedenktag. Das Kölner Konzept, junge Menschen selbst zu eigenen Projekten anzuregen und diese dann öffentlich zu präsentieren, ist einzigartig in der Bundesrepublik.

Künstlerische Auseinandersetzung

Die Arbeiten der Schülerinnen, Schüler und Jugendlichen sind vielfältig, es gibt künstlerische Installationen, Foto- und Textdokumentationen, Kunst und Videoproduktionen. Die Werke spannen einen Bogen aus der Vergangenheit in die Gegenwart und schlagen zugleich eine Brücke in die Zukunft. So setzte sich die Jugend- und Kulturzentrumsinitiative im Stadtbezirk Lindenthal (JUZI Sülz) e.V. mit der NS-Geschichte des Ortes auseinander, an dem sich die Jugendlichen heute regelmäßig treffen. Herausgekommen ist eine kleine Ausstellung zum Thema „Zwangsarbeit auf dem heutigen Gelände der JUZI“. Die Käthe-Kollwitz-Schule aus Leverkusen beschäftigt sich in einem Kunstkurs mit dem Thema „Mahnmale“, und Jugendliche des Stadtgymnasiums Porz drehten ein Video mit dem Titel „Flucht aus Lager 14“ – eine Auseinandersetzung mit der aktuellen Lage der Menschenrechte in Nordkorea.

In diesem Jahr beteiligen sich sieben Schulen, Jugendgruppen und Jugendliche an der Ausstellung, wobei auch Projekte aus Wiehl, Gummersbach und Leverkusen in der Ausstellung gezeigt werden.

NS-Dokumentationszentrum
EL-DE-Haus
Appellhofplatz 23-25
Köln-Innenstadt

Ausstellungseröffnung:
Freitag, 19. Januar 2018, 12 Uhr

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