++ NEWS ++

Das war das Familienspielefest 2018

Janina Mogendorf · 02.07.2018

zurück zur Übersicht
KÄNGURU beim Familienspielefest in Bonn

KÄNGURU beim Familienspielefest in Bonn

Ein Sonntagmorgen wie aus dem Bilderbuch. Keine Wolke am Himmel, schon weit über 20 Grad. Der trockene Rasen auf der Wiese in den Rheinauen zeugt vom schönen Wetter der letzten Wochen, als die Aussteller des 26. Familienspielefests am Morgen die ersten Zelte aufschlagen. In der Nacht hat der Wind die Standmarkierungen etwas verweht, so dass man auf der Suche nach dem richtigen Standort gleich mit den „Nachbarn“ ins Gespräch kommt. Es ist ein bunter Mix an fröhlichen Menschen, die mit Pavillons, bunten Bannern, Bierbänken und jeder Menge Spielkram hantieren.

Spielen, spielen, spielen

Am Kängurustand laufen die letzten Vorbereitungen. Das Team ist erwartungsvoll. Schließlich sind wir zum ersten Mal beim Bonner Familienspielefest dabei. Mir vier Helfern steht der Pavillon in Rekordzeit, die neuesten Magazine liegen bereit, das Rollup hält trotz starker Windböen, die am Gestänge rütteln. Brigitte Giraud vom AKTEUM in Remagen packt derweil ihre Action- und Outdoorschätze aus: Handtrampoline, mobile Balanciermauern, Leitergolfstangen, bunte Ringe und magnetische Fische zum Angeln verteilen sich auf dem Platz vor unserem Stand.

Die zwei jungen Spezialisten von Kendama Europe, Victor und Phillipe, tun derweil das, was sie am allerbesten können: Sie zeigen ihre Kunst an dem japanischen Geschicklichkeitsspiel und locken die ersten Besucher an den Stand. Viele möchten die frühen Eindrücke des Tages genießen, bevor die Mittagshitze einsetzt. Ab elf Uhr ist der Rasen vor unserem Stand gepackt voll mit Menschen. Ältere ebenso, wie ganz kleine. Sie balancieren, angeln, blasen Luftballons auf und verfolgen fasziniert eine Plastikrakete, die auf Fußdruck in den Himmel schießt und einen Schweif an Seifenblasen hinter sich herzieht.

Es ist spannend zu beobachten, wie Kinder mit den Spielen umgehen. Eine Zweijährige mit blonden Zöpfen legt hochkonzentriert bunte Gummiringe auf die Balanciermauer aus Plastikelementen: roter Ring auf roten Stein, blauer Ring auf blauen Stein, pink … gibt die Mauer nicht her. Na dann eben auch auf Rot. Unterdessen balancieren ältere Kids auf zwei kleinen Plattformen mit Sprungfedern und versuchen, sich mit gepolsterten Schlägern runterzustoßen. Im Laufe des Tages stellen wir – auch im Selbstversuch – fest: Kinder sind bei diesem Spiel eindeutig erfolgreicher als Erwachsene, die schon ohne Fremdeinwirkung herunterkippen.

Geht gut weg: Die aktuelle KÄNGURU-Ausgabe

Auch am Stand selbst ist eine Menge los. Die Besucher freuen sich über das brandaktuelle KÄNGURU-Magazin für Juli und August. Viele nehmen – je nach Familienkonstellation – auch gerne „KÄNGURU plus“ für Teenie-Eltern und „KÄNGURU Baby“ für die Schwangerschaft und das erste Lebensjahr mit. Unsere Magazinstapel schmelzen weg, wie Eis in der Sonne und wir bemerken erfreut: Man kennt und schätzt uns hier im Bonner Raum. Auch die Kendamas auf unserem Tresen sind in Bewegung. Mal, weil ein Windstoß sie wie die Kegel umschmeißt. Vor allem aber, weil die wenigsten das Spiel kennen und es ausprobieren wollen.

Hinter unserem Stand hat sich spontan ein kleiner Workshop mit unseren Profis entwickelt. Die Kids schauen staunend auf Victor und Phillipe und versuchen sich eifrig an ersten Tricks. Auch Brigitte vom AKTEUM zeigt Besuchern mit Engelsgeduld die Grundlagen und die meisten kommen strahlend an den Stand zurück, weil ihnen der ein oder andere Trick gelungen ist. Motiviert greift auch das Känguruteam immer öfter nach dem Holzspielzeug mit der bunten Kugel, das einen nach den ersten Übungen nicht mehr loslässt.

„Das ist wirklich so“, bestätigt Victor. „Fidget-Spinner und Co waren ganz schnell wieder out bei uns an der Schule, aber wer sich einmal ernsthaft mit dem Kendama beschäftigt hat, bleibt dabei.“ Was an diesem Tag das Kendama für die Großen, sind die Luftballons für die Kleinen. Unermüdlich angeln sie die magnetischen Fische vom Rasen, die Ballons im Bauch tragen, und pumpen sie selbst mit einem mobilen Luftpumpengerät auf. Ein Holzgestell mit Rad und Pumpe, das über den Rasen geschoben wird und einen Ballon nach dem anderen aufbläst. Bald sind hundert Stück unter die Leute gebracht und wir ergattern Nachschub an den Nachbarständen.

Hochsommerliche Temperaturen

Als die Sonne am höchsten steht, gibt es leichte Ermüdungserscheinungen am Stand. Einige Besucher ziehen sich in den Schatten der Bäume zurück und auch unser Team braucht dringend eine Pause. Mit gekühltem Wasser der Stadtwerke Bonn und einem Eis in der Hand, sitzen wir zusammen und lassen die Atmosphäre wirken. „Wenn man die Augen schließt, könnte man meinen, wir wären im Schwimmbad“, bemerkt Brigitte Giraud. Und in der Tat, das Rufen und Jauchzen, das über den Platz schallt, klingt genauso. „Fehlt nur noch das Wasser“, sagt Luise Nagels vom Känguruteam sehnsüchtig, während wir Hellhäuter unter unserem Zeltdach vor uns hinbrutzeln.

Alle genießen das Wetter und alle sind trotzdem erleichtert, als die Sonne in den Nachmittagsstunden etwas tiefer sinkt. Um 16 Uhr sind sämtliche Kendamas im Einsatz und sollen es bis zum Abend bleiben. Auch alle anderen Spiele werden ohne Unterlass bespielt. Nach und nach wird das Licht weicher, der Geräuschpegel sinkt, unsere Besucher haben Zeit für ein Schwätzchen. Die Atmosphäre wandelt sich von lebhaft in entspannt und alle scheinen sich sichtlich wohl zu fühlen. Um 18 Uhr ist es Zeit zusammenzupacken.

Wir blicken auf einen rundum gelungenen Tag mit vielen schönen Facetten zurück. Alle haben Farbe bekommen, ein paar von uns auch etwas zu viel. Im gemütlichen Tempo packen wir unsere Sachen, während Polizei und Feuerwehr mit lautem Abschieds-Sirenengeheul abrücken. Noch immer spielt eine Familie ausdauernd mit dem Kendama und macht richtig gute Fortschritte. Die Jungs vom Kendamateam haben heute nicht nur sie für das Spiel begeistert und sicher werden demnächst einige Bonner zu Brigitte Giraud ins AKTEUM kommen. Auch das KÄNGURU-Team ist sehr zufrieden. Wir haben fast alle Hefte verteilt und wissen nun sicher aus vielen Gesprächen: Die Menschen in der Region mögen das KÄNGURU-Magazin nicht mehr missen.

Ein großes Dankeschön an das Familienbüro des Amtes für Kinder, Jugend und Familie, das allen Besuchern und allen, die sich in Bonn und Region für Familien engagieren, ein unvergessliches Familienspielefest beschert hat. Wir freuen uns aufs nächste Jahr!