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MINT-Medientipp für September: „Bestiarium der kleinen und großen Tiere"

Redaktion · 01.09.2019

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© Fischer Sauerländer

© Fischer Sauerländer

MINT – das bedeutet: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Die Stiftung Lesen und die Deutsche Telekom Stiftung fördern mit dem Kooperationsprojekt „MINT-Vorlesepaten" die kindliche Neugier an naturwissenschaftlichen Themen und die Sprachentwicklung gleichermaßen. Dafür empfehlen sie regelmäßig viele tolle Bücher und Vorlese-Apps. Wir veröffentlichen jeden Monat einen neuen Medientipp mit spannenden Aktionsideen. Im September stellen wir euch vor: „Bestiarium der kleinen und großen Tiere".

Da müssen wohl nicht wenige (erwachsene) Leser erstmal nachdenken – oder schnell nachschlagen: Was ist eigentlich ein Bestiarium?? Mit der mittelalterlichen Tierdichtung, die kunstvoll tierische Eigenschaften mit christlichen Werten verknüpfte, hat dieses eigenwillige Sachbilderbuch dann allerdings nur wenig gemeinsam. Denn hier geht es weniger um Charaktermerkmale als um originelle Vergleiche bzgl. Größe und Fähigkeiten ganz unterschiedlicher Tiere. Dabei merkt man, dass nicht nur Fragestellungen die grauen Zellen heftig beanspruchen können - auch Aussagen können einen ins Grübeln bzw. zum Rechnen bringen: „Das Zwergseidenäffchen ist so groß wie ein Straußenei, das wiederum so schwer ist wie zwölf dieser Äffchen…“ Wer jetzt Probleme mit der Visualisierung hat: Das wird durch die einfach großartigen Illustrationen vereinfacht, die realitätsnahe Proportionen mit vielen witzigen Details der dargestellten Tiere verbinden. Da versteht man problemlos, wie groß ein Waldkauz ist, wenn er dem Tasthaar eines Antarktischen Seebären entspricht. Oder dass eine Meerkatze 45 Zentimeter lange Finger hätte, wenn sie im Verhältnis so lang wären wie die Zehen des Gelbstirn-Blatthühnchens …

Einfach nur genial! Jüngere Kinder werden ihren Spaß an den wunderbaren Illustrationen haben – und natürlich an den herrlich schrägen Tiernamen. Wer schon selber lesen (oder konzentriert zuhören) kann, staunt über die spannenden Zahlen, Daten und Fakten, die es über die Buchhelden herauszufinden gibt. Dabei sind die zentralen Aussagen nie länger als ein Satz und besonders groß gedruckt – darunter gibt’s weitere Details in kurzen Fließtexten. Eine tolle Mischung, die nicht nur Kinder bestens unterhält!

 

„Bestiarium der kleinen und großen Tiere", Fischer Sauerländer, 2017, 16,99 Euro, ab ca. 4-5 Jahren (zum Betrachten), ab ca. 8 Jahren (zum Selberlesen)

 

Aktionsidee

MINT-Medientipp Juli

Welche Tiere gibt es tatsächlich? Und wer lässt sich von fantasievollen Eigenkreationen aufs Glatteis führen? Die verschachtelten und z.T. sehr skurrilen Tiernamen bieten eine Steilvorlage für ein informatives Spiel, das Kinder gleichzeitig an die wissenschaftliche Benennung von Lebewesen (Zusammensetzung von Gattung, Art, Merkmalen etc.) heranführt. Wenn es schnell gehen soll: Ein witziges Quiz mit erfunden und tatsächlichen Tiernamen findet man hier: http://www.young-panda.de/spielspass/ raetsel/quiz-10-lustige-tiernamen/

Das Projekt „MINT-Vorlesepaten"

Das Interesse an MINT früh wecken und gleichzeitig Sprachkompetenzen stärken, das ist das gemeinsame Ziel der „Stiftung Lesen“ und der „Deutsche Telekom Stiftung“. Sie haben das Projekt „MINT – Vorlesepaten“ ins Leben gerufen. Vorlesepaten sind engagierte Ehrenamtliche, die in Kindertagesstätten und Grundschulen ein zusätzliches Vorlese-Angebot anbieten. Habt ihr Lust mitzumachen? Dann registriert euch auf der Seite von „Netzwerk Vorlesen“ Dort findet ihr auch Webinare und Webvideos mit Aktionsideen für ein gelungenes Vorlesetreffen. Die Stadtbibliothek Köln bietet ebenfalls regelmäßig MINT-Vorleseaktionen an. Auf der Webseite der Bibliothek erfahrt ihr die aktuellen Termine für euren Stadtteil und könnt ohne Anmeldung teilnehmen.

@ Deutsche Telekom Stiftung @ Stiftung Vorlesen

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