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MINT-Medientipp für Oktober: „Springende Pinguine und schwimmende Tiger“

Beate Skowron · 30.09.2018

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© Gerstenberg Verlag

© Gerstenberg Verlag

MINT – das bedeutet: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Die Stiftung Lesen und die Deutsche Telekom Stiftung fördern mit dem Kooperationsprojekt „MINT-Vorlesepaten" die kindliche Neugier an naturwissenschaftlichen Themen und die Sprachentwicklung gleichermaßen. Dafür empfehlen sie regelmäßig viele tolle Bücher und Vorlese-Apps. Wir veröffentlichen jeden Monat einen neuen Medientipp mit spannenden Aktionsideen. Im Monat Oktober stellen wir euch vor: „Springende Pinguine und schwimmende Tiger“.

Wenn tropische Ameisen von einer Flutwelle überrascht werden, bilden sie ein schwimmendes Floß und können notfalls sogar zwei Wochen unter Wasser überleben. Nicht spektakulär genug? Wie wäre es damit: Die pazifische Riesenkrake wird bis zu neun Meter groß, kann sich aber dennoch durch ein Loch quetschen, das nicht größer ist als ihr Mund. Unvorstellbar? Dann vielleicht noch anschaulicher: Ein einziger Blauwal wiegt so viel wie dreißig Elefanten – und durch seine Hauptschlagader könnte ein erwachsener Mensch kriechen! Wer jetzt immer noch keine Bilder im Kopf hat, der muss sich eben auf die versponnenen, kein bisschen naturgetreuen, dafür aber vor Fantasie nur so sprühenden und fast märchenhaft anmutenden Illustrationen dieses ganz anderen Sachbuchs verlassen ...

Kurios, kreativ und anspruchsvoll! Hier werden Leser und Zuhörer, die nach kuriosem Sachwissen suchen, ebenso fündig wie junge Künstler, die sich von den witzigen Bildern inspirieren lassen wollen. Zu jedem der vorgestellten Tiere gibt es nur ganz knappe, aber wirklich absolut erstaunliche Infos, die sich auch bestens zum Vorlesen oder zum ersten eigenständigen Lesen eignen. Neugierig wird man aber allein schon durch die Illustrationen!

Info: Springende Pinguine und schwimmende Tiger, Gerstenberg Verlag , 2015, 16,95 Euro, ab ca. 6 Jahren (zum Vorlesen und Betrachten auch früher)

Aktionsidee

MINT-Medientipp Juli

Hier geht man am besten vom Bild zum Text! Zunächst wird also der kleine Textabschnitt auf jeder Doppelseite abgedeckt und die Kinder sollen erforschen, welche Infos sich hinter der Illustration verbergen. Dosierte Hinweise helfen beim Entschlüsseln. Wieso sollte wohl ein Biber einen Zahnarzt brauchen, der die (zu) langen Vorderzähne behandelt? Richtig: Weil die nie aufhören zu wachsen! Und warum wird der Blauwal einem wahren Turm aus Elefanten gegenübergestellt. Genau: Weil ein einziger Wal so viel wiegt wie dreißig der Dickhäuter...

 

Das Projekt „MINT-Vorlesepaten"

Das Interesse an MINT früh wecken und gleichzeitig Sprachkompetenzen stärken, das ist das gemeinsame Ziel der „Stiftung Lesen“ und der „Deutsche Telekom Stiftung“. Sie haben das Projekt „MINT – Vorlesepaten“ ins Leben gerufen. Vorlesepaten sind engagierte Ehrenamtliche, die in Kindertagesstätten und Grundschulen ein zusätzliches Vorlese-Angebot anbieten. Habt ihr Lust mitzumachen? Dann registriert euch auf der Seite von „Netzwerk Vorlesen“ Dort findet ihr auch Webinare und Webvideos mit Aktionsideen für ein gelungenes Vorlesetreffen. Die Stadtbibliothek Köln bietet ebenfalls regelmäßig MINT-Vorleseaktionen an. Auf der Webseite der Bibliothek erfahrt ihr die aktuellen Termine für euren Stadtteil und könnt ohne Anmeldung teilnehmen.

@ Deutsche Telekom Stiftung @ Stiftung Vorlesen