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MINT-Medientipp für Januar: „Willi Virus - Aus dem Leben eines Schnupfenvirus"

Redaktion · 01.01.2020

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© Tyrolia Verlag

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MINT – das bedeutet: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Die Stiftung Lesen und die Deutsche Telekom Stiftung fördern mit dem Kooperationsprojekt „MINT-Vorlesepaten" die kindliche Neugier an naturwissenschaftlichen Themen und die Sprachentwicklung gleichermaßen. Dafür empfehlen sie regelmäßig viele tolle Bücher und Vorlese-Apps. Wir veröffentlichen jeden Monat einen neuen Medientipp mit spannenden Aktionsideen. Im Januar stellen wir euch vor: „Willi Virus - Aus dem Leben eines Schnupfenvirus“.

Hatschi! Wer dieses Geräusch kennt, der hat bereits die Bekanntschaft des Buchhelden Willi Virus gemacht. Der hat nämlich im Grunde jeden von uns bereits öfter besucht und erfreut sich im Allgemeinen keiner besonderen Beliebtheit. Wahrscheinlich wird sich das auch nach der Lektüre seiner „Autobiographie" nicht ändern – aber wenigsten kennt man dann die Gründe. Zum Beispiel, dass Viren eigentlich gar keine richtigen Lebewesen sind, sondern immer einen Wirt brauchen. Der lädt sie zwar nicht direkt ein, wird aber – meist durch die Luft – gezielt von ihnen angesteuert. Mit bis zu 150 km/h! Man kann sich Viren aber auch einfangen, wenn man Taschentücher ablehnt und lieber die Hand benutzt. Oder gerne popelt. Dann docken Willi und Konsorten nämlich in der Nasenschleimhaut an und vermehren sich eifrig ...

Ein Virus als Hauptfigur garantiert eine Geschichte der besonderen Art! Verständlich und humorvoll erzählt und mit vielen witzigen Bildern garniert wird so auch schon jüngeren Kindern klargemacht, wie man sich einen prächtigen Schnupfen einfangen kann – und ihn gegebenfalls auch wieder los wird. Besonders nett: die vielsprachige Niesparade in den Einband-Innenseiten – vom finnischen „ätsiih" bis zum türkischen „hapşu"! Schließlich ist Schnupfen international – und wird mit ebenfalls mehrsprachigen Segenswünschen korrekt gewürdigt ...

 

„Willi Virus - Aus dem Leben eines Schnupfenvirus", Tyrolia Verlag, 2015, 14.95 Euro, ab 5 - 6 Jahren

 

Aktionsidee

MINT-Medientipp Juli

Angesichts von Willis Winzigkeit bietet sich nach der Lektüre das Ausprobieren eines Mikroskops oder einer Becherlupe an. Natürlich haben nicht alle Gegenstände um uns herum, die spektakulär vergrößert werden können, eine so faszinierende Gestalt wie die Viren. Aber auch Naturgegenstände, Brotkrümel oder Krabbeltiere bieten erstaunliche Entdeckungen. Alternativ kann man mit den Kindern gepixelte Fotos betrachten – und sie raten lassen, was sich wohl hinter den abstrakt wirkenden Mustern verbergen könnte.

Das Projekt „MINT-Vorlesepaten"

Das Interesse an MINT früh wecken und gleichzeitig Sprachkompetenzen stärken, das ist das gemeinsame Ziel der „Stiftung Lesen“ und der „Deutsche Telekom Stiftung“. Sie haben das Projekt „MINT – Vorlesepaten“ ins Leben gerufen. Vorlesepaten sind engagierte Ehrenamtliche, die in Kindertagesstätten und Grundschulen ein zusätzliches Vorlese-Angebot anbieten. Habt ihr Lust mitzumachen? Dann registriert euch auf der Seite von „Netzwerk Vorlesen“ Dort findet ihr auch Webinare und Webvideos mit Aktionsideen für ein gelungenes Vorlesetreffen. Die Stadtbibliothek Köln bietet ebenfalls regelmäßig MINT-Vorleseaktionen an. Auf der Webseite der Bibliothek erfahrt ihr die aktuellen Termine für euren Stadtteil und könnt ohne Anmeldung teilnehmen.

@ Deutsche Telekom Stiftung @ Stiftung Vorlesen

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