Gesundheit

Beste-Reste-Box

Redaktion · 06.07.2017

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Bei Kindergeburtstagen auf dem NaturGut Ophoven in Leverkusen können Besucher alles, was nicht aufgegessen wurde, gut verpackt mit nach Hause nehmen. Die „Beste-Reste-Box“ ist Teil einer bundesweiten Aktion gegen Lebensmittelverschwendung, an der sich das BioBistro des Kinder- und Jugendmuseums EnergieStadt beteiligt.

Wer kennt das nicht? Das Essen schmeckt wunderbar, aber dennoch bleibt etwas übrig? Schade, wenn die Reste in die Tonne wandern. In Deutschland sind das 11 Mio. Tonnen im Jahr, davon 1,9 Mio. Tonnen in Kantinen und Restaurants. Umgerechnet wandern pro Gast und Jahr 23,6 Kilogramm Lebensmittel in die Tonne. Die „Beste-Reste-Box" der Aktion Restlos genießen ist eine Maßnahme gegen diese Form der Lebensmittelabfälle und möchte Verbraucherinnen und Verbraucher für das Thema sensibilisieren.

Es ist ganz einfach mitzumachen: Restaurants können sich online registrieren. Neben der „Beste-Reste-Box" bekommen sie daraufhin Infomaterialien wie Speisekarteneinleger und Türaufkleber, um bei den Gästen das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu stärken und ihnen die Scheu zu nehmen, ihre nicht gegessenen Speisen mit nach Hause zu nehmen. Der Wunsch danach ist nämlich da: Etwa 46 Prozent der Deutschen nehmen zumindest manchmal übrig gebliebene Speisen beim Restaurantbesuch mit nach Hause. Rund 56 Prozent wünschten sich, dass diese Möglichkeit von den Restaurants aktiv angeboten werden würde. Dies ergab eine Befragung von TNS Emnid im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Das BioBistro im NaturGut Ophoven ist dabei

Im NaturGut Ophoven ist man begeistert von der Kampagne. Hier gehört die Idee des restlosen Genießens schon lange zur Kultur und macht auch bei den Geburtstagsangeboten nicht Halt. Besonders bei der Kindergeburtstagsaktion „KochDuell“  im BioBistro böte sich das Einpacken übrig gebliebener Speisen einfach an und werde von den Gästen gut angenommen, berichtet Umweltpädagogin Ute Pfeiffer-Frohnert, die das Kinder- und Jugendmuseum Energiestadt auf dem Naturgut leitet. Zwei Gruppen treten beim Duell gegeneinander an und kochen aus verschiedenen Zutaten ein Menü. Beim gemeinsamen Essen wird zum Abschluss wird entschieden, welche Gruppe das Duell gewonnen hat. Dem Geburtstagskind werden vorab je nach Jahreszeit Menüvorschläge gemacht, alle Zutaten stammen aus Bioanbau. Nicht selten bleibt hier etwas übrig – und wird inzwischen fast selbstverständlich gut eingepackt mit nach Hause genommen und einen Tag später gegessen.

Ute Pfeiffer-Frohnert berichtet, dass sie im Moment in Leverkusen die einzige Einrichtung seien, die sich beteilige. Sie seien stolz auf diese Vorreiterrolle, aber „noch besser wäre es, wenn sich viele weitere Gastronomen, Kantinen und Caterer entschließen würden, sich der Aktion anzuschließen", so Pfeiffer-Frohnert. „Die Beste-Reste-Box soll zu einem festen Bestandteil der Restaurantkultur werden.“ So wie im BioBistro.

 

 

 

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