Bildung

Augen auf beim Ranzenkauf!

Redaktion · 23.01.2018

zurück zur Übersicht

Bis zur Einschulung im Sommer ist es nicht mehr lange. Darum haben wir hier einige Tipps für den Ranzenkauf zusammengestellt.

1. Wie schwer?

Empfohlen wird häufig zehn bis zwölf Prozent des Eigengewichts des Kindes. Die Belastbarkeit ist allerdings individuell sehr unterschiedlich. Aktive und trainierte Kinder können problemlos ein Ranzengewicht von bis zu 17 Prozent tragen. Dagegen haben Kinder mit schwacher Muskulatur, mangelnden motorischen Fähigkeiten oder schlechter Koordination schon mit zehn Prozent Schwierigkeiten.

2. Wie packen?

Schwere Bücher gehören in die rückennahen Fächer im Ranzen, Hefte, Mäppchen, Schulbrot und andere leichte Sachen werden eher in den Fächern nach außen untergebracht.

3. Wie tragen?

Der Ranzen gehört auf den Rücken, nicht über die Schulter oder in die Hand! Er soll mit den Schultern abschließen. Um ein gutes Gleichgewicht zu halten muss das Kind bei einem zu tief hängenden Ranzen mit den Bauchmuskeln gegenhalten, bei einem zu hoch sitzenden mit den Rückenmuskeln. Sind die Tragegurte zu lang geht das Kind ins Hohlkreuz, sind sie zu kurz macht es einen Rundrücken. Kinder sollen den Ranzen problemlos allein auf den Rücken nehmen können.

4. Wie kaufen?

Anprobieren mit und ohne Jacke ist Pflicht. Der Ranzen muss gut sitzen, angenehm zu tragen sein und darf nicht von den Schultern rutschen. Außerdem muss er gefallen!

5. Worauf achten?

Zum Beispiel auf das Prüfsiegel: Der Ranzen sollte die Vorgaben der Schulranzennorm DIN 58124 erfüllen. Dann gilt er als praktisch (z.B. wasserdicht), ergonomisch und sicher. Außerdem sollte das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit nicht fehlen.

6. Welche Ausstattung?

Der Ranzen sollte ein körpergerechtes, gepolstertes Rückenteil haben. Er sollte an mehreren Stellen am Körper anliegen und nicht über die Schultern hinausragen. Gepolsterte Schultergurte sind wichtig. Sie sollten mindestens vier Zentimeter breit sein. Der Tragegriff muss weit genug sein, gut gepolstert und griffig. Er sollte sich zum Aufhängen und zum Tragen eignen.

7. Wie soll er aussehen?

Im Ranzenfall ist das 'Gesehen-werden' wichtiger als die Optik. Vorn und an den Seiten müssen große Leuchtflächen in den Farben Orange-Rot oder Gelb für optimalen Schutz am Tag sorgen. Die Farben sollten fluoreszieren, also aufleuchten, selbst wenn wenig Licht darauf fällt. In der Dunkelheit warnen zusätzliche, große, reflektierende Streifen, wenn die Autoscheinwerfer sie anstrahlen.

Gucken, anprobieren, Fragen stellen: Auf der 6. Kölner Schulranzenmesse am 10.3.2018 im Kölner Karnevalsmuseum findet ihr von 9 bis 17 Uhr Marken, Modelle und Experten.

Illu www.istockphoto.com © rhoon

Tags: