Ausflug

Wir machen Radio

Claudia Berlinger · 18.10.2019

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Wie wird Radio gemacht? Sabine Heinrich und Armin Maiwald mit Kindern im WDR-Studio

Wie wird Radio gemacht? Sabine Heinrich und Armin Maiwald mit Kindern im WDR-Studio

Unsere Stadtreporterinnen besuchten den WDR beim Türöffnertag 2019.

Wenn wir morgens die Küche betreten, schaltet die erste das Radio ein. „Mama, wie war noch mal die Frequenz von KiRaKa?“ Weil wir uns die nicht merken können, haben wir uns kurzerhand ein digitales Radio gekauft, auf dem alle Sender des WDR voreingestellt, beschriftet und farbig markiert sind. Seither liegt bei uns die Fernbedienung nicht mehr still. Wir wechseln fröhlich zwischen der Bärenbude für Kinder und Nachrichten und Musik für Mama hin und her. Im Radio passiert ja den Tag über ganz schön viel. Da kommt natürlich die Frage auf: Wie wird denn Radio eigentlich gemacht?

Radio machen beim WDR-Türöffnertag

Um das zu erfahren, sind wir heute im Studio von WDR 2 und schauen Sabine Heinrich über die Schulter. Die ist eine echte Fernseh- und Radiomoderatorin und zeigt uns nicht nur, wie das Radioprogramm entsteht. Die teilnehmenden Kinder dürfen sogar ihre eigene Sendung live produzieren. Zuerst lernen sie das Studio kennen, einen Glaskasten inmitten der Redaktionsräume in den WDR-Arkaden, in dem jede Menge Mikrofone vorbereitet sind. Die Kinder sprechen tagesaktuelle Nachrichten, sagen die Sportergebnisse und das Wetter an und dann gibt es noch eine besondere Überraschung: Armin Maiwald, einer der Erfinder der Maus ist gekommen, um in einem Interview Fragen zu beantworten. Die Fragen sind toll! So erfahren wir, dass die Sendung mit der Maus vor fünfzig Jahren noch „Lach- und Sachgeschichten für Fernsehanfänger“ hieß und dass der Film „Was macht Vitamin C im Körper?“ mit drei Jahren die allerlängste Vorbereitungszeit hatte.

Wenn einer falsch fährt ...

Schwer beeindruckt sind die Kinder von der Sache mit den Falschfahrern. Wenn nämlich ein Fahrer auf der Autobahn in die entgegengesetzte Richtung fährt, ist das so gefährlich für die Verkehrsteilnehmer, dass das gesamte Pult blau aufleuchtet und blinkt. Die Moderator*innen haben dann genau einen Atemzug Zeit, bevor sie die Nachricht, die in roten Buchstaben auf dem Monitor erscheint, vorlesen müssen. Zum Glück konnte Sabine bisher immer schon nach kurzer Zeit die Entwarnung melden.

Workshop für die Kinder, Führung für die Eltern

Toningenieurin Johanna produziert in Windeseile die Sendung fertig, um dem Geschenkpaket einen Stick beizufügen, so dass die Kinder sich ihre Sendung zuhause bei einem Tee aus der WDR2-Tasse anhören können. Eine schöne Erinnerung an einen gelungenen Tag, finden auch die Eltern, die an einer eigenen Führung teilnahmen, bei einer Live-Sendung Mäuschen spielen durften und viel Neues gelernt haben. Der Türöffner-Tag ist eine tolle Sache. Hätte es den schon in unserer Kindheit gegeben, wäre vielleicht mancher Berufswunsch anders ausgefallen.

 

Auf einen Blick:

Der Türöffner-Tag findet seit 2011 anlässlich des 40. Geburtstags der „Sendung mit der Maus“ traditionell am Tag der Deutschen Einheit statt. Jährlich am 3. Oktober  bekommen Kinder die Möglichkeit, die Arbeitswelt der Erwachsenen kennenzulernen und Orte zu erkunden, zu denen sie normalerweise keinen Zutritt haben. Die Angebote sind so vielfältig wie spannend. Fällt die Wahl auf Kultur, Sport, Natur, Technik, Handwerk oder soziale Einrichtungen?

Inzwischen öffnen sich die Türen längst nicht mehr nur in Deutschland. Österreich, Frankreich und Luxemburg zählen zu den europäischen Gastgebern. 2019 sind Fans der Sendung mit der Maus sogar nach Nord- und Südamerika, Afrika, Australien und Malaysien eingeladen. Da hat nämlich eine internationale Firma, die Elektromotoren baut, weltweit ihre Türen für neugierige Kinder geöffnet.

 

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