Ausflug

Drei Orte mit Gruselfaktor

Christina Bacher · 22.03.2018

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Ein bisschen Spannung darf auch bei einem Familienausflug sein. © princessdlaf/iStockPhoto.com

Ein bisschen Spannung darf auch bei einem Familienausflug sein. © princessdlaf/iStockPhoto.com

Der Angstbunker, die Magische Bibliothek und die Blutsäule: Autorin Christina Bacher stellt für Familien drei Ausflugsziele mit Gruselfaktor vor.

1. Der Angstbunker

Er wird der Angstbunker genannt. Dabei liegt er mitten in der familienfreundlichen, autofreien Siedlung in Nippes. Auch, wenn die Mitarbeiter der „Arbeitsgemeinschaft Festung Köln e. V.“ die kostenfreien Führungen durch den Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg sehr einfühlsam gestalten, mutet einen heute das noch original eingerichtete Arzt-Zimmer, das Büro des sogenannten Blitzmädchens und der durch einen Bombenangriff zerstörte Raum ganz schön gruselig an. Eine Gedenkminute sollte man für den Luftschutzleiter Christian Kleefisch vorsehen, der bei dem Angriff am 21. Dezember 1944 hier unten tragisch ums Leben kam. Der Besuch führt Kindern ab zehn Jahren einen wichtigen Abschnitt Kölner Geschichte vor Augen – Gänsehaut inklusive.

2. Die Magische Bibliothek

Eine ganz andere Art der Anspannung kann man in der Agentur für Zeitreisen, Quantenmagie und Abenteuer in Kölner Südstadt erleben: In nur 60 Minuten muss man in der eigens vom Team X eingerichteten abgedunkelten Magischen Bibliothek zahlreiche Aufgaben lösen, die einen ganz schön das Gruseln lehren können. Denn ist man erst einmal durch das Zeitschleusenportal hinein gelangt, gibt es zunächst kein Entrinnen mehr. Ideal für ganz besondere Geburtstags-Events, auch hier mit einer Altersbeschränkung ab zehn Jahren.

3. Die Blutsäule

„Rein an diesem Stein soll einst Blut gegossen sein!“ heißt es auf einer Tafel neben der sogenannten Blutsäule in der Kirche Sankt Gereon. Der Legende nach soll genau an dieser Stelle der heilige Gereon mit seinen Truppen in einer Schlacht auf grausame Art und Weise getötet worden sein. Das auch als Schreckenssäule benannte Mahnmal erinnert seither an dieses blutige Verbrechen in grauer Vorzeit. Am letzten Sonntag im Monat findet übrigens in der katholischen Kirche ein Gottesdienst für Familien und Kinder statt – der perfekte Zeitpunkt, um heimlich einen Blick auf die Blutsäule zu riskieren, deren Geschichte vielen Kölnern nahezu unbekannt ist.


Blutsäule, Magische Bibliothek und Angstbunker (v.l.n.r.) © Norbert Breidenstein

Info

Diese Tipps stammen aus dem Buch

111 Orte für Kinder in Köln, die man gesehen haben muss

Christina Bacher (Autorin)/Norbert Breidenstein (Fotograf)
Emons Verlag, 2018
16,95 Euro

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