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Cowoki – ein Arbeitsplatz für Familien

Cowoki – ein Arbeitsplatz für Familien © Katrin Adler Mitten im Belgischen Viertel am Stadtgarten hat Cowoki plus eröffnet – Ein Coworking Space mit Kinderbetreuung und ganz viel Raum zum Wohlfühlen. Känguru war bei der Eröffnung dabei und hat sich alles genau angeschaut.

Als wir die Räumlichkeiten von Cowoki betreten, werden wir direkt herzlich begrüßt. Gründerin Peggy Wahrlich strahlt über beide Ohren, erscheint aber auch ein wenig angespannt. Nach jahrelanger Planung kann sie nun ihr Konzept präsentieren. Wird es bei den Leuten ankommen?

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Auf insgesamt zwei Etagen lädt Cowoki Berufstätige zum entspannten Arbeiten in schöner Umgebung ein. Cowoki ist ein sogenannter „Coworking Space". Die neue Arbeitsform findet zunehmend unter Freiberuflern, Kreativen und „digitalen Nomaden" Anklang. Wie der Name schon ahnen lässt, geht es beim „Coworking" ums gemeinsame Arbeiten. In großen, offenen Räumen können Interessierte Arbeitsplätze buchen, um sich mit anderen die Ausstattung wie Drucker, Telefon, Internet und Besprechungsräume zu teilen. Daneben hat das Konzept auch eine Netzwerk-Funktion: Man knüpft interessante berufliche Kontakte, kann gemeinsam Projekte verwirklichen -aber auch völlig unabhängig voneinander arbeiten.

Ergonomische Stühle, Bio-Food und Konferenzräume

In den liebevoll eingerichteten und in Pastelltönen abgestimmten Räumen von Cowoki fühlen wir uns direkt wohl. Auch die ergonomischen Stühle von Scandinavian Business Seating sind bequem; längeres Arbeiten am Schreibtisch wird dem Rücken somit nicht mehr zur Last fallen. Wer Kunden empfangen möchte, dem stehen die Konferenz- oder Meetingräume zur Verfügung, die mit Fernseher und Pinnwand ausgestattet sind. Die Preisliste startet mit neun Euro für einen halben Tagespass (vier Stunden) und endet bei 300 Euro für einen Monatspass. Auf Wunsch lässt sich ein fixer Arbeitsplatz für 50 Euro hinzubuchen. Die Räume sind montags bis freitags von neun bis 19 Uhr geöffnet.


© Kristine Chau

Neben der Arbeit kommen auch die Pausen nicht zu kurz! Der gemütliche Gemeinschaftsbereich lädt bei frischem Kaffee und gesunden Snacks zum Austauschen, Kennenlernen und Vernetzen ein. Health Coach Melanie von Gersdorff ist Köchin aus Leidenschaft und sorgt für kulinarischen Genuss - natürlich ausschließlich in Bio-Qualität.

Der Clou: Städtische Kinderbetreuung

Der Clou des Ganzen liegt im Erdgeschoss: Dort befindet sich die Kinderbetreuung für bis zu neun Kinder von null bis drei Jahren. Mütter und Väter können also arbeiten, während ihre Kleinen nur ein paar Schritte entfernt sind. Mit Spielzeug, Buntstiften und Büchern können sich die Kinder hier so richtig austoben. Das Besondere: Es ist eine städtische Tagespflege und keine private. „Mir war es wichtig, dass nicht nur gut situierte Familien die Möglichkeit bekommen, hier ihren Arbeitsplatz zu finden", betont Peggy. „Dafür bin ich auch gerne den steinigen Weg über die Auflagen des Jugendamtes gegangen." Eltern zahlen somit den gehaltsabhängigen Elternbeitrag an die Stadt Köln plus Essensgeld.


© Katrin Adler

Cowoki will der perfekt Ort sein, um Arbeit und Familie zu verbinden. Peggy selbst war jahrelang als selbstständige Requisiteurin tätig und musste den Spagat zwischen Beruf und Familie meistern. „Das war nicht immer leicht", erzählt sie. Aus dieser Erfahrung heraus entwickelte sie ihr eigenes Konzept eines Coworking Space, der auch Familien entlastet und ihnen mehr Zeit füreinander gibt.

Etwas zum gesellschaftlichen Wandel beitragen

Peggy erhofft sich, dadurch etwas zum gesellschaftlichen Wandel beizutragen. „Ich wünsche mir ein gleichwertiges Arbeitsverhältnis von Mann und Frau, in dem Väter nicht dem Zwang eines Alleinverdieners erliegen und Mütter früher in den Beruf einsteigen können", sagt sie.


© Kristine Chau, Peggy Wahrlich (l .) im Gespräch mit KÄNGURU-Praktikantin Katrin Adler

„Dabei geht es mir nicht unbedingt um den Erfolg meines eigenen Unternehmens, sondern um das große Ganze: Die Verbreitung der Idee." Ihr Wunsch ist es, dass sich der Gedanke hinter Coworking plus in Zukunft stärker in der Gesellschaft etabliert und bald zum ganz normalen Alltag gehört.

Katrin Adler und Kristine Chau, KÄNGURU-Praktikantinnen, März 2017

 

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