Themen

Familienmenschen

11 Fragen an Lewis Gropp

11 Fragen an Lewis Gropp Lewis Gropp ist Autor, Journalist und Übersetzer. Mit seinen beiden Söhnen lebt er in Köln-Esch. Gerade ist sein Buch „111 Gründe Köln zu hassen" erschienen.

Name:
Lewis Gropp

Unser Veedel:
Köln Esch

Mein Job:
Autor, Journalist

Kinder:

Dante-Julius, 7
Titus-Valentin, 5


1. Besonders toll an Köln finde ich ...
Die spannende Geschichte! Die Römer haben die Stadt gegründet – es war eine perfekte Modellstadt! Und im Mittelalter war Köln die größte und politisch, kulturell und wirtschaftlich bedeutendste Stadt im Reich. Die Franzosen haben hier regiert und die ersten Fabriken und Manufakturen auf den Weg gebracht, und die Preußen haben den Dom nach über 600 Jahren Bauzeit für die Kölner vollendet. In dieser Stadt spiegelt sich fast die gesamte Europäische Zivilisationsgeschichte. Und trotz der großen Zerstörung im 2. Weltkrieg ist immer noch einiges davon zu bewundern – zum Beispiel das wunderschöne Overstolzenhaus, das ca. 1230 errichtet wurde: Es ist das älteste erhaltene Patrizierhaus Deutschlands und liegt herrlich verborgen in der Rheingasse in der Altstadt...

2. In Köln fehlt für Familien ...
Ein schöner Biergarten mit großem Kinderspielplatz, wie es sie in Holland und Belgien gibt. Und natürlich gute Luft ...

3. Unser Tipp für Familienausflüge ...
Das Bubenheimer Spieleland in Nörvenich – es liegt zwar ein bisschen außerhalb (je nach Standort in Köln ca. 30-40 Kilometer), ist aber die Reise wert! Dort gibt es ein riesiges Spielgelände mit großen Rutschen, gigantischen Kletterburgen, Fußballplätzen und dutzenden anderen Spielgeräten. Wenn's regnet, kann man in den großen Hallenbereich ausweichen, auch die Kettcarbahn ist teilweise überdacht. Die Eintrittspreise sind moderat, vor allem wird nicht mit nervigen Extrazahlungen abgezockt. Eine tolle Entdeckung war auch der Wassererlebnispark Gymnicher Mühle – perfekt für einen warmen Sommertag. Aber auch der Spielplatz an der Diepeschrather Mühle ist ein herrlicher Ort für einen sonnigen Nachmittag. Oder der Wildpark im Tannenbusch bei Dormagen – auch ein wenig außerhalb also, aber dafür mit freiem Eintritt und einem herrlichen Kinderspielplatz. In dieser Hinsicht hat Köln und sein Umland viel zu bieten.

4. Diese Kölner Person würde ich gerne mal kennen lernen:

Pfarrer Franz Meurer. Es ist unglaublich, was er alles für notbedürftige Menschen in Bewegung setzt, mit wie viel Hingabe, Ideenreichtum und praktischen Geschick für erfolgreiche Hilfsprojekte. Ein besonderer Kölner, der im Stillen wahrhaft Großes vollbringt.

5. Das letzte Mal haben wir so richtig gelacht ...
beim Grimassenschneiden morgens zum Abschied, wenn der Schulbus abfährt.

6. Unser Abendritual ...
Gemeinsam Lesen im Bett.

7. Zurzeit spielen wir am liebsten ...
Mühle. Oder draußen auf dem Spielplatz zusammen rumtollen.

8. Unser Lieblingsbuch ...
Das kleine Gespenst von Otfried Preußler.

9. Meine Kinder schlafen ...
… wie eine eins. Sie sind halt müde vom Quatschmachen den ganzen Tag lang ...

10. Beruf und Kind – das ist ...
... eine ziemliche Herausforderung, aber wir versuchen, den Stress von der Zeit mit den Kindern abzuschirmen, so gut es geht. Das tut auch uns als Eltern gut.

11. Kinderfreies Wochenende! Was machst du / macht ihr am liebsten?

Aufräumen. Oder wenn möglich in das schöne alte Backsteinhaus meiner Schwiegereltern nach Izendijke in Holland fahren.

Lewis Gropp
111 Gründe Köln zu hassen
Die Stadt so, wie sie wirklich ist
Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2017
9,99 EUR

Das große Unglück der Kölner steckt im Kölner Grundgesetz: Mit dem Lebensmotto Et kütt, wie et kütt und Et hätt noch immer joot jejange rechtfertigt der Kölner jede Katastrophe und jeden noch so unerträglichen Missstand – und merkt dabei nicht einmal, wie fatal seine Lage ist.

Wie der Ritter in dem Monty Python-Film, dem schon Arm und Beine abgeschlagen wurden, der aber trotzig seinen Widersacher zum Weiterkämpfen auffordert, ist auch der Kölner ein Meister der Tatsachenverweigerung, ja, ein veritabler »Fürst des Kontrafaktischen«.

Mit 111 GRÜNDE, KÖLN ZU HASSEN zeichnet Lewis Gropp das Psychogramm eines zwanghaft fröhlichen und unbedarften Völkchens, das gar nicht merkt, wie tief es in der Scheiße steckt.

  • Räumt mit den Klischees auf und zeigt Köln von seiner schlechtesten Seite
  • Anti-Reiseführer mit vielen interessanten, aber unnützen Fakten
  • Das Geschenkbuch für alle Kölner und die, die es werden wollen

Schwarzkopf Verlag 2017

 

 

Was macht dein Kind in den Ferien?

 

 

MAGAZIN

Familiencafés