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Rubrik: Ab 10 Jahren
Horizont Theater: „Traumnovelle"

Im Mittelpunkt der Erzählung "Traumnovelle" (1925) von Arthur Schnitzler steht die Ehe von Fridolin und Albertine, den beiden Hauptpersonen.Die beiden leben zusammen mit ihrer kleinen Tochter in Wien.
Schon zu Beginn des Buches gestehen sie sich gegenseitig, daß sie sich schon mehrere Male zu anderen außerehelichen Personen hingezogen fühlten. An diesem Abend wird der Arzt Fridolin wegen eines medizinischen Notfalls gerufen, und er verläßt die eheliche Wohnung. Dies bedeutet für ihn den Anfang einer voller Überraschungen steckenden nächtlichen Tour. Zuerst muß er den Tod eines Patienten feststellen, daraufhin gesteht ihm die Tochter des Verstorbenen ihre Liebe. Fridolin muß sie enttäuschen, weil er ihre Gefühle nicht erwidert. Da Fridolin noch nicht nach Hause gehen möchte, entschließt er sich zu einem Spaziergang, wobei er in den Armen einer jungen Prostituierten landet(es findet kein Beischlaf statt), und schließlich trifft er einen alten polnischen Freund, der ein hervorragender Pianist ist, in einer Kneipe wieder. Dieser erzählt ihm von geheimen Veranstaltungen, wo er engagiert wird. Fridolin interessiert sich sofort für diese Treffen. Obwohl dem Pianisten dort die Augen verbunden werden, weiß er zu berichten, daß die Teilnehmer der Veranstaltungen maskiert und die Frauen auch noch nackt sind. Fridolin möchte seinen Freund zu diesen Treffen begleiten, er leiht sich ein Kostüm, wobei er noch Zeuge einer aufregenden Szene der gestört-leichtlebigen Tochter des Kostümverleihers wird. Anschließend verrät ihm sein polnischer Bekannter die Parole, die er benötigt, um zu dem Treffen zugelassen zu werden. Dort angekommen trifft er eine verschleierte Frau, die ihn sehr beeindruckt.
Sie warnt ihn: falls er bleibe und es erkannt wird, daß er ein Fremder sei, würde ihm Furchtbares widerfahren. Gebannt von der fremden Frau beschließt Fridolin trotz der Warnung zu bleiben; er wird als Eindringling entlarvt und bevor die geheime Gesellschaft ihn dafür bestraft, erklärt sich die fremde Frau bereit, sich an seiner Stelle, bestrafen zu lassen. Er muß das Haus verlassen und kehrt tief in der Nacht nach Hause zurück. Dort weckt er seine Gattin Albertine aus einem Traum auf. In diesem ist sie ihrem Mann untreu geworden, der, obwohl er sich des Seitensprungs seiner Frau bewußt war, sich aus Liebe und aus Treue zu ihr hat foltern und töten lassen. Sie empfand weder Mitleid noch Scham für ihn, sie verspottete und verhöhnte ihn nur. Am folgenden Tag sucht Fridolin erneut alle Personen,die er in der Nacht getroffen hatte, auf, und er versucht das Rätsel der geheimen Gesellschaft zu lösen. Dies gelingt ihm nicht. Später liest er in einem Café eine Zeitung, in der die Todesnachricht einer jungen Baronin steht. Verfolgt von dem Verdacht, daß diese Frau seine Retterin der vergangenen Nacht sein könnte, stellt er Nachforschungen an. Durch seine Beziehungen als Arzt, hat er die Möglichkeit den Leichnam der jungen Frau zu sehen, doch als sie dann vor ihm liegt, ist er sich nicht sicher, ob sie die Angebetete der vorigen Nacht ist. Nachdenklich kehrt er nach Hause zurück, wo er sich entschließt, seiner Ehefrau Albertine von den Ereignissen der vorigen Nacht zu erzählen.Durch diese Aussprache hat sich die Entfremdung der beiden zueinander gelöst, und sie sind bereit einen Neuanfang zu wagen.
Eintritt € 16,-/ 10,-/ vorm. 8,-
Horizont Theater
Thürmchenswall 25
50668 Köln
Fon: 0221 - 13 16 04
http://www.horizont-theater.de